On finding “the Why” and time

enjoy. Mirror selfie. Why and time

(Time capsules)

Do you know why you do the job that you do? Do you know “your Why”? What is it that makes you passionate about your job? Lately, I`m trying to reveal exactly that. As a photographer, I obviously love taking and looking at photographs. Why though? What is it about photography that makes me love it so much that I choose to do it daily as my job?

One main “why” is obviously time. I believe that time is most precious and needs to be witnessed and lived, not just passed. And by that, I mean both the good and the hard times as heart-breaking they can feel. Taking pictures is to capture time capsules, so that you may see the value of the time given to you. So that you may become aware of what`s profound and important for you, your business, or what you`re doing.

...for its time

Time is so valuable because it is limited. We tend to forget that. Often, we treat time like money which can be regained and multiplied. But this is not possible with time.

Time is always different. A holiday now will be different than a holiday in five years. A day at work now will be different from a day at work in ten years. It may be entirely different next week. “God has made everything beautiful FOR ITS OWN TIME”, says King Solomon in the Bible. We cannot get back time. We need to live it now and make the best out of it. This is why it matters so much to be aware of the beauty in each ordinary day.

At the same time, we long for time to last, for moments to stay with us. Solomon writes: “HE has planted eternity in the human heart”. Maybe that`s why we love time capsules like paintings or photographs.

...against forgetting

There was one quote that I`ve read that made me realize that I wanted to be a professional photographer. I think I`ve read it on the tube in London on my one-and-a-half-hours-journey to work at the high street fashion supplier, about five years ago.

The book is called “H is for Hawk” by Helen Macdonald and she talks about her father who had just died and who was a photographer:

“… All of those thousands upon thousands of photographs (…) Each one a record, a testament, a bulwark against forgetting, against nothingness, against death. 

Look, this happened. A thing happened, and now it will never un - happen.

Here it is in a photograph: a baby putting its tiny hand in the wrinkled palm of an octogenarian.  A fox running across a woodland path and a man raising a gun to shoot it.  A plane crash. (…)  All these things happened, and my father committed them to a memory that wasn’t just his own, but the world’s. 

My father’s life wasn’t about disappearance.  His was a life that worked against it.”

I still think these are some of the most beautiful lines describing photography. It`s about the fascination and struggle with time. About creating time-capsules by taking pictures.

Ironically, it´s the very fact that we cannot stop time from passing, that ultimately makes moments special and enchanting.

The beauty of a moment and a life is that it`s one of a kind and that it won`t last forever. Even our own memories will fail to remember some of the moments that we`ve lived.

Occasions and special events, as well as routines or everyday habits – they stand for a certain era in our lives. We know that this era will end at some point and that`s what makes it bittersweet and heartbreakingly beautiful when we dare to feel this truth.

Warum und Zeit

(Zeit-Kapseln)

Weißt du, warum du den Beruf machst, den du machst? Kennst du “dein Warum”? Was ist es, das dich an deinem Beruf begeistert? Ich versuche zur Zeit genau das herauszufinden und zu formulieren. Als Fotografin liebe ich es natürlich zu fotografieren und Fotos anzuschauen. Warum aber? Was ist an der Fotografie dran, dass ich sie so sehr liebe, dass ich sie jeden Tag machen will?  

Ein großes “Warum” ist natürlich Zeit. Ich finde, dass Zeit so wertvoll ist und nicht nur verbracht, sondern erlebt und wahrgenommen werden muss. Fotos sind wie eine Art Zeit-Kapseln. Sie helfen uns dabei, den echten Wert der Zeit zu sehen, die uns gegeben ist. Dadurch kann uns bewusst werden, was wirklich wichtig für uns ist, wichtig für unser Business und für das, was wir tun.  

...zu seiner Zeit

Zeit ist so besonders wertvoll, weil sie begrenzt ist. Wir vergessen das immer wieder. Oft gehen wir mit Zeit wie mit Geld um, das wiedergewonnen und vervielfacht werden kann. Aber mit Zeit ist das nicht möglich.

Zeit ist immer anders. Ein Urlaub jetzt wird anders sein als einer in fünf Jahren. Ein Tag bei der Arbeit wird heute anders sein als einer in zehn Jahren. Schon nächste Woche kann vieles ganz anders sein. „Gott hat alles schön gemacht ZU SEINER ZEIT“, sagt König Solomon in der Bibel. Wir können Zeit nicht zurückbekommen. Wir müssen sie jetzt erleben und das Beste draus machen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir uns der Schönheit bewusst werden, die wir in jedem ganz normalen Tag finden können.  

Gleichzeitig sehnen wir uns danach, dass etwas bleibt, dass Momente bei uns bleiben. Solomon schreibt: “… auch hat Gott die Ewigkeit in das Herz der Menschen gelegt.” Das ist vielleicht der Grund warum wir Zeitkapseln wie Fotos oder Malereien so lieben.  

...gegen das Vergessen

Es gibt ein Buchzitat, das ich mal gelesen habe und das in mir den Wunsch geweckt hat, Fotografie als Beruf zu machen. Ich glaube ich hab es vor ungefähr fünf Jahren in der Tube in London gelesen, als ich gerade auf meinem anderthalb Stunden Weg zur Arbeit bei der High Street Modefirma war.

Das Buch heißt “H is for Hawk” (“H wie Habicht”) von Helen Macdonald und sie erzählt von ihrem Vater, der gerade gestorben ist und der Fotojournalist war:

“… All die tausenden Fotografien (…) Jede ist eine Aufzeichnung, ein Testament, ein Bollwerk gegen das Vergessen, gegen das Nichts, gegen den Tod.

Schau, das ist passiert. Etwas ist passiert und jetzt wird es nicht mehr un- passieren.

Hier ist es in einer Fotografie: ein Baby, das seine winzige Hand in die runzlige Handfläche einer Achtzigjährigen legt. Ein Fuchs, der über einen Waldweg rennt und ein Mann, der sein Gewehr hebt, um ihn zu erschießen. Ein Flugzeugabsturz. (…) All diese Dinge sind passiert und mein Vater hat sie in einem Gedächtnis eingeprägt, das nicht nur sein eigenes war, sondern das der Welt.

Das Leben meines Vaters handelte nicht vom Verschwinden. Sein Leben war eins, das dem Verschwinden entgegengewirkt hat.”

Ich finde immer noch, das das eines der schönsten Zitate ist, die Fotografie beschreiben. Es geht um die Faszination und die Herausforderung mit der Zeit. Es geht darum mit dem Bildermachen Zeitkapseln einzufangen.

Ironischerweise ist es genau das, dass wir Zeit nicht beim Vorbeigehen aufhalten können, was Momente besonders und bezaubernd macht.

Die Schönheit eines Moments und eines Lebens ist, dass sie einzigartig sind und nicht für die Ewigkeit bleiben. Sogar unser eigenes Gedächtnis wird sich irgenwann nicht mehr an Momente erinnern, die wir gelebt haben.

Besondere Ereignisse oder Events, genauso wie Routine und alltägliche Gewohnheiten – alle stehen für eine bestimmte Ära in unserem Leben. Wir wissen, dass diese Ära irgendwann zu Ende geht und das macht es bittersüß, zauberhaft und herzzerreißend schön, wenn wir es wagen, diese Wahrheit zu fühlen.

Picture your Highlights

highlights magazine article by Nadine Wilmanns

Halte deine Highlights fest

Recently,  I´ve written an article in the beautiful Sis-Magazine about celebrating our highlights by photographing moments of our day, every day. Admittedly, especially when you don`t live in a picture-beautiful home and if your day is full of work in front of the computer, it`s often not so easy to recognize these highlights to photograph. But really, that`s the whole point of the exercise: By making a serious effort to find and see beautiful moments it will become more effortless over time and we`ll see more of these highlights, too.  

And the major surprise will come later: Looking back after let`s say a few months and going through your highlight pictures, it will hit you: How blessed you are! How many good moments you captured that otherwise would have passed unnoticed. In fact, our life is often so much richer than we think when being in the very situation.

Give it a try and make a “pictures of summer” album. Your life might not be picture-perfect currently (and believe me: mine is far from that, too).  But by taking it day by day, picture by picture, highlight by highlight, we might be out for a surprise. Sometimes, we only see in hindsight how blessed we actually were. Realizing this in our own experience might help us appreciating our present more.

To read my magazine article (it`s in  German though) get the latest copy of the Sis Magazine: https://www.lydia.net/sis/

Halte deine Highlights fest

Neulich habe ich einen Artikel für was wunderhübsche Sis-Magazin geschrieben. Er handelt davon, unsere Highlights zu feiern, indem wir Momente unseres Tags fotografieren, jeden Tag. Zugegeben, das ist nicht immer so ganz easy, vor allem wenn man nicht in einem “Schöner-Wohnen”-zu Hause wohnt und wenn der Tag voller Computerarbeit ist. Dann kann es manchmal schwerfallen, diese Highlights zu bemerken. Aber das ist ja genau der Sinn der Übung: Wenn wir uns anstrengen, hübsche Momente zu finden und zu sehen, wird uns das mit der Zeit immer leichter fallen und wir werden immer mehr dieser Highlights sehen. 

Und die große Überraschung kommt später: Wenn wir nach sagen wir mal ein paar Monaten zurückschauen und durch unsere Fotos scrollen, werden wir überrascht sein: Wie viele gute Momente wir festgehalten haben, die sonst einfach unbemerkt an uns vorbeigegangen wären. Wie viel reicher unser Leben oft ist, auch wenn`s uns in der Situation selbst oft nicht so vorkommt. 

Versuch es selbst und mach ein “Bilder des Sommers” Album. Dein Leben ist vielleicht nicht bilderbuchmäßig (und glaub mir: meins ist es auch nicht). Aber wenn wir Tag für Tag denken, Bild um Bild, Highlight um Highlight, könnten wir überrascht werden. Manchmal sehen wir erst im Nachhinein, wie gut manches tatsächlich war. Wenn wir diese Erfahrung selbst machen, dann könnte uns das dabei helfen, den Tag heute mehr zu schätzen. 

Um meinen Magazin-Artikel “Feiere deine Highlights” zu lesen, hol dir die neue Ausgabe des Sis-Magazins: https://www.lydia.net/sis/

Vision

Vision Nadine Wilmanns photography

How to visualize

This week, I had two photoshoots. One of them was a portrait shoot and I thought I wouldn`t need a detailed plan, but just be spontaneous. The result was ok but far from breath-taking or special. Photographer Gina Milicia gave me the advice to previsualize what I want: “The secret to a great portrait shoot is to pre-visualize the image you want and then work with your subject to create this image.”

This was great advice – for my second shoot I prepared a detailed storyboard and I was so much happier with my results. It doesn`t mean that there weren`t any in-between moments that I would shoot or slight changes of plan. In fact, one surprising in-between shot ended up to be my favourite image of the shoot. The very fact, that I’ve freed up my mind by having a detailed plan, made this in-between shot possible. Because I could take some time to just be instead of constantly thinking about what I could do next.

Top Values

Pre-visualizing is important for all creative projects – and even life itself. I`m throwing that out there while struggling to find a clear vision for my own life or career. Principles that are true for our creative projects are often similarly true for our lives. If you have a vision for how you want to live and be, well done! You are gonna take steps towards this vision while being relaxed enough to be open for surprising in-between moments, twists, and turns on the way.

For those of us, who like me struggle, it might be a good starting point to define our top values, our main purposes, that are important to us. For example, in my life and career, my top values are peace, faith, freedom, and pleasant company. So when making decisions or planning my time, I ask myself: Does this serve my purpose? This way I can move forward according to my values.

Vision Nadine Wilmanns photography

Vision Board

Writing this I`m reminded of a technique that I heard about years ago: Neuroscientist Dr. Tara Swart suggests creating a vision board. Like a collage with images out of magazines or prints or any visuals that remind you of what you want in life.

She says: “The whole look and feel of it should represent how you want your life to be. The visual images activate parts of your brain that resonate deeper down than if you write out a list of what you want. A list won’t have the same impact as if you repeatedly see these images. And when you’re going around your daily life, you’re more likely to notice opportunities to do things that you want in your life. If you see these images last thing at night before you go to sleep, it is going to make a stronger impression in your subconsciousness. And then, the next day, you’re much more likely to actually act on that if there’s a trigger that reminds you to do it at the time.”

By starting to apply this approach, I hope my vision will become clearer over time. How about you? Do you have a clear vision of how you want your life, your career, or your next project to look like? What`s your experience with this matter and do you have your own techniques for finding a vision for you?

Visualisiere

Diese Woche hatte ich zwei Fotoshootings. Eins war ein Portraitshooting und ich dachte, ich kann das spontan, ohne einen detaillierten Plan. Das Ergebnis war ok, aber nicht atemberaubend oder besonders. Fotografin Gina Milicia hat mir geraten, vorher genau zu visualisieren, was ich will: „Das Geheimnis eines tollen Portrait Shootings ist, sich das Bild, das du erreichen willst, vorher zu visualisieren und dann zusammen mit dem, den du fotografierst, daran zu arbeiten, dieses Bild zu schaffen.“

Das war ein super Rat – für mein zweites Fotoshooting habe ich ein detailliertes Storyboard vorbereitet und ich war viel zufriedener mit den Ergebnissen.  Das heißt nicht, dass ich keine spontanen “Zwischendurch-Momente” fotografiert habe, oder dass ich mich total steif an den Plan gehalten hätte. Tatsächlich war ein überraschender Zwischendurch-Shot mein Lieblingsbild des Tages. Aber gerade dadurch, dass ich meinen detaillierten Plan und daher meinen Kopf frei hatte, wurde dieser Zwischendurch-Shot erst möglich. Weil ich Zeit hatte, einfach zu sein, anstatt non-stop überlegen zu müssen, was ich als nächstes tun könnte.  

Top Werte

Visualisieren ist wichtig für alle kreativen Projekte – sogar für das Leben selbst. Ich sage das, ohne selbst eine klare Vision für mein Leben oder meine Karriere parat zu haben. 

Grundsätze, die für unsere kreativen Projekte gelten, sind oft auch auf das Leben selbst anwendbar. Wenn du dir genau ausmalen kannst, wie du leben und sein willst, ist das super! Du wirst eher Schritte in Richtung dieser Idee gehen, während du entspannt genug sein kannst, um offen zu sein für überraschende Zwischendurch-Momente auf dem Weg, für Abzweigungen oder Wendungen.

Für uns, die wir uns damit schwertun, könnte Folgendes ein guter Start sein:  Was sind die Werte, die uns am wichtigsten sind? Welches sind unsere Hauptziele, an denen uns am meisten liegt? In meinem Leben und meiner Karriere beispielsweise sind das Frieden, Glaube, Freiheit und angenehme Gesellschaft. Das heißt, wenn ich Entscheidungen treffe oder meine Zeit einteile, frage ich mich: Dient das meinen Zielen? So kann ich meinen wichtigsten Werten näherkommen.

Visions-Collage

Während ich das schreibe, fällt mir eine Technik ein, von der ich vor ein paar Jahren gehört habe: Gehirnforscherin Dr. Tara Swart schlägt vor, eine „Visions-Collage“ zu gestalten. Mit Bildern aus Magazinen oder Ausdrucken oder sonstigen visuellen Eindrücken, die uns daran erinnern, was wir im Leben wirklich wollen.

Sie sagt: „Der gesamte Look und das Gefühl der Collage sollte repräsentieren, wie du dir dein Leben wünschst. Bilder aktivieren Teile deines Gehirns, die einen tiefergehenden Effekt haben, als eine einfache Liste. Eine Liste hat nicht die gleiche Wirkung, wie wenn du immer wieder diese Bilder siehst. Im Alltag wirst du viel eher Möglichkeiten wahrnehmen, Dinge zu tun, die du in deinem Leben tun willst. Wenn du diese Bilder direkt vor dem Schlafengehen anschaust, dann wird das eine stärkere Wirkung auf dein Unterbewusstsein machen. Und dann, am nächsten Tag, wirst du viel eher danach handeln, wenn dich ein Auslöser daran erinnert.”

Ich teste das mal und hoffe, dass meine Vorstellung mit der Zeit klarer wird. Wie geht es dir mit dem Thema? Hast du eine genaue Vorstellung davon, wie dein Leben, deine Karriere, oder dein nächstes Projekt aussehen soll? Was ist deine Erfahrung damit und hast du deine eigenen Techniken, um eine Vision für dich zu finden?

Vision Nadine Wilmanns photography

Ditch that camera bag

camera without camera bag Nadine Wilmanns photography

Why having no camera bag can improve your photography

My friend was showing me her camera, that she`s just bought recently. We were just leaving the house to go for a coffee when I noticed her storing her camera back into her camera bag. “Aren`t you going to take it with you?” I asked. She hesitated. A camera bag is usually a rather ugly thing so I wouldn`t want to take it when going for a coffee with friends either. I would just hang my camera over my shoulder. “Oh, I`ll take the camera another time – it`s too heavy now”, my friend said.

It´s no surprise that this camera is only being picked up for occasions like holidays, birthdays, and other celebrations. The thing is, we can`t expect brilliant holiday pictures if we never pick up our cameras in our everyday life. We need to practice all the time to see these special moments and we need to get familiar with our camera. Plus, we don`t wanna miss the most special shots which our ordinary days provide. In fact, I find that pictures of the ordinary are THE most valuable and treasured pictures in years down the road.

Over your shoulder

Ditch that camera bag Nadine Wilmanns photography

So here`s where your camera is supposed to be: Hanging over your shoulder and ready to shoot. That means the lens cap is either at home or in our pocket. To protect the lens, I use a UV filter. This way I don`t have to fear scratches on my glass. And I don`t lose these seconds of thinking whether it`s worth taking my lens cap off. I just shoot. Oh, and I don`t use long lenses when I´m not on a photo job, but I use a tiny 35 mm prime lens, not more than 3 cm long. Nothing more annoying than a long lens banging against stuff when out and about.

A camera bag is even worse than a lens cap. Because until you have taken out your camera, the moment has most likely passed. And half the time you`re not taking a shot at all because you can`t be bothered to take the camera out of the bag.

Your camera is a tool, not a treasure

The only occasion when I would use a camera bag is when I`m on a photo job and it`s raining. For these occasions, I have an old cheap cooler bag that isn`t really capable of cooling things down but just keeps sandwiches from getting all soggy in the heat. I found it unused in my mom’s kitchen: it`s waterproof and even padded. When I`m not on a job and it`s raining I would just wear my camera under a longer jacket.

Keep in mind that your camera is a tool, not a shiny treasure to store safely in your closet. It`s made to be used. If it`s too heavy for you to take it with you in your everyday life, you`re gonna be better off with a lighter model. If you`re worried about something happening to your expensive gear, you`re better off buying cheap gear instead. A cheap little second-hand bought Olympus Pen that you`re actually using to the extreme is better for your photography than a high-end brand-new Leica that you`re afraid to break.

Remember that it`s the pictures that come out of your camera which are the true treasures, not the camera itself. There`s a nice interview with Magnum photographer Alex Webb on www.magnumphotos.com. He says: “Great photographs have been taken with all kinds of cameras—from Brownies to 8×10 cameras, from smartphones to 35mm cameras. These days, some photographers are taking remarkable photographs with smartphones. In the end, what’s most important is how one sees. The camera itself is merely a tool.”

