Looking at photographs

looking at photographs Nadine Wilmanns photography

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Looking at photographs

"I was looking at the photographs and I started thinking that there was a time when these weren't memories."

— Stephen Chbosky in “The Perks of Being a Wallflower” (novel)

What would you want to say to yourself in this ten year old photograph in your hands?

Do you sometimes wish you could turn back time for that purpose? 

Here`s what comes to my mind when l look at myself in older pictures: Do a lot of what makes you feel whole and good (in my case that was drawing, reading, and taking pictures). That`s not being lazy, but it means valuing and enjoying time and life.

And: Always have your camera with you and take as many silly or serious selfies and snaps as you want without wondering what anyone might think or not think. It`s important to make an effort to enjoy and savor each of your seemingly boring, ordinary days. Even if things go wrong. And also and especially the far-from-perfect stuff. Because there is no repeat button in life.

Also: Say yes to adventure or out-of-the-ordinary! That leads to the best memories. 

Another thing I would wanna say: Love is always, always, always a much better idea than reacting angry. Because you don`t need to fix everything by yourself - just pray instead and relax. That also leads to the best memories.

And also: Take loads of pictures of yourself and be happy and grateful when others make the effort to photograph you.  Practice looking at yourself without judgment but curiosity and gratefulness, and get familiar with how you look. The way we look is perfectly fine as long as we are fine with it. 

Reviewing photographs always helps me to appreciate my life and myself, and they make me realize and value stuff that I haven`t seen in that very moment when I took the picture.

And how far have we come and how much we have learned! We might often struggle to apply what we`ve learned so far (in my case especially the relax bit…). However, when we recall our learnings, we’re more likely to implement them more and more often.

What have your photographs taught you so far? 

What photographs of your life now would you be happy to look at ten years down the road?

"Ich schaute die Fotos an und mir fiel ein, dass da eine Zeit war, in der das keine Erinnerungen waren.”

— Stephen Chbosky in “The Perks of Being a Wallflower/ Vielleicht lieber morgen” (Roman)

Was würdest du zu dir auf diesem zehn Jahre alten Foto in deiner Hand sagen?

Wünschst du dir manchmal, dass du dafür die Zeit zurückdrehen könntest?

In meinem Fall fällt mir zum Beispiel Folgendes ein, wenn ich mich auf einem Foto sehe: Verbring viel Zeit damit, das zu tun, bei dem du dich gut fühlst (bei mir war das Malen, Lesen und Bilder machen). Das bedeutet nicht, dass du faul bist. Sondern es heißt, dass du dein Leben schätzt und genießt. 

Und: Hab immer eine Kamera bei dir und mach so viele lustige und ernste Selfies und Bilder wie du willst – ohne darüber nachzudenken, was andere denken oder nicht denken könnten. Es ist wichtig, sich Mühe zu geben, jeden der scheinbar langweiligen, gewöhnlichen Tage zu genießen und auszukosten. Auch wenn Dinge schief gehen. Und auch und vor allem die Sachen, die alles andere als bilderbuchmäßig sind. Denn es gibt im Leben keinen Wiederholungsknopf.

Außerdem: Sag “Ja” zu Abenteuer und Außergewöhnlichem. Das führt zu den besten Erinnerungen.

Noch was, das ich sagen würde: Liebe ist immer, immer, immer die viel bessere Idee als Ärgern. Denn du musst nicht alles selbst in Ordnung bringen - bete stattdessen einfach und entspann dich. Das führt auch zu den besten Erinnerungen.

Und auch: Mach viele Bilder von dir selbst und freu dich, wenn andere sich die Mühe machen, dich zu fotografieren. Übe, dich auf Bildern anzuschauenohne zu beurteilen, sondern sei neugierig und dankbar. Werde vertraut damit, wie du aussiehst.   Wie wir aussehen ist total in Ordnung, solange wir selbst uns in Ordnung finden.

Wenn ich Fotos anschaue, dann hilft mir das immer, mein Leben und mich selbst zu schätzen. Und Fotos zeigen mir oft Dinge, die ich in dem Moment der Aufnahme gar nicht gesehen habe.

Und wie weit sind wir gekommen und was haben wir gelernt! Kann sein, dass wir uns oft schwer tun, das umzusetzen, was wir gelernt haben (bei mir vor allem das Entspannen… ) Aber wenn wir uns immer wieder dran erinnern, dann schaffen wir es immer öfter.

Was hast du bisher von deinen Fotografien gelernt? 

Über welche Bilder von jetzt würdest du dich freuen, wenn du sie in zehn Jahren durchschauen würdest? 

Nevertheless

Nevertheless - sign saying one fine day

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Nevertheless

Nevertheless

Do you know that? We`ve got high hopes, good plans – and then there is a crisis and suddenly, we lose our balance.

My “One-word-theme” for this year is NEVERTHELESS and my challenge is to not lose sight of my own balance, to keep my feet firmly on the ground despite what`s going on around me. Because I don`t want to wait for “one fine day” when things are going well. But I want to have good moments NOW, regardless of circumstances. In times of trouble, I find that super difficult – how about you?

