From a granddads vest to a frilly top

nadine wilmanns frilled vest
-or how you can turn practically any garment into a frilled one.

 

Here’ s the idea: Go to your local charity shop and get yourself some garment that doesn’t fit too tight, or check your wardrobe for something that you want to pimp. I nicked an old vest of my granddad.

Now ask yourself: Where do you want to have your frill? I chose right along the front. You can get creative here – the basic principle (cutting a circle of fabric and sandwiching it in between the cut) is always the same. So in this instruction I will guide you through the process for the pictured granddad’s vest with frills. However once you have understood how it works, there are endless possibilities for you to transform practically any garment.

nadine wilmanns frilled vest 

Die Idee ist Folgende: Geh in den nächsten Second Hand Shop und besorge dir ein Kleidungsstück, das nicht zu eng sitzt. Oder schau in deinem Kleiderschrank nach, ob es da etwas gibt, das du aufhübschen möchtest. Ich habe ein altes Feinripp-Herrenunterhemd von meinem Opa stibitzt.

Jetzt überleg dir, wo du deine Rüschen haben willst. Ich habe sie in der Mitte entlang hoch laufen lassen. Du kannst hier gern kreativ werden, denn wenn du einmal raus hast, wie es geht, stehen die unendlich viele Möglichkeiten offen, so ziemlich jedes Kleidungsstück zu verwandeln.

 

nadine wilmanns sketchOn this vest I cut right through the middle at the front.

 Dieses Herrenunterhemd habe ich vorne gerade an der Mitte entlang durchgeschnitten.

 

nadine wilmanns sketchNow measure how long your cut is.

Jetzt misst du aus, wie lange deine Schnittkante ist.

 

 

Say you measured 50 cm. Add some extra as you can always cut off but not lengthen;-) Hence let’s add 4cm. Makes 54 cm. 

Now you have to put this figure into a formula: You calculate 54 (or whatever your measured length plus seam allowance is) divided by 6,28. (This is based on the the circle formula radius = circumference/6,28). So in my example I get 8,6 cm. I call this figure r for radius.

Nehmen wir an, du hast 50 cm ausgemessen. Dann gebe ein bisschen Extra dazu, denn du kannst immer abschneiden, aber nichts mehr später dazufügen;-) Also geben wir mal noch 4 cm dazu. Macht dann 54 cm.

Jetzt muss diese Zahl in eine Formel eingesetzt werden: Du rechnest 54 (oder was auch immer du eben an deinem Einschnitt ausgemessen und dann noch zugegeben hast) geteilt durch 6,28. (Diese Rechnung basiert auf der Kreisformel Radius r = Umfang/6,28). In meinem Beispiel bekomme ich dann 8,6 cm. Ich nenne diesen Zahlenwert r für Radius.

nadine wilmanns sketch

Next you need some paper for your frill pattern. Newspaper will do. Mark a dot somewhere in the middle and measure and mark the distance r (here:8,6 cm) all around that dot. Connect your marks to a circle.

 Als Nächstes brauchst du Papier für deinen Rüschen-Schnitt. Zeitungspapier tut’s auch. Markiere relativ mittig einen Punkt. Von diesem Punkt aus miss und markiere rund herum einen Abstand von r (bei mir 8,6 cm). Verbinde diese Markierungen zu einem geschlossenen Kreis.

nadine wilmanns sketchIt’s time to determine how wide you want your frill to be. I chose it to be 8 cm. So I then measured and marked from my circle line 10 cm outwards all the way round the circle. Again: Draft this outer circle by connecting your marks.

Nun überleg dir wie breit deine Rüschen werden sollen. Ich habe 8 cm festgelegt. Also habe ich von meiner Kreislinie aus immer 8 cm rund herum gemessen und markiert. Markierungen wieder zu einem Kreis verbinden.

 Finally add 1cm seam allowance to your pattern at the inner circle.

Schließlich noch 1 cm Nahtzugabe am inneren Kreis zur Kreismitte hin anzeichnen.

 

As to your fabric choice: Best choose some fabric that doesn’t fray much. However I wanted to use Chiffon as I had some leftovers that I wanted to get rid of – and this fabric frays quite a bit. I found that gives it an extra nice and pretty feature though, as fraying edges are quite cool lately anyway. Even after washing I still liked the fraying edges a lot.