Warum du ohne Kameratasche bessere Fotos machst

Meine Freundin zeigt mir ihre Kamera, die sie gerade neu gekauft hat. Wir brechen gerade auf, um Kaffee trinken zu gehen, als ich sehe, wie sie ihre Kamera zurück in die Kameratasche steckt. „Nimmst du die nicht mit?” frage ich. Sie zögert. Eine Kameratasche sieht normalerweise eher hässlich aus, deswegen hätte ich auch wenig Lust, sie zum Kaffeetrinken mitzunehmen. Meine Kamera hängt einfach über meiner Schulter. “Ach, ich nehme die Kamera mal wann anders mit – gerade ist sie mir zu schwer”, antwortet meine Freundin.

Es überrascht nicht, dass diese Kamera nur für Urlaube, Geburtstage und andere Feiern hervorgeholt wird. Sie Sache ist die: Wir können nicht erwarten, dass wir im Urlaub super Bilder schießen, wenn wir unsere Kamera im Alltag nie verwenden. Wir müssen dauernd üben, um diese besonderen Momente zu sehen und vor allem müssen wir mit unserer Kamera wirklich vertraut sein. Außerdem wollen wir doch nicht diese besonderen Schnappschüsse verpassen, die uns unser Alltag bietet. Tatsächlich finde ich die Alltagsbilder nach Jahren die am Allerwertvollsten.  

Über deiner Schulter

Ditch that camera bag Nadine Wilmanns photography

Hier ist also wo deine Kamera sein sollte: Über deiner Schulter hängend und schussbereit. Das heißt, dass dein Objektivdeckel entweder zu Hause oder in deiner Tasche ist. Um das Objektiv zu schützen, benutze ich einen UV-Filter. So muss ich mir wegen Kratzern keine Sorgen machen. Und ich verliere nicht diese Sekunden des Nachdenkens, ob es sich lohnt, den Kameradeckel runterzumachen oder nicht. Ich mache einfach das Bild. Oh, und ich verwende keine langen Objektive, wenn ich nicht auf einem Fotojob bin. Stattdessen verwende ich ein kleines 35mm Objektiv mit Festbrennweite, das nicht länger als drei Zentimeter ist. Nichts Nervigeres als ein langes Objektiv, das ständig gegen etwas stößt, wenn man unterwegs ist.

Eine Kameratasche ist noch ungünstiger als ein Kameradeckel. Denn bis du deine Kamera aus der Tasche geholt hast, ist der Moment wahrscheinlich vorbei. Und oft machst du erst gar kein Bild, weil es so umständlich ist, diese Kamera erst aus der Tasche zu holen.

Deine Kamera ist ein Werkzeug, kein Ausstellungsstück

Der einzige Anlass, wenn ich eine Kameratasche verwende, ist wenn ich auf einem Fotojob bin und es regnet. Für diese Anlässe habe ich eine alte billige Kühltasche, die nicht so richtig kühlt, sondern höchstens ein Sandwich einigermaßen vor Hitze schützen kann. Ich hab diese Kühltasche unbenutzt in der Küche meiner Mutter gefunden – sie ist wasserdicht und sogar gepolstert. Wenn ich nicht für einen Job unterwegs bin und es regnet, dann trage ich meine Kamera einfach unter einer langen Jacke.

Mach dir klar, dass deine Kamera ein Werkzeug ist, nicht ein Ausstellungsstück, das du sicher in deinem Schrank abschließt. Sie ist zum Benutzen gemacht. Wenn eine Kamera zu schwer für dich ist, um sie in deinen Alltag zu tragen, dann bist du mit einem leichteren Modell besser beraten. Wenn du dir Sorgen machst, dass deiner teuren Ausrüstung etwas passiert, dann wäre es vermutlich besser, dir billigere Sachen zuzulegen. Eine günstige Second-Hand gekaufte Olympus Pen, die du tatsächlich auch benutzt, ist für deine Fotografie besser als eine neue Leica, …..

Denk daran, dass es die Bilder sind, die aus der Kamera kommen, die die wirklichen Schätze sind, nicht die Kamera selbst. Es gibt ein schönes Interview mit Magnum Fotograf Alex Webb auf www.magnumphotos.com. Er sagt: “Tolle Fotos wurden mit allen möglichen Kameras gemacht – ob mit Brownies oder 8×10 Kameras, ob mit Smartphones oder 35mm Kameras. Heute machen Fotografen bemerkenswerte Bilder mit Smartphones. Am Ende ist das was zählt, wie jemand sieht. Die Kamera selbst ist nur ein Werkzeug.”

Ditch that camera bag Nadine Wilmanns photography

Self-image

pictures and us

Pictures and us

When chatting with photographer Christof Sage about photography the other day, he showed me some portraits of himself. And he brought me one magazine where his picture was on the cover and said: “…and that`s how he (the photographer who has taken that picture) has seen me.”

I found it interesting that he framed it this way. Our self-image is usually different from how others see us – and different from how we really look. In fact, some scientists have done experiments that show that we tend to think of ourselves as better looking than we are in reality ( https://en.m.wikiversity.org/wiki/Interpersonal_attraction )

Photos and self-image

I know people who run as soon as they see a camera pointed at them. As a teenager when I was very uneasy about how I looked, I used to do the same. My bad – meanwhile I would be glad if I had more pictures of myself from twenty years ago. Now, I think it`s truly nice when somebody bothers to take a picture of me.

I like when people send me photos of myself. Not because I`m so in love with my looks, but because I just find it really interesting. We usually don`t get to see ourselves from other angles than the one our mirror provides. So, I feel like I get to know myself more. And my self-image becomes more complete. And by seeing more and more pictures of myself, I m less surprised about how I look and just get used and comfortable with it.

With a more accurate self-image, I feel freer to BE and don`t need to run. I then can be more open because I don`t have to constantly wonder and worry or even fear how others might see me. Because I know how I look.

Wonderfully made

Most of all, I want to not take myself so overly seriously. So, I`ve got a big nose – well, there certainly are more serious issues than that in this world and as long as it is enabling me to breathe, I don`t want to be ungrateful. There is a Psalm I like that says: “I praise you, for I am fearfully and wonderfully made. Wonderful are your works; my soul knows it very well…” It`s true: when I criticize my looks, I kind of feel, that this is such a wrong and ungrateful thing to do. I want to look at my picture saying: Yes that`s me, with a beating heart that is capable to hope, and a mouth that is able to smile bright.

Bilder und wir

Als ich mich neulich mit Fotograf Christof Sage über Fotografie unterhalten habe, zeigte er mir ein paar Portraits von ihm. Er brachte ein Magazin, auf dem sein Portrait auf dem Cover war, mit den Worten: “…und so hat er (der Fotograf, der das Bild gemacht hat) mich gesehen.“

Das fand ich interessant, dass er das so formuliert hat. Unser Selbstbild ist ja normalweise nicht deckungsgleich mit dem Bild, das andere von uns haben – und entspricht auch nicht der Realität. Tatsächlich haben einige Wissenschaftler Experimente gemacht, die zeigen: Wir halten uns in der Regel für besser aussehend, als wir in Wirklichkeit sind (https://en.m.wikiversity.org/wiki/Interpersonal_attraction).

Wenn du weißt, wie du aussiehst, brauchst du nicht wegzurennen

Ich kenne Leute, die sofort wegrennen, wenn sie eine Kamera auf sich gerichtet sehen. Als Teenie, als ich mich noch sehr unwohl damit gefühlt habe, wie ich aussehe, habe ich das auch gemacht. Mein Pech – mittlerweile wäre ich froh, wenn ich mehr Fotos von mir von vor 20 Jahren hätte. Jetzt denke ich, es ist besonders nett, wenn sich jemand die Mühe macht, ein Bild von mir zu machen.

Ich mag es, wenn Leute mir Fotos von mir schicken. Nicht weil ich mich so gutaussehend finde, sondern weil ich es wirklich interessant finde. Wir sehen uns normalerweise nicht aus anderen Winkeln als dem, den unser Spiegel uns bietet. Also habe ich das Gefühl, mich so besser kennenzulernen. Und wenn ich mich öfter mal auf Bildern sehe, bin ich immer weniger überrascht davon, wie ich aussehe und gewöhne mich daran.

Ich muss dann nicht mehr wegrennen. Ich kann offener sein, weil ich mich nicht dauernd frage, wie andere mich sehen könnten. Weil ich ja weiß, wie ich aussehe.

Wunderbar gemacht

Vor allem will ich mich selbst nicht so wichtig nehmen. Dann hab ich eben eine große Nase – es gibt sicherlich wichtigere Probleme auf dieser Welt und solange ich mit ihr atmen kann, will ich nicht undankbar sein. Es gibt einen Psalm, den ich mag: “Ich danke dir dafür, dass ich so sorgfältig und wunderbar gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke; meine Seele weiß es.” Das stimmt schon: Wenn ich an meinem Aussehen rummeckere, weiß ich gleichzeitig, dass das so falsch ist. Ich will ein Bild von mir anschauen und sagen: Ja, das bin ich, mit einem schlagenden Herzen, das hoffen kann und einem Mund, der lachen kann.

Christof Sage

magazine press interview Nadine Wilmanns photography

"There`s no such thing as can`t."

In Conversation with Christof Sage

If I was to name all the celebrities that Christof Sage (www.sage-press.de) has photographed it would probably take hours. Bill Clinton, Arnold Schwarzenegger, Morgan Freeman, …. even Pope and Queen. And of course all the celebs in his home country Germany – Angela Merkel Thomas Gottschalk, Boris Becker,… Attached to the shoulder straps of his cameras are hundreds of admission wristbands of all the big events that he`s been to as a press photographer. For years Christof Sage was traveling for magazines in order to photograph the most famous people in this world. Now, he has published his own glossy magazine – “Sage”. We met up in his home in Stuttgart-Filderstadt.

Christof, there are so many wanting to be high-profile photographers. Yet, only few make it. Why did you make it to the top?

That has to grow. You start in your twenties by getting into events. After time, people see you more and more often, if you present yourself well in terms of looks and attitude. But that takes years. In the Seventies, I attended the most important events. Then you get booked. In the Eighties, I photographed international celebrities at the set of the famous TV-Show “Wetten, dass…”. I started from the bottom. Things didn`t come easy, I wasn`t left with an inheritance or anything, I have worked very hard and with great diligence to achieve this.

Would you have thought, when you were twenty years old, that you would be photographing people like Bill Clinton one day?

No, I only knew that I wanted to have a house and a Porsche when I`m 60. I advise young people: You need to have a goal in mind. Where do you want to be when you`re 60? You need to divide and plan your life – what do you do between the ages of 20 and 30, 30 and 40? Before starting an apprenticeship, ask yourself: Do you have fun doing what you do? It`s not about money, you need to have love. I really do enjoy working with people. I have been working in a hundred different countries. That`s not that easy to achieve as a photographer. It worked out because I have worked twice as much as others, 17 hours each day. It requires great diligence – but that all comes back to you.

“It`s not about money, you need to have love.”

 

Christof sage interview Nadine Wilmanns photography

Why did you choose people-photography as your thing? I mean you could have as well become, say, for example, a landscape photographer, couldn`t you?

I love humans. The press likes to call me a celebrity photographer, but in fact, I`m a communication photographer, a people photographer – I photograph people. And communication is very important for my job: You have to do a warm-up with people. You can`t just place yourself in front of people`s faces – “Here we go!” But you need to make people loosen up. Only once you managed to do that, you can start taking photos. You should see me photographing abroad: I often don`t understand the language, but I joke, and they understand me at once.

Christof sage interview Nadine Wilmanns photography
Press interview Nadine Wilmanns photography

You take pictures of people who don`t necessarily look like models, who need to look as good as possible on photos though – after all, they`re in the public eye. Are you retouching a lot?

I don`t have time for retouching. I`ve got jobs that are demanding 400 portraits in one day – from morning to late in the evening. You`ve got 30 to 60 seconds for each person, you can exchange a few words only. I give directions, make chit-chat, say „Stand like this or like that” – then, boom – photo. That`s a different way of photographing than it`s commonly known. That is fun, but only very few photographers have that skill. That`s what I`m getting booked for. People know: When Sage is in the house, everything runs like clockwork.

Sounds great – but as well like a lot of pressure…

Well, I need to be quick. The camera is pre-set – I don`t have time to configure settings when I`m shooting. The camera has to run in burst mode. The photographer Helmut Newton once asked me at an event: “Why do you use flash? You don`t need to – look, I photograph using only ambient light.” But he was no contract photographer. He was there for fun, not to deliver contract work. My work is about being fast. When I`m at a horse race I have to photograph 200 couples, approach everyone, observe who belongs to whom, when is which person at which table. Then you need to act fast, everything has to be done chop chop. That`s a completely different way of working. I do enjoy photographing these kinds of events – I`m in full action and completely in my element.

Christof sage interview Nadine Wilmanns photography

Do you have a career highlight, maybe a photograph, that you love the most?

I don`t have that. Every photo is important to me. I have attended great events and am very grateful for that. If I set myself a goal I make it happen. There`s no such thing as can`t. Sometimes it needs three or four attempts. It has taken me years to get to know the right people to get accreditation for events like the Golden Globes. But that`s what makes it exciting. If you really want to achieve something, then you will succeed. But you won`t if you just try half-heartedly – then you`ll never make it. One has to be born to work independently, it`s not everybody’s cup of tea.

Christof sage interview Nadine Wilmanns photography
Christof sage interview Nadine Wilmanns photography

“If you really want to achieve something, then you will succeed. But you won`t if you just try half-heartedly – then you`ll never make it.”

Your career started with film photography. How did you perceive the switch to digital?

Digital cameras have changed my work for the better. First, we refused to make the change, but only half a year in we bought the first digital camera for about 16000 Euro. You can now take better pictures with a smartphone than with that camera. When on delegation trips with the former chancellor Helmut Kohl and fellow politician Erwin Teufel the German press agency dpa wanted photos of every day. I had to transport camera films accompanied by escort vehicles. And while doing that I was missing on site. With digital everything was so much quicker and less complicated.

That`s quite a sign of trust that people like the former chancellor would take you on their state visits...

It`s been written about me: „Discretion is his life insurance“. When traveling with famous people you hear and see a lot of confidential things. Until this day I have been keeping my word of honor. Whatever private matters I would see or hear, I would never make them public. Only few are able to keep that word – there are people selling secrets and photos that aren`t meant for the public eye for 50 Euro.

And now there`s another milestone in your career: You`ve just published your very own magazine “Sage”!

You need to come up with new things all the time. Ask yourself: Where are my strengths? And then work on them further. Have new ideas. Where can I place my work on the market? Because of COVID, all events are being canceled for more than a year now, everything takes place online, so press photographers have nothing to photograph. Therefore I thought: If I can`t photograph, I have other people photograph for me and publish my own magazine “Sage”. Just lounging around or tidying my office all day isn`t for me. The magazine is a success – almost all copies have sold and I have to print more now.

magazine press interview Nadine Wilmanns photography

"Geht nicht gibt`s nicht."

Im Gespräch mit Christof Sage

Wollte ich alle Stars und Sternchen aufzählen, die Christof Sage (www.sage-press.de) schon fotografiert hat, säße ich vermutlich noch in zwei Stunden an dieser Aufzählung. Bill Clinton, Arnold Schwarzenegger, Morgan Freeman, …- sogar Papst und Queen. Und natürlich sämtliche Bekanntheiten aus Deutschland – Angela Merkel, Thomas Gottschalk, Boris Becker, und und und. An den Schultergurten seiner Kameras hängen hunderte von Eintrittsbändchen von all den großen Veranstaltungen, die er als Pressefotograf besucht hat. Jahrelang war er für Magazine unterwegs, um die berühmtesten Menschen dieser Welt abzulichten. Jetzt hat er sein eigenes Hochglanzmagazin herausgebracht – „Sage“. Wir haben uns in seinem Zuhause in Filderstadt getroffen.

Mensch, Christof, es gibt so viele, die Top-Fotograf werden möchten. Nur die Allerwenigsten schaffen es – warum hast du`s geschafft?

Sowas muss wachsen. Du fängst mit zwanzigmal an, in Veranstaltungen reinzukommen. Irgendwann sehen dich die Leute immer öfter, wenn du dich optisch und menschlich gut verkaufst. Das dauert aber Jahre. In den 70er Jahren war ich bei den wichtigsten Events dabei. Dann wirst du gebucht. In den 80er Jahren habe ich bei der Fernsehshow „Wetten, dass…“ Weltstars fotografiert. Ich habe bei null angefangen. Mir wurde nichts geschenkt, ich habe nichts geerbt, habe mir alles selbst hart erarbeitet – mit sehr viel Fleiß.

Hättest du mit zwanzig gedacht, dass du mal Leute wie Bill Clinton fotografierst?

Nein, ich wusste nur, dass ich mit sechzig ein Haus und einen Porsche möchte. Ich rate jungen Menschen immer: Ihr braucht ein Ziel vor Augen: Wo wollt ihr mit 60 sein? Ihr müsst euch das Leben einteilen – was macht ihr von 20 bis 30, von 30 bis 40? Bevor ihr eine Ausbildung beginnt, überlegt euch: Habe ich eigentlich Spaß an dem was ich mache? Es geht nicht ums Geld, du brauchst Liebe dafür. Mir macht es Freude, mit Menschen zu arbeiten. Ich habe in hundert Ländern auf der Erde gearbeitet. Das musst du als Fotograf erstmal schaffen. Das hat funktioniert, weil ich doppelt so viel gearbeitet habe, als die anderen, jeden Tag 17 Stunden. Du musst sehr viel Fleiß aufbringen – aber das kommt dann alles zurück.

“Es geht nicht um`s Geld. Du brauchst Liebe dafür.”

Christof sage interview Nadine Wilmanns photography
Christof sage interview Nadine Wilmanns photography

Warum hast du dir People-Fotografie als Spezialität ausgesucht? Du hättest ja auch sagen wir mal Landschaftsfotografie machen können?

Ich liebe die Menschen. Die Presse betitelt mich gerne als Promi- oder Star-Fotograf, aber eigentlich bin ich Kommunikationsfotograf, People-Fotograf – ich fotografiere Menschen. Und Kommunikation ist dabei wichtig: Du muss mit den Leuten erstmal ein Warm-up machen. Du kannst dich nicht einfach hinstellen – „so jetzt geht`s los“. Sondern, du musst die Leute auflockern. Erst wenn du das geschafft hast, kann`s losgehen. Du solltest mich mal sehen, wenn ich im Ausland fotografiere: Ich verstehe die Sprache oft nicht, mache einen Witz daraus und die anderen verstehen mich sofort.

Du fotografierst ja Menschen, die nicht unbedingt wie Models aussehen, aber auf Fotos möglichst gut aussehen müssen – schließlich stehen sie in der Öffentlichkeit. Bist du da viel am Retuschieren?

Zeit für Retuschieren habe ich nicht. Ich habe Aufträge, da mache ich 400 Portraits an einem Tag – von morgens bis abends. Da hast du für jeden 30 bis 60 Sekunden, zwei Sätze. Ich führe Regie, halte kurz Small-Talk, sage schon mal „Steh so oder so“ – dann, zack – Foto. Das ist eine andere Art zu fotografieren, als man es für gewöhnlich kennt. Das macht Spaß, aber das können wirklich nur wenige Fotografen. Dafür werde ich gebucht – die Leute wissen: wenn Sage da ist, läuft`s.

