Celebrate

kids jumping celebrate

•°• ᶜᴱᴸᴱᴮᴿᴬᵀᴱ •°
Celebrations are a great opportunity to have your personal photo story created: a photo book about you and your guests of the day – or wall art that tells your beautiful story. Everyone is dressed nicely, balloons are hanging in the trees, there’s music playing, kids running about, laughter everywhere – just great for making memories.
But you don’t necessarily need to wait for someone’s birthday to come up in order to celebrate
🎉 Make up an occasion (summer is always a good reason to celebrate..) and invite the people who you want to be in your photo story 🙃 Fetch some balloons, drinks and a cake – and enjoy the celebration 📸🎉°•

Eine Feier ist eine super Gelegenheit um deine persönliche Fotostory fotografieren zu lassen: ein Fotobuch mit dir und deinen Gästen des Tages – oder Wandkunst mit deiner Fotostory.
Alle sind hübsch gekleidet, Luftballons hängen in den Bäumen, Musik spielt und Kinder rennen herum, überall Lachen – einfach ideal um schöne Erinnerungen festzuhalten. Du brauchst allerdings nicht darauf zu warten, dass mal jemand Geburtstag hat um zu feiern: Erfinde einfach einen Anlass (Sommer ist immer ein Grund zu feiern..) und lade dir die Leute ein, die du gern in deiner Fotostory haben möchtest
🙃 Besorge dir Luftballons, Getränke und einen Kuchen – und genieß die Feier 📸🎉

 •°☆•

Your genuine smile Pt.1

authentic smile of a girl

Your genuine smile (Part 1)

“Because of your smile, you make life more beautiful.”

( by Thich Nhat Hanh )

We all have been in this situation: We feel the camera pointed at us, and we try to control our smiles. As a result, our face muscles start to feel tense.

When being photographed, don`t be afraid to smile wholeheartedly and openly. With openly, I don`t mean that you necessarily need to show your teeth – smile how you want to smile – but I mean that you can open up and be “real”. Don`t try to hide behind a fake smile. Think of the camera as a friend that enjoys seeing the real you. Also, be curious: You might learn something interesting about yourself, too, when you see the images later.

The trickiest thing about smiling for a photograph is that we tend to worry about how we look. And worry and smiling don`t go well together. So let`s tackle these worries in order to free up our smiles!

A smile makes people happy

Firstly, we may worry about the judgment of other people. But think about your own reaction to people with an honest and relaxed smile: It makes us, as the viewer, feel relaxed and happy, too. Isn`t it, that when we see someone smiling, be it in a picture or in our everyday life, it influences our own mood? Smiling is contagious. Noone with a heart is going to start judging a person’s flaws when that person is genuinely smiling. Because a genuine, authentic smile is overpowering any imperfections.

Therefore, there`s no need to worry about people thinking anything unfriendly about you when you are smiling genuinely.

Get used to yourself

Secondly, we may be worried about judging ourselves when we see the photograph later. And I think this is the real challenge to tackle. We can be so hard on ourselves and tend to forget about the fact that God equipped us with such great blessings: Eyes to see our surroundings in our very unique way. A nose to breathe in the scent of the summer. A mouth to spread compliments and happiness – and to encourage others with our smile. Every part of our body has an important purpose and wants to be appreciated for it.

Kindness starts with having a kind look at ourselves. Seeing ourselves with friendly forgiving eyes can be practiced. By the way, it`s also a good practice to not take ourselves too seriously.  The more often we see ourselves in photographs the easier it gets and the more familiar we become with how we look in pictures. When you look at a photograph of yours and notice that you are becoming judgemental and that you start to talk yourself down, tell yourself to stop and instead look at yourself with the interested eyes of an explorer: Every photograph of us teaches us something about ourselves. Perhaps, that you`ve got the same way of standing as your mom, or your nose looks similar to your granddads’. 

We have this one body and this one unique face in this one life, and we can use photographs as our teachers to practice appreciating it.

Dein authentisches Lachen (Teil 1)

“Weil du lachst machst du das Leben schöner.”

(von Thich Nhat Hanh).

Wir alle waren in dieser Situation: Wir bemerken, dass die Kamera auf uns gerichtet ist, und auf einmal versuchen wir, unser Lachen zu kontrollieren. Als Folge davon beginnen sich unsere Gesichtsmuskeln zu verspannen.

Wenn du fotografiert wirst, hab keine Angst, offen und aus vollem Herzen zu lachen. Mit offen meine ich nicht, dass du unbedingt deine Zähne zeigen musst – lach so wie du magst – sondern ich meine damit, dass du dich öffnen und „echt“ sein kannst. Versuch nicht, dich zu verstecken. Denk dir die Kamera als deine Freundin, die es mag, dein echtes Du zu sehen. Und sei neugierig: Du könntest auch etwas Interessantes über dich selbst erfahren.

Mach dir keine Gedanken, was andere denken könnten

Die größte Schwierigkeit, wenn es darum geht, für die Kamera zu Lachen, ist, dass wir uns darüber Gedanken machen, wie wir wohl aussehen. Und sich Gedanken machen und gleichzeitig zu lachen ist nicht so einfach. Lass uns also diese Gedanken mal genau anschauen, damit wir unser Lachen davon befreien können!

Zum einen sorgen wir uns vielleicht darum, wie andere uns auf den Fotos bewerten. Aber denk mal an deine eigene Reaktion, wenn Leute ehrlich und entspannt lachen: Das macht uns, als den Betrachter, auch entspannt und gut gelaunt. Wenn wir jemanden lachen sehen, sei es auf einem Bild oder im Alltag, dann beeinflusst das doch auch unsere eigene Stimmung zum Positiven. Lachen steckt an. Kein Mensch mit Herz wird anfangen, mögliche Makel einer Person zu bewerten, wenn diese Person ihn offen und ehrlich anlacht. Weil ein echtes, authentisches Lachen alles andere überstrahlt.

Mach dir also keine Sorgen, dass andere Leute unfreundliche Sachen über dich denken könnten, wenn du authentisch lachst.

Gewöhne dich an dich selbst

Die andere Herausforderung könnte sein, dass wir uns über unsere eigene Reaktion auf unser Foto sorgen. Dass wir uns selbst unfreundlich bewerten könnten, wenn wir das Foto später sehen. Und ich denke, das ist hier die eigentliche Herausforderung. Wir können so hart zu uns sein und vergessen oft, dass Gott uns mit so vielem gesegnet hat: Augen, um unsere Umgebung mit unserem ganz einzigartigen Blick zu sehen. Eine Nase, um den Sommerduft zu riechen. Einen Mund, damit wir Komplimente und Freude verteilen können – und damit wir andere mit unserem Lachen anstecken können. Jedes Teil unseres Körpers erfüllt eine wichtige Aufgabe und will dafür gemocht und geschätzt werden.

Freundlichkeit beginnt damit, dass wir einen freundlichen Blick auf uns selbst haben. Dieser freundliche und nachsichtige Blick auf uns selbst kann geübt werden. Es ist übrigens auch eine gute Übung, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Je öfter wir uns auf Fotos sehen, desto einfacher wird es und desto vertrauter werden wir damit, wie wir auf Fotos aussehen. Wenn du ein Foto von dir anschaust und bemerkst, dass du beginnst dich zu bewerten und dich schlecht zu machen, dann sag zu dir „STOPP!“ und schau dich stattdessen mit den Augen eines Entdeckers an: Jedes Foto erzählt uns etwas über uns selbst. Vielleicht hast du die gleiche Art zu stehen, wie deine Mama, vielleicht sieht deine Nase ähnlich aus wie die deines Opas.

Wir haben diesen einen Körper und dieses eine, einzigartige Gesicht in diesem einen Leben – und mit Fotos können wir üben, das zu schätzen.

A bittersweet state of mind

bittersweet mood portrait of young woman

•°☆• “Bittersweetness is a tendency to states of longing, poignancy, and sorrow; an acute awareness of passing time; and a curiously piercing joy at the beauty of the world. It recognizes that light and dark, birth and death —bitter and sweet—are forever paired.

If you’ve ever wondered why you like sad music . . .

If you find comfort or inspiration in a rainy day . . .

If you react intensely to music, art, nature, and beauty . . .

Then you probably identify with the bittersweet state of mind.” – Susan Cain in ‘Bittersweet: How Sorrow and Longing make us whole’

Loving this description of one of my favourite feelings in this world. A bittersweet state of mind is both a bit painful and delicate. The more intense it is the more creative I am. Also, my favourite photographs contain an air of bittersweetness…

How about you- do you feel this too and do you enjoy it? °•☆•

°•☆•

fashion portrait

°•☆• Bittersüß zu fühlen heißt, eine Tendenz zu Zuständen des Sehnens, der Melancholie und der Traurigkeit; ein intensives Bewusstsein der vergehenden Zeit, eine merkwürdig durchdringende Freude an der Schönheit der Welt. In diesem Zustand erkennt man wie Licht und Dunkelheit, Geburt und Tod – bitter und süß – immer miteinander verbunden sind.

Wenn du dich je gefragt hast, warum du traurige Musik magst…

Wenn dir ein regnerischer Tag Trost oder Inspiration gibt…

Wenn du stark auf Musik, Kunst, Natur und Schönheit reagierst…

Dann kannst du dich vermutlich mit dem Seelenzustand des Bittersüßen identifizieren. – Susan Cain in ‘Bittersweet: How Sorrow and Longing make us whole’ (frei übersetzt)

Wie schön ist diese Beschreibung eines meiner liebsten Gefühle dieser Welt. Ein bittersüßer Seelenzustand ist gleichzeitig schmerzhaft und herrlich. Je intensiver das Gefühl desto kreativer bin ich. Und die Fotografien, die ich am liebsten mag, haben alle die Gemeinsamkeit eines bittersüßen Flairs.

Wie geht`s dir damit? Kennst du dieses Gefühl und genießt du es genauso wie ich? °•☆•

Business Cinema

•°☆• A different kind of Business Portrait.. ✨
The magic of being in a new place for the first time.. for those who work in this place it may be nothing special but for me , looking through the images later, it was cinema. ☺️ °•☆•

Decide not to give up

eagles reutlingen

°•• Waited for a good spot in my Insta feed to place these images of the American Football players “Eagles Reutlingen”. Typed “sports quote” into Google for some caption and found such a good line: It not only goes for sportspeople but for anyone. Here is it: “ᴺᴱᵛᴱᴿ ᴳᴵᵛᴱ ᵁᴾ! ᶠᴬᴵᴸᵁᴿᴱ ᴬᴺᴰ ᴿᴱᴶᴱᶜᵀᴵᴼᴺ ᴬᴿᴱ ᴼᴺᴸᵞ ᵀᴴᴱ ᶠᴵᴿˢᵀ ˢᵀᴱᴾ ᵀᴼ ˢᵁᶜᶜᴱᴱᴰᴵᴺᴳ.” (- ᴶᴵᴹ ᵛᴬᴸᵛᴬᴺᴼ)

For me having decided ahead of time not to give up on “making it” as a photographer has been super valuable. I used to have doubts when being confronted with failure, and now I don’t. Because I have already decided that I won’t give up. And because I know it’s just normal to experience rejection or failure at times – it happens to anyone on the way to success. How else are we supposed to learn and become better? I’ve heard and read so often that having faith and refusing to give up is one of the major keys to success. I mean, otherwise, there wouldn’t be so many sayings and quotes of successful peops about the matter after all.

If you have set your heart on something – be it in sports, a career, or a personal goal – don’t allow yourself to become discouraged but decide ahead of time that you will keep going, keep believing, and that you will not give up! ☺️💛✌️ °•☆•

Photographs and time

Spring story_Nadine Wilmanns London- scene in victoria park

It is all there now

“Look, last week this tree was pink and now it`s basically green”, said Annie and took a sip from the hospital coffee she brought for her and her sister to the park. “Hmm”, Emily looked up. “You know, I was so busy working on this book project that I haven`t even noticed Kevin looking sickly”, she said. “I certainly haven`t noticed the state of this tree.”

She felt the familiar sting of guilt in her stomach. “Look at me, Emily”, her sister urged her. “Our brother is gonna be fine, the doctor said so – so stop beating yourself up about it.” 

“I know. It`s just that I hardly took the time to chat with him for longer than five minutes in the last few weeks. I kept thinking: once I`ve finished renovating the house, we can go on that trip to the seaside.  And then the opportunity with the book came along and I thought once I`ve finished the book project…”

“Well, how is it going? Are you making progress?”

“Some days more, and some days feel like I want to throw it all into the bin… I`m not sure if I can even finish it now.”

“You will, Emily, I`m certain of it. But you need to notice the colours of trees and stuff in order to enjoy the process if you know what I mean. Kevin will be as good as new in a couple of weeks and we can take that trip together. You might need to ask for a later deadline, but honestly: Would that be that bad?”

Emily took a deep breath. It would probably not be much of a problem to move her deadline. She grabbed her phone and took a photo of the branches full off green and bits of pink above her head. “Thanks”, she said to her sister. “I will remember that.” Kevin would be ok and her book would be finished a little late. Today, she wouldn`t waste on sleepwalking being busy. She would taste that coffee properly, she would spend time reading stories to her brother,  she would fetch some flowers on the way home. The summer is going to be hers.

Time today

How often do we think things like: once I have worked off my current workload I will take time for myself, once I`m slim I will be able to enjoy myself, once I`ve got holidays I will spend more time with my family;… Once xyz happens I will do what I actually wish to do. How often have we carelessly allowed time to slip through our hands this way? Waiting for a better tomorrow instead of making an effort to see what is there now… I know for myself: too often.  

Have a relaxed look around you and take a deep breath. IT IS ALL THERE NOW ALREADY! This is what I want my pictures to be about: Make myself and whoever looks at them appreciate what is there today. Even though it`s not perfect, it may be even far from it. But our most valuable asset in life is time, now.

One good day at a time

I love what Max Lucado writes in his book “Live loved”:

“Rejoice IN this day? God invites us to. As Paul rejoiced IN prison; David wrote psalms IN the wilderness; (…) Imagine the difference (…) Suppose neck-deep in a terrible … day you resolve to give it a chance. (…) You trust more. Stress less. Amplify gratitude. Mute grumbling. (…) Before long the day is done and it went surprisingly decent. So decent, in fact, that you resolve to give the next day the same fighting chance. (…) Days become a week. Weeks become months. (…) In such a fashion good lives are built. One good day at a time.”

Photographs and Time

Having a habit of thinking ‘Once xyz happens I will do what I want to do’ can be dangerous, because we might actually miss our own life. Photographs are the best reminders of this fact that I can think of. They remind us of the preciousness of time and of each day. When I look at my photographs – be it of a day in my twenties or of last week – I instantly become more aware of everything that`s around me now. And more grateful for what is here already.

Life can be tough but please let`s not hustle away our lives without noticing how the trees change from pink to green, the new smell in the air when summer is approaching, noticing how the light starts to fade later and later, and the subtle goodbye of this spring.

Jetzt ist alles da

“Schau mal, noch letzte Woche war dieser Baum rosa und jetzt ist er praktisch grün”, sagte Annie und trank einen Schluck von dem Krankenhauskaffee, den sie ihr und ihrer Schwester geholt hat. “Hmm”- Emily schaute nach oben. “Weißt du, ich war so damit beschäftigt, an meinem Buchprojekt zu arbeiten, dass ich nicht mal bemerkt habe, dass Kevin kränklich aussieht”, sagte sie. “Wie soll ich da bemerkt haben, wie dieser Baum aussieht…”

Sie fühlte einen Stich in ihrem Magen und das altbekannte Schuldgefühl. 

“Schau mich an, Emily”, drängte ihre Schwester. “Unser Bruder wird wieder gesund, der Arzt hat`s doch gesagt – also hör auf, dich damit zu quälen.”

“Ich weiß. Es ist nur so, dass ich mir in den letzten Wochen kaum mal fünf Minuten Zeit für ihn genommen habe. Ich habe gedacht: Wenn ich erstmal das Haus fertig renoviert habe, dann können wir den Ausflug ans Meer machen. Und dann kam die Gelegenheit mit dem Buch und ich dachte: Wenn ich erstmal das Buchprojekt beendet habe….”

“Wie läuft`s denn damit? Kommst du voran?”

“An manchen Tagen mehr und an manchen Tagen will ich alles in die Tonne schmeißen… Und jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich es überhaupt fertig kriege.”

