Dream big

self-assignment sky and sun. Dream big

How big dreams add fun to your work

Would you like to release a crazy amount of joy and fun in your work? I might just have the secret for you. Well, it certainly works for me at the moment. So here`s the trick: Dream big and set yourself a ridiculously far-fetched goal that really excites you. Mine is to photograph the Queen.

You may laugh and hey, so do I – and that`s what does the trick: There is no pressure whatsoever and no expectations. Noone seriously expects me to accomplish that. For someone like me, who crumbles under pressure and when feeling expecting eyes on me, this is so liberating.

Far-fetched, but not entirely impossible

However, while the goal should be something quite far-fetched, it shouldn`t be entirely impossible. Like you know, turning into a unicorn. Or becoming a piano superstar when you have no feeling for rhythm or something like that.

A photo shooting with the Queen, however, is possible: I`m here on this earth with my camera and so is the Queen.  So it`s just about working out a strategy and taking steps that eventually bring us together, which of course includes becoming better and better as a photographer. I`ve given myself a random time frame of two years to achieve my goal. And I`ve thought – just in case it shouldn`t work out with the Queen –  I would be equally cool with photographing Prince Charles as an alternative instead.

We are going to win either way

I used to take my work so seriously and while I still kind of do, there is now much more lightness and play in my approach. It feels more like a fun game, where you can win, but it wouldn`t be the end of the world if you don`t. In fact, I will win either way: Because, while I do want to reach my goal, I know that it`s even more about the journey. 

The journey towards this achievement will just benefit me so much, both as a person and as a photographer. “Who would you have to become on your way to trying to achieve that goal? … It would be a wild and incredible journey”, says Kara Loewentheil in her podcast “Unfuck your brain” about “impossible goals” (I recommend listening to this by the way: https://unfuckyourbrain.com/setting-impossible-goal-2021/). Just imagine: How would you develop on the way to achieving this goal?

A new perspective

With my goal in mind, everything falls into a more convenient perspective: When I go on photo jobs now, I see them more as helpful little steppingstones and opportunities to learn on my long journey to photograph the Queen – and not as THE ultimate test that will proof whether I`m a good photographer or not. Failing becomes more like a valuable experience that helps me to achieve my goal.

And whatever happens – whether my boss likes some pictures of mine or not, whether I get a certain assignment or not, … – nothing of that can ever take away my dream. But it`s my decision only, not anybody else’s. And I finally really understood the quote by Arthur O`Shaughnessy:

We are the music-makers, and we are the dreamer of dreams.”

Wie große Träume für mehr Spaß bei der Arbeit sorgen

Würdest du gerne eine völlig verrückte Menge Freude und Spaß an deiner Arbeit freisetzen? Kann sein, dass ich den richtigen Tipp für dich habe. Also für mich funktioniert er zumindest im Moment ausgezeichnet. Also hier ist der Trick: Träume wirklich groß und setze dir ein lächerlich weitgegriffenes Ziel, auf das du dich wirklich freust. Meins ist, die Queen zu fotografieren.

Kann sein, dass du jetzt lachst und hey, ich lache auch – aber das ist genau der Trick: Es gibt keinen Druck und keine Erwartungen. Keiner denkt ernsthaft, dass ich das schaffen müsste. Für jemanden wie mich, die unter Druck und Erwartungshaltung wie gelähmt ist und dann gar nicht gut arbeiten kann, ist das so befreiend.

Weit gegriffen, aber nicht völlig unmöglich

Allerdings muss das Ziel zwar groß sein, aber nicht völlig unmöglich. Also es sollte nicht sowas sein, wie „ich will mich in ein Einhorn verwandeln“. Oder „ich will ein Piano-Superstar werden“, wenn man null Gefühl für Rhythmus hat.

Ein Fotoshooting mit der Queen zu machen, ist dagegen theoretisch möglich: Ich bin auf dieser Erde mit meiner Kamera, und sie auch. Also geht es nur darum, eine Strategie zu erarbeiten und Schritte zu gehen, die uns am Ende zusammenbringen. Das bedeutet natürlich auch, immer besser als Fotografin zu werden. Ich habe mir selbst einfach mal ein Zeitfenster von zwei Jahren gesetzt, um mein Ziel zu erreichen. Und ich habe mir auch überlegt, dass – falls es mit der Queen aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte – Prince Charles eine gleichwertige Alternative wäre.