 Zu deiner Stoffauswahl: Am Besten du suchst etwas, das nicht oder kaum ausfranst. Ich allerdings wollte franseanfälligen Chiffon, weil ich davon noch Übrigbleibsel hatte, die ich verarbeiten wollte. Ich fand, dass das dem Top ein extra schönes Element gibt, zumal Fransekanten gerade sowieso gerne gesehen sind. Auch inzwischen nach dem Waschen mag ich die Fransekanten sehr.

nadine wilmanns frills

 

 

So now you cut the frill – or frills if you want more layers of frill. I cut six. Of course you cut all in one go: Six (or however many) fabric layers on top of each other, paper pattern on top, pins through everything to fix the lot, then cut round the pattern. Try to be as precise as you can on the outer circle and use scissors that cut well. In order to save your nerves you can place thin paper under the whole lot beforehand especially when using thin, flimsy fabrics.

Jetzt kannst du die Rüsche (oder mehrere, wenn du sie mehrlagig willst) zuschneiden. Ich wollte sechs Rüschen. Die schneidet man natürlich alle auf einmal: Platziere sechs (oder wie viele Rüschen du eben willst) aufeinander und ganz oben auf den Schnitt. Alles fest pinnen. Schneide nun entang der Kanten deines Rüschenschnitts. Versuche am äußeren Kreisrand so genau und ebenmäßig wie möglich zu schneiden und verwende eine gute Schere. Bei dünnen Stoffen außerdem Unterlegpapier – das schont deine Nerven.

 nadine wilmanns sketch

Finally cut right through all the layers from the outer to the inner circle. This cut marks the top and the bottom of your frill.

 Am Ende schneide an irgendeiner Stelle durch deinen ausgeschnittenen Kreis – vom äßeren zum  inneren Kreisrand. Dieser Schnitt markiert den oberen und den unteren Rand deiner Rüschen.

 nadine wilmanns sketchI wanted one frill laying to one side of the vest and the rest to the other. So I took first one Chiffon circle, folded the top in 1 cm and ironed the fold. Then I took the other 5 and folded the tops in together 1 cm and again ironed.

 Ich wollte eine Rüsche zur einen Seite machen und die Restlichen zur anderen Seite. Deswegen habe ich erst einen Chiffon-Kreis genommen, habe die obere Kante 1 cm eingeschlagen und dann gebügelt. Dann habe ich die anderen Fünf genommen, habe die oberen Enden alle zusammen 1 cm eingeschlagen und den Umschlag gebügelt.

 nadine wilmanns sketch

Now its time to sew. Sandwich all the frills in between the cut edges of the vest, so that the fold-ins are facing the garment. I  positioned these folded in top bit right under the neck binding and fixed it in place with a needle, then put the lot under the presser foot of the sewing machine and just stitched down the cut – always making sure that the inner frill edges are being sandwiched in between nicely.

 Jetzt geht’s ans Nähen! Fasse alle Rüschen zwischen die Schnittkanten der aufgeschnittenen vorderen Mittellinie und zwar so, dass die Einschlagkanten von eben zum Top hin (und voneinander weg) zeigen. Ich habe diese eingeschlagenen oberen Kanten direkt unter dem Einfassband am Halsausschnitt positioniert. Mit einer Stecknadel fixieren und dann unter die Nähmaschine schieben und von oben nach unten runter nähen – und immer schön darauf achten, dass die Rüschen gleichmäßig ,,zwischengesandwicht” werden.

Because I wanted to wear the vest tucked into the jeans, I just cut off the overhanging bottom of the frill right at the hemline.

Weil ich das Top sowieso in die Hose rein gesteckt tragen wollte, habe ich unten am Saum die überstehenden Rüschenenden einfach auf Saumhöhe abgeschnitten.

nadine wilmanns frilled vest detailsIn order to make one frill go to the right and all the others to the left, I topstitched the folded in frill tops down – right along the neckline.

