Art and Photography: Photograph of an artist holding her crafted plant pot

Text und Fotografie: Nadine Wilmanns

Kunst und Fotografie

„Was auch immer du im Leben tust: Wenn du kreativ und intelligent sein und dein Gehirn fördern willst, musst du alles in dem Bewusstsein tun, dass alles auf irgendeine Weise mit allem anderen verbunden ist.“

(Künstler Leonardo Da Vinci)

Als Fotografin lebe und arbeite ich sowohl in Metzingen und im Osten von London. Hier bin ich ständig von Kreativität und Kunst umgeben. Meine Fotos und mein Storytelling sind sehr von meiner alltäglichen Umgebung beeinflusst. Ich gehe auch regelmäßig Kunst anschauen, um meine Arbeit ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Das hilft mir auch dabei an beiden Orten, Metzingen und London, zu arbeiten.

Näher am Leben

Heute ist Welt-Kunsttag - jedes Jahr am 15. April, dem Geburtstag des Malers, Bildhauers und Künstlers Leonardo da Vinci. Er ist der, der Mona Lisa und Das Abendmahl gemalt hat. Da Vinci wurde nicht nur wegen seiner Bedeutung als Künstler ausgewählt, sondern auch, weil sein Leben für Neugier, Freundschaft, Frieden und Toleranz stand. Man sagt, dass er Tiere liebte und oft Vögel im Käfig kaufte, um sie dann freizulassen.

Im Moment

Der Welt-Kunsttag wurde 2012 von der International Association of Art ins Leben gerufen, um die bildenden Künste zu feiern, und später von der UNESCO anerkannt. Er soll Bewusstsein dafür schaffen, was Kunst so alles bewirkt: Sie verbindet uns über Kulturen hinweg und gibt Dingen, Gedanken, Situationen und Gefühlen, für die uns oft die Worte fehlen, eine Form. Gleichzeitig hilft sie uns, im Moment anzukommen — denn während man malt oder zeichnet, ist es viel einfacher, Gedanken über die Zukunft oder Vergangenheit zu pausieren. Kunst verankert uns im Hier und Jetzt.

Der Welt-Kunsttag macht uns auch bewusst, dass Kunst nicht nur dekorativ ist, sondern Frieden, Freude und Gemeinschaft in die Welt bringt.

Ich hatte das Glück, bereits viele Künstler und Menschen aus der Kunstszene fotografieren zu dürfen. Hier sind einige davon:

Tatiana Zhabina

Meine Studienfreundin Tatiana Zhabina, mit der ich Modedesign studiert habe. Sie war schon immer mehr Künstlerin als „nur“ Designerin — das habe ich gleich bemerkt. Sie experimentiert mit vielen kreativen Techniken, zum Beispiel Punch Needle für Blumentöpfe und Wandobjekte. Gleichzeitig entstehen bei ihr wunderschöne Illustrationen und Gemälde. Ihr Label heißt Gleich 12. Ich bin sehr gespannt, was sie als nächstes macht!

Eva Doelker-Heim

Eine beeindruckende Künstlerin, die ich in ihrem Atelier besucht habe, ist Eva Doelker-Heim. Sie arbeitet im großen Format — mehrere Meter breite Leinwände sind für sie kein Problem — und ihre Werke wirken gleichzeitig kraftvoll und ruhig. Besonders spannend finde ich, dass sie Erde und andere natürliche Materialien sammelt, um daraus ihre eigenen Pigmente herzustellen. Sie ist ihrem Weg mit viel Entschlossenheit gefolgt, obwohl für sie eigentlich eine sichere Zukunft im Familienunternehmen der Modebranche vorgesehen war. Umso schöner, dass sie sich für die Kunst entschieden hat — denn genau das lässt sie, wie sie selbst sagt, wirklich aufleben.

Charline Jackson

Unvergesslich war auch das farbenfrohe Shooting mit Charline Jackson. , Illustratorin und Textildesignerin. Ich war begeistert von ihrem souveränen und gleichzeitig spielerischen Umgang mit intensiven Farben. Besonders beeindruckend fand ich, wie mühelos sie zwischen analoger und digitaler Arbeit sowie zwischen Papier und Textilien wechselt.

Anaïs Masetti und Freddie Darke

Außerdem zu sehen ist Anaïs Masetti, Gründerin und Kuratorin von The Shoreditch Modern in East London. Als ich die Galerie unweit der Brick Lane betrat, haben mich sofort die leichten und zugleich kraftvollen Gemälde von Freddie Darke fasziniert, der dort zu der Zeit ausstellte. Seine feinfühlige Darstellung alltäglicher Momente lässt einen das scheinbar Gewöhnliche plötzlich ganz neu wertschätzen.

