Secrets

Christine Eggert Chocosecret Instagram Influencer photographed by Nadine Wilmanns

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Secrets

Secrets

One of the reasons I love to be a photographer is, that it gives me the excuse to explore new places, to meet new people, and to encounter new stories. This summer, I met Christine Eggert for an article in the DRAN magazine, and her story is pretty extraordinary. She is a mom of two and a successful Instagram influencer. She is also deaf. However, for her first few years of Instagramming, she kept this a secret because she feared rejection.

Today, she writes on her account _chocosecret_: “I am proud to be deaf and of the way I live.” In fact, being deaf and mastering life successfully despite this limitation has made her stand out from the crowd of Instagram influencers. Being deaf has not only shaped her and her character.  By letting go of her secret and by showing up as who she really is, she also can inspire others to be authentic and live true to themselves. She freed herself from the urge to hide – and others, too. 

Let go of secrets

That`s what creativity is about after all: not to live for a fake appearance, but to record true stories, and to help and encourage others.  We tend to have the desire to make a perfect appearance so that no one would find a reason for judgment. I often feel like I have to keep something a secret because it might give others an opportunity to judge me. Often, I forget that this is helping neither me nor others. 

If instead, we have the courage to keep it real, to live true to ourselves, we would not only set ourselves free but we could possibly encourage others, too. And ultimately, this would result in a – not so much perfect – but more remarkable appearance. And free up extra energy for authentic and unique creative work.

Geheimnisse

Geheimnisse

Ein Grund, warum ich so gerne Fotografin bin, ist, dass ich dadurch immer einen Anlass dafür habe, neue Orte zu erkunden, neue Leute zu treffen und neue Geschichten ausfindig zu machen.  Diesen Sommer habe ich Christine Eggert für einen Artikel im DRAN Magazin getroffen und ihre Geschichte ist ziemlich außergewöhnlich. Sie hat zwei Kids und ist erfolgreiche Instagram Influencerin. Außerdem ist sie taub. Während der ersten Jahre ihrer Instagram-Karriere hat sie das geheim gehalten, weil sie Angst vor Ablehnung hatte.

Heute schreibt sie auf ihrem Account _chocosecret_: “Bin stolz taub zu sein, so wie ich lebe bin ich stolz.” Tatsächlich haben ausgerechnet ihre Gehörlosigkeit und wie sie ihr Leben damit meistert, dazu beigetragen, dass sie sich von der Masse der Instagram Influencer abhebt. Taub zu sein hat nicht nur sie selbst und ihren Charakter geformt. Dadurch, dass sie kein Geheimnis mehr daraus macht und sich so zeigt, wie sie ist, kann sie auch andere dazu ermutigen, authentisch zu leben und zu sich selbst zu stehen. Sie hat sich selbst von dem Druck befreit, sich verstecken zu müssen – und andere auch. 

Geheimnisse loslassen

Und darum geht`s schließlich, wenn wir kreativ sind: Nicht für ein leeres Erscheinungsbild zu leben, sondern um ehrliche Geschichten und darum, anderen zu helfen und sie zu ermutigen. Wir neigen dazu, den perfekten Auftritt hinlegen zu wollen, damit niemand eine Angriffsfläche findet, um uns zu beurteilen.  Ich habe oft das Gefühl, dass ich etwas verheimlichen muss, weil es anderen eine Gelegenheit zum Bewerten geben könnte. Und ich vergesse oft, dass das weder mir noch anderen hilft.  

Wenn wir stattdessen den Mut haben, ehrlich zu sein und zu uns zu stehen, fühlen wir uns nicht nur selbst freier, sondern wir können auch andere ermutigen. Und letztlich könnten wir so einen – nicht unbedingt perfekten – aber dafür bemerkenswerten Eindruck hinterlassen. Und wir haben mehr Energie übrig für authentische und einzigartige kreative Arbeit. 

Christine Eggert Secrets Chocosecret Instagram Influencer photographed by Nadine Wilmanns

The full picture

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On British TV, Channel 4 is airing a “documentary” about Missguided, a fast-fashion giant based in Manchester that produces cheap, low-quality garments. Channel 4 is not really documenting though. Instead, they`re staging a glamorous glittering fashion world and hiding the fact that Missguided is contributing to the exploitation of low-paid workers and pollution by poor choice of materials. They`re not showing the full picture at all.