Klingt super – aber ja, auch nach Druck...

Bei mir muss es schnell gehen. Die Kamera ist voreingestellt – ich habe keine Zeit, noch Sachen einzustellen. Der Motor muss laufen. Der Fotograf Helmut Newton fragte mich mal auf einer Veranstaltung: „Warum verwendest du Blitz? Das brauchst du doch nicht – schau, ich fotografiere mit dem Licht, das da ist“. Aber er ist kein Auftragsfotograf. Er war da zum Vergnügen, nicht um Auftragsarbeit abzuliefern. Bei mir geht es um Schnelligkeit. Bei einem Pferderennen muss ich 200 Paare durchfotografieren, muss auf jeden zugehen, muss beobachten, wer gehört zu wem, wann ist wer an welchem Tisch. Da musst du schnell handeln, alles muss zack-zack gehen, das ist eine ganz andere Arbeit. Ich muss volle Leistung bringen. Und nach zwei Stunden ist es vorbei. Solche Events machen mir Spaß – da bin ich in Action, ganz in meinem Element.

Christof sage interview Nadine Wilmanns photography
press interview Nadine Wilmanns photography

Hast du ein Karriere-Highlight, ein Foto, über das du dich besonders freust?

Sowas habe ich nicht. Für mich ist jedes Foto wichtig. Ich habe tolle Veranstaltungen mitgemacht und bin dafür sehr dankbar. Wenn ich mir Ziele setzte, verwirkliche ich sie. Geht nicht gibt`s nicht.  Manchmal braucht es drei oder vier Anläufe. Es hat Jahre gedauert, um die richtigen Leute kennenzulernen, um Akkreditierungen für Veranstaltungen wie die Golden Globes zu bekommen. Aber darin liegt der Reiz. Wenn man etwas wirklich erreichen will, dann erreicht man es auch. Aber nicht, wenn man etwas halbherzig macht – dann schafft man`s nie. Für das selbständige Arbeiten muss man geboren sein, das liegt nicht jedem.

Christof sage interview Nadine Wilmanns photography
Christof sage interview Nadine Wilmanns photography

“Wenn man etwas wirklich erreichen will, dann erreicht man es auch. Aber nicht, wenn man etwas halbherzig macht – dann schafft man`s nie.”

Du hast deine Karriere ja noch mit Film begonnen. Wie hast du den Wechsel zur Digitalfotografie erlebt?

Digitalkameras haben meine Arbeit zum Positiven verändert. Erst wollten wir den Wechsel nicht mitmachen, aber schon nach einem halben Jahr haben wir unsere erste digitale Kamera für 16 000 Euro gekauft. Da machst du heute mit dem Handy bessere Bilder, als damit. Bei den Delegationsreisen mit Helmut Kohl und Erwin Teufel wollte die dpa jeden Tag Fotos. Ich musste oft Filme mit Eskorte-Fahrzeugen transportieren – und habe in der Zeit dann vor Ort gefehlt. Digital geht alles viel schneller und unkomplizierter.  

Das ist ein ganz schön großer Vertrauensbeweis, wenn dich Leute wie der ehemalige Bundeskanzler zu Reisen mitnehmen...

Über mich wurde geschrieben: „Diskretion ist seine Lebensversicherung“. Wenn du mit bekannten Menschen unterwegs bist, hörst und siehst du viel Vertrauliches. Bis zum heutigen Tag gilt mein Ehrenwort. Egal welche vertraulichen Sachen ich höre oder sehe, ich würde damit nie an die Öffentlichkeit gehen. Das können die Wenigsten – es gibt ja Leute, die für 50 Euro Geheimnisse verraten oder Bilder verkaufen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Und jetzt gibt`s einen neuen Meilenstein in deiner Karriere: du hast dein eigenes Magazin „Sage“ herausgebracht!

Du musst dir immer neue Sachen einfallen lassen. Dich immer fragen: wo liegen meine Stärken? Und die ausarbeiten. Neue Ideen haben. Wo kann ich meine Art von Arbeit an den Mann bringen? Bei uns Presse-Fotografen sind wegen Corona seit einem Jahr alle Events abgesagt, alles nur noch online, nichts mehr zu fotografieren. Daher habe ich mir gedacht: wenn ich nicht fotografieren kann, lasse ich fotografieren und gebe mein eigenes Magazin „Sage“ heraus. Die ganze Zeit herumliegen und Büro aufräumen, das ist nichts für mich. Das Magazin ist ein Erfolg – fast alle Exemplare sind verkauft und ich muss bereits nachdrucken.

Magazine press interview

Daniela Reske

photographer Daniela Reske

„You mustn`t be a perfectionist when doing documentaries“

„You mustn`t be a perfectionist when doing documentary“

photographer Daniela Reske

In Conversation with Daniela Reske

Finally, I start what I`ve had in my mind for a while now: Every now and then I want to interview creatives whose work I find inspiring – photographers, fashion designers and other artists. We can learn so much from each other! Generally, I want to get into the habit of asking questions and most importantly of truly listening. My first interview for this blog is with one of my very favourite photographers, Daniela Reske. She has her studio in Reutlingen-Oferdingen/Germany, and documents weddings internationally. Her pictures are like cinema – one-of-a-kind storyworlds filled with feeling and special moments. We met in her studio, a former boathouse by a river with huge old windows and a cozy fireplace.

Daniela, when I look at your work, I feel like in a movie that I want to keep on watching. How did you get to your unique visual language?

I have always been intrigued by journalism, by pictures that are conveying the moment. When I started out as a photographer twelve years ago, the reportage approach in weddings wasn`t mainstream yet. It was offered by only a few photographers. In the US this approach of documenting the entire day had been common for some time though. Today, wedding documentaries are pretty much standard. I loved the idea of having a photo album that enables people to relive that special day. When are friends and family ever all together? To me it`s important to show what`s happening in a genuine way, to truly document.

How do you put that into practice?

I use a 35 mm prime lens. That makes my pictures look very cinematic. Instead of the typical portrait, I rather capture scenes. I have looked at photographs that I liked and analyzed them: How are things done technically? What do I need to master as a photographer? How do I need to act in order to enable these scenes and moments to unfold in front of me? I must not attract attention. Which challenges the use of a 35 mm lens. So, I have to be even more unobtrusive. This technique is a big part of my work. I don`t use zoom lenses, but I walk instead. And I know how I need to move.

“To me it`s important to show what`s happening in a genuine way, to truly document.”

photographer Daniela Reske

Don`t you find that oftentimes people are immediately alarmed when they feel a camera pointed at them, either looking straight into the camera or turning away?

Often you can catch a funny moment when a person looks straight into the camera in just that moment when you want to press the shutter. When there`s a lot of interaction it`s easier for me. The more hustle and bustle the better. But I generally act very unobtrusive and am hardly noticed. However, at weddings, people are dressed up and want to be photographed. Because of its defined context, a wedding is an opportunity for many good photos – it certainly is different from going into town to take pictures.

What makes a good picture for you?

If it tells a story and if it`s touching – moving in any way and be it in a negative way. Of course, I`m pleased if the composition and light are right, too. But not the perfect picture is the good one. A trivial subject matter that`s captured with perfection often contains no emotion. A good picture is the one that conveys feeling and communicates the moment.

So you can overlook flaws, for example when something is out of focus what really should be in focus?

If a potentially good picture is so blurred that I can`t use it, that of course annoys me. As I work a lot with my aperture wide open, it happens often, that something isn`t quite perfectly in focus. I can handle that. I think of the movies, where the focus is moved to the ear for the skin to look smoother. You must not be a perfectionist when doing documentaries, otherwise, you`ll end up unhappy. A picture has to communicate a strong story and strike a chord with the viewer. Everything else is a minor matter. That`s what I like about reportage.

photographer Daniela Reske
Photographer Daniela Reske

Do you sometimes have nightmares about missing important moments at a photo event?

The evidently important moments, like the kiss after the wedding ceremony, are certainly must-haves. When it comes to these moments, I take no risks, but I don`t expect any artistic masterpieces either. The truly brilliant pictures are captured in other situations. You cannot be everywhere at the same time, you can`t get everything, because so much is happening simultaneously. I am alert and focused and I pay close attention to what`s going on around me. At a wedding, I`m with the couple already in the morning, when they prepare for the day. I then notice which people are most important to them, who have a special relationship with them. Those, I want to capture often. I don`t search for moments, but I keep my eyes and my mind wide open.

During conventional photo shoots, narrative moments don`t necessarily happen just like that. Nevertheless, you manage to maintain your expressive imagery…

Generally, I try to keep photoshoots as natural as possible. I don`t have a plan of how the people are supposed to look in the photos. I always try to find out, what they are here for, and what attracted them to my images. In my photos, I try to reveal relationships. I don`t dictate poses. I set the context in order to allow the happenings to unfold freely. It`s very important that I show up easy-going, confident, and relaxed. So that the people in front of the camera can let go. If I`m insecure the shooting is not going to succeed. Confidence comes with practice though.

After twelve years working as a photographer you probably have a lot of that – say, how did you get into photography at all?

At school, we built a Camera Obscura, a pinhole camera. I was completely in awe. I have always been a visual person. When I had my daughter, I started to photograph her. A friend asked me to photograph her wedding. That`s how I got to my first portfolio images. Before I had been working in marketing and I was very media-savvy. That helped me to become visible and prominent as a self-employed creative.

Photographer Daniela Reske

“In my photos, I try to reveal relationships.”

What have your biggest challenges as a photographer been?

I find it difficult when people have a fixed image of how they want to come across. This is especially common in the business sector. I then feel like I have to put them in a costume, which I can`t. A challenge for every photographer is peoples` harsh self-criticism. Sometimes, while I`m photographing someone, that person points out that certain flaws can be retouched later. That`s when I start to communicate that I`m not here to make them slimmer. Of course, I picture everyone in an appealing, aesthetically pleasing way. If people aren`t at peace with themselves, I can`t do anything about that as a photographer though. I see the opposite, too: Last year, I had beautiful shootings with women, who told me that they wanted to be photographed because they feel they`re now at peace with themselves.

You were the co-author of a book and you initiated workshops – are there any new projects on the horizon?

When the situation allows it, I will certainly offer workshops again. Together with a friend and colleague, I have opened an online shop where we sell prints. And I`m sure we`ll do some exhibitions again.

„Du darfst bei Reportagen nicht perfektionistisch sein“

„Du darfst bei Reportagen nicht perfektionistisch sein“

photographer Daniela Reske

Im Gespräch mit Daniela Reske

Endlich beginne ich, was ich schon lange vorhatte: Eine lose Interviewserie mit Kreativen, deren Arbeit ich beeindruckend finde – Fotografen, Modedesigner und andere Künstler. Es gibt so viel zu lernen! Generell möchte ich mir angewöhnen, viele Fragen zu stellen und vor allem gut zuzuhören. Mein erstes Interview ist mit einer meiner Lieblingsfotografinnen: Daniela Reske. Sie hat ihr Atelier in Reutlingen-Oferdingen, reist aber auch schon mal ins Ausland, um Hochzeiten zu dokumentieren. Ihre Bilder sind wie Kino – einzigartige Erzählwelten, voller Gefühl und besonderer Augenblicke. Wir haben uns in ihrem Atelier getroffen, einem ehemaligen Bootshaus am Fluss mit riesigen alten Fenstern und gemütlichem Kaminfeuer.

Daniela, wenn ich mir deine Arbeiten anschaue, komme ich mir vor wie in einem Film, den man immer weiter schauen möchte. Wie bist du zu deiner besonderen Bildsprache gekommen?

Mich hat schon immer das Journalistische interessiert – Bilder, die im Moment passieren. Als ich vor zwölf Jahren als Fotografin begonnen habe, war die Hochzeitsreportage noch nicht so etabliert. Es gab nur eine Handvoll Fotografen, die das gemacht haben. In den USA gab es die Bewegung schon länger, dass der ganze Tag begleitet und dokumentiert wird. Heute ist die Reportage im Hochzeitsbereich ja fast Standard. Ich fand die Idee schön, dass das es am Ende ein Album gibt, mit dem man diesen besonderen Tag nacherleben kann. Wann sind Freunde und Familie schon mal alle zusammen? Wichtig ist mir, das Geschehen so festzuhalten, wie es tatsächlich passiert ist – also wirkliche Reportage-Arbeit.

Wie setzt du das praktisch um?

Ich fotografiere mit 35 mm Festbrennweite. Dadurch wirken die Bilder sehr filmisch. Statt klassischen Portraits, fange ich eher Szenen ein. Ich habe mir Sachen angeschaut, die mir gefallen haben und habe mir dann überlegt: Wie ist das technisch gelöst? Was muss ich als Fotografin können? Wie muss ich mich verhalten, damit diese Szenen und Momente vor mir geschehen können? Ich muss unauffällig sein. Das steht eigentlich im Widerspruch zu den 35 mm, also erfordert es noch mehr Zurückhaltung von mir. Die Technik ist ein großer Teil meiner Arbeit. Ich zoome nicht, sondern laufe. Und ich weiß, wie ich mich bewegen muss.

“Wichtig ist mir, das Geschehen so festzuhalten, wie es tatsächlich passiert ist – also wirkliche Reportage-Arbeit.”

photographer Daniela Reske

Geht es dir nicht oft so, dass Leute sofort verschreckt her – oder weg – schauen, sobald eine Kamera auf sie gerichtet wird?

Oft erwischt man einen witzigen Moment, wenn eine Person gerade in die Kamera schaut. Wenn viel Miteinander stattfindet, ist es einfacher für mich. Je trubeliger, desto besser. Aber ich verhalte mich eben sehr zurückhaltend und werde dann fast nicht mehr wahrgenommen. Auf Hochzeiten ist es außerdem so, dass sich alle schön zurechtgemacht haben. Die Leute wollen dann auch fotografiert werden. Durch den definierten Rahmen ermöglicht eine Hochzeit immer viele gute Bilder – anders als würde man einfach in die Stadt gehen und fotografieren.

Was macht für dich ein gutes Bild aus?

Wenn es eine Geschichte erzählt und berührt – auf irgendeine Art und Weise, das kann auch negativ sein. Natürlich freut es mich, wenn dazu noch Komposition und Licht stimmen. Aber nicht das perfekte Bild ist das Gute, sondern das emotionale Bild, das den Moment rüberbringt. Ein gewöhnliches Motiv, bei dem alles perfektioniert ist, hat dagegen oft keine Emotion.

Dann kannst du also gut darüber hinwegsehen, wenn zum Beispiel mal was nicht ganz scharf ist, was eigentlich im Fokus sein sollte?

Wenn ein potentiell gutes Bild unbrauchbar unscharf ist, ärgert es mich natürlich. Ich arbeite viel offenblendig, da passiert es schnell, dass der Fokus nicht perfekt ist. Damit kann ich gut umgehen. Ich denke da an den Film, bei dem absichtlich der Fokus aufs Ohr gelegt wird, damit die Haut schöner wirkt. Du darfst bei Reportagen nicht perfektionistisch sein, sonst wirst du unglücklich. Ein Bild soll starke Geschichten erzählen und emotional berühren, das andere ist Nebensache. Gerade das mag ich an der Reportage.

photographer Daniela Reske

Hast du manchmal Alpträume, wichtige Momente eines Fotoevents zu verpassen?

Die vordergründig wichtigen Momente, wie der Kuss nach der Trauung, sind natürlich Must-Haves. Da gehe ich einfach auf Sicherheit und erwarte keine großen Kunstwerke. Die wirklich guten Bilder mache ich an anderen Stellen. Du kannst nicht immer überall sein, kannst nicht alles erwischen, denn es geschieht ja so viel gleichzeitig. Ich bin aufmerksam und fokussiert und achte darauf, was um mich herum passiert. Weil ich schon morgens bei den Vorbereitungen dabei bin, bekomme ich mit, wer die wichtigen Menschen im Umfeld des Paares sind, wer einen besonderen Bezug hat. Da schaue ich, dass die oft festgehalten sind. Ich suche die Momente nicht, sondern ich halte Augen und Geist offen.

Bei klassischen Fotoshootings kommen erzählende Momente nicht unbedingt von selbst. Trotzdem schaffst du es auch da, deine ausdrucksstarke Bildsprache beizubehalten...

Auch Fotoshootings versuche ich so natürlich wie möglich zu halten. Ich habe keinen Plan im Kopf, wie die Menschen auf den Bildern aussehen sollen. Ich versuche immer herauszufinden, warum sie hier sind, was sie an meinen Fotos angezogen hat. Auf den Bildern versuche ich, Beziehungen zu zeigen und gebe keine Posen vor. Ich konstruiere den Rahmen, um dann möglichst viel dem Geschehen selbst zu überlassen. Wichtig ist, dass ich als Fotografin Coolness, Selbstverständlichkeit und Entspanntheit mitbringe, damit die Menschen vor der Kamera loslassen können. Wenn ich unsicher bin, wird das Shooting nichts. Sicherheit kommt aber mit Übung.

Davon hast du nach zwölf Jahren als Fotografin bestimmt viel - sag mal, wie bist du eigentlich überhaupt zur Fotografie gekommen?

In der Schule haben wir eine Kamera Obscura gebaut, das hat mich total begeistert. Ich war immer ein visueller Mensch. Als meine Tochter da war, habe ich angefangen, sie zu fotografieren. Eine Freundin hat mich gefragt, ob ich ihre Hochzeit fotografiere und so hatte ich meine ersten Bilder. Vorher habe ich im Marketing gearbeitet und ich war sehr medienaffin. Das hat mir als selbständige Kreative geholfen, sichtbar zu werden.

photographer Daniela Reske

“Auf meinen Bildern versuche ich, Beziehungen zu zeigen.”

Was waren oder sind deine größten Herausforderungen als Fotografin?

Schwierig wird es, wenn Menschen eine zu konkrete Vorstellung davon haben, wie sie wirken möchten. Das kommt vor allem im Business-Bereich vor. Ich habe dann das Gefühl, ich muss ihnen ein Kostüm anziehen, was ich ja gar nicht kann. Eine Herausforderung für jeden Fotografen ist, dass Menschen oft sehr selbstkritisch sind. Manche weisen schon während des Shootings darauf hin, dass man ja retuschieren könne. Da fange ich bereits an, zu vermitteln, dass ich als Fotograf nicht dazu da bin, sie schlanker zu machen. Natürlich fotografiere ich jeden schön und ästhetisch ansprechend. Wenn Menschen mit sich selbst nicht im Reinen sind, dann kann ich da als Fotograf nichts machen. Ich erlebe auch das Gegenteil: Letztes Jahr hatte ich sehr schöne Shootings mit Frauen, die sagten, sie wollen intimere Fotos von sich, weil sie jetzt mit sich im Reinen sind.

Du hast ja bereits an einem Buch mitgeschrieben, hast Workshops initiiert – gibt`s gerade neue Projekte bei dir?

