Trust the next step

coffeeshop table Trust the next step

Trust the next step

Often, I think: “Man, why don`t I seem to be able to figure out some genius plan for my career?” However, thinking about it, it seems smarter to me to just take and engage in one step at a time. To trust the next step and trust that God knows what I don’t, and that he`s still gonna make a lot of things possible for me. Instead of spending time and energy trying to figure out the great, right plan. Because really, ten years ago I wouldn’t have imagined that I would work as a freelance photographer. And twenty years ago, I wouldn’t have even dared to dream that I would cycle across London to spend my morning writing in a coffee shop in Shoreditch.

Do the work

Who knows what incredible things are in store for us yet! By trying to figure out the future I probably won`t get as far as I would by actually doing the work. Engaging in the very next step, taking one step at a time. By one photoshoot, one blog post, one challenge, one experience at a time, we`re moving forward – seemingly slow but in fact faster – into new wonders and surprises.

Dem nächsten Schritt vertrauen

“Mensch, warum fällt mir nur kein genialer Plan für meine Karriere ein?”, denke ich manchmal. Wenn ich aber genau darüber nachdenke, finde ich es klüger, einfach einen Fuß vor den anderen zu setzen und mich auf den Schritt, den ich gerade mache, zu konzentrieren. Und darauf zu vertrauen, dass Gott schon wissen wird, was ich nicht weiß und dass er noch viel für mich möglich machen wird. Anstatt Zeit und Energie zu investieren, um den großen, richtigen Plan für mich herauszufinden. Weil ehrlich, vor zehn Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mal als freiberufliche Fotografin arbeiten würde. Und vor zwanzig Jahren hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich mal mit dem Fahrrad durch London fahren und meinen Morgen in einem Café in Shoreditch mit Schreiben verbringen würde.

An die Arbeit machen

Wer weiß, was für unglaubliche Dinge noch auf uns warten! Wenn ich versuche, auf die große Zukunftsidee zu kommen, wird mich das wahrscheinlich nicht so weit bringen, wie wenn ich mich einfach an die Arbeit mache. Also meinen nächsten Schritt mache und dann den nächsten, einer nach dem anderen. Mit einem Fotoshooting, einem Blogpost, einer Herausforderung, einer Erfahrung nach der anderen, geht es weiter – scheinbar langsam aber tatsächlich schneller – zu neuen Wundern und Überraschungen.   

Dream big

sky and sun. Dream big

How big dreams add fun to your work

Would you like to release a crazy amount of joy and fun in your work? I might just have the secret for you. Well, it certainly works for me at the moment. So here`s the trick: Dream big and set yourself a ridiculously far-fetched goal that really excites you. Mine is to photograph the Queen.

You may laugh and hey, so do I – and that`s what does the trick: There is no pressure whatsoever and no expectations. Noone seriously expects me to accomplish that. For someone like me, who crumbles under pressure and when feeling expecting eyes on me, this is so liberating.

Far-fetched, but not entirely impossible

However, while the goal should be something quite far-fetched, it shouldn`t be entirely impossible. Like you know, turning into a unicorn. Or becoming a piano superstar when you have no feeling for rhythm or something like that.

A photo shooting with the Queen, however, is possible: I`m here on this earth with my camera and so is the Queen.  So it`s just about working out a strategy and taking steps that eventually bring us together, which of course includes becoming better and better as a photographer. I`ve given myself a random time frame of two years to achieve my goal. And I`ve thought – just in case it shouldn`t work out with the Queen –  I would be equally cool with photographing Prince Charles as an alternative instead.

We are going to win either way

I used to take my work so seriously and while I still kind of do, there is now much more lightness and play in my approach. It feels more like a fun game, where you can win, but it wouldn`t be the end of the world if you don`t. In fact, I will win either way: Because, while I do want to reach my goal, I know that it`s even more about the journey. 

The journey towards this achievement will just benefit me so much, both as a person and as a photographer. “Who would you have to become on your way to trying to achieve that goal? … It would be a wild and incredible journey”, says Kara Loewentheil in her podcast “Unfuck your brain” about “impossible goals” (I recommend listening to this by the way: https://unfuckyourbrain.com/setting-impossible-goal-2021/). Just imagine: How would you develop on the way to achieving this goal?

A new perspective

With my goal in mind, everything falls into a more convenient perspective: When I go on photo jobs now, I see them more as helpful little steppingstones and opportunities to learn on my long journey to photograph the Queen – and not as THE ultimate test that will proof whether I`m a good photographer or not. Failing becomes more like a valuable experience that helps me to achieve my goal.

And whatever happens – whether my boss likes some pictures of mine or not, whether I get a certain assignment or not, … – nothing of that can ever take away my dream. But it`s my decision only, not anybody else’s. And I finally really understood the quote by Arthur O`Shaughnessy:

We are the music-makers, and we are the dreamer of dreams.”

Wie große Träume für mehr Spaß bei der Arbeit sorgen

Würdest du gerne eine völlig verrückte Menge Freude und Spaß an deiner Arbeit freisetzen? Kann sein, dass ich den richtigen Tipp für dich habe. Also für mich funktioniert er zumindest im Moment ausgezeichnet. Also hier ist der Trick: Träume wirklich groß und setze dir ein lächerlich weitgegriffenes Ziel, auf das du dich wirklich freust. Meins ist, die Queen zu fotografieren.

Kann sein, dass du jetzt lachst und hey, ich lache auch – aber das ist genau der Trick: Es gibt keinen Druck und keine Erwartungen. Keiner denkt ernsthaft, dass ich das schaffen müsste. Für jemanden wie mich, die unter Druck und Erwartungshaltung wie gelähmt ist und dann gar nicht gut arbeiten kann, ist das so befreiend.

Weit gegriffen, aber nicht völlig unmöglich

Allerdings muss das Ziel zwar groß sein, aber nicht völlig unmöglich. Also es sollte nicht sowas sein, wie „ich will mich in ein Einhorn verwandeln“. Oder „ich will ein Piano-Superstar werden“, wenn man null Gefühl für Rhythmus hat.

Ein Fotoshooting mit der Queen zu machen, ist dagegen theoretisch möglich: Ich bin auf dieser Erde mit meiner Kamera, und sie auch. Also geht es nur darum, eine Strategie zu erarbeiten und Schritte zu gehen, die uns am Ende zusammenbringen. Das bedeutet natürlich auch, immer besser als Fotografin zu werden. Ich habe mir selbst einfach mal ein Zeitfenster von zwei Jahren gesetzt, um mein Ziel zu erreichen. Und ich habe mir auch überlegt, dass – falls es mit der Queen aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte – Prince Charles eine gleichwertige Alternative wäre.

Wir gewinnen so oder so

Ich habe meine Arbeit immer sehr ernst genommen. Zwar nehme ich sie irgendwie immer noch ernst, aber da ist jetzt viel mehr Leichtigkeit und Spiel in meiner Herangehensweise. Es fühlt sich mehr wie Spaß und Spiel an, bei dem man gewinnen kann. Aber es würde auch nicht die Welt untergehen, wenn ich nicht gewinnen würde. Tatsächlich werde ich so oder so gewinnen: Denn zwar will ich mein Ziel wirklich erreichen, aber trotzdem weiß ich, dass es mehr um die Reise dahin geht.

Der Weg zu meinem Ziel wird mir so viel bringen, als Person und als Fotografin. “Welch eine Persönlichkeit müsstest du werden, bei dem Versuch, dieses Ziel zu erreichen? … Es würde eine wilde und unglaubliche Reise werden”, sagt Kara Loewentheil in ihrem Podcast „Unfuck your Brain“ über „unmögliche Ziele“. (Empfehle übrigens, das anzuhören: https://unfuckyourbrain.com/setting-impossible-goal-2021/) Stell dir nur mal vor: Wie würdest du dich entwickeln, wenn du dich tatsächlich auf den Weg zu deinem Ziel machen würdest?

