How to learn from mistakes

Learn from mistakes notebook

Create a personal notebook of learned lessons

Create a personal notebook of learned lessons

Isn`t it that our own mistakes are our best teachers? Yet, I`m still scared to make mistakes. And on top of that, I often feel like I haven`t learned at all, thinking: ‘Oh no, I should know by now – why have I made this mistake AGAIN?’

Therefore, I have now started collecting my photography mistakes in a notebook. But actually, no – and here`s the trick: It`s more like I`m collecting learning lessons, solutions, or advice. After each photo shoot, I review everything. From the planning to the photoshoot itself, to post-processing and communication with people in the process. I then think about how I can improve. Basically, I`m giving myself advice. Or I`m asking fellow photographers or talk to other people to hear their advice. And then I note this down. Together with the date and the name of the photoshoot so I can remember the precise situation. 

Collecting lessons

So instead of noting: “Shouldn`t have stayed in that bad light when photographing that person”, I would note: “When the light isn`t good, I can ask for two minutes to myself to look for better options.” This way, I`m turning mistakes straight into learning. And by noting it down it`s more likely to stay with me. Plus, I can scroll through the pages before a photoshoot just to remind myself of relevant things to consider.

Another side effect of these notes: I´m not so terribly scared of making mistakes anymore because I can effectively turn them into learnt lessons in my notebook – in fact, I`m now collecting them. Not that I would make mistakes on purpose, of course. But when they happen, I now can finally see them more as opportunities for learning. Which as well makes it easier to get over these mistakes quickly, and not giving myself a hard time for having made them. Because I feel I`m actively doing something to improve.

Faith

Someone once told me a story about a teacher of people who are to be trained to sell stuff. (I think I have shared this story before, but it really fits here, so here it is again). This teacher sends his students out for a competition: They all should knock on people’s doors to sell stuff and the one who collects the most rejections in one week is the winner.

I found this story really encouraging: We don`t need to run from rejection – and not from mistakes either. Instead we can say: ‘Oh, I can learn something here.’ Rejection as well as mistakes are part of the job (and part of life really). The braver we are, the more we try with faith instead of fear, the more we experience, and the more we learn and grow.

Mach dir ein Notizbuch mit Lektionen

Mach dir ein Notizbuch mit Lektionen

Sind nicht unsere eigenen Fehler unsere besten Lehrer? Trotzdem graut es mir immer ein bisschen davor, Fehler zu machen. Und außerdem habe ich oft das Gefühl gar nichts gelernt zu haben und denke: ‚Oh nein, ich sollte das doch inzwischen besser wissen – warum hab ich diesen Fehler nun schon wieder gemacht?‘

Deswegen habe ich jetzt damit begonnen, meine Fotografie- Fehler in einem Notizbuch zu sammeln. Also nein, eigentlich sammle ich nicht meine Fehler – und hier ist der Trick: Ich sammle eher Lösungen oder Ratschläge an mich selbst. Nach jedem Fotoshooting gehe ich alles nochmal durch: Von der Planung, über das Fotoshooting selbst, zur Nachbearbeitung und der Kommunikation mit denen, die beteiligt waren. Und ich überlege, wie ich was besser machen kann. Ich berate mich also selbst. Oder ich frage befreundete Fotografen oder rede mit anderen, um deren Rat zu hören. Und dann schreibe ich das auf, zusammen mit dem Datum und Namen des Fotoshootings, damit mir eine konkrete Situation dazu im Kopf bleibt. 

Lektionen sammeln

Also anstatt zum Beispiel zu schreiben: “Ich hätte mit der Person, die ich fotografiert habe, nicht in diesem schlechten Licht bleiben sollen“, schreibe ich: „ Wenn es nur schlechtes Licht gibt, kann ich um 2 Minuten Zeit für mich fragen, um mich nach besseren Optionen umzuschauen.” So werden Fehler direkt in Ratschlägen und Lernerfahrungen umgewandelt. Dadurch, dass ich das aufschreibe, kann ich es mir besser merken. Und ich kann vor einem Fotoshooting nochmal durch die Notizen blättern, um mich an Dinge zu erinnern, die ich beachten muss.

Noch ein Effekt ist: Ich habe nicht mehr so schlimme Angst davor, Fehler zu machen. Weil ich sie in effektive Lektionen in meinem Notizbuch verwandeln kann – ich sammle sie sogar. Natürlich mache ich nicht absichtlich Fehler. Aber wenn sie passieren, kann ich sie endlich als Gelegenheiten zum Lernen sehen. Das macht es gleichzeitig einfacher, schnell über diese Fehler hinwegzukommen. Und mir selbst nicht das Leben mit Selbstkritik schwer zu machen. Immerhin habe ich das Gefühl, dass ich aktiv etwas mache, um besser zu werden.

Vertrauen

Es gibt eine Geschichte von einem Lehrer mit Studenten, die lernen sollen Dinge zu verkaufen.  (Ich hab sie glaub ich schon mal in einem Post erzählt, aber sie passt hier so gut, dass ich sie nochmal erzähle). Dieser Lehrer schickt alle seine Schüler in einen Wettbewerb: Alle sollen bei irgendwelchen Leuten an deren Türen klopfen und ihnen etwas verkaufen. Derjenige, der die meisten Absagen bekommt, ist der Gewinner.

Mich hat diese Geschichte total motiviert. Wir brauchen  vor Ablehnung nicht wegzurennen – und auch nicht von unseren Fehlern. Stattdessen können wir sagen: ‘Ah, da kann ich was lernen.’  Ablehnung genauso wie Fehler sind Teil des Jobs (und des Lebens). Je mutiger wir sind, je mehr wir mit Offenheit und Vertrauen statt mir Angst ausprobieren und versuchen, desto mehr Erfahrungen können wir sammeln und desto mehr können wir lernen und besser werden.

Creativity

detail in mirror

Notes about being creative after a not overly creative, busy day

Creativity needs some prayers and letting go. It needs fresh air and downtime. Chats with friends, some laughing out loud and being childish. Truly tasting and enjoying a piece of cake, a milky coffee with whipped cream on top, or something we love. Some moving around helps, too – be it doing a dance, going for a walk, or just cleaning or tidying up. Going out. Observing. Screen-free time. Reading. Daydreaming. A hot shower. Time. It certainly needs the Sunday off to wind down and relax – or any day once a week for that matter.

Furthermore, creativity needs patience, forgiving self-care, and softness. We need to be “on our side” and “for us” no matter what`s going on. What can we do here at this very moment for ourselves? On the other hand, I don`t think that creativity minds a push, effort, and discipline though. And it does need commitment, resilience, habit, and the occasional fight.

Feeling heartbreak, hardship, and suffering in just the right kind of dosage are just brilliant for being creative. By the right kind of dosage, I mean as much, as it doesn`t paralyze us.

Defining success according to our own standards.

Personally, I find creativity dies with comparison, judgment, inner pressure, and trying to please people. But it grows with the idea of abundance and that there`s space for everyone. When I`m open and without judgment towards others, I can be more creative myself. 

When too busy there`s no room for creativity because it needs its space to unfold. Sometimes it needs saying: “Stop, that`s enough, I`m gonna go on thinking about this tomorrow, but for now I need a break.” It, too, needs saying: “Thanks God for what I`ve achieved already, and I trust that you`ll give me a good idea when I need it.”

Notizen zum Kreativsein nach einem mittelmäßig kreativen, sehr geschäftigen Tag

Kreativität braucht Gebete und loslassen. Sie braucht frische Luft und Auszeit. Mit Freunden reden, laut lachen, kindisch sein. Mit richtig viel Genuss ein Stück Kuchen essen oder einen Milchkaffee mit Sahne obendrauf trinken oder eben etwas was wir lieben. Bewegung hilft auch – sei es tanzen, spazieren gehen oder auch einfach putzen und aufräumen. Rausgehen. Beobachten. Zeit ohne Bildschirm. Lesen. Tagträumen. Eine heiße Dusche. Zeit. Kreativität braucht auf jeden Fall Sonntags Freiheit, zum runterkommen und entspannen – oder an sonst einem Tag in der Woche.

Sie braucht Geduld, sich selber vergeben und sich gut um sich selbst kümmern. Wir müssen „auf unserer Seite“ und „für uns“ sein, was auch immer gerade los ist. Was können wir hier gerade eben für uns tun? Andererseits denke ich nicht, dass ein Schubs, Mühe und Disziplin der Kreativität schaden. Und sie braucht auf jeden Fall Verbindlichkeit, Ausdauer, Gewohnheit und ab und zu Kampf.

Herzschmerz, Schwierigkeiten und Leiden in der richtigen Dosierung sind perfekt, um kreativ zu sein. Mit der richtigen Dosis meine ich so viel, dass es uns nicht lähmt.

Erfolg entsprechend unsrer eigenen Maßstäbe definieren

Persönlich finde ich, dass Kreativität durch Vergleiche, Werturteile, inneren Druck und “Anderen-gefallen-wollen” stirbt. Aber sie wächst mit der Idee, dass es Überfluss gibt und Platz für jeden. Wenn ich offen bin und andere nicht beurteile und bewerte, kann ich selbst kreativer sein. 

Zu viel zu tun zu haben, nimmt der Kreativität den Raum, weil sie Platz zum Entfalten braucht.

Manchmal müssen wir sagen: „Stop, das reicht jetzt, ich mache mir da morgen weiter Gedanken, aber jetzt brauche ich erstmal Pause.“ Und auch: „Danke Gott, was ich schon erreicht habe, und ich verlasse mich darauf, dass du mir eine gute Idee gibst, wenn ich eine brauche.“

Read more: How to be creative

Light-Photography

Light Photography

Light-Photography

Some of my favourite photographs are of light. By that, I mean light as the main element; those pictures that are purely about the light.

At times I find it quite relaxing to not look for “pretty things”, but just a light spot. And then experiment. Sometimes I delete the whole lot of pictures again later because there wasn`t anything of significance. But it`s all about experimenting anyway. And often there are surprises.

Underexpose

What I do is, I underexpose the picture via exposure compensation so that the exposure is right for the light spot while the rest of the picture is underexposed. (On the camera phone that means moving the exposure slider right down). If the light spot is very bright compared to its surroundings that means you`ll have a lot of black areas in your picture. But that`s usually brilliant because it adds to the drama.

When days are quite challenging (like lately), I find it kind of “energy-preserving” to just lift my attention on something as simple as the light for a while. Nothing exciting has to happen, no beautiful surroundings are needed, just a light spot and a camera.

By the way, in this regard, I really like this blog post on A Farm Girls Life: “Light and Shadow Experiments”. It makes you feel like light hunting right away. Enjoy:_)

Licht-Fotografie

Licht-Fotos gehören zu meinen Lieblingsfotos. Damit meine ich Fotos, die Licht als Hauptelement haben; solche, in denen es nur um das Licht geht.