Wenn es die Situation zulässt, werde ich in Zukunft sicher wieder Workshops anbieten. Mit einem Freund und Kollegen habe ich letztes Jahr einen Onlineshop eröffnet, über den wir Prints verkaufen. Und wir werden bestimmt auch wieder Ausstellungen machen.

photographer Daniela Reske
photographer Daniela Reske

Fashion Storytelling

X fashion storytelling Fashion and Lifestyle Photography Portfolio Nadine Wilmanns

Fashion Storytelling

These days, a lot is talked about the future of fashion and how fashion companies can survive. A few months back I had an interesting interview with Prof. Dr. Jochen Strähle, head of the fashion and textile faculty at Reutlingen University. He says: „80 Million people will always need something to wear and there will always be demand for personal expression. Constant change is the very nature of fashion and creativity is rooted in change. If newness is perceived as a crisis then fashion has been in a crisis for the past hundred years.”

What struck me is, that he immediately referred to personal expression. And after all, that`s what fashion is about, and therein lies the opportunity for every designer and every brand.

For example, Michael Kors: Personally, I would rather stuff my things in the pockets of my jacket than using a bag with the MK logo on it. But there are others that are crazy about it. On Black Friday there are queues at the Michael Kors Outlet in Metzingen beginning far outside the store entrance. In fact, Michael Kors usually has the longest queue of all the outlets.

Not everybodys` darling

And there`s the trick: It`s polarizing. Some absolutely love it, some totally hate it. So, as much as I don`t like the brand, they`re doing something right: They`re not everybody’s darling. They aren`t trying to please everyone. They´re not trying to be somewhere in the middle, catering for as many as possible, but they stand for something distinct.

When I think of Michael Kors, I immediately have a scene, like a short film, in my mind: a posh girl with a lot of make-up. She parties with other posh people in modern-looking locations where expensive cars are parked outside. When thinking of the brand Patagonia, I imagine a fit-looking girl without makeup and with untidy hair. She`s sitting all smiles outside a wooden cabin in the mountains with her friends enjoying a coffee and a sunrise. If I wanted to live like a very cool, elegant, successful-looking businesswoman, jumping from one important meeting to the next even more important conference, I would be drawn to Hugo Boss.

fashion storytelling Happiness Factor people on bench for fashion photo

Personally, I love Vintage, because I associate it with coolness, nonchalance, city-life, and sophisticated style. With going car-boot-sales, free exhibitions, and cheap coffee shops while living on some freelance jobs. Not that I necessarily have all that, but I would like it. And it matches the story I want to tell about myself. So, I wear it.

Storytelling and identity

It`s all stereotypes of course, and our own real-life story has many more layers than that. But these images are giving the brand its character. It`s something, that people can identify with – or not. Fashion is not just items of clothes, but a way for people to express and distinguish themselves.

It`s all about storytelling. That`s why fashion photography is so important. It tells a story and it shapes a clear image and feeling about a brand. Knowingly or not, we want to tell our story and choose which stories we can match with ours and which dreams we want to be part of.

What kind of fashion or brands do you feel drawn to and why? Have you ever bought an item just because it made you think of a scene or an image or a dream about how you would like to be?

Mode Storytelling

In letzter Zeit wird viel darüber gesprochen, wie die Zukunft der Mode aussieht und wie Mode-Unternehmen überleben können. Vor ein paar Monaten hatte ich ein interessantes Interview mit Prof. Dr. Jochen Strähle, Dekan der Fakultät Textil und Design an der Hochschule Reutlingen. Er sagt: „80 Millionen Menschen werden immer etwas zum Anziehen brauchen und es wird immer Bedarf nach persönlichem Ausdruck geben. Ständiger Umbruch ist Kennzeichen der Modeindustrie und darin sehen viele die Kreativität. Wenn Neues als Krise verstanden wird, dann ist die Textilindustrie seit hundert Jahren in der Krise.“

Was mir dabei aufgefallen ist: Er hat sofort auf den persönlichen Ausdruck verwiesen. Und schließlich geht es ja in der Mode genau darum. Darin liegt die Chance für jeden Designer und jede Marke.

Beispiel Michael Kors: Ich persönlich würde meine Sachen lieber in meine Jackentaschen stopfen, als eine Tasche mit dem MK-Label zu tragen. Aber andere sind ganz verrückt nach diesen Taschen. An Black Friday sind vor dem Michael Kors Outlet regelmäßig lange Schlangen – bis weit vor dem Ladeneingang. Tatsächlich hat Michael Kors meist die längste Schlange von allen Outlets.

Nicht Everybody`s Darling

Und hier ist der Trick: Die Marke ist polarisierend. Manche lieben sie und manche hassen sie. So wenig ich MK mag, sie machen etwas richtig: Sie sind nicht „Everybody`s Darling“. Sie versuchen nicht, allen zu gefallen. Sie bemühen sich nicht darum, irgendwo in der Mitte zu schwimmen, um so vielen wie möglich gerecht zu werden. Sondern sie haben eine klare Position und stehen für etwas Bestimmtes.

Wenn ich an Michael Kors denke, dann habe ich sofort eine Szene, einen kleinen Film, vor Augen: eine gestylte, posh aussehende Frau mit viel Make-up und Glamour. Sie feiert mit anderen schicken Leuten in modernen Locations, vor denen teure Autos geparkt sind.

Wenn ich an die Marke Patagonia denke, stelle ich mir ein gutaussehendes junges Mädchen vor, ohne Makeup und mit unordentlichen Haaren. Sie sitzt lachend mit ihren Freunden vor einer Holzhütte und genießt Kaffee und Sonnenaufgang.

Wenn ich von einem Leben als coole, elegante, erfolgreich aussehende Geschäftsfrau träumen würde, die von einem wichtigen Meeting zur nächsten noch wichtigeren Konferenz wandelt, dann würde es mich zu Hugo Boss ziehen.

fashion storytelling Your story Happiness Factor Fashion Photography McWilmanns Nadine Wilmanns

Persönlich mag ich Vintage, weil ich es mit Coolness, Lässigkeit, Stadtleben und gutem Style verbinde. Mit Flohmarktbesuchen, zu Ausstellungen mit freiem Eintritt gehen, billigen Cafés und von Freiberufler-Jobs leben. Nicht, dass ich all das unbedingt habe, aber ich hätte es gern. Und es passt zu der Geschichte, die ich gern über mich erzählen will. Also trage ich Vintage.

Storytelling und Identität

Natürlich sind das alles Stereotypen und die Geschichte unseres Lebens hat viel mehr Facetten. Aber solche Bilder geben einer Marke ihren Charakter. Das ist etwas, mit dem sich Leute identifizieren können – oder eben nicht. Mode ist nicht nur Kleidung, sondern eine Möglichkeit sich auszudrücken und abzugrenzen.

Es geht immer ums Storytelling. Deswegen ist Modefotografie so wichtig. Sie erzählt eine Geschichte und sie formt ein klares Bild und Gefühl einer Marke.  Bewusst oder unbewusst wollen wir unsere Geschichte erzählen und wählen, welche Geschichten zu unseren eigenen passen und von welchen Träumen wir Teil sein wollen.

Welche Mode oder welche Marken ziehst du gern an und warum? Kaufst du manchmal Kleidungsstücke, nur weil sie dich an eine bestimmte Szene oder ein Image oder einen Traum, wie du gern sein möchtest, erinnern?

Networking

people networking

Networking

Are you a good in-person-networker? As a freelancer, this is so important. And it`s not only because a strong network can open doors for us. But it`s about making use of the brain, ideas, and wisdom of many, not just our own.

By asking and listening we can find new ideas and broaden our understanding. We have a limited view on things, the world, everything – based on OUR experience. Other people bring in THEIR experiences and the resulting ideas and connections. So, this is gonna broaden our view and our opportunities big time.

Plus, being well connected feels like a safety net and will ultimately make us braver. There are people having our back and cheering us on.

Consider everybody

Our network is way bigger than we might think: Think of everyone you know – family, friends, and co-workers of course, but as well neighbours, people in your yoga class, people you meet on jobs, …  Then think of everyone these persons know, who you could be introduced to if needed. Consider everybody, not just seemingly “influential” people. Because everybody has something to teach. Plus, each person knows people that may turn out to be game-changers for you.

And then of course there`s the most basic and most important connection to God who can do crazy, unbelievable stuff and comes up with the best surprises – and who introduces us to those people that we need in our lives.

people in coffeeshop networking

To be honest, networking doesn`t exactly come naturally and easy to me. I`m a bit of a shy character and tend to be anxious that I might bother someone. But I`m learning. I`ve written the following list as kind of a reminder and instruction for myself. And perhaps this could be useful for you, too.

Here are some ideas, how to make the most of your network:

Be helpful whenever you can.

Ask if there`s something that you can do for people. Because the helping part of networking is the most fun. Don`t we all love it if we can be useful, make a difference to someone, and be able to help within our capabilities! It`s a happiness booster.

Be open and authentic.

Let other people in on your journey, don`t be superficial, and don`t try to pretend all is fine and dandy when it`s not.

Ask for what you need.

In order to do this, you would of course need to know what exactly you need first. So, maybe you need to find that out first. Perhaps it`s an idea concerning a certain issue or maybe it`s a connection to a certain business sector. Be specific to make it easy for the other person to help you. For example, ask: “Do you by chance know somebody who works in the pattern department of a fashion company?” The person might say: “Hm, actually I know someone who knows someone…” – and there we go.

Be open to suggestions.

When someone proposes something don`t say: “Well, BUT…” Take it in, consider and try it. Remember that they have experiences that you haven`t had and appreciate that they are willing to let you in on them. You never know, in hindsight this suggestion might be the one that helped you on the next step.

Listen and shut your cakehole.

Encourage the others to share their knowledge by truly listening. “You need to enter every conversation assuming that you have something to learn”, says Celeste Headlee in her TED-talk https://www.ted.com/talks/celeste_headlee_10_ways_to_have_a_better_conversation: “Everyone you will ever meet knows something that you don`t.” And: “I keep my mouth shut as often as I possibly can, I keep my mind open, and I`, always prepared to be amazed.”

Take notes.

Note each and every suggestion down in your notebook. Especially names and numbers. Otherwise, you`ll forget them or misplace them. Some might seem insignificant to you at the moment. But at a later point on your journey, after having gained more understanding and insight, you might find them super useful all of a sudden.

Don`t think you`re a burden.

Usually, people love to help with their expertise and connections. To most of us, it`s not a burden but a pleasure to be able to help. Barbara Sher writes in her book “Wishcraft” http://wishcraft.com/: “Most of us remember and treasure every part we’ve ever played in someone else’s survival, satisfaction, or success. …It’s because helping each other is creative and it makes us feel good.”

Give Feedback.

Let other people know about your experiences with their suggestions down the road.  Tell them about the phone call to that connection that they`ve given you. “It is a great way to show your interest and your respect for someone else’s opinion, it energizes your relationship, it shows someone: I`m listening to you, I pay attention to what you say, I value what you say,” says Gretchen Rubin on her podcast “Happier with Gretchen Rubin” https://gretchenrubin.com/podcast-episode/309-heed-a-suggestion-listeners-21-for-2021. Her sister Elizabeth Craft adds: “If you take on a suggestion, you`re giving someone else the pleasure of giving. It makes them feel good to know they gave you something valuable.” Plus, feedback creates accountability for you, because you don`t want to let those down, who cheer you on.  

What are your thoughts and experiences with networking? Are you a natural networker or does it demand some effort of you?

Networking

Bist du gut darin, dir ein persönliches Netzwerk zu bauen und zu nutzen? Für Freiberufler ist das so wichtig. Und nicht nur, weil uns ein starkes Netzwerk Türen öffnen kann. Sondern auch weil wir so die Köpfe, Ideen und Weisheit vieler nutzen können, nicht nur unsere eigenen.

Indem wir fragen und zuhören können wir an neue Ideen kommen und unsere Einsicht weiten. Wir haben alle einen eingeschränkten Blick auf Dinge, auf die Welt, auf alles – einen Blick, der auf UNSEREN Erfahrungen basiert. Andere bringen IHRE Erfahrungen ein und die daraus entstandenen Ideen und Verbindungen. Das wird unsere Einsicht und unsere Möglichkeiten erweitern.

Außerdem fühlt es sich ein gutes Netzwerk wie ein Sicherheitsnetz an, das uns mutiger macht. Da sind Leute, die hinter uns stehen und die uns anfeuern.

Denk an jeden

Unser Netzwerk ist viel größer als wir vielleicht denken: Denk an jeden, den du kennst – natürlich Familie, Freunde und Kollegen, aber auch Nachbarn, Leute in deinem Yoga-Kurs, Leute, die du auf Jobs triffst, … Dann denk an alle, die diese Leute kennen – und denen sie dich vorstellen könnten. Berücksichtige jeden, nicht nur solche, die dir “einflussreich” erscheinen. Denn von jedem kann man etwas lernen. Außerdem kennt jeder Leute, die unter Umständen einen großen Unterschied in unserem Leben machen könnten.

Und dann ist da natürlich die grundlegendste und wichtigste Beziehung zu Gott, der die verrücktesten und unglaublichsten Sachen möglich machen kann und die besten Überraschungen für uns bereithält. Und der uns den Leuten vorstellt, die wir in unserem Leben brauchen.  

mirror nice to meet you networking

Ehrlich gesagt, bin ich nicht gerade der geborene Networker, dem das leichtfällt. Ich bin eher der schüchterne Typ und befürchte, jemandem Last zu sein. Aber ja, ich lerne! Die folgende Liste habe ich mir als Erinnerung und Anleitung geschrieben. Vielleicht ist sie für dich auch nützlich.

Hier sind ein paar Ideen, wie wir unser Netzwerk gut nutzen können:

Hilf wann immer du kannst.

Frag, ob es etwas gibt, was du für jemanden tun kannst. Denn Helfen ist das, was am Netzwerken am meisten Spaß macht. Ist es nicht das beste Gefühl, wenn wir für jemanden einen Unterschied machen können und innerhalb unserer Möglichkeiten helfen können! Das ist ein Glücklichmacher.

Sei offen und authentisch.

Beziehe andere auf deinem Weg ein, sei nicht oberflächlich und versuche nicht vorzugeben, das alles super ist, wenn es nicht so ist.

Frag nach dem, was du brauchst.

Um das zu tun, müssen wir uns natürlich erstmal darüber im Klaren sein, was wir denn brauchen. Eventuell müssen wir uns das erstmal überlegen. Vielleicht ist es eine Idee zu einem Thema. Oder eine Verbindung zu einem bestimmten Geschäftsbereich. Sei möglichst präzise, denn das macht es dem anderen einfacher, dir zu helfen. Frag zum Beispiel: “Kennst du zufällig jemanden, der in der Schnittabteilung eines Modeunternehmens arbeitet?” Die Person könnte dann sagen: “Hm, tatsächlich kenne ich jemanden, der jemanden kennt…” – und schon gibt`s eine Spur.

Sei offen für Vorschläge.

Wenn jemand etwas vorschlägt, sag nicht “Ja, ABER…” Nimm den Vorschlag an, bedenke ihn und probier ihn aus. Denk daran, dass andere Erfahrungen haben, die du nicht hast. Und schätze, dass sie so nett sind, dich an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen. Wer weiß, im Nachhinein könnte gerade dieser Vorschlag der gewesen sein, der dir auf deinem nächsten Schritt geholfen hat.

Hör zu und lass den Mund zu.

Ermutige andere ihr Wissen mit dir zu teilen, indem du wirklich zuhörst. „Gehe in jede Unterhaltung mit der Annahme, dass du etwas lernen kannst”, sagt Celeste Headlee in ihrem TED-Talk https://www.ted.com/talks/celeste_headlee_10_ways_to_have_a_better_conversation: „Jeder, den du triffst, weiß etwas, das du nicht weißt.” Und: “Ich lasse meinen Mund zu so oft ich kann, ich bin aufgeschlossen und unvoreingenommen – und ich bin immer darauf vorbereitet, zu staunen.“

Mach dir Notizen.

Notiere dir jeden einzelnen Tipp in deinem Notizbuch. Vor allem Namen und Nummern. Sonst vergisst du sie oder verlegst sie. Manche Vorschläge kommen dir im Moment vielleicht unbedeutend vor. Aber später, wenn du mehr Einsichten gewonnen hast, könntest du sie auf einmal super nützlich finden.

Denk nicht, dass du eine Last bist.

Normalerweise freuen sich Leute, wenn sie mit ihrem Fachwissen und ihren Beziehungen helfen können. Für die meisten von uns ist es keine Last, sondern ein Vergnügen, wenn wir die Möglichkeit haben hilfreich zu sein. Barbara Sher schreibt in ihrem Buch “Wishcraft” http://wishcraft.com/: Die meisten von uns erinnern sich gern daran, wenn sie in irgendjemandes Leben eine Rolle spielten, die zu Erfolg geführt hat. … Deshalb, weil gegenseitiges Helfen eine kreative Handlung ist und wir uns dabei gut fühlen.“

Gib Rückmeldung.

Erzähl anderen von deinen Erfahrungen mit ihren Vorschlägen. Zum Beispiel von dem Telefonat mit der Person, die sie dir empfohlen haben anzurufen. Gretchen Rubin sagt in ihrem Podcast „Happier with Gretchen Rubin“ https://gretchenrubin.com/podcast-episode/309-heed-a-suggestion-listeners-21-for-2021: „Das ist eine tolle Möglichkeit, dem anderen dein Interesse und deine Anerkennung für seine Meinung zu zeigen. Es bringt eure Beziehung in Schwung und es zeigt jemandem: Ich höre dir zu, ich gebe acht und schätze was zu sagst.“ Ihre Schwester Elizabeth Craft ergänzt: “Wenn du einen Vorschlag aufgreifst, dann gibst du dem anderen das Vergnügen des Gebens. Der andere fühlt sich gut, weil er weiß, dass er dir etwas Wertvolles geben konnte.“ Außerdem schafft ein Feedback Verbindlichkeit und du wirst deine Sache eher verfolgen. Weil du die Leute, die dich anfeuern, nicht enttäuschen möchtest.

Was sind deine Gedanken und Erfahrungen mit Netzwerken? Bist du ganz mühelos am Vernetzen oder kostet es dich manchmal Überwindung?

three birds networking

Read more:

Success-Stories https://nadinewilmanns.com/success-stories

Courage and Massive Action https://nadinewilmanns.com/massive-action

Courage and Massive Action

how to not give up Nadine Wilmanns photography foot walking a step - courage and massive action

Courage and Massive Action

A few years back, I couldn`t imagine a time when nobody would ask me about my age anymore when buying cigarettes. Well, I guess, this time has now come. It reminds me though: If I want to reach the dreams that I have concerning my life, I need to take massive action NOW. Throw in all the risk. And pray and hope boldly, expecting the best. I don`t have time to hesitate because I wanna avoid rejection, awkward moments, and failure. I better learn to deal with them, because they are on the route to any goal after all. Otherwise, I will miss my chance to walk the route with crazy and great experiences that God has designed for me, and I would regret this for sure.  

A life true to myself

Talking about rejection and regrets: there is a book called “The Top 5 Regrets of the dying”. A nurse who cared for dying patients in their last weeks has written it. Turns out the number 1 regret of her patients was: “I wish I’d had the courage to live a life true to myself, not the life others expected of me.”