“Das wirst du, Emily, da bin ich mir ganz sicher! Aber du darfst nicht vergessen, die Farben der Bäume zu bemerken, um den Prozess genießen zu können – wenn du verstehst was ich meine? Kevin wird in ein paar Wochen wie neu sein und wir können den Ausflug zusammen machen. Kann sein, dass du darum bitten musst, deine Deadline etwas nach hinten zu schieben – wäre das denn so schlimm?”

Emily atmet tief durch. Es wäre vermutlich kein großes Problem, die Deadline zu schieben. Sie fischt ihr Handy aus der Tasche und macht ein Foto von den Ästen über ihr, voller grün und etwas pink.

“Danke” – sie lehnt sich an ihre Schwester. “Daran werde ich mich erinnern.” 

Kevin wird ok sein und ihr Buch wird etwas später fertig werden. Heute wird sie nicht den Tag damit vergeuden, im Busy-Modus schlafzuwandeln. Sie wird den Kaffee richtig schmecken, sie wird Zeit damit verbringen, ihrem Bruder Geschichten vorzulesen und sie wird ein paar Blumen auf dem Weg nach Hause mitnehmen. Der Sommer wird ihr gehören. 

Zeit... heute

Wie oft denken wir Sachen wie: Wenn ich erst mal meine To-Dos abgearbeitet habe, werde ich mir mehr Zeit für mich nehmen, wenn ich erst mal schlank bin, dann werde ich Spaß haben, wenn ich Urlaub habe, dann werde ich Zeit für meine Familie haben…  Wenn xyz passiert, dann werde ich tun, was ich eigenltlich tun will. Wie viel wertvolle Zeit haben wir uns dadurch schon durch die Lappen gehen lassen?  Dadurch, dass wir auf ein besseres Morgen warten anstatt uns zu bemühen das zu sehen, was jetzt schon da ist. Ich weiß für mich selber: zu viel. 

Schau dich entspannt um und atme ein. ES IST ALLES JETZT SCHON DA! Deswegen mache ich Bilder: Sie sollen mich und den, der sie anschaut, daran erinnern, das zu schätzen, was heute schon da ist. Auch wenn nichts perfekt und vielleicht sogar weit entfernt davon ist. Denn der wichtigste Besitz in unserem Leben ist Zeit, jetzt.

Ein guter Tag nach dem anderen

Ich liebe was Max Lucado in seinem Buch “Live loved” schreibt:

„Sich heute, mitten in diesem Tag, freuen? Gott lädt uns dazu ein. So wie Paulus IM Gefängnis gejubelt hat; wie David IN der Wildnis Psalme geschrieben hat; (…) Stell dir den Unterschied vor! Überleg mal: knietief in einem hässlichen…. Tag beschließt du, ihm eine faire Chance zu geben. (…) Du vertraust mehr. Stresst weniger. Du konzentrierst dich darauf, dankbar zu sein. Lässt das Schimpfen bleiben. Ehe du dich`s versiehst, hast du den Tag gemeistert und zwar überraschend ok. So ok, dass du beschließt, dem nächsten Tag die gleiche Chance zu geben und den gleichen Kampfgeist reinzustecken. Aus Tagen werden Wochen, aus Wochen werden Monate. (..) Auf diese Art wird ein gutes Leben aufgebaut. Einen guten Tag nach dem anderen.”

Fotografien und Zeit

Zu viel ‘Wenn-dann-Denken’ kann uns gefährlich werden, denn es kann sein, dass wir unser eigenes Leben verpassen. Fotografien sind, finde ich, am besten darin, uns daran zu erinnern: wie wertvoll unsere Zeit und jeder Tag ist. Wenn ich meine Fotos sehe – egal ob von vor Jahren oder von vor einer Woche -, werde ich gleich viel aufmerksamer für das was gerade um mich herum ist. Und dankbarer für das, was jetzt schon da ist.

Das Leben kann hart sein, aber lasst uns bitte nicht unsere Lebenszeit “abarbeiten”, ohne zu bemerken, wie sich die Bäume von pink in grün verwandeln. Wie die Luft anders riecht, wenn der Sommer kommt. Das Licht, dass immer später schwächer wird. Und das fast heimliche Tschüss dieses Frühlings. 

How to dress…

woman leaning against a wall How to dress

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How to dress for photos

How to dress for photos

"Ivy was a model, she chose her clothes to match the color of the car, I think, and the color of the car to match her lipstick or the other way around, I`m not sure which way it was."

— Max Frisch in “Homo Faber”

How to dress is one of the most frequent questions my clients ask me when we plan our photo session. For a start, I always advise them to bring along two or three outfits. This way we get a bigger variety in the imagery but also, we have different options to choose from. In this blog post, I wanna share some ideas from my own experience as a photographer about how to dress for a photo session in order to look to your best advantage. 

First choice: comfortable

It`s hard to relax and feel good in a pullover that makes you itch. Or in shoes that are hurting your toes,  in jeans that cut into your stomach, … Choose clothes that are comfy and that allow you to move freely.

Also, it`s not easy to really be yourself and shine if you wear clothes that make you feel self-conscious and insecure. The feeling is most important when it comes to dressing for a photo session! When choosing your outfits, double-check whether these clothes are making you feel truly confident and comfortable.

Choose harmony

If you are a bunch of people wanting to be photographed together, it would be great if you coordinated with each other what to wear. Ideally, the colours of the clothes of the entire group would be in harmony. And either all in rather light colours, or all rather dark.

Say no to logos

If you want to get timeless images that you will still love 10 years down the road, you best avoid visible, big logos on your clothes. Not only can they be a distraction in the image. But also you might not like these brands anymore sometime soon. For example, when I was in my early twenties, I had a phase when I liked to show off certain brands – thinking about it now makes me cringe.

two boys fashion photo how to dress for photos
fashion photo girl in outlet city

Say yes to sleeves

It`s a good idea to bring at least one top with sleeves to the photo session. For girls, wide flared butterfly sleeves that end somewhere between mid upper arm and elbow are the most flattering. Men wearing long sleeves look extra cool if they tuck the sleeves up towards the elbows a little.

Blazers are your friends

A blazer tends to be the most flattering item to wear. Blazers are fitted and generally make for a good shape. Just make sure that your blazer is the right fit and not too tight around your upper arms and across your back: if you see that the fabric throws creases that means it`s too tight. Unbuttoned tailored jackets and well-fitting coats are great for every shape, too.

Know the effect of oversized

Oversized pullovers, sweaters, and jackets are so fashionable, and I love wearing them. However, it`s good to know that they can make curvy people look bigger in photos than they really are. In case this is a concern for you, choose tops that are neither tight nor baggy or oversized, but just slightly loose. Also, the sleeve seam should preferably sit on your shoulder, not somewhere half down your arm. Most flattering are tailored tops like blouses, blazers, shirts, or jackets in the right fit.

Was anziehen ... für Fotos?

Was anziehen ... für Fotos?

"Ivy war ein Model, sie suchte ihre Kleider nach der Farbe ihres Autos aus, und ich glaube die Farbe des Autos passend zum Lippenstift, oder anders herum."

— Max Frisch in “Homo Faber”

Was soll ich anziehen, ist eine der meistgestellten Fragen meiner Kunden, wenn wir unsere Foto Session planen. Zum einen empfehle ich immer zwei oder drei Outfits mitzubringen. So haben wir eine größere Vielfalt in den Bildern und außerdem mehrere Optionen. In diesem Blogpost will ich ein paar Ideen aufschreiben, wie man sich für Fotos anzieht, um möglichst vorteilhaft darauf auszusehen.

Erste Wahl: bequem

Es ist schwer, sich zu entspannen und sich gut zu fühlen, wenn man einen kratzigen Pulli anhat, Schuhe, die den Zehen wehtun oder Jeans die am Bund einschneiden. Wähle Kleider aus, die sich gut und bequem anfühlen und in denen du dich frei bewegen kannst.

Außerdem ist es nicht leicht, ganz du selbst zu sein und zu strahlen, wenn du Kleider trägst, die dich unsicher und gehemmt fühlen lassen. Das Gefühl ist das wichtigste, wenn es darum geht, sich für eine Foto Session anzuziehen! Wenn du dein Outfit auswählst, checke ob diese Klamotten dich wirklich selbstbewusst und gleichzeitig entspannt fühlen lassen.

Wähle Harmonie

Wenn ihr eine Gruppe Leute seid, die zusammen fotografiert werden wollen, wäre es super, wenn ihr aufeinander abstimmen würdet, was ihr tragt. Idealerweise passen die Farben der Kleider der ganzen Gruppe harmonisch zusammen und alle tragen entweder eher helle oder eher dunkle Farben.    

Sag nein zu Markenlogos

Wenn du gerne zeitlose Bilder haben möchtest, die du auch in zehn Jahren noch mögen wirst, dann vermeide am besten sichtbare, große Logos auf deinen Kleidern. Die können auf den Bildern nicht nur irritierend wirken, sondern es kann auch sein, dass du diese Marken bald gar nicht mehr magst. Als ich zum Beispiel Anfang zwanzig war, hatte ich eine Phase, in der ich gerne bestimmte Marken zu Schau getragen habe – heute mag ich das gar nicht mehr.  

How to dress Gentleman fashion shoot

Sag ja zu Ärmeln

Es ist eine gute Idee, zumindest ein Oberteil mit Ärmeln zur Foto Session zu bringen. Sehr vorteilhaft an Mädels sind weit ausgestellte flatternde Flügelärmel, die irgendwo zwischen Mitte Oberarm und Ellenbogen enden. Männer mit langärmeligem Oberteil sehen besonders cool aus, wenn sie die Ärmel lässig hochschoppen.

Blazer sind deine Freunde

Blazer sind super vorteilhaft: sie sind antailliert und machen eine gute Figur. Achte nur darauf, dass dein Blazer die richtige Größe hat und nicht zu eng an Oberarmen oder Rücken ist. Wenn du siehst, dass der Stoff in den Bereichen Falten schlägt, dann heißt das, der Blazer ist zu eng. Offen getragene, figurbetonte Jacken und schmale Mäntel sind auch schön für jede Figur.   

Kenne den Oversized-Effekt

Oversized Oberteile sind sehr in und ich liebe es, sie zu tragen. Allerdings ist es gut zu wissen, dass sie Leute mit Kurven auf Fotos breiter erscheinen lassen, als sie in Wirklichkeit sind. Falls dich das stört, zieh lieber Tops an, die weder enganliegend noch superweit sind, sondern einfach etwas locker sitzen. Außerdem sollte die Ärmelnaht am besten auf der Schulter sitzen und nicht auf deinem Oberarm. Am vorteilhaftesten sind körperbetonte, aber nicht zu enge Oberteile wie Blusen, Blazer, Hemden oder schmal geschnittene Jacken in der richtigen Größe.

fashion photo boy and woman posing
party fashion photography

A story

two boys walking down a street in east london

°•☆•”As they walked on the sunny side of Columbia Road, Peter turned quiet. It was Easter Sunday and the streets were almost empty. Andy saw the old beetle parked in line and all of a sudden, he remembered. “Hey, are you still thinking about Jane at times?”, he asked.
“I do actually”, Peter replied. “In fact, there’s hardly a day that I don’t think about Jane.”
“I wonder if she’s still living round here…”
“It’s her car over there- she must still be living here somewhere … I haven’t seen her ever since we split up…”

Hours later there was a note hanging in the windscreen of the very same beetle the boys had passed. Jane was just on her way to the corner shop when she saw it flickering in the wind.

“Hi Jane, Pete is still in love with u – give him a call if you care. Andy” Jane felt like being hit by a car. She scrunched up the paper in her pocket and looked over her shoulders – no one.

As she walked on down the street, all of a sudden, she smelled spring and cheery blossoms and seaside. She took a deep breath. Everything looked beautiful like in a picture book. “Thanks, God” she thought and smiled.” -from “Another day with Jane” •°☆•

Extraordinary

ambition star hairdresser in front of sports jersey wall

Tugay Zeyrek is a hairdresser who works in his dads’ salon in a small town in Germany – and he cuts the hair of football stars and even music icons like Jason Derulo. When interviewing him I noticed quite a few things that we all can learn from him in order to achieve the extraordinary:

Have love and passion for an extra boost of energy (which you will need as you will read further down)

Tugay literally beamed when talking about his profession and story, and he was full of enthusiasm for what he is doing.

Never be big-headed but stay down-to-earth

During my stay at the salon, Tugay walked over to his regular customers, normal people without big names or big wallets, had a chat, called them by their names, and made sure they felt welcome and were happy with the service in the salon.

Keep on connecting

“When I was seventeen I already started to write to star managements but no one ever replied. Then I started to participate in hairdressers competitions and became world champion with the German Team. Eventually, a friend introduced me to a football player who played in the national team, and then one thing led to another.” Connections are key! I`ve heard that dozens of times and I can tell from my own experience that most of my jobs came through some sort of connection or referral. However, we need to get out there and actually make those connections. It is not a passive thing – waiting for a connection to show up – but it requires massive action: to show up for our connections and to get out there, let people know about our goals and grab any opportunity to connect.

Do not give up and be bold

“I have often punted on getting into concerts, I climbed over fences, ran from security – all these kinds of things. Even when you have agreed with a star to meet them, the security may think you`re a crazy groupie. When I was meant to meet Jason Derulo at his concert, none of the security took me seriously. But I refused to give in until I finally managed to find a way past the security crew.” Ever since, Tugay has cut Jason Derulos` hair several times!

Be ready anytime and say yes to the extraordinary

„For the MTV Music Awards in Bilbao, I drove 16 hours in my car. I cut the celebrities` hair, then drove back 16 hours. Often, stars call me up: Can you be in Berlin or whatever city tomorrow morning to cut my hair? And I will hop straight in my car and go! You need to be ready. Life is too short to be average.” Achieving extraordinary things requires extraordinary action. Makes sense doesn`t it? So don`t let chances go past. Let’s take every chance we can get and be ready!

Paul Fuller

Paul Fuller portrait

Fascinated by the chaos

In Conversation with Paul Fuller

Paul Fuller is a filmmaker and photographer working in fashion, music, documentary, portrait, and fine art. His work is full of atmosphere and wonder. His latest project is an arts and culture website that features artists who he and his project partners choose. A lot of his images are taken close to his home in the Hackney Marshes – a green strip of nature along the River Lea in East London. This is where we meet for a walk and a chat.

Your images are looking like taken on film. Are they? Or is that a deliberate style you are aiming at in post-production?

Some will be shot on film, and some won`t be. I go through phases. And I have, as most photographers do, probably far too many cameras, film and digital. But it`s not that I`m trying to make it look like film. What I`m trying is to make it not look like digital. Digital is too clean, too perfect and it`s great for some things. But I like to muck it up a bit and make it a little bit less clear and more atmospheric. However, I didn`t start on film and wanted to try to maintain that look. Because when I started getting really interested in photography, digital cameras were already about.

On your website are a lot of images of personal projects. How do you find and choose them?

There`s not a lot of paid stuff on my website. In fact, very little. Most of it is just me doing it for fun. For example, I go to a lot of gigs and if there’s a band I really like and that looks interesting, I might send them a message if they can send me a photo pass for their gig – just because I enjoy doing it. I always take a camera with me when I`m out running and most of my pictures from around the Hackney Marshes were taken while I was running. But I wouldn`t want to do only one thing repeatedly. Therefore, I wouldn`t want to specialize as a music or fashion photographer. I don`t like it when things are getting too repetitive, but I like to photograph a lot of different things.

“I wouldn`t want to specialize as a music or fashion photographer, but I like to photograph a lot of different things.” 

Photographer Paul Fuller in front of a tree stump in the Hackney Marshes

Do you find that this personal work is benefiting your paid work?

It`s practice for a start. Also, when I do a lot of video stuff, I miss doing photography and need to pick up my camera and do something for myself.  When you do work for yourself you can do what you like. Whereas, when you do a job for somebody else, they usually have a certain type of picture in mind. Of course, you can still put some of your own spin into it – after all, the reason they ask you in the first place is hopefully that they`ve seen some of your personal work on the website and like it. But the portraits I`m taking for our new arts and culture website for example: I`m not thinking of anybody else`s opinion apart from what I want to get out of it – and that is great to be able to do that.

How did you get on when you started out as a freelancer in London after you left your job as a newspaper art director?