Manchmal finde ich es ganz entspannend, nicht unbedingt „hübsche Dinge“ sehen zu wollen, sondern einfach nur nach einem Lichtfleck Ausschau zu halten. Und dann zu experimentieren. Kommt vor, dass ich später alle Bilder wieder lösche, weil nichts Besonderes dabei war. Aber es geht ja eh vor allem um das Experiment. Und oft sind Überraschungen dabei.

Unterbelichten

Ich mach` es so, dass ich das Bild über die manuelle Belichtungskorrektur unterbelichte, damit die Belichtung genau richtig für den Lichtfleck ist, während das restliche Foto unterbelichtet wird. Wenn der Lichtfleck im Vergleich zur Umgebung sehr hell ist, hat man viele schwarze Bereiche im Bild. Aber das ist meistens gerade gut, weil das Licht dann noch dramatischer wird.

An anstrengenden Tagen (wie in dieser Corona-Zeit) finde ich es „energieschonend“ meine Aufmerksamkeit für eine Weile auf etwas Einfaches wie Licht zu richten. Nichts Spannendes muss passieren, man braucht keine superschöne Umgebung, nur einen Lichtfleck und eine Kamera.

Übrigens mag ich in dem Zusammenhang den Blog Post auf A Farm Girls Life: “Light and Shadow Experiments”. Man bekommt sofort Lust, auf Licht-Jagd zu gehen. Viel Spaß :_)

Light-photography

Character-Style (How to dress with character)

Fashion style

Character Style

In fittings at Wunderkind, I recall Wolfgang Joop sometimes grabbing the fabric of a perfectly ironed skirt or blouse in order to crease and puff it slightly. So that it would look more vivid. He used to like casual ease and looseness in his looks. Fashion needs some creases and some life. Signs of use and fun, coolness, easiness. “Whenever you dedicate yourself to fashion too dearly, it will laugh at you”, said the Wolfgang Joop Instagram account the other day. 

A quality-garment that`s been cared for and that`s been worn often has character. It has a story, it has proven that it`s durable and of good quality. A new item would need some time of wearing it to look easy-going and stylish in an understated way. That`s one of the reasons why buying vintage is such a good idea. 

The Style Balance

Caring about our look but not being too fussed about it is a balance that results in good style. Because if we look too “polished and perfect”, like having made a big effort, the understated style is gone right out of the window. Good style looks natural and effortless – like fun. 

So, let`s embrace the first wrinkles in our coat after a picnic in the park. Let`s enjoy seeing the creases in our time-worn but well-maintained shoes that have walked with us through many winters. And be happy about wearing our woolen pullovers that were once our moms’ when we were still little kids. They are not just clothes that make us look good, but clothes with memories attached, with stories and traces of life.

Character-Stil

In Anproben bei Wunderkind ist mir manchmal aufgefallen, dass Wolfgang Joop ab und zu den Stoff eines perfekt gebügelten Rocks oder einer Bluse leicht angeknittert und gebauscht hat, um ihn lebendiger aussehen zu lassen. Er mochte etwas Lässig-Unangestrengtes und Leichtigkeit in seinen Looks. Mode braucht ein paar Knitter. Gebrauchsspuren, Leben, Coolness, (Nach-)Lässigkeit. “Wenn du dich der Mode zu sehr hingibst, wird sie dich auslachen“, hieß es neulich auf dem  Wolfgang Joop – Instagram- Account. 

Ein Kleidungsstück von guter Qualität, das gepflegt ist und oft getragen wurde, hat Charakter. Und es hat eine Geschichte, es hat bewiesen, dass es was aushält und dass es von Qualität ist. Ein neues Kleidungsstück müsste erstmal eine Zeit lang eingetragen werden, damit es lässig und nach Understatement aussieht.  Das ist übrigens einer der Gründe, warum Vintage kaufen so eine gute Idee ist.

Die Stil - Balance

Uns um unseren Look kümmern, aber nicht zu sehr – die Balance macht den Stil. Wenn wir aussehen wie aus dem Ei gepellt, als hätten wir uns total bemüht, dann ist der Stil dahin. Guter Stil sieht natürlich, unangestrengt und nach Spaß aus.

Ich schlage also vor, wir freuen uns über die ersten Knitter in unserem Mantel nach einem Picknick im Park. Genießen es, wenn wir die Falten an unseren ausgetragenen, aber gut gepflegten Schuhen sehen, nachdem wir mit ihnen durch viele Winter gegangen sind. Freuen uns über unsere Wollpullis, die mal unserer Mutter gehört haben, als wir noch klein waren. Das sind nicht nur Kleider, die uns gut aussehen lassen, sondern Kleider mit Erinnerungen dabei, mit Geschichten und Spuren vom Leben.

Five thoughts about dealing with criticism

deal with criticism shadow in suset

Photograph your successes (and other thoughts about dealing with criticism)

Today I had to face harsh and personal criticism. And while I knew I shouldn`t “take it personally”, I didn`t know what that really means let alone how to do it. So, I`ve let this offence drain a lot of my energy – really, I felt like just having played Wimbledon (and lost) by the end of the day. Do you know that feeling? So, while I`m clearly not an expert in dealing with criticism, I`ve thought about some ideas about this, that might be helpful to share. Because when we get better at dealing with criticism not only will we preserve our energy, but we won`t dread offence so much and won`t let it hold us back from becoming braver as a professional and as a person.

It`s more about the criticizer

Anyway, back to the story: Lucky enough I had a coaching session scheduled tonight (www.ichinencoaching.com) so this was brilliant timing to discuss the issue. And I think I finally can make use of this “Don`t take it personally”: It often has nothing to do with us as a person, when being criticized, but in fact with the person who is criticizing. “Hurting people hurt people”, says Joyce Meyer. Equally one could say: People who feel attacked attack others. While talking about the situation I understood why the person who offended me did so. That doesn`t make the attack less mean but we are likely to not feel so angry about it knowing why the person offended us. So, I think it`s helpful to calmly analyze the situation that we have been criticized about to see why the other person has said what she has said.

Take notice of successful moments

Secondly, I can obviously recommend talking to somebody (but not ranting) who doesn’t judge. Who reminds us that if the criticism was justified we can work on ourselves. And that either way we have a lot of successes and achievements, too.

Talking about achievements: It`s helpful to really take notice of achievements as they happen. So that we can remember them in these kinds of situations. Only yesterday I`ve received best grade for my final work for my journalism degree and I hardly acknowledged it (not half as much as I took notice of this criticism today). So, I think taking a picture of these successful moments (big or small) or just writing a note in my planner might be a useful habit.

I wish I had said...

Another thing I struggled with, was to find the “right words” in the moment of attack. It was only afterwards that I came up with the phrases that I wished I had said. However, it helps to nevertheless say those phrases out loud afterwards – just for ourselves then. Because having practised, we will eventually find an appropriate peaceful response in a “real” situation, one that also honours what we think.

Oh, and not to forget: I think a good first aid after having been attacked is to be a good friend to ourselves. Which means that we don`t hurry on with the day but slow down a bit and maybe sip a coffee or tea, slip into soft clothes, say a little prayer and allow for a little downtime. Of course, it would be brilliant to be a superwoman with the perfect mindset who never gets upset but just moves on with her day. But hey, then again, taking things to heart also means that we have a heart, no?

Fotografiere deine Erfolge (und mehr zum Umgang mit Kritik)

Heute hat mich jemand ziemlich hart und persönlich kritisiert. Zwar wusste ich, dass ich das „nicht persönlich nehmen“ soll, aber mir war nicht klar, was das genau bedeutet und schon gar nicht wie das geht. Also habe ich mir von dieser Sache viel Energie rauben lassen – ehrlich, ich hab mich heute Abend gefühlt, als hätte ich Wimbledon gespielt (und verloren). Kennst du das Gefühl? Wie du siehst bin ich nicht gerade ein Experte darin, mit Angriffen umzugehen. Aber ich dachte, ich schreibe ein paar Ideen darüber auf, die uns in Zukunft helfen könnten. Denn wenn wir besser mit Kritik umgehen können, dann können wir nicht nur unsere Energie sparen, sondern wir fürchten uns nicht mehr so sehr davor, angegriffen zu werden und dadurch werden wir mutiger im Job und überhaupt als Mensch.

Es geht eher um den, der Kritik übt

Jedenfalls zurück zur Story: Glücklicherweise hatte ich heute Abend eine Coaching Stunde, das war also super Timing um die Sache zu besprechen. Und ich denke, ich kann jetzt mit diesem „Nimm`s nicht persönlich“ was anfangen: Es hat oft überhaupt nichts mit uns als Person zu tun, wenn uns jemand kritisiert, sondern mit der Person, die die Kritik äußert. „Verletze Menschen verletzen Menschen“, sagt Joyce Meyer. Genauso könnte man sagen: Leute, die sich angegriffen fühlen, greifen andere an. Als ich über die Situation, wegen der die Person mich angegriffen hat, gesprochen habe, habe ich verstanden, warum sie das gemacht hat. Das macht den Angriff nicht weniger gemein, aber wir sind doch nicht mehr so sauer, wenn wir verstehen, warum uns jemand angreift. Also ich denke, es ist hilfreich, die Situation ruhig zu untersuchen wegen der wir kritisiert wurden, um zu sehen, warum die andere Person uns angegriffen hat. 

Halte Erfolgsmomente fest

Außerdem kann ich natürlich sehr empfehlen, die Sache mit jemandem zu besprechen (ohne zu schimpfen oder zu lästern), der nicht urteilt. Der uns daran erinnert, dass wir an dem arbeiten können, für das wir zu Recht kritisiert worden sind. Und dass wir – so oder so – auch schon viele Erfolge hatten.

Apropos Erfolge: Mir ist mal wieder klar geworden, wie hilfreich es ist, wirklich Notiz von Erfolgsmomenten und Lob zu nehmen, um sich dann in schwierigen Situationen daran zu erinnern. Gerade gestern habe ich eine Eins für meine Abschlussarbeit für mein Journalismus-Studium bekommen und ich habe es gar nicht gebührend gefeiert. Tatsächlich habe ich dem nicht mal halb so viel Beachtung geschenkt, wie dieser Kritik heute. Also ich denke, es ist eine gute Gewohnheit von Erfolgsmomenten (auch den Kleineren) ein Foto zu machen oder zumindest eine Notiz im Terminkalender.

Ich wünschte, ich hätte ... gesagt.

Noch eine Sache, die ich schwierig fand, war die “richtigen Worte” zu finden als die Frau mir all ihre Anschuldigungen entgegenwarf. Erst später sind mir die Sätze eingefallen, die ich hätte sagen wollen. Allerdings ist es hilfreich, diese Sätze trotzdem – dann einfach danach und nur für mich selbst – zu sagen. Denn wenn wir das üben, finden wir irgendwann auch friedliche passende Antworten in der”echten” Situation, eine die auch das was wir selbst denken wertschätzt.