On another sidenote relating to the massive action: The other day, I`ve listened to a conversation of celebrity photographer Dan Kennedy with entertainment photographer Conor McDonnell. Conor McDonnell started out as a teenager wanting to get into concerts for free. After his first chance to photograph a concert, he wanted to do more.

Massive Action

“I would email everyone and anyone who was playing in Liverpool, I would check the upcoming listings, I would send probably a hundred emails a day, getting two replies. One would be ‘no’, the other one ‘maybe- we`ll think about it’”, he says. “So, to whoever said ‘maybe’, I would keep emailing them: ‘I would really, really love to do this, please can I come to do it.’ And eventually, I started building a portfolio of all the bands playing in Liverpool and bigger bands would come, too, which would help, and then I kind of started building it up from there.”

Naive courage

After time things got easier: “I was at the same venues a lot of the time five nights out of the week.” This way he made the right connections, and later he would be photographing tours of Ellie Goulding, James Morrison, and be the personal photographer of Calvin Harris. None of this would have happened, if he hadn`t fought through the initial time of naïve courage and confident learning – he learned photography on the job – and being super persistent. He didn`t let himself get discouraged but kept pressing on boldly and determined until more and more doors opened up for him.

What do you want to achieve and what massive action would you have to take? Are you hesitating to walk the path to your goals, because you try to avoid the inevitable encounters with failure and rejection on the way? Do you hope for and expect the best for you to happen?

Mut und "Massive Action"

Noch vor ein paar Jahren konnte ich mir keine Zeit vorstellen, in der mich niemand mehr nach meinem Alter fragen würde, wenn ich Zigaretten kaufen will. Tja, mir scheint, es ist soweit. Das erinnert mich daran: Wenn ich die Träume, die ich für mein Leben habe, noch erreichen will, dann muss ich JETZT viel tun – „massive action“. Alles Risiko reinwerfen. Und mutig beten und hoffen – und das Beste erwarten. Ich habe keine Zeit, noch länger zu zögern, nur um Ablehnung, unangenehme Momente und Misserfolge zu vermeiden. Sie liegen nun mal auf dem Weg zu jedem Ziel. Lerne ich also besser, gut mit ihnen klarzukommen. Sonst verpasse ich meine Chance, den Weg zu verrückten, unglaublichen Erlebnissen zu gehen, den Gott sich für mich ausgedacht hat. Das würde ich auf jeden Fall bereuen.  

Ein Leben, das mir entspricht

Stichwort Ablehnung und Bereuen: Es gibt ein Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“. Eine Krankenschwester, die sterbende Patienten in ihren letzten Wochen betreut hat, hat es geschrieben. Bedauern Nummer eins ist: “Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt ein Leben zu leben, das mir entspricht, und nicht das Leben, das andere von mir erwartet haben.“

Und noch was zur “massive Action“: Neulich habe ich ein Interview von Star-Fotograf Dan Kennedy mit Entertainment-Fotograf Conor McDonnell angehört. Conor McDonnell begann als Teenager, der umsonst Konzerte besuchen wollte. Nach seiner ersten Chance, ein Konzert zu fotografieren, wollte er mehr davon.

"Massive Action"

„Ich emailte jedem, der in Liverpool spielte, ich checkte Listen mit angekündigten Konzerten, ich schickte gut 100 Emails am Tag raus – um zwei Antworten zu bekommen. Eine war ‘Nein’, die andere ‘Vielleicht, wir überlegen es uns’”, erzählt er. „Also habe ich denen, die mit ‘vielleicht’ antworteten, weiter gemailt: ‘Ich würde so gerne bei euch fotografieren, bitte lasst mich’. Und schließlich begann ich, mir ein Portfolio aufzubauen mit all den Bands, die in Liverpool gespielt haben. Größere Bands kamen dazu, was half, und von da aus habe ich meine Karriere weiter aufgebaut.“

Naiver Mut ist gefragt

Nach einer Zeit wurde es einfacher: “Ich war oft an fünf Abenden der Woche in den gleichen Veranstaltungshallen.“ So kam er zu guten Beziehungen und später fotografierte er die Touren von Ellie Golding, James Morrison und wurde persönlicher Fotograf von Calvin Harris. Nichts dergleichen wäre passiert, wenn er sich nicht durch die Anfangszeit durchgebissen hätte. Mit naivem Mut und Zuversicht – denn er hat bei den Jobs gelernt, gut zu fotografieren – und Hartnäckigkeit. Er hat sich nicht entmutigen lassen, sondern hat entschlossen weiter gemacht, bis mehr und mehr Türen für ihn aufgegangen sind.

Was würdest du gerne erreichen und welche vielen Aktionen müsstest du dafür starten? Zögerst du, weil du die unvermeidlichen Begegnungen mit Misserfolgen und Ablehnung auf dem Weg vermeiden möchtest? Hoffst und erwartest du, dass das Beste für dich passieren wird?

Seeing fresh

photography book joy in seeing fresh

The joy in seeing

The other week I`ve written a guest blogpost: A review on a book by Hiltrud Enders called (translated) “Joy in seeing”. To read the review in German click here on fotografr.de

The book is about attentive seeing, about engaging with what is there right now in order to capture that. We see; we snap. And by snapping I don`t mean rush, because, in fact, we need to be calm and rush would blur our vision. But what I mean by snapping is: We don`t hesitate or think. We go by impulse and intuition. We don`t get uneasy thinking “How do I get a good picture?”. The author says: “Be without expectation, let it be a surprise.”

Awe-inspired snapping

The concept is to capture the moment of “seeing fresh”. Hiltrud Enders describes this moment as the “freshness of the first few milliseconds in which you neither classify nor describe”. Basically, when it`s still reflex and instinct only. When it`s still that initial “wow” with no further thoughts or categorizing. “You cannot see and think at the same time”.

The essence of this approach is to cast out the labelling or commenting. It doesn`t mean mindless snapping but awe-inspired snapping. The longer we can stay in that state of awe without thinking or judgement (I guess it takes practice, I certainly need to practise more) the longer we can truly enjoy what we see.

joy in seeing fresh

Open your eyes again

As soon as we start thinking, the fresh, clear moment of seeing is gone. Typical thoughts of mine are: “This could make a good photo” (labeling what I see as good or bad). Or: “The background here is not great” (wanting to change something). Or – my most common hindering thought: “What will people think if they see me taking a picture now?” Hiltrud Enders says: “As soon as I notice that I start to think, I close my eyes, open them again and have a new, fresh look.” And: “When I`m free from the outer acknowledgment and my own expectation, then I live and experience more.”

Lean in - whatever happens

We can practice that right where we`re at. Wherever we see something that makes us stop thinking for a second, because of the “aww wow” that just entered our mind. “Everything is worthy to be looked at – whether at the petrol station or in the botanical garden. Seeing happens all the time“, says Hiltrud Enders. „If I cannot see in my familiar surroundings, then I can`t see in outside of this world either.”

Thus, the idea is not to wait for a holiday, or later, but to pay attention to what we see right now. In our pyjamas, on the way to our business meeting, at the grocery store, on our dinner date, in our everyday. Whether we`re in a good mood or in a grumpy mood. Whether we have a promotion to celebrate or whether we just got fired. No labeling, just seeing. „Lean in- whatever happens.“

Freude am Sehen

Neulich habe ich einen Gastblogbeitrag geschrieben: eine Rezension über das Buch “Freude am Sehen” von Hiltrud Enders. Um die Rezension zu lesen, klick hier auf fotografr.de .

Das Buch handelt vom aufmerksamen Sehen. Von der “Beschäftigung mit dem, was gerade ist”, um das aufzunehmen. Wir sehen, wir schießen ein Foto. Und damit meine ich nicht Eile, den tatsächlich müssen wir ruhig sein und in Eile würden wir nicht klar sehen. Gemeint ist: Nicht zögern oder denken. Dem Impuls und der Intuition folgen. Also zum Beispiel nicht unruhig werden und denken: “Wie kriege ich ein gutes Foto?”. Die Autorin sagt: “Sei ohne Erwartungen, lass dich überraschen.“

Ins "Wow" knipsen

Das Konzept ist, den Moment des “frischen Sehens” festzuhalten. Hiltrud Enders beschreibt diesen Moment als die „die Frische der ersten Millisekunde der Wahrnehmung, in der noch keine Einordnung und Beschreibung geschieht“. Also solange du immer noch ganz im Reflex und Instinkt bist. Solange du nur voller “Wow-Gefühl” bist, ohne weitere Gedanken oder Einordnung. „Du kannst nicht Sehen und Denken gleichzeitig.”

Es geht darum, nicht zu bewerten oder kommentieren. Das heißt aber nicht, einfach ziellos zu knipsen, sondern aus dem „Wow-Gefühl“ heraus zu knipsen. Je länger wir in diesem Gefühl ohne Denken und Bewerten bleiben können (ich denke es braucht Übung, ich brauche auf jeden Fall noch mehr Übung) desto länger können wir beim Sehen genießen.

joy in seeing fresh book

Öffne deine Augen neu

Sobald wir beginnen zu denken, ist der frische, klare Moment des Sehens weg. Typischerweise denke ich: “Das könnte ein gutes Foto geben“ (bewerte das, was ich sehe, als gut oder schlecht). Oder: “Der Hintergrund ist ungeeignet” (will etwas ändern). Oder mein hinderlichster Gedanke: “Was könnten Leute denken, wenn sie sehen, dass ich jetzt ein Foto mache?“ Hiltrud Enders sagt: “Sobald ich bemerke, dass ich ins Denken versinke, kann ich die Augen schließen, wieder öffnen und neu hinschauen.“ Und: “Bin ich frei von fremder Anerkennung und eigener Erwartung, so kann ich mehr erleben.“

Lehn dich rein - was immer passiert

Wir können das genau da wo wir gerade sind üben. Wo immer wir etwas sehen, bei dem wir wegen des „oh wow“-Effekts das Denken vergessen. „Alles ist wert, betrachtet zu werden – ob an der Tankstelle oder im botanischen Garten. Sehen geschieht ständig“, schreibt Hiltrud Enders. „Wenn ich nicht in meiner vertrauten Umgebung sehen kann, dann auch nicht außerhalb dieser Welt.“

Die Idee ist also, nicht auf die Ferien zu warten, oder später. Sondern jetzt gleich auf das zu achten, was wir sehen. In unserem Schlafanzug, auf dem Weg zu unserem Geschäfts-Meeting, im Gemüseladen, bei unserer Verabredung. Ob wir eine Beförderung zu feiern haben, oder ob wir gerade gefeuert worden sind. Nicht bewerten, nur sehen. “Lehn dich rein – was immer geschieht.”

photography book joy in seeing fresh

Creative work

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Creative Work

How to get creative work done

One of the biggest traps for creative work is postponing. Either because of “waiting for inspiration”. Or because of perfectionism, saying “I`m not good enough yet, conditions are not ideal at the moment,…”

I`ve written about this before but it`s been one of the most important lessons for me: Creativity means commitment which implies planning your day, setting priorities, and setting aside time for them. Creative work means fight and determination. And actually doing the work now.

“Inspiration is for amateurs. The rest of us just show up and get to work”, said photographer Chuck Close. “If you wait around for the clouds to part and a bolt of lightning to strike you in the brain, you are not going to make an awful lot of work. All the best ideas come out of the process; they come out of the work itself.”

No need for the perfect setting

The other day, I had an interesting interview with singer and musician Joe Vox. He has released an album together with other musicians called “COVid IDentities”. Because of the lockdown, one of the musicians didn`t have access to fancy recording technology. So he just used his phone. Simple as that.

The musicians made things work, even though conditions weren`t ideal. Joe Vox said: “As a creative, you don`t need the perfect setting. On the contrary: Too much perfection can indeed harm because you constantly find that settings aren`t ideal. And you end up doing nothing at all because of that. You can always do something when you are creative and really want to.”

Kreative Arbeit

Eine der größten Fallen für kreative Arbeit ist Aufschieberitis. Entweder weil man auf “Inspiration” wartet. Oder wegen Perfektionismus, der einem sagt “Ich bin noch nicht gut genug, die Bedingungen sind im Moment noch nicht ideal,…“

Ich habe schon mal über dieses Thema geschrieben, aber es ist eine der wichtigsten Lektionen für mich gewesen: Kreativität bedeutet Einsatz und sich zu verpflichten, Prioritäten zu setzen und dafür Zeit zu reservieren. Also den Tag entsprechend drum herum zu planen. Es bedeutet auch zu kämpfen und entschlossen zu sein. Und sich tatsächlich jetzt an die Arbeit zu machen.

„Inspiration ist was für Amateure. Wir anderen lassen uns blicken und machen uns an die Arbeit“, sagte Fotograf Chuck Close. „Wenn du darauf wartest, dass sich die Wolken auftun und dich ein Geistesblitz trifft, dann wirst du nicht besonders viel zustande bringen. All die besten Ideen kommen aus dem Prozess heraus. Sie entstehen bei der Arbeit selbst.”

Es braucht nicht die perfekten Bedingungen

Neulich hatte ich ein interessantes Interview mit Sänger und Musiker Joe Vox. Er hat ein Album “COVid Identities” mit anderen Musikern zusammen herausgebracht. Wegen des Lockdowns hatte einer der Musiker keinen Zugang zu richtiger Aufnahmetechnik. Also hat er sein Handy benutzt. Ganz einfach.

Die Musiker haben die CD möglich gemacht, auch wenn nicht alles ideal war.  Joe Vox sagte: “ Als Kreativer braucht man nicht die perfekten Bedingungen. Im Gegenteil: Zu viel Perfektion tut oft nicht gut, denn man findet dauernd, dass die Umstände nicht gut genug sind. Und am Ende kommt gar nichts bei raus. Man kann immer was machen, wenn man Kreativität hat und wirklich will.“

Trust the next step

self-assignments coffeeshop table Trust the next step

Trust the next step

Often, I think: “Man, why don`t I seem to be able to figure out some genius plan for my career?” However, thinking about it, it seems smarter to me to just take and engage in one step at a time. To trust the next step and trust that God knows what I don’t, and that he`s still gonna make a lot of things possible for me. Instead of spending time and energy trying to figure out the great, right plan. Because really, ten years ago I wouldn’t have imagined that I would work as a freelance photographer. And twenty years ago, I wouldn’t have even dared to dream that I would cycle across London to spend my morning writing in a coffee shop in Shoreditch.

Do the work

Who knows what incredible things are in store for us yet! By trying to figure out the future I probably won`t get as far as I would by actually doing the work. Engaging in the very next step, taking one step at a time. By one photoshoot, one blog post, one challenge, one experience at a time, we`re moving forward – seemingly slow but in fact faster – into new wonders and surprises.

Dem nächsten Schritt vertrauen

“Mensch, warum fällt mir nur kein genialer Plan für meine Karriere ein?”, denke ich manchmal. Wenn ich aber genau darüber nachdenke, finde ich es klüger, einfach einen Fuß vor den anderen zu setzen und mich auf den Schritt, den ich gerade mache, zu konzentrieren. Und darauf zu vertrauen, dass Gott schon wissen wird, was ich nicht weiß und dass er noch viel für mich möglich machen wird. Anstatt Zeit und Energie zu investieren, um den großen, richtigen Plan für mich herauszufinden. Weil ehrlich, vor zehn Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mal als freiberufliche Fotografin arbeiten würde. Und vor zwanzig Jahren hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich mal mit dem Fahrrad durch London fahren und meinen Morgen in einem Café in Shoreditch mit Schreiben verbringen würde.

An die Arbeit machen

Wer weiß, was für unglaubliche Dinge noch auf uns warten! Wenn ich versuche, auf die große Zukunftsidee zu kommen, wird mich das wahrscheinlich nicht so weit bringen, wie wenn ich mich einfach an die Arbeit mache. Also meinen nächsten Schritt mache und dann den nächsten, einer nach dem anderen. Mit einem Fotoshooting, einem Blogpost, einer Herausforderung, einer Erfahrung nach der anderen, geht es weiter – scheinbar langsam aber tatsächlich schneller – zu neuen Wundern und Überraschungen.   

Light and Style

X Fashion and Lifestyle Photography Portfolio Nadine Wilmanns

How to use light for mood and style

It`s not the subject that makes a photograph, it`s the light. It was only when I understood this very basic idea, that my everyday photography has gotten so much richer and more interesting, too.

I`ve written a guest blog post about this on the beautiful photography blog of Sheen Watkins Aperture and Light. To read the full article click on the following link:

https://www.apertureandlight.com/2021/01/how-to-use-light-to-create-mood-and-style/

Hier ist die deutsche Übersetzung:

Licht für Gefühl im Bild und deinen Stil

Als ich mit Fotografieren anfing, dachte ich, das Motiv macht ein Foto aus. In einer „hässlichen“ Umgebung zum Beispiel, dachte ich: Hier kann`s kein gutes Bild geben. Gleichzeitig habe ich meiner Fotografie oft das „besondere Etwas“ vermisst.

Erst als mir etwas ganz Einfaches, aber so Wirkungsvolles, klar wurde, wurde meine Fotografie viel besser: Nicht das Motiv ist wichtig, sondern das Licht. Das Motiv kann so wenig einladend wie eine Mülltüte oder eine alte Küchentür sein. Wenn`s da gutes Licht gibt, dann kann da auch ein Bild sein. Also habe ich meine Aufmerksamkeit weniger auf Dinge und mehr auf Licht gelenkt.

Bald ist mir überall aufgefallen, wie da gerade das Licht ist. Und seitdem ist meine Alltags-Fotografie viel interessanter geworden. Was so hilfreich ist, gerade jetzt in Zeiten des Lockdowns. Sowas wie ein Stapel Notizbücher kann fast schon poetisch aussehen, wenn interessantes Licht drauf fällt.

light photography light spot on pile of notebooks
light on rose petal

Wie du mit Licht umgehst, definiert deinen Stil

Licht und deine eigene Art es für dich zu nutzen, ist ein guter Startpunkt, um deinen eigenen Stil zu entwickeln. Ich bin persönlich eher im dunkleren Bereich. Das heißt, mir macht es nichts aus, das Bild ordentlich unterzubelichten. Damit ich meine Highlights, also die hellen Stellen im Bild, genau richtig für mich werden. Ich finde, das schafft Gefühl und Atmosphäre – und oft Drama. Aber das ist Geschmacksache.

Wer weiß, in ein paar Jahren mag ich vielleicht einen helleren, luftigeren Stil lieber. Wir müssen nur wissen, wie wir das Licht für uns nutzen können. Wie wir unsere Belichtung anpassen können und was für Licht wir brauchen, um das zu bekommen, was wir persönlich mögen. Dann ist dein Stil nicht etwas, das zufällig oder ab und zu passiert, sondern absichtlich. Und dann kannst du auch absichtlich anders fotografieren, falls du das mal willst.

Absichtlich unterbelichten

Bei natürlichem Licht ohne Blitz verwende ich normalerweise Spot Metering, nehme das Licht, die hellen Stellen, als Maß für meine Belichtung und lasse die Schatten machen was sie wollen. Wenn viel Kontrast im Bild ist, also wenn es viele Schatten hat, ist das Bild insgesamt oft großflächig unterbelichtet. Manchmal hat das einen hilfreichen Nebeneffekt: Es räumt dein Foto auf. Das Durcheinander wird einfach schwarz und das Auge wird direkt zu der richtig belichteten Stelle gelenkt.