When I went freelance, somebody I have worked with at the newspaper referred me to some friends of theirs who had set up a company and needed videos for crafts tutorials. I ended up doing all their videos and some photography. They later referred me to a street style website, so I ended up shooting street style in Shoreditch. Then, one of the guys there introduced me to someone who had set up a stress management app, so I`m doing stuff for her. He also introduced me to the people who were producing the films that I`ve been photographing last year. Almost all my work came from people I`ve worked before or met on jobs – it`s been referral after referral.

Wow, well obviously you do a good job! Are you even trying to find opportunities when there`s no connection there?

I do pursue non-referred work in the sense that I contact companies. However, I find that – unless you contact someone at the exact moment when they need somebody for a specific job – you never hear back from them. People forget. And when they need somebody, the photographer they remember is the most recent photographer they`ve met, not necessarily the best one.

paul fuller blog interview

“Photography gives me an excuse to go out and explore, talk to people, go to places and do stuff.”

We come across a makeshift sign stuck to a branch of a tree. Paul takes a picture of it…

This may be something for my Hackney book… I`ve been taking a lot of pictures of lost posters recently. It started with one of those `Lost-cat-posters` stuck to a tree. They`ve put it in a plastic sleeve but water got inside and the picture of the cat – the ink – had run down. So there was nothing but smudge and it said nothing but “Lost cat”. And I thought: “Yes, it`s even missing from the picture now”. That`s when I started taking pictures whenever I see a `Lost poster`. When they are out in the rain for a while, the pictures become really distorted.  And I began finding really random ones: on a shoot in Knightsbridge was a poster stuck on a wall of a very expensive hotel and it was a lost white parakeet.

So, you kind of encounter your projects and ideas more than chasing or trying to find them?

Yes, it was in Lockdown last summer when I started taking pictures of little strips of light on the wall. When you get that little bit of sun coming in through the blinds. And I`ve now got a folder which just says: “Lights in the house”. In the spirit of trying hard to have proper projects, whenever I start seeing something regularly and it becomes a bit of a thing in my head, then I start collecting pictures of it.

We walk past some trees that have been cracked by the wind…

Even though I walk past here almost every day, each time I see something new – even in the same spots. The light is always slightly different. And the light in spring this year will be different from the light last year because some trees will not be here anymore, so the light is getting where it didn`t get before – it`s always changing. I`m fascinated by the chaos – 100 years of twisted wood … Here: there are little plants growing out of the wood that are not part of the tree.  Every little patch is so unfathomably complex, there are millions of different living things. It would be an interesting project to just sit down in one spot for an hour and take pictures of stuff that`s around you. I could probably spend an hour photographing all these details.  

nature detail in the Hackney Marshes

Would you say nature is something that makes you want to take pictures or inspires you? What are the things that make you wanna go out and create?

If anything inspires me, I`m probably not aware of it. It`s more that I always see interesting stuff here. I`m quite fascinated by the stuff that`s under the water – when the water is really low you can see random stuff – there even is a car somewhere down here… And there`s a motorbike which was buried by the river. Someone dug it up. The number plate was still visible when I first saw it so I took a picture of it and checked its MOT history online: it was registered in 1977 and never had its first MOT. So, it must have been stolen when it was really new, and somebody dumped it by the river. And it had been buried ever since.

Wow that`s crazy! Are these sorts of discoveries the motivation why you picked up photography in the first place? What keeps you motivated?

Photography gives me an excuse to go out and explore, talk to people,  go to places, and do stuff. That is a very big driving force behind it all. For example the work for the street style website – I loved it. I sometimes ended up talking to people for an hour, I had some amazing conversations. One day, we had an intern come along to see how we did the street-style pictures. After the day she said, she will never walk around on this planet again with the same attitude towards other people – every person we stopped and talked to has been absolutely fascinating. I just like going out and meeting people. Having a camera in your hand and a reason to be there gives you motivation and a license to stick your nose into places where you wouldn`t otherwise do it.

What are your current goals or projects?

For our new online magazine, I have taken portraits of artists and I want to do more of that. I wonder why I haven`t done more of that before. I think, my main problem was the difficulty in approaching people – it`s super awkward to just approach people in the street saying “Can I take your picture?”. When I did it for the street style job, I had no problem with it at all, because it was my job – after all, I was taking pictures for a street style website. But if I was just doing it for me… So taking these portraits for this website is giving me a reason to message people and say “Hey we`re doing this arts and culture website can we take some pictures of you?”. And they usually say yes. Also, I hardly ever used to print anything. But ever since I started taking these portraits, I print loads of stuff – I need to see the images printed and hold them in my hand. So: more printing, more portraits.

Paul`s work can be found on his website www.paulfuller.co.uk, and also on Instagram @pf_photographer  . His Hackney images specifically are on @hackneycamera.

The arts and culture website can be found on www.mustaaard.com 

Fasziniert vom Chaos

Im Gespräch mit Paul Fuller

Paul Fuller ist Filmemacher und Fotograf für Mode, Musik, Reportage, Portrait und Fine Art. Seine Arbeiten sind voller Atmosphäre und Zauber. Für ein neuestes Projekt, eine Kunst- und Kultur- Webseite, portraitiert er Künstler, die er und seine Projektpartner aussuchen. Viele seiner Bilder sind ganz in der Nähe seines zu Hauses entstanden: in den Hackney Marshes, ein Grünstreifen entlang des Flusses River Lea in East London. Dort treffen wir uns auf einen Spaziergang.

Paul, deine Bilder sehen aus, als wären sie mit einer Filmkamera fotografiert worden. Sind sie das oder ist das ein Style, den du in der Nachbearbeitung anstrebst?

Manche sind Film, manche nicht. Ich habe Phasen. Und ich habe wie die meisten Fotografen viel zu viele Kameras – Film- und Digitalkameras. Aber ich versuche meine Bilder nicht unbedingt nach Film aussehen zu lassen. Ich versuche eher, sie nicht digital aussehen zu lassen. Digital ist zu clean, zu perfekt und es ist toll für manche. Aber ich mag es lieber unperfekt, weniger klar und mehr atmosphärisch. Allerdings ist es nicht so, dass ich als Film-Fotograf begonnen habe und dann diesen Look behalten wollte. Denn als ich angefangen habe, mich so richtig für Fotografie zu interessieren, gab es bereits Digitalkameras.

Auf deinem Portfolio auf deiner Webseite sind viele Bilder von persönlichen Projekten. Wie findest du und entscheidest du dich für die?

Auf meiner Webseite sind eigentlich fast gar keine bezahlten Sachen. Das meiste, was da zu sehen ist, habe ich just for fun gemacht. Zum Beispiel gehe ich zu vielen Gigs und Konzerten. Und wenn es eine Band gibt, die ich mag und die interessant aussieht, dann schreibe ich ihnen eine Nachricht ob sie mir einen Fotopass für ihren Gig schicken können – einfach weil ich sowas gern fotografiere. Wenn ich Laufen gehe, nehme ich immer meine Kamera mit und die meisten meiner Hackney Marshes Bilder sind entstanden, während ich laufen war. Allerdings würde ich mich nicht auf beispielsweise Musik oder Mode spezialisieren wollen. Ich mag es nicht, wenn sich die Dinge beginnen, ständig zu wiederholen, sondern ich fotografiere gern viele verschiedene Dinge.

Findest du, dass diese persönlichen Projekte auch für deine bezahlte Arbeit hilfreich sind?

Zum einen ist es natürlich Übung. Und wenn ich viel Videoarbeit mache, dann vermisse ich das Fotografieren und muss mir meine Kamera schnappen und etwas für mich selbst tun. Wenn du für dich selbst arbeitest, dann kannst du machen was du möchtest, während Auftraggeber in der Regel eine bestimmte Art von Bild von dir erwarten. Natürlich kann ich den Auftragsarbeiten meine eigene Note verpassen – schließlich ist ein Grund, warum ich für den Job beauftragt wurde, hoffentlich der, dass die Auftraggeber meine persönlichen Arbeiten auf meinem Portfolio gesehen und gemocht haben. Aber beispielsweise die Portraits, die ich für unser neues Projekt der Kunst- und Kultur-Webseite mache: da richte ich mich nicht nach irgendeiner Meinung außer dem, was ich selbst davon erwarte – und das ist super, wenn man das kann.

“Ich würde mich nicht auf beispielsweise Musik oder Mode spezialisieren wollen. Ich fotografiere gern viele verschiedene Dinge.”

paul fuller with camera in hackney marshes

Wie bist du klargekommen, als du als Freiberufler in London Fuß fassen wolltest, nachdem du deinen Job als Zeitungs-Art-Director verlassen hast?

Als ich als Freiberufler begonnen habe, hat mich eine ehemalige Kollegin einer ihrer Freunde empfohlen. Die hatte eine Firma gegründet hat und brauchte Videos für Tutorials. Schließlich habe ich all ihre Videos und einige Fotos gemacht. Diese Kunden haben mich dann wiederum an eine Streetstyle Webseite weiterempfohlen, so dass ich dann in Shoreditch Streetsyle fotografiert habe. Danach hat mich einer der Jungs dieser Webseite einer Unternehmerin vorgestellt, die eine Stressmanagement-App entworfen hat. Also fotografiere ich für sie. Zum anderen hat mich der Webseiten-Mitarbeiter den Leuten vorgestellt, die die Filme gemacht haben, die ich letztes Jahr fotografiert habe. Fast alle meiner Aufträge kommen von Leuten mit denen ich schon mal zusammengearbeitet habe oder die ich auf Jobs kennengelernt habe. Eine Empfehlung ist der Nächsten gefolgt.  

Wow, das spricht für deine Arbeit! Versuchst du manchmal an Jobs zu kommen, bei denen es keine Connections gibt?

Ja, ich kontaktiere immer wieder Firmen. Aber meiner Erfahrung nach melden die sich nicht zurück – außer du kontaktierst sie genau in dem Moment, in dem sie gerade jemanden für einen bestimmten Job brauchen. Leute vergessen. Und in dem Moment, in dem sie jemanden brauchen, erinnern sie sich an den letzten Fotografen, den sie getroffen haben, nicht unbedingt den Besten.

paul fuller hackney marshes

“Fotografie gibt mir eine Ausrede rauszugehen und Neues zu entdecken, Leute anzusprechen, Orte zu besuchen. “

Wir gehen an einem improvisierten Schild vorbei, das an einem Baum befestigt ist. Paul macht ein Bild davon….

Das könnte etwas für mein Hackney-Buch sein… Ich habe in letzter Zeit viele Bilder von „Vermisst-Postern“ gemacht. Es hat angefangen mit einem dieser “Katze vermisst“-Poster, das an einen Baum geheftet war. Es war in einer transparenten Hülle, aber Wasser ist in die Hülle gelaufen und das Bild der Katze, also die Tinte, war völlig verlaufen. Da war nur noch Geschmiere übrig und die Überschrift „Katze vermisst“. Ich dachte: „Ja, sie fehlt nun sogar auf dem Bild“. Von da an habe ich ein Foto gemacht wenn ich ein Vermisst-Poster gesehen habe. Wenn die für einige Zeit im Regen draußen hängen, dann werden die Bilder völlig verzerrt. Inzwischen habe ich alle Mögliche gefunden: Bei einem Shooting in Knightsbridge war ein Plakat an die Wand eines sehr teuren Hotels befestigt und vermisst wurde ein weißer Sittich.

Das heißt, du triffst eher zufällig auf deine Projekte und versuchst nicht unbedingt welche zu finden?

Ja, letzten Sommer im Lockdown habe ich damit begonnen Lichtstreifen im Haus zu fotografieren. Wenn zum Beispiel etwas Sonne durch die Jalousien kommt. Jetzt habe ich einen Ordner, der heißt “Licht im Haus”. Im Sinne des ernsthaften Versuchs, richtige Projekte zu haben, sammle ich Bilder immer dann, wenn ich etwas regelmäßig sehe und ich dann öfter darüber nachdenke.  

Wir kommen an Bäumen und Baumteilen vorbei, die vom Wind abgebrochen worden sind…

Obwohl ich hier fast jeden Tag vorbeikomme, sehe ich doch immer wieder etwas Neues – sogar an den gleichen Stellen. Das Licht ist immer etwas anders und das Licht in diesem Frühling wird anders sein als das im Frühling letzten Jahres. Denn manche Bäume werden nicht mehr hier sein und das Licht wird Stellen erreichen, an die es vorher nicht kam. Es ändert sich ständig. Das Chaos fasziniert mich – 100 Jahre altes verdrehtes und verwachsenes Holz… Und hier: da wachsen kleine Pflanzen aus dem Holz, die überhaupt nicht Teil des Baums sind. Jeder Fleck ist so unfassbar komplex. Da sind Millionen verschiedener lebendiger Wesen. Es wäre ein interessantes Projekt nur dazusitzen und eine Stunde lang Dinge zu fotografieren, die unmittelbar um einen herum sind. Ich könnte wahrscheinlich eine Stunde damit verbringen, einfach nur all diese Details zu fotografieren.

Würdest du sagen, dass Natur etwas ist, was dich zum Bildermachen anstiftet oder inspiriert? Was sind die Dinge, die deine Kreativität in Gang bringen?

Wenn mich etwas inspiriert, dann bin ich mir dessen wahrscheinlich nicht bewusst. Es ist eher so, dass ich hier immer interessante Sachen sehe. Ich bin ziemlich fasziniert von dem, was unter dem Wasser im Fluss ist – wenn das Wasser richtig tief steht sieht man da alles Mögliche – sogar ein Auto. Und am Ufer gibt es ein Motorrad, das mal neben dem Fluss vergraben war und das jemand ausgegraben hat. Das Nummernschild war noch zu sehen, als ich es zum ersten Mal gesehen habe. Ich habe ein Bild davon gemacht und nachgeforscht: Es wurde 1977 angemeldet und hatte nie seinen ersten TüV. Das heißt, jemand muss es gestohlen haben, als es noch ganz neu war, und dann versucht haben, es hier am Fluss loszuwerden – seitdem war es hier vergraben.  

Paul Fuller blog interview

Wow verrückt! Sind solche Entdeckungen deine Motivation, warum du überhaupt Fotograf geworden bist? Was motiviert dich?

Fotografie gibt mir eine Ausrede rauszugehen und Neues zu entdecken, Leute anzusprechen, Orte zu besuchen. Das ist ein großer Antrieb für mich. Zum Beispiel die Arbeit für die Streetstyle Webseite – ich hab`s geliebt. Manchmal hat ein Foto zu einer einstündigen Unterhaltung geführt und ich hatte unglaublich tolle Gespräche. Einmal haben wir eine Praktikantin mitgenommen, um ihr zu zeigen, wie wir bei den Street Style Fotos vorgehen. Am Ende des Tages sagte sie, sie wird nie wieder auf diesem Planeten umhergehen und andere Leute mit den gleichen Augen sehen wie vor diesem Tag. Jede Person, die wir für ein Foto angehalten haben, war absolut faszinierend. Ich mag es einfach, rauszugehen und Leute zu treffen. Eine Kamera in der Hand zu haben und damit einen Grund zu haben, an einem Ort zu sein, gibt dir Motivation und eine Lizenz deine Nase in Ecken zu stecken, in denen du sonst nichts verloren hättest.  

Und was sind deine aktuellen Projekte und Ziele?

Für unsere neue Kunst- und Kultur-Webseite habe ich Portraits von Künstlern fotografiert und davon will ich mehr machen. Ich frage mich, warum ich das nicht schon früher viel öfter gemacht habe. Vermutlich war mein Hauptproblem die Schwierigkeit, auf Leute zuzugehen. Ich meine, es ist super unangenehm, einfach so Leute auf der Straße anzusprechen und sie zu fragen, ob ich ein Foto von ihnen machen kann. Als ich das für den Street Style Job gemacht habe, hatte ich überhaupt kein Problem damit, denn es war ja mein Job. Aber wenn es nur für mich persönlich wäre… Die Webseite gibt mir einen Grund, Leute anzuschreiben und zu sagen „Hey, wir machen diese Kunst und Kultur Webseite, können wir dafür ein paar Bilder von dir machen?“ und die allermeisten sagen ja. Außerdem habe ich selten mal was ausgedruckt, aber seit ich diese Portraits mache, drucke ich ganz viel – ich muss die Bilder als Druck sehen und in meinen Händen halten. Also: mehr Drucke und mehr Portraits. 

Paul`s Arbeiten sind auf seiner Webseite www.paulfuller.co.uk zu finden und außerdem auf Instagram @pf_photographer. Speziell seine Hackney-Bilder stellt er auf seinen Insta-Account @hackneycamera.

