The full picture

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On British TV, Channel 4 is airing a “documentary” about Missguided, a fast-fashion giant based in Manchester that produces cheap, low-quality garments. Channel 4 is not really documenting though. Instead, they`re staging a glamorous glittering fashion world and hiding the fact that Missguided is contributing to the exploitation of low-paid workers and pollution by poor choice of materials. They`re not showing the full picture at all.

A comment on the Channel4 Instagram post says:  “My friend was working for Missguided when this was being filmed and everything was totally set up!” While I`m not surprised about this, I am still disappointed that a major TV station is willing to spread lies without giving the full picture, and promoting such a bad example of the fashion industry in such an uninvestigative way. 

On the good side

Earlier this year I had to proofread a PR article for a magazine about a car company claiming that it`s super-sustainable because of its electric car range. However, electric cars are not sustainable AT ALL. (see for example: https://psuvanguard.com/electric-cars-arent-really-green/ ). Luckily, I could compromise with my boss, that we would at least neutralize the article: Saying they`re doing electric cars (which they do) but not claiming this to be sustainable. Not ideal, of course, but still something.

Isn`t it that we usually want to do something good with our lives, fight the good fight, be on the good side. And especially as a journalist, but generally as a person, you want to keep some integrity. I do wonder: Channel 4 has money and they are choosers – so why don`t they support for example sustainable fashion, instead of promoting Missguided of all brands?

The change in the little for the full picture

If we work for companies with unethical business manners, we can find ourselves kind of contributing to something that in fact we don`t want to support at all. Let`s keep on believing the best though and let`s try to be the change in every little tiny decision that is up to us. So that, when looking at the full picture, there is some good stuff to see, too.  

Ganz im Bild

Im Englischen Fernsehen wird auf Channel4 gerade eine “Dokumentation” über Missguided gezeigt. Missguided ist ein großes Modeunternehmen im Fast-Fashion Sektor, der Billig-Kleidung produziert.  Channel 4 dokumentiert allerdings nicht wirklich. Stattdessen führen sie eine glamouröse, Bling-Bling-Modewelt vor und verschweigen, dass Missguided unterbezahlte Produktions-Arbeiter ausbeutet und zur Umweltverschmutzung beiträgt, weil es Billigmaterialien verwendet. Channel 4 zeigt da nicht das Gesamtbild.

Ein Kommentar auf den Channel4 Instagram Post zur “Doku” sagt: “Meine Freundin hat während den Dreharbeiten für Missguided gearbeitet und alles war total gespielt und arrangiert.“ Zwar bin ich davon nicht überrascht, aber ich bin doch enttäuscht, dass ein großer Fernsehsender bereit dazu ist, Lügen zu verbreiten, ohne das Gesamtbild zu zeigen. Und, dass sie solch ein schlechtes Beispiel der Modeindustrie bewerben, ohne das zu hinterfragen. 

Auf der guten Seite

Anfang des Jahres sollte ich einen PR-Artikel für ein Magazin Korrektur lesen. Der Artikel war über eine Autofirma, die behauptet wegen ihrer Elektroautos besonders nachhaltig zu sein. Aber Elektroautos sind überhaupt nicht nachhaltig (siehe zum Beispiel: https://psuvanguard.com/electric-cars-arent-really-green/ ). Zum Glück konnte ich mit meinem Chef einen Kompromiss finden, dass wir den Artikel zumindest neutral umschreiben: Sagen, dass die Firma Elektroautos verkauft aber nicht behaupten, dass das nachhaltig ist. Natürlich nicht ideal, aber immerhin was.

Wollen wir normalerweise etwas Gutes mit unserem Leben machen wollen, uns für gute Sachen einsetzen wollen und einfach auf der guten Seite stehen wollen? Und vor allem als Journalist, aber auch als Person, will man doch zu dem stehen können, was man schreibt und sagt. I frage mich: Channel 4 hat doch Geld und können sich`s doch aussuchen, was sie unterstützen möchten – warum also nicht zum Beispiel nachhaltige Modemarken, anstatt ausgerechnet Missguided.

Kleine Veränderung im Gesamtbild

Wenn wir für Firmen arbeiten, die unmoralisch arbeiten, finden wir uns in der Situation wieder, dass wir zu etwas beitragen, das wir eigentlich überhaupt nicht unterstützen wollen. Ich hoffe, dass wir trotzdem weiter an das Beste glauben können  und dass wir versuchen, in jeder kleinen Entscheidung , bei der wir die Wahl haben, die kleine Veränderung zum Besseren zu sein. Damit, wenn man das Gesamtbild anschaut, auch etwas Gutes zu sehen ist.  