Especially when life is tough, I don`t want to lose myself in hustling, just trying to get things done and solve issues. But I want to make sure that I take some time-outs for things that are important to me – nevertheless. Things, that I`ll be happy about when I look back at the end of the year.

“As we continue to collect memories on our path through life as adults, our life experiences become increasingly more complex. Our minds expand and hold heavy challenges, … Photography is an attempt to unload that weight, even for just a few seconds – to pause and lose ourselves in the present moment.”

–  Stephanie Calabrese Roberts in “Lens on Life”.

Being creative and documenting life with our camera or phone is a way to bring meaning and joy into any season of life. When life gets crazy, intentionally take time to document the present as it is. Watch out for meaning and feeling inside you, and also look around for shapes, light, details.

Snap – feel the feet on the ground – pray – trust. Nevertheless.

There`s no point in telling ourselves to always stay calm and collected. In reality, there sure will be plenty of situations when we`ll feel stressed and overwhelmed. Instead, I want to go into the year with the mind of an explorer. Instead of restricting myself as in “Do not get stressed!”, I wanna make it more about observing, documenting and exploring what could help me – and not about trying to force myself to relax.

Again, it`s more about asking questions and learning. Like: “How can I help myself in this very moment?” – “What can I do to be more at peace now?” Observe – snap – breathe – pray – trust – nevertheless.

Nichtsdestotrotz

Nichtsdestotrotz

Kennst du das? Wir haben große Hoffnungen, gute Pläne – und dann kommt eine Krise und auf einmal verlieren wir unsere Balance.

Mein „Ein-Wort-Thema “ für dieses Jahr ist NICHTSDESTOTROTZ und meine Herausforderung ist es, meine eigene Balance nicht aus den Augen zu verlieren. Das heißt, fest zu stehen, trotz allem, was um mich herum passiert. Ich will nicht auf “Eines schönen Tages” warten, wenn die Dinge gut laufen. Sondern ich will JETZT gute Momente haben, egal wie meine Situation gerade ist. Oft finde ich das superschwierig – wie geht`s dir damit?

Vor allem wenn Dinge nicht so laufen, will ich mich nicht darin verlieren, einfach nur möglichst viel zu erledigen und Probleme zu lösen. Sondern ich will auch Freiräume schaffen für Dinge, die mir wichtig sind – nichtsdestotrotz. Dinge, über die ich mich freue, wenn ich am Jahresende auf dieses Jahr zurückschaue.

„Während wir auf unserem Weg durchs Leben als Erwachsene weiter Erinnerungen sammeln, werden unsere Lebenserfahrungen immer komplexer. Unser Verstand wächst und geht mit schwierigen Herausforderungen um,… Fotografie ist ein Versuch dieses Gewicht abzuladen und sei es nur für ein paar Sekunden – eine Pause einlegen und uns selbst im Moment verlieren.“

–  Stephanie Calabrese Roberts in “Lens on Life”.

Kreativ sein und das Leben mit unserer Kamera oder mit unserem Handy zu dokumentieren, ist eine Möglichkeit, jede Lebensphase mit Bedeutung und Freude zu füllen. Wenn im Leben alles durcheinandergeht, nimm dir Zeit zum Dokumentieren. Achte auf Gefühl und Bedeutung, auf Formen, Licht, Details.

Klick – Atmen – die Füße auf dem Boden spüren – beten – vertrauen. Nichtdestotrotz.

Es bringt wenig, uns vornehmen, immer ruhig zu bleiben. Denn in der Realität werden ziemlich sicher Situationen kommen, in denen wir uns gestresst und überfordert fühlen. Stattdessen will ich in das Jahr eher wie ein Forscher gehen. Anstatt zwanghaft zu versuchen, entspannt zu bleiben, will ich eher beobachten, dokumentieren und erforschen, was mir dabei helfen könnte.

Es geht mehr darum, Fragen zu stellen und zu lernen. „Wie kann ich mir in dieser Situation jetzt gerade helfen?“ – „Was kann ich tun, um gelassener zu sein?“ Beobachten – klick – atmen – ein Gebet schicken – vertrauen – nichtsdestotrotz.

Intentions

Sky intentions

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Intentions

Intentions

The new year is fast approaching. However, it`s not just a new year that invites us to intentionally plan, but any timespan. Like the Christmas Holidays for example, or a weekend. For me, it`s usually flying to London or to Germany that naturally marks kind of a new beginning and plan.

The past few weeks I helped out in my family, and while rushing to get as much done as possible, I kind of lost my balance. I also had an important photo shoot at the time, and because I didn`t make time to set up a plan for it, I had the same feeling: running behind instead of being in control.

Honest view

Instead of letting situations and happenings run me over, I better had faced them with an honest view on what`s possible and what not – that means to pause, sit down and set up an intentional plan.

For a photoshoot, you need a plan and intention. And in life, defining our intentions may be a good idea, too. Because you cannot turn back time and you usually don`t get a second chance. This goes for a photoshoot as well as life.