Seine Kunst- und Kulturwebseite findest du auf www.mustaaard.com

Italian way of coffee

blog coffee business portrait

When interviewing Gianluca Mancinelli about the Italian way of coffee he told me about the Italian morning routine – getting up and tucking the newspaper under the arm, strolling over to the bar to have a caffè and a cornetto,… – well it sounded right like a Ferrero commercial to me and I thought hmm I should learn Italian so that I can go live there for a while …☕️🥐

Profession: Artist

singer songwriter with guitar photographed by Nadine Wilmanns

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Profession: Artist

“It’s impossible to create work that both matters and pleases everyone.”

The other day, I`ve photographed singer and songwriter Lauranne Lukas for her new music project. She is a professional musician singing about her faith and things like personal development, and self-confidence. 

I love seeing creative people working on their careers. It is so much easier said than done! It takes determination, commitment and sacrifice. Also, it involves fighting self-doubt. As a professional artist you need to make yourself vulnerable. And that takes some courage, especially in the early stages while you`re not backed-up with a lot of success.

Because as a professional you can`t hide in your room doing what you do, but you need to get out and sell it to people. You need to say to strangers: Look, I`ve made this! And they then might say: I don`t like it. Or worse: It`s not good. As professional artists we have to get over this and keep on creating.

On a side note: When people say “It`s not good” – it means it`s not good FOR THEM or for a certain purpose. Who are they to judge if something is “good” or not? Someone else might see it entirely differently. And that`s all cool – as artists we can`t possibly cater to every taste.

Seth Godin writes in “The Practice”:

“A contemporary painter must ignore the criticism or disdain that comes from someone who’s hoping for a classical still life. (…) the work isn’t for them. ‘It’s not for you’ is the unspoken possible companion to ‘Here, I made this.’”

That said, of course we need to become better and better and improve our work constantly. And critique from someone who means well and who knows what he is talking about is super valuable. Yet, at no point we can expect EVERYBODY to like what we do. It`s important to focus on the actual work and not to get distracted by thoughts of what other people might say or think. “When we get really attached to how others will react to our work, we stop focusing on our work and begin to focus on controlling the outcome instead”, writes Seth Godin.

By focusing on our work (which we can control), not the outcome (which is out of our control), we will get better for those couple of people who our work is for: those who are actually touched by it and who will spread the word.  

Lauranne, I hope you push through any doubts and times of seemingly not moving forward! Never give up and keep focussing on the work is the number one rule for everyone who wants to be a professional creative.

And an artists` success is not only great for her or him, but for all of us. Because every dream pursued keeps the hope and wonder in all of us alive.

Beruf: Künstler

Beruf: Künstler

"Es ist unmöglich, Kunst zu machen, die wirklich etwas bedeutet und die allen gefällt."

Neulich habe ich Singer Songwriter Lauranne Lukas für ihr neues Musikprojekt fotografiert. Sie hat Musik zu ihrem Beruf gemacht und singt von ihrem Glauben und Dingen wie persönliche Entwicklung oder Selbstbewusstsein.

Ich freue mich immer zu sehen wie Künstler an ihrer Karriere arbeiten. Es ist so viel leichter gesagt als getan! Man braucht Entschlossenheit, andauernden Einsatz und muss auch manche Opfer bringen. Außerdem muss man immer wieder gegen Selbstzweifel kämpfen. Als professionelle Künstler muss man sich angreifbar machen. Und das verlangt Mut, vor allem in den Anfangsphasen, wenn man noch nicht so viele Erfolge in der Tasche hat.

Denn wenn du Kunst als Beruf machst, kannst du dich nicht in deinem Zimmer verstecken, und das machen worauf du gerade Lust hast, sondern du musst rausgehen und deine Kunst an den Mann bringen. Und zu Leuten sagen: Schau, das hab ich gemacht! Dann kann es sein, dass welche sagen: Mag ich nicht! Oder sogar: Das ist nicht gut. Als professioneller Künstler muss man sowas wegstecken und weiter machen.

Übrigens: Wenn Leute sagen “Das ist nicht gut“ heißt das „Das ist nicht gut FÜR MICH“ oder „nicht gut für einen bestimmten Zweck“. Wer sind die, um urteilen zu können, ob etwas gut ist oder nicht? Jemand anders könnte es völlig anders sehen. Und das ist alles cool – als Künstler können wir es unmöglich jedem Geschmack recht machen.

Marketing-Experte Seth Godin schreibt in „The Practice” (frei übersetzt):

“Ein Gegenwarts-Künstler muss die Kritik oder die Geringschätzung ignorieren, die von denen kommt, die auf ein klassisches Stillleben hoffen. (…) die Arbeit ist nicht für sie. ‘Es ist nicht für dich’ ist der unausgesprochene mögliche Begleiter von `Hier, das hab ich gemacht`.“

Natürlich sollten wir in unserer Arbeit ständig besser werden. Und Kritik von jemandem, der es gut meint und der weiß, wovon er spricht, ist super wertvoll. Aber wir können nie erwarten, dass JEDER mag, was wir machen. Es ist wichtig, dass wir uns auf die Arbeit an sich konzentrieren und uns nicht von Zweifeln ablenken lassen und von Gedanken daran, was andere Leute vielleicht denken oder nicht denken könnten. „Wenn wir davon abhängig werden, wie andere auf unsere Arbeit reagieren werden, hören wir auf, uns auf unsere Arbeit zu konzentrieren, sondern wir fangen an, stattdessen deren Wirkung kontrollieren zu wollen“, schreibt Seth Godin (frei übersetzt).

Indem wir uns auf unsere Arbeit konzentrieren (was innerhalb unserer Kontrolle ist) und nicht deren Wirkung (die nicht in unserer Kontrolle liegt), werden wir besser für diejenigen, für die unsere Kunst ist: die, die wir tatsächlich damit berühren und die das dann auch weitertragen.

Lauranne, ich hoffe, dass du dich von Zweifeln nicht beirren lässt und auch dann weitergehst, wenn sich nichts zu bewegen scheint. Nicht aufzugeben und sich immer weiter auf seine Arbeit zu konzentrieren ist die Regel Nummer eins für jeden, der Kreativität zu seinem Beruf machen will.

Und der Erfolg ist nicht nur super für den Künstler selbst, sondern für uns alle. Denn ich finde, jeder Traum, den jemand verfolgt, lässt uns alle weiter staunen und hoffen.

Looking at photographs

looking at photographs Nadine Wilmanns photography

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Looking at photographs

"I was looking at the photographs and I started thinking that there was a time when these weren't memories."

— Stephen Chbosky in “The Perks of Being a Wallflower” (novel)

What would you want to say to yourself in this ten year old photograph in your hands?

Do you sometimes wish you could turn back time for that purpose? 

Here`s what comes to my mind when l look at myself in older pictures: Do a lot of what makes you feel whole and good (in my case that was drawing, reading, and taking pictures). That`s not being lazy, but it means valuing and enjoying time and life.

And: Always have your camera with you and take as many silly or serious selfies and snaps as you want without wondering what anyone might think or not think. It`s important to make an effort to enjoy and savor each of your seemingly boring, ordinary days. Even if things go wrong. And also and especially the far-from-perfect stuff. Because there is no repeat button in life.

Also: Say yes to adventure or out-of-the-ordinary! That leads to the best memories. 

Another thing I would wanna say: Love is always, always, always a much better idea than reacting angry. Because you don`t need to fix everything by yourself - just pray instead and relax. That also leads to the best memories.

And also: Take loads of pictures of yourself and be happy and grateful when others make the effort to photograph you.  Practice looking at yourself without judgment but curiosity and gratefulness, and get familiar with how you look. The way we look is perfectly fine as long as we are fine with it. 

Reviewing photographs always helps me to appreciate my life and myself, and they make me realize and value stuff that I haven`t seen in that very moment when I took the picture.

And how far have we come and how much we have learned! We might often struggle to apply what we`ve learned so far (in my case especially the relax bit…). However, when we recall our learnings, we’re more likely to implement them more and more often.

What have your photographs taught you so far? 

What photographs of your life now would you be happy to look at ten years down the road?

"Ich schaute die Fotos an und mir fiel ein, dass da eine Zeit war, in der das keine Erinnerungen waren.”

— Stephen Chbosky in “The Perks of Being a Wallflower/ Vielleicht lieber morgen” (Roman)

Was würdest du zu dir auf diesem zehn Jahre alten Foto in deiner Hand sagen?

Wünschst du dir manchmal, dass du dafür die Zeit zurückdrehen könntest?

In meinem Fall fällt mir zum Beispiel Folgendes ein, wenn ich mich auf einem Foto sehe: Verbring viel Zeit damit, das zu tun, bei dem du dich gut fühlst (bei mir war das Malen, Lesen und Bilder machen). Das bedeutet nicht, dass du faul bist. Sondern es heißt, dass du dein Leben schätzt und genießt. 

Und: Hab immer eine Kamera bei dir und mach so viele lustige und ernste Selfies und Bilder wie du willst – ohne darüber nachzudenken, was andere denken oder nicht denken könnten. Es ist wichtig, sich Mühe zu geben, jeden der scheinbar langweiligen, gewöhnlichen Tage zu genießen und auszukosten. Auch wenn Dinge schief gehen. Und auch und vor allem die Sachen, die alles andere als bilderbuchmäßig sind. Denn es gibt im Leben keinen Wiederholungsknopf.

Außerdem: Sag “Ja” zu Abenteuer und Außergewöhnlichem. Das führt zu den besten Erinnerungen.

Noch was, das ich sagen würde: Liebe ist immer, immer, immer die viel bessere Idee als Ärgern. Denn du musst nicht alles selbst in Ordnung bringen - bete stattdessen einfach und entspann dich. Das führt auch zu den besten Erinnerungen.

Und auch: Mach viele Bilder von dir selbst und freu dich, wenn andere sich die Mühe machen, dich zu fotografieren. Übe, dich auf Bildern anzuschauenohne zu beurteilen, sondern sei neugierig und dankbar. Werde vertraut damit, wie du aussiehst.   Wie wir aussehen ist total in Ordnung, solange wir selbst uns in Ordnung finden.

Wenn ich Fotos anschaue, dann hilft mir das immer, mein Leben und mich selbst zu schätzen. Und Fotos zeigen mir oft Dinge, die ich in dem Moment der Aufnahme gar nicht gesehen habe.

Und wie weit sind wir gekommen und was haben wir gelernt! Kann sein, dass wir uns oft schwer tun, das umzusetzen, was wir gelernt haben (bei mir vor allem das Entspannen… ) Aber wenn wir uns immer wieder dran erinnern, dann schaffen wir es immer öfter.

Was hast du bisher von deinen Fotografien gelernt? 

Über welche Bilder von jetzt würdest du dich freuen, wenn du sie in zehn Jahren durchschauen würdest? 

Nevertheless

Nevertheless - sign saying one fine day

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Nevertheless

Nevertheless

Do you know that? We`ve got high hopes, good plans – and then there is a crisis and suddenly, we lose our balance.

My “One-word-theme” for this year is NEVERTHELESS and my challenge is to not lose sight of my own balance, to keep my feet firmly on the ground despite what`s going on around me. Because I don`t want to wait for “one fine day” when things are going well. But I want to have good moments NOW, regardless of circumstances. In times of trouble, I find that super difficult – how about you?

Especially when life is tough, I don`t want to lose myself in hustling, just trying to get things done and solve issues. But I want to make sure that I take some time-outs for things that are important to me – nevertheless. Things, that I`ll be happy about when I look back at the end of the year.

“As we continue to collect memories on our path through life as adults, our life experiences become increasingly more complex. Our minds expand and hold heavy challenges, … Photography is an attempt to unload that weight, even for just a few seconds – to pause and lose ourselves in the present moment.”

–  Stephanie Calabrese Roberts in “Lens on Life”.

Being creative and documenting life with our camera or phone is a way to bring meaning and joy into any season of life. When life gets crazy, intentionally take time to document the present as it is. Watch out for meaning and feeling inside you, and also look around for shapes, light, details.

Snap – feel the feet on the ground – pray – trust. Nevertheless.

There`s no point in telling ourselves to always stay calm and collected. In reality, there sure will be plenty of situations when we`ll feel stressed and overwhelmed. Instead, I want to go into the year with the mind of an explorer. Instead of restricting myself as in “Do not get stressed!”, I wanna make it more about observing, documenting and exploring what could help me – and not about trying to force myself to relax.

Again, it`s more about asking questions and learning. Like: “How can I help myself in this very moment?” – “What can I do to be more at peace now?” Observe – snap – breathe – pray – trust – nevertheless.

Nichtsdestotrotz

Nichtsdestotrotz

Kennst du das? Wir haben große Hoffnungen, gute Pläne – und dann kommt eine Krise und auf einmal verlieren wir unsere Balance.

Mein „Ein-Wort-Thema “ für dieses Jahr ist NICHTSDESTOTROTZ und meine Herausforderung ist es, meine eigene Balance nicht aus den Augen zu verlieren. Das heißt, fest zu stehen, trotz allem, was um mich herum passiert. Ich will nicht auf “Eines schönen Tages” warten, wenn die Dinge gut laufen. Sondern ich will JETZT gute Momente haben, egal wie meine Situation gerade ist. Oft finde ich das superschwierig – wie geht`s dir damit?

Vor allem wenn Dinge nicht so laufen, will ich mich nicht darin verlieren, einfach nur möglichst viel zu erledigen und Probleme zu lösen. Sondern ich will auch Freiräume schaffen für Dinge, die mir wichtig sind – nichtsdestotrotz. Dinge, über die ich mich freue, wenn ich am Jahresende auf dieses Jahr zurückschaue.

„Während wir auf unserem Weg durchs Leben als Erwachsene weiter Erinnerungen sammeln, werden unsere Lebenserfahrungen immer komplexer. Unser Verstand wächst und geht mit schwierigen Herausforderungen um,… Fotografie ist ein Versuch dieses Gewicht abzuladen und sei es nur für ein paar Sekunden – eine Pause einlegen und uns selbst im Moment verlieren.“

–  Stephanie Calabrese Roberts in “Lens on Life”.

Kreativ sein und das Leben mit unserer Kamera oder mit unserem Handy zu dokumentieren, ist eine Möglichkeit, jede Lebensphase mit Bedeutung und Freude zu füllen. Wenn im Leben alles durcheinandergeht, nimm dir Zeit zum Dokumentieren. Achte auf Gefühl und Bedeutung, auf Formen, Licht, Details.

Klick – Atmen – die Füße auf dem Boden spüren – beten – vertrauen. Nichtdestotrotz.

Es bringt wenig, uns vornehmen, immer ruhig zu bleiben. Denn in der Realität werden ziemlich sicher Situationen kommen, in denen wir uns gestresst und überfordert fühlen. Stattdessen will ich in das Jahr eher wie ein Forscher gehen. Anstatt zwanghaft zu versuchen, entspannt zu bleiben, will ich eher beobachten, dokumentieren und erforschen, was mir dabei helfen könnte.

Es geht mehr darum, Fragen zu stellen und zu lernen. „Wie kann ich mir in dieser Situation jetzt gerade helfen?“ – „Was kann ich tun, um gelassener zu sein?“ Beobachten – klick – atmen – ein Gebet schicken – vertrauen – nichtsdestotrotz.

Intentions

Sky intentions

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Intentions

Intentions

The new year is fast approaching. However, it`s not just a new year that invites us to intentionally plan, but any timespan. Like the Christmas Holidays for example, or a weekend. For me, it`s usually flying to London or to Germany that naturally marks kind of a new beginning and plan.

The past few weeks I helped out in my family, and while rushing to get as much done as possible, I kind of lost my balance. I also had an important photo shoot at the time, and because I didn`t make time to set up a plan for it, I had the same feeling: running behind instead of being in control.

Honest view

Instead of letting situations and happenings run me over, I better had faced them with an honest view on what`s possible and what not – that means to pause, sit down and set up an intentional plan.

For a photoshoot, you need a plan and intention. And in life, defining our intentions may be a good idea, too. Because you cannot turn back time and you usually don`t get a second chance. This goes for a photoshoot as well as life.

It`s better to pause and assess what`s going on than to keep rushing on without a clear intention. That`s what the New Year is usually used for, but we don`t need a new year for that but we can do that anytime really.

Here are some questions that I find helpful:

What do I want to get out of this situation? What is my purpose and what exactly would I need to do to fulfill it?