Oh, und nicht zu vergessen: Ich denke eine gute Erste Hilfe nach Kritik ist es, uns selbst ein guter Freund zu sein. Das heißt, dass wir nicht einfach weiterhetzen, sondern ein bisschen langsam machen, vielleicht einen Kaffee oder Tee schlürfen, in weiche Wohlfühlkleidung schlüpfen, ein kleines Gebet losschicken und uns eine Mini-Auszeit gönnen. Klar wäre es toll, Superwoman zu sein, die das perfekte Mindset hat und die sich nie angegriffen fühlt, sondern einfach mit ihrem Tag weitermacht. Aber hey, wenn wir uns Dinge zu Herzen nehmen, dann heißt das doch eigentlich vor allem, dass wir ein Herz haben, oder?

Story (about the pleasure of not having)

story about the pleasure of not having coffee shop

Story

(about the pleasure of not having)

Here is a little story (about the pleasure of not having):

“Some say you will love me one day and I will wait, I will wait to get your loving one day…”, she sang quietly to the song in her ear. It was raining so Emmy took the train to work instead of the bike and that meant listening to music on the way. “Late again”, she thought but wasn`t bothered. Her co-workers were late most of the time, too, because their boss usually wouldn`t come in before eleven.

At the station, she bought a coffee to go. Really, she should prefer green tea over coffee, Emmy thought. But this isn`t going to happen today. Actually, she should grow up, start thinking about a steady job, man, kinds, all that stuff, but this isn`t going to happen today either.

°__*.♡

When she arrives at work, the guy is there already, emptying out the bins in front of the building. He beams when he sees her and so does she. “Did you listen to the video I showed you yesterday?”, Emmy asks. “I had to stop the van because it made me laugh so much”, he replies. She giggles and turns to go in. “See you later!”

Time went on again. Just seconds before it had stopped for her. She thought about their little chat and how he had looked this morning:  like New York (“dressed all in black, cigarette behind your ear and your hair slicked back”, she was humming in her thoughts). She had always dreamed of New York, not that she`s ever been. There was no way she would be able to concentrate much for another while. She would have to wait for that light dizziness in her head to go.

“Aww, you made his day”, said her co-worker who had seen them. “Rubbish”, Emmy shook her head but couldn`t help smiling. They kept saying he fancied her and that he will ask her out soon. But as much as she wanted this to happen, she kind of didn`t want him to. So, she kept things casual and cool, ignored any of his hints, not giving him much of an opportunity to ask for a date.

°__*.♡

At lunch, she took her book and went to the coffee shop around the corner. The rain was gone but the clouds were low over the busy city. With her coffee, she sat outside watching the people rushing by. He could come round the corner at any time. He might still be in the area. Inhaling the smoke of her cigarette she felt that little pain of longing in her stomach. She closed her eyes.

If she went for a date with him this would go and be replaced by some other feeling that she might like. But she would miss that one here. This delicious little heartache, this painful little pleasure, best enjoyed with a coffee and a cigarette. This dream in her head would always stay perfect and beautiful with just the right amount of heartbreak.

Really, they should go out together, but this isn`t gonna happen today.   

Erzählung

(über das Vergnügen nicht zu haben)

Hier ist eine kleine Geschichte:

“They say you will love me one day and I will wait, I will wait to get your loving one day…”, singt sie leise zu dem Lied in ihrem Ohr. Es regnet, deswegen ist Emmy in der Bahn zur Arbeit statt auf dem Fahrrad und das bedeutet Musik. „Mal wieder zu spät“, denkt sie, aber es ist ihr egal. Ihre Kolleginnen sind auch meistens zu spät, weil der Chef normalerweise nie vor elf reinkommt.

An der Station kauft sie Kaffee to go. Sie sollte lieber grünen Tee statt Kaffee trinken, denkt sie. Aber das wird heute nicht passieren. Überhaupt sollte sie erwachsen werden, an einen festen Job, Mann, Kinder und all diese Dinge denken, aber auch das wird heute nicht passieren.

°__*.♡

Als sie bei der Arbeit ankommt, ist der Mann schon da und leert die Mülleimer vor dem Gebäude. Er strahlt als er sie sieht und sie strahlt zurück. „Hast du dir das Video noch ganz angeschaut, das ich dir gestern gezeigt habe?“, fragt Emmy. „Ich musste sogar anhalten, weil ich so lachen musste“, antwortet er mit lachenden Augen. Sie kichert und wendet sich zum Gehen. “Bis dann!”

Die Zeit läuft wieder weiter. Noch vor ein paar Sekunden ist sie für Emmy kurz stehen geblieben. Sie denkt an ihre kleine Unterhaltung und wie er heute Morgen ausgesehen hat: wie New York (“dressed all in black, cigarette behind your ear and your hair slicked back”, summt sie in Gedanken). Sie hat immer von New York geträumt, nicht dass sie je da gewesen ist. Es wird ein Weilchen dauern, bis Emmy sich wieder konzentrieren kann, sie kennt das schon. Sie wird warten müssen, bis dieser kleine Schwindel in ihrem Kopf weg ist.

“Ohh, jetzt hast du seinen Tag gerettet“, hat ihre Kollegin gesäuselt, die die beiden beobachtet hatte. „Ach Quatsch“, hat Emmy den Kopf geschüttelt, konnte sich das Lächeln aber nicht verkneifen. Ihre Kollegen sagen ihr dauernd, dass er sie gut findet und, dass er sie bald auf ein Date einladen wird. Aber so sehr sie sich das wünscht, irgendwie will sie es doch wieder nicht. Also verhält sie sich lässig und unverbindlich, ignoriert alle seine Andeutungen und gibt ihm keine Vorlage, sie einzuladen.

°__*.♡

In der Mittagspause schnappt sie ihr Buch und geht ins Café um die Ecke. Der Regen hat aufgehört, aber die Wolken hängen tief über der geschäftigen Stadt.  Mit ihrem Kaffee sitzt sie vor dem Café und beobachtet die vorbeieilenden Passanten. Er könnte jederzeit um die Ecke kommen. Er könnte immer noch in der Gegend sein. Emmy zieht tief an ihrer Zigarette und fühlt den kleinen Schmerz der Sehnsucht in ihrem Magen. Sie schließt ihre Augen.  

Wenn sie mit ihm ausgehen würde, dann würde das verschwinden und durch ein anderes Gefühl ersetzt werden, das sie mögen könnte. Aber sie würde das hier vermissen. Diesen köstlichen kleinen Herzschmerz, dieses wehmütig stechende kleine Vergnügen, das am besten mit Kaffee und Zigarette genossen wird. Dieser Traum in ihrem Kopf, der immer perfekt und schön bleiben wird, mit genau der richtigen Portion Herzzerbrechen. Sie sollten zusammen ausgehen, aber das wird heute nicht passieren.

Story about the pleasure of not having . Coffee shop coffee

The pictures have been taken in the beautiful Farm Girl Café in London.

Read more about enjoying here: To enjoy

Capture the 50:50

capture the 50:50 light photography

Capture the 50:50

Did you know that life is 50:50? It`s half positive and half negative – a balance.  I`ve learned that in an episode of “The life coach school” by Brooke Castillo. I kind of knew that, and then again, I didn`t. What it means is: It`s just fine and normal to not have great things happening half the time. I don`t have to “fix” that, but it`s part of the human experience.

In order to document life as a photographer, we don`t just capture the happy and bright moments, but the dark ones too. Because only both together make up the full human experience, the full story.

More creative...

When feeling sad or worried, picking up the camera often feels like a huge effort to me. I probably find it hard to face what`s bothering me, and rather want to block it out and avoid it.

There can be great beauty in the “negative”, tough. Just think of all those bittersweet stories in the cinemas – those films wouldn’t be half as beautiful if they didn’t tell us about all the heartbreak. And it`s the heartbreak that makes us sensitive to a lot of beauty around us – and that can ultimately make us more creative.

The full bittersweet experience

If we practise to photograph the “negative 50”, we might not feel the urge to avoid them anymore. We might stop being afraid of heartbreak, because we know that we can “be” with it by looking for it`s weird and special beauty. And our photographs will remind us that worries, fears, difficulties, or sorrow weren`t here to stay. But that there was some of the “other 50” after.

This way, the camera could help us as a tool to face hard times. It may help us to be “present with whatever the truth is right now”, as Brooke Castillo puts it.

With all the uncertainties ahead, it`s good to know that God has provided a good balance for us, and that, however we will feel, we can pick up our camera and observe and document. That way, we can find the beauty that may be hidden. And we won`t need to avoid, but we can have the full bittersweet experience of life.

Fotografiere das 50:50

Wusstest du, dass das Leben 50:50 ist? Halb positiv, halb negativ- ein Gleichgewicht. Ich habe das in einer Folge des Podcasts „The life coach school” von Brooke Castillo gelernt. Ich wusste das schon irgendwie, aber so richtig klar war es mir nicht. Es ist ok und normal, dass die Hälfte der Zeit nicht besonders toll ist, sondern vielleicht anstrengend und manchmal sogar schmerzhaft. Ich muss das nicht „beheben“, sondern es ist einfach Teil der menschlichen Erlebens.

Um als Fotograf echtes Leben zu dokumentieren, fangen wir nicht nur die glücklichen, strahlenden Momente ein, sondern auch die Dunklen. Weil sie nur zusammen das menschliche Erlebnis ausmachen und die Geschichte komplett machen.

Kreativer...

Wenn wir traurig oder besorgt sind, dann kann es sich wie eine große Anstrengung anfühlen, die Kamera in die Hand zu nehmen. Wir finden es vielleicht schwer, uns dem zu stellen, was uns umtreibt. Wir wollen es vielleicht lieber ausblenden und einen Bogen drum herum machen.

Aber im „Negativen“ kann große Schönheit sein. Denk nur an die bittersüßen Geschichten in den Kinos. Diese Filme wären nur halb so schön, wenn sie uns nicht von all dem Herzschmerz erzählen würden. Und dieser Herzschmerz macht uns erst sensibel für manches Schöne um uns herum – und macht uns letztlich kreativer.

Das ganze bittersüße Erlebnis

Wenn wir uns darin üben, die „negativen 50“ zu fotografieren, dann fühlen wir vielleicht nicht mehr so sehr den Drang, sie zu vermeiden. Wir haben dann vielleicht keine Angst mehr vor ihnen, denn wir wissen, dass wir mit ihnen „sein“ können, indem wir nach ihrer seltsamen und besonderen Schönheit Ausschau halten. Und unsere Fotos werden uns daran erinnern, dass Sorgen, Angst, Schwierigkeiten und Traurigkeit nicht geblieben sind. Sondern, dass danach auch wieder was von den „anderen 50“ kam.

So könnte uns unsere Kamera dabei helfen, schwierige Zeiten gut zu meistern. „Ganz da zu sein, mit der Wirklichkeit von gerade eben“, wie Brooke Castillo es ausdrückt.