It`s better to pause and assess what`s going on than to keep rushing on without a clear intention. That`s what the New Year is usually used for, but we don`t need a new year for that but we can do that anytime really.

Here are some questions that I find helpful:

What do I want to get out of this situation? What is my purpose and what exactly would I need to do to fulfill it?

What actions can I take to help myself here?

What are my true priorities (not the ones that others want for me) and how can I make sure that I have enough time for them?

Now, in London, I mainly want to take time to not rush, and do one thing at a time. We can`t afford to wait for life to become easy-peasy in order to enjoy it, or in order to work on our dreams. We need to purposefully incorporate elements of what`s important to us into our everyday chaos and craziness. Now, each day.

Vorsätze

Vorsätze

Das neue Jahr steht vor der Tür. Aber nicht nur das neue Jahr eignet sich dazu, Vorsätze zu fassen, sondern jede Zeitspanne. Wie zum Beispiel die Weihnachtsferien, oder ein Wochenende. Für mich ist es meistens der Flug nach London oder nach Deutschland, der immer eine Art neuen Anfang – mit einem neuen Plan – markiert. 

In den letzten paar Wochen habe ich in meiner Familie ausgeholfen und während ich versucht habe, möglichst viel zu schaffen, habe ich ein bisschen die Balance verloren. Ich hatte außerdem ein wichtiges Fotoshooting in dieser Zeit und weil ich mir nicht genügend Zeit genommen habe, um einen Plan dafür zu machen, hatte ich auch da das gleiche Gefühl: hinterher zu sein, anstatt Kontrolle zu haben.

Vorsätze fassen

Statt mich von Situationen und Ereignissen überrennen zu lassen, hätte ich sie mir mal besser richtig angeschaut – das heißt, Pause, mich hinsetzen und einen Plan mit klaren Vorsätzen machen – mit einem ehrlichen Blick darauf was mir möglich ist und was nicht.

Für ein Fotoshooting braucht man einen Plan und eine genau überlegte Absicht. Und im Leben können klare Absichten und Vorsätze auch eine gute Idee sein. Weil wir die Zeit nun mal nicht zurückdrehen können und keine zweite Chance bekommen. Das gilt für ein Fotoshooting genauso wie fürs Leben.

Besser mal Pause machen und die Situation überdenken, als ohne klaren Vorsatz herumzurennen. Dafür wird das neue Jahr normalerweise genutzt, aber wir brauchen kein neues Jahr dafür, sondern wir können das immer machen.

Hier sind ein paar Fragen, die ich dafür hilfreich finde:

Was will ich aus dieser Situation mitnehmen, was will ich erreichen? Was ist meine Absicht und was genau müsste dafür tun?

Was könnte ich für mich in dieser Situation tun? Was würde mir helfen?

Was sind meine echten Prioritäten (nicht die, die andere für mich wollen) und wie kann ich sicherstellen, dass ich genügend Zeit für sie habe?

Jetzt, in London, will ich mir Zeit nehmen, nicht zu hetzen und eins nach dem anderen zu machen. Wir können es uns nicht leisten, darauf zu warten, dass unser Leben easy-peasy wird, um es zu genießen oder um an unseren Träumen zu arbeiten. Wir müssen absichtlich Elemente von dem, was uns wichtig ist, in unsere tägliches Chaos einbauen. Jetzt, jeden Tag.

Secrets

Christine Eggert Chocosecret Instagram Influencer photographed by Nadine Wilmanns

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Secrets

Secrets

One of the reasons I love to be a photographer is, that it gives me the excuse to explore new places, to meet new people, and to encounter new stories. This summer, I met Christine Eggert for an article in the DRAN magazine, and her story is pretty extraordinary. She is a mom of two and a successful Instagram influencer. She is also deaf. However, for her first few years of Instagramming, she kept this a secret because she feared rejection.

Today, she writes on her account _chocosecret_: “I am proud to be deaf and of the way I live.” In fact, being deaf and mastering life successfully despite this limitation has made her stand out from the crowd of Instagram influencers. Being deaf has not only shaped her and her character.  By letting go of her secret and by showing up as who she really is, she also can inspire others to be authentic and live true to themselves. She freed herself from the urge to hide – and others, too. 

Let go of secrets

That`s what creativity is about after all: not to live for a fake appearance, but to record true stories, and to help and encourage others.  We tend to have the desire to make a perfect appearance so that no one would find a reason for judgment. I often feel like I have to keep something a secret because it might give others an opportunity to judge me. Often, I forget that this is helping neither me nor others. 

If instead, we have the courage to keep it real, to live true to ourselves, we would not only set ourselves free but we could possibly encourage others, too. And ultimately, this would result in a – not so much perfect – but more remarkable appearance. And free up extra energy for authentic and unique creative work.