Eine neue Perspektive

Seit ich mein Ziel im Kopf habe, fällt gerade alles in eine angenehmere Perspektive: Wenn ich auf Fotojobs gehe, habe ich nicht mehr so sehr das Gefühl, auf die Probe gestellt zu sein, als ob ein Fotojob beweisen würde, ob ich eine gute Fotografin bin oder nicht. Ich sehe alle meine Jobs eher als hilfreiche kleine Meilensteine und als Chancen, auf meiner langen Reise zur Queen dazuzulernen. Misserfolg wird eher zu einer wertvollen Erfahrung, die mir dabei hilft, mein Ziel zu erreichen.

Und was auch immer passiert – ob mein Chef irgendwelche Bilder von mir mag oder nicht, ob ich einen bestimmten Auftrag bekomme oder nicht, und so weiter – nichts kann mir je meinen Traum wegnehmen. Es ist allein meine Entscheidung, nicht die von irgendjemand anderem. Und ich habe endlich wirklich das Zitat von Arthur O`Shaughnessy verstanden:

“Wir sind die Musikmacher und wir sind die Träumer der Träume”.


Read more:

http://www.nadinewilmanns.com/success-stories

http://www.nadinewilmanns.com/work-for-joy

Criticism: Five thoughts

shadow picture How to deal with criticism

Photograph your successes (and other thoughts about dealing with criticism)

Today I had to face harsh and personal criticism. And while I knew I shouldn`t “take it personally”, I didn`t know what that really means let alone how to do it. So, I`ve let this offence drain a lot of my energy – really, I felt like just having played Wimbledon (and lost) by the end of the day. Do you know that feeling? So, while I`m clearly not an expert in dealing with criticism, I`ve thought about some ideas about this, that might be helpful to share. Because when we get better at dealing with criticism not only will we preserve our energy, but we won`t dread offence so much and won`t let it hold us back from becoming braver as a professional and as a person.

It`s more about the criticizer

Anyway, back to the story: Lucky enough I had a coaching session scheduled tonight (www.ichinencoaching.com) so this was brilliant timing to discuss the issue. And I think I finally can make use of this “Don`t take it personally”: It often has nothing to do with us as a person, when being criticized, but in fact with the person who is criticizing. “Hurting people hurt people”, says Joyce Meyer. Equally one could say: People who feel attacked attack others. While talking about the situation I understood why the person who offended me did so. That doesn`t make the attack less mean but we are likely to not feel so angry about it knowing why the person offended us. So, I think it`s helpful to calmly analyze the situation that we have been criticized about to see why the other person has said what she has said.

Take notice of successful moments

Secondly, I can obviously recommend talking to somebody (but not ranting) who doesn’t judge. Who reminds us that if the criticism was justified we can work on ourselves. And that either way we have a lot of successes and achievements, too.

Talking about achievements: It`s helpful to really take notice of achievements as they happen. So that we can remember them in these kinds of situations. Only yesterday I`ve received best grade for my final work for my journalism degree and I hardly acknowledged it (not half as much as I took notice of this criticism today). So, I think taking a picture of these successful moments (big or small) or just writing a note in my planner might be a useful habit.

I wish I had said...

Another thing I struggled with, was to find the “right words” in the moment of attack. It was only afterwards that I came up with the phrases that I wished I had said. However, it helps to nevertheless say those phrases out loud afterwards – just for ourselves then. Because having practised, we will eventually find an appropriate peaceful response in a “real” situation, one that also honours what we think.

Oh, and not to forget: I think a good first aid after having been attacked is to be a good friend to ourselves. Which means that we don`t hurry on with the day but slow down a bit and maybe sip a coffee or tea, slip into soft clothes, say a little prayer and allow for a little downtime. Of course, it would be brilliant to be a superwoman with the perfect mindset who never gets upset but just moves on with her day. But hey, then again, taking things to heart also means that we have a heart, no?

Fotografiere deine Erfolge (und mehr zum Umgang mit Kritik)

Heute hat mich jemand ziemlich hart und persönlich kritisiert. Zwar wusste ich, dass ich das „nicht persönlich nehmen“ soll, aber mir war nicht klar, was das genau bedeutet und schon gar nicht wie das geht. Also habe ich mir von dieser Sache viel Energie rauben lassen – ehrlich, ich hab mich heute Abend gefühlt, als hätte ich Wimbledon gespielt (und verloren). Kennst du das Gefühl? Wie du siehst bin ich nicht gerade ein Experte darin, mit Angriffen umzugehen. Aber ich dachte, ich schreibe ein paar Ideen darüber auf, die uns in Zukunft helfen könnten. Denn wenn wir besser mit Kritik umgehen können, dann können wir nicht nur unsere Energie sparen, sondern wir fürchten uns nicht mehr so sehr davor, angegriffen zu werden und dadurch werden wir mutiger im Job und überhaupt als Mensch.

Es geht eher um den, der Kritik übt

Jedenfalls zurück zur Story: Glücklicherweise hatte ich heute Abend eine Coaching Stunde, das war also super Timing um die Sache zu besprechen. Und ich denke, ich kann jetzt mit diesem „Nimm`s nicht persönlich“ was anfangen: Es hat oft überhaupt nichts mit uns als Person zu tun, wenn uns jemand kritisiert, sondern mit der Person, die die Kritik äußert. „Verletze Menschen verletzen Menschen“, sagt Joyce Meyer. Genauso könnte man sagen: Leute, die sich angegriffen fühlen, greifen andere an. Als ich über die Situation, wegen der die Person mich angegriffen hat, gesprochen habe, habe ich verstanden, warum sie das gemacht hat. Das macht den Angriff nicht weniger gemein, aber wir sind doch nicht mehr so sauer, wenn wir verstehen, warum uns jemand angreift. Also ich denke, es ist hilfreich, die Situation ruhig zu untersuchen wegen der wir kritisiert wurden, um zu sehen, warum die andere Person uns angegriffen hat. 

Halte Erfolgsmomente fest

Außerdem kann ich natürlich sehr empfehlen, die Sache mit jemandem zu besprechen (ohne zu schimpfen oder zu lästern), der nicht urteilt. Der uns daran erinnert, dass wir an dem arbeiten können, für das wir zu Recht kritisiert worden sind. Und dass wir – so oder so – auch schon viele Erfolge hatten.

Apropos Erfolge: Mir ist mal wieder klar geworden, wie hilfreich es ist, wirklich Notiz von Erfolgsmomenten und Lob zu nehmen, um sich dann in schwierigen Situationen daran zu erinnern. Gerade gestern habe ich eine Eins für meine Abschlussarbeit für mein Journalismus-Studium bekommen und ich habe es gar nicht gebührend gefeiert. Tatsächlich habe ich dem nicht mal halb so viel Beachtung geschenkt, wie dieser Kritik heute. Also ich denke, es ist eine gute Gewohnheit von Erfolgsmomenten (auch den Kleineren) ein Foto zu machen oder zumindest eine Notiz im Terminkalender.

Ich wünschte, ich hätte ... gesagt.

Noch eine Sache, die ich schwierig fand, war die “richtigen Worte” zu finden als die Frau mir all ihre Anschuldigungen entgegenwarf. Erst später sind mir die Sätze eingefallen, die ich hätte sagen wollen. Allerdings ist es hilfreich, diese Sätze trotzdem – dann einfach danach und nur für mich selbst – zu sagen. Denn wenn wir das üben, finden wir irgendwann auch friedliche passende Antworten in der”echten” Situation, eine die auch das was wir selbst denken wertschätzt.

Oh, und nicht zu vergessen: Ich denke eine gute Erste Hilfe nach Kritik ist es, uns selbst ein guter Freund zu sein. Das heißt, dass wir nicht einfach weiterhetzen, sondern ein bisschen langsam machen, vielleicht einen Kaffee oder Tee schlürfen, in weiche Wohlfühlkleidung schlüpfen, ein kleines Gebet losschicken und uns eine Mini-Auszeit gönnen. Klar wäre es toll, Superwoman zu sein, die das perfekte Mindset hat und die sich nie angegriffen fühlt, sondern einfach mit ihrem Tag weitermacht. Aber hey, wenn wir uns Dinge zu Herzen nehmen, dann heißt das doch eigentlich vor allem, dass wir ein Herz haben, oder?

