Interview und Fotografie von Nadine Wilmanns
Wann wusstest du, dass dein Business tatsächlich laufen wird?
9 Unternehmer teilen ihre entscheidenden Momente
Der Schritt in die Selbstständigkeit ist voller Unwägbarkeiten. Am Anfang stellt sich wohl jeder Gründer dieselbe Frage: „Ist das wirklich eine gute Idee und wird der Laden laufen?“
In letzter Zeit habe ich mich in meinem Netzwerk umgehört und Gründerinnen, Unternehmern und Experten aus ganz unterschiedlichen Branchen die Frage gestellt:
„Wann hattest du zum ersten Mal das Gefühl, dass dein Business eine gute Idee war und dass es wirklich laufen wird?“
Hier sind ihre Antworten.
Wenn Außenstehende auf dich aufmerksam werden – und von dir lernen wollen
Für viele Gründer kommt der Wendepunkt genau dann, wenn Anfragen von völlig fremden Menschen außerhalb des Freundes- und Familienkreises eingehen.
Matthias Schulz (Fotograf und Gründer von Rolling Rotors, Nehren):
„Als ich Anfragen von außerhalb meines Netzwerks bekommen habe und sogar Praktikanten bei mir angerufen haben, ob sie bei mir anfangen können.“
Kundentreue und Folgeaufträge
Nichts beweist ein funktionierendes Geschäftsmodell so sehr wie Kunden, die sich immer wieder ganz bewusst für dich entscheiden.
Moritz Hummel (SMW Wasserschaden-Management, Weilheim an der Teck):
„In unserer Branche arbeiten die Leute meistens einfach mit dem Dienstleister zusammen, den die Versicherung oder Hausverwaltung vorschlägt. Wenn Kunden uns dann direkt nachfragen, ist das bei uns schon etwas ganz Besonderes.
Der Moment, in dem es wirklich Klick gemacht hat, war bei einem bestimmten Kunden: Wir hatten vor vier Jahren einen Schaden in seiner Wohnung betreut. Als er in eine neue Wohnung gezogen ist und dort wieder ein Schaden auftrat, hat er uns direkt und bewusst erneut angefragt. Das hat mir gezeigt: Wir machen unseren Job gut, wir haben uns richtig positioniert und sind definitiv auf dem richtigen Weg.“
Die Nachfrage auf die Probe stellen
Das eigene Geschäftsmodell auf die Probe zu stellen erfordert Mut. Aber wenn der Test gelingt, entsteht eine tiefes Selbstvertrauen, das so leicht nichts mehr erschüttern kann.
Julian Fox (IT Manager und Gründer von Techrelate, London):
„Nachdem ich einige Monate in meiner Netzwerkgruppe war, entschied ich mich, den gewohnten Empfehlungswunsch umzudrehen. Ich sagte: ‚Eine gute Empfehlung für mich wäre ein kostenloses Audit eurer IT-Infrastruktur.‘ In dieser einen Woche habe ich Empfehlungen von 27 Personen bekommen – praktisch von jedem im Raum.
Das hat mir das Gefühl gegeben, gebraucht zu werden – genau der Grund, warum ich mich überhaupt selbstständig gemacht habe. Ich wusste, dass ich ihnen wirklich helfen konnte. Also habe ich mir für jeden ein bis zwei Stunden Zeit genommen, meine Eindrücke und Tipps geteilt. Indem ich das Gefühl hinterlassen habe, dass da noch mehr geht, entstand ganz natürlich Raum für Folgeaufträge – was mein Business enorm beschleunigt hat.“
Wenn Branchengrößen auf dich aufmerksam werden
Anerkennung fühlt sich noch einmal ganz anders an, wenn eine etablierte Institution oder ein Verband von sich aus auf dich zukommt.
Alexander Schumann (Unternehmensberater bei QFP, Leinfelden-Echterdingen):
„Als die Handwerkskammer auf mich zukam und mich fragte: ‚Willst du in unseren Inner Circle rein?‘ Die kamen auf mich zu, nicht umgekehrt. Sie sagten: ‚Du reichst hochqualifizierte Berichte ein. Das, was du machst, da steckt was dahinter.‘ Das war wie ein Ritterschlag.“
Freiheitsgefühl
Nachdem man eine berufliche Laufbahn hinter sich gelassen hat, die nicht mehr zu den eigenen Lebenszielen passte, blühen viele Selbstständige in ihrem neuen Gefühl von Freiheit und Freude auf.
Dietmar Brunner (Unabhängiger Kfz-Sachverständiger bei DBS Classic, Mössingen):
„Nach einem Berufswechsel in Richtung meiner Leidenschaft Kfz und Oldtimer fühlte es sich an wie eine Befreiung. Ich habe schnell gemerkt, dass das genau das Richtige für mich ist und mir jeden Tag echte Freude macht.“
Sinn und Leidenschaft
Zu wissen, dass ein Business funktioniert, hat für viele nicht nur mit Umsatzzahlen zu tun – sondern vor allem damit, die eigene Berufung zu leben.