Wir gewinnen so oder so

Ich habe meine Arbeit immer sehr ernst genommen. Zwar nehme ich sie irgendwie immer noch ernst, aber da ist jetzt viel mehr Leichtigkeit und Spiel in meiner Herangehensweise. Es fühlt sich mehr wie Spaß und Spiel an, bei dem man gewinnen kann. Aber es würde auch nicht die Welt untergehen, wenn ich nicht gewinnen würde. Tatsächlich werde ich so oder so gewinnen: Denn zwar will ich mein Ziel wirklich erreichen, aber trotzdem weiß ich, dass es mehr um die Reise dahin geht.

Der Weg zu meinem Ziel wird mir so viel bringen, als Person und als Fotografin. “Welch eine Persönlichkeit müsstest du werden, bei dem Versuch, dieses Ziel zu erreichen? … Es würde eine wilde und unglaubliche Reise werden”, sagt Kara Loewentheil in ihrem Podcast „Unfuck your Brain“ über „unmögliche Ziele“. (Empfehle übrigens, das anzuhören: https://unfuckyourbrain.com/setting-impossible-goal-2021/) Stell dir nur mal vor: Wie würdest du dich entwickeln, wenn du dich tatsächlich auf den Weg zu deinem Ziel machen würdest?

Eine neue Perspektive

Seit ich mein Ziel im Kopf habe, fällt gerade alles in eine angenehmere Perspektive: Wenn ich auf Fotojobs gehe, habe ich nicht mehr so sehr das Gefühl, auf die Probe gestellt zu sein, als ob ein Fotojob beweisen würde, ob ich eine gute Fotografin bin oder nicht. Ich sehe alle meine Jobs eher als hilfreiche kleine Meilensteine und als Chancen, auf meiner langen Reise zur Queen dazuzulernen. Misserfolg wird eher zu einer wertvollen Erfahrung, die mir dabei hilft, mein Ziel zu erreichen.

Und was auch immer passiert – ob mein Chef irgendwelche Bilder von mir mag oder nicht, ob ich einen bestimmten Auftrag bekomme oder nicht, und so weiter – nichts kann mir je meinen Traum wegnehmen. Es ist allein meine Entscheidung, nicht die von irgendjemand anderem. Und ich habe endlich wirklich das Zitat von Arthur O`Shaughnessy verstanden:

“Wir sind die Musikmacher und wir sind die Träumer der Träume”.


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http://www.nadinewilmanns.com/success-stories

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Copycat Creativity Technique

Copycat

The Copycat Technique

for Creativity

Copying, as “bad” as it may sound, is actually a very good technique to get creative. The best designers use it. While the process may start with a plain copy, it ends with something very own and unique. Because you`ll add your own input and vision into the development, you`ll take the copy to a higher level, creating something with your own voice and style.

When I was still a fashion design student, I worked for Giles Deacon in London for a while. Still naïve and thinking ideas come right out of thin air or pure imagination, I was shocked: In the design studio, we were given pictures out of fashion magazines and were told to copy and rework certain items. I thought: Is he for real?? Is he just copying other people’s work and making out it`s his own idea?

Be a copycat to fly

In the years after, I have learned that it is common for designers to begin with a copy. But then, what starts as a copy is transforming into a completely own design. While copying you come up with new ideas, you bring in your own style, you amend details to match your own vision. The final result might not even resemble the “original” anymore. (And really: they most likely aren`t originals anyway, because they themselves are copied and transformed from another “original” at some point). Call it inspiration if you like.

The same goes for photography, writing, drawing, all arts for that matter: The copy is like the push or the run-up before you fly on your own.

Die Copycat-Technik

für Kreativität

Kopieren, so “schlecht” es klingt, ist tatsächlich eine sehr gute Technik, um kreativ zu sein. Die besten Designer machen das. Der Prozess beginnt zwar mit einer Kopie, aber er endet mit etwas Eigenem und Einzigartigem. Weil du deinen eigenen Input und deine Vision in die Entwicklung mit reingibst, bringst du die Kopie auf ein höheres Level und machst am Ende etwas in deinem ganz eigenen Stil.

Als Modestudentin habe ich eine Zeitlang bei Giles Deacon in London gearbeitet. Ganz naiv dachte ich, Ideen kommen einfach so aus dem Nichts und purer Fantasie. Als man uns Fotos aus Magazinen gab, um einzelne Sachen davon nachzuarbeiten, also zu kopieren, war ich schockiert. Ich dachte: Soll das ein Witz sein?? Kopiert er einfach die Arbeit anderer und tut dann so, als wär`s seine eigene Idee?