(On this pic you can see that you don’t need to be very good in sewing to accomplish  these things – I am not great either;-) – being looked at from a little distance, it’s gonna look fab!♥)

Damit eine Rüsche nach rechts hin und alle anderen nach links hin liegen, habe ich die oberen (eingeschlagenen) Rüschenenden direkt unterhalb/entlang des Halsausschnitts festgesteppt. (Auf dem Foto sieht man, dass man für diese Sachen gar nicht gut nähen können muss -ich kann’s auch nicht 😉 – mit etwas mehr Abstand sieht alles top aus!♥)

 

Nadine Wilmanns frill detailTo make sure that they drape nicely I stitched (tucked) them in place every say 10 cm. (Few times 2 stitches forth and back with your sewing machine or even nicer stitch by hand ).

nadine wilmanns sketchFür gleichmäßig drapierte Rüschen habe ich sie zum Schluss mit ein paar Stichen in Position fixiert – sagen wir ca. alle 10 cm mit der Nähmaschine ein paarmal übereinander 2 Stiche vor- und zurück nähen – oder noch schöner von Hand.

And that’s it-mission accomplished. The beautiful model on the pictures by the way is London based fashion&bag designer and pattern cutter Natasha Osaro (-merci♥;-)

Und das war’s -Mission erfüllt! Das hübsche Model auf den Fotos ist übrigens die Londoner Mode-/Taschendesignerin und Modellmacherin Natasha Osaro (-merci♥;-)

Nadine wilmanns frilled vest

An introduction to Tassel making

tassel making nadine wilmanns

tassel diy nadine wilmanns

Tassels are my favourite accessories at the moment. They are so versatile – you can wear them as a necklace or as a key ring accessory or you can tassel up your camera or bag, … – endless possibilities. Cats love them too as a toy to play. You can make some yourself very easily. Here I want to share with you how.

Tassels sind zur Zeit meine Lieblingsaccessoires. Man kann sie für so vieles verwenden – für Halsketten, als Schlüsselanhänger oder man kann seine Kamera oder Tasche damit pimpen. Katzen lieben sie auch als Spielzeug. Und man kann sie ganz einfach selbst machen. Hier will ich euch zeigen wie.

 


tassel making step1(1) What you need is some thick thread. You cut it to about double the length that you want your tassel to be. How many pieces you need depends on how thick your thread is and how thick your tassel is going to be. Maybe start with 30ish and then see if you need more or less. Cutting the thread in pieces of the same length is an easy job: wrap it around a book (or something similar) and then cut all threads in one go at the top and at the bottom of the book.

(1.) Ihr braucht Garn, von dem ihr Stücke abschneidet, die doppelt so lang sind, wie euer Tassel am Ende sein soll. Wie viele Garnstücke ihr braucht richtet sich danach wie dick euer Garn ist und wie dick euer Tassel werden soll. Ihr könnt ja mal mit 30 loslegen und dann schauen ob ihr mehr oder weniger braucht. Das Stückeschneiden geht ganz fix, wenn ihr euer Garn um ein Buch (oder Ähnliches) wickelt und dann alle Fäden auf einmal oben und unten am Buch durchschneidet.

tassel making step 2(2) Now cut another bit of the same thread which should be longer than the other pieces (red on my sketch). Place this longer bit of thread (red) on front of you on the table and position the bunch of threads (grey) crossways on top. The longer thread (red) is to be right in the middle of the bunch of threads (grey).

(3) Next is the thread that hangs up the tassel (hanging thread). I drew it green in my sketch. The length of this thread depends on what you want to use the tassel for. I’ll explain you some variations in the next post. Make a fat double knot (or triple if the tassel is going to be big) at the end of that thread. Position this knot just above the middle of your bunch of threads (grey) and try to hide it a bit in that bunch.

(2.) Jetzt noch ein Stück desselben Garns ein paar cm länger als die übrigen Garnstückchen abschneiden (auf meiner Skizze rot). Das legt ihr quer vor euch auf den Tisch und die anderen Fadenstückchen (grau) wie auf der Skizze längs dazu darauf, so dass der längere Faden (rot) unter der Mitte der vielen Fäden (grau) liegt.