Story (about the pleasure of not having)

Coffee table story

Story

(about the pleasure of not having)

Here is a little story (about the pleasure of not having):

“Some say you will love me one day and I will wait, I will wait to get your loving one day…”, she sang quietly to the song in her ear. It was raining so Emmy took the train to work instead of the bike and that meant listening to music on the way. “Late again”, she thought but wasn`t bothered. Her co-workers were late most of the time, too, because their boss usually wouldn`t come in before eleven.

At the station, she bought a coffee to go. Really, she should prefer green tea over coffee, Emmy thought. But this isn`t going to happen today. Actually, she should grow up, start thinking about a steady job, man, kinds, all that stuff, but this isn`t going to happen today either.

°__*.♡

When she arrives at work, the guy is there already, emptying out the bins in front of the building. He beams when he sees her and so does she. “Did you listen to the video I showed you yesterday?”, Emmy asks. “I had to stop the van because it made me laugh so much”, he replies. She giggles and turns to go in. “See you later!”

Time went on again. Just seconds before it had stopped for her. She thought about their little chat and how he had looked this morning:  like New York (“dressed all in black, cigarette behind your ear and your hair slicked back”, she was humming in her thoughts). She had always dreamed of New York, not that she`s ever been. There was no way she would be able to concentrate much for another while. She would have to wait for that light dizziness in her head to go.

“Aww, you made his day”, said her co-worker who had seen them. “Rubbish”, Emmy shook her head but couldn`t help smiling. They kept saying he fancied her and that he will ask her out soon. But as much as she wanted this to happen, she kind of didn`t want him to. So, she kept things casual and cool, ignored any of his hints, not giving him much of an opportunity to ask for a date.

°__*.♡

At lunch, she took her book and went to the coffee shop around the corner. The rain was gone but the clouds were low over the busy city. With her coffee, she sat outside watching the people rushing by. He could come round the corner at any time. He might still be in the area. Inhaling the smoke of her cigarette she felt that little pain of longing in her stomach. She closed her eyes.

If she went for a date with him this would go and be replaced by some other feeling that she might like. But she would miss that one here. This delicious little heartache, this painful little pleasure, best enjoyed with a coffee and a cigarette. This dream in her head would always stay perfect and beautiful with just the right amount of heartbreak.

Really, they should go out together, but this isn`t gonna happen today.   

Erzählung

(über das Vergnügen nicht zu haben)

Hier ist eine kleine Geschichte:

“They say you will love me one day and I will wait, I will wait to get your loving one day…”, singt sie leise zu dem Lied in ihrem Ohr. Es regnet, deswegen ist Emmy in der Bahn zur Arbeit statt auf dem Fahrrad und das bedeutet Musik. „Mal wieder zu spät“, denkt sie, aber es ist ihr egal. Ihre Kolleginnen sind auch meistens zu spät, weil der Chef normalerweise nie vor elf reinkommt.

An der Station kauft sie Kaffee to go. Sie sollte lieber grünen Tee statt Kaffee trinken, denkt sie. Aber das wird heute nicht passieren. Überhaupt sollte sie erwachsen werden, an einen festen Job, Mann, Kinder und all diese Dinge denken, aber auch das wird heute nicht passieren.

°__*.♡

Als sie bei der Arbeit ankommt, ist der Mann schon da und leert die Mülleimer vor dem Gebäude. Er strahlt als er sie sieht und sie strahlt zurück. „Hast du dir das Video noch ganz angeschaut, das ich dir gestern gezeigt habe?“, fragt Emmy. „Ich musste sogar anhalten, weil ich so lachen musste“, antwortet er mit lachenden Augen. Sie kichert und wendet sich zum Gehen. “Bis dann!”

Die Zeit läuft wieder weiter. Noch vor ein paar Sekunden ist sie für Emmy kurz stehen geblieben. Sie denkt an ihre kleine Unterhaltung und wie er heute Morgen ausgesehen hat: wie New York (“dressed all in black, cigarette behind your ear and your hair slicked back”, summt sie in Gedanken). Sie hat immer von New York geträumt, nicht dass sie je da gewesen ist. Es wird ein Weilchen dauern, bis Emmy sich wieder konzentrieren kann, sie kennt das schon. Sie wird warten müssen, bis dieser kleine Schwindel in ihrem Kopf weg ist.

“Ohh, jetzt hast du seinen Tag gerettet“, hat ihre Kollegin gesäuselt, die die beiden beobachtet hatte. „Ach Quatsch“, hat Emmy den Kopf geschüttelt, konnte sich das Lächeln aber nicht verkneifen. Ihre Kollegen sagen ihr dauernd, dass er sie gut findet und, dass er sie bald auf ein Date einladen wird. Aber so sehr sie sich das wünscht, irgendwie will sie es doch wieder nicht. Also verhält sie sich lässig und unverbindlich, ignoriert alle seine Andeutungen und gibt ihm keine Vorlage, sie einzuladen.

°__*.♡

In der Mittagspause schnappt sie ihr Buch und geht ins Café um die Ecke. Der Regen hat aufgehört, aber die Wolken hängen tief über der geschäftigen Stadt.  Mit ihrem Kaffee sitzt sie vor dem Café und beobachtet die vorbeieilenden Passanten. Er könnte jederzeit um die Ecke kommen. Er könnte immer noch in der Gegend sein. Emmy zieht tief an ihrer Zigarette und fühlt den kleinen Schmerz der Sehnsucht in ihrem Magen. Sie schließt ihre Augen.  

Wenn sie mit ihm ausgehen würde, dann würde das verschwinden und durch ein anderes Gefühl ersetzt werden, das sie mögen könnte. Aber sie würde das hier vermissen. Diesen köstlichen kleinen Herzschmerz, dieses wehmütig stechende kleine Vergnügen, das am besten mit Kaffee und Zigarette genossen wird. Dieser Traum in ihrem Kopf, der immer perfekt und schön bleiben wird, mit genau der richtigen Portion Herzzerbrechen. Sie sollten zusammen ausgehen, aber das wird heute nicht passieren.

coffee story

The pictures have been taken in the beautiful Farm Girl Café in London.

Read more about enjoying here: To enjoy

How to win time

mirror selfie How to win time

How to win time (with “positive procrastination”)

Do you sometimes feel like you don`t have time because you`ve got so much to do? Maybe you are (like me) a “last-minute-person” who tends to procrastinate. I`ve learned that this behaviour is a huge time robber.  

This week, I needed to hand in an important article. I had had six weeks to get it done, yet I started writing only four days before my deadline and handed it in right on the final day. Sounds familiar?

Instead of just getting something done when we originally plan to do it, we keep postponing it until it is not possible to postpone it any longer. The result is not only stress, but we also feel like the task is taking us much longer than it really does. I felt like my article has taken me six weeks, even though I effectively worked on it for four days.

Procrastinating work is spending time working

That`s because while postponing we still have the task on our mind. We aren`t really relaxed, but we think “Aww shit, I still need to do this sometime soon!” Spending time procrastinating something is like spending time working on it – just without achievement. In my case I “worked” on my article for six weeks, instead of the four days I`ve spent writing it.

If I had done it when I originally had planned it to do, it would have seemed like a simple four-day job, not a six weeks project. Plus, I would have felt like an “achiever”, thinking: “this could have taken me six weeks, but I managed in four days”. And I would have felt like being very time effective.

Writing the article wouldn`t have been much of a hassle – if I hadn`t made a hassle out of it by dragging it. Plus, I could have gotten a free confidence-boost and a good experience of accomplishment.

How to win time Mirror selfie

Commit to your schedule

While I kind of liked to be a last-minute-person at school or at university, I now find it very unhealthy for my nerves. We have more time to relax when we don`t spend it on procrastinating. Now I`m not saying to do everything straight away always – sometimes this isn`t even possible because we need to wait for missing information or simply a free space in our calendar (and we do need plenty of time for relaxing and enjoying after all). But the idea is to schedule tasks and to then do them at the time they are scheduled for – and not postpone them unless there`s a major reason to do so.

Time Manager Dave Crenshaw calls this “positive procrastination”. Instead of adding a task on our “To-Do-List” to do it “sometime soon”, we make an appointment for it in our calendar. And then, here`s the key: “Once it`s scheduled into your calendar, you have to commit to it.”