Kopieren um zu fliegen

In den folgenden Jahren habe ich gelernt, dass es ganz normal für einen Designer ist, zu kopieren. Aber dann verwandelt sich das, was als Kopie beginnt, in ein ganz eigenes Design. Während des Kopierens kommst du auf neue Ideen, du bringst deinen Stil ein, du änderst Sachen ab und passt sie deiner eigenen Vorstellung an. Das Endergebnis sieht dann dem „Original“ oft nicht mal mehr ähnlich. (Und ein Original war das wahrscheinlich sowieso nicht, denn auch dieses „Original“ wurde irgendwann von etwas anderem kopiert und weiterentwickelt.) Man kann das auch Inspiration nennen, wenn man so will.

Das Gleiche gilt fürs Fotografieren, Schreiben, Malen und Kunst überhaupt: Die Kopie ist wie ein Schubs oder ein Anlauf bevor du selbst fliegst.

copycat

Read more: How to be creative

Success Stories

Photography black and white selfie for blog about success

Stories we tell about ourselves

How do we define success? And are we giving it our own definition, or do we let others define it for us? What story do we tell about ourselves? And are we dreaming big or do we let others limit our dreams, and what we dare to expect?

There are so many opinions and voices that can restrict us and that don`t serve us at all. For example: “Successful people are those who make a lot of money or who have fame.” If we have neither money nor fame, we might fall into the trap of thinking that we are not successful. But wait for a second: Is this definition matching our own standards of success at all?

And what kind of story do we tell about ourselves in general?

After the past two weeks, I could be telling, that I have failed a lot and that I`m unsuccessful. But honestly what would be the point of a story like this? It would not only be depressing; it also would not serve me at all.

We have one life, so why not tell a good story about it! So, instead I say: “I have taken some bold steps lately. At the same time, I`ve gained a good deal of experience with criticism both fair and unfair, even some unfriendliness. Either way, I`ve learned a lot. Most of all, I haven`t let anything cause me to abandon my dreams and I keep dreaming big. I expect great opportunities and adventures coming my way because I trust God to have a good plan for me.”

Selfie with dog

A friend of mine said to me that her co-worker has warned her: “In our job, we have to be very flexible.” There are so many ideas and opinions about how we SHOULD be. But especially as creatives I think we don`t have to accept the boundaries of common opinions. If we work to our own heart’s content, not for the judgment of others, we work with the heart of an artist. And we can accomplish a lot and more, if we just never lose faith, tell our story favourably, and define success in a way that sustains us and doesn`t discourage us.

Stories, die wir über uns erzählen

Was ist Erfolg? Legen wir für uns selbst fest, was Erfolg für uns bedeutet, oder lassen wir uns das von anderen vorgeben? Was für eine Geschichte erzählen wir von uns? Und haben wir große Träume, oder lassen wir uns von anderen Grenzen setzen, in dem was wir uns zutrauen?

Es gibt so viele Meinungen und Stimmen, die uns einschränken können und die uns überhaupt nicht nützlich sind. Zum Beispiel: „Erfolgreiche Leute verdienen viel Geld und sind angesehen und bekannt.“ Wenn wir aber weder Geld haben noch besonders anerkannt sind? Dann könnten wir in die Falle tappen zu denken wir seien nicht erfolgreich. Aber warte mal: Passt diese Art von „Erfolg“ denn überhaupt zu unseren eigenen Maßstäben?

Und was für eine Geschichte erzählen wir überhaupt von uns?

Nach den letzten beiden Wochen könnte ich erzählen, dass ich oft gescheitert bin und dass ich keinen Erfolg habe. Aber ehrlich, was würde denn so eine Geschichte bringen? Es wäre nicht nur eine deprimierende Geschichte, sie würde mir auch nichts nützen.