 

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Fast Fashion / Boycott Boohoo

fast fashion Nadine Wilmanns photography

Fast Fashion /Boycott Boohoo

Fashion should be a happy-maker.  However, we know that it often isn`t. Large parts of the fashion industry are based on modern slavery and exploitation. This week, there were some headlines about the cheap high street brand Boohoo and its sister brands (e.g. Pretty Little Thing). The brands’ clothes have been produced in sweatshop factories in Leicester. Some workers there are getting paid 3,50 pounds per hour, working conditions are appalling. Plus: Workers were forced to come to work during lockdown despite being ill. Side note: The Boohoo owners are Billionaires.

We vote with our purses

Unfortunately, it`s not just Boohoo that happily encourages modern slavery in order to produce its garments as cheaply as possible. Having worked in this sector of Fashion, I can confirm just this.

We can be as appalled as we like, but if we don`t act on it, nothing will change. I think we all vote with our purses and how we spend our money – and be it just three pounds. Do we really want to give Billionaires our money, who are growing their fortune on the back of poor people?

The feeling is included

I know sustainable brands are WAY more expensive than brands that sell a T-Shirt for three pounds. But if we do buy sustainable, we get something extra included: The feeling of investing our money in good stuff, of doing something right, and fighting the good fight against inequality and injustice.

I much rather see the owner of a small business succeed than a company that is way too rich already. Thus, I want to spend my money accordingly and rather buy less instead.

fast fashion Nadine Wilmanns photography

Besides, when I wear something from a sustainable brand, I can literally feel the love coming through the fibers. It`s my imagination I guess, but I do feel so much more comfortable and at ease, and happy about what I`m wearing.

There are many brilliant articles about the Boohoo scandal out there, one I like best is on the Guardian page: https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/jul/07/pandemic-fast-fashion-boohoo-influencer-landfill

Mode sollte eine Glücklichmacherin sein. Aber wir wissen, dass sie das oft nicht ist. Ein Großteil der Modeindustrie basiert auf moderner Sklaverei und Ausbeutung. Diese Woche waren die Billigmarke Boohoo und ihre Schwesterfirmen (zum Beispiel Pretty Little Thing) in den Schlagzeilen. Die Kleider der Marke werden in Sweatshop-Fabriken in England (Leicester) produziert. Einige Arbeiter bekommen da gerade mal 3, 50 Pfund die Stunde, die Arbeitsbedingungen sind erschreckend. Und: Arbeiter wurden dazu gezwungen, während des Lockdowns trotzdem sie krank waren zur Arbeit zu kommen. Kleine Info am Rande: Die Boohoo Eigentümer sind Billionäre.

Wir wählen mit unserem Geldbeutel

Leider ist es längst nicht nur Boohoo, die willentlich zu moderner Sklaverei animieren, um ihre Produktionskosten möglichst klein zu halten. Da ich in diesem Bereich der Mode gearbeitet habe, kann ich das nur bestätigen!

Wir können noch so entsetzt sein – solange wir nichts tun, wird sich natürlich nichts ändern. Ich denke, wir alle geben mit unserem Geldbeutel unsere Stimme ab. Also wir stimmen für etwas, indem wir Geld dafür liegen lassen – und seien es nur drei Euro… Und wollen wir wirklich Billionären unser Geld geben, die ihren Reichtum auf dem Rücken armer Leute vergrößern?

Gefühl mitgeliefert

Ich weiß, nachhaltige Marken sind viel teurer als solche, die T-Shirts für drei Euro haben. Aber wenn wir nachhaltige Kleider kaufen, bekommen wir das gute Gefühl mitgeliefert, das Richtige zu tun und im Kampf um Gerechtigkeit auf der richtigen Seite zu stehen. Ich wünsche dem Inhaber eines kleinen Unternehmens viel eher Erfolg als einem Betrieb, der sowieso schon viel zu reich ist. Deswegen will ich schauen, dass ich mein Geld entsprechend ausgebe. Lieber dafür dann eben weniger kaufen.

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Wenn ich etwas Neues von einer nachhaltigen Marke anhabe, fühle ich außerdem die Liebe förmlich aus den Kleiderfasern strömen. Das ist vielleicht meine Einbildung, aber das Tragegefühl ist ein ganz anderes und ich fühle mich viel wohler – und zufriedener mit dem was ich anhabe. 

Es gibt einige gute Artikel über den Boohoo Skandal online. Ein Kommentar, der mir am Besten gefällt, ist auf der Seite des Guardian: https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/jul/07/pandemic-fast-fashion-boohoo-influencer-landfill

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