To enjoy

How are you with pleasure and enjoyment? This week, I wrote an editorial for a magazine about this and while writing, I noticed two big issues I have: Firstly, I often postpone enjoyment because of “being busy”. And secondly: when I am doing stuff that isn`t “useful”, but “only” enjoyable, I feel guilty thinking I should be productive.

Is that something you can relate to? Then you may know these moments, when try to do something enjoyable, but you just can`t find pleasure in it.

For example: I like to photograph, but when thinking that it should be productive, that the outcome should be “useable” for something, my joy goes. I enjoy to dress up, but because that involves a lot of changing and finding new combinations, it usually takes more time that it seems “worth” it. Thinking “I`m not productive here, I should be faster”, I`m stealing my joy in what I`m doing. I like to look at photographs. But doing so while “important tasks” are waiting (and aren`t they always…), I find it hard to enjoy myself.

Would we ever regret having spent too much time enjoying?

Joyce Meyer says in her podcast “Take time to enjoy life”, that we often think we don`t deserve to enjoy ourselves. We think we must earn enjoyment and pleasure. But we don`t: even if we aren`t productive all day long, we still and always deserve to enjoy ourselves as much as we possibly can.

One really unhelpful German saying is: “Work before pleasure”. But really: Wouldn`t it make much more sense to be the other way round? Looking back at life: would we ever regret having enjoyed too much? Would we ever wish that we had rushed more and taken less time to enjoy ourselves? I don`t think so…

So how about giving ourselves the task to practise enjoying on purpose. Without worrying about not being productive or being slow and the time passing. I`ve put on a blouse today instead of a worn-out T-Shirt, even though I haven`t really been out except walking the dog. And coloured my nails, as I like how that looks, even though it only lasts for a day or so. Usually I would think: It`s not worth the time, I have so much other stuff to do. But really if it`s enjoyable, isn`t it worth the time? What do you enjoy lately?

Genießen

Wie geht es dir mit Vergnügen und Genuss? Diese Woche habe ich ein Editorial zu diesem Thema geschrieben und dabei sind mir zwei Sachen aufgefallen. Zum einen verschiebe ich Genuss oft, weil ich „zu beschäftigt“ bin. Und außerdem: Wenn ich etwas mache, das nicht „nützlich“ ist, sondern „nur“ zum Genießen ist, bekomme ich schnell ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht produktiv bin.

Geht es dir manchmal auch so? Dann kennst du vielleicht diese Momente, wenn du`s dir nett machen willst, aber du es einfach nicht richtig genießen kannst.

Zum Beispiel mag ich fotografieren. Aber wenn ich denke, dass ich dabei produktiv sein sollte, dass das Ergebnis zu irgendwas zu gebrauchen sein sollte, dann verschwindet mein Spaß. Ich mag es, mich schick zu machen. Aber weil das bei mir zehnmal Umziehen und neu Kombinieren involviert, nimmt das Zeit in Anspruch. Ich denke dann: „Ich bin überhaupt nicht produktiv hier, ich sollte viel schneller sein.“ Und damit raube ich mir meine Freude daran. Ich mag gerne Fotos anschauen, aber wenn “wichtige Aufgaben“ warten (und warten nicht immer welche…), dann fällt es mir schwer, das zu genießen.

Würden wir es bereuen, zu viel Zeit mit Genießen verbracht zu haben?

Joyce Meyer sagt in ihrem Podcast „Nimm dir Zeit das Leben zu genießen“, dass wir oft denken, wir verdienen den Genuss nicht. Wir denken, wir müssen unser Vergnügen verdienen. Aber das müssen wir überhaupt nicht: Auch wenn wir den ganzen Tag nicht zustande bringen, verdienen wir es zu genießen, so viel wie wir nur können.

Ein wenig hilfreicher Spruch heißt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber ehrlich: Würde es andersrum nicht viel mehr Sinn machen? Wenn wir auf unser Leben zurückschauen, würden wir es bereuen, zu viel genossen zu haben? Würden wir uns wünschen, dass wir uns mehr beeilt hätten und weniger Zeit mit Genießen verbracht zu haben? Ich denke nicht…

Wie wär`s wenn wir also üben, mit Absicht zu genießen. Ohne uns zu ermahnen, dass wir gerade unproduktiv und langsam sind und dass die Zeit rennt. Ich habe heute eine Bluse angezogen statt einem abgetragenen T-Shirt, obwohl ich gar nicht wirklich raus bin, außer mit dem Hund spazieren. Und habe meine Nägel lackiert, weil ich mag, wie das aussieht, auch wenn es nur einen Tag hält. Normalerweise würde ich denken: Das lohnt sich nicht, dafür habe ich keine Zeit. Aber ehrlich, wenn es doch Freude macht, lohnt es sich dann nicht? Was genießt du so in letzter Zeit?

Read more about this here: “Secrets of Happiness”

One Reply to “To enjoy”

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