Bei allen Unsicherheiten unseres Lebens, ist es gut zu wissen, dass Gott eine gute Balance für uns hat und dass wir, wie immer wir uns fühlen, unsere Kamera in die Hand nehmen können, beobachten und dokumentieren können. So können wir die Schönheit finden, die versteckt liegen könnte. Und wir brauchen nichts zu meiden, sondern wir können das volle bittersüße Erlebnis haben.

Read more about photography and life: Home-Stories

How to win time

how to win time - mirror selfie

How to win time (with “positive procrastination”)

Do you sometimes feel like you don`t have time because you`ve got so much to do? Maybe you are (like me) a “last-minute-person” who tends to procrastinate. I`ve learned that this behaviour is a huge time robber.  

This week, I needed to hand in an important article. I had had six weeks to get it done, yet I started writing only four days before my deadline and handed it in right on the final day. Sounds familiar?

Instead of just getting something done when we originally plan to do it, we keep postponing it until it is not possible to postpone it any longer. The result is not only stress, but we also feel like the task is taking us much longer than it really does. I felt like my article has taken me six weeks, even though I effectively worked on it for four days.

Procrastinating work is spending time working

That`s because while postponing we still have the task on our mind. We aren`t really relaxed, but we think “Aww shit, I still need to do this sometime soon!” Spending time procrastinating something is like spending time working on it – just without achievement. In my case I “worked” on my article for six weeks, instead of the four days I`ve spent writing it.

If I had done it when I originally had planned it to do, it would have seemed like a simple four-day job, not a six weeks project. Plus, I would have felt like an “achiever”, thinking: “this could have taken me six weeks, but I managed in four days”. And I would have felt like being very time effective.

Writing the article wouldn`t have been much of a hassle – if I hadn`t made a hassle out of it by dragging it. Plus, I could have gotten a free confidence-boost and a good experience of accomplishment.

how to win time

Commit to your schedule

While I kind of liked to be a last-minute-person at school or at university, I now find it very unhealthy for my nerves. We have more time to relax when we don`t spend it on procrastinating. Now I`m not saying to do everything straight away always – sometimes this isn`t even possible because we need to wait for missing information or simply a free space in our calendar (and we do need plenty of time for relaxing and enjoying after all). But the idea is to schedule tasks and to then do them at the time they are scheduled for – and not postpone them unless there`s a major reason to do so.

Time Manager Dave Crenshaw calls this “positive procrastination”. Instead of adding a task on our “To-Do-List” to do it “sometime soon”, we make an appointment for it in our calendar. And then, here`s the key: “Once it`s scheduled into your calendar, you have to commit to it.”

Doing so, we win time which we then can use to enjoying ourselves while being truly relaxed.  

Wie man Zeit gewinnt (mit “positivem Aufschieben”)

Hast du manchmal das Gefühl, zu hast keine Zeit, weil du zu viel zu tun hast? Vielleicht bist du (wie ich) ein “Auf-den-letzten-Drücker“-Typ, der Dinge gerne aufschiebt. Ich habe gelernt, dass das ein riesen Zeiträuber ist.

Diese Woche musste ich einen wichtigen Artikel einreichen. Ich hatte sechs Wochen Zeit zum Schreiben, aber ich habe erst vier Tage vor meiner Deadline begonnen. Am letzten möglichen Tag habe ich den Text eingereicht.

Anstatt Aufgaben einfach dann zu machen, wenn wir sie eingeplant haben, schieben wir sie auf die lange Bank, bis das irgendwann nicht mehr möglich ist. Das Ergebnis ist nicht nur Stress, sondern wir haben auch das Gefühl, viel länger an der Sache gearbeitet zu haben als das in Wirklichkeit der Fall ist. Mir ist es so vorgekommen, als hätte ich für meinen Artikel sechs Wochen gebraucht, dabei habe ich effektiv ja nur vier Tage lang daran gearbeitet.

Arbeit aufschieben heißt Zeit mit Arbeit zu verbringen

Das ist deshalb so, weil wir die Aufgabe beim Aufschieben ja immer noch in unserem Kopf haben. Wir sind nicht wirklich entspannt, sondern wir denken „Oh shit, ich muss das dringend bald machen.“ Zeit damit verbringen, eine Aufgabe aufzuschieben, fühlt sich an, als ob man gerade an ihr arbeiten würde – nur, dass man nichts dabei erreicht. In meinem Fall habe ich sechs Wochen an meinem Artikel „gearbeitet“, anstatt die vier Tage, die ich daran geschrieben habe.

Hätte ich ihn geschrieben, als ich es ursprünglich mal eingeplant habe, hätte es sich wie ein Job von vier Tagen angefühlt, nicht wie ein Sechs-Wochen-Projekt. Außerdem hätte ich mich wie ein “Erfolgstyp” gefühlt und gedacht: Das hätte sechs Wochen brauchen können, aber ich hab`s in vier Tagen hinbekommen. Und ich wäre mir sehr effizient vorgekommen.

Es wäre überhaupt keine große Sache gewesen, den Artikel zu schreiben – hätte ich keine große Sache daraus gemacht, in dem ich sie vor mir hergeschoben habe und sie dadurch immer größer geworden ist. Und ich hätte ganz umsonst einen Selbstvertrauens-Schub bekommen können, noch dazu eine gute Erfahrung.

how to win time - mirror selfie

Lege dich auf einen Zeitplan fest

Während der Schul- oder Uni-Zeit mochte ich es noch ganz gern, ein “Last-minute-Typ” zu sein, inzwischen finde ich es sehr ungesund für meine Nerven. Wir haben mehr Zeit, um entspannt zu sein, wenn wir sie nicht mit Aufschieberitis verbringen.

Ich sage jetzt nicht, dass wir immer alles gleich machen sollten – manchmal ist das ja auch gar nicht möglich, weil wir noch auf fehlende Infos warten müssen, oder auch einfach auf einen freien Platz in unserem Kalender. (Und wir brauchen schließlich viel Zeit zum Entspannen und Genießen).

Die Idee ist die: Wir planen Aufgaben ein und machen sie dann zu der Zeit, zu der sie eingeplant sind – und verschieben sie nicht, es sei denn es gibt einen wichtigen Grund.

Zeit-Manager Dave Crenshaw nennt das “Positive Aufschieberitis“. Anstatt eine Aufgabe auf unsere „To-Do-Liste“ zu schreiben, um sie „irgendwann bald mal“ zu machen, sollten wir für die Aufgabe einen Termin in unserem Kalender ausmachen. Und dann kommt das Wichtigste: „Sobald es in unserem Kalender eingeplant ist, müssen wir uns daran halten.“

Machen wir das, gewinnen wir Zeit, die wir dann – wirklich entspannt – mit Genießen verbringen können.

Read more about Freelance life in this post: Time and progress

How to work for joy

work for joy

How to work for joy

Is your job something that you would have as a hobby, too?

A few weeks ago, I had an interesting interview with Linda Stark, a singer who is as well a songwriter for other artists. I had noticed that she kept her website for her project as a singer called “LiLA” separate from the one as a contract songwriter. So, I wondered, whether she purposefully distinguishes between the two. Yes, she said: “LiLA is what I do entirely for my own joy.” For LiLA she doesn`t care about all the rules that she would follow when writing songs for someone else. “This music speaks from my heart and it suits me”, she told me. “And if I can`t think of something to write for half a year, then be it. LiLA is my baby and one of my top standards is: no pressure.”

Entirely for my own joy

I found that super interesting: The same activity – songwriting. For others – then it`s “work”, for oneself – then it`s “joy”. Don`t get me wrong: she didn`t say or mean, that she doesn`t find writing for others joyful! But her “LiLA” project is ENTIRELY for her joy. Which means, without any external pressure or requirements. Only she needs to like it. If it`s well-received, that`s brilliant, but if not, it`s nice anyway.

In this respect, the saying “Do what you love, and you will never have to work again” can`t always be readily applied. I have often thought: What is wrong with me – why do I still perceive work as “work”, EVEN THOUGH I do what I love. But it isn`t so easy as the saying makes out to be – at least that`s how I feel. The same activity can be perceived as work when I have to perform for a business, maybe with a difficult boss or with difficult morals. Or as joy when I do it for myself.

work for joy - dog paws and shoes

Freedom and play

When I was employed as a pattern cutter in London, I would do patterns for my own project after work until late at night. That didn`t bother me at all – quite the contrary: I was already looking forward to it on my way home. It would not have crossed my mind to keep on working after 6 o`clock if it would have been work for my boss. The same activity – but entirely different joy levels.

I did enjoy going to work, but rather because of my fun co-workers than because of the work itself. Yet for my project, I was full of ideas and energy. There was freedom and play in my “work”. I wouldn`t really care very much about whether I could earn a lot or a little. Or whether a lot of people or only a few would like my stuff.

Nothing has to, everything can

What I have noticed though: It`s much easier to think that way, when having a money-making second source of income. If nothing HAS TO, but everything CAN. That means, being entirely independent of external opinions and financial success. That doesn`t mean that there will never be difficulties or frustration, anxiety, or disappointment. But that the joy will outweigh all that so that I won`t take so much notice of this other stuff. And so that these unpleasant feelings won`t “nest“ in me.

For me, this blog is a little joy-project. And I always want to photograph „for my own joy”. If I should notice that this is changing, I hope that I will pull the plug and stop doing assignments for a while. My joy in doing photography is just way too important for me to lose it over it being a job. And sooner or later, I want to revive my fashion project – and take good care that I will do it “entirely for my own joy”.

Für Freude arbeiten

Ist das was du beruflich machst, auch das, was du privat gerne machst?

Vor einigen Wochen hatte ich ein interessantes Interview mit Linda Stark, einer Sängerin, die auch Lieder für andere Künstler schreibt. Mir war aufgefallen, dass sie für ihr Soloprojekt „Lila“ eine andere Webseite hat als für ihre Arbeit als Auftrags-Liedermacherin. Ob sie beides so streng voneinander abgrenze, habe ich gefragt. Das hat sie ganz entschlossen bejaht: „Lila ist das, was ich wirklich ganz zu meiner eigenen Freude mache.“ Da seien ihr die Regeln egal, die beachten müsste, würde sie für einen Auftraggeber ein Lied schreiben. Es sei Musik, die einfach aus ihrem Gefühl spreche und die zu ihr passe. „Und wenn mir mal ein halbes Jahr kein Text einfällt, dann schreibe ich eben keinen. LiLA ist mein Baby und eine meiner ersten Prämissen ist, mir kein Druck zu machen.“

Zu meiner eigenen Freude

Das fand ich interessant: Die gleiche Tätigkeit – Songwriting. Einmal für andere – da ist es „Arbeit“ -und einmal für sich selbst – da ist es „Freude“. Jetzt darf man mich hier nicht falsch verstehen: Sie hat nicht gesagt oder gemeint, dass ihr das Lieder schreiben für andere keine Freude macht! Aber ihr LiLA-Projekt macht sie eben GANZ zu ihrer Freude. Das heißt völlig ohne Druck und Vorgaben von außen. Nur ihr muss es gefallen. Wenn`s gut ankommt, gut, wenn nicht, ist`s trotzdem schön.