Geheimnisse

Geheimnisse

Ein Grund, warum ich so gerne Fotografin bin, ist, dass ich dadurch immer einen Anlass dafür habe, neue Orte zu erkunden, neue Leute zu treffen und neue Geschichten ausfindig zu machen.  Diesen Sommer habe ich Christine Eggert für einen Artikel im DRAN Magazin getroffen und ihre Geschichte ist ziemlich außergewöhnlich. Sie hat zwei Kids und ist erfolgreiche Instagram Influencerin. Außerdem ist sie taub. Während der ersten Jahre ihrer Instagram-Karriere hat sie das geheim gehalten, weil sie Angst vor Ablehnung hatte.

Heute schreibt sie auf ihrem Account _chocosecret_: “Bin stolz taub zu sein, so wie ich lebe bin ich stolz.” Tatsächlich haben ausgerechnet ihre Gehörlosigkeit und wie sie ihr Leben damit meistert, dazu beigetragen, dass sie sich von der Masse der Instagram Influencer abhebt. Taub zu sein hat nicht nur sie selbst und ihren Charakter geformt. Dadurch, dass sie kein Geheimnis mehr daraus macht und sich so zeigt, wie sie ist, kann sie auch andere dazu ermutigen, authentisch zu leben und zu sich selbst zu stehen. Sie hat sich selbst von dem Druck befreit, sich verstecken zu müssen – und andere auch. 

Geheimnisse loslassen

Und darum geht`s schließlich, wenn wir kreativ sind: Nicht für ein leeres Erscheinungsbild zu leben, sondern um ehrliche Geschichten und darum, anderen zu helfen und sie zu ermutigen. Wir neigen dazu, den perfekten Auftritt hinlegen zu wollen, damit niemand eine Angriffsfläche findet, um uns zu beurteilen.  Ich habe oft das Gefühl, dass ich etwas verheimlichen muss, weil es anderen eine Gelegenheit zum Bewerten geben könnte. Und ich vergesse oft, dass das weder mir noch anderen hilft.  

Wenn wir stattdessen den Mut haben, ehrlich zu sein und zu uns zu stehen, fühlen wir uns nicht nur selbst freier, sondern wir können auch andere ermutigen. Und letztlich könnten wir so einen – nicht unbedingt perfekten – aber dafür bemerkenswerten Eindruck hinterlassen. Und wir haben mehr Energie übrig für authentische und einzigartige kreative Arbeit. 

Christine Eggert Secrets Chocosecret Instagram Influencer photographed by Nadine Wilmanns

Looking back…

Lookig back autumn in London

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Looking back...

Looking back...

“It was one of those perfect English autumnal days which occur more frequently in memory than in life."

― P.D. James in "A taste for death"

I`ve come across this quote the other day and when I`m looking at old photographs, I`ve noticed that, too: In hindsight, times often appear much lighter and happier than they felt when I was passing them. Looking back, I often think: I could have saved myself the trouble of becoming angry or disappointed. Because in a few months or even weeks I might not remember these times as bad anymore. I might even miss them. So I could as well have enjoyed myself more.

I find this quite helpful when going through difficult times or when things don`t turn out as I hoped they would.  Then it`s worth trying to relax and enjoy as much as possible, to tell ourselves helpful stories about ourselves and what`s going on around us. Because looking back, these days may appear surprisingly nice. And it would be a shame if in fact, we had wasted them in a bad mood.

Rückblickend...

Rückblickend...

"Es war einer dieser perfekten Englischen herbstlichen Tage, die öfter in unserer Erinnerung vorkommen als im wahren Leben."

― übersetzt aus dem Buch "A taste for death" von P.D. James

Neulich bin ich auf dieses Zitat gestoßen und wenn ich alte Fotos anschaue, habe ich das auch festgestellt: Rückblickend kommen uns Zeiten oft leichter und glücklicher vor als sie sich angefühlt haben, als wir sie erlebt haben.  Wenn ich zurückschaue, denke ich oft: Ich hätte mir es sparen können, ärgerlich oder enttäuscht zu sein. Weil in ein paar Monaten oder sogar Wochen habe ich diese Zeit wahrscheinlich nicht mehr als so schlecht in Erinnerung wie sie mir gerade vorkommen. Kann sein, dass ich sie sogar vermisse. Also hätte ich mich genauso gut mehr freuen können.  

Ich finde das ganz hilfreich, wenn ich eine schwierige Zeit habe oder wenn sich Dinge nicht so entwickeln wie ich gehofft hatte. In solchen Situationen lohnt es sich, zu versuchen sich zu entspannen und so viel zu genießen wie eben möglich ist. Und hilfreiche (optimistische) Geschichten über uns selbst zu erzählen und darüber, was um uns rum passiert. Denn wenn wir mal zurückschauen, kann es sein, dass uns diese Tage überraschend schön vorkommen. Und es wäre schade, wenn wir sie tatsächlich mit einer unnötig schlechten Laune verschwendet hätten. 

street in London

Postcards in London

Postcard with Coffee in London

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Postcards in London

Postcards in London

“The world before us is a postcard, and I imagine the story we are writing on it.”

― Mary E. Pearson in "The Miles Between"

For my new photo project „A day in your life” I have had postcards printed and have started placing them in shops and coffee places in London.