A comment on the Channel4 Instagram post says:  “My friend was working for Missguided when this was being filmed and everything was totally set up!” While I`m not surprised about this, I am still disappointed that a major TV station is willing to spread lies without giving the full picture, and promoting such a bad example of the fashion industry in such an uninvestigative way. 

On the good side

Earlier this year I had to proofread a PR article for a magazine about a car company claiming that it`s super-sustainable because of its electric car range. However, electric cars are not sustainable AT ALL. (see for example: https://psuvanguard.com/electric-cars-arent-really-green/ ). Luckily, I could compromise with my boss, that we would at least neutralize the article: Saying they`re doing electric cars (which they do) but not claiming this to be sustainable. Not ideal, of course, but still something.

Isn`t it that we usually want to do something good with our lives, fight the good fight, be on the good side. And especially as a journalist, but generally as a person, you want to keep some integrity. I do wonder: Channel 4 has money and they are choosers – so why don`t they support for example sustainable fashion, instead of promoting Missguided of all brands?

The change in the little for the full picture

If we work for companies with unethical business manners, we can find ourselves kind of contributing to something that in fact we don`t want to support at all. Let`s keep on believing the best though and let`s try to be the change in every little tiny decision that is up to us. So that, when looking at the full picture, there is some good stuff to see, too.  

Ganz im Bild

Im Englischen Fernsehen wird auf Channel4 gerade eine “Dokumentation” über Missguided gezeigt. Missguided ist ein großes Modeunternehmen im Fast-Fashion Sektor, der Billig-Kleidung produziert.  Channel 4 dokumentiert allerdings nicht wirklich. Stattdessen führen sie eine glamouröse, Bling-Bling-Modewelt vor und verschweigen, dass Missguided unterbezahlte Produktions-Arbeiter ausbeutet und zur Umweltverschmutzung beiträgt, weil es Billigmaterialien verwendet. Channel 4 zeigt da nicht das Gesamtbild.

Ein Kommentar auf den Channel4 Instagram Post zur “Doku” sagt: “Meine Freundin hat während den Dreharbeiten für Missguided gearbeitet und alles war total gespielt und arrangiert.“ Zwar bin ich davon nicht überrascht, aber ich bin doch enttäuscht, dass ein großer Fernsehsender bereit dazu ist, Lügen zu verbreiten, ohne das Gesamtbild zu zeigen. Und, dass sie solch ein schlechtes Beispiel der Modeindustrie bewerben, ohne das zu hinterfragen. 

Auf der guten Seite

Anfang des Jahres sollte ich einen PR-Artikel für ein Magazin Korrektur lesen. Der Artikel war über eine Autofirma, die behauptet wegen ihrer Elektroautos besonders nachhaltig zu sein. Aber Elektroautos sind überhaupt nicht nachhaltig (siehe zum Beispiel: https://psuvanguard.com/electric-cars-arent-really-green/ ). Zum Glück konnte ich mit meinem Chef einen Kompromiss finden, dass wir den Artikel zumindest neutral umschreiben: Sagen, dass die Firma Elektroautos verkauft aber nicht behaupten, dass das nachhaltig ist. Natürlich nicht ideal, aber immerhin was.

Wollen wir normalerweise etwas Gutes mit unserem Leben machen wollen, uns für gute Sachen einsetzen wollen und einfach auf der guten Seite stehen wollen? Und vor allem als Journalist, aber auch als Person, will man doch zu dem stehen können, was man schreibt und sagt. I frage mich: Channel 4 hat doch Geld und können sich`s doch aussuchen, was sie unterstützen möchten – warum also nicht zum Beispiel nachhaltige Modemarken, anstatt ausgerechnet Missguided.

Kleine Veränderung im Gesamtbild

Wenn wir für Firmen arbeiten, die unmoralisch arbeiten, finden wir uns in der Situation wieder, dass wir zu etwas beitragen, das wir eigentlich überhaupt nicht unterstützen wollen. Ich hoffe, dass wir trotzdem weiter an das Beste glauben können  und dass wir versuchen, in jeder kleinen Entscheidung , bei der wir die Wahl haben, die kleine Veränderung zum Besseren zu sein. Damit, wenn man das Gesamtbild anschaut, auch etwas Gutes zu sehen ist.  

 

men painting wall the full picture