Kunst und Fotografie

Mit meiner Arbeit als Storytelling Fotografin möchte ich nicht nur praktisch arbeiten, meine Idealvorstellung ist immer, Kunst zu machen. Egal ob ich einen Steuerberater fotografiere, einen Fitnesscoach, oder einen Illustrator: Ich gehe jedes Shooting mit einem künstlerischen Anspruch an. Genau das ist einer der Gründe, warum ich Fotografie mache - ich möchte künstlerisch arbeiten und gleichzeitig davon leben können, und mir so ein Leben zwischen Metzingen und London ermöglichen.

Als Teenager dachte ich, ich würde wahrscheinlich was mit Kunst studieren, weil ich ganz gut zeichnen konnte. Doch als Kunst mein Leistungskurs wurde, fand ich es schnell zu deprimierend, mich ständig mit Tragik und Schwere auseinanderzusetzen. Viele der Künstler, die wir behandelt haben, hatten mit psychischen Problemen zu kämpfen, und damals dachte ich: Das ist mir zu traurig und psycho.  

East London

Trotzdem bin ich immer wieder zu dem Wunsch zurückgekommen, kreativ zu arbeiten. Rückblickend finde ich es fast lustig, dass ich zwischenzeitlich angefangen habe, Jura zu studieren — was habe ich mir dabei gedacht? Es war eigentlich immer klar, dass ich visuell arbeiten möchte. Und nach ein paar Umwegen bin ich genau dort angekommen: beim Fotografieren und visuellen Erzählen. Ich hab gelernt, Licht wirklich zu sehen, und auf diese subtile, aber dennoch effektive und manchmal auch ein bisschen märchenhafte Weise zu kommunizieren.  

Durch mein Modestudium und später das Leben in London habe ich Kunst wieder neu für mich entdeckt. Und ich konnte alte Vorbehalte loslassen. Ich hab gelernt, dass Kunst nicht abgehoben sein muss, sondern ganz praktisch im Alltag stattfinden kann. Kunst kann Glücklichmacher sein, Momente und Verbindungen festhalten und Energie und Ideen bringen.

Kunst nach meinem Geschmack

Mit der Zeit habe ich auch gelernt, dass ich nicht stundenlang in Museen oder Galerien verbringen muss, bis ich fix und alle bin. Ich muss auch nicht alles mögen oder verstehen, was als „gute Kunst“ gilt. Stattdessen kann ich auswählen, was mich anspricht. Und manchmal reicht schon ein kurzer Galeriebesuch in London als kleine, erfrischende Pause vom Alltag. Am spannendsten finde ich aber immer die Geschichten hinter den Künstlern — also es gibt ja keine langweiligen Menschen, aber langweilige Künstler gibt`s erst recht nicht.

Die Arbeit als Fotografin in London bedeutet für mich, ständig von Ideen umgeben zu sein. Kleine Galerien in Shoreditch, Museen oder wie Läden eingerichtet und designt sind - es immer etwas Neues zu entdecken. Diese Umgebung beeinflusst auch wie ich fotografiere.

Glücklichmacher

Ich mag gern Kunst um mich herum, die mich glücklich macht. Nicht jede Kunst strahlt Freude, Hoffnung und Leichtigkeit aus. Das ist auch ok, aber eben nichts für mich. Ich erinnere mich noch genau an mein erstes selbstgekauftes Kunstwerk: vor über zehn Jahren in einer Galerie in Shoreditch in East London — ein buntes Bild eines comicartigen Fischs mit Sprechblase. Ich habe es mir selbst zum nachträglichen Geburtstag geschenkt, und ich fand es so schön, nicht nur mir selbst eine Freude zu machen, sondern auch den Künstler zu unterstützen.

Kunst-Geschenk

Kunst ist etwas sehr Persönliches, und Unterstützung zu zeigen verstärkt all die positiven Effekte, die Kunst mit sich bringt. Als Geschenk finde ich Kunst hervorragend. Auch wenn man sich kein Original leisten kann, ist ein signierter Druck eine schöne Alternative.

Ich freue mich immer besonders, wenn ich Kunst geschenkt bekomme — egal ob ein Druck eines bekannten Künstlers oder ein Bild von einem Hobbykünstler. Was zählt — neben der Ästhetik — ist die Zeit, die Gedanken, die Liebe und die Mühe, die darin stecken. Genau das macht Kunst so wertvoll.

Ganz gleich, ob du ein professioneller Künstler bist oder nicht – ein Fotoshooting kann eine schöne Möglichkeit sein, deine Persönlichkeit und Kreativität einzufangen. Mehr Infos dazu gibt`s hier: BUSINESS OFFER


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