Wir haben ein Leben, also warum sollten wir nicht gute Geschichten davon erzählen! Also sage ich stattdessen: „Ich habe in letzter Zeit ziemlich viel gewagt. Gleichzeitig habe ich Erfahrungen mit Kritik – fairer und unfairer Kritik – und sogar Unfreundlichkeiten gesammelt. So oder so habe ich viel gelernt. Vor allem habe ich mich nicht daran hindern lassen, weiterhin große Träume zu haben. Ich erwarte tolle Gelegenheiten und Abenteuer, weil ich darauf vertraue, dass Gott einen guten Plan für mich hat.“

selfie with dog in flash light

Eine Freundin sagte mir neulich, dass ihre Kollegin sie ermahnt hat:  “In unserem Job müssen wir besonders flexibel sein.“ Es gibt so viele Vorstellungen davon, wie wir sein SOLLTEN. Aber vor allem als Kreative brauchen wir uns doch nicht mit den Grenzen gewöhnlicher Meinungen abfinden. Wenn wir zu unserer eigenen Freude arbeiten und nicht für das Urteil anderer, dann arbeiten wir mit dem Herz eines Künstlers. Und wir können viel und noch mehr erreichen, wenn wir nie aufhören zu glauben, unsere Geschichte vorteilhaft erzählen und Erfolg so definieren, dass es uns nicht entmutigt sondern stärkt.

Work for joy

work for joy dog behind ladder

How to work for joy

Is your job something that you would have as a hobby, too?

A few weeks ago, I had an interesting interview with Linda Stark, a singer who is as well a songwriter for other artists. I had noticed that she kept her website for her project as a singer called “LiLA” separate from the one as a contract songwriter. So, I wondered, whether she purposefully distinguishes between the two. Yes, she said: “LiLA is what I do entirely for my own joy.” For LiLA she doesn`t care about all the rules that she would follow when writing songs for someone else. “This music speaks from my heart and it suits me”, she told me. “And if I can`t think of something to write for half a year, then be it. LiLA is my baby and one of my top standards is: no pressure.”

Entirely for my own joy

I found that super interesting: The same activity – songwriting. For others – then it`s “work”, for oneself – then it`s “joy”. Don`t get me wrong: she didn`t say or mean, that she doesn`t find writing for others joyful! But her “LiLA” project is ENTIRELY for her joy. Which means, without any external pressure or requirements. Only she needs to like it. If it`s well-received, that`s brilliant, but if not, it`s nice anyway.

In this respect, the saying “Do what you love, and you will never have to work again” can`t always be readily applied. I have often thought: What is wrong with me – why do I still perceive work as “work”, EVEN THOUGH I do what I love. But it isn`t so easy as the saying makes out to be – at least that`s how I feel. The same activity can be perceived as work when I have to perform for a business, maybe with a difficult boss or with difficult morals. Or as joy when I do it for myself.

Dog. How to work for joy

Freedom and play

When I was employed as a pattern cutter in London, I would do patterns for my own project after work until late at night. That didn`t bother me at all – quite the contrary: I was already looking forward to it on my way home. It would not have crossed my mind to keep on working after 6 o`clock if it would have been work for my boss. The same activity – but entirely different joy levels.

I did enjoy going to work, but rather because of my fun co-workers than because of the work itself. Yet for my project, I was full of ideas and energy. There was freedom and play in my “work”. I wouldn`t really care very much about whether I could earn a lot or a little. Or whether a lot of people or only a few would like my stuff.

Nothing has to, everything can

What I have noticed though: It`s much easier to think that way, when having a money-making second source of income. If nothing HAS TO, but everything CAN. That means, being entirely independent of external opinions and financial success. That doesn`t mean that there will never be difficulties or frustration, anxiety, or disappointment. But that the joy will outweigh all that so that I won`t take so much notice of this other stuff. And so that these unpleasant feelings won`t “nest“ in me.

For me, this blog is a little joy-project. And I always want to photograph „for my own joy”. If I should notice that this is changing, I hope that I will pull the plug and stop doing assignments for a while. My joy in doing photography is just way too important for me to lose it over it being a job. And sooner or later, I want to revive my fashion project – and take good care that I will do it “entirely for my own joy”.

Für Freude arbeiten

Ist das was du beruflich machst, auch das, was du privat gerne machst?