So far, this has been such a great experience. Sometimes, I had to overcome attacks of feeling shy and awkward when asking if the shop owners would like to place my cards somewhere. Overall, people were not only really nice but also loved the cards and I had some lovely conversations (and good coffee).

It has also been a good opportunity to practice catching my negative thoughts in action and replacing them instantly. In case you`re not familiar with this principle: Thoughts determine our mood and our actions.

“Be careful what you think because your thoughts run your life”, says Proverbs 23,7.

Often, it`s not easy to catch our thoughts: We go about our business and negative thoughts slip in but we don`t really take note of them because we are busy with other stuff and then we end up in a miserable mood and wonder why.

Yet when doing something new and challenging, we are much more alert and notice negative thoughts coming our way more quickly – and that makes it easier to catch and replace them. In my example, this was stuff like: “Nadine, people find you weird and your English is crap – why can`t you frame a good English sentence?” – and obviously, thinking that doesn`t serve me in any way. On the contrary: It would have spoilt my experience if I had let this kind of self-talk prevail in my mind. So, always when this kind of thinking came up, I would instead think encouraging thoughts on purpose. Like: “I`m smiling and am friendly and that`s what counts as it`s THE universal language that everyone speaks and loves.”

postcard photo of London

The stories we tell ourselves about ourselves and others have such an impact on how we go through our day. And on how we get on with other people.

Photographs can help us to focus on the positive, our highlights, the beautiful moments of our day. When I have a camera on me, I look out for that by default.  And when I see a photograph that appeals to me, I then try to find parallels and traces of that in my own everyday life. That`s one of the reasons why I came up with the “A day in your life” project. Each month, it helps remember this and then leads to a photo book or photo wall. Because we need reminders that inspire us to tell ourselves helpful stories.

Anyway, let`s get back to the postcards: If you are in London, you may come across my postcards – I do hope you like them. Please do take one for yourself – and one to send off to someone and spread the joy.  Also, I hope the story that you will write on it will be a happy one. 

Postkarten in London

Postkarten in London

“Die Welt vor uns ist eine Postkarte und ich stelle mir die Geschichte vor, die wir darauf schreiben."

― übersetzt aus dem Buch "The Miles Between" von Mary E.Pearson

Für mein neues Foto-Projekt „Ein Tag in deinem Leben“ habe ich Postkarten drucken lassen und hab damit begonnen, sie in Geschäften und Cafés in London zu verteilen.

Bisher war das eine super Erfahrung. Manchmal muss ich Schüchternheits-Attacken überwinden, wenn ich die Ladenbesitzer frage, ob ich meine Karten auslegen kann. Die meisten waren nicht nur freundlich, sondern haben sich richtig über die Karten gefreut und ich hatte ein paar sehr nette Unterhaltungen (und guten Kaffee).

Es war auch eine gute Gelegenheit zu üben, meine negativen Gedanken direkt in Aktion zu erwischen und sofort zu auszutauschen. Für den Fall, dass du das Prinzip nicht kennst: Gedanken machen unsere Stimmung und unsere Handlungen. 

„Achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben“, steht in Sprüche 4,23

Oft ist es nicht einfach, Gedanken einzufangen: Wir arbeiten so vor uns hin und negative Gedanken schleichen sich in unser Köpfchen, aber wir bemerken sie nicht, weil wir so beschäftigt mit anderen Dingen sind. Und irgendwann finden wir uns mit einer schlechten Laune wieder und fragen uns, woher die kommt.

Aber wenn wir was Neues und Herausforderndes machen, dann sind wir viel aufmerksamer und bemerken viel eher, wenn negative Gedanken ankommen – und dann ist es auch einfacher, sie aufzuhalten und zu ersetzen. In meinem Beispiel waren das sowas wie: „Nadine, Leute finden dich seltsam und dein Englisch ist nicht gut – warum kannst du keinen ordentlichen englischen Satz formulieren?“ – natürlich würde es mir überhaupt nichts bringen, so zu denken.

Im Gegenteil: Es hätte meinen Tag verdorben, wenn ich zugelassen hätte, dass solche Selbstgespräche in meinem Kopf geblieben wären. Also habe ich immer, wenn so ein Gedanke ankam, stattdessen absichtlich was anderes gedacht. Wie zum Beispiel: „Ich lache und bin freundlich und darauf kommt es an, denn diese Sprache versteht und liebt jeder.“

postcard photo of London

Die Geschichten, die wir uns über uns selbst und über andere erzählen, haben so einen großen Einfluss darauf, wie wir durch den Tag gehen. Und auch darauf, wie gut wir uns mit anderen verstehen. 

Fotos können uns dabei helfen, uns auf das Positive, unsere Highlights, die schönen Momente unseres Tags zu konzentrieren. Habe ich eine Kamera dabei, halte ich automatisch danach Ausschau. Und wenn ich ein Foto sehe, das mich anspricht, dann versuche ich Parallelen und Spuren davon in meinem eigenen Alltag zu finden. Das ist mit ein Grund, warum ich mir das “Ein Tag in deinem Leben” Projekt überlegt habe, das jeden Monat neu daran erinnert und ein Fotobuch oder eine Bilderwand mit sich bringt. Denn wir brauchen “Erinnerungs-Stupser”, die uns Lust darauf machen, uns selbst hilfreiche Geschichten zu erzählen. 

