Portrait of Webdesigner Sadie McMaster from Kooba London

Text und Fotografie: Nadine Wilmanns

SEO, GEO und die neue Art zu suchen

Im Gespräch mit Sadie McMaster

Was passiert mit der Suche im Internet, wenn Menschen keine Stichwörter mehr bei Google eingeben, sondern KI direkt nach Antworten fragen? Genau diese Frage prägt derzeit viele digitale Strategien. Für Sadie McMaster von der Digitalagentur KoobaKooba ist die Antwort überraschend bodenständig: „SEO bleibt relevant – Google wird nicht verschwinden, besonders wenn es um Suche geht“, sagt sie. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass sich etwas Neues entwickelt: „GEO wird genauso wichtig wie SEO.“ SEO optimiert Inhalte für klassische Suchmaschinen wie Google. GEO geht einen Schritt weiter und sorgt dafür, dass Inhalte auch von KI-Tools wie ChatGPT oder Claude gefunden und zitiert werden. Es geht also nicht darum, dass eine Disziplin die andere ersetzt. Vielmehr wird die digitale Suchlandschaft breiter, schneller und komplexer.

Was soll deine Webseite für dich tun?

Kooba ist eine Digitalagentur mit Schwerpunkt auf Webdesign, Entwicklung und digitaler Strategie. Das Unternehmen wurde in Dublin gegründet und ist inzwischen auch in London und Berlin vertreten. Im Mittelpunkt stehen laut Sadie „leistungsstarke Websites“. Dieser pragmatische Ansatz zieht sich durch ihre gesamte Arbeit. Statt Design um des Designs willen in den Vordergrund zu stellen, beginnt die Agentur bei den Grundlagen: „Wir helfen unseren Kunden dabei, das Briefing zu entwickeln, indem wir fragen: Was soll deine Website eigentlich für dich leisten?“ Eine einfache, aber entscheidende Frage. Denn sie verschiebt den Fokus weg von reinem Aussehen hin zu Performance, Zweck und konkreten Ergebnissen.

KI will Antworten

Besonders klar beschreibt Sadie den Unterschied zwischen SEO und GEO: „Der Unterschied liegt darin, wie sie funktionieren: Google sucht nach Informationen, KI sucht nach Antworten – und zwar schnell.“ Das beschreibt sehr treffend einen grundlegenden Wandel im Nutzerverhalten. Klassische Suchmaschinen bleiben wichtig, wenn Menschen recherchieren, vergleichen oder tiefer in ein Thema eintauchen möchten. Generative KI verändert jedoch die Erwartungen, weil sie diesen Prozess in eine direkte Antwort verdichtet. Menschen suchen nicht mehr nur nach Quellen. Immer häufiger suchen sie nach einer sofortigen Lösung.

Prompts verstehen

Das hat Konsequenzen für die Art, wie Inhalte geschrieben werden. „Wenn du in den Antworten auftauchen willst, musst du auf deiner Website Antworten auf Probleme liefern – und du musst die Prompts kennen“, erklärt Sadie. Auf diesen Punkt kommt sie mehrfach zurück: „Das Verständnis der Prompts ist das Wichtigste.“ Genau darin liegt der Unterschied zwischen Inhalten, die lediglich indexiert werden, und solchen, die tatsächlich als Antwort auf reale Fragen erscheinen. Marken müssen nicht nur Themen abdecken, sondern verstehen, wie Menschen ihre Fragen formulieren – und in klarer, hilfreicher Sprache darauf reagieren. Genau darin liegt der Unterschied zwischen Inhalten, die lediglich indexiert werden, und solchen, die tatsächlich als Antwort auf reale Fragen erscheinen. Marken müssen nicht nur Themen abdecken, sondern verstehen, wie Menschen ihre Fragen formulieren – und in klarer, hilfreicher Sprache darauf reagieren.

Recherchieren, verfeinern, wiederholen

Der Arbeitsprozess von Kooba wirkt dabei sehr praxisnah und bewusst gesteuert. „Wir haben ein Team, das Prompts recherchiert“, sagt Sadie, „und wir stellen sicher, dass die Antworten auf deiner Website genau auf diese Suchanfragen abgestimmt sind.“ Sie beschreibt auch die operative Seite dieses Prozesses: „Wir nutzen ein Tool, um Prompts zu importieren, ihre Wirkung zu messen und Sichtbarkeit sowie Stimmung auszuwerten – und passen die Inhalte anschließend entsprechend an.“ Das Ziel sei es, Inhalte so aufzubereiten, dass sie „von KI leicht erfasst und verarbeitet werden können“. Dadurch wirkt GEO weniger wie ein Buzzword und mehr wie ein neuer Arbeitsprozess: recherchieren, testen, messen, optimieren – und wiederholen.

Mach den Anfang und experimentiere

Dazu kommt ein klarer Wettbewerbsvorteil. Sadie spricht davon, „gegen Wettbewerber zu tracken – zu messen, ob man zuerst erscheint – und die Antworten entsprechend anzupassen“. Wer bereits Erfahrung mit SEO hat, wird diesen Gedanken wiedererkennen. In der KI-gestützten Suche bekommt er jedoch eine neue Dringlichkeit, weil Sichtbarkeit weniger transparent und deutlich dynamischer geworden ist.

„Wenn du jetzt anfängst, hast du einen Vorteil gegenüber denen, die warten.“ Das klingt weniger nach Hype als nach einer strategischen Erinnerung: Während viele Unternehmen noch überlegen, was GEO praktisch bedeutet, könnten diejenigen, die bereits experimentieren, besser auf die nächste Phase der digitalen Suche vorbereitet sein.

Klarheit und Verständnis

Die Art, wie Menschen Informationen finden, verändert sich – und Websites müssen sich diesem Wandel anpassen. Daraus entsteht ein vielschichtigeres Verständnis digitaler Sichtbarkeit: eines, das starke Grundlagen, klare Antworten und ein besseres Verständnis dafür verlangt, wie Menschen tatsächlich Fragen stellen.

Mehr über Kooba findest du hier: www.kooba.ie

Interessierst du dich für starke visuelle Inhalte, die Besucher länger auf deiner Website halten und zum Telefon greifen lassen? Mehr über eine mögliche Zusammenarbeit erfährst du unter nadinewilmanns.com/business-offer.


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