(3.) Als Nächstes kommt der Faden, an dem der Tassel nachher hängt (Aufhängefaden). Den Faden habe ich grün gezeichnet. Wie lang ihr den macht, kommt drauf an, für was ihr den Tassel nachher verwenden wollt. Ich erkläre euch da in einem weiteren Blogartikel noch ein paar Variationsmöglichkeiten. In das Ende dieses Hängefadens macht ihr einen festen, dicken Doppelknoten (oder auch Dreifach-/Mehrfachknoten wenn die Tassel groß und dick werden soll). Den Knoten legt ihr jetzt knapp über die Mitte von euren Garnstücken und versteckt ihn idealerweise so gut es geht darin.

(4) Now make a very tight double knot in the thread that is laying crossways (red in the sketch).

(4.) Nun den querliegenden Faden (rot in der Skizze) über allen anderen Fäden zweimal fest verknoten (fest angezogener Doppelknoten).

(5) Pick up the hanging thread that is marked green in the sketch. All other threads are hanging down now and you want to spread them evenly around the thick knot in the hanging tread.

(5.) Das Fadenbündel am grün gezeichneten Aufhängefaden in die Höhe halten und die herunterhängenden Fäden ringsherum um den Knoten im grünen Faden verteilen.

 

(6./7.) The next step is a bit tricky. Cut a – let’s say 60 cm long – thread (you might need more if you have a thick tassel). This is for the winding-up at the head of the tassel, so you might want to use a different coloured thread for that. In my sketch I have drawn it black. With this thread you form a loop at one end and position this loop at the top of the tassel. 

Hold the loop pressed against the tassel with your thumb and start wrapping the thread (black) around the tassel head.

(6./7.) Der nächste Schritt erfordert ein bisschen Geschicklichkeit. Ihr braucht jetzt einen etwa 60 cm langen Faden (variiert wieder je nach Tasselgröße). Es geht hier um die Abwicklung oben an der Tassel – vielleicht wollt ihr hierzu eine andere Garnfarbe verwenden. In meiner Skizze ist dieser Faden schwarz. Damit legt ihr eine Schlaufe am obere Ende der Tassel.

Die Schlaufe haltet ihr mit dem Daumen festgedrückt und wickelt mit der anderen Hand fest um die Tassel herum (schwarz).

 (8./ 9./10.) Once you are happy with the winding-up, slide the end of the thread through the loop and pull the loop closed. (11.)Pull at both ends (black).

(9./10.) Wenn ihr zufrieden mit eurem Gewickele seid, führt ihr das Fadenende durch die Schlaufe durch und zieht diese zu. (11.) An beiden Fadenenden (schwarz) ziehen.

(12.) Cut off both ends right at the winding-up. (13.)Almost done: Now straighten all the threads that are hanging downwards with two fingers and cut all ends off at the same level.

(12.) Die  beiden Fadenenden direkt an der Wicklung abschneiden. (13.) Fast fertig: Nun nur noch alle herunterhängenden Fäden glattstreichen, zwischen zwei Finger legen und alle Enden gleichlang abschneiden.

 

Hier nochmal in Videoform:

Here again as a video:

Das war die Basis-Anleitung für eine Tassel. Das könnt ihr jetzt bis zum nächsten Mal üben, denn dann will ich euch Variationsmöglichkeiten zeigen für die Verwendung als Taschen-Anhänger, Kette, Schlüsselanhänger, und und und, variieren kann.

This is the basic tassel. Go and practice and next time I’ ll show you some customizing for bags, necklaces, key rings, …

 

Frills DIY Part1

Turning a simple tee shirt into a tee shirt with frills isn’t difficult. Today I want to start off with one of the simplest transformation: attaching frills to an edge/hem. For example – like on the picture – the sleeve hem. You can use pretty much any tee.

Es ist ganz einfach, aus einem schlichten T-Shirt ein T-Shirt mit Rüschchen zu machen. Heute  will ich hier zum Start die wohl allereinfachste Verwandlung erklären: Rüschen an irgendeiner Kante. Zum Beispiel -wie auf dem Foto – am Ärmelsaum (unten am Ärmel). Im Prinzip kann man wirklich jedes T-Shirt dazu verwenden.

Don’t be put off by the long text – I just tried to explain every step in detail and understandable for everyone. Those of you who have sewn something before can probably skip most of the explaining and just follow the pictures.