Und insofern ist der Spruch „Tu was du liebst, und du musst nie wieder arbeiten“ nicht so ohne weiteres umzusetzen. Ich habe oft gedacht: Was stimmt denn nicht mit mir – warum kommt mir meine Arbeit wie Arbeit vor, OBWOHL ich doch mache, was ich gern mag. Ganz so einfach, wie der Spruch es sagt, ist es aber eben nicht – zumindest geht es mir so. Die gleiche Tätigkeit, kann ich als Arbeit empfinden, wenn ich sie beispielsweise für einen Betrieb mache, vielleicht noch mit anstrengendem Chef oder schwierigen Moralvorstellungen im Betrieb. Oder ich kann sie als Freude wahrnehmen, wenn ich sie für mich mache.

work for joy - dog next to ladder

Freiheit und Spiel

Als ich in London als Modellmacherin angestellt war, habe ich nach Feierabend oft bis nachts über Schnitten für mein eigenes Projekt gesessen. Es hat mir überhaupt nichts ausgemacht, noch so lange da dran zu sitzen – im Gegenteil: ich hab mich schon auf dem Weg nach Hause darauf gefreut. Das wäre mir nicht eingefallen, wenn es sich um Arbeit für meinen Chef gehandelt hätte. Die gleiche Tätigkeit – aber völlig andere Freudenlevels.

Zwar bin ich wirklich gern zur Arbeit gegangen, aber eher wegen meiner netten Kollegen, als wegen der Arbeit an sich. Für mein Projekt dagegen war ich voller Ideen und vor allem voller Energie. Da war viel Freiheit und Spiel drin. Es wäre mir auch einigermaßen egal gewesen, ob ich damit viel oder wenig Geld verdient hätte. Oder, ob meine Sachen vielen oder wenigen Leuten gefallen hätten.  

Nichts muss, alles kann

Was ich festgestellt habe: Es geht viel leichter, so zu denken,  wenn man noch ein anderes, geldverdienendes Standbein hat. Wenn nichts MUSS, alles nur KANN. Das heißt, dass ich wirklich völlig unabhängig bin von der Meinung anderer oder vom finanziellen Erfolg. Das heißt nicht, dass es nie Schwierigkeiten, Frust, Angst oder Enttäuschung gibt. Aber dass die Freude an meinem Projekt so sehr überwiegt, dass ich die unangenehmen Dinge gar nicht so sehr wahrnehme und die sich gar nicht lange in mir breit machen können.

Für mich ist dieser Blog ein kleines Freuden-Projekt. Und ich will auch immer „zu meiner Freude“ fotografieren. Wenn ich merken sollte, dass sich das mal ändert, hoffe ich, dass ich da ganz schnell die Reißleine ziehe und nur noch Prints verkaufe, keine Aufträge mehr mache. Dafür ist mir meine Freude am Fotografieren einfach viel zu wichtig. Und über kurz oder lang will ich auch mein Mode-Projekt wieder reaktivieren – und gut aufpassen, dass ich es „ganz zu meiner eigenen Freude“ mache.

work for joy - dog

Read more about freelancer life in “To enjoy”.

How to tell stories with shadows

shadow of hand and a cactus

Shadow Stories

Have you ever been out and wondered how to take a picture with yourself in the scene? How to tell the story of your moment, but without taking a typical selfie?

Well, if there is a strong light source, like when it`s sunny, there is always the option of a shadow selfie. Which means photographing your shadow (and be it only of your hand). I`m a huge fan of shadow stories and I attempt them super often.

While shadow pictures are always a good idea, it`s especially nice to take them now in the autumn light, which has this beautiful intense and golden quality.

A mood of character

Shadows allow you to be playful and to make some art, while creating a mood of character. You can kind of “paint” your photograph with them. Either having the shadows supplementing the composition. Then they add a layer of depth, meaning and expression to a picture.

Or you focus right on the shadow as your main element in the frame. Either way, they help you to tell a story in a very special way.

shadow photo of two people by the Themse
shadow photo of two bike riders

For the camera-shy

Another brilliant thing about a shadow picture: it`s THE option for people who are camera-shy. My boyfriend for example – he needs to be in a really excellent mood to willingly having his face in my frame. So, I usually just go with a shadow picture of us.

Try it – the autumn with its huge contrasts has just begun. I am looking forward to what stories your photographs are going to tell!

Schatten-Geschichten

Warst du schon mal unterwegs und hast dir überlegt, wie du am besten ein Bild mit dir selbst in der Szene machst? Wie du deinen Moment erzählst, ohne, dass es ein typisches Selfie wird?

Wenn du eine starke Lichtquelle hast, zum Beispiel an einem sonnigen Tag die Sonne, gibt es immer die Möglichkeit eines Schatten-Selfies. Also ein Foto von deinem eigenen Schatten (und sei`s nur dem von deiner Hand). Ich bin ein großer Fan von Schatten-Geschichten und ich versuche mich andauernd daran.

Ein Schatten-Foto ist immer eine gute Idee, aber jetzt gerade ist die Idee besonders gut, denn Herbstlicht hat diese besonders schöne intensive, goldene Qualität.

Stimmung mit Charakter

Schatten erlauben es dir, spielerisch und künstlerisch zu fotografieren und dabei eine besondere Stimmung mit Charakter zu erzeugen. Du kannst dein Foto damit quasi „bemalen“. Entweder ergänzen die Schatten deine Komposition und geben dem Bild eine Extraschicht an Tiefe, Bedeutung und Ausdruck.

Oder du fokussiert direkt auf den Schatten als dein Hauptelement im Bild. In jedem Fall helfen dir Schatten dabei, auf eine besondere Art und Weise eine Geschichte zu erzählen.

shadow of 2 people and a dog

Für die Kamera-Scheuen

Ein weiterer sehr praktischer Vorteil eines Schatten-Fotos: Es ist DIE Option für Leute, die fotoscheu sind. Mein Freund zum Beispiel – er muss schon in einer sehr guten Laune sein, um sein Gesicht in meinen Bildausschnitt zu halten. Also mache ich meistens einfach nur ein Schattenbild von uns.

Probier‘ es aus – der Herbst mit seinen schönen Kontrasten hat gerade erst begonnen. Ich bin gespannt, was deine Fotos erzählen!

If you enjoyed reading this, here is another post about storytelling with photography: In the Mirror

To enjoy

detail in mirror

To enjoy

How are you with pleasure and enjoyment? This week, I wrote an editorial for a magazine about this and while writing, I noticed two big issues I have: Firstly, I often postpone enjoyment because of “being busy”. And secondly: when I am doing stuff that isn`t “useful”, but “only” enjoyable, I feel guilty thinking I should be productive.

Is that something you can relate to? Then you may know these moments, when try to do something enjoyable, but you just can`t find pleasure in it.

For example: I like to photograph, but when thinking that it should be productive, that the outcome should be “useable” for something, my joy goes. I enjoy to dress up, but because that involves a lot of changing and finding new combinations, it usually takes more time that it seems “worth” it. Thinking “I`m not productive here, I should be faster”, I`m stealing my joy in what I`m doing. I like to look at photographs. But doing so while “important tasks” are waiting (and aren`t they always…), I find it hard to enjoy myself.

Would we ever regret having spent too much time enjoying?

Joyce Meyer says in her podcast “Take time to enjoy life”, that we often think we don`t deserve to enjoy ourselves. We think we must earn enjoyment and pleasure. But we don`t: even if we aren`t productive all day long, we still and always deserve to enjoy ourselves as much as we possibly can.

One really unhelpful German saying is: “Work before pleasure”. But really: Wouldn`t it make much more sense to be the other way round? Looking back at life: would we ever regret having enjoyed too much? Would we ever wish that we had rushed more and taken less time to enjoy ourselves? I don`t think so…

So how about giving ourselves the task to practise enjoying on purpose. Without worrying about not being productive or being slow and the time passing. I`ve put on a blouse today instead of a worn-out T-Shirt, even though I haven`t really been out except walking the dog. And coloured my nails, as I like how that looks, even though it only lasts for a day or so. Usually I would think: It`s not worth the time, I have so much other stuff to do. But really if it`s enjoyable, isn`t it worth the time? What do you enjoy lately?

Genießen

Wie geht es dir mit Vergnügen und Genuss? Diese Woche habe ich ein Editorial zu diesem Thema geschrieben und dabei sind mir zwei Sachen aufgefallen. Zum einen verschiebe ich Genuss oft, weil ich „zu beschäftigt“ bin. Und außerdem: Wenn ich etwas mache, das nicht „nützlich“ ist, sondern „nur“ zum Genießen ist, bekomme ich schnell ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht produktiv bin.

Geht es dir manchmal auch so? Dann kennst du vielleicht diese Momente, wenn du`s dir nett machen willst, aber du es einfach nicht richtig genießen kannst.

Zum Beispiel mag ich fotografieren. Aber wenn ich denke, dass ich dabei produktiv sein sollte, dass das Ergebnis zu irgendwas zu gebrauchen sein sollte, dann verschwindet mein Spaß. Ich mag es, mich schick zu machen. Aber weil das bei mir zehnmal Umziehen und neu Kombinieren involviert, nimmt das Zeit in Anspruch. Ich denke dann: „Ich bin überhaupt nicht produktiv hier, ich sollte viel schneller sein.“ Und damit raube ich mir meine Freude daran. Ich mag gerne Fotos anschauen, aber wenn “wichtige Aufgaben“ warten (und warten nicht immer welche…), dann fällt es mir schwer, das zu genießen.

Würden wir es bereuen, zu viel Zeit mit Genießen verbracht zu haben?

Joyce Meyer sagt in ihrem Podcast „Nimm dir Zeit das Leben zu genießen“, dass wir oft denken, wir verdienen den Genuss nicht. Wir denken, wir müssen unser Vergnügen verdienen. Aber das müssen wir überhaupt nicht: Auch wenn wir den ganzen Tag nicht zustande bringen, verdienen wir es zu genießen, so viel wie wir nur können.

Ein wenig hilfreicher Spruch heißt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber ehrlich: Würde es andersrum nicht viel mehr Sinn machen? Wenn wir auf unser Leben zurückschauen, würden wir es bereuen, zu viel genossen zu haben? Würden wir uns wünschen, dass wir uns mehr beeilt hätten und weniger Zeit mit Genießen verbracht zu haben? Ich denke nicht…

Wie wär`s wenn wir also üben, mit Absicht zu genießen. Ohne uns zu ermahnen, dass wir gerade unproduktiv und langsam sind und dass die Zeit rennt. Ich habe heute eine Bluse angezogen statt einem abgetragenen T-Shirt, obwohl ich gar nicht wirklich raus bin, außer mit dem Hund spazieren. Und habe meine Nägel lackiert, weil ich mag, wie das aussieht, auch wenn es nur einen Tag hält. Normalerweise würde ich denken: Das lohnt sich nicht, dafür habe ich keine Zeit. Aber ehrlich, wenn es doch Freude macht, lohnt es sich dann nicht? Was genießt du so in letzter Zeit?

