love your job/about me

Ich bin freiberufliche Modedesignerin und Schnittmacherin, Journalistin und Fotografin. Auf dieser Webseite will ich all das miteinander verknüpfen. Viele Wege führen nach Rom (bzw. zum Lebensunterhalt) und ich habe versucht, möglichst hübsche Wege für mich zu finden. ,,Wähle einen Job, den du liebst, und du musst nie wieder arbeiten”, heißt es doch! Und: ,,Das Leben ist kurz.'”

I am a freelance fashion designer and  pattern cutter, writer and photographer. On this website, I want to connect the lot. There isn’t just one way of making  a living and I have been trying to find  the nicest ways for me. After all they say: “Choose a job you love, and you’ll never have to work a day in your life.”   And: “Life is short.”

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While I was struggling over  my law studies when I was in my early twenties, I started working as a writer and photographer for the daily newspaper of my hometown and found that this would be my favourite job of all times. I embrace the opportunity  to speak to people, I  wouldn’t meet otherwise, and it’s great to go places and events I wouldn’t take the time to go to,  if it wasn’t for my  job. I eventually  quit studying law, that’s been more than ten years ago. I then studied fashion design at Reutlingen University aiming at becoming a fashion journalist.  

In the course of my MA- internship, Wolfgang Joop employed me as a pattern cutter at his luxury label Wunderkind. I do love designing patterns and I can forget the world in the course of the task. I worked in the small family-like Wunderkind team in the enchanting studio in the lakeside mansion ” Villa Rumpf ” and made patterns for the most beautifully designed garments. I had the incredible opportunity to work with three top pattern cutters and to learn a lot. I will always treasure that time.

However I had a crush on an English boy and after one and a half years at Wunderkind, I started to work for a high street supplier in London- quite the opposite of what I was used to. A high street supplier develops garments for the high street labels, usually from design to delivery. The way of working was now completely different plus much faster. The two years I worked there were extremely educational and a great experience I am very grateful for. Yet I found myself not really  loving what I was doing.  Mainly because I was lacking purpose – especially having encountered the harsh reality of the fast fashion industry: Factory workers being exploited to lower the selling price and to keep the profit high. Chemicals being used on fabrics, that leave workers with diseases.  As a freelancer I hope to be able to work  creatively towards a more sustainable and ethical fashion industry and develop as a person as well as a photographer, writer and fashion designer.  I live in Metzingen and in London. 

Als ich mich Anfang 20 durch mein Jura-Studium gequält habe, habe ich angefangen für die Redaktion des Metzinger Uracher Volksblatts zu schreiben und zu fotografieren. Dabei habe ich festgestellt, dass Schreiben mein Lieblingsberuf ist. Ich freue mich über die Gelegenheit, mit Leuten zu sprechen, die ich sonst nie treffen würde und an Orte oder zu Veranstaltungen zu gehen, für die ich mir keine Zeit nehmen würde, wäre es nicht mein Job. Das Jura-Studium habe ich irgendwann abgebrochen, das ist jetzt schon über zehn Jahre her. Ich habe dann Modedesign an der FH Reutlingen studiert,  ursprünglich mit dem Ziel, als Modejournalistin zu arbeiten.

Während meinem Master-Praktikum hat mich Wolfgang Joop in seinem Luxus-Modehaus Wunderkind als Schnittmacherin eingestellt. Ich liebe die Schnittkonstruktion und kann dabei auch gut abschalten und mich nur darauf konzentrieren. Im traumhaften Altelier in der Villa Rumpf am Potsdamer Heiligensee habe ich im kleinen familiären Wunderkind-Team Schnitte für die allerwunderschönsten Kleider gemacht. Ich hatte die unglaubliche Gelegenheit mit drei Top-Schnittmachern zusammen zu arbeiten und sooo viel zu lernen. Ich werde diese Zeit mit den Wunderkindern immer vermissen.

Mich hat dann aber ein Engländer angelacht und so habe ich nach anderthalb Jahren Wunderkind  bei einem  “High-Street Supplier” in London aufgeschlagen, einem Zulieferer für kommerzielle Mode. Das Kontrastprogramm. High-Street Supplier machen Kleider für Modeketten der großen Einkaufsstraßen in der Regel vom Design bis zur Auslieferung. Die Arbeitsweise war eine völlig andere, dazu viel schnellere. Insgesamt waren die zwei Jahre, die ich dort gearbeitet habe, sehr lehrreich und ich bin froh über die Erfahrung. Ich fand aber, dass ich zuviel (ab)arbeite und zu wenig dabei liebe. Vor allem weil ich für eine Sache arbeitete, die überhaupt nichts Gutes hervorbringt: Große Teile der Modeindustrie nutzen die Lage armer Bevölkerungsteile aus und lassen Leute (in manchen Ländern sogar Kinder) für Mini-Löhne hart arbeiten.  Damit halten die Chefs die Produktionskosten und die Verkaufspreise niedrig und ihren Profit hoch. Chemische Stoffe werden an Textilien verwendet, die die Arbeiter, die sie verarbeiten, mit Krankheiten zurücklassen. Als Freiberufler hoffe ich, in der Lage zu sein, kreativ zu einer nachhaltigeren und menschenfreundlicheren Modeindustrie beizutragen. Und mich als Person weiterzuentwickeln, sowie als Fotografin, Schreiberin und Modedesignerin.  Ich lebe in Metzingen und in London.