What actions can I take to help myself here?

What are my true priorities (not the ones that others want for me) and how can I make sure that I have enough time for them?

Now, in London, I mainly want to take time to not rush, and do one thing at a time. We can`t afford to wait for life to become easy-peasy in order to enjoy it, or in order to work on our dreams. We need to purposefully incorporate elements of what`s important to us into our everyday chaos and craziness. Now, each day.

Vorsätze

Vorsätze

Das neue Jahr steht vor der Tür. Aber nicht nur das neue Jahr eignet sich dazu, Vorsätze zu fassen, sondern jede Zeitspanne. Wie zum Beispiel die Weihnachtsferien, oder ein Wochenende. Für mich ist es meistens der Flug nach London oder nach Deutschland, der immer eine Art neuen Anfang – mit einem neuen Plan – markiert. 

In den letzten paar Wochen habe ich in meiner Familie ausgeholfen und während ich versucht habe, möglichst viel zu schaffen, habe ich ein bisschen die Balance verloren. Ich hatte außerdem ein wichtiges Fotoshooting in dieser Zeit und weil ich mir nicht genügend Zeit genommen habe, um einen Plan dafür zu machen, hatte ich auch da das gleiche Gefühl: hinterher zu sein, anstatt Kontrolle zu haben.

Vorsätze fassen

Statt mich von Situationen und Ereignissen überrennen zu lassen, hätte ich sie mir mal besser richtig angeschaut – das heißt, Pause, mich hinsetzen und einen Plan mit klaren Vorsätzen machen – mit einem ehrlichen Blick darauf was mir möglich ist und was nicht.

Für ein Fotoshooting braucht man einen Plan und eine genau überlegte Absicht. Und im Leben können klare Absichten und Vorsätze auch eine gute Idee sein. Weil wir die Zeit nun mal nicht zurückdrehen können und keine zweite Chance bekommen. Das gilt für ein Fotoshooting genauso wie fürs Leben.

Besser mal Pause machen und die Situation überdenken, als ohne klaren Vorsatz herumzurennen. Dafür wird das neue Jahr normalerweise genutzt, aber wir brauchen kein neues Jahr dafür, sondern wir können das immer machen.

Hier sind ein paar Fragen, die ich dafür hilfreich finde:

Was will ich aus dieser Situation mitnehmen, was will ich erreichen? Was ist meine Absicht und was genau müsste dafür tun?

Was könnte ich für mich in dieser Situation tun? Was würde mir helfen?

Was sind meine echten Prioritäten (nicht die, die andere für mich wollen) und wie kann ich sicherstellen, dass ich genügend Zeit für sie habe?

Jetzt, in London, will ich mir Zeit nehmen, nicht zu hetzen und eins nach dem anderen zu machen. Wir können es uns nicht leisten, darauf zu warten, dass unser Leben easy-peasy wird, um es zu genießen oder um an unseren Träumen zu arbeiten. Wir müssen absichtlich Elemente von dem, was uns wichtig ist, in unsere tägliches Chaos einbauen. Jetzt, jeden Tag.

Secrets

Christine Eggert Chocosecret Instagram Influencer photographed by Nadine Wilmanns

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Secrets

Secrets

One of the reasons I love to be a photographer is, that it gives me the excuse to explore new places, to meet new people, and to encounter new stories. This summer, I met Christine Eggert for an article in the DRAN magazine, and her story is pretty extraordinary. She is a mom of two and a successful Instagram influencer. She is also deaf. However, for her first few years of Instagramming, she kept this a secret because she feared rejection.

Today, she writes on her account _chocosecret_: “I am proud to be deaf and of the way I live.” In fact, being deaf and mastering life successfully despite this limitation has made her stand out from the crowd of Instagram influencers. Being deaf has not only shaped her and her character.  By letting go of her secret and by showing up as who she really is, she also can inspire others to be authentic and live true to themselves. She freed herself from the urge to hide – and others, too. 

Let go of secrets

That`s what creativity is about after all: not to live for a fake appearance, but to record true stories, and to help and encourage others.  We tend to have the desire to make a perfect appearance so that no one would find a reason for judgment. I often feel like I have to keep something a secret because it might give others an opportunity to judge me. Often, I forget that this is helping neither me nor others. 

If instead, we have the courage to keep it real, to live true to ourselves, we would not only set ourselves free but we could possibly encourage others, too. And ultimately, this would result in a – not so much perfect – but more remarkable appearance. And free up extra energy for authentic and unique creative work.

Geheimnisse

Geheimnisse

Ein Grund, warum ich so gerne Fotografin bin, ist, dass ich dadurch immer einen Anlass dafür habe, neue Orte zu erkunden, neue Leute zu treffen und neue Geschichten ausfindig zu machen.  Diesen Sommer habe ich Christine Eggert für einen Artikel im DRAN Magazin getroffen und ihre Geschichte ist ziemlich außergewöhnlich. Sie hat zwei Kids und ist erfolgreiche Instagram Influencerin. Außerdem ist sie taub. Während der ersten Jahre ihrer Instagram-Karriere hat sie das geheim gehalten, weil sie Angst vor Ablehnung hatte.

Heute schreibt sie auf ihrem Account _chocosecret_: “Bin stolz taub zu sein, so wie ich lebe bin ich stolz.” Tatsächlich haben ausgerechnet ihre Gehörlosigkeit und wie sie ihr Leben damit meistert, dazu beigetragen, dass sie sich von der Masse der Instagram Influencer abhebt. Taub zu sein hat nicht nur sie selbst und ihren Charakter geformt. Dadurch, dass sie kein Geheimnis mehr daraus macht und sich so zeigt, wie sie ist, kann sie auch andere dazu ermutigen, authentisch zu leben und zu sich selbst zu stehen. Sie hat sich selbst von dem Druck befreit, sich verstecken zu müssen – und andere auch. 

Geheimnisse loslassen

Und darum geht`s schließlich, wenn wir kreativ sind: Nicht für ein leeres Erscheinungsbild zu leben, sondern um ehrliche Geschichten und darum, anderen zu helfen und sie zu ermutigen. Wir neigen dazu, den perfekten Auftritt hinlegen zu wollen, damit niemand eine Angriffsfläche findet, um uns zu beurteilen.  Ich habe oft das Gefühl, dass ich etwas verheimlichen muss, weil es anderen eine Gelegenheit zum Bewerten geben könnte. Und ich vergesse oft, dass das weder mir noch anderen hilft.  

Wenn wir stattdessen den Mut haben, ehrlich zu sein und zu uns zu stehen, fühlen wir uns nicht nur selbst freier, sondern wir können auch andere ermutigen. Und letztlich könnten wir so einen – nicht unbedingt perfekten – aber dafür bemerkenswerten Eindruck hinterlassen. Und wir haben mehr Energie übrig für authentische und einzigartige kreative Arbeit. 

Christine Eggert Secrets Chocosecret Instagram Influencer photographed by Nadine Wilmanns

Looking back…

Lookig back autumn in London

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Looking back...

Looking back...

“It was one of those perfect English autumnal days which occur more frequently in memory than in life."

― P.D. James in "A taste for death"

I`ve come across this quote the other day and when I`m looking at old photographs, I`ve noticed that, too: In hindsight, times often appear much lighter and happier than they felt when I was passing them. Looking back, I often think: I could have saved myself the trouble of becoming angry or disappointed. Because in a few months or even weeks I might not remember these times as bad anymore. I might even miss them. So I could as well have enjoyed myself more.

I find this quite helpful when going through difficult times or when things don`t turn out as I hoped they would.  Then it`s worth trying to relax and enjoy as much as possible, to tell ourselves helpful stories about ourselves and what`s going on around us. Because looking back, these days may appear surprisingly nice. And it would be a shame if in fact, we had wasted them in a bad mood.

Rückblickend...

Rückblickend...

"Es war einer dieser perfekten Englischen herbstlichen Tage, die öfter in unserer Erinnerung vorkommen als im wahren Leben."

― übersetzt aus dem Buch "A taste for death" von P.D. James

Neulich bin ich auf dieses Zitat gestoßen und wenn ich alte Fotos anschaue, habe ich das auch festgestellt: Rückblickend kommen uns Zeiten oft leichter und glücklicher vor als sie sich angefühlt haben, als wir sie erlebt haben.  Wenn ich zurückschaue, denke ich oft: Ich hätte mir es sparen können, ärgerlich oder enttäuscht zu sein. Weil in ein paar Monaten oder sogar Wochen habe ich diese Zeit wahrscheinlich nicht mehr als so schlecht in Erinnerung wie sie mir gerade vorkommen. Kann sein, dass ich sie sogar vermisse. Also hätte ich mich genauso gut mehr freuen können.  

Ich finde das ganz hilfreich, wenn ich eine schwierige Zeit habe oder wenn sich Dinge nicht so entwickeln wie ich gehofft hatte. In solchen Situationen lohnt es sich, zu versuchen sich zu entspannen und so viel zu genießen wie eben möglich ist. Und hilfreiche (optimistische) Geschichten über uns selbst zu erzählen und darüber, was um uns rum passiert. Denn wenn wir mal zurückschauen, kann es sein, dass uns diese Tage überraschend schön vorkommen. Und es wäre schade, wenn wir sie tatsächlich mit einer unnötig schlechten Laune verschwendet hätten. 

street in London

Postcards in London

Postcard with Coffee in London

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Postcards in London

Postcards in London

“The world before us is a postcard, and I imagine the story we are writing on it.”

― Mary E. Pearson in "The Miles Between"

For my new photo project „A day in your life” I have had postcards printed and have started placing them in shops and coffee places in London.

So far, this has been such a great experience. Sometimes, I had to overcome attacks of feeling shy and awkward when asking if the shop owners would like to place my cards somewhere. Overall, people were not only really nice but also loved the cards and I had some lovely conversations (and good coffee).

It has also been a good opportunity to practice catching my negative thoughts in action and replacing them instantly. In case you`re not familiar with this principle: Thoughts determine our mood and our actions.

“Be careful what you think because your thoughts run your life”, says Proverbs 23,7.

Often, it`s not easy to catch our thoughts: We go about our business and negative thoughts slip in but we don`t really take note of them because we are busy with other stuff and then we end up in a miserable mood and wonder why.

Yet when doing something new and challenging, we are much more alert and notice negative thoughts coming our way more quickly – and that makes it easier to catch and replace them. In my example, this was stuff like: “Nadine, people find you weird and your English is crap – why can`t you frame a good English sentence?” – and obviously, thinking that doesn`t serve me in any way. On the contrary: It would have spoilt my experience if I had let this kind of self-talk prevail in my mind. So, always when this kind of thinking came up, I would instead think encouraging thoughts on purpose. Like: “I`m smiling and am friendly and that`s what counts as it`s THE universal language that everyone speaks and loves.”

postcard photo of London

The stories we tell ourselves about ourselves and others have such an impact on how we go through our day. And on how we get on with other people.

Photographs can help us to focus on the positive, our highlights, the beautiful moments of our day. When I have a camera on me, I look out for that by default.  And when I see a photograph that appeals to me, I then try to find parallels and traces of that in my own everyday life. That`s one of the reasons why I came up with the “A day in your life” project. Each month, it helps remember this and then leads to a photo book or photo wall. Because we need reminders that inspire us to tell ourselves helpful stories.

Anyway, let`s get back to the postcards: If you are in London, you may come across my postcards – I do hope you like them. Please do take one for yourself – and one to send off to someone and spread the joy.  Also, I hope the story that you will write on it will be a happy one. 

Postkarten in London

Postkarten in London

“Die Welt vor uns ist eine Postkarte und ich stelle mir die Geschichte vor, die wir darauf schreiben."

― übersetzt aus dem Buch "The Miles Between" von Mary E.Pearson

Für mein neues Foto-Projekt „Ein Tag in deinem Leben“ habe ich Postkarten drucken lassen und hab damit begonnen, sie in Geschäften und Cafés in London zu verteilen.

Bisher war das eine super Erfahrung. Manchmal muss ich Schüchternheits-Attacken überwinden, wenn ich die Ladenbesitzer frage, ob ich meine Karten auslegen kann. Die meisten waren nicht nur freundlich, sondern haben sich richtig über die Karten gefreut und ich hatte ein paar sehr nette Unterhaltungen (und guten Kaffee).

Es war auch eine gute Gelegenheit zu üben, meine negativen Gedanken direkt in Aktion zu erwischen und sofort zu auszutauschen. Für den Fall, dass du das Prinzip nicht kennst: Gedanken machen unsere Stimmung und unsere Handlungen. 

„Achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben“, steht in Sprüche 4,23

Oft ist es nicht einfach, Gedanken einzufangen: Wir arbeiten so vor uns hin und negative Gedanken schleichen sich in unser Köpfchen, aber wir bemerken sie nicht, weil wir so beschäftigt mit anderen Dingen sind. Und irgendwann finden wir uns mit einer schlechten Laune wieder und fragen uns, woher die kommt.

Aber wenn wir was Neues und Herausforderndes machen, dann sind wir viel aufmerksamer und bemerken viel eher, wenn negative Gedanken ankommen – und dann ist es auch einfacher, sie aufzuhalten und zu ersetzen. In meinem Beispiel waren das sowas wie: „Nadine, Leute finden dich seltsam und dein Englisch ist nicht gut – warum kannst du keinen ordentlichen englischen Satz formulieren?“ – natürlich würde es mir überhaupt nichts bringen, so zu denken.

Im Gegenteil: Es hätte meinen Tag verdorben, wenn ich zugelassen hätte, dass solche Selbstgespräche in meinem Kopf geblieben wären. Also habe ich immer, wenn so ein Gedanke ankam, stattdessen absichtlich was anderes gedacht. Wie zum Beispiel: „Ich lache und bin freundlich und darauf kommt es an, denn diese Sprache versteht und liebt jeder.“

postcard photo of London

Die Geschichten, die wir uns über uns selbst und über andere erzählen, haben so einen großen Einfluss darauf, wie wir durch den Tag gehen. Und auch darauf, wie gut wir uns mit anderen verstehen. 

Fotos können uns dabei helfen, uns auf das Positive, unsere Highlights, die schönen Momente unseres Tags zu konzentrieren. Habe ich eine Kamera dabei, halte ich automatisch danach Ausschau. Und wenn ich ein Foto sehe, das mich anspricht, dann versuche ich Parallelen und Spuren davon in meinem eigenen Alltag zu finden. Das ist mit ein Grund, warum ich mir das “Ein Tag in deinem Leben” Projekt überlegt habe, das jeden Monat neu daran erinnert und ein Fotobuch oder eine Bilderwand mit sich bringt. Denn wir brauchen “Erinnerungs-Stupser”, die uns Lust darauf machen, uns selbst hilfreiche Geschichten zu erzählen. 

Jedenfalls, um auf die Postkarten zurück zu kommen: Falls du gerade in London bist, kann es sein, dass du meine Postkarten siehst. Ich hoffe, dass sie dir gefallen. Bitte nimm dir eine mit – und noch eine, um sie jemandem zu schicken und die Freude weiterzuverbreiten. Außerdem hoffe ich, dass die Geschichte, die du drauf schreiben wirst, eine Fröhliche sein wird. 

See this day

See this day smiling girl photographed by Nadine Wilmanns

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See this day

See this day

One of the most important reasons why I came up with the “A day in your life” project is, that I hope to encourage us (me included) to appreciate what we have and who we are today. This is so essential for living.

We’re often so busy making plans and hoping for a better future that we forget to have an attentive look at what is there right now. I often need to remind myself that true living is not planning and wishing. If we wait for “someday” or “tomorrow” instead of making the best out of what we have right now, we are going to miss our life – and our purpose.

Someday...

The church sermon on Sunday was just about that issue: don`t postpone what`s important and dance in the rain, that is make the best out of what`s there.

Here are some excerpts from pastor Amy Stotts’ sermon (www.stlukese16.co.uk) : “What if our whole lives weren`t based around “someday making it”? What would it mean that instead, we would LEARN to live free in joyful abundance today?

What if this “someday” we dreamt about became today? And instead of dreaming of a better tomorrow, we chose to stop wasting our days sleepwalking. Some of us are so focused on what might one day come true that we`re missing out today on God’s plans for today. Some of us are so busy building tomorrow, that we are forgetting about what God has called us to be now.”

“Life is not about waiting for storms to pass but learning to dance in the rain. Purpose is not waiting for the whole journey to be mapped out before taking the first step of faith but instead embracing the road we walk on today.”