Planting the ordinary

Weil ich diese Art zu belichten mag, halte ich automatisch nach kontrastreichem Licht Ausschau, nach Schatten und hellen Stellen. Wenn ich eher Lust auf „luftige“ Bilder habe, dann schaue ich nach eher gleichmäßigem Licht, Wolken vor der Sonne, oder weichem Gegenlicht, wenn die Sonne tief steht.  

Wie nutzt du das Licht für deinen persönlichen Stil? Magst du lieber ein gleichmäßig ausgeleuchtetes Foto oder gefallen dir viel Kontrast und dunkle Bereiche im Bild? Oder vielleicht hast du es lieber ein bisschen überbelichtet? Wie auch immer du Licht für dich verwendest, die Hauptsache ist, dass du glücklich mit dem bist, was das Bild ausdrückt und welches Gefühl es vermittelt. Denn schließlich willst du deine Geschichte in deinem eigenen Stil und auf deine eigene Art erzählen.

Feelgood Photography

feelgood photography detail

When having a special, good feeling, have your camera with you. In my experience, I tend to see more when I feel good and a bit emotional. As well, I tend to be more compassionate, attentive, and open which is so important for photography. And suddenly everything seems to have more meaning and depth.

I then hope that by capturing the feeling, it will stick with me. I may be able to revisit and recreate it later, because I`m more likely to remember when a picture was taken.

Capture the “feelgood”

It may seem strange wanting to photograph something that can`t be seen at all, but only sensed. I mean, a horse just looks like a horse. But peace, calm, melancholy, feelgood,… ? Everybody would capture them differently.

Someone might just see nothing in a picture, while somebody else might be completely blown away. But there`s the beauty: there is a personal element, not obvious to everyone. Our photographs speak our very unique language and it`s ok if not everybody understands.

Snapshots that stick

Yesterday, I`ve been feeling weirdly and quite strikingly peaceful and at ease for most of the day – for no apparent reason. In fact, according to what I was up to, I should have been stressed. But no, all good. Maybe I`ve breathed deep into my stomach a lot. Maybe my mind counteracted with some extra peace after having felt rather overwhelmed the day before – I don`t know. However, I wanted to preserve that feeling so I took some snapshots. Hoping that one will stick to my memory and stay attached to that sense of feelgood and ease.

How about you – have you noticed that how you feel is being translated into your photography?


Feelgood Photography Detail

Wohlfühl-Fotografie

Wenn du dich besonders wohl und gut gelaunt fühlst, nimm deine Kamera mit. Bei mir ist es so, dass ich mehr sehe, wenn ich mich gut und ein bisschen emotional fühle. Ich bin dann auch nachsichtiger mit mir selbst, achtsamer und offener, was so wichtig für das Fotografieren ist. Und alles bekommt irgendwie auf einmal mehr Bedeutung.

Ich hoffe dann, dass das Gefühl in meinem Gedächtnis bleibt, wenn ich es fotografiere. Vielleicht kann ich es später wiederhaben, weil ich mich eher wieder dahin zurückversetzen kann, wenn ich ein Bild gemacht habe.

Fotografiere “Wohlfühlen”

Kann sein, dass es seltsam scheint, etwas fotografieren zu wollen, das gar nicht wirklich zu sehen ist, sondern nur zu spüren. Ich meine, ein Pferd sieht einfach wie ein Pferd aus, aber Zufriedenheit, Ruhe, Melancholie, Wohlfühlen,… ? Das würde jeder anders festhalten.

Und deshalb sieht einer vielleicht gar nichts in einem Bild, das einen anderen besonders anspricht. Aber das ist auch das Schöne: da gibt`s ein persönliches Element, das nicht jeder erkennt. Unsere Fotos sprechen unsere ganz eigene Sprache und es ist ok, wenn sie nicht jeder versteht.

Feelgood Photography

Schnappschüsse, die bleiben

Gestern habe ich mich ganz ohne offensichtlichen Grund seltsam gut und zufrieden gefühlt. Wenn ich auf mein Programm von gestern schaue, hätte ich eher erwartet, gestresst gewesen zu sein. Aber nein, alles gut. Vielleicht habe ich viel in meinen Bauch geatmet. Vielleicht hat meine Psyche mit einer Extraportion Ruhe reagiert, weil ich mich am Tag davor überfordert gefühlt habe – keine Ahnung. Jedenfalls wollte ich das Gefühl festhalten, also habe ich ein paar Schnappschüsse gemacht. In der Hoffnung, dass einer in meinem Gedächtnis bleiben und mit diesem Wohlfühl-Gefühl verbunden sein wird.

Achte doch auch mal drauf: wirkt sich dein Gefühl auch auf deine Fotos aus?

Feelgood Photography Detail

Read more:

www.nadinewilmanns.com/how-to-remember

www.nadinewilmanns.com/how-to-get-the-feeling-into-the-picture

Lockdown Photography

lockdown photography rubber gloves on washing machine

Lockdown-Photography

How hard times can help your photography

Die originale Version dieses Posts auf Deutsch, “Lockdown-Fotografie”, wurde auf dem bekannten Fotoblog www.fotografr.de veröffentlicht. Hier ist die englische Übersetzung:

Do you recall the last days before your personal Corona lockdown? I remember them like it was yesterday and the pictures that I`ve taken. I had a strange feeling sitting in a coffee shop on Bethnal Green Road in London, just having read the headlines of the first COVID death in England. Somehow, I have taken deeper breaths that day trying to soak in as much freedom and fresh air as possible. And I have photographed even more than usual.

Despite all the weirdness of the situation, I knew that at least I could always document everything with my camera. That I don`t need to passively wait, but that I can actively move my focus on something. That has given me some feeling of control and at the same time a creative challenge.

Home Photography Lockdown Photography window view
Home-Photography Lockdown Photography bed sheets

Documenting being at home

As a matter of fact, the challenge soon turned out to be documenting being at home. During that time, I found it more helpful than ever to photograph „what is“. Even though there wasn`t happening much – after all, I was at home all the time – in my head there was going on a lot. Somehow, I wanted to find a way to express that.

And really, the more confined we are the more of a challenge this becomes, and the more there is to learn. I have been following the „One-picture-a-day-projects“ of other photographers and I`ve noticed that they haven`t just captured something very special , but as well that they have become much more sensitive to the ordinary.  

Lockdown Photography Glasses by the window Home-Photography

Each days' hero shot

Somewhere, I`ve read about a man, who couldn`t get around much due to his poor health. However, he went for a daily walk around the block with his camera. He probably didn`t get THE shot every day. But because he kept on going persistently looking for the special on his everyday route, he eventually kept discovering more and more.

Do you know when the light on your sink is at its best? Since Corona I know that – and I have noticed how that changed when my boyfriend blocked parts of the window with wooden panels. Lucky enough I didn`t know then, that now, meanwhile in Germany, I would still talk about Corona. I just tried to focus on one day at a time and get each days hero shot.

Each night I would be looking forward to reviewing my “pictures of the day” when transferring them to my phone before I went to sleep. That was my incentive – I`m sure you know the joy of finding a picture that you really love when scanning through your photos. (And by that I don`t mean technical perfection, but a picture with expression and meaning, one that evokes a feeling. That`s a different topic though…)

Home Photography How to remember light trail lockdown photography
Home-Photography, Lockdown Photography cat looking out

Open to surprises

As a photographer, I want to become better and better. And sometimes weird circumstances feature surprising opportunities to learn and to evolve. Times of restriction invite us to look out for our hero-shot of the day. And to consider the possibility that the most boring, stupid, or difficult situation might turn out as the moment of the day, at least in terms of photography.

I do recommend trying this approach for yourself. Especially when in a low mood, it can feel like hard work to pick up the camera. Yet after a few days it will become second nature and you will anticipate making progress with your personal at-home-project.

Head to www.fotografr.de to read the original, German version of this article. 

New Year

New Year lights celebration

New Year

As we enter the new year, it`s a good time to go through all our photos of this year. Of course, to reflect on the past twelve months. But as well to see how we grew as artists and to motivate us to keep on pushing forward and to become better in the new year ahead.

(On a side note: In my case, the new year is a good opportunity to organize my picture chaos, too. Click here for an article about a good organizational structure. I`ve started some organizing by the beginning of the lockdown in March but didn`t finish. Once I`ve established a consistent system that works for me, I`ll share it here.)

It`s not about pretty

Lately, I`ve had some days when I felt a little discouraged in documenting the ordinary. Because you know on Instagram you see all these super-pretty rooms and stuff and well, I don`t find my place so picture-pretty. However, looking back at the 2020 photographs, I realized that it weren`t the “pretty things” that made the best photos. But it was good light. Plus, ideally some meaning, and a very present moment that stayed.

That really motivated me again to shoot daily what is meaningful to me and focus on the light (in the truest sense of the word). Let´s feel and observe the very moment as often as possible without thinking about later or before. I`ve read and noticed that this can make an ordinary moment more meaningful.

As well I can report that it`s often just about getting started in order to get us into a habit. Like in this case the habit of documenting our lives in pictures. For example, we can begin with taking a picture of something simple as our feet and that can get us going to “see” and become aware of more.

For the year to come, I hope that I can always be thankful, curious, and unbiased. That I will be open to new experiences and surprises. And that I have faith in God`s support in order to be brave and to take healthy chances to document more. What are your wishes? Have a good start in 2021 and don`t let yourself get disheartened if the start doesn`t turn out as hoped. 

Neues Jahr

Der Start ins neue Jahr ist eine gute Zeit, um durch die Fotos von 2020 zu blättern. Natürlich um nochmal auf das Jahr zurückzuschauen. Aber auch um zu sehen, wie wir als Künstler gewachsen sind und um uns zu motivieren, weiter an uns zu arbeiten, um noch besser zu werden.

(Übrigens ist es für mich auch eine gute Gelegenheit, Ordnung mein Bilder-Chaos zu bringen. Ich habe beim ersten Lockdown im März damit begonnen, aber bin null fertig geworden. Sobald ich ein funktionierendes System entwickelt habe, werde ich es hier teilen.)

Es geht nicht um hübsch

In letzter Zeit hatte ich immer wieder Tage, an denen ich mich ein bisschen entmutigt darin gefühlt habe, das Alltägliche zu dokumentieren. Auf Instagram sieht man doch immer diese superhübschen Räume und Orte – und naja, ich finde, bei mir sieht`s nicht so „bildhübsch“ aus. Aber als ich durch meine Fotos von 2020 geschaut habe, ist mir aufgefallen: Es waren nicht die „hübschen Dinge“, die die besten Bilder ausgemacht haben. Sondern es war gutes Licht. Und idealerweise eine Bedeutung und ein „erlebter“ Moment, der mir im Gefühl geblieben ist.

Das hat mich wieder motiviert, jeden Tag zu fotografieren was Bedeutung für mich hat, und auf das Licht zu fokussieren (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich habe gelesen und bemerkt, dass ein gewöhnlicher Moment mehr Bedeutung bekommt, wenn wir ihn richtig „fühlen“ und beobachten, ohne an vorher oder nachher zu denken.

Beginne einfach

Außerdem kann ich berichten, dass es oft einfach nur darum geht, zu beginnen, um etwas zur Gewohnheit zu machen. Wie eben die Gewohnheit, unseren Alltag in Bildern zu dokumentieren. Zum Beispiel könnten wir damit starten, einfach etwas Simples wie unsere Füße zu fotografieren. Das kann uns dann dazu verleiten, mehr zu sehen und wahrzunehmen.

Für das neue Jahr hoffe ich, dass ich dankbar, neugierig und unvoreingenommen sein kann. Dass ich offen sein werde für neue Erlebnisse und Überraschungen. Und dass ich daran glauben kann, dass Gott mich unterstützt, um dann mutiger zu sein, damit ich mehr dokumentieren kann. Was sind deine Wünsche? Hab einen guten Start in 2021 und lass dich nicht entmutigen, falls der Start nicht so läuft, wie erhofft.

Life is now

snow in Tübingen town, life is now

Life is now.

Why we should avoid postponing life

This life, don`t say „I can do that later” to something that you fancy doing if you have the possibility to do it now. Even more, if it’s of importance to you.

Because in my experience, I regret mostly what I haven`t done. Especially when there was an opportunity to do it.

life is now , snow in Tübingen town

For a photographer that means: If we pass something that we want to photograph, never think “I can come back to this later when it`s more convenient for me”. For example, how often have I walked by something, thinking “I`ll take a picture on the way back”. But then didn`t come back the same way.

Who knows what`s later: The light will be different then. Maybe the situation will not be there anymore at all. Or there might be a pandemic.

Honestly, if Corona has shown me anything, it is that we mustn´t take “later” for granted.  That seizing the day isn`t just empty talk. And that living a life that we like must not be postponed.

Leben ist jetzt. Oder: Lieber nicht verschieben

Sag nicht zu etwas, das du gerne tun würdest: “Ich kann das später noch machen“, wenn du die Möglichkeit hast, es jetzt zu tun. Vor allem wenn es dir wichtig ist.

Denn am meisten bereue ich das, was ich nicht gemacht habe. Besonders wenn es Gelegenheit dazu gab, es zu tun.

Für das Fotografieren heißt das: Wenn wir an etwas vorbeigehen, das wir fotografieren wollen, nicht zu denken: „Ich kann später zurückkommen, wenn ich mehr Zeit habe.“ Wie oft habe ich etwas gesehen und dachte „Ich mach ein Foto, wenn ich auf dem Rückweg wieder vorbeigehe.” Bin dann aber gar nicht auf dem gleichen Weg zurückgegangen.

Wer weiß, was später sein wird: Das Licht wird vermutlich anders sein. Vielleicht ist die Situation überhaupt nicht mehr da. Oder es könnte eine Pandemie ausbrechen.

Also wenn Corona mir etwas gezeigt hat, dann dass wir „Später“ nicht für selbstverständlich nehmen dürfen. Dass “den Tag pflücken” nicht nur leeres Gerede ist. Und dass wir das Leben, das wir leben möchten, nicht verschieben sollten.

life is now, snow in Tübingen town

Success Stories

Photography black and white selfie for blog about success

Stories we tell about ourselves

How do we define success? And are we giving it our own definition, or do we let others define it for us? What story do we tell about ourselves? And are we dreaming big or do we let others limit our dreams, and what we dare to expect?

There are so many opinions and voices that can restrict us and that don`t serve us at all. For example: “Successful people are those who make a lot of money or who have fame.” If we have neither money nor fame, we might fall into the trap of thinking that we are not successful. But wait for a second: Is this definition matching our own standards of success at all?

And what kind of story do we tell about ourselves in general?

After the past two weeks, I could be telling, that I have failed a lot and that I`m unsuccessful. But honestly what would be the point of a story like this? It would not only be depressing; it also would not serve me at all.

We have one life, so why not tell a good story about it! So, instead I say: “I have taken some bold steps lately. At the same time, I`ve gained a good deal of experience with criticism both fair and unfair, even some unfriendliness. Either way, I`ve learned a lot. Most of all, I haven`t let anything cause me to abandon my dreams and I keep dreaming big. I expect great opportunities and adventures coming my way because I trust God to have a good plan for me.”

Selfie with dog

A friend of mine said to me that her co-worker has warned her: “In our job, we have to be very flexible.” There are so many ideas and opinions about how we SHOULD be. But especially as creatives I think we don`t have to accept the boundaries of common opinions. If we work to our own heart’s content, not for the judgment of others, we work with the heart of an artist. And we can accomplish a lot and more, if we just never lose faith, tell our story favourably, and define success in a way that sustains us and doesn`t discourage us.

Stories, die wir über uns erzählen

Was ist Erfolg? Legen wir für uns selbst fest, was Erfolg für uns bedeutet, oder lassen wir uns das von anderen vorgeben? Was für eine Geschichte erzählen wir von uns? Und haben wir große Träume, oder lassen wir uns von anderen Grenzen setzen, in dem was wir uns zutrauen?

Es gibt so viele Meinungen und Stimmen, die uns einschränken können und die uns überhaupt nicht nützlich sind. Zum Beispiel: „Erfolgreiche Leute verdienen viel Geld und sind angesehen und bekannt.“ Wenn wir aber weder Geld haben noch besonders anerkannt sind? Dann könnten wir in die Falle tappen zu denken wir seien nicht erfolgreich. Aber warte mal: Passt diese Art von „Erfolg“ denn überhaupt zu unseren eigenen Maßstäben?

Und was für eine Geschichte erzählen wir überhaupt von uns?

Nach den letzten beiden Wochen könnte ich erzählen, dass ich oft gescheitert bin und dass ich keinen Erfolg habe. Aber ehrlich, was würde denn so eine Geschichte bringen? Es wäre nicht nur eine deprimierende Geschichte, sie würde mir auch nichts nützen.

Wir haben ein Leben, also warum sollten wir nicht gute Geschichten davon erzählen! Also sage ich stattdessen: „Ich habe in letzter Zeit ziemlich viel gewagt. Gleichzeitig habe ich Erfahrungen mit Kritik – fairer und unfairer Kritik – und sogar Unfreundlichkeiten gesammelt. So oder so habe ich viel gelernt. Vor allem habe ich mich nicht daran hindern lassen, weiterhin große Träume zu haben. Ich erwarte tolle Gelegenheiten und Abenteuer, weil ich darauf vertraue, dass Gott einen guten Plan für mich hat.“

selfie with dog in flash light

Eine Freundin sagte mir neulich, dass ihre Kollegin sie ermahnt hat:  “In unserem Job müssen wir besonders flexibel sein.“ Es gibt so viele Vorstellungen davon, wie wir sein SOLLTEN. Aber vor allem als Kreative brauchen wir uns doch nicht mit den Grenzen gewöhnlicher Meinungen abfinden. Wenn wir zu unserer eigenen Freude arbeiten und nicht für das Urteil anderer, dann arbeiten wir mit dem Herz eines Künstlers. Und wir können viel und noch mehr erreichen, wenn wir nie aufhören zu glauben, unsere Geschichte vorteilhaft erzählen und Erfolg so definieren, dass es uns nicht entmutigt sondern stärkt.

Light-Photography

in your style light on coffee shop chairs light photography

Light-Photography

Some of my favourite photographs are of light. By that, I mean light as the main element; those pictures that are purely about the light.

At times I find it quite relaxing to not look for “pretty things”, but just a light spot. And then experiment. Sometimes I delete the whole lot of pictures again later because there wasn`t anything of significance. But it`s all about experimenting anyway. And often there are surprises.

Underexpose

What I do is, I underexpose the picture via exposure compensation so that the exposure is right for the light spot while the rest of the picture is underexposed. (On the camera phone that means moving the exposure slider right down). If the light spot is very bright compared to its surroundings that means you`ll have a lot of black areas in your picture. But that`s usually brilliant because it adds to the drama.

When days are quite challenging (like lately), I find it kind of “energy-preserving” to just lift my attention on something as simple as the light for a while. Nothing exciting has to happen, no beautiful surroundings are needed, just a light spot and a camera.

By the way, in this regard, I really like this blog post on A Farm Girls Life: “Light and Shadow Experiments”. It makes you feel like light hunting right away. Enjoy:_)

feeling into the picture light photography light on plant
the ordinary Light photography light on door

Licht-Fotografie

Licht-Fotos gehören zu meinen Lieblingsfotos. Damit meine ich Fotos, die Licht als Hauptelement haben; solche, in denen es nur um das Licht geht.