Vor einigen Wochen hatte ich ein interessantes Interview mit Linda Stark, einer Sängerin, die auch Lieder für andere Künstler schreibt. Mir war aufgefallen, dass sie für ihr Soloprojekt „Lila“ eine andere Webseite hat als für ihre Arbeit als Auftrags-Liedermacherin. Ob sie beides so streng voneinander abgrenze, habe ich gefragt. Das hat sie ganz entschlossen bejaht: „Lila ist das, was ich wirklich ganz zu meiner eigenen Freude mache.“ Da seien ihr die Regeln egal, die beachten müsste, würde sie für einen Auftraggeber ein Lied schreiben. Es sei Musik, die einfach aus ihrem Gefühl spreche und die zu ihr passe. „Und wenn mir mal ein halbes Jahr kein Text einfällt, dann schreibe ich eben keinen. LiLA ist mein Baby und eine meiner ersten Prämissen ist, mir kein Druck zu machen.“

Zu meiner eigenen Freude

Das fand ich interessant: Die gleiche Tätigkeit – Songwriting. Einmal für andere – da ist es „Arbeit“ -und einmal für sich selbst – da ist es „Freude“. Jetzt darf man mich hier nicht falsch verstehen: Sie hat nicht gesagt oder gemeint, dass ihr das Lieder schreiben für andere keine Freude macht! Aber ihr LiLA-Projekt macht sie eben GANZ zu ihrer Freude. Das heißt völlig ohne Druck und Vorgaben von außen. Nur ihr muss es gefallen. Wenn`s gut ankommt, gut, wenn nicht, ist`s trotzdem schön.

Und insofern ist der Spruch „Tu was du liebst, und du musst nie wieder arbeiten“ nicht so ohne weiteres umzusetzen. Ich habe oft gedacht: Was stimmt denn nicht mit mir – warum kommt mir meine Arbeit wie Arbeit vor, OBWOHL ich doch mache, was ich gern mag. Ganz so einfach, wie der Spruch es sagt, ist es aber eben nicht – zumindest geht es mir so. Die gleiche Tätigkeit, kann ich als Arbeit empfinden, wenn ich sie beispielsweise für einen Betrieb mache, vielleicht noch mit anstrengendem Chef oder schwierigen Moralvorstellungen im Betrieb. Oder ich kann sie als Freude wahrnehmen, wenn ich sie für mich mache.

Dog paws and shoes. How to work for joy

Freiheit und Spiel

Als ich in London als Modellmacherin angestellt war, habe ich nach Feierabend oft bis nachts über Schnitten für mein eigenes Projekt gesessen. Es hat mir überhaupt nichts ausgemacht, noch so lange da dran zu sitzen – im Gegenteil: ich hab mich schon auf dem Weg nach Hause darauf gefreut. Das wäre mir nicht eingefallen, wenn es sich um Arbeit für meinen Chef gehandelt hätte. Die gleiche Tätigkeit – aber völlig andere Freudenlevels.

Zwar bin ich wirklich gern zur Arbeit gegangen, aber eher wegen meiner netten Kollegen, als wegen der Arbeit an sich. Für mein Projekt dagegen war ich voller Ideen und vor allem voller Energie. Da war viel Freiheit und Spiel drin. Es wäre mir auch einigermaßen egal gewesen, ob ich damit viel oder wenig Geld verdient hätte. Oder, ob meine Sachen vielen oder wenigen Leuten gefallen hätten.  

Nichts muss, alles kann

Was ich festgestellt habe: Es geht viel leichter, so zu denken,  wenn man noch ein anderes, geldverdienendes Standbein hat. Wenn nichts MUSS, alles nur KANN. Das heißt, dass ich wirklich völlig unabhängig bin von der Meinung anderer oder vom finanziellen Erfolg. Das heißt nicht, dass es nie Schwierigkeiten, Frust, Angst oder Enttäuschung gibt. Aber dass die Freude an meinem Projekt so sehr überwiegt, dass ich die unangenehmen Dinge gar nicht so sehr wahrnehme und die sich gar nicht lange in mir breit machen können.

Für mich ist dieser Blog ein kleines Freuden-Projekt. Und ich will auch immer „zu meiner Freude“ fotografieren. Wenn ich merken sollte, dass sich das mal ändert, hoffe ich, dass ich da ganz schnell die Reißleine ziehe und nur noch Prints verkaufe, keine Aufträge mehr mache. Dafür ist mir meine Freude am Fotografieren einfach viel zu wichtig. Und über kurz oder lang will ich auch mein Mode-Projekt wieder reaktivieren – und gut aufpassen, dass ich es „ganz zu meiner eigenen Freude“ mache.

Read more about freelancer life in “To enjoy”.

How to be creative

shadow on notebook How to be creative

How to be creative

Today, I really struggle with finding something interesting or potentially good to write. In fact, I often feel that way. However, my writing day is Friday, so something must be written – inspired or not. So, I`m taking the opportunity to write about commitment and inspiration.