Jedenfalls, um auf die Postkarten zurück zu kommen: Falls du gerade in London bist, kann es sein, dass du meine Postkarten siehst. Ich hoffe, dass sie dir gefallen. Bitte nimm dir eine mit – und noch eine, um sie jemandem zu schicken und die Freude weiterzuverbreiten. Außerdem hoffe ich, dass die Geschichte, die du drauf schreiben wirst, eine Fröhliche sein wird. 

See this day

See this day smiling girl photographed by Nadine Wilmanns

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See this day

See this day

One of the most important reasons why I came up with the “A day in your life” project is, that I hope to encourage us (me included) to appreciate what we have and who we are today. This is so essential for living.

We’re often so busy making plans and hoping for a better future that we forget to have an attentive look at what is there right now. I often need to remind myself that true living is not planning and wishing. If we wait for “someday” or “tomorrow” instead of making the best out of what we have right now, we are going to miss our life – and our purpose.

Someday...

The church sermon on Sunday was just about that issue: don`t postpone what`s important and dance in the rain, that is make the best out of what`s there.

Here are some excerpts from pastor Amy Stotts’ sermon (www.stlukese16.co.uk) : “What if our whole lives weren`t based around “someday making it”? What would it mean that instead, we would LEARN to live free in joyful abundance today?

What if this “someday” we dreamt about became today? And instead of dreaming of a better tomorrow, we chose to stop wasting our days sleepwalking. Some of us are so focused on what might one day come true that we`re missing out today on God’s plans for today. Some of us are so busy building tomorrow, that we are forgetting about what God has called us to be now.”

“Life is not about waiting for storms to pass but learning to dance in the rain. Purpose is not waiting for the whole journey to be mapped out before taking the first step of faith but instead embracing the road we walk on today.”

Your camera as a tool for now

“What if our purpose wasn’t that destination that we hope one day to land on, but what if it was a way of inhabiting the world today? Maybe we just need to open our eyes and embrace what God has placed in front of us.”

My camera has been a good tool for me to help me focus on today. After all, cannot look at pictures of “somedays’” or “tomorrows’” happenings. Use whatever tool you like and truly see this day.

Sieh diesen Tag

See this day

Einer der wichtigsten Gründe, warum ich mir das “Ein Tag in deinem Leben” Aktion (www.nadinewilmanns.com/a-day-in-your-life) ausgedacht habe, ist uns zu ermutigen (mich eingeschlossen), wirklich zu schätzen, was wir heute haben und wer wir heute sind. Das ist so entscheidend fürs Leben.

Wir sind oft so beschäftigt damit, Pläne zu machen und auf eine bessere Zukunft zu hoffen, dass wir total vergessen, den Tag heute richtig zu beachten. Ich muss mich oft selbst daran erinnern, dass echtes Leben nicht Planen und Wünschen ist. Wenn wir auf “irgendwann” oder “morgen” warten, anstatt das Beste aus dem zu machen, was wir gerade haben, dann verpassen wir unser Leben – und unseren Sinn.  

Eines Tages...

Die Predigt am Sonntag in der Kirche hat genau davon gehandelt: Verschieb nicht, was wichtig ist, und tanze im Regen, also mach das beste aus dem was gerade eben ist.

Hier sind ein paar Zitate aus Pfarrerin Amy Stotts‘ Predigt (www.stlukese16.co.uk): „Was wäre, wenn sich unser Leben nicht darum drehen würde, „es eines Tages zu schaffen“? Was würde es bedeuten, wenn wir stattdessen LERNEN würden heute frei zu leben und uns darüber zu freuen, genug zu haben?

Was, wenn dieses “eines Tages”, das wir uns erträumt haben, heute wäre? Und was, wenn wir anstatt von einem besseren Morgen zu träumen uns dazu entschließen würden, mit dem Schlafwandeln aufzuhören. Viele von uns sind so darauf fixiert, was eines Tages wahr werden könnte, dass sie Gottes Plan für heute verpassen. Manche von uns sind so damit beschäftigt, morgen zu planen, dass wir vergessen, mit was uns Gott heute beauftragen will.

“Leben heißt nicht, darauf zu warten, dass Stürme vorbeiziehen, sondern im Regen zu tanzen. Bestimmung heißt nicht mit dem ersten Schritt zu warten, bis die ganze Reise vorausgeplant ist. Sondern stattdessen die Straße begrüßen, auf der wir heute gehen.”

Deine Kamera als Werkzeug für Jetzt

“Was, wenn unsere Bestimmung nicht unser Ziel wäre, an dem wir eines Tages ankommen wollen, sondern wenn es unsere Art zu leben wäre? Vielleicht müssen wir einfach unsere Augen öffnen und willkommen heißen, was Gott vor uns gelegt hat.“

Meine Kamera ist ein gutes Werkzeug, das mir dabei hilft, meine Aufmerksamkeit auf heute zu lenken. Man kann schließlich nicht Bilder von Sachen anschauen, die „irgendwann“ oder „morgen“ passieren. Verwende welches Werkzeug dir hilft und sieh diesen Tag.