Your camera as a tool for now

“What if our purpose wasn’t that destination that we hope one day to land on, but what if it was a way of inhabiting the world today? Maybe we just need to open our eyes and embrace what God has placed in front of us.”

My camera has been a good tool for me to help me focus on today. After all, cannot look at pictures of “somedays’” or “tomorrows’” happenings. Use whatever tool you like and truly see this day.

Sieh diesen Tag

See this day

Einer der wichtigsten Gründe, warum ich mir das “Ein Tag in deinem Leben” Aktion (www.nadinewilmanns.com/a-day-in-your-life) ausgedacht habe, ist uns zu ermutigen (mich eingeschlossen), wirklich zu schätzen, was wir heute haben und wer wir heute sind. Das ist so entscheidend fürs Leben.

Wir sind oft so beschäftigt damit, Pläne zu machen und auf eine bessere Zukunft zu hoffen, dass wir total vergessen, den Tag heute richtig zu beachten. Ich muss mich oft selbst daran erinnern, dass echtes Leben nicht Planen und Wünschen ist. Wenn wir auf “irgendwann” oder “morgen” warten, anstatt das Beste aus dem zu machen, was wir gerade haben, dann verpassen wir unser Leben – und unseren Sinn.  

Eines Tages...

Die Predigt am Sonntag in der Kirche hat genau davon gehandelt: Verschieb nicht, was wichtig ist, und tanze im Regen, also mach das beste aus dem was gerade eben ist.

Hier sind ein paar Zitate aus Pfarrerin Amy Stotts‘ Predigt (www.stlukese16.co.uk): „Was wäre, wenn sich unser Leben nicht darum drehen würde, „es eines Tages zu schaffen“? Was würde es bedeuten, wenn wir stattdessen LERNEN würden heute frei zu leben und uns darüber zu freuen, genug zu haben?

Was, wenn dieses “eines Tages”, das wir uns erträumt haben, heute wäre? Und was, wenn wir anstatt von einem besseren Morgen zu träumen uns dazu entschließen würden, mit dem Schlafwandeln aufzuhören. Viele von uns sind so darauf fixiert, was eines Tages wahr werden könnte, dass sie Gottes Plan für heute verpassen. Manche von uns sind so damit beschäftigt, morgen zu planen, dass wir vergessen, mit was uns Gott heute beauftragen will.

“Leben heißt nicht, darauf zu warten, dass Stürme vorbeiziehen, sondern im Regen zu tanzen. Bestimmung heißt nicht mit dem ersten Schritt zu warten, bis die ganze Reise vorausgeplant ist. Sondern stattdessen die Straße begrüßen, auf der wir heute gehen.”

Deine Kamera als Werkzeug für Jetzt

“Was, wenn unsere Bestimmung nicht unser Ziel wäre, an dem wir eines Tages ankommen wollen, sondern wenn es unsere Art zu leben wäre? Vielleicht müssen wir einfach unsere Augen öffnen und willkommen heißen, was Gott vor uns gelegt hat.“

Meine Kamera ist ein gutes Werkzeug, das mir dabei hilft, meine Aufmerksamkeit auf heute zu lenken. Man kann schließlich nicht Bilder von Sachen anschauen, die „irgendwann“ oder „morgen“ passieren. Verwende welches Werkzeug dir hilft und sieh diesen Tag.

Day in your life

day in life

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A day in your life

A day in your life

One great thing about having a camera on you: whatever happens (or whatever doesn`t happen), there`ll always be opportunities for pictures. However eventless or mundane our day may be, we still can document what we see and how we feel with our camera. It´s not events or happenings that make a strong picture. But it`s our view, what we feel and how we put this in our images.

One of the most important lessons, I`ve learned is, that it`s very normal that life is half great half not so great – 50:50.  Solomon writes in the Bible: “There is a time to weep and a time to laugh, a time to mourn and a time to dance; a time to scatter stones and a time to gather them; a time to embrace and a time to refrain from embracing; a time to search and a time to give up; time to keep and a time to throw away; a time to tear and a time to mend; a time to be silent and a time to speak;…”

Your special everyday

Feeling and observing it all, not just the happy bits of life, gives us the “full experience of life”. This means that there`s no need to run from unpleasant stuff like disappointment or failure. So I`m practicing to walk through the day having and documenting the “full life experience”. I`m writing practicing because I have noticed that it actually is a matter of practice (like most stuff really…). Being more and more ok with all fragments of life, I find myself more courageous and open-minded in return.  

If you want to get a kickstart in your own lifes` documentary, you might be interested in my new project “A day in your life”: I`ll accompany you for a day with my camera, documenting your ordinary and your special in the everyday. Doing so, I hope to inspire you to see the amazing in your ordinary and to document your everyday with your own view and feeling. I hope to encourage you to be open for surprise and wonder, to not give up on any day. And I hope that you will find yourself appreciating how you are and how you move through the day.

Ein Tag in deinem Leben

Ein Tag in deinem Leben

Was ich am meisten daran mag, eine Kamera bei mir zu haben: Was auch immer passiert (oder nicht passiert), es wird jeden Tag Gelegenheiten für Bilder geben. So wenig ereignisreich oder uninteressant uns unser Tag vorkommen mag, mit unserer Kamera können wir immer dokumentieren, was wir sehen und fühlen. Es sind nicht Events und außergewöhnliche Ereignisse, die ein starkes Bild ausmachen. Sondern es sind unser Blick und unser Gefühl und wie wir das ins Bild bringen.

Eins der wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe, ist: Es ist ganz normal, dass das Leben halb super, halb nicht so super ist – 50:50. König Salomo schreibt in der Bibel: “Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit; Steineschleudern hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit; Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit; Zerreißen hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;…”

Dein besonderes Alltägliches

Unseren Alltag zu dokumentieren, heißt, das Steineschleudern und das Steinesammeln einzufangen, das Klagen und das Tanzen.  Alles zu fühlen und zu beobachten, nicht nur die fröhlichen Momente, gibt uns das “komplette Erlebnis Leben”. Das heißt auch , dass es wir nicht vor unangenehmen Dingen wie Enttäuschung oder Scheitern wegzurennen brauchen. Also übe ich es , durch den Tag zu gehen und das “komplette Erlebnis” zu erleben und zu dokumentieren. Und ich sage üben, weil ich bemerkt habe, dass das tatsächlich Übungssache ist (wie eigentlich fast alles…). Bin ich mehr und mehr ok mit allen Fragmenten des Lebens, werde ich wiederum mutiger und offener.

Wenn du deine eigene Doku deines Lebens in Gang bringen möchtest, dann könnte dich mein neues Projekt “Ein Tag in deinem Leben” interessieren: Einen Tag lang begleite ich dich mit meiner Kamera und dokumentiere dein “ganz Normal”, dein besonderes Alltägliches. Ich hoffe, dass ich dich dafür begeistern kann, das Erstaunliche in deinem Alltag zu sehen und das was dir täglich begegnet mit deinem eigenen Blick und Gefühl zu dokumentieren. Ich hoffe, dass ich dich ermutigen kann, für Überraschung und Erstaunliches offen zu sein, keinen Tag verloren zu geben. Und ich hoffe, dass du findest, dass du dich so schätzen kannst, wie du bist und wie du dich durch den Tag bewegst. 

Autumn

dog sniffing autumn air

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Autumn

“April has never meant much to me, autumn seems to be that season of beginning, of spring.”

This is one of my favourite quotes from the book “Breakfast at Tiffany`s” by Truman Capote, one of my favourite books. Another favourite autumn book of mine is “The Catcher in the Rye”. Even though it`s set in winter, but it was a sunny autumn when I read it the first time. Do you have books that you associate with a season?

What can give you that autumn feeling? What makes you enjoy the newness and the promises of this time? Maybe it`s a certain kind of food, a habit, a pullover that you have been wearing on happy autumn days.

Capture the change

Take note of this season: The light has a new quality now too, the air has started to smell differently. Do you feel the wonder of new beginning and change, too?

Don`t miss out on capturing it with your camera, your pen and sketchbook, or your notebook or calendar!

Herbst

“Der April hat mir nie viel bedeutet, der Herbst scheint die Jahreszeit des Neubeginns, des Frühlings zu sein."

Das ist eins meiner Lieblingszitate aus “Frühstück bei Tiffany” von Truman Capote, einem meiner Lieblingsbücher. Auch ein Lieblings-Herbstbuch ist “Der Fänger im Roggen”. Obwohl es im Winter spielt, aber als ich es das erste Mal gelesen habe war es Herbst. Hast du Bücher, die du mit einer Jahreszeit verbindest?

Was gibt dir das Herbstgefühl?  Wie kannst du das Gefühl von Neu und Vielversprechend dieser Jahreszeit am besten genießen? Vielleicht mit einem bestimmten Essen, einer Gewohnheit, einem Pulli, den du an vielen glücklichen Herbsttagen getragen hast.

Halte die Veränderung fest

Nimm diese Jahreszeit so richtig in dich auf: Das Licht hat jetzt eine andere Qualität, die Luft hat begonnen, anders zu riechen. Fühlst du auch Neubeginn und Veränderung?

Verpass es nicht, das festzuhalten – mit deiner Kamera, deinem Stift und Skizzenbuch, oder deinem Notizbuch oder Kalender!

Not for everyone

abstract of two cars by Nadine Wilmanns

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Not for everyone

As creatives, as well as human beings, it`s so important to understand – and accept – that our work is not for everyone. That`s in fact not just the case with art but with almost all things. Cars for example: Not everyone would love a classic car. Some wouldn`t want any other.

It is impossible to please everyone, but it is possible – and much more effective – to please someone or a few people. I`ve been listening to Seth Godin lately and he says: “It is impossible to create work that both matters and pleases everyone.” And: “Don`t be a purple drop in the ocean but be a purple drop in a swimming pool. Walk away from the ocean and look for a swimming pool.”

If we want to create work that truly matters to SOME, then we need to stop trying to dilute it, so that EVERYONE can be happy with it. We need the confidence and the courage to tell those people who don`t like it: Sorry, but this is not for you. If we want to create authentic and strong work, it can`t be for everyone and that`s ok.

"You are your most important audience"

This doesn`t mean that we shouldn`t learn and improve and progress. But, while I want to stay open to constructive critique, I as well want to stay true to myself. Photographer David duChemin writes in his book ‘The heart of photography’: “You are your first and most important audience.”

There will always be stuff that can be improved, and we`re just human. But while we keep making progress and working on our art, we shouldn`t run after compliments or try to please everyone. We need to be able to distinguish: Does the person, who doesn`t like my work has a point and is there an opportunity for me to learn? Or is my work just not for him?” Both are just fine.

Nicht für jeden

As Kreative und als Mensch ist es wichtig zu verstehen und ok damit zu sein, dass unsere Arbeit nicht für jeden ist. Das gilt ja für fast alles, nicht nur für Kunst. Autos zum Beispiel: Nicht jeder will unbedingt einen Oldtimer. Aber für manche gibt es kein besseres Auto.

Es ist unmöglich, jedem zu gefallen, aber es ist möglich – und viel effektiver – jemanden oder ein paar Leute anzusprechen. Ich habe in letzter Zeit viel vom Marketing-Experten Seth Godin gehört und er sagt: „Es ist unmöglich Arbeiten zu produzieren, die gleichzeitig einen Unterschied machen und jedem gefallen.“ Und: „Sei kein lila Tropfen im Ozean, sondern sei ein lila Tropfen in einem Swimming Pool. Wende dich vom Ozean ab und schau nach einem Swimmingpool.“

Wenn wir Arbeit schaffen wollen, die MANCHEN Leuten wirklich etwas bedeutet, dann müssen wir aufhören sie zu verwässern, damit sie JEDERMANNS Sache wird.  Wir brauchen den Mut und das Vertrauen, den Leuten, die sie nicht mögen, zu sagen: Sorry, das ist nicht für dich. Wenn wir authentische und starke Arbeiten machen wollen, kann das nicht für jeden sein und das ist ok.

"Du bist dein wichtigstes Publikum"

Das bedeutet nicht, dass wir nicht lernen, besser werden und vorankommen sollen. Aber während ich offen für konstruktive Kritik sein möchte, will ich auch mir selbst treu bleiben. Fotograf David duChemin schreibt in seinem Buch ,Das Herz der Fotografie‘: „Du bist dein erstes und wichtigstes Publikum.“

Es wird immer Dinge geben, die wir verbessern können und wir sind nur Menschen. Aber während wir an uns und unserer Kunst arbeiten, sollten wir nicht Komplimenten hinterherrennen oder versuchen, jedem zu gefallen. Wir müssen unterscheiden können: Ist an dem, was die Person, die meine Arbeit nicht mag, was dran – ist das also eine Möglichkeit für mich was zu lernen? Oder ist meine Arbeit einfach nicht für ihn?“ Beides ist ok.

Begin

Begin Mirror Selfie Fashion memories t-Shirt Darling in mirror

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Begin

“Some of the best, most interesting photo essays and stories you`re going to find are your neighbors, your family, and the things in everyday life.

(…) The access is what makes a great story. And we all have access to our sisters, our nephews, our neighbors, our colleagues, our church, people you meet every day,…

(…) You don`t need a press pass to photograph your nephew`s football game. And you don`t need a press pass if your granddad is getting ready to die and he`s got one year left and you have the opportunity to sit down with him and take pictures and do recordings and find out what it was like for him when he was nineteen or whatever.

You know these are those great stories and the camera gives you a reason to go and ask the questions and be part of these people`s lives. Don`t ever use the excuse ‘I don`t know what to photograph’ – it`s all out there. Go do it.” – quote by Paul Taggart (who was one of THE biggest influences in my journey as a photographer)

Most important lesson in photography

Don`t wait for extraordinary things like a holiday to happen in order to take out your camera and take pictures. Start where you are today. If you don`t have a camera take your phone. If you don`t have your phone take pen and paper. The most important thing is that you begin and don`t wait.

Beginne

“Einige der besten, interessantesten Foto-Essays und Stories, die du finden wirst, sind deine Nachbarn, deine Familie und die Dinge des Alltags. (…) Den Zugang zu der Story zu haben, darauf kommt es bei einer guten Geschichte an. Und wir alle haben Zugang zu unseren Schwestern, unseren Neffen, unseren Nachbarn, unseren Kollegen, unserer Kirche, den Leuten, die wir jeden Tag treffen,…  (…) Du brauchst keinen Presseausweis, um das Fußballspiel deines Neffen zu fotografieren. Und du brauchst auch keinen Presseausweis, wenn dein Opa bald stirbt und er ein Jahr zu leben hat und du hast die Möglichkeit mit ihm zusammen zu sitzen, Fotos und Aufnahmen zu machen und herauszufinden, wie es für ihn war, als er neunzehn war und solche Sachen. Du weißt, dass das die großen Stories sind und deine Kamera liefert dir den Grund hinzugehen und Fragen zu stellen und am Leben dieser Leute Teil zu haben. Komm nie mit der Ausrede an ‘Ìch weiß nicht, was ich fotografieren soll’ – es ist alles da. Leg los!” Zitat von Paul Taggart (der mich auf meiner Reise als Fotografin mit am meisten beeinflusst hat).

Wichtigste Lektion in der Fotografie

Warte nicht darauf, das was Außergewöhnliches passiert, wie dein Urlaub, um deine Kamera auszupacken und Bilder zu machen. Starte wo du heute gerade bist. Wenn du keine Kamera hast, nimm dein Handy. Wenn du kein Handy hast, nimmt Stift und Papier. Das Wichtigste ist, dass du beginnst und nicht wartest.

Shine and go with the flow

shine and go with the flow birthday resolution

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Shine, and go with the flow

It`s my birthday tomorrow and I usually like to give myself a task for the new year ahead. This year, I want to truly challenge myself to “shine, and go with the flow”. I want to keep this in mind when things don`t go “my way”.

How do you react when people don`t act how you would like them to act and when situations don`t go as you would like them to go? Do you become grumpy and miserable and hurt yourself even more with your mood? Or do you surrender it all to God, accept, let go, trust and let God take over – do you do your best to have a smile on your face, give the unexpected situation an honest chance and go with the flow? If you belong to the ladder: I want to join your club!

Let God take over (and take pictures)

How often have I been in a situation like this and followed this same old, not very helpful pattern: I had plans and expectations, something or someone messes with my plans and I react with sulking, becoming grumpy and angry. And while becoming consumed with all these thoughts of self-pity and how wrong and unfair this all is, I entirely missed to give the new situation a fair chance and spoilt my own day. I have been missing a lot of good moments and pictures because of that.