Manchmal finde ich es ganz entspannend, nicht unbedingt „hübsche Dinge“ sehen zu wollen, sondern einfach nur nach einem Lichtfleck Ausschau zu halten. Und dann zu experimentieren. Kommt vor, dass ich später alle Bilder wieder lösche, weil nichts Besonderes dabei war. Aber es geht ja eh vor allem um das Experiment. Und oft sind Überraschungen dabei.

Unterbelichten

Ich mach` es so, dass ich das Bild über die manuelle Belichtungskorrektur unterbelichte, damit die Belichtung genau richtig für den Lichtfleck ist, während das restliche Foto unterbelichtet wird. Wenn der Lichtfleck im Vergleich zur Umgebung sehr hell ist, hat man viele schwarze Bereiche im Bild. Aber das ist meistens gerade gut, weil das Licht dann noch dramatischer wird.

An anstrengenden Tagen (wie in dieser Corona-Zeit) finde ich es „energieschonend“ meine Aufmerksamkeit für eine Weile auf etwas Einfaches wie Licht zu richten. Nichts Spannendes muss passieren, man braucht keine superschöne Umgebung, nur einen Lichtfleck und eine Kamera.

Übrigens mag ich in dem Zusammenhang den Blog Post auf A Farm Girls Life: “Light and Shadow Experiments”. Man bekommt sofort Lust, auf Licht-Jagd zu gehen. Viel Spaß :_)

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light photography light spot on pile of notebooks

Story (about the pleasure of not having)

Coffee table story

Story

(about the pleasure of not having)

Here is a little story (about the pleasure of not having):

“Some say you will love me one day and I will wait, I will wait to get your loving one day…”, she sang quietly to the song in her ear. It was raining so Emmy took the train to work instead of the bike and that meant listening to music on the way. “Late again”, she thought but wasn`t bothered. Her co-workers were late most of the time, too, because their boss usually wouldn`t come in before eleven.

At the station, she bought a coffee to go. Really, she should prefer green tea over coffee, Emmy thought. But this isn`t going to happen today. Actually, she should grow up, start thinking about a steady job, man, kinds, all that stuff, but this isn`t going to happen today either.

°__*.♡

When she arrives at work, the guy is there already, emptying out the bins in front of the building. He beams when he sees her and so does she. “Did you listen to the video I showed you yesterday?”, Emmy asks. “I had to stop the van because it made me laugh so much”, he replies. She giggles and turns to go in. “See you later!”

Time went on again. Just seconds before it had stopped for her. She thought about their little chat and how he had looked this morning:  like New York (“dressed all in black, cigarette behind your ear and your hair slicked back”, she was humming in her thoughts). She had always dreamed of New York, not that she`s ever been. There was no way she would be able to concentrate much for another while. She would have to wait for that light dizziness in her head to go.

“Aww, you made his day”, said her co-worker who had seen them. “Rubbish”, Emmy shook her head but couldn`t help smiling. They kept saying he fancied her and that he will ask her out soon. But as much as she wanted this to happen, she kind of didn`t want him to. So, she kept things casual and cool, ignored any of his hints, not giving him much of an opportunity to ask for a date.

°__*.♡

At lunch, she took her book and went to the coffee shop around the corner. The rain was gone but the clouds were low over the busy city. With her coffee, she sat outside watching the people rushing by. He could come round the corner at any time. He might still be in the area. Inhaling the smoke of her cigarette she felt that little pain of longing in her stomach. She closed her eyes.

If she went for a date with him this would go and be replaced by some other feeling that she might like. But she would miss that one here. This delicious little heartache, this painful little pleasure, best enjoyed with a coffee and a cigarette. This dream in her head would always stay perfect and beautiful with just the right amount of heartbreak.

Really, they should go out together, but this isn`t gonna happen today.   

Erzählung

(über das Vergnügen nicht zu haben)

Hier ist eine kleine Geschichte:

“They say you will love me one day and I will wait, I will wait to get your loving one day…”, singt sie leise zu dem Lied in ihrem Ohr. Es regnet, deswegen ist Emmy in der Bahn zur Arbeit statt auf dem Fahrrad und das bedeutet Musik. „Mal wieder zu spät“, denkt sie, aber es ist ihr egal. Ihre Kolleginnen sind auch meistens zu spät, weil der Chef normalerweise nie vor elf reinkommt.

An der Station kauft sie Kaffee to go. Sie sollte lieber grünen Tee statt Kaffee trinken, denkt sie. Aber das wird heute nicht passieren. Überhaupt sollte sie erwachsen werden, an einen festen Job, Mann, Kinder und all diese Dinge denken, aber auch das wird heute nicht passieren.

°__*.♡

Als sie bei der Arbeit ankommt, ist der Mann schon da und leert die Mülleimer vor dem Gebäude. Er strahlt als er sie sieht und sie strahlt zurück. „Hast du dir das Video noch ganz angeschaut, das ich dir gestern gezeigt habe?“, fragt Emmy. „Ich musste sogar anhalten, weil ich so lachen musste“, antwortet er mit lachenden Augen. Sie kichert und wendet sich zum Gehen. “Bis dann!”

Die Zeit läuft wieder weiter. Noch vor ein paar Sekunden ist sie für Emmy kurz stehen geblieben. Sie denkt an ihre kleine Unterhaltung und wie er heute Morgen ausgesehen hat: wie New York (“dressed all in black, cigarette behind your ear and your hair slicked back”, summt sie in Gedanken). Sie hat immer von New York geträumt, nicht dass sie je da gewesen ist. Es wird ein Weilchen dauern, bis Emmy sich wieder konzentrieren kann, sie kennt das schon. Sie wird warten müssen, bis dieser kleine Schwindel in ihrem Kopf weg ist.

“Ohh, jetzt hast du seinen Tag gerettet“, hat ihre Kollegin gesäuselt, die die beiden beobachtet hatte. „Ach Quatsch“, hat Emmy den Kopf geschüttelt, konnte sich das Lächeln aber nicht verkneifen. Ihre Kollegen sagen ihr dauernd, dass er sie gut findet und, dass er sie bald auf ein Date einladen wird. Aber so sehr sie sich das wünscht, irgendwie will sie es doch wieder nicht. Also verhält sie sich lässig und unverbindlich, ignoriert alle seine Andeutungen und gibt ihm keine Vorlage, sie einzuladen.

°__*.♡

In der Mittagspause schnappt sie ihr Buch und geht ins Café um die Ecke. Der Regen hat aufgehört, aber die Wolken hängen tief über der geschäftigen Stadt.  Mit ihrem Kaffee sitzt sie vor dem Café und beobachtet die vorbeieilenden Passanten. Er könnte jederzeit um die Ecke kommen. Er könnte immer noch in der Gegend sein. Emmy zieht tief an ihrer Zigarette und fühlt den kleinen Schmerz der Sehnsucht in ihrem Magen. Sie schließt ihre Augen.  

Wenn sie mit ihm ausgehen würde, dann würde das verschwinden und durch ein anderes Gefühl ersetzt werden, das sie mögen könnte. Aber sie würde das hier vermissen. Diesen köstlichen kleinen Herzschmerz, dieses wehmütig stechende kleine Vergnügen, das am besten mit Kaffee und Zigarette genossen wird. Dieser Traum in ihrem Kopf, der immer perfekt und schön bleiben wird, mit genau der richtigen Portion Herzzerbrechen. Sie sollten zusammen ausgehen, aber das wird heute nicht passieren.

coffee story

The pictures have been taken in the beautiful Farm Girl Café in London.

Read more about enjoying here: To enjoy

Shadow stories

Fashion Memories Shadow stories selfie with dog

How to tell your stories with shadows

Have you ever been out and wondered how to take a picture with yourself in the scene? How to tell the story of your moment, but without taking a typical selfie?

Well, if there is a strong light source, like when it`s sunny, there is always the option of a shadow selfie. Which means photographing your shadow (and be it only of your hand). I`m a huge fan of shadow stories and I attempt them super often.

While shadow pictures are always a good idea, it`s especially nice to take them now in the autumn light, which has this beautiful intense and golden quality.

A mood of character

Shadows allow you to be playful and to make some art, while creating a mood of character. You can kind of “paint” your photograph with them. Either having the shadows supplementing the composition. Then they add a layer of depth, meaning and expression to a picture.

Or you focus right on the shadow as your main element in the frame. Either way, they help you to tell a story in a very special way.

Shadow stories selfie with dog and man

For the camera-shy

Another brilliant thing about a shadow picture: it`s THE option for people who are camera-shy. My boyfriend for example – he needs to be in a really excellent mood to willingly having his face in my frame. So, I usually just go with a shadow picture of us.

Try it – the autumn with its huge contrasts has just begun. I am looking forward to what stories your photographs are going to tell!

Schatten-Geschichten

Warst du schon mal unterwegs und hast dir überlegt, wie du am besten ein Bild mit dir selbst in der Szene machst? Wie du deinen Moment erzählst, ohne, dass es ein typisches Selfie wird?

Wenn du eine starke Lichtquelle hast, zum Beispiel an einem sonnigen Tag die Sonne, gibt es immer die Möglichkeit eines Schatten-Selfies. Also ein Foto von deinem eigenen Schatten (und sei`s nur dem von deiner Hand). Ich bin ein großer Fan von Schatten-Geschichten und ich versuche mich andauernd daran.

Ein Schatten-Foto ist immer eine gute Idee, aber jetzt gerade ist die Idee besonders gut, denn Herbstlicht hat diese besonders schöne intensive, goldene Qualität.

Stimmung mit Charakter

Schatten erlauben es dir, spielerisch und künstlerisch zu fotografieren und dabei eine besondere Stimmung mit Charakter zu erzeugen. Du kannst dein Foto damit quasi „bemalen“. Entweder ergänzen die Schatten deine Komposition und geben dem Bild eine Extraschicht an Tiefe, Bedeutung und Ausdruck.

Oder du fokussiert direkt auf den Schatten als dein Hauptelement im Bild. In jedem Fall helfen dir Schatten dabei, auf eine besondere Art und Weise eine Geschichte zu erzählen.

Shadow stories selfie waiting for train

Für die Kamera-Scheuen

Ein weiterer sehr praktischer Vorteil eines Schatten-Fotos: Es ist DIE Option für Leute, die fotoscheu sind. Mein Freund zum Beispiel – er muss schon in einer sehr guten Laune sein, um sein Gesicht in meinen Bildausschnitt zu halten. Also mache ich meistens einfach nur ein Schattenbild von uns.

Probier‘ es aus – der Herbst mit seinen schönen Kontrasten hat gerade erst begonnen. Ich bin gespannt, was deine Fotos erzählen!

Shadow stories selfie with shadow hand on pullover

If you enjoyed reading this, here is another post about storytelling with photography: In the Mirror

The Happiness Factor (in Photography)

fashion storytelling Your story Happiness Factor Fashion Photography McWilmanns Nadine Wilmanns

The Happiness Factor

Today I have been thinking about something I have heard a while ago. The opening question is: How come people like some pictures and then there are other pictures that they don`t like? And I mean regardless of the quality of the photograph.

So here is what I`ve heard in an Instagram webinar by photographer Katelyn James: If people are having a good time while they are being photographed, they are much more likely to love the pictures later. And if the pictures are technically brilliant and everyone is looking great, but the people didn`t FEEL great while being photographed, they are most likely not going to like the pictures.

Makes sense because memories and pictures are very much linked. And when looking at a picture we almost always feel something. Either how we felt in that situation when the picture was taken, or how we would feel in that situation (if the picture is of someone else).

Long story short: The photographers’ task is of course to take good pictures, but it`s equally important to make everyone feel good, pretty, welcome, happy, relaxed and funny. 

I was thinking about this on my way home from a little photo session today. We all have laughed a lot, because everyone was so cheerful. So I left with a good feeling thinking: there should be some likeable photos because of the fun involved. 

PS: The photos in this article are from a different – but equally fun – job. 

fashion storytelling Happiness Factor people on bench for fashion photo

Heute habe ich über etwas nachgedacht, das ich vor einigen Wochen gehört habe. Die Ausgangsfrage ist: Warum mögen Leute manche Bilder gern und manche gar nicht gern? Und ich meine ganz unabhängig von der Qualität der Aufnahme.

Also Folgendes habe ich in einem Instagram Webinar von Fotografin  Katelyn James gehört: Wenn Leute eine gute Zeit haben, während sie fotografiert werden, werden sie die Bilder später eher mögen. Und wenn die Bilder zwar technisch super sind und alle darauf toll aussehen, sich aber nicht toll FÜHLEN, während sie fotografiert werden, dann werden sie die Bilder höchstwahrscheinlich nicht so sehr mögen.

Macht Sinn für mich, denn Erinnerungen und Bilder sind nun mal sehr miteinander verbunden. Und wenn wir ein Bild anschauen, dann fühlen wir so gut wie immer irgendetwas. Entweder, wie wir uns in der Situation gefühlt haben, als das Foto gemacht wurde. Oder wie wir uns in der Situation fühlen würden (wenn nicht wir selbst auf dem Foto sind).

Langer Rede kurzer Sinn: Die Aufgabe des Fotografen ist es natürlich gute Bilder zu machen (wobei gut ja einigermaßen subjektiv ist). Aber es ist genauso wichtig, jeden gut, hübsch, willkommen, zufrieden, entspannt und witzig fühlen zu lassen.  

An das habe ich gedacht, als ich heute auf dem Rückweg von einer kleiner Fotosession war. Wir haben alle viel gelacht, weil alle so gute Laune hatten. Also bin ich mit einem guten Gefühl gegangen und habe gedacht: Da sollten auf jeden Fall ein paar Fotos dabei sein, die gut ankommen, weil so viel Spaß involviert war.

PS: Die Fotos für diesen Artikel sind von einem anderen – aber auch sehr lustigen – Job.

X Fashion and Lifestyle Photography Portfolio Nadine Wilmanns
X Fashion and Lifestyle Photography Portfolio Nadine Wilmanns

For contact information regarding potential assignments click HERE.

How to be creative

shadow on notebook How to be creative

How to be creative

Today, I really struggle with finding something interesting or potentially good to write. In fact, I often feel that way. However, my writing day is Friday, so something must be written – inspired or not. So, I`m taking the opportunity to write about commitment and inspiration.

The other day I`ve read a quote that basically nails it: “Forget inspiration. Habit is more dependable. Habit will sustain you whether you`re inspired or not.” (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

The mystery of the "cloud of inspiration"

That`s what`s happening to me today: I have developed kind of a habit for myself, to write something on a Friday. I have a regular “appointment” with myself. And because I feel it`s important for me, I am committed to keeping that appointment. Even when I don`t feel “inspired” or “creative” at the time.

Yet, I haven`t always been like that at all. And I still lack that quality in many areas of my life, where I should be more persistent and committed. I used to say: “Nerr, I`ll do that some other day when I feel more like it.” And I had that idea of some cloud of inspiration just coming over me now and then, without me being in much of control at all.

In your style How to be creative Nadine Wilmanns photography

Creativity requires fight

However, I have often seen, that this is not true at all: Why is it, that deadlines at Fashion Uni made me more “creative”? Well, I think, it`s because I was forced to actually sit down and do the work. Because there was a deadline, I didn’t have the option to wait for a cloud of inspiration to land on me. I had to get to work and fight – and make the inspiration come.

And it does come eventually. Sometimes sooner, sometimes it takes a while. “Creativity requires fight, action, habit, practice, work and never to give up”, writes photographer Chris Orwig in his great book  “The Creative Fight”.

At times, the outcome may not be brilliant. But having done my part is what counts. I have kept my appointment. If I keep on this way and keep on working it, instead of waiting for a creative spark, eventually, there will be something really good along the way.

Kreativ sein

Heute tue ich mir schwer, etwas zu finden, über das ich schreiben könnte. Tatsächlich geht es mir oft so. Allerdings ist Freitag mein Schreib-Tag – egal ob ich “inspiriert” bin oder nicht. Also nutze ich die Gelegenheit, etwas über Inspiration schreiben und darüber, sich auf etwas festzulegen.

Neulich habe ich ein Zitat gelesen, dass die Sache perfekt trifft: „Vergiss Inspiration. Gewohnheit ist verlässlicher. Gewohnheit wird dich tragen, egal ob du inspiriert bist oder nicht.“ (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

Die "Inspirations-Wolke"

Das passiert mir heute auch: Ich habe eine Art Gewohnheit für mich entwickelt, Freitags etwas zu schreiben. Ich habe einen regelmäßigen „Termin“ mit mir selber und weil ich den für mich wichtig finde, halte ich ihn ein. Auch wenn ich mich gerade nicht „inspiriert“ oder „kreativ“ fühle.

So war ich aber überhaupt nicht immer. Und in vielen Bereichen in meinem Leben halte ich mich immer noch nicht gut an meine eigenen Versprechen an mich. Typischerweise würde ich sagen: „Nee, ich mache das ein andermal, wenn mir mehr danach ist.“ Ich hatte die Idee einer Art „Inspirationswolke“, die sich einfach ab und zu auf einem absetzt, ohne dass man das großartig beeinflussen kann.

How to be creative Nadine Wilmanns photography

Kreativität erfordert Kampf

Allerdings habe ich oft gesehen, dass das nicht stimmt: Warum war ich zum Beispiel im Modestudium ausgerechnet kurz vor den Deadlines „kreativer“ als sonst? Ich denke, es lag daran, dass ich gezwungen war, mich tatsächlich hinzusetzen und die Aufgaben konzentriert anzugehen. Wegen der Deadline hatte ich gar nicht die Option, auf eine Inspirationswolke zu warten. Ich musste mich an die Arbeit machen, kämpfen – und der Inspiration hinterherrennen.

Und man kriegt sie dann auch irgendwann, manchmal früher, manchmal später. „Kreativität erfordert Kampf, Tun, Gewohnheit, Übung und nie aufzugeben”, schreibt Fotograf Chris Orwig in seinem Buch “The Creative Fight” .

Es kommt vor, dass das Ergebnis nicht großartig ist. Aber meinen Teil, das was ich konnte, abgeliefert zu haben, ist das was zählt.  Ich habe meinen Termin eingehalten. Wenn ich auf diesem Weg bleibe und weiter daran arbeite, anstatt auf einen kreativen Geistesblitz zu warten, dann wird  irgendwann auch mal etwas richtig Gutes dabei rauskommen.  

Read more:

Self-Assignment

How to catch the moment

How to catch the moment Documentary photography Nadine Wilmanns

How to catch the moment

Overthinking is very inconvenient in photography, especially photojournalism. Life is changing in seconds. If you think instead of just pressing the shutter, you will usually miss the “decisive moment”.

I often catch myself thinking “Shall I take a picture?” or “Will somebody mind?” or “What will people think?” I really want to challenge myself to not do that any more. Instead I want to replace hesitating with the reflex to just focus and press the shutter. Thinking and hesitating are just not useful in these situations.

“Every time my finger wants to press the trigger, I don`t question it.

I just do it.”