Doing so, we win time which we then can use to enjoying ourselves while being truly relaxed.  

Wie man Zeit gewinnt (mit “positivem Aufschieben”)

Hast du manchmal das Gefühl, zu hast keine Zeit, weil du zu viel zu tun hast? Vielleicht bist du (wie ich) ein “Auf-den-letzten-Drücker“-Typ, der Dinge gerne aufschiebt. Ich habe gelernt, dass das ein riesen Zeiträuber ist.

Diese Woche musste ich einen wichtigen Artikel einreichen. Ich hatte sechs Wochen Zeit zum Schreiben, aber ich habe erst vier Tage vor meiner Deadline begonnen. Am letzten möglichen Tag habe ich den Text eingereicht.

Anstatt Aufgaben einfach dann zu machen, wenn wir sie eingeplant haben, schieben wir sie auf die lange Bank, bis das irgendwann nicht mehr möglich ist. Das Ergebnis ist nicht nur Stress, sondern wir haben auch das Gefühl, viel länger an der Sache gearbeitet zu haben als das in Wirklichkeit der Fall ist. Mir ist es so vorgekommen, als hätte ich für meinen Artikel sechs Wochen gebraucht, dabei habe ich effektiv ja nur vier Tage lang daran gearbeitet.

Arbeit aufschieben heißt Zeit mit Arbeit zu verbringen

Das ist deshalb so, weil wir die Aufgabe beim Aufschieben ja immer noch in unserem Kopf haben. Wir sind nicht wirklich entspannt, sondern wir denken „Oh shit, ich muss das dringend bald machen.“ Zeit damit verbringen, eine Aufgabe aufzuschieben, fühlt sich an, als ob man gerade an ihr arbeiten würde – nur, dass man nichts dabei erreicht. In meinem Fall habe ich sechs Wochen an meinem Artikel „gearbeitet“, anstatt die vier Tage, die ich daran geschrieben habe.

Hätte ich ihn geschrieben, als ich es ursprünglich mal eingeplant habe, hätte es sich wie ein Job von vier Tagen angefühlt, nicht wie ein Sechs-Wochen-Projekt. Außerdem hätte ich mich wie ein “Erfolgstyp” gefühlt und gedacht: Das hätte sechs Wochen brauchen können, aber ich hab`s in vier Tagen hinbekommen. Und ich wäre mir sehr effizient vorgekommen.

Es wäre überhaupt keine große Sache gewesen, den Artikel zu schreiben – hätte ich keine große Sache daraus gemacht, in dem ich sie vor mir hergeschoben habe und sie dadurch immer größer geworden ist. Und ich hätte ganz umsonst einen Selbstvertrauens-Schub bekommen können, noch dazu eine gute Erfahrung.

how to win time - mirror selfie

Lege dich auf einen Zeitplan fest

Während der Schul- oder Uni-Zeit mochte ich es noch ganz gern, ein “Last-minute-Typ” zu sein, inzwischen finde ich es sehr ungesund für meine Nerven. Wir haben mehr Zeit, um entspannt zu sein, wenn wir sie nicht mit Aufschieberitis verbringen.

Ich sage jetzt nicht, dass wir immer alles gleich machen sollten – manchmal ist das ja auch gar nicht möglich, weil wir noch auf fehlende Infos warten müssen, oder auch einfach auf einen freien Platz in unserem Kalender. (Und wir brauchen schließlich viel Zeit zum Entspannen und Genießen).

Die Idee ist die: Wir planen Aufgaben ein und machen sie dann zu der Zeit, zu der sie eingeplant sind – und verschieben sie nicht, es sei denn es gibt einen wichtigen Grund.

Zeit-Manager Dave Crenshaw nennt das “Positive Aufschieberitis“. Anstatt eine Aufgabe auf unsere „To-Do-Liste“ zu schreiben, um sie „irgendwann bald mal“ zu machen, sollten wir für die Aufgabe einen Termin in unserem Kalender ausmachen. Und dann kommt das Wichtigste: „Sobald es in unserem Kalender eingeplant ist, müssen wir uns daran halten.“

Machen wir das, gewinnen wir Zeit, die wir dann – wirklich entspannt – mit Genießen verbringen können.

Read more about Freelance life in this post: Time and progress

Work for joy

work for joy dog behind ladder

How to work for joy

Is your job something that you would have as a hobby, too?

A few weeks ago, I had an interesting interview with Linda Stark, a singer who is as well a songwriter for other artists. I had noticed that she kept her website for her project as a singer called “LiLA” separate from the one as a contract songwriter. So, I wondered, whether she purposefully distinguishes between the two. Yes, she said: “LiLA is what I do entirely for my own joy.” For LiLA she doesn`t care about all the rules that she would follow when writing songs for someone else. “This music speaks from my heart and it suits me”, she told me. “And if I can`t think of something to write for half a year, then be it. LiLA is my baby and one of my top standards is: no pressure.”

Entirely for my own joy

I found that super interesting: The same activity – songwriting. For others – then it`s “work”, for oneself – then it`s “joy”. Don`t get me wrong: she didn`t say or mean, that she doesn`t find writing for others joyful! But her “LiLA” project is ENTIRELY for her joy. Which means, without any external pressure or requirements. Only she needs to like it. If it`s well-received, that`s brilliant, but if not, it`s nice anyway.

In this respect, the saying “Do what you love, and you will never have to work again” can`t always be readily applied. I have often thought: What is wrong with me – why do I still perceive work as “work”, EVEN THOUGH I do what I love. But it isn`t so easy as the saying makes out to be – at least that`s how I feel. The same activity can be perceived as work when I have to perform for a business, maybe with a difficult boss or with difficult morals. Or as joy when I do it for myself.

Dog. How to work for joy

Freedom and play

When I was employed as a pattern cutter in London, I would do patterns for my own project after work until late at night. That didn`t bother me at all – quite the contrary: I was already looking forward to it on my way home. It would not have crossed my mind to keep on working after 6 o`clock if it would have been work for my boss. The same activity – but entirely different joy levels.

I did enjoy going to work, but rather because of my fun co-workers than because of the work itself. Yet for my project, I was full of ideas and energy. There was freedom and play in my “work”. I wouldn`t really care very much about whether I could earn a lot or a little. Or whether a lot of people or only a few would like my stuff.

Nothing has to, everything can

What I have noticed though: It`s much easier to think that way, when having a money-making second source of income. If nothing HAS TO, but everything CAN. That means, being entirely independent of external opinions and financial success. That doesn`t mean that there will never be difficulties or frustration, anxiety, or disappointment. But that the joy will outweigh all that so that I won`t take so much notice of this other stuff. And so that these unpleasant feelings won`t “nest“ in me.

For me, this blog is a little joy-project. And I always want to photograph „for my own joy”. If I should notice that this is changing, I hope that I will pull the plug and stop doing assignments for a while. My joy in doing photography is just way too important for me to lose it over it being a job. And sooner or later, I want to revive my fashion project – and take good care that I will do it “entirely for my own joy”.

Für Freude arbeiten

Ist das was du beruflich machst, auch das, was du privat gerne machst?

Vor einigen Wochen hatte ich ein interessantes Interview mit Linda Stark, einer Sängerin, die auch Lieder für andere Künstler schreibt. Mir war aufgefallen, dass sie für ihr Soloprojekt „Lila“ eine andere Webseite hat als für ihre Arbeit als Auftrags-Liedermacherin. Ob sie beides so streng voneinander abgrenze, habe ich gefragt. Das hat sie ganz entschlossen bejaht: „Lila ist das, was ich wirklich ganz zu meiner eigenen Freude mache.“ Da seien ihr die Regeln egal, die beachten müsste, würde sie für einen Auftraggeber ein Lied schreiben. Es sei Musik, die einfach aus ihrem Gefühl spreche und die zu ihr passe. „Und wenn mir mal ein halbes Jahr kein Text einfällt, dann schreibe ich eben keinen. LiLA ist mein Baby und eine meiner ersten Prämissen ist, mir kein Druck zu machen.“

Zu meiner eigenen Freude

Das fand ich interessant: Die gleiche Tätigkeit – Songwriting. Einmal für andere – da ist es „Arbeit“ -und einmal für sich selbst – da ist es „Freude“. Jetzt darf man mich hier nicht falsch verstehen: Sie hat nicht gesagt oder gemeint, dass ihr das Lieder schreiben für andere keine Freude macht! Aber ihr LiLA-Projekt macht sie eben GANZ zu ihrer Freude. Das heißt völlig ohne Druck und Vorgaben von außen. Nur ihr muss es gefallen. Wenn`s gut ankommt, gut, wenn nicht, ist`s trotzdem schön.