If I have a friendly and shiny attitude, I can lift my own mood and I can connect with others. Even if things don`t go my way, there`ll always be something to see and photograph – if I stay open in order to see it.

Strahle - und lass dich drauf ein

Morgen ist mein Geburtstag und normalerweise nehme ich mir gern etwas für mein neues Lebensjahr vor. Dieses Jahr heißt meine Herausforderung “Shine and go with the flow” (strahle und entspann dich/lass dich auf die Situation ein). Das will ich mir für Situationen merken, die nicht so laufen, wie ich will.

Wie reagierst du, wenn Leute sich nicht so verhalten, wie du willst und wenn Situationen nicht so laufen wie du es dir gedacht hast? Wirst du schlecht gelaunt, ärgerst du dich und verdirbst dir wegen deiner miesen Laune erst recht den Tag? Oder überlässt du Gott die Sache, akzeptierst du es, lässt los, vertraust und lässt Gott übernehmen – gibst du der unerwarteten Situation eine ehrliche Chance, entspannst dich und lässt dich einfach darauf ein? Wenn du zur letzten Gruppe gehörst: Ich will auch in deinen Club!

Lass Gott machen (und mach Fotos)

Wie oft war ich schon in einer Situation wie dieser und bin dem gleichen, wenig hilfreichen Muster gefolgt: Ich hatte Pläne und Erwartungen, jemand oder etwas wirft diese Pläne um und ich reagiere mit Beleidigt-Sein, mit schlechter Laune und Wut. Und während ich voller Selbstmitleid überlege, wie ungerecht und falsch doch das alles läuft, verpasse ich es völlig, der neuen Situation eine echte Chance zu geben – und vermiese dazu noch meinen eigenen Tag. Ich habe viele gute Momente und Bilder dadurch verpasst.

Habe ich eine strahlende, freundliche Haltung, macht mich das selbst fröhlicher und ich kann besser auf andere zugehen. Auch wenn vieles nicht so läuft wie ich will, gibt es in jeder Situation etwas zu sehen und zu fotografieren – wenn ich offen dafür bleibe, um es zu sehen.  

Feel more to see more

feel more coffee table by Nadine Wilmanns photography

Feel more to see more

Do you wonder how to slow down time? Or how to get more out of the moments that just keep coming at you and running straight past you? Sometimes hours pass entirely unnoticed instead of waiting on us to properly enjoy… So, I`ve found one thing to make the moments stay with us more: it`s is to feel and use our senses on purpose. I usually only use my eyes on purpose, and hearing and tasting, too, at least sometimes, I guess. The other senses are more on autopilot, and I don`t take much notice of what they tell me.

It may sound weird, but I`ve noticed that by purposely smelling and especially feeling, I become more content and more creative. And this reaches into my way of seeing things and thus to photograph. By feeling more, I see more.

Smell the popcorn

When putting on the pullover ignore your racing thoughts and purposely feel – how the material feels on you and how it makes you feel inside. Feel the chair you`re sitting on, the coffee foam on your tongue, the sparkle of the sparkling water. Breathe in and notice if you can smell the air of summer nights, lavender, … – today I smelled popcorn walking past the local cinema…

Fresh bed linens. Too tired keep the eyes open for much longer. Yet, feel: The cool sheets. Soft. Stretch your legs. This is now, when time is not running – well maybe it is, but you can catch it for a short little while.

Truly feel at least a few moments of this day, before it`s gone forever, so that you may be left with something that stays a little longer.

Mehr fühlen – mehr sehen

Überlegst du dir wie du die Zeit ein bisschen verlangsamen kannst? Oder, wie du mehr aus den Momenten machen kannst, die auf dich einströmen und an dir vorbeiziehen ohne dass du sie wirklich bemerkst? Die einfach vorbeirasen, anstatt ein bisschen zu bleiben, damit du sie auch genießen kannst?

Also, ich finde eine Sache hilfreich, wenn es darum geht, dass Momente länger bei uns bleiben: Und zwar zu fühlen und unsere Sinne mit Absicht zu bemerken. Normalerweise „benutze” ich nur meine Augen mit Absicht, und Hören und Schmecken manchmal auch. Die anderen Sinne, Tastsinn und Riechen, laufen eher so automatisch mit und ich bemerke meist gar nicht richtig, was sie aufnehmen.

Es klingt vielleicht komisch, aber ich habe bemerkt: Wenn ich absichtlich rieche und vor allem fühle, dann werde ich zufriedener und kreativer. Und das wirkt sich auf mein Sehen aus und auf meine Fotografie. Wenn ich mehr fühle, sehe ich mehr.

Rieche das Popcorn

Zieh dir deinen Pulli über und ignoriere deine vielen Gedanken und fühle mit Absicht – wie fühlt sich das Material an dir an und was macht es mit deinem Gefühl in dir drin. Spüre den Stuhl auf dem du sitzt, den Kaffeeschaum auf deiner Zunge, die Kohlensäure im Mineralwasser.  When putting on the pullover ignore your racing thoughts and purposely feel – how the material feels on you and how it makes you feel inside. Feel the chair you`re sitting on, the coffee foam on your tongue, the sparkle of the sparkling water. Atme ein und bemerke, ob du den Geruch von Sommernacht riechen kannst, von Lavendel, … – heute habe ich frisches Popcorn gerochen als ich am Kino hier am Ort vorbeigegangen bin…

Frische Bettwäsche. Zu müde, um die Augen länger offen zu halten. Aber fühle: Den kühlen Bezug. Weich. Streck deine Beine lang. Das ist jetzt, solange die Zeit nicht rennt – naja, vielleicht tut sie`s doch, aber du kannst sie für einen kleinen Moment lang einfangen.

Fühle jeden Tag wenigstens ein paar Momente richtig intensiv, bevor der Tag für immer vorbei ist, damit du mit etwas zurückbleibst, das etwas länger anhält.

X feel more cinema feeling popcorn smell photographed by Nadine Wilmanns

On finding “the Why” and time

enjoy. Mirror selfie. Why and time

(Time capsules)

Do you know why you do the job that you do? Do you know “your Why”? What is it that makes you passionate about your job? Lately, I`m trying to reveal exactly that. As a photographer, I obviously love taking and looking at photographs. Why though? What is it about photography that makes me love it so much that I choose to do it daily as my job?

One main “why” is obviously time. I believe that time is most precious and needs to be witnessed and lived, not just passed. And by that, I mean both the good and the hard times as heart-breaking they can feel. Taking pictures is to capture time capsules, so that you may see the value of the time given to you. So that you may become aware of what`s profound and important for you, your business, or what you`re doing.

...for its time

Time is so valuable because it is limited. We tend to forget that. Often, we treat time like money which can be regained and multiplied. But this is not possible with time.

Time is always different. A holiday now will be different than a holiday in five years. A day at work now will be different from a day at work in ten years. It may be entirely different next week. “God has made everything beautiful FOR ITS OWN TIME”, says King Solomon in the Bible. We cannot get back time. We need to live it now and make the best out of it. This is why it matters so much to be aware of the beauty in each ordinary day.

At the same time, we long for time to last, for moments to stay with us. Solomon writes: “HE has planted eternity in the human heart”. Maybe that`s why we love time capsules like paintings or photographs.

...against forgetting

There was one quote that I`ve read that made me realize that I wanted to be a professional photographer. I think I`ve read it on the tube in London on my one-and-a-half-hours-journey to work at the high street fashion supplier, about five years ago.

The book is called “H is for Hawk” by Helen Macdonald and she talks about her father who had just died and who was a photographer:

“… All of those thousands upon thousands of photographs (…) Each one a record, a testament, a bulwark against forgetting, against nothingness, against death. 

Look, this happened. A thing happened, and now it will never un - happen.

Here it is in a photograph: a baby putting its tiny hand in the wrinkled palm of an octogenarian.  A fox running across a woodland path and a man raising a gun to shoot it.  A plane crash. (…)  All these things happened, and my father committed them to a memory that wasn’t just his own, but the world’s. 

My father’s life wasn’t about disappearance.  His was a life that worked against it.”

I still think these are some of the most beautiful lines describing photography. It`s about the fascination and struggle with time. About creating time-capsules by taking pictures.

Ironically, it´s the very fact that we cannot stop time from passing, that ultimately makes moments special and enchanting.

The beauty of a moment and a life is that it`s one of a kind and that it won`t last forever. Even our own memories will fail to remember some of the moments that we`ve lived.

Occasions and special events, as well as routines or everyday habits – they stand for a certain era in our lives. We know that this era will end at some point and that`s what makes it bittersweet and heartbreakingly beautiful when we dare to feel this truth.

Warum und Zeit

(Zeit-Kapseln)

Weißt du, warum du den Beruf machst, den du machst? Kennst du “dein Warum”? Was ist es, das dich an deinem Beruf begeistert? Ich versuche zur Zeit genau das herauszufinden und zu formulieren. Als Fotografin liebe ich es natürlich zu fotografieren und Fotos anzuschauen. Warum aber? Was ist an der Fotografie dran, dass ich sie so sehr liebe, dass ich sie jeden Tag machen will?  

Ein großes “Warum” ist natürlich Zeit. Ich finde, dass Zeit so wertvoll ist und nicht nur verbracht, sondern erlebt und wahrgenommen werden muss. Fotos sind wie eine Art Zeit-Kapseln. Sie helfen uns dabei, den echten Wert der Zeit zu sehen, die uns gegeben ist. Dadurch kann uns bewusst werden, was wirklich wichtig für uns ist, wichtig für unser Business und für das, was wir tun.  

...zu seiner Zeit

Zeit ist so besonders wertvoll, weil sie begrenzt ist. Wir vergessen das immer wieder. Oft gehen wir mit Zeit wie mit Geld um, das wiedergewonnen und vervielfacht werden kann. Aber mit Zeit ist das nicht möglich.

Zeit ist immer anders. Ein Urlaub jetzt wird anders sein als einer in fünf Jahren. Ein Tag bei der Arbeit wird heute anders sein als einer in zehn Jahren. Schon nächste Woche kann vieles ganz anders sein. „Gott hat alles schön gemacht ZU SEINER ZEIT“, sagt König Solomon in der Bibel. Wir können Zeit nicht zurückbekommen. Wir müssen sie jetzt erleben und das Beste draus machen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir uns der Schönheit bewusst werden, die wir in jedem ganz normalen Tag finden können.  

Gleichzeitig sehnen wir uns danach, dass etwas bleibt, dass Momente bei uns bleiben. Solomon schreibt: “… auch hat Gott die Ewigkeit in das Herz der Menschen gelegt.” Das ist vielleicht der Grund warum wir Zeitkapseln wie Fotos oder Malereien so lieben.  

...gegen das Vergessen

Es gibt ein Buchzitat, das ich mal gelesen habe und das in mir den Wunsch geweckt hat, Fotografie als Beruf zu machen. Ich glaube ich hab es vor ungefähr fünf Jahren in der Tube in London gelesen, als ich gerade auf meinem anderthalb Stunden Weg zur Arbeit bei der High Street Modefirma war.

Das Buch heißt “H is for Hawk” (“H wie Habicht”) von Helen Macdonald und sie erzählt von ihrem Vater, der gerade gestorben ist und der Fotojournalist war:

“… All die tausenden Fotografien (…) Jede ist eine Aufzeichnung, ein Testament, ein Bollwerk gegen das Vergessen, gegen das Nichts, gegen den Tod.

Schau, das ist passiert. Etwas ist passiert und jetzt wird es nicht mehr un- passieren.

Hier ist es in einer Fotografie: ein Baby, das seine winzige Hand in die runzlige Handfläche einer Achtzigjährigen legt. Ein Fuchs, der über einen Waldweg rennt und ein Mann, der sein Gewehr hebt, um ihn zu erschießen. Ein Flugzeugabsturz. (…) All diese Dinge sind passiert und mein Vater hat sie in einem Gedächtnis eingeprägt, das nicht nur sein eigenes war, sondern das der Welt.

Das Leben meines Vaters handelte nicht vom Verschwinden. Sein Leben war eins, das dem Verschwinden entgegengewirkt hat.”

Ich finde immer noch, das das eines der schönsten Zitate ist, die Fotografie beschreiben. Es geht um die Faszination und die Herausforderung mit der Zeit. Es geht darum mit dem Bildermachen Zeitkapseln einzufangen.

Ironischerweise ist es genau das, dass wir Zeit nicht beim Vorbeigehen aufhalten können, was Momente besonders und bezaubernd macht.

Die Schönheit eines Moments und eines Lebens ist, dass sie einzigartig sind und nicht für die Ewigkeit bleiben. Sogar unser eigenes Gedächtnis wird sich irgenwann nicht mehr an Momente erinnern, die wir gelebt haben.

Besondere Ereignisse oder Events, genauso wie Routine und alltägliche Gewohnheiten – alle stehen für eine bestimmte Ära in unserem Leben. Wir wissen, dass diese Ära irgendwann zu Ende geht und das macht es bittersüß, zauberhaft und herzzerreißend schön, wenn wir es wagen, diese Wahrheit zu fühlen.

Picture your Highlights

highlights magazine article by Nadine Wilmanns

Halte deine Highlights fest

Recently,  I´ve written an article in the beautiful Sis-Magazine about celebrating our highlights by photographing moments of our day, every day. Admittedly, especially when you don`t live in a picture-beautiful home and if your day is full of work in front of the computer, it`s often not so easy to recognize these highlights to photograph. But really, that`s the whole point of the exercise: By making a serious effort to find and see beautiful moments it will become more effortless over time and we`ll see more of these highlights, too.  

And the major surprise will come later: Looking back after let`s say a few months and going through your highlight pictures, it will hit you: How blessed you are! How many good moments you captured that otherwise would have passed unnoticed. In fact, our life is often so much richer than we think when being in the very situation.

Give it a try and make a “pictures of summer” album. Your life might not be picture-perfect currently (and believe me: mine is far from that, too).  But by taking it day by day, picture by picture, highlight by highlight, we might be out for a surprise. Sometimes, we only see in hindsight how blessed we actually were. Realizing this in our own experience might help us appreciating our present more.

To read my magazine article (it`s in  German though) get the latest copy of the Sis Magazine: https://www.lydia.net/sis/

Halte deine Highlights fest

Neulich habe ich einen Artikel für was wunderhübsche Sis-Magazin geschrieben. Er handelt davon, unsere Highlights zu feiern, indem wir Momente unseres Tags fotografieren, jeden Tag. Zugegeben, das ist nicht immer so ganz easy, vor allem wenn man nicht in einem “Schöner-Wohnen”-zu Hause wohnt und wenn der Tag voller Computerarbeit ist. Dann kann es manchmal schwerfallen, diese Highlights zu bemerken. Aber das ist ja genau der Sinn der Übung: Wenn wir uns anstrengen, hübsche Momente zu finden und zu sehen, wird uns das mit der Zeit immer leichter fallen und wir werden immer mehr dieser Highlights sehen. 

Und die große Überraschung kommt später: Wenn wir nach sagen wir mal ein paar Monaten zurückschauen und durch unsere Fotos scrollen, werden wir überrascht sein: Wie viele gute Momente wir festgehalten haben, die sonst einfach unbemerkt an uns vorbeigegangen wären. Wie viel reicher unser Leben oft ist, auch wenn`s uns in der Situation selbst oft nicht so vorkommt. 

Versuch es selbst und mach ein “Bilder des Sommers” Album. Dein Leben ist vielleicht nicht bilderbuchmäßig (und glaub mir: meins ist es auch nicht). Aber wenn wir Tag für Tag denken, Bild um Bild, Highlight um Highlight, könnten wir überrascht werden. Manchmal sehen wir erst im Nachhinein, wie gut manches tatsächlich war. Wenn wir diese Erfahrung selbst machen, dann könnte uns das dabei helfen, den Tag heute mehr zu schätzen. 

Um meinen Magazin-Artikel “Feiere deine Highlights” zu lesen, hol dir die neue Ausgabe des Sis-Magazins: https://www.lydia.net/sis/

Story of Pink

story of pink petals
pink blossoms
story of pink petals
by Nadine Wilmanns

“Where have you been?”

“Places…”

Short as always. Some things don`t seem to change. He`s looking very handsome but very tired.  Why do I never seem to know what to say, she thinks. Only later, when the moment is gone, of course. 