Nicht erschrecken, dass der Text so lang ist – ich habe nur versucht, jeden Schritt möglichst für jeden verständlich zu erklären. Wer schon öfters mal was genäht hat, kann vermutlich die meisten Erklärungen überfliegen und einfach den Bildern folgen.

frills nadine wilmannsSTOFF FÜR RÜSCHEN AUSSUCHEN

Mit dem T-Shirt eurer Wahl geht ihr in den Stoffladen und schaut, welche Farbe dazu passen könnte. Bei engen, relativ anliegenden Ärmeln solltet ihr einen Jersey-Stoff aussuchen, weil der sich mitdehnt, wenn ihr in die Ärmel schlüpft. Bei weiten Ärmeln, die sich überhaupt nicht dehnen müssen, wenn ihr das T-Shirt anzieht, könnt ihr auch einen Stoff verwenden, der sich nicht dehnt. Damit ihr nach einmal Wachen keinen Fransesalat habt, solltet ihr aber kurz testen, ob der Stoff an den Schnittkanten stark ausfranst. Wenn ja: lieber nach einem anderen Stoff suchen, der wenig franst. Jersey geht da normalerweise gut. Ihr könntet auch zu Hause schauen, ob ihr ein altes T-Shirt, das ihr nicht mehr anzieht, zerschneiden wollt. Je nach Saumweite, das heißt je nachdem wie groß die Ärmelöffnung ist und wie breit eure Rüschen werden sollen, braucht ihr zwei Stoffstücke in der Größe von durchschnittlich 30 x30 cm. Für mein Probe-Shirt habe ich zwei Stoffstücke à 25×25 cm verwendet.

 

PICK THE FABRIC FOR THE FRILLS

Take the shirt of your choice to the fabric store and choose a colour that goes with it. If you have got a shirt with rather tight fitting sleeves, then you’re better off with a jersey fabric, because it is stretchy and will stretch with the sleeve opening when you slip your arm through it. If you’ve got wide, loose sleeves which don’t need to stretch in order to get your arm through, then you can as well use a fabric that doesn’t stretch. As you don’t want to find your frills all fraying after a wash, you’ ll want to look for a fabric that doesn’t fray a lot. Jersey is usually fine. You can as well have a look at home, if you have an old tee shirt, that you don’t wear any more and use it for fabric. Depending on how wide the sleeves are and how long you want your frills to be, you should need two pieces of fabric at the average size of 30×30 cm. For my sample I used two pieces à 25×25 cm.

 

 ÄRMELSAUM AUSMESSEN (= WERT U)

Jetzt messt ihr eben diese Ärmelöffnung aus. Dazu legt ihr das T-Shirt am Besten flach auf den Tisch, streicht den Ärmel glatt und flach und messt einmal über den Saum wie auf der Zeichnung unten.

Bei meinem T-Shirt war das 14 cm. Soviel misst jetzt also die halbe Öffnung – der ganze Ärmelsaum (also einmal um die Ärmelöffnung rum) ist dann doppelt so lang: 28 cm.

Diesen Wert – ich nenne ihn U für Umfang – müsst ihr jetzt in eine Formel einsetzen (die Kreisformel). Radius= U/6,28). Ihr rechnet: U geteilt durch 6,28. Gibt bei mir: 4,5 cm

 

MEASURE THE SLEEVE HEM  (= VALUE C)

Now measure the sleeve opening. For doing so you put the shirt flat on the table, flatten the sleeve and measure across the hem like on the drawing below.

On my sleeve I measured 14 cm. So that’s what half the opening measures – hence the complete opening (once round the sleeve opening) would be double: 28 cm.  

Place his value – I will call it C for Circumference – in a formula (circle formula). radius = C/6,28

You calculate: C divided by 6,28. That’s 4,5 cm in my example.

frill hem nadine wilmanns

 

RÜSCHEN-SCHNITTTEIL AUFZEICHNEN.

Jetzt könnt ihr den Schnitt für eure Rüschen aufzeichnen: einen Mittelpunkt markieren und dann rund um den Mittelpunkt herum, immer im Abstand von dem gerade errechneten Wert (in meinem Beispiel 4,5 cm), einen Kreis stricheln. Striche zu einem geschlossenen Kreis verbinden. Das ist jetzt also die Nahtkante der Rüsche, die ihr später an das Ärmelende näht.