Read more about this here: “Secrets of Happiness”

The Happiness Factor (in Photography)

happiness : people laughing

The Happiness Factor

Today I have been thinking about something I have heard a while ago. The opening question is: How come people like some pictures and then there are other pictures that they don`t like? And I mean regardless of the quality of the photograph.

So here is what I`ve heard in an Instagram webinar by photographer Katelyn James: If people are having a good time while they are being photographed, they are much more likely to love the pictures later. And if the pictures are technically brilliant and everyone is looking great, but the people didn`t FEEL great while being photographed, they are most likely not going to like the pictures.

Makes sense because memories and pictures are very much linked. And when looking at a picture we almost always feel something. Either how we felt in that situation when the picture was taken, or how we would feel in that situation (if the picture is of someone else).

Long story short: The photographers’ task is of course to take good pictures, but it`s equally important to make everyone feel good, pretty, welcome, happy, relaxed and funny. 

I was thinking about this on my way home from a little photo session today. We all have laughed a lot, because everyone was so cheerful. So I left with a good feeling thinking: there should be some likeable photos because of the fun involved. 

PS: The photos in this article are from a different – but equally fun – job. 

Fashion Photo People posing

Heute habe ich über etwas nachgedacht, das ich vor einigen Wochen gehört habe. Die Ausgangsfrage ist: Warum mögen Leute manche Bilder gern und manche gar nicht gern? Und ich meine ganz unabhängig von der Qualität der Aufnahme.

Also Folgendes habe ich in einem Instagram Webinar von Fotografin  Katelyn James gehört: Wenn Leute eine gute Zeit haben, während sie fotografiert werden, werden sie die Bilder später eher mögen. Und wenn die Bilder zwar technisch super sind und alle darauf toll aussehen, sich aber nicht toll FÜHLEN, während sie fotografiert werden, dann werden sie die Bilder höchstwahrscheinlich nicht so sehr mögen.

Macht Sinn für mich, denn Erinnerungen und Bilder sind nun mal sehr miteinander verbunden. Und wenn wir ein Bild anschauen, dann fühlen wir so gut wie immer irgendetwas. Entweder, wie wir uns in der Situation gefühlt haben, als das Foto gemacht wurde. Oder wie wir uns in der Situation fühlen würden (wenn nicht wir selbst auf dem Foto sind).

Langer Rede kurzer Sinn: Die Aufgabe des Fotografen ist es natürlich gute Bilder zu machen (wobei gut ja einigermaßen subjektiv ist). Aber es ist genauso wichtig, jeden gut, hübsch, willkommen, zufrieden, entspannt und witzig fühlen zu lassen.  

An das habe ich gedacht, als ich heute auf dem Rückweg von einer kleiner Fotosession war. Wir haben alle viel gelacht, weil alle so gute Laune hatten. Also bin ich mit einem guten Gefühl gegangen und habe gedacht: Da sollten auf jeden Fall ein paar Fotos dabei sein, die gut ankommen, weil so viel Spaß involviert war.

PS: Die Fotos für diesen Artikel sind von einem anderen – aber auch sehr lustigen – Job.

For contact information regarding potential assignments click HERE.

Fashion and Memories

fashion and memories - sunglasses on couch

Fashion and Memories

One thing I`ve seen confirmed this week: Detail shots of clothes or shoes are not pointless at all. Someday these photographs might help to let stuff go easily.

When organizing my wardrobe, I sometimes find it hard to part from stuff that is reminding me of a good time. More than once I`ve thought: ‘I wish I had taken a picture of when I was wearing this.’

In fact, I`m only having trouble with items that are connected to a nice memory and that I can`t recall being on a picture I like. If I had photographed them while I was still in the moments that have made up their meaning… then I would have an easier time giving these items away. 

A picture of my once everyday shoes while I walk them to a coffee shop on a typical Friday morning before work – that takes practically no space at all. Even if I never take the time to look at the picture again, it will still be stored in my visual memory and the shoes themselves can move on (once the soles start coming off;-)

Mode und Erinnerungen

Eine Sache, die ich diese Woche bestätigt sah: Detailaufnahmen von Kleidungsstücken oder Schuhen sind überhaupt nicht sinnlos. Diese Fotos könnten eines Tages dabei helfen, Sachen leichter wegzugeben.

Wenn ich Kleider aussortiere, fällt es mir manchmal schwer, mich von Sachen zu trennen, die mich an eine gute Zeit erinnern. Ich habe schon öfter gedacht: ‚Ich wünschte, ich hätte ein Foto davon gemacht, als ich das getragen habe.‘ 

Eigentlich habe ich nur Trennungs-Schwierigkeiten bei Kleidungsstücken, die mit einer schönen Erinnerung verbunden sind und bei denen ich von keinem gutem Foto weiß. Wenn ich sie in “ihrem” Moment fotografiert hätte, würde es mir leichter fallen, die Sachen wegzugeben.

Ein Foto von den Schuhen, die ich fast jeden Tag anhatte, als ich an einem typischen Freitagmorgen vor der Arbeit zu einem Café spaziere – das braucht praktisch keinen Platz. Selbst wenn ich das Bild nie wieder anschaue, wird es doch in meinem Bildgedächtnis bleiben und die Schuhe selbst können gehen (wenn die Sohle anfangen sollte, sich zu lösen…;-)

Fashion Shopping Guide

fashion shop

Fashion Shopping Guide

My wardrobe is full. Well in order to be honest I would have to write: My wardrobes are full. Today I tried to eventually store away my winter jacket, but it was not possible to find any room for it without letting go of something else. Yet, despite having quite a lot of clothes, half the time I`m thinking “I don`t have anything to wear”. Sounds familiar? So why not joining me in applying this 

“Guide for sustainable habits when shopping fashion”:

changing rooms

Get to know the WHYs

To have enough willpower to stick to our guide, we will need to know WHY we are doing this. Because facing sales this will not be easy (I live in the Outletcity, so I know what it`s like).  So here is why we should shop mindful:

What`s it all about?

And here is something else I find worth considering. I`ve read this on Instagram the other day @empearthy:

Let`s question ourselves before buying: “Do I really want this garment or do I want the look, body, life of the person who is wearing it?”

Let`s hold off buying the garment for 1 week and see if we still want it. Chances are, we will have forgotten about it altogether.

Well, I`m excited to see how the inside of my wardrobe is going to evolve!

Fashion Shopping Guide

Mein Kleiderschrank ist voll. Um ehrlich zu sein, müsste ich schreiben: Meine Kleiderschränke sind voll. Heute habe ich versucht, endlich mal meine Winterjacke zu verstauen. Aber es war nicht möglich, Platz dafür zu finden, ohne etwas anderes dafür auszusortieren. Obwohl ich ziemlich viele Kleider habe, habe ich dauernd das Gefühl „Ich habe nichts anzuziehen“. Kommt dir das bekannt vor? Wenn ja, hier ist eine

„Anleitung für nachhaltige Gewohnheiten beim Mode-Shopping“:

Shopping Fashion

Unsere WARUMs kennen

Damit uns langfristig motiviert sind, uns an unseren Leitfaden halten können, sollten wir wissen, WARUMS wir das machen. Denn im Angesicht von Sales wird uns das nicht leicht fallen (ich lebe in der Outletcity, da spreche ich aus Erfahrung). Lest also hier, warum wir gut überlegt einkaufen sollten:  

Worum geht`s überhaupt?

Und hier ist noch was zum Überlegen. Ich habe es neulich auf Instagram @empearthy gelesen:

Vor jedem Kauf fragen: „Will ich dieses Kleidungsstück wirklich, oder will ich den Look, den Körper, das Leben der Person, die es trägt?“

Warte noch damit, das Kleidungsstück zu kaufen und schau, ob du es nach einer Woche noch willst. Kann gut sein, dass du es bis dahin schon wieder vergessen hast.

Also, ich bin gespannt, wie sich das Innenleben meines Kleiderschranks weiter entwickelt! 

The full picture

Bright coloured stripes on wall

The full picture

On British TV, Channel 4 is airing a “documentary” about Missguided, a fast-fashion giant based in Manchester that produces cheap, low-quality garments. Channel 4 is not really documenting though. Instead, they`re staging a glamorous glittering fashion world and hiding the fact that Missguided is contributing to the exploitation of low-paid workers and pollution by poor choice of materials. They`re not showing the full picture at all.

A comment on the Channel4 Instagram post says:  “My friend was working for Missguided when this was being filmed and everything was totally set up!” While I`m not surprised about this, I am still disappointed that a major TV station is willing to spread lies without giving the full picture, and promoting such a bad example of the fashion industry in such an uninvestigative way. 

On the good side

Earlier this year I had to proofread a PR article for a magazine about a car company claiming that it`s super-sustainable because of its electric car range. However, electric cars are not sustainable AT ALL. (see for example: https://psuvanguard.com/electric-cars-arent-really-green/ ). Luckily, I could compromise with my boss, that we would at least neutralize the article: Saying they`re doing electric cars (which they do) but not claiming this to be sustainable. Not ideal, of course, but still something.

Isn`t it that we usually want to do something good with our lives, fight the good fight, be on the good side. And especially as a journalist, but generally as a person, you want to keep some integrity. I do wonder: Channel 4 has money and they are choosers – so why don`t they support for example sustainable fashion, instead of promoting Missguided of all brands?

The change in the little for the full picture

If we work for companies with unethical business manners, we can find ourselves kind of contributing to something that in fact we don`t want to support at all. Let`s keep on believing the best though and let`s try to be the change in every little tiny decision that is up to us. So that, when looking at the full picture, there is some good stuff to see, too.  

Ganz im Bild

Im Englischen Fernsehen wird auf Channel4 gerade eine “Dokumentation” über Missguided gezeigt. Missguided ist ein großes Modeunternehmen im Fast-Fashion Sektor, der Billig-Kleidung produziert.  Channel 4 dokumentiert allerdings nicht wirklich. Stattdessen führen sie eine glamouröse, Bling-Bling-Modewelt vor und verschweigen, dass Missguided unterbezahlte Produktions-Arbeiter ausbeutet und zur Umweltverschmutzung beiträgt, weil es Billigmaterialien verwendet. Channel 4 zeigt da nicht das Gesamtbild.

Ein Kommentar auf den Channel4 Instagram Post zur “Doku” sagt: “Meine Freundin hat während den Dreharbeiten für Missguided gearbeitet und alles war total gespielt und arrangiert.“ Zwar bin ich davon nicht überrascht, aber ich bin doch enttäuscht, dass ein großer Fernsehsender bereit dazu ist, Lügen zu verbreiten, ohne das Gesamtbild zu zeigen. Und, dass sie solch ein schlechtes Beispiel der Modeindustrie bewerben, ohne das zu hinterfragen. 