Day in your life

day in life

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A day in your life

A day in your life

One great thing about having a camera on you: whatever happens (or whatever doesn`t happen), there`ll always be opportunities for pictures. However eventless or mundane our day may be, we still can document what we see and how we feel with our camera. It´s not events or happenings that make a strong picture. But it`s our view, what we feel and how we put this in our images.

One of the most important lessons, I`ve learned is, that it`s very normal that life is half great half not so great – 50:50.  Solomon writes in the Bible: “There is a time to weep and a time to laugh, a time to mourn and a time to dance; a time to scatter stones and a time to gather them; a time to embrace and a time to refrain from embracing; a time to search and a time to give up; time to keep and a time to throw away; a time to tear and a time to mend; a time to be silent and a time to speak;…”

Your special everyday

Feeling and observing it all, not just the happy bits of life, gives us the “full experience of life”. This means that there`s no need to run from unpleasant stuff like disappointment or failure. So I`m practicing to walk through the day having and documenting the “full life experience”. I`m writing practicing because I have noticed that it actually is a matter of practice (like most stuff really…). Being more and more ok with all fragments of life, I find myself more courageous and open-minded in return.  

If you want to get a kickstart in your own lifes` documentary, you might be interested in my new project “A day in your life”: I`ll accompany you for a day with my camera, documenting your ordinary and your special in the everyday. Doing so, I hope to inspire you to see the amazing in your ordinary and to document your everyday with your own view and feeling. I hope to encourage you to be open for surprise and wonder, to not give up on any day. And I hope that you will find yourself appreciating how you are and how you move through the day.

Ein Tag in deinem Leben

Ein Tag in deinem Leben

Was ich am meisten daran mag, eine Kamera bei mir zu haben: Was auch immer passiert (oder nicht passiert), es wird jeden Tag Gelegenheiten für Bilder geben. So wenig ereignisreich oder uninteressant uns unser Tag vorkommen mag, mit unserer Kamera können wir immer dokumentieren, was wir sehen und fühlen. Es sind nicht Events und außergewöhnliche Ereignisse, die ein starkes Bild ausmachen. Sondern es sind unser Blick und unser Gefühl und wie wir das ins Bild bringen.

Eins der wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe, ist: Es ist ganz normal, dass das Leben halb super, halb nicht so super ist – 50:50. König Salomo schreibt in der Bibel: “Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit; Steineschleudern hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit; Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit; Zerreißen hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;…”

Dein besonderes Alltägliches

Unseren Alltag zu dokumentieren, heißt, das Steineschleudern und das Steinesammeln einzufangen, das Klagen und das Tanzen.  Alles zu fühlen und zu beobachten, nicht nur die fröhlichen Momente, gibt uns das “komplette Erlebnis Leben”. Das heißt auch , dass es wir nicht vor unangenehmen Dingen wie Enttäuschung oder Scheitern wegzurennen brauchen. Also übe ich es , durch den Tag zu gehen und das “komplette Erlebnis” zu erleben und zu dokumentieren. Und ich sage üben, weil ich bemerkt habe, dass das tatsächlich Übungssache ist (wie eigentlich fast alles…). Bin ich mehr und mehr ok mit allen Fragmenten des Lebens, werde ich wiederum mutiger und offener.

Wenn du deine eigene Doku deines Lebens in Gang bringen möchtest, dann könnte dich mein neues Projekt “Ein Tag in deinem Leben” interessieren: Einen Tag lang begleite ich dich mit meiner Kamera und dokumentiere dein “ganz Normal”, dein besonderes Alltägliches. Ich hoffe, dass ich dich dafür begeistern kann, das Erstaunliche in deinem Alltag zu sehen und das was dir täglich begegnet mit deinem eigenen Blick und Gefühl zu dokumentieren. Ich hoffe, dass ich dich ermutigen kann, für Überraschung und Erstaunliches offen zu sein, keinen Tag verloren zu geben. Und ich hoffe, dass du findest, dass du dich so schätzen kannst, wie du bist und wie du dich durch den Tag bewegst. 

Autumn

dog sniffing autumn air

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Autumn

“April has never meant much to me, autumn seems to be that season of beginning, of spring.”

This is one of my favourite quotes from the book “Breakfast at Tiffany`s” by Truman Capote, one of my favourite books. Another favourite autumn book of mine is “The Catcher in the Rye”. Even though it`s set in winter, but it was a sunny autumn when I read it the first time. Do you have books that you associate with a season?

What can give you that autumn feeling? What makes you enjoy the newness and the promises of this time? Maybe it`s a certain kind of food, a habit, a pullover that you have been wearing on happy autumn days.

Capture the change

Take note of this season: The light has a new quality now too, the air has started to smell differently. Do you feel the wonder of new beginning and change, too?