Und insofern ist der Spruch „Tu was du liebst, und du musst nie wieder arbeiten“ nicht so ohne weiteres umzusetzen. Ich habe oft gedacht: Was stimmt denn nicht mit mir – warum kommt mir meine Arbeit wie Arbeit vor, OBWOHL ich doch mache, was ich gern mag. Ganz so einfach, wie der Spruch es sagt, ist es aber eben nicht – zumindest geht es mir so. Die gleiche Tätigkeit, kann ich als Arbeit empfinden, wenn ich sie beispielsweise für einen Betrieb mache, vielleicht noch mit anstrengendem Chef oder schwierigen Moralvorstellungen im Betrieb. Oder ich kann sie als Freude wahrnehmen, wenn ich sie für mich mache.

Dog paws and shoes. How to work for joy

Freiheit und Spiel

Als ich in London als Modellmacherin angestellt war, habe ich nach Feierabend oft bis nachts über Schnitten für mein eigenes Projekt gesessen. Es hat mir überhaupt nichts ausgemacht, noch so lange da dran zu sitzen – im Gegenteil: ich hab mich schon auf dem Weg nach Hause darauf gefreut. Das wäre mir nicht eingefallen, wenn es sich um Arbeit für meinen Chef gehandelt hätte. Die gleiche Tätigkeit – aber völlig andere Freudenlevels.

Zwar bin ich wirklich gern zur Arbeit gegangen, aber eher wegen meiner netten Kollegen, als wegen der Arbeit an sich. Für mein Projekt dagegen war ich voller Ideen und vor allem voller Energie. Da war viel Freiheit und Spiel drin. Es wäre mir auch einigermaßen egal gewesen, ob ich damit viel oder wenig Geld verdient hätte. Oder, ob meine Sachen vielen oder wenigen Leuten gefallen hätten.  

Nichts muss, alles kann

Was ich festgestellt habe: Es geht viel leichter, so zu denken,  wenn man noch ein anderes, geldverdienendes Standbein hat. Wenn nichts MUSS, alles nur KANN. Das heißt, dass ich wirklich völlig unabhängig bin von der Meinung anderer oder vom finanziellen Erfolg. Das heißt nicht, dass es nie Schwierigkeiten, Frust, Angst oder Enttäuschung gibt. Aber dass die Freude an meinem Projekt so sehr überwiegt, dass ich die unangenehmen Dinge gar nicht so sehr wahrnehme und die sich gar nicht lange in mir breit machen können.

Für mich ist dieser Blog ein kleines Freuden-Projekt. Und ich will auch immer „zu meiner Freude“ fotografieren. Wenn ich merken sollte, dass sich das mal ändert, hoffe ich, dass ich da ganz schnell die Reißleine ziehe und nur noch Prints verkaufe, keine Aufträge mehr mache. Dafür ist mir meine Freude am Fotografieren einfach viel zu wichtig. Und über kurz oder lang will ich auch mein Mode-Projekt wieder reaktivieren – und gut aufpassen, dass ich es „ganz zu meiner eigenen Freude“ mache.

Read more about freelancer life in “To enjoy”.

To enjoy

enjoy. Mirror selfie

To enjoy

How are you with pleasure and enjoyment? This week, I wrote an editorial for a magazine about this and while writing, I noticed two big issues I have: Firstly, I often postpone enjoyment because of “being busy”. And secondly: when I am doing stuff that isn`t “useful”, but “only” enjoyable, I feel guilty thinking I should be productive.

Is that something you can relate to? Then you may know these moments, when try to do something enjoyable, but you just can`t find pleasure in it.

For example: I like to photograph, but when thinking that it should be productive, that the outcome should be “useable” for something, my joy goes. I enjoy to dress up, but because that involves a lot of changing and finding new combinations, it usually takes more time that it seems “worth” it. Thinking “I`m not productive here, I should be faster”, I`m stealing my joy in what I`m doing. I like to look at photographs. But doing so while “important tasks” are waiting (and aren`t they always…), I find it hard to enjoy myself.

Would we ever regret having spent too much time enjoying?

Joyce Meyer says in her podcast “Take time to enjoy life”, that we often think we don`t deserve to enjoy ourselves. We think we must earn enjoyment and pleasure. But we don`t: even if we aren`t productive all day long, we still and always deserve to enjoy ourselves as much as we possibly can.

One really unhelpful German saying is: “Work before pleasure”. But really: Wouldn`t it make much more sense to be the other way round? Looking back at life: would we ever regret having enjoyed too much? Would we ever wish that we had rushed more and taken less time to enjoy ourselves? I don`t think so…

So how about giving ourselves the task to practise enjoying on purpose. Without worrying about not being productive or being slow and the time passing. I`ve put on a blouse today instead of a worn-out T-Shirt, even though I haven`t really been out except walking the dog. And coloured my nails, as I like how that looks, even though it only lasts for a day or so. Usually I would think: It`s not worth the time, I have so much other stuff to do. But really if it`s enjoyable, isn`t it worth the time? What do you enjoy lately?

Genießen

Wie geht es dir mit Vergnügen und Genuss? Diese Woche habe ich ein Editorial zu diesem Thema geschrieben und dabei sind mir zwei Sachen aufgefallen. Zum einen verschiebe ich Genuss oft, weil ich „zu beschäftigt“ bin. Und außerdem: Wenn ich etwas mache, das nicht „nützlich“ ist, sondern „nur“ zum Genießen ist, bekomme ich schnell ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht produktiv bin.

Geht es dir manchmal auch so? Dann kennst du vielleicht diese Momente, wenn du`s dir nett machen willst, aber du es einfach nicht richtig genießen kannst.

Zum Beispiel mag ich fotografieren. Aber wenn ich denke, dass ich dabei produktiv sein sollte, dass das Ergebnis zu irgendwas zu gebrauchen sein sollte, dann verschwindet mein Spaß. Ich mag es, mich schick zu machen. Aber weil das bei mir zehnmal Umziehen und neu Kombinieren involviert, nimmt das Zeit in Anspruch. Ich denke dann: „Ich bin überhaupt nicht produktiv hier, ich sollte viel schneller sein.“ Und damit raube ich mir meine Freude daran. Ich mag gerne Fotos anschauen, aber wenn “wichtige Aufgaben“ warten (und warten nicht immer welche…), dann fällt es mir schwer, das zu genießen.

Würden wir es bereuen, zu viel Zeit mit Genießen verbracht zu haben?

Joyce Meyer sagt in ihrem Podcast „Nimm dir Zeit das Leben zu genießen“, dass wir oft denken, wir verdienen den Genuss nicht. Wir denken, wir müssen unser Vergnügen verdienen. Aber das müssen wir überhaupt nicht: Auch wenn wir den ganzen Tag nicht zustande bringen, verdienen wir es zu genießen, so viel wie wir nur können.

Ein wenig hilfreicher Spruch heißt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber ehrlich: Würde es andersrum nicht viel mehr Sinn machen? Wenn wir auf unser Leben zurückschauen, würden wir es bereuen, zu viel genossen zu haben? Würden wir uns wünschen, dass wir uns mehr beeilt hätten und weniger Zeit mit Genießen verbracht zu haben? Ich denke nicht…

Wie wär`s wenn wir also üben, mit Absicht zu genießen. Ohne uns zu ermahnen, dass wir gerade unproduktiv und langsam sind und dass die Zeit rennt. Ich habe heute eine Bluse angezogen statt einem abgetragenen T-Shirt, obwohl ich gar nicht wirklich raus bin, außer mit dem Hund spazieren. Und habe meine Nägel lackiert, weil ich mag, wie das aussieht, auch wenn es nur einen Tag hält. Normalerweise würde ich denken: Das lohnt sich nicht, dafür habe ich keine Zeit. Aber ehrlich, wenn es doch Freude macht, lohnt es sich dann nicht? Was genießt du so in letzter Zeit?