Auf der guten Seite

Anfang des Jahres sollte ich einen PR-Artikel für ein Magazin Korrektur lesen. Der Artikel war über eine Autofirma, die behauptet wegen ihrer Elektroautos besonders nachhaltig zu sein. Aber Elektroautos sind überhaupt nicht nachhaltig (siehe zum Beispiel: https://psuvanguard.com/electric-cars-arent-really-green/ ). Zum Glück konnte ich mit meinem Chef einen Kompromiss finden, dass wir den Artikel zumindest neutral umschreiben: Sagen, dass die Firma Elektroautos verkauft aber nicht behaupten, dass das nachhaltig ist. Natürlich nicht ideal, aber immerhin was.

Wollen wir normalerweise etwas Gutes mit unserem Leben machen wollen, uns für gute Sachen einsetzen wollen und einfach auf der guten Seite stehen wollen? Und vor allem als Journalist, aber auch als Person, will man doch zu dem stehen können, was man schreibt und sagt. I frage mich: Channel 4 hat doch Geld und können sich`s doch aussuchen, was sie unterstützen möchten – warum also nicht zum Beispiel nachhaltige Modemarken, anstatt ausgerechnet Missguided.

Kleine Veränderung im Gesamtbild

Wenn wir für Firmen arbeiten, die unmoralisch arbeiten, finden wir uns in der Situation wieder, dass wir zu etwas beitragen, das wir eigentlich überhaupt nicht unterstützen wollen. Ich hoffe, dass wir trotzdem weiter an das Beste glauben können  und dass wir versuchen, in jeder kleinen Entscheidung , bei der wir die Wahl haben, die kleine Veränderung zum Besseren zu sein. Damit, wenn man das Gesamtbild anschaut, auch etwas Gutes zu sehen ist.  

 

The Secrets of Happiness

picknic blanket in meadow

The Secrets of Happiness…

…is the title of the most recent book that I’ ve finished reading. I don´t think it’s going to win any literature prices, but it was just fun and enjoyable to read. A typical easy-going girls-book, not overly sophisticated, not demanding, just a little nice story, a true happy maker. I love these kinds of books, especially when my head and heart need a break.

As I often feel like I should be more effective with my time, I generally like to see a purpose for the stuff that I do. For example, I like reading and to make this a useful activity, I want to read renowned books in the hope that they will affect my writing in a positive way. With those girls-books though, it`s pleasure only. Single purpose: Enjoy and let go.

Loosen up for joy

It’s good to loosen up at times. To do stuff with no ambition. The same goes for Photography or Fashion. To use the phone with a fun retro photo app instead of the camera, to experiment, not worrying about the outcome or the need of getting something good. To wear the old jumper in the Cocktail-Bar, or the new blouse at home, however you feel like it. Just for personal happiness and joy.

 

Here are a few books that I liked for that matter: The Secrets of Happiness by Lucy DiamondThe Day we meet again by Miranda DickinsonThe one plus one by Jojo Moyes .

(Will update:-))

The Secrets of Happiness…

…ist der Titel des Buchs, das ich zuletzt fertiggelesen habe. Ich denke nicht, dass es irgendwelche Literatur-Preise gewinnen wird, aber es hat Spaß gemacht und war einfach ein Genuss zum Lesen. Ein typisches Frauenbuch, nicht anspruchsvoll oder schwer zu lesen, einfach eine hübsche, kleine Geschichte, ein echter Glücklich-Macher. Ich mag diese Art von Büchern, vor allem wenn mein Kopf und mein Herz eine Pause brauchen.

Weil ich oft denke, ich sollte meine Zeit effektiver einsetzen, mag ich nützliche Nebeneffekte von Tätigkeiten. Zum Beispiel mag ich es zu lesen. Um daraus eine nützliche Beschäftigung zu machen, will ich gerne bekannte und angesehene Bücher lesen, in der Hoffnung, dass die sich positiv auf meinen Schreibstil auswirken. Diese Frauenromane sind dagegen nur zum Vergnügen da, einziger Sinn: Genießen und Loslassen.

Sich locker machen

Es ist gut, sich öfter mal locker zu machen. Auch in der Fotografie oder der Mode. Sachen ohne Ehrgeiz machen. Das Handy mit der Retro-Foto-App anstatt der Kamera nehmen, experimentieren und nicht an das Ergebnis denken oder, dass etwas Gutes dabei herauskommen soll. Das alte Sweatshirt in der Cocktailbar tragen oder die neue Bluse zu Hause, je nach Lust und Laune. Einfach für persönliche Fröhlichkeit und Glücksgefühl.

Hier sind ein paar Bücher die ich in dem Zusammenhang mochte: The Secrets of Happiness by Lucy DiamondThe Day we meet again by Miranda DickinsonThe one plus one by Jojo Moyes .

(Werde das immer mal aktualisieren… :-))

Time and progress

watch on wrist

Time and Progress

Time is a tricky thing. It`s my birthday this weekend, reminding me of how fast time goes by. I feel like I cannot keep up at all. On the other hand, time brings some good stuff like progress, growth, and knowledge.

"If your goal is the time itself..."

However, I sometimes struggle to see my progress and I often don`t give myself credit for it. Or I become impatient. In this context I`m reminded about something that I’ ve heard in a conversation with street photographer Brandon Stanton (Humans of NY) on the podcast “Magic Lessons with Elisabeth Gilbert”.  He said that many goals depend on stuff we can`t control, for example whether people like our work or not. “But if your goal is the time itself, just the time, then it becomes much simpler and more achievable. Because it depends on one thing: How you spend your time.”

Focus on the time

Success then isn`t the result, but the time spent with the work. So, he suggests not to focus on a result (like ‘I want to be a successful photojournalist’ or ‘I want to be a bestselling author’). We shouldn`t take a goal that is out of our control as a benchmark for success.

Instead, he advices to rather focus on the time we spend on the way to that result. For example: ‘I spend one hour every morning to write’, or: ‘ I take some time photographing every day.’

A gentle approach to success

As someone who struggles with competitive situations and who is easily intimidated by expectations or having to achieve things, I like this. It seems like a good and somewhat gentle approach to success.

I still don`t know how to feel ok about ageing. But I know what I can do meanwhile: valuing time I spend on things, rather than being anxious about the result. And have faith that that there will be some good progress eventually and that God will take care of the outcome.

Zeit und Wachsen

Zeit ist eine schwierige Angelegenheit. Dieses Wochenende ist mein Geburtstag und erinnert mich daran, wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe das Gefühl, dass ich überhaupt nicht mithalten kann. Andererseits bringt Zeit auch gute Sachen, wie Entwicklung, Wachstum und Wissen.

"Wenn dein Ziel die Zeit selbst ist..."

Allerdings fällt es mir oft schwer, meine Fortschritte zu sehen und anzuerkennen. Oder ich werde ungeduldig. In dem Zusammenhang fällt mir etwas ein, das ich in einem Gespräch mit Fotograf Brandon Stanton (Humans of NY) im Podcast “Magic Lessons with Elisabeth Gilbert” gehört habe.

Er sagt, dass viele Ziele von Dingen abhängig sind, die nicht in unserer Hand sind. Zum Beispiel ob Leute unsere Arbeit mögen oder nicht. „Aber wenn die Zeit  selbst das Ziel ist, nur die Zeit, dann wird alles viel einfacher und machbarer. Denn der Erfolg hängt dann von einer Sache ab: Wie ich meine Zeit verbringe.“

Erfolgsfaktor Zeit

Erfolg ist dann nicht das Endergebnis, sondern Zeit mit der Arbeit selbst verbracht zu haben.

Er schlägt also vor, sich nicht so sehr auf das Endziel zu konzentieren (z.B. ‚Ich will ein erfolgreicher Fotojournalist sein‘, oder: ‚Ich will einen Bestseller schreiben.‘).

Statt Erfolg an einem Ziel messen, das wir nicht kontrollieren können, rät er, uns lieber auf die Zeit und den Weg dahin zu konzentrieren. Zum Beispiel ‚Ich will jeden morgen eine Stunde schreiben‘ , oder: ‚Ich nehme mir jeden Tag Zeit zum Fotografieren.‘

Eine "sanfte" Einstellung zum Erfolg

Als jemand, der Konkurrenzsituationen nicht mag und der sich leicht von Erwartungen und Erfolgsdenken einschüchtern lässt, mag ich diese Herangehensweise. Es scheint mir eine gute und irgendwie sanfte Einstellung zum Erfolg zu sein.

Ich weiß immer noch nicht, wie man mit dem Altern gut klarkommt. Aber ich weiß, was ich inzwischen tun kann: Die Zeit zu schätzen, die ich mit Dingen verbringen, anstatt mich mit Gedanken über das Ergebnis zu stressen. Und darauf vertrauen, dass ich Fortschritte mache und Gott den Rest schon für mich machen wird.

How to be creative

open notebook

How to be creative

Today, I really struggle with finding something interesting or potentially good to write. In fact, I often feel that way. However, my writing day is Friday, so something must be written – inspired or not. So, I`m taking the opportunity to write about commitment and inspiration.

The other day I`ve read a quote that basically nails it: “Forget inspiration. Habit is more dependable. Habit will sustain you whether you`re inspired or not.” (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

The mystery of the "cloud of inspiration"

That`s what`s happening to me today: I have developed kind of a habit for myself, to write something on a Friday. I have a regular “appointment” with myself and because I feel it`s important for me, I am committed to keep that appointment. Even when I don`t feel “inspired” or “creative” at the time.

Yet, I haven`t always been like that at all. And I still lack that quality in many areas of my life, where I should be more persistent and committed. I used to say: “Nerr, I`ll do that some other day when I feel more like it.” And I had that idea of some cloud of inspiration just coming over you now and then, without you being in much of control at all.

cup of coffe

Creativity requires fight

However, I have often seen, that this is not true at all: Why is it, that deadlines at Fashion Uni made me more “creative”? Well, I think, it`s because I was forced to actually sit down and do the work. Because there was a deadline, I didn’t have the option to wait for a cloud of inspiration landing on me. I had to get to work and fight – and make the inspiration come.

And it does come eventually. Sometimes sooner, sometimes it takes a while. “Creativity requires fight, action, habit, practice, work and never to give up”, writes photographer Chris Orwig in his great book  “The Creative Fight”

And at times, the outcome may not  be brilliant. But having done my part is what counts. I have kept my appointment. If I keep on this way and keep on working it, instead of waiting for a creative spark, eventually, there will be something really good along the way.

Kreativ sein

Heute tue ich mir schwer, etwas zu finden, über das ich schreiben könnte. Tatsächlich geht es mir oft so. Allerdings ist Freitag mein Schreib-Tag – egal ob ich “inspiriert” bin oder nicht. Also nutze ich die Gelegenheit, etwas über Inspiration schreiben und darüber, sich auf etwas festzulegen.