Don`t miss out on capturing it with your camera, your pen and sketchbook, or your notebook or calendar!

Herbst

“Der April hat mir nie viel bedeutet, der Herbst scheint die Jahreszeit des Neubeginns, des Frühlings zu sein."

Das ist eins meiner Lieblingszitate aus “Frühstück bei Tiffany” von Truman Capote, einem meiner Lieblingsbücher. Auch ein Lieblings-Herbstbuch ist “Der Fänger im Roggen”. Obwohl es im Winter spielt, aber als ich es das erste Mal gelesen habe war es Herbst. Hast du Bücher, die du mit einer Jahreszeit verbindest?

Was gibt dir das Herbstgefühl?  Wie kannst du das Gefühl von Neu und Vielversprechend dieser Jahreszeit am besten genießen? Vielleicht mit einem bestimmten Essen, einer Gewohnheit, einem Pulli, den du an vielen glücklichen Herbsttagen getragen hast.

Halte die Veränderung fest

Nimm diese Jahreszeit so richtig in dich auf: Das Licht hat jetzt eine andere Qualität, die Luft hat begonnen, anders zu riechen. Fühlst du auch Neubeginn und Veränderung?

Verpass es nicht, das festzuhalten – mit deiner Kamera, deinem Stift und Skizzenbuch, oder deinem Notizbuch oder Kalender!

Not for everyone

abstract of two cars by Nadine Wilmanns

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Not for everyone

As creatives, as well as human beings, it`s so important to understand – and accept – that our work is not for everyone. That`s in fact not just the case with art but with almost all things. Cars for example: Not everyone would love a classic car. Some wouldn`t want any other.

It is impossible to please everyone, but it is possible – and much more effective – to please someone or a few people. I`ve been listening to Seth Godin lately and he says: “It is impossible to create work that both matters and pleases everyone.” And: “Don`t be a purple drop in the ocean but be a purple drop in a swimming pool. Walk away from the ocean and look for a swimming pool.”

If we want to create work that truly matters to SOME, then we need to stop trying to dilute it, so that EVERYONE can be happy with it. We need the confidence and the courage to tell those people who don`t like it: Sorry, but this is not for you. If we want to create authentic and strong work, it can`t be for everyone and that`s ok.

"You are your most important audience"

This doesn`t mean that we shouldn`t learn and improve and progress. But, while I want to stay open to constructive critique, I as well want to stay true to myself. Photographer David duChemin writes in his book ‘The heart of photography’: “You are your first and most important audience.”

There will always be stuff that can be improved, and we`re just human. But while we keep making progress and working on our art, we shouldn`t run after compliments or try to please everyone. We need to be able to distinguish: Does the person, who doesn`t like my work has a point and is there an opportunity for me to learn? Or is my work just not for him?” Both are just fine.

Nicht für jeden

As Kreative und als Mensch ist es wichtig zu verstehen und ok damit zu sein, dass unsere Arbeit nicht für jeden ist. Das gilt ja für fast alles, nicht nur für Kunst. Autos zum Beispiel: Nicht jeder will unbedingt einen Oldtimer. Aber für manche gibt es kein besseres Auto.

Es ist unmöglich, jedem zu gefallen, aber es ist möglich – und viel effektiver – jemanden oder ein paar Leute anzusprechen. Ich habe in letzter Zeit viel vom Marketing-Experten Seth Godin gehört und er sagt: „Es ist unmöglich Arbeiten zu produzieren, die gleichzeitig einen Unterschied machen und jedem gefallen.“ Und: „Sei kein lila Tropfen im Ozean, sondern sei ein lila Tropfen in einem Swimming Pool. Wende dich vom Ozean ab und schau nach einem Swimmingpool.“

Wenn wir Arbeit schaffen wollen, die MANCHEN Leuten wirklich etwas bedeutet, dann müssen wir aufhören sie zu verwässern, damit sie JEDERMANNS Sache wird.  Wir brauchen den Mut und das Vertrauen, den Leuten, die sie nicht mögen, zu sagen: Sorry, das ist nicht für dich. Wenn wir authentische und starke Arbeiten machen wollen, kann das nicht für jeden sein und das ist ok.

"Du bist dein wichtigstes Publikum"

Das bedeutet nicht, dass wir nicht lernen, besser werden und vorankommen sollen. Aber während ich offen für konstruktive Kritik sein möchte, will ich auch mir selbst treu bleiben. Fotograf David duChemin schreibt in seinem Buch ,Das Herz der Fotografie‘: „Du bist dein erstes und wichtigstes Publikum.“

Es wird immer Dinge geben, die wir verbessern können und wir sind nur Menschen. Aber während wir an uns und unserer Kunst arbeiten, sollten wir nicht Komplimenten hinterherrennen oder versuchen, jedem zu gefallen. Wir müssen unterscheiden können: Ist an dem, was die Person, die meine Arbeit nicht mag, was dran – ist das also eine Möglichkeit für mich was zu lernen? Oder ist meine Arbeit einfach nicht für ihn?“ Beides ist ok.

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