Read more about this here: “Secrets of Happiness”

The Secrets of Happiness

picknic blanket in meadow

The Secrets of Happiness…

…is the title of the most recent book that I’ ve finished reading. I don´t think it’s going to win any literature prices, but it was just fun and enjoyable to read. A typical easy-going girls-book, not overly sophisticated, not demanding, just a little nice story, a true happy maker. I love these kinds of books, especially when my head and heart need a break.

As I often feel like I should be more effective with my time, I generally like to see a purpose for the stuff that I do. For example, I like reading and to make this a useful activity, I want to read renowned books in the hope that they will affect my writing in a positive way. With those girls-books though, it`s pleasure only. Single purpose: Enjoy and let go.

Loosen up for joy

It’s good to loosen up at times. To do stuff with no ambition. The same goes for Photography or Fashion. To use the phone with a fun retro photo app instead of the camera, to experiment, not worrying about the outcome or the need of getting something good. To wear the old jumper in the Cocktail-Bar, or the new blouse at home, however you feel like it. Just for personal happiness and joy.

 

Here are a few books that I liked for that matter: The Secrets of Happiness by Lucy DiamondThe Day we meet again by Miranda DickinsonThe one plus one by Jojo Moyes .

(Will update:-))

The Secrets of Happiness…

…ist der Titel des Buchs, das ich zuletzt fertiggelesen habe. Ich denke nicht, dass es irgendwelche Literatur-Preise gewinnen wird, aber es hat Spaß gemacht und war einfach ein Genuss zum Lesen. Ein typisches Frauenbuch, nicht anspruchsvoll oder schwer zu lesen, einfach eine hübsche, kleine Geschichte, ein echter Glücklich-Macher. Ich mag diese Art von Büchern, vor allem wenn mein Kopf und mein Herz eine Pause brauchen.

Weil ich oft denke, ich sollte meine Zeit effektiver einsetzen, mag ich nützliche Nebeneffekte von Tätigkeiten. Zum Beispiel mag ich es zu lesen. Um daraus eine nützliche Beschäftigung zu machen, will ich gerne bekannte und angesehene Bücher lesen, in der Hoffnung, dass die sich positiv auf meinen Schreibstil auswirken. Diese Frauenromane sind dagegen nur zum Vergnügen da, einziger Sinn: Genießen und Loslassen.

Sich locker machen

Es ist gut, sich öfter mal locker zu machen. Auch in der Fotografie oder der Mode. Sachen ohne Ehrgeiz machen. Das Handy mit der Retro-Foto-App anstatt der Kamera nehmen, experimentieren und nicht an das Ergebnis denken oder, dass etwas Gutes dabei herauskommen soll. Das alte Sweatshirt in der Cocktailbar tragen oder die neue Bluse zu Hause, je nach Lust und Laune. Einfach für persönliche Fröhlichkeit und Glücksgefühl.

Hier sind ein paar Bücher die ich in dem Zusammenhang mochte: The Secrets of Happiness by Lucy DiamondThe Day we meet again by Miranda DickinsonThe one plus one by Jojo Moyes .

(Werde das immer mal aktualisieren… :-))

How to be creative

shadow on notebook How to be creative

How to be creative

Today, I really struggle with finding something interesting or potentially good to write. In fact, I often feel that way. However, my writing day is Friday, so something must be written – inspired or not. So, I`m taking the opportunity to write about commitment and inspiration.

The other day I`ve read a quote that basically nails it: “Forget inspiration. Habit is more dependable. Habit will sustain you whether you`re inspired or not.” (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

The mystery of the "cloud of inspiration"

That`s what`s happening to me today: I have developed kind of a habit for myself, to write something on a Friday. I have a regular “appointment” with myself and because I feel it`s important for me, I am committed to keep that appointment. Even when I don`t feel “inspired” or “creative” at the time.

Yet, I haven`t always been like that at all. And I still lack that quality in many areas of my life, where I should be more persistent and committed. I used to say: “Nerr, I`ll do that some other day when I feel more like it.” And I had that idea of some cloud of inspiration just coming over you now and then, without you being in much of control at all.

notebook notes about mistakes to learn

Creativity requires fight

However, I have often seen, that this is not true at all: Why is it, that deadlines at Fashion Uni made me more “creative”? Well, I think, it`s because I was forced to actually sit down and do the work. Because there was a deadline, I didn’t have the option to wait for a cloud of inspiration landing on me. I had to get to work and fight – and make the inspiration come.

And it does come eventually. Sometimes sooner, sometimes it takes a while. “Creativity requires fight, action, habit, practice, work and never to give up”, writes photographer Chris Orwig in his great book  “The Creative Fight”

And at times, the outcome may not  be brilliant. But having done my part is what counts. I have kept my appointment. If I keep on this way and keep on working it, instead of waiting for a creative spark, eventually, there will be something really good along the way.

Kreativ sein

Heute tue ich mir schwer, etwas zu finden, über das ich schreiben könnte. Tatsächlich geht es mir oft so. Allerdings ist Freitag mein Schreib-Tag – egal ob ich “inspiriert” bin oder nicht. Also nutze ich die Gelegenheit, etwas über Inspiration schreiben und darüber, sich auf etwas festzulegen.

Neulich habe ich ein Zitat gelesen, dass die Sache perfekt trifft: „Vergiss Inspiration. Gewohnheit ist verlässlicher. Gewohnheit wird dich tragen, egal ob du inspiriert bist oder nicht.“ (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

Die "Inspirations-Wolke"

Das passiert mir heute auch: Ich habe eine Art Gewohnheit für mich entwickelt, Freitags etwas zu schreiben. Ich habe einen regelmäßigen „Termin“ mit mir selber und weil ich den für mich wichtig finde, halte ich ihn ein. Auch wenn ich mich gerade nicht „inspiriert“ oder „kreativ“ fühle.

So war ich aber überhaupt nicht immer. Und in vielen Bereichen in meinem Leben halte ich mich immer noch nicht gut an meine eigenen Versprechen an mich. Typischerweise würde ich sagen: „Nee, ich mache das ein andermal, wenn mir mehr danach ist.“ Ich hatte die Idee einer Art „Inspirationswolke“, die sich einfach ab und zu auf einem absetzt, ohne dass man das großartig beeinflussen kann.

Coffee and laptop on sparkle

Kreativität erfordert Kampf

Allerdings habe ich oft gesehen, dass das nicht stimmt: Warum war ich zum Beispiel im Modestudium ausgerechnet kurz vor den Deadlines „kreativer“ als sonst? Ich denke, es lag daran, dass ich gezwungen war, mich tatsächlich hinzusetzen und die Aufgaben konzentriert anzugehen. Wegen der Deadline hatte ich gar nicht die Option, auf eine Inspirationswolke zu warten. Ich musste mich an die Arbeit machen, kämpfen – und der Inspiration hinterherrennen.

Und man kriegt sie dann auch irgendwann, manchmal früher, manchmal später. „Kreativität erfordert Kampf, Tun, Gewohnheit, Übung und nie aufzugeben”, schreibt Fotograf Chris Orwig in seinem Buch “The Creative Fight” .

Und es kommt vor, dass das Ergebnis nicht großartig ist. Aber meinen Teil, das was ich konnte, abgeliefert zu haben, ist das was zählt.  Ich habe meinen Termin eingehalten. Wenn ich auf diesem Weg bleibe und weiter daran arbeite, anstatt auf einen kreativen Geistesblitz zu warten, dann wird  irgendwann auch mal etwas richtig Gutes dabei rauskommen.  