 

DRAW THE FRILL PATTERN

Now you can draw the pattern for your frills: mark a centre point and then stipple around that point -always measuring the value that you have just calculated ( in my example 4,5 cm). Connect the dashes to a round circle. This is the sewing line of the frill, that is going to be sewn to the sleeve edge.

frill hem nadine wilmanns

 

Als Nächstes überlegt ihr, wie breit eure Rüsche werden soll. Ich wollte, das meine Rüschen ca. 5 cm aus dem Ärmel rausschauen. Wir nähen die Rüschen ja später ein Stück weit im Ärmel an, das heißt, wir müssen zur gewünschten Länge noch 2 cm drauf rechnen – bei mir gibt das also 7 cm. Das bedeutet, dass ich jetzt parallel zum ersten Kreis immer 7 cm außen herumzeichne, also einen zweiten Kreis drum rum. (Das ist dann meine Saumkante). Schnittteil fertig!

Next you decide how long you want your frills to be. I wanted mine to show about 5 cm. We are going to attach the frill inside the sleeve, so we have to add another 2 cm – that adds up to 7 cm in my example. That now means, that I draw a second circle around the first one with the distance of 7 cm. (This is going to be my new hem edge of the sleeve).Pattern done!

frills diy nadine wilmanns

 

ZWEI RÜSCHEN ZUSCHNEIDEN

Legt das Schnittteil auf den Stoff und schneidet grob drum rum. Dann dasselbe noch mal, denn ihr braucht für zwei Ärmel zwei Kreise. Die grob ausgeschnittenen Stoffstücke aufeinanderlegen. Dünnes Papier unterlegen. Jetzt Schnittteil oben drauf und mit Stecknadeln fest pinnen – also die Stecknadeln müssen durch alle vier Lagen (Unterlegpapier, Stoffstücke und Schnittteil). Dann um das Schnittteil mit einer gut schneidenden Schere einigermaßen genau/so genau wie’s geht am äußeren und am inneren Rand herum schneiden. Innen müsst ihr euch nicht soo große Mühe geben, außen rum aber schon, weil die Schnittkante ja später die Saumkante ist.

 

CUT TWO FRILLS

Place the pattern on the fabric and cut around it roughly. Do the same a second time – for the second circle for the second sleeve. Pile those two roughly cut fabric pieces on top of each other and put thin paper underneath. Now place the pattern piece on top and pin it down (the pins have to go through all four layers – ground paper, 2 fabric layers and pattern piece). Then cut out the circle as precise as you can with some good scissors. On the inner circle you don’t have to be overly exact but in cutting the outer circle you should be exact, as this cutting edge will be your hem edge later.

 

RÜSCHEN AN DEN ÄRMEL ANNÄHEN

Jetzt kommt der einzige nicht so ganz einfache Teil: Die beiden Rüschen müssen innen im Ärmelsaum flach aufgenäht werden. Am Besten ihr steckt euch das erstmal mit Stecknadeln vor. Die innere Rüschenkante in den Ärmel schieben und so rundherum feststecken, dass die Rüschenkante die die beiden Nahtlinien, die du am Ärmelsaum siehst, innen verdeckt. Die Stecknadelköpfe müssen nach außen zeigen.

 

ATTACH THE FRILLS TO THE SLEEVE

Now here’s the not quite so simple part of the project: Both frills are to be sewn flat inside the original sleeve hem. Best is to pin it first. Push the inner frill edge inside the sleeve up until just over the both stitching lines that you can see along the sleeve edge. So the frill edge covers these stitching lines inside. Put pins with the pinheads being on the outside of the sleeve.

frill hem nadine wilmanns

 

Dann unter den Nähmaschinenfuß damit – die Außenseite des Ärmels/Stecknadelköpfe nach oben zeigend, die Innenseite des Ärmels und die Rüschenkante, die die Nahtlinien innen verdeckt, muss nach unten zeigen.

