The Ordinary

Lately I`m reading a novel with the two main characters having a sabbatical travelling and exploring and I’m feeling such a wanderlust. It`s like a craving, like thirst, just somewhere more towards the chest and stomach area. Somehow, I kind of like this kind of intense aching for something, but often it gives me some “fomo” (= fear of missing out;-)

Detail of T-Shirt in mirror

Typical Everyday

 

I`ve also recently started organizing my Lightroom-chaos and while sorting through my old photographs, I `ve found something interesting: it`s often the pictures of the ordinary that I`m most happy about. Of course, there are shitloads of holiday pictures and I love them, too, but the most precious are those photographs of everyday stuff. Those that are characteristic for a certain period of my life. And that document something I don`t regularly do anymore because times have changed.

two razors in bathroom

The clothes I used to wear or what I used to eat or what habits I used to have. The regular Supermarket visits with my friends on the way home after a uni day, my grans’ glasses next to her sewing machine, the legwarmers and tennis skirt combo I loved to wear, travelling home from work, regular coffee shop, yoga studio, the evening sun in the kitchen, watering plants, going church, walking the dog round the block, wearing my favourite pullover,…

Time capsules

Pictures of these everyday things are little time capsules. When being disheartened about a very ordinary day, I want to remind myself: What is normal for me now might not be part of my life any more one day. I might move house, friends might move, I might work differently, my taste might change or my habits. One day I might think: “I wish I had appreciated these things more when I still had the chance.”

While I still have my longing for something different inside me, I do want to document and not miss the everyday of my life as it is now. And remind me that where I am at the moment is some sort of beauty, too.

Gerade lese ich ein Buch, in dem die beiden Hauptpersonen ein Jahr Pause von ihrem Alltag machen und jeweils auf Entdeckungsreisen gehen. Und ich bekomme riesiges Fernweh, das sich wie Durst anfühlt, nur eher in Brust- und Magengegend. Irgendwie mag ich dieses Sehnsuchtsgefühl einerseits, aber oft macht es mir auch „fomo“, „fear of missing out“, also die Angst, etwas zu verpassen.

glasses on table

Typisch Alltag

Auch habe ich vor ein paar Tagen endlich mal damit angefangen, mein Lightroom-Chaos aufzuräumen und als ich meine alten Fotos sortiert habe, habe ich etwas Interessantes bemerkt: oft freue ich mich am meisten über die Fotos von ganz gewöhnlichen Momenten. Natürlich habe ich auch ganz viele Urlaubsbilder und ich liebe die auch. Aber am wertvollsten sind mir die Bilder von alltäglichen Dingen. Solche, die typisch sind für eine Zeit in meinem Leben und die jetzt nicht mehr zu meinem Alltag gehören, weil sich die Zeit einfach geändert hat.

details of two persons

Die Kleider, die ich anhatte, was ich gegessen habe oder welche Gewohnheiten ich hatte. Die regelmäßigen Supermarkt-Abstecher mit meinen Freundinnen auf dem Nachhauseweg von der Hochschule, die Brille meiner Oma neben ihrer Nähmaschine, die Stulpen – Tennisröckchen- Komi, die ich geliebt habe, zur Arbeit pendeln, Stammcafé, Yogastudio, die Nachmittagssonne in der Küche, Blumen gießen, Kirche gehen, Hundespaziergang um den Block, meinen Lieblingspulli anhaben,…

Zeitkapseln

Bilder von diesen alltäglichen Sachen sind wie kleine Zeitkapseln. Wenn ich genervt von einem allzu gewöhnlichen Tag bin, will ich mich daran erinnern: Was jetzt für mich normal ist, wird vielleicht mal nicht mehr Teil meines Lebens sein. Kann sein, dass ich umziehe, dass Freunde wegziehen, dass ich anders arbeite, dass sich mein Geschmack oder meine Gewohnheiten ändern. Eines Tages werde ich denken: „Ich wünschte, ich hätte diese Dinge mehr geschätzt, als ich noch die Möglichkeit dazu hatte.“  

Ich habe nach wie vor Fernweh in mir, aber ich will auch dokumentieren – und nicht verpassen – was gerade in meinem alltäglichen Leben vor sich geht. Mich erinnern, dass da wo ich gerade bin auch eine Art von Schönheit zu finden ist.

One Reply to “The Ordinary”

Leave a Comment

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Share
error: Content is protected