5 steps to super-resilience

5 steps to more resilience

5 Steps to more resilience

A few weeks ago, I have interviewed two specialist resilience coaches, Monica Fiel and Ursula Walther, for an article about how to become more resilient (in case you can understand German, you can read it here: http://www.geamagazines.reader.e-pages.pub/geamagazines/97/20 )

Both coaches are experts in how to become super-resilient. Resilience means not just to overcome difficulties but to become better as a person by doing so. Turning a minus into a plus. So here I wanna share with you what I`ve learned and suggest 5 practical tipps for more resilience:

1. Accept...

sketch of upset girl

Unfortunately, the first point is the most difficult – well at least I find it the most difficult. In professional matters it`s kind of ok for me, to accept an unpleasant situation, but when it comes to private matters: super difficult. Even though it makes so much sense: Being annoyed doesn`t help at all. It just takes our energy and kills our nerves. And most of all: If the head is occupied with being annoyed and worried, how can it focus on a solution? Monica Fiel says, even super resilient people can`t always see the bright side straight away either. But “after the first shock, they say: ,Well, that`s how it is.’ And: “Could there be a chance for change?’ So it`s not so much about never ever being annoyed at all, but more about limiting the time spent with annoying to the very minimum. And then accept the situation asap. What helps me there a bit, is believing in God and thinking, that everything happens for a reason, even though I might not see it at the very moment.

sketch of upset girl
sketch of a girl who has an idea

2. Focus on the solution

(not the problem)

Instead of spending our time with thinking how annoyed we are, or – very unproductive – looking for people to blame, we`d rather distract our mind with asking ourselves: What can I actually DO? Here is an exercise that Monica Fiel suggests: Note everything about your problem, that you cannot change, and circle it. In another circle write everything down, that you can influence. What are the aspects, that you can actually change or influence? What are you focussing on? Where are you investing energy? Perhaps we can’t find THE solution straight away, but as long as you look out for possibilities and options, we should be on the right track. And we don`t obsess over the problem (Everything goes wrong) but the solution (What can I do, that things work out better?). Besides: It’s best to do that, before your anger or worry has had a chance to build itself up sky-high…

3. Praise yourself

sketch of a girl writing in her notebook

Coaches generally recommend to remember your successes. Obviously to realise: I’ ve overcome so much already, so I’ m gonna make this, too. Personally, I tend to remember all the shit that happened, rather than the successes. Therefore the coaches recommend to make a note of every success of the day each night before sleeping. Not only is this supposed to help us remembering, but we would also pay more attention to our successes (because we wanna make a note in our book later..) And the more we start to see and focus on our successes the more successful we feel and (therefore) the more success we will attract and so on (that mind over matter loop…)

sketch of a girl writing in her notebook
sketch of a girl on the phone and smiling

4. Ask for help

sketch of a girl on the phone and smiling

We don`t have to manage everything on our own. “Resilient people know their boundaries and they know, in what areas they need help”, said Ursula Walther in the interview. And resilient people aren`t shy to ask for help either! I think, friends and a network are soo important, as well because we simply feel stronger and better knowing that there are people having our back.

5. Look after yourself

“How will I have energy for challenges, when I eat crap, don`t relax and don`t sleep enough?”, says Ursula Walter. Makes sense, of course, but we tend to forget.  A little bit of sports, bit  of yoga, or whatever makes you feel good, happy moments – they re not just pleasures, they make us more resilient, too.

sketch of a girl sleeping on clouds
sketch of a girl sleeping on clouds

So that was the 5-step-strategy to be invincible. To me, listing the five for this post was actually quite helpful. Because I know these days all too well: Nothing works out like it should. I remember being an employee can be so tough at times, especially when having horrible managers. Or when a problem at work keeps saying “Hi again” each morning. But as a freelancer, it`s not all easy-peasy either: I`m constantly counting, whether I`ve got enough money and jobs for the month. And as I have to connect with people all the time to get to new jobs, I hear a lot of “Nos” – or actually most of the time I don`t hear anything back at all. So there`s always something in life, that sucks isn`t it? ; )  I`ll defintely try and apply the steps above. 

I`m genuinely interested, in what you think about the whole matter and whether you`ve got your own strategies and ways to stay strong… Anyway, feel free to comment on my Instagram – I`m looking forward to hearing from you!

Oh, and in case you want to look up the websites of the coaches – here they are:  http://www.unternehmenswichtig.de (Ursula Walther) and https://mfielconsulting.com/ (Monica Fiel).

5 Schritte zu mehr Widerstandskraft

5 Tipps für mehr Widerstandskraft

(Oder: Wie man sich nicht unterkriegen lässt)

Vor ein paar Wochen habe ich zwei „Resilienz-Trainer“, Monica Fiel und Ursula Walther, für einen Magazin-Artikel interviewt. (Den ganzen Artikel gibt´s hier: www.geamagazines.reader.e-pages.pub/geamagazines/97/20

Die zwei sind Experten darin, wie man super-resilient wird. Resilient sein, heißt: Krisen erstens gut zu überstehen und zweitens auch noch für sich zu nutzen! Aus einem Minus ein Plus machen. Hier will ich euch 5 Schritte für mehr Resilienz empfehlen:

1. Akzeptieren...

sketch of upset girl

Leider ist der erste Punkt gleich mal der Allerschwierigste, finde ich zumindest. Bei beruflichen Angelegenheiten fällt es mir noch leichter, eine ungemütliche Situation zu akzeptieren, aber bei privaten Dingen: sehr schwierig. Dabei ist es doch wirklich logisch: Ärgern bringt nichts. Raubt uns nur unsere Nerven und Energie. Und vor allem: Wenn der Kopf mit Ärgern und Sorgen beschäftigt ist, kann er sich nicht auf einen Lösungsplan konzentrieren.

Monica Fiel sagt, auch superresiliente Menschen können nicht alles gleich positiv sehen. Aber „nach dem ersten Schreck sagen sie: ‚Jetzt ist es so.‘ Und: ‚Liegt da vielleicht eine Chance zur Veränderung?‘” Es geht also nicht so sehr darum, sich nie aufzuregen, sondern eher darum, die Zeit, die man mit Ärgern verbringt, möglichst kurz zu halten und die Situation dann so schnell wie möglich anzunehmen. Was mir da ein bisschen hilft, ist, dass ich an Gott glaube und dann denke, dass alles seinen Sinn hat, auch wenn ich den jetzt noch nicht sehen kann.

sketch of upset girl
sketch of a girl who has an idea

2. Konzentrier dich auf die Lösung

(nicht das Problem)

Statt unsere Zeit also mit Ärgern oder -auch unproduktiv – der Suche nach Schuldigen zu verbringen, sollten wir uns lieber mit der Frage ablenken „Was kann ich tun?“ Eine praktische Übung, die Monica Fiel dazu empfiehlt, ist sich alles an der Situation, was man nicht beeinflussen kann in einen Kreis zu schreiben und dann alles, auf das man Einfluss hat, in einen anderen Kreis.

Vielleicht kommen wir nicht gleich auf DIE Lösung für unser Problem, aber solange wir Möglichkeiten suchen und finden, wie wir die Situation verbessern können, sind wir auf einem guten Weg. Und wir beschäftigen uns nicht mehr mit dem Problem („Alles läuft schief“), sondern mit der Lösung („Was kann ich tun, damit es besser läuft?“) Übrigens ist es am besten, das zu machen, bevor unsere Wut, Enttäuschung oder Sorgen die Chance hatten, sich total hochzusteigern.

3. Eigenlob

sketch of a girl writing in her notebook

Generell empfehlen die Coaches, sich an Erfolgserlebnisse zu erinnern. Nach dem Motto: Ich habe schon so viel geschafft, dann schaffe ich auch das. Bei mir ist es so, dass ich mich generell eher an blöde Erlebnisse erinnere, als an meine Erfolge. Da raten die Coaches, sich seine Erfolge am Ende des Tages kurz in ein Notizbuch zu schreiben. 

Nicht nur, dass es im Bedarfsfall Erinnerungsstütze ist: Wenn man sich diese Aufgabe stellt, achtet man jeden Tag gezielt auf Erfolgsmomente, weil man ja abends was ins Heft schreiben will. Und wenn man mehr darauf achtet, fühlt man sich generell erfolgreicher und zieht dann (deswegen) wiederum mehr Erfolge an und, und, und… (dieser Mind-over-Matter-Kreislauf) 

sketch of a girl writing in her notebook
sketch of a girl on the phone and smiling

4. Nach Hilfe fragen

sketch of a girl on the phone and smiling

Wir müssen nicht alles allein schaffen. „Resiliente Menschen wissen, wo ihre Grenzen sind und wo sie Hilfe brauchen“, hat mir Ursula Walther erklärt. Und sie fragen dann eben auch um Hilfe! Ich denke, Freunde und Bekannte sind sooo wichtig, auch deswegen, weil man sich einfach stärker und besser fühlt, wenn man ein gutes Netz um sich herum hat. 