Neulich habe ich ein Zitat gelesen, dass die Sache perfekt trifft: „Vergiss Inspiration. Gewohnheit ist verlässlicher. Gewohnheit wird dich tragen, egal ob du inspiriert bist oder nicht.“ (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

Die "Inspirations-Wolke"

Das passiert mir heute auch: Ich habe eine Art Gewohnheit für mich entwickelt, Freitags etwas zu schreiben. Ich habe einen regelmäßigen „Termin“ mit mir selber und weil ich den für mich wichtig finde, halte ich ihn ein. Auch wenn ich mich gerade nicht „inspiriert“ oder „kreativ“ fühle.

So war ich aber überhaupt nicht immer. Und in vielen Bereichen in meinem Leben halte ich mich immer noch nicht gut an meine eigenen Versprechen an mich. Typischerweise würde ich sagen: „Nee, ich mache das ein andermal, wenn mir mehr danach ist.“ Ich hatte die Idee einer Art „Inspirationswolke“, die sich einfach ab und zu auf einem absetzt, ohne dass man das großartig beeinflussen kann.

Coffee and laptop on sparkle

Kreativität erfordert Kampf

Allerdings habe ich oft gesehen, dass das nicht stimmt: Warum war ich zum Beispiel im Modestudium ausgerechnet kurz vor den Deadlines „kreativer“ als sonst? Ich denke, es lag daran, dass ich gezwungen war, mich tatsächlich hinzusetzen und die Aufgaben konzentriert anzugehen. Wegen der Deadline hatte ich gar nicht die Option, auf eine Inspirationswolke zu warten. Ich musste mich an die Arbeit machen, kämpfen – und der Inspiration hinterherrennen.

Und man kriegt sie dann auch irgendwann, manchmal früher, manchmal später. „Kreativität erfordert Kampf, Tun, Gewohnheit, Übung und nie aufzugeben”, schreibt Fotograf Chris Orwig in seinem Buch “The Creative Fight” .

Und es kommt vor, dass das Ergebnis nicht großartig ist. Aber meinen Teil, das was ich konnte, abgeliefert zu haben, ist das was zählt.  Ich habe meinen Termin eingehalten. Wenn ich auf diesem Weg bleibe und weiter daran arbeite, anstatt auf einen kreativen Geistesblitz zu warten, dann wird  irgendwann auch mal etwas richtig Gutes dabei rauskommen.  

How to catch the moment

people at beachfront

How to catch the moment

Overthinking is very inconvenient in photography, especially photojournalism. Life is changing in seconds. If you think instead of just pressing the shutter, you will usually miss the “decisive moment”.

I often catch myself thinking “Shall I take a picture?” or “Will somebody mind?” or “What will people think?” I really want to challenge myself to not do that any more. Instead I want to replace hesitating with the reflex to just focus and press the shutter. Thinking and hesitating are just not useful in these situations.

Every time my finger wants to press the trigger, I don`t question it.

I just do it.

In one of my favourite documentaries about photographer Koci Hendandez, he says: “When I have a camera in my hands, my head and my heart are connecting in a way that says ‘press that button’ – and I do.” And: “We all have the inclination when we have a camera to take a picture, and all I did was learn not to resist that. Every time my finger wants to press the trigger for whatever reason, I don`t question it. I just do it.”

He says that with so much energy and determination – it`s contagious. Go for it, be brave, question later, do not miss a moment. Especially as we`re shooting digital now 99 per cent of the time, so everything can be deleted anyway.

Shoot first, ask questions later

I’ m a big hesitater as a photographer as well as generally in life – which has made me miss a lot of opportunities and experiences. So, I urgently want to work on that and practice overriding the hesitation- and-overthinking-reflex with a new trust-your-instinct-and-go-for-it-reflex. As a photographer but as well in other areas of life.

Street Photographer Steve Simon says: “I shoot first, I ask questions later.” And: “If you take time to think, you`ll miss the shot. So you`ve just got to trust your instincts and shoot and hope for the best.”  Will the shot turn out great? The thing is: you won`t know until you try.

Den Moment einfangen

Zu viel nachdenken ist ungünstig in der Fotografie, vor allem im Fotojournalismus. Das Leben verändert sich im Sekundenschritt. Wenn du nachdenkst, anstatt einfach den Auslöser zu drücken, dann verpasst du meist den „entscheidenden Augenblick“.  

Ich ertappe mich oft dabei, wie ich denke „Soll ich das fotografieren?“, „Stört es jemanden?“ oder „Was könnten die Leute denken?“. Ich will es mir wirklich zur Aufgabe machen, das nicht mehr zu machen. Stattdessen will ich dieses Zögern durch den Reflex ersetzen, einfach zu fokussieren und abzudrücken. Nachdenken und Zögern sind einfach nicht praktisch in diesen Situationen.

Jedes Mal, wenn mein Finger den Auslöser drücken will, frage ich nicht.

Ich mach‘ es.

In einer meiner Lieblingsdokus über Fotograf Koci Hernandez sagt er: „Wenn ich eine Kamera in meinen Händen halte, dann verbinden sich mein Kopf und mein Herz auf eine Weise, dass sie beide sagen „Drück den Knopf“ – und ich mach‘ es.“ Und: „Wir alle haben den Impuls, ein Bild zu machen, wenn wir eine Kamera haben und alles was ich gemacht habe, ist zu lernen, dem nicht entgegenzustehen. Jedes Mal, wenn mein Finger den Auslöser drücken will – warum auch immer – frage ich nicht. Ich mach‘ es.“

Er sagt das mit so viel Energie und Überzeugung – es ist ansteckend. Mach‘ es einfach, sei mutig, frage später, verpasse keinen Moment. Zumal wir zu 99 Prozent sowieso digital fotografieren und alles wieder gelöscht werden kann.

Mach’ erst das Foto, frag später

Ich bin ein großer Zögerer, als Fotograf und überhaupt im Leben. Dadurch habe ich viele Chancen und Erfahrungen verpasst. Also will ich dringend üben, den „Zöger- und -Nachdenk- Reflex“ mit einem neuen „Vertrau- deinem- Instinkt- und – mach- es-Reflex“ zu „überschreiben“. Als Fotograf und auch in anderen Bereichen im Leben.

Fotograf Steve Simon sagt: „Ich schieße erst das Foto und stelle Fragen später.“ Und: „Wenn du dir Zeit nimmst nachzudenken, dann verpasst du den Moment. Also solltest du deinen Instinkten vertrauen und abdrücken und einfach das Beste hoffen.“ Wird das Foto gut werden? Die Sache ist: Du wirst es nie wissen, wenn du es nicht versuchst.

chicken waiting at Mc Donalds

Fast Fashion / Boycott Boohoo

mode im spiegel

Fast Fashion /Boycott Boohoo

Fashion should be a happy-maker.  However we know that it often isn`t, and that large parts of the fashion industry is based on modern slavery and exploitation. This week, there were some headlines about the cheap high street brand Boohoo and its sister brands (e.g. Pretty Little Thing). The brands’ clothes have been produced in sweatshop factories in Leicester. Some workers there are getting payed 3,50 pounds per hour, working conditions are appalling. Plus: Workers were forced to come to work during lockdown despite being ill. Side note: The Boohoo owners are Billionaires.

We vote with our purses

Unfortunately it`s not just Boohoo that happily encourages modern slavery in order to produce its garments as cheap as possible. Having worked in this sector of Fashion, I can confirm just this.

We can be as appalled as we like, but if we don`t act on it, nothing will change. I think we all vote with our purses and how we spend our money – and be it just three pounds. Do we really want to give Billionaires our money, who are growing their fortune on the back of poor people?

Feeling included

I know sustainable brands are WAY more expensive than brands that sell a T-Shirt for three pounds. But if we do buy sustainable, we get something extra included: The feeling of investing our money in good stuff, of doing something right, and fighting the good fight against inequality and injustice.

I much rather see the owner of a small business succeed, than a company that is way too rich already. Thus, I want to spend my money accordingly and rather buy less instead.

label on garment

Besides, when I wear something from a sustainable brand, I can literally feel the love coming through the fibres. It`s my imagination I guess, but I do feel so much more comfortable and at ease, and happy about what I`m wearing.

There are many brilliant articles about the Boohoo scandal out there, one I like most is on the Guardian page: https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/jul/07/pandemic-fast-fashion-boohoo-influencer-landfill

Mode sollte eine Glücklichmacherin sein. Aber wir wissen, dass sie das oft nicht ist und, dass ein Großteil der Modeindustrie auf moderner Sklaverei und Ausbeutung basiert. Diese Woche waren die Billigmarke Boohoo und ihre Schwesterfirmen (zum Beispiel Pretty Little Thing) in den Schlagzeilen. Die Kleider der Marke werden in Sweatshop Fabriken in England (Leicester) produziert. Einige Arbeiter bekommen da gerade mal 3, 50 Pfund die Stunde, die Arbeitsbedingungen sind erschreckend. Und: Arbeiter wurden dazu gezwungen, während des Lockdowns trotzdem sie krank waren zur Arbeit zu kommen. Kleine Info am Rande: Die Boohoo Eigentümer sind Billionäre.

Wir wählen mit unserem Geldbeutel

Leider ist es längst nicht nur Boohoo, die willentlich zu moderner Sklaverei animieren, um ihre Produktionskosten möglichst klein zu halten. Da ich in diesem Bereich der Mode gearbeitet habe, kann ich das nur bestätigen!

Wir können noch so entsetzt sein – solange wir nichts tun, wird sich natürlich nichts ändern. Ich denke, wir alle geben mit unserem Geldbeutel unsere Stimme ab. Also wir stimmen für etwas, indem wir Geld dafür liegen lassen – und seien es nur drei Euro… Und wollen wir echt Billionären unser Geld geben, die ihren Reichtum auf dem Rücken armer Leute vergrößern?

Gefühl mitgeliefert

Ich weiß, nachhaltige Marken sind viel teurer als solche, die T-Shirts für drei Euro haben. Aber wenn wir nachhaltige Kleider kaufen, bekommen wir das gute Gefühl mitgeliefert, das Richtige zu tun und im Kampf um Gerechtigkeit auf der richtigen Seite zu stehen. Ich wünsche dem Inhaber eines kleinen Unternehmens viel eher Erfolg als einem Betrieb, der sowieso schon viel zu reich ist. Deswegen will ich schauen, dass ich mein Geld entsprechend ausgebe. Lieber dafür dann eben weniger kaufen.

stoff

Wenn ich etwas Neues von einer nachhaltigen Marke anhabe, fühle ich außerdem die Liebe förmlich aus den Kleiderfasern strömen. Das ist vielleicht meine Einbildung, aber das Tragegefühl ist ein ganz anderes und ich fühle mich viel wohler – und zufriedener mit dem was ich anhabe. 

Es gibt einige gute Artikel über den Boohoo Skandal online. Ein Kommentar, der mir am Besten gefällt, ist auf der Seite des Guardian: https://www.theguardian.com/commentisfree/2020/jul/07/pandemic-fast-fashion-boohoo-influencer-landfill