Miranda Love (Finanzberaterin bei Belvedere, London, London):
„Schon nach etwa einem Monat dachte ich: ‚Ich wünschte, ich hätte das schon vor Jahren gemacht!‘ Ich liebe es, Menschen dabei zu helfen, aufzublühen statt nur zu überleben, und ich liebe Netzwerken und Verbindungen zu schaffen. Dieser Job erlaubt mir genau das – und ich kann gleichzeitig Spaß mit Zahlen haben.
Es fühlt sich gar nicht wie Arbeit an und ich kann es morgens kaum erwarten, loszulegen. Es ist natürlich auch stressig, aber es ist eine ganz andere Art von Stress.“
Die Nische finden, die Freude und Ertrag verbindet
Erfolg ist nicht immer ein einziger dramatischer Durchbruch. Oft geht es darum, die eigene Leidenschaft schrittweise in ein tragfähiges Geschäftsmodell zu entwickeln.
Matt Gamble (Interior Fotograf, London):
„Ehrlich gesagt gab es bei mir nicht diesen einen dramatischen Moment, in dem ich dachte: ‚Dieses Business funktioniert.‘ Ich wollte schon seit meinem 14. Lebensjahr Fotograf werden und war besessen von Landschaftsfotografie. Als ich älter wurde, merkte ich jedoch, wie schwer es sein würde, rein von der Landschaftsfotografie nachhaltig zu leben.
Das hat mich zur Architektur- und Interior-Fotografie geführt. Dort habe ich gemerkt, dass all das, was ich an Landschaften geliebt habe – Licht, Komposition, Raum und Atmosphäre – auch hier zu finden ist. Es ging also nicht um einen plötzlichen Durchbruch, sondern darum, einen praktischen Weg zu finden, meine Leidenschaft in eine nachhaltige Karriere zu verwandeln.“
Chancen ergreifen und Probleme lösen
Manchmal entsteht das Vertrauen in die Selbstständigkeit daraus, ein solides Fundament zu erkennen und die volle Verantwortung zu übernehmen.
Andreas Schmidt (Maler Herr, Metzingen):
„Ich wusste von vornherein, dass ich mich selbstständig machen wollte. Ich bin als Angestellter in die Firma gekommen, habe gesehen, dass sie gut läuft, und als mein Chef verkaufen wollte, habe ich die Chance ergriffen.
Im Nachhinein weiß ich nicht, ob ich es nochmal genau so machen würde – man hat sehr wenig Zeit für die Familie und als Chef ist man der Problemlöser für alles. Aber diesen Schritt erfolgreich gewagt zu haben, hat bestätigt, dass das Fundament des Betriebs stark war.“
"Seine Leute" finden
Das Vertrauen in den eigenen Weg wächst oft durch die Kultur und die Beziehungen, die man auf diesem Weg aufbaut.
Owen Williams (Mitgründer der Webdesign-Agentur sixredsquares, Southend):
„Für mich war es eine ganze Reihe von Momenten, die mir bestätigt haben, dass ich am richtigen Ort bin. Das erste Mal war damals in unserer Studienzeit, als wir uns freitags im Pub trafen, um über Design, Kunst und Musik zu sprechen. Wir waren alle so begeistert und auf einer Wellenlänge. Als wir die Idee hatten, gemeinsam ein Business zu gründen, wusste ich: Ich habe meine Leute gefunden. Dieses Gefühl ist mir bis heute geblieben.
Ein anderer Moment war, als das Team einer Charity, mit der wir arbeiteten, zum Mittagessen vorbeikam. Es goss in Strömen, also saßen wir alle zusammen unter der Überdachung im Pub-Garten. Wir sahen uns an und waren uns einig, was für ein schöner Moment das war – zwei Teams, die sich einfach richtig gut verstehen und gerne zusammenarbeiten.“
Was ist dieser Moment für dich?
Sich an die eigenen Momente der Bestätigung zu erinnern, kann dich in schwierigen Zeiten wieder auf den richtigen Kurs bringen. Jedes Business hat seine Höhen und Tiefen. Wenn du mal zweifelst, hilft dir die Erinnerung an diese Momente der Bestätigung dabei, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen.
Wann war der Moment für dich, als du gesehen hast, dass der berufliche Weg, den du eingeschlagen hast, der Richtige war?
Hinter jedem Firmennamen, jeder Dienstleistung und jedem Produkt steht ein echter Mensch mit ganz eigenen Absichten, Werten und einer Geschichte voller persönlicher Erfolgsmomente.
Als Branding-Fotografin geht meine Arbeit weit über das klassische Porträt oder ein schönes Lächeln vor der Kamera hinaus. Es geht darum, die Persönlichkeit, die Leidenschaft und die individuelle Reise hinter deiner Arbeit sichtbar zu machen – und diese Geschichte in ausdrucksstarke Bilder zu übersetzen, die deine Wunschkunden sofort ansprechen.
Bist du bereit, die Geschichte hinter deinem Business zu zeigen?
Egal, ob du ein Jubiläum feierst, deine Marke neu ausrichtest oder das nächste Kapitel deiner Selbständigkeit aufschlägst: Ich helfe dir dabei, das Wesen deines Unternehmens in authentischen Bildern festzuhalten.
Melde dich bei mir für dein persönliches Branding-Shooting – oder verrate mir deinen eigenen Erfolgsmoment unten in den Kommentaren!