The other day I`ve read a quote that basically nails it: “Forget inspiration. Habit is more dependable. Habit will sustain you whether you`re inspired or not.” (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

The mystery of the "cloud of inspiration"

That`s what`s happening to me today: I have developed kind of a habit for myself, to write something on a Friday. I have a regular “appointment” with myself. And because I feel it`s important for me, I am committed to keeping that appointment. Even when I don`t feel “inspired” or “creative” at the time.

Yet, I haven`t always been like that at all. And I still lack that quality in many areas of my life, where I should be more persistent and committed. I used to say: “Nerr, I`ll do that some other day when I feel more like it.” And I had that idea of some cloud of inspiration just coming over me now and then, without me being in much of control at all.

In your style How to be creative Nadine Wilmanns photography

Creativity requires fight

However, I have often seen, that this is not true at all: Why is it, that deadlines at Fashion Uni made me more “creative”? Well, I think, it`s because I was forced to actually sit down and do the work. Because there was a deadline, I didn’t have the option to wait for a cloud of inspiration to land on me. I had to get to work and fight – and make the inspiration come.

And it does come eventually. Sometimes sooner, sometimes it takes a while. “Creativity requires fight, action, habit, practice, work and never to give up”, writes photographer Chris Orwig in his great book  “The Creative Fight”.

At times, the outcome may not be brilliant. But having done my part is what counts. I have kept my appointment. If I keep on this way and keep on working it, instead of waiting for a creative spark, eventually, there will be something really good along the way.

Kreativ sein

Heute tue ich mir schwer, etwas zu finden, über das ich schreiben könnte. Tatsächlich geht es mir oft so. Allerdings ist Freitag mein Schreib-Tag – egal ob ich “inspiriert” bin oder nicht. Also nutze ich die Gelegenheit, etwas über Inspiration schreiben und darüber, sich auf etwas festzulegen.

Neulich habe ich ein Zitat gelesen, dass die Sache perfekt trifft: „Vergiss Inspiration. Gewohnheit ist verlässlicher. Gewohnheit wird dich tragen, egal ob du inspiriert bist oder nicht.“ (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

Die "Inspirations-Wolke"

Das passiert mir heute auch: Ich habe eine Art Gewohnheit für mich entwickelt, Freitags etwas zu schreiben. Ich habe einen regelmäßigen „Termin“ mit mir selber und weil ich den für mich wichtig finde, halte ich ihn ein. Auch wenn ich mich gerade nicht „inspiriert“ oder „kreativ“ fühle.

So war ich aber überhaupt nicht immer. Und in vielen Bereichen in meinem Leben halte ich mich immer noch nicht gut an meine eigenen Versprechen an mich. Typischerweise würde ich sagen: „Nee, ich mache das ein andermal, wenn mir mehr danach ist.“ Ich hatte die Idee einer Art „Inspirationswolke“, die sich einfach ab und zu auf einem absetzt, ohne dass man das großartig beeinflussen kann.

How to be creative Nadine Wilmanns photography

Kreativität erfordert Kampf

Allerdings habe ich oft gesehen, dass das nicht stimmt: Warum war ich zum Beispiel im Modestudium ausgerechnet kurz vor den Deadlines „kreativer“ als sonst? Ich denke, es lag daran, dass ich gezwungen war, mich tatsächlich hinzusetzen und die Aufgaben konzentriert anzugehen. Wegen der Deadline hatte ich gar nicht die Option, auf eine Inspirationswolke zu warten. Ich musste mich an die Arbeit machen, kämpfen – und der Inspiration hinterherrennen.

Und man kriegt sie dann auch irgendwann, manchmal früher, manchmal später. „Kreativität erfordert Kampf, Tun, Gewohnheit, Übung und nie aufzugeben”, schreibt Fotograf Chris Orwig in seinem Buch “The Creative Fight” .

Es kommt vor, dass das Ergebnis nicht großartig ist. Aber meinen Teil, das was ich konnte, abgeliefert zu haben, ist das was zählt.  Ich habe meinen Termin eingehalten. Wenn ich auf diesem Weg bleibe und weiter daran arbeite, anstatt auf einen kreativen Geistesblitz zu warten, dann wird  irgendwann auch mal etwas richtig Gutes dabei rauskommen.  

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Self-Assignment