In one of my favourite documentaries about photographer Koci Hendandez, he says: “When I have a camera in my hands, my head and my heart are connecting in a way that says ‘press that button’ – and I do.” And: “We all have the inclination when we have a camera to take a picture, and all I did was learn not to resist that. Every time my finger wants to press the trigger for whatever reason, I don`t question it. I just do it.”

He says that with so much energy and determination – it`s contagious. Go for it, be brave, question later, do not miss a moment. Especially as we`re shooting digital now 99 per cent of the time, so everything can be deleted anyway.

Shoot first, ask questions later

I’ m a big hesitater as a photographer as well as generally in life – which has made me miss a lot of opportunities and experiences. So, I urgently want to work on that and practice overriding the hesitation- and-overthinking-reflex with a new trust-your-instinct-and-go-for-it-reflex. As a photographer but as well in other areas of life.

Street Photographer Steve Simon says: “I shoot first, I ask questions later.” And: “If you take time to think, you`ll miss the shot. So you`ve just got to trust your instincts and shoot and hope for the best.”  Will the shot turn out great? The thing is: you won`t know until you try.

Den Moment einfangen

Zu viel nachdenken ist ungünstig in der Fotografie, vor allem im Fotojournalismus. Das Leben verändert sich im Sekundenschritt. Wenn du nachdenkst, anstatt einfach den Auslöser zu drücken, dann verpasst du meist den „entscheidenden Augenblick“.  

Ich ertappe mich oft dabei, wie ich denke „Soll ich das fotografieren?“, „Stört es jemanden?“ oder „Was könnten die Leute denken?“. Ich will es mir wirklich zur Aufgabe machen, das nicht mehr zu machen. Stattdessen will ich dieses Zögern durch den Reflex ersetzen, einfach zu fokussieren und abzudrücken. Nachdenken und Zögern sind einfach nicht praktisch in diesen Situationen.

“Jedes Mal, wenn mein Finger den Auslöser drücken will, frage ich nicht.

Ich mach‘ es.”

In einer meiner Lieblingsdokus über Fotograf Koci Hernandez sagt er: „Wenn ich eine Kamera in meinen Händen halte, dann verbinden sich mein Kopf und mein Herz auf eine Weise, dass sie beide sagen „Drück den Knopf“ – und ich mach‘ es.“ Und: „Wir alle haben den Impuls, ein Bild zu machen, wenn wir eine Kamera haben und alles was ich gemacht habe, ist zu lernen, dem nicht entgegenzustehen. Jedes Mal, wenn mein Finger den Auslöser drücken will – warum auch immer – frage ich nicht. Ich mach‘ es.“

Er sagt das mit so viel Energie und Überzeugung – es ist ansteckend. Mach‘ es einfach, sei mutig, frage später, verpasse keinen Moment. Zumal wir zu 99 Prozent sowieso digital fotografieren und alles wieder gelöscht werden kann.

Mach’ erst das Foto, frag später

Ich bin ein großer Zögerer, als Fotograf und überhaupt im Leben. Dadurch habe ich viele Chancen und Erfahrungen verpasst. Also will ich dringend üben, den „Zöger- und -Nachdenk- Reflex“ mit einem neuen „Vertrau- deinem- Instinkt- und – mach- es-Reflex“ zu „überschreiben“. Als Fotograf und auch in anderen Bereichen im Leben.

Fotograf Steve Simon sagt: „Ich schieße erst das Foto und stelle Fragen später.“ Und: „Wenn du dir Zeit nimmst nachzudenken, dann verpasst du den Moment. Also solltest du deinen Instinkten vertrauen und abdrücken und einfach das Beste hoffen.“ Wird das Foto gut werden? Die Sache ist: Du wirst es nie wissen, wenn du es nicht versuchst.

How to catch the moment Marylin Monroe Documentary photography Nadine Wilmanns

The-Ordinary-Project (and being grateful)

the ordinary Monstera plants Nadine Wilmanns photography

The-Ordinary-Project

(and being grateful)

The other week I wrote about the importance of having a defined personal project going as a photographer. (www.nadinewilmanns.com/self-assignment). Having written about it, of course I have been thinking what project I could focus on, but I couldn’t quite come up with something that would get me excited. While looking through older photos, I realized that I really value the pictures of very ordinary, everyday stuff .

Anyway, I found this could be a good project for me – given the current issue of social distancing. After all, the most important thing is just to start with something, anything really.

… what I take for granted

Focusing on the ordinary might as well help with something else I often struggle with: being grateful for basic things. Like breathing or a warm shower or breakfast. I tend to wish for more like a holiday at the seaside. Which isn`t very smart because too much discontent isn`t healthy. The other day I`ve read in the book ‘Living beyond your Feelings’ by Joice Meier about a brain scientist who states: “…. The toxic (negative) thoughts (…) will affect your entire body. They form a different type of chemical (in your brain) than a positive one does.” WTF!

That said, I`ve heard about the importance of gratitude and positive thoughts 1000 times and it makes sense to me. Yet, I often find it hard to feel true gratitude for stuff that I see and have every day and that I have learned to take for granted. Focusing more on them as a photographer and in a creative way might help me to literally “see the everyday in a new light”. Maybe you fancy trying the same? – Feel free to join the club; -)

Projekt "Gewöhnlich"

(und dankbar sein)

Vor ein paar Wochen habe ich darüber geschrieben, wie wichtig es als Fotograf ist, ein definiertes persönliches Projekt zu haben. (www.nadinewilmanns.com/self-assignment). Natürlich habe ich mir überlegt, welches Projekt ich starten könnte, kam aber irgendwie auf nichts Interessantes. Als ich durch alte Fotos geschaut habe, ist mir klar geworden, dass ich Bilder vom ganz Gewöhnlichen, Alltäglichen besonders mag. 

Jedenfalls dachte ich jetzt, das wäre eigentlich ein gutes Projekt für mich – zumal ich mit dem Corona-Abstand zur Zeit sowieso eingeschränkt bin. Und schließlich ist es das Wichtigste, einfach mal mit etwas, irgendetwas, zu beginnen.

“Selbstverständlichkeiten”…

Auf Gewöhnliches zu achten könnte außerdem bei etwas anderem helfen, mit dem ich oft Probleme habe: Dankbar sein für „normale“ Dinge. Sowas wie Atmen oder eine warme Dusche oder Frühstück. Ich will oft mehr, zum Beispiel ein Urlaub am Meer. Was nicht sehr klug ist, denn Unzufriedenheit ist ungesund. Neulich habe ich in einem Buch („Living beyond your Feelings“ by Joyce Meier) ein Zitat einer Gehirnforscherin gelesen: „… Die giftigen (negativen) Gedanken (…) haben Einfluss auf deinen ganzen Körper. Sie bilden andere chemische Stoffe (in deinem Gehirn) als positive Gedanken.“ WTF!

Andererseits habe ich schon 1000-mal gehört, wie wichtig Dankbarkeit und positive Gedanken sind und das macht für mich auch Sinn. Trotzdem finde ich es oft schwer, echte Dankbarkeit für Dinge zu fühlen, die ich jeden Tag sehe und habe. Es könnte also helfen, mich diesen „Selbstverständlichkeiten“ mehr und mit ein bisschen Kreativität zuzuwenden. Damit ich sie buchstäblich „in einem anderen Licht“ sehe… Vielleicht hast du Lust, das auch auszuprobieren ; -)

self-assignments The Ordinary Outfit Selfie Nadine Wilmanns photography

The Ordinary

The ordinary Light photography Light on white table cloth

The Ordinary

Lately, I`m reading a novel with the two main characters having a sabbatical traveling and exploring and I’m feeling such a wanderlust. It`s like a craving, like a thirst, only more somewhere towards the chest and stomach area. Longing for something out of the ordinary. Somehow, I strangely like this kind of intense aching for something. But often it gives me severe “fomo” (= fear of missing out;-)

the ordinary pair Nadine Wilmanns photography

The Ordinary - the typical Everyday

I`ve also recently started organizing my photo-chaos in Lightroom. While sorting through my old photographs, I`ve found something interesting: It`s often the pictures of the ordinary that I`m most happy about. Of course, there are shitloads of holiday pictures and I love them, too. But the most precious photos are those of everyday stuff. Those which document the character of a certain period of my life. Those that show something I don`t regularly do anymore because times have changed.

the ordinary broken glasses Nadine Wilmanns photography

The clothes I used to wear or what I used to eat. What habits I used to have. The regular Supermarket visits with my friends on the way home after a uni day. My grans’ glasses next to her sewing machine. The legwarmers and tennis skirt combo I loved to wear. Traveling home from work, regular coffee shop, yoga studio, the evening sun in the kitchen, watering plants, going church, walking the dog round the block, wearing my favourite pullover,…

Time capsules

Pictures of these everyday things are little time capsules. When being disheartened about a very ordinary day, I want to remind myself: What is normal for me now might not be part of my life any more one day. I might move house, friends might move, I might work differently, my taste might change or my habits. One day I might think: “I wish I had appreciated these things more when I still had the chance.”

While I still have my longing for something different inside me, I do want to document and not miss the everyday of my life as it is now. I want to remind myself: where I am at the moment there is some sort of beauty, too.

Das Gewöhnliche

Gerade lese ich ein Buch, in dem die beiden Hauptpersonen ein Jahr Pause von ihrem Alltag machen und jeweils auf Entdeckungsreisen gehen. Und ich bekomme riesiges Fernweh, das sich wie Durst anfühlt, nur eher in Brust- und Magengegend. Irgendwie mag ich dieses Sehnsuchtsgefühl. Aber oft macht es mir auch „fomo“, „fear of missing out“, also die Angst, etwas zu verpassen.

the ordinary home documentary

Typisch Alltag

Vor ein paar Tagen habe ich endlich mal damit angefangen, mein Foto-Chaos in Lightroom aufzuräumen. Als ich meine alten Fotos sortiert habe, habe ich etwas Interessantes bemerkt: Oft freue ich mich am meisten über die Fotos von ganz gewöhnlichen Momenten. Natürlich habe ich auch ganz viele Urlaubsbilder und ich liebe die auch. Aber am wertvollsten sind mir die Bilder von alltäglichen Dingen. Solche, die typisch sind für eine Zeit in meinem Leben und die jetzt nicht mehr zu meinem Alltag gehören, weil sich die Zeit einfach geändert hat.

Planting the ordinary

Die Kleider, die ich anhatte, was ich gegessen habe, oder welche Gewohnheiten ich hatte. Regelmäßige Supermarkt-Abstecher mit meinen Freundinnen auf dem Nachhauseweg von der Hochschule. Die Brille meiner Oma neben ihrer Nähmaschine. Die Stulpen – Tennisröckchen- Kombi, die ich geliebt habe. Zur Arbeit pendeln, Stammcafé, Yogastudio, die Nachmittagssonne in der Küche, Blumen gießen, Kirche gehen, Hundespaziergang um den Block, meinen Lieblingspulli,…

Zeitkapseln

Bilder von diesen alltäglichen Sachen sind wie kleine Zeitkapseln. Wenn ich genervt von einem allzu gewöhnlichen Tag bin, will ich mich daran erinnern: Was jetzt für mich normal ist, wird vielleicht mal nicht mehr Teil meines Lebens sein. Kann sein, dass ich umziehe, dass Freunde wegziehen, dass ich anders arbeite, dass sich mein Geschmack oder meine Gewohnheiten ändern. Eines Tages werde ich denken: „Ich wünschte, ich hätte diese Dinge mehr geschätzt, als ich noch die Möglichkeit dazu hatte.“  

Ich habe nach wie vor Fernweh in mir, aber ich will auch dokumentieren – und nicht verpassen – was gerade in meinem alltäglichen Leben vor sich geht. Mich erinnern, dass da wo ich gerade bin, auch eine Art von Schönheit zu finden ist.

How to not give up

how to not give up Nadine Wilmanns photography foot walking

How not to give up

A lot has been said and written about not giving up. That shows just how important it is. The other day, I`ve watched a video about the photographer Joel Grimes and what he said was: The big majority of all photography graduates don`t actually work as photographers, because they have given up too early. Talent is nice, but what really makes a person successful, is refusing to give up despite setbacks. Success means coming back over and over again.

Keep the faith up

My mum is a songwriter and has just published her first CD after years and years of trying to find the right people for the project. She`s heard a lot of “No”s on the way. And I would imagine that it hurt because the more personal the project is and the more passion you put into it, the more it hurts when it`s being rejected. However, she didn`t allow these “No”s to steal her joy and faith in what she was doing. Instead, she kept on trying and just did not give up – and eventually, it finally happened – the album is out: www.dorothewilmanns.de. “When disappointed, get reappointed”, says the famous preacher Joyce Meyer. The challenge is to keep the faith up, that something good will come up eventually. 

how to not give up Nadine Wilmanns photography foot walking a step - courage and massive action

The Challenge: The more rejections, the more we have tried.

I tended to be a quitter because I get discouraged easily if I`m not careful. Plus, I often take rejection personal. But I do want to challenge myself to get right back on track over and over again. I just remembered a true story that my former coach Hans Schumann has told me: A teacher (I think it was a sales teacher) gave his students the task to get as many rejections as possible in one week – the one with the most rejections would win.

His point was: Setbacks and rejections are normal and hearing many “No”s just means that we have tried a lot. Seeing it as a challenge, almost kind of a sport, might help us to get right back out and ask again. By getting used to this habit, we might not even dread the “No”s so much anymore. Instead, we might pat ourselves on the shoulder and say: “Well done, tried again – off to the next one.”

Wie man nicht aufgibt

Man hört so viel darüber: „Gib nicht auf!“. Das zeigt, wie wichtig es ist. Neulich habe ich mir ein Video über den Fotografen Joel Grimes angeschaut und er sagte, dass die große Mehrheit der Leute, die Fotografie studiert haben, nicht als Fotografen arbeiten, weil sie zu früh aufgegeben haben. Talent ist schön, aber erfolgreich sind die, die sich trotz Rückschläge weigern, aufzugeben.

Durchhalten

Meine Mutter ist Songwriterin und hat gerade ihre erste CD veröffentlicht – nachdem sie viele Jahre lang nach den richtigen Leuten für das Projekt gesucht hat und dabei viele „Neins“ einstecken musste. Und ich kann mir vorstellen, dass das hart war. Denn je persönlicher ein Projekt ist und je mehr Begeisterung man reinsteckt, desto mehr trifft es einen, wenn es auf Ablehnung stößt. Aber sie hat sich die Freude nicht nehmen und sich nicht entmutigen lassen, sondern hat immer weitergemacht und nicht aufgegeben – und jetzt hat es geklappt, die CD ist da – www.dorothewilmanns.de. “When disappointed, get reappointed”, sagt die bekannte Predigerin Joyce Meyer, was so viel heißt wie: Wenn du enttäuscht bist, mach direkt einen neuen Plan. Die Herausforderung ist, weiter fest daran zu glauben, dass gute Dinge auf uns warten. 

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Wenn wir viele Absagen bekommen, heißt das, dass wir viel versucht haben.

Ich tendiere dazu, zu schnell aufzugeben, weil ich mich leicht entmutigen lasse, wenn ich nicht aufpasse. Und ich nehme „Neins“ oft persönlich. Aber ich will mich selbst dazu herausfordern, mich nicht beirren zu lassen und einfach immer wieder weiterzumachen. Gerade ist mir noch was eingefallen, das mir mein ehemaliger Coach Hans Schumann erzählt hat: Ein Lehrer, der Vertreter ausgebildet hat, hat seinen Schülern die Aufgabe gegeben in einer Woche so viele „Neins“ wie möglich zu sammeln – der, der die meisten hat, gewinnt.

Was er damit sagen wollte: Rückschläge und Absagen sind ganz normal. Und wenn wir viele davon bekommen, dann heißt das nur, dass wir viel versucht haben. Wenn wir es als Herausforderung sehen, oder fast schon als eine Art Sport, dann könnte uns das helfen, gleich wieder weiterzumachen und weiter zu fragen. Durch dieses “Training” macht es uns vielleicht bald auch nicht mehr viel aus, „Neins“ zu hören. Stattdessen könnten wir uns auf die Schulter klopfen und uns loben. „Sehr gut gemacht, wieder was versucht – und auf zum Nächsten.“

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In your style

in your style light on coffee shop chairs light photography

In your style

There is so much to say about having a personal style as a photographer and I`m not even entirely sure if I have a very distinctive one yet. However, there is something that I heard today, which relates to the style thing. And I really want to keep this in my head and my heart:

It`s something that actor Bryan Cranson said about auditions. And that basically goes for every job interview in the creative industry:

“You’re not going there to get a job.  You’re going there to present what you do. There it is – and walk away… And there is power in that.  There’s confidence in that, and it’s also saying ‘I can only do so much’…”

I think this could be a key to actually like what I HAVE to do because it`s a job: Not trying to be like some other photographer in order to please people’s expectations. But having a mindset of faith and doing and presenting what is true to myself. And accept that some might not like it and maybe hire someone else. It`s better for me not to have the job if otherwise, I would lose the love and the drive for what I`m doing.

...a job that I enjoy

Much easier said than done though as it takes some courage and confidence. But really, everyone`s taste is different anyway and so is everyone’s vision. Having faith, deciding to act on it, and sticking to this decision might be what makes all the difference between a job and a job that I enjoy.

More about personal style is in the video “Finding your Style” by John Keatley on lynda.com -unfortunately it`s members only.

In deinem Stil

Es gibt so viel darüber zu sagen, als Fotograf einen persönlichen Stil zu haben – und ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich einen sehr ausgeprägten Stil habe. Aber heute habe ich etwas gehört, das mit der Stil-Sache zu tun hat, und das wirklich in meinem Kopf und in meinem Herzen verankern möchte:

Es ist etwas, das der Schauspieler Bryan Cranson über das Vorsprechen bei Auditions gesagt hat. Das gilt eigentlich in jedem Vorstellungsgespräch für einen kreativen Job:

„Du gehst da nicht hin, um den Job zu bekommen. Du gehst hin, um deine Arbeit zu präsentieren. Hier ist sie – und du gehst wieder… Und darin ist Stärke. Darin ist Selbstvertrauen und es sagt auch ,Ich kann nur so viel machen‘…“

Das könnte ein Schlüssel sein, um wirklich zu mögen was ich tun MUSS, weil es ein Job ist. Nicht versuchen, so zu sein, wie ein anderer Fotograf, um irgendwelchen Erwartungen gerecht zu werden. Sondern eine Haltung des Glaubens und des Vertrauens haben. Das tun und zeigen, was mir und meinem Stil entspricht. Und akzeptieren, dass es einige nicht mögen werden und vielleicht jemand anderen engagieren werden. Es ist besser für mich, den Job nicht zu haben, wenn ich sonst die Liebe und die Motivation für das was ich tue verlieren würde.

...einen Job, den ich mag

Das ist natürlich viel leichter gesagt als getan, weil man Mut und Selbstvertrauen dafür braucht. Aber mal ehrlich, es hat sowieso jeder einen anderen Geschmack und genauso hat auch jeder einen anderen Blick. Glauben und Vertrauen zu haben, mich dazu zu entscheiden entsprechend zu handeln und mich an diesen Entschluss zu halten, könnte den Unterschied machen zwischen einem Job und einem Job den ich mag.

Mehr zum persönlichen Stil gibt es im Video “Finding your Style” von John Keatley auf lynda.com – da muss man nur leider Mitglied sein.