“It wasn`t until I looked at the litter on the ground when I just started to notice all the pink blossoms everywhere…”, she says eventually.

“Oh yeah, right…”

“You know, things might not look too great at the moment but I`m sure everything will work out fine eventually because God has got a good plan for you. In fact, some things that seem to be crap now might turn out to be a blessing later. Just don`t lose hope.” So, that`s said, she thinks somewhat relieved. The light is very pretty because the sun is about to set, and people look happy because it`s still weekend.

“What`s hope anyway?” he asks.

“Expecting something good around any corner.”

He gets up and walks away.  She doesn`t look after him but closes her eyes. Breathe in, breathe out. Don`t cry.

Moments later, she feels his arm around her shoulder. “You`re right – there are pink blossoms wherever you set your foot”, he says. “And yet, I haven`t even noticed them until you just pointed them out. I can`t wait to see a good plan unfolding. And I still have a tenner in my pocket so we might as well get us a coffee while we wait.” She is smiling now. This might just be the best idea for today.

“Wo bist du gewesen?”

“Hier und da…”

Kurz angebunden wie üblich. Manche Dinge scheinen sich nie zu ändern. Er sieht sehr gut aus, aber auch sehr müde. Warum fällt mir nie ein, was ich sagen könnte , denkt sie. Immer erst dann, wenn der Moment vorbei ist, natürlich.

“Erst als ich hier den Müll auf den Boden gesehen habe, habe ich auch die vielen pinken Blüten überall bemerkt”, sagt sie schließlich. 

“Hm, ja…”

“Weißt du, vielleicht sieht es gerade nicht so super für dich aus, aber ich bin mir sicher, dass alles gut werden wird, weil Gott einen  guten Plan für dich hat. Kann sein, dass im Nachhinein gerade das gut war, was dir jetzt mies vorkommt. Gib nur nicht die Hoffnung auf.” So, das wäre also gesagt, denkt sie und fühlt sich irgendwie erleichtert. Das Licht ist sehr schön, denn die Sonne geht bald unter und die Leute sehen glücklich aus, denn es ist immer noch Wochenende.  

“Was soll Hoffnung überhaupt sein?” fragt er.

“Etwas Gutes an jeder Ecke zu erwarten.”

Er steht auf und geht weg. Sie schaut ihm nicht nach, sondern schließt die Augen. Einatmen, ausatmen. Nicht heulen. 

Momente später fühlt sie seinen Arm auf ihrer Schulter. “Du hast Recht, da sind pinke Blüten wo immer man hintritt”, sagt er. “Und ich hab sie nicht mal bemerkt, bis du mich gerade darauf hingewiesen hast. Ich hab` Lust, einen guten Plan aufgehen zu sehen. Und ich hab` immer noch einen Zehn-Euro-Schein in meiner Tasche, also können wir uns einen Kaffee holen solange wir darauf warten.” Sie lacht. Das könnte die beste Idee für heute sein.

Vision

Vision Nadine Wilmanns photography

How to visualize

This week, I had two photoshoots. One of them was a portrait shoot and I thought I wouldn`t need a detailed plan, but just be spontaneous. The result was ok but far from breath-taking or special. Photographer Gina Milicia gave me the advice to previsualize what I want: “The secret to a great portrait shoot is to pre-visualize the image you want and then work with your subject to create this image.”

This was great advice – for my second shoot I prepared a detailed storyboard and I was so much happier with my results. It doesn`t mean that there weren`t any in-between moments that I would shoot or slight changes of plan. In fact, one surprising in-between shot ended up to be my favourite image of the shoot. The very fact, that I’ve freed up my mind by having a detailed plan, made this in-between shot possible. Because I could take some time to just be instead of constantly thinking about what I could do next.

Top Values

Pre-visualizing is important for all creative projects – and even life itself. I`m throwing that out there while struggling to find a clear vision for my own life or career. Principles that are true for our creative projects are often similarly true for our lives. If you have a vision for how you want to live and be, well done! You are gonna take steps towards this vision while being relaxed enough to be open for surprising in-between moments, twists, and turns on the way.

For those of us, who like me struggle, it might be a good starting point to define our top values, our main purposes, that are important to us. For example, in my life and career, my top values are peace, faith, freedom, and pleasant company. So when making decisions or planning my time, I ask myself: Does this serve my purpose? This way I can move forward according to my values.

Vision Board

Writing this I`m reminded of a technique that I heard about years ago: Neuroscientist Dr. Tara Swart suggests creating a vision board. Like a collage with images out of magazines or prints or any visuals that remind you of what you want in life.

She says: “The whole look and feel of it should represent how you want your life to be. The visual images activate parts of your brain that resonate deeper down than if you write out a list of what you want. A list won’t have the same impact as if you repeatedly see these images. And when you’re going around your daily life, you’re more likely to notice opportunities to do things that you want in your life. If you see these images last thing at night before you go to sleep, it is going to make a stronger impression in your subconsciousness. And then, the next day, you’re much more likely to actually act on that if there’s a trigger that reminds you to do it at the time.”

By starting to apply this approach, I hope my vision will become clearer over time. How about you? Do you have a clear vision of how you want your life, your career, or your next project to look like? What`s your experience with this matter and do you have your own techniques for finding a vision for you?

Visualisiere

Diese Woche hatte ich zwei Fotoshootings. Eins war ein Portraitshooting und ich dachte, ich kann das spontan, ohne einen detaillierten Plan. Das Ergebnis war ok, aber nicht atemberaubend oder besonders. Fotografin Gina Milicia hat mir geraten, vorher genau zu visualisieren, was ich will: „Das Geheimnis eines tollen Portrait Shootings ist, sich das Bild, das du erreichen willst, vorher zu visualisieren und dann zusammen mit dem, den du fotografierst, daran zu arbeiten, dieses Bild zu schaffen.“

Das war ein super Rat – für mein zweites Fotoshooting habe ich ein detailliertes Storyboard vorbereitet und ich war viel zufriedener mit den Ergebnissen.  Das heißt nicht, dass ich keine spontanen “Zwischendurch-Momente” fotografiert habe, oder dass ich mich total steif an den Plan gehalten hätte. Tatsächlich war ein überraschender Zwischendurch-Shot mein Lieblingsbild des Tages. Aber gerade dadurch, dass ich meinen detaillierten Plan und daher meinen Kopf frei hatte, wurde dieser Zwischendurch-Shot erst möglich. Weil ich Zeit hatte, einfach zu sein, anstatt non-stop überlegen zu müssen, was ich als nächstes tun könnte.  

Top Werte

Visualisieren ist wichtig für alle kreativen Projekte – sogar für das Leben selbst. Ich sage das, ohne selbst eine klare Vision für mein Leben oder meine Karriere parat zu haben. 

Grundsätze, die für unsere kreativen Projekte gelten, sind oft auch auf das Leben selbst anwendbar. Wenn du dir genau ausmalen kannst, wie du leben und sein willst, ist das super! Du wirst eher Schritte in Richtung dieser Idee gehen, während du entspannt genug sein kannst, um offen zu sein für überraschende Zwischendurch-Momente auf dem Weg, für Abzweigungen oder Wendungen.

Für uns, die wir uns damit schwertun, könnte Folgendes ein guter Start sein:  Was sind die Werte, die uns am wichtigsten sind? Welches sind unsere Hauptziele, an denen uns am meisten liegt? In meinem Leben und meiner Karriere beispielsweise sind das Frieden, Glaube, Freiheit und angenehme Gesellschaft. Das heißt, wenn ich Entscheidungen treffe oder meine Zeit einteile, frage ich mich: Dient das meinen Zielen? So kann ich meinen wichtigsten Werten näherkommen.

Visions-Collage

Während ich das schreibe, fällt mir eine Technik ein, von der ich vor ein paar Jahren gehört habe: Gehirnforscherin Dr. Tara Swart schlägt vor, eine „Visions-Collage“ zu gestalten. Mit Bildern aus Magazinen oder Ausdrucken oder sonstigen visuellen Eindrücken, die uns daran erinnern, was wir im Leben wirklich wollen.

Sie sagt: „Der gesamte Look und das Gefühl der Collage sollte repräsentieren, wie du dir dein Leben wünschst. Bilder aktivieren Teile deines Gehirns, die einen tiefergehenden Effekt haben, als eine einfache Liste. Eine Liste hat nicht die gleiche Wirkung, wie wenn du immer wieder diese Bilder siehst. Im Alltag wirst du viel eher Möglichkeiten wahrnehmen, Dinge zu tun, die du in deinem Leben tun willst. Wenn du diese Bilder direkt vor dem Schlafengehen anschaust, dann wird das eine stärkere Wirkung auf dein Unterbewusstsein machen. Und dann, am nächsten Tag, wirst du viel eher danach handeln, wenn dich ein Auslöser daran erinnert.”

Ich teste das mal und hoffe, dass meine Vorstellung mit der Zeit klarer wird. Wie geht es dir mit dem Thema? Hast du eine genaue Vorstellung davon, wie dein Leben, deine Karriere, oder dein nächstes Projekt aussehen soll? Was ist deine Erfahrung damit und hast du deine eigenen Techniken, um eine Vision für dich zu finden?

Ditch that camera bag

camera without camera bag Nadine Wilmanns photography

Why having no camera bag can improve your photography

My friend was showing me her camera, that she`s just bought recently. We were just leaving the house to go for a coffee when I noticed her storing her camera back into her camera bag. “Aren`t you going to take it with you?” I asked. She hesitated. A camera bag is usually a rather ugly thing so I wouldn`t want to take it when going for a coffee with friends either. I would just hang my camera over my shoulder. “Oh, I`ll take the camera another time – it`s too heavy now”, my friend said.

It´s no surprise that this camera is only being picked up for occasions like holidays, birthdays, and other celebrations. The thing is, we can`t expect brilliant holiday pictures if we never pick up our cameras in our everyday life. We need to practice all the time to see these special moments and we need to get familiar with our camera. Plus, we don`t wanna miss the most special shots which our ordinary days provide. In fact, I find that pictures of the ordinary are THE most valuable and treasured pictures in years down the road.

Over your shoulder

Ditch that camera bag Nadine Wilmanns photography

So here`s where your camera is supposed to be: Hanging over your shoulder and ready to shoot. That means the lens cap is either at home or in our pocket. To protect the lens, I use a UV filter. This way I don`t have to fear scratches on my glass. And I don`t lose these seconds of thinking whether it`s worth taking my lens cap off. I just shoot. Oh, and I don`t use long lenses when I´m not on a photo job, but I use a tiny 35 mm prime lens, not more than 3 cm long. Nothing more annoying than a long lens banging against stuff when out and about.

A camera bag is even worse than a lens cap. Because until you have taken out your camera, the moment has most likely passed. And half the time you`re not taking a shot at all because you can`t be bothered to take the camera out of the bag.

Your camera is a tool, not a treasure

The only occasion when I would use a camera bag is when I`m on a photo job and it`s raining. For these occasions, I have an old cheap cooler bag that isn`t really capable of cooling things down but just keeps sandwiches from getting all soggy in the heat. I found it unused in my mom’s kitchen: it`s waterproof and even padded. When I`m not on a job and it`s raining I would just wear my camera under a longer jacket.

Keep in mind that your camera is a tool, not a shiny treasure to store safely in your closet. It`s made to be used. If it`s too heavy for you to take it with you in your everyday life, you`re gonna be better off with a lighter model. If you`re worried about something happening to your expensive gear, you`re better off buying cheap gear instead. A cheap little second-hand bought Olympus Pen that you`re actually using to the extreme is better for your photography than a high-end brand-new Leica that you`re afraid to break.

Remember that it`s the pictures that come out of your camera which are the true treasures, not the camera itself. There`s a nice interview with Magnum photographer Alex Webb on www.magnumphotos.com. He says: “Great photographs have been taken with all kinds of cameras—from Brownies to 8×10 cameras, from smartphones to 35mm cameras. These days, some photographers are taking remarkable photographs with smartphones. In the end, what’s most important is how one sees. The camera itself is merely a tool.”

Warum du ohne Kameratasche bessere Fotos machst

Meine Freundin zeigt mir ihre Kamera, die sie gerade neu gekauft hat. Wir brechen gerade auf, um Kaffee trinken zu gehen, als ich sehe, wie sie ihre Kamera zurück in die Kameratasche steckt. „Nimmst du die nicht mit?” frage ich. Sie zögert. Eine Kameratasche sieht normalerweise eher hässlich aus, deswegen hätte ich auch wenig Lust, sie zum Kaffeetrinken mitzunehmen. Meine Kamera hängt einfach über meiner Schulter. “Ach, ich nehme die Kamera mal wann anders mit – gerade ist sie mir zu schwer”, antwortet meine Freundin.

Es überrascht nicht, dass diese Kamera nur für Urlaube, Geburtstage und andere Feiern hervorgeholt wird. Sie Sache ist die: Wir können nicht erwarten, dass wir im Urlaub super Bilder schießen, wenn wir unsere Kamera im Alltag nie verwenden. Wir müssen dauernd üben, um diese besonderen Momente zu sehen und vor allem müssen wir mit unserer Kamera wirklich vertraut sein. Außerdem wollen wir doch nicht diese besonderen Schnappschüsse verpassen, die uns unser Alltag bietet. Tatsächlich finde ich die Alltagsbilder nach Jahren die am Allerwertvollsten.  

Über deiner Schulter

Ditch that camera bag Nadine Wilmanns photography

Hier ist also wo deine Kamera sein sollte: Über deiner Schulter hängend und schussbereit. Das heißt, dass dein Objektivdeckel entweder zu Hause oder in deiner Tasche ist. Um das Objektiv zu schützen, benutze ich einen UV-Filter. So muss ich mir wegen Kratzern keine Sorgen machen. Und ich verliere nicht diese Sekunden des Nachdenkens, ob es sich lohnt, den Kameradeckel runterzumachen oder nicht. Ich mache einfach das Bild. Oh, und ich verwende keine langen Objektive, wenn ich nicht auf einem Fotojob bin. Stattdessen verwende ich ein kleines 35mm Objektiv mit Festbrennweite, das nicht länger als drei Zentimeter ist. Nichts Nervigeres als ein langes Objektiv, das ständig gegen etwas stößt, wenn man unterwegs ist.

Eine Kameratasche ist noch ungünstiger als ein Kameradeckel. Denn bis du deine Kamera aus der Tasche geholt hast, ist der Moment wahrscheinlich vorbei. Und oft machst du erst gar kein Bild, weil es so umständlich ist, diese Kamera erst aus der Tasche zu holen.

Deine Kamera ist ein Werkzeug, kein Ausstellungsstück

Der einzige Anlass, wenn ich eine Kameratasche verwende, ist wenn ich auf einem Fotojob bin und es regnet. Für diese Anlässe habe ich eine alte billige Kühltasche, die nicht so richtig kühlt, sondern höchstens ein Sandwich einigermaßen vor Hitze schützen kann. Ich hab diese Kühltasche unbenutzt in der Küche meiner Mutter gefunden – sie ist wasserdicht und sogar gepolstert. Wenn ich nicht für einen Job unterwegs bin und es regnet, dann trage ich meine Kamera einfach unter einer langen Jacke.

Mach dir klar, dass deine Kamera ein Werkzeug ist, nicht ein Ausstellungsstück, das du sicher in deinem Schrank abschließt. Sie ist zum Benutzen gemacht. Wenn eine Kamera zu schwer für dich ist, um sie in deinen Alltag zu tragen, dann bist du mit einem leichteren Modell besser beraten. Wenn du dir Sorgen machst, dass deiner teuren Ausrüstung etwas passiert, dann wäre es vermutlich besser, dir billigere Sachen zuzulegen. Eine günstige Second-Hand gekaufte Olympus Pen, die du tatsächlich auch benutzt, ist für deine Fotografie besser als eine neue Leica, …..

Denk daran, dass es die Bilder sind, die aus der Kamera kommen, die die wirklichen Schätze sind, nicht die Kamera selbst. Es gibt ein schönes Interview mit Magnum Fotograf Alex Webb auf www.magnumphotos.com. Er sagt: “Tolle Fotos wurden mit allen möglichen Kameras gemacht – ob mit Brownies oder 8×10 Kameras, ob mit Smartphones oder 35mm Kameras. Heute machen Fotografen bemerkenswerte Bilder mit Smartphones. Am Ende ist das was zählt, wie jemand sieht. Die Kamera selbst ist nur ein Werkzeug.”

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