5. Gut auf sich aufpassen

„Wie soll ich Energie für Herausforderungen haben, wenn ich schlecht esse, mich nicht gut erhole und nicht genügend schlafe?“, sagt Ursula Walther im Interview. So logisch, aber wir vergessen das oft. Bisschen Sport, bisschen Yoga, bisschen sich`s nett machen und all die Sachen – tun uns nicht nur gut, sondern machen uns auch resilienter.

sketch of a girl sleeping on clouds
sketch of a girl sleeping on clouds

Das waren also die 5 Tipps für mehr Resilienz, Für mich war das Aufschreiben der Schritte für diesen Blog schon ganz hilfreich. Denn ich kenne diese Tage nur zu gut: Nix läuft wie´s soll.  Ich weiß von meiner Zeit als Angestellte, man muss da manchmal schon viel schlucken, vor allem wenn man Vorgesetzte hat, die charakterlich nicht so nett sind. Oder ein Problem bei der Arbeit sagt jeden Tag auf`s Neue Hallo. (Gerade denke ich an so ein Comedy-Lied, das meine Mutter immer gesungen hat, als ich klein war: „Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon wieder da!“  :–) Aber als Freiberufler ist auch nicht alles easy-peasy: Ich muss ständig rechnen, ob ich diesen Monat genügend Geld und Aufträge habe. Und weil ich dauernd Leute ansprechen muss, um an neue Aufträge zu kommen, höre ich viele „Neins“ (oder meistens bekomme ich auch einfach gar keine Antwort..) Also eigentlich gibt’s doch immer irgendwas zu meckern, oder? ;–) 

Ich bin sehr gespannt, was ihr über diese Tipps denkt und ob ihr eure eigenen Strategien und Wege habt. 

Oh, und falls ihr euch die Webseiten der Coaches anschauen möchtet – hier sind sie: http://www.unternehmenswichtig.de (Ursula Walther) and https://mfielconsulting.com/ (Monica Fiel).

Travel lightly

Travel lightly

Here’s a mini-story for everyone and especially for those who are moving house (or room), for those who feel that they don’t have enough space or too much stuff or for those who want more:

There was a pilgrim staying overnight in some guys home. The pilgrim had a look about and asked the guy: “Where are all your things?” The guy replied: “Where are all YOUR things?” The pilgrim was surprised by this question and said: “But I’m travelling and only passing through.” The guy smiled: “But I’m only passing through, too.”

...only passing through

I’ ve read this story on a postcard a while ago and I keep trying to remind myself: We’re all just passing through on this earth with our little lifes. It’s not what we’re having that matters. In fact the less things we have gathered the more freedom we have .  Give stuff away and consider well when buying things – travel lightly.

Hier ist eine Mini-Geschichte für alle – und vor allem für diejenigen, die gerade umziehen und diejenigen, die finden, dass sie zu wenig Platz haben oder zu viele Sachen haben – und für die, die noch mehr haben wollen:

In der Geschichte übernachtet ein Pilgerer bei jemandem. Er schaut sich verwundert bei seinem Gastgeber um und fragt: ,,Wo sind alle deine Sachen?”. Der Mann fragt zurück: ,,Wo sind denn alle DEINE Sachen?” Der Pilgerer ist jetzt völlig verwirrt und antwortet: ,,Na, ich bin doch nur auf der Durchreise.” Der Mann grinst und sagt: ,,Ich bin auch nur auf der Durchreise.”

...nur auf der Durchreise

Ich habe diese Geschichte vor einer Weile auf einer Postkarte gelesen und versuche mich oft daran zu erinnern:  Wir sind alle nur auf der Durchreise auf dieser Erde mit unseren kleinen Leben. Was wir haben, ist nicht worauf es ankommt. Tatsächlich ist es so: Je weniger Sachen wir besitzen, desto freier sind wir.  Sachen weggeben und genau zu überlegen bevor man was Neues kauft, heißt, mit leichtem Gepäck zu reisen.

Festival Attitude

Festival Attitude

So that was Glastonbury the legendary festival in Somerset. Arriving there is a bit like in a fantasy film – the flying hero passes miles and miles of woodland or jungle or whatever emptiness and all of a sudden a new world (for example some kingdom of a white witch) opens up in front of him. In the middle of nowhere rises a massive town of tents and a town centre of stalls and music stages for five days.

Yes, there’s plenty of music and big stars live on stage, which is great, but there’s much more to it: Wherever you look there s love to detail – even the bins are painted in bright colours – and people are smiley and friendly. Everyone is out to make the world – or at least this little part of world – a peaceful happy-place and puts its visitors in a fairytale-mood of no worries. Except maybe finding the way back to the tent after being out and about in the lights of the festival may cause some worry. People are painting their faces and beards with glitter, sticking feathers and flowers in their hair and dress up in shiny colours.

Have love for details

This year Labour politician Jeremy Corbyn was one of the rock stars on stage – not singing though but talking about his vision of a more social society. “Leave no trace” teach the festival organisers regarding the amount of rubbish left behind after such a massive event. Be responsible and think of the environment around you. Have love to detail. “Understand the power we’ve got, to achieve that decent, better society, where everyone matters”, says Corbyn. It starts with the little things like walking to the bin with that empty cup. Or smile and be friendly. Taking a bit of the  festival spirit in our everyday lives could make each day a bit more fairytale-like.

Das war also Glastonbury, das legendäre Festival in Somerset. Anzukommen ist ein bisschen wie in einem Fantasie-Film: der Held überfliegt kilometerweit Wälder, Dschungel und unbegehbares Land und auf einmal eröffnet sich vor ihm eine neue Welt (so etwas wie ein Königreich einer Weißen Hexe). Im Fall Glastonbury entsteht inmitten von Feldern und Landschaft für fünf Tage eine riesige Stadt aus Zelten mit Marktständen und Musikbühnen in deren Zentrum. 

Klar gibt es viel Musik und große Stars treten live auf, was super ist, aber das Festival ist noch viel mehr als das: Wo auch immer man hinschaut, man muss staunen. Und überall steckt Liebe bis ins Detail – sogar die Mülleimer sind in bunten Farben bemalt. Jeder versucht hier, die Welt – oder zumindest dieses kleine Stück Welt – zu einem friedlichen Glücksort zu machen. Wer hier herkommt ist schnell von der Glastonbury-Märchenwelt eingenommen und die einzige Sorge dürfte sein, zurück zum Zelt zu finden, wenn man spät nachts aus der bunten Lichterwelt kommt. Leute machen sich Glitzer ins Gesicht und auf den Bart, Federn und Blumen ins Haar und ziehen sich wild und bunt an.

Hab Liebe zum Detail

Dieses Jahr war der linksorientierte Politiker Jeremy Corbyn einer der Rockstars auf der Bühne – nicht um zu Singen sondern um von seiner Vision von einer sozialeren und gerechteren Gesellschaft zu sprechen.  ,,Hinterlasse keine Spur” sagen die Festival-Organisatoren mit Blick auf den Müll nach so einer großen Veranstaltung. Handle verantwortlich und denke an deine Umgebung. Hab Liebe für’s Detail. ,,Sei dir im Klaren über die Macht, die du hast, um diese faire, bessere Gesellschaft, in der jeder einzelne zählt, Wirklichkeit werden zu lassen.” sagt Corbyn frei übersetzt. Das fängt bei den kleinen Dingen an, wie etwa den leeren Becher zum Mülleimer zu bringen oder zu lächeln und freundlich zu sein. Wenn wir es schaffen, ein bisschen Festival-Stimmung in unseren Alltag mitzunehmen, könnten wir aus jedem Tag ein bisschen mehr Märchen machen.