Beim Nähen orientierst du dich an den beiden Nählinien, die an den Säumen parallel nebeneinander laufen. Die Linie die näher an der Kante ist, ist die Linie in der ihr jetzt näht/die ihr jetzt entlang näht. Wenn es ein schmaler/anliegender Ärmel ist, dann beim Nähen den Stoff immer so ganz leicht mitdehnen/ zu dir herziehen, damit euch der Stich später nicht reißt, wenn ihr ins T-Shirt schlüpft. Beginnend am Unterarm, nähe einmal rum. Danach dasselbe am anderen Ärmel. Zum Schluss die Nähte flachbügeln – geschafft!

frill hem nadine wilmanns

Then put it under the presser foot of your sewing machine – the outer side of the sleeve/pinheads facing upwards, the inner side of the sleeve and the frill edge covering the stitching lines is facing downwards.

Your orientation for sewing are the two stitching lines running parallel along the original sleeve hem. The line that is closer to the edge is the line that you are now following – you are sewing on that line. If it is a tight fitting sleeve then pull the fabric slightly towards yourself while sewing. That prevents the seam from tearing when you slide your arm through the sleeve later. Start at the underarm and sew once around the sleeve, beginning and ending of your stitching should overlap by approximately 1,5cm. Repeat the same for the other sleeve. Finally press the seams flat with the iron – done!

 

Glastonbury for Slow Fashion

glastonbury slow fashion nadine wilmanns

Another thing I wanted to share about Glastonbury: They like all things organic and sustainable. Not only that they had a Greenpeace field and many installations reminding us of the ecological problems that our planet is facing, they also had a massive installation adressing the Fast Fashion Industry. “No more fashion victims” is written on a sign. In this case the fashion victims are of course not Shopping Queens in the High Street malls, but those people in the factories, who are sewing for very long hours and for little money. Those who have to stand in toxic dye. Those kids, who don’t have time to learn math or to go to play football with their mates but who are being exploited by the fashion industry and who are working like a grown up. “Think before you buy”, is the message of this massive pile of clothes on the festival site. There are more and more labels, that make sure that noone has to become a fashion victim for the production of their clothes. They might be not as cheap as many High Street brands, but: rather buy less and wear things longer – “Think more, buy less, throw slow.” By no means you should think that just because your garment is cheap, it’s no problem to bin it after one or two seasons in order to make room for new cheap stuff. The opposite is the case: For this garment many people may have worked very long hours under nasty working conditions and for little money. They might have even risked their health. The least we can do – as we have those garments hanging in your wardrobe already – is to treasure them and to wear them season after season.

Noch was wollte ich über Glastonbury schreiben: Man mag hier alles gerne organic und nachhaltig. Nicht nur gab’s ein ,,Greenpeace-Field” und Installationen, die die ökologischen Probleme unseres Planeten thematisierten. Es gab außerdem eine riesige Installation, die die Fast Fashion Industrie zum Thema machte: ,,No more fashion victims” heißt es auf den Plakaten. Mit den fashion victims sind natürlich nicht die Shopping-Queens in den Fußgängerzonen gemeint, sondern die Menschen, die an ihren Nähmaschinen in den großen Fabriken lange Überstunden für einen Mini-Lohn machen müssen. Diejenigen, die in giftigem Färbemittel stehen. Die Kids, die keine Zeit haben, für Mathearbeiten zu lernen oder mit ihren Freunden Fußball zu spielen, weil sie für wenig Geld von der Modeindustrie ausgenutzt werden und arbeiten wie Erwachsene. ,,Denk nach, bevor du shoppen gehst”, ist die Botschaft des riesigen Kleiderbergs auf dem Festivalgelände. Es gibt immer mehr Labels, die darauf achten, dass niemand für die Produktion ihrer Kleider zum fashion victim werden muss. Die mögen oft nicht so billig sein wie viele High-Street-Marken, aber: lieber weniger kaufen und länger anziehen – ,,Think more, buy less, throw slow”. Auf keinen Fall sollte man denken, nur weil ein Kleidungsstück billig war, kann es ja nach ein, zwei Saisons in Müll, damit Platz für neue Billigteile ist. Für dieses Kleidungsstück haben vermutlich viele Menschen für wenig Geld unter unschönen Bedingungen geschuftet und vielleicht sogar gesundheitliche Risiken auf sich genommen. Das Mindeste was wir tun können, wenn wir es nun schonmal im Schrank hängen haben, ist, es zu schätzen und es viele Saisons lang zu tragen.