Celebrate

kids jumping celebrate

•°• ᶜᴱᴸᴱᴮᴿᴬᵀᴱ •°
Celebrations are a great opportunity to have your personal photo story created: a photo book about you and your guests of the day – or wall art that tells your beautiful story. Everyone is dressed nicely, balloons are hanging in the trees, there’s music playing, kids running about, laughter everywhere – just great for making memories.
But you don’t necessarily need to wait for someone’s birthday to come up in order to celebrate
🎉 Make up an occasion (summer is always a good reason to celebrate..) and invite the people who you want to be in your photo story 🙃 Fetch some balloons, drinks and a cake – and enjoy the celebration 📸🎉°•

Eine Feier ist eine super Gelegenheit um deine persönliche Fotostory fotografieren zu lassen: ein Fotobuch mit dir und deinen Gästen des Tages – oder Wandkunst mit deiner Fotostory.
Alle sind hübsch gekleidet, Luftballons hängen in den Bäumen, Musik spielt und Kinder rennen herum, überall Lachen – einfach ideal um schöne Erinnerungen festzuhalten. Du brauchst allerdings nicht darauf zu warten, dass mal jemand Geburtstag hat um zu feiern: Erfinde einfach einen Anlass (Sommer ist immer ein Grund zu feiern..) und lade dir die Leute ein, die du gern in deiner Fotostory haben möchtest
🙃 Besorge dir Luftballons, Getränke und einen Kuchen – und genieß die Feier 📸🎉

 •°☆•

Your genuine smile Pt.1

authentic smile of a girl

Your genuine smile (Part 1)

“Because of your smile, you make life more beautiful.”

( by Thich Nhat Hanh )

We all have been in this situation: We feel the camera pointed at us, and we try to control our smiles. As a result, our face muscles start to feel tense.

When being photographed, don`t be afraid to smile wholeheartedly and openly. With openly, I don`t mean that you necessarily need to show your teeth – smile how you want to smile – but I mean that you can open up and be “real”. Don`t try to hide behind a fake smile. Think of the camera as a friend that enjoys seeing the real you. Also, be curious: You might learn something interesting about yourself, too, when you see the images later.

The trickiest thing about smiling for a photograph is that we tend to worry about how we look. And worry and smiling don`t go well together. So let`s tackle these worries in order to free up our smiles!

A smile makes people happy

Firstly, we may worry about the judgment of other people. But think about your own reaction to people with an honest and relaxed smile: It makes us, as the viewer, feel relaxed and happy, too. Isn`t it, that when we see someone smiling, be it in a picture or in our everyday life, it influences our own mood? Smiling is contagious. Noone with a heart is going to start judging a person’s flaws when that person is genuinely smiling. Because a genuine, authentic smile is overpowering any imperfections.

Therefore, there`s no need to worry about people thinking anything unfriendly about you when you are smiling genuinely.

Get used to yourself

Secondly, we may be worried about judging ourselves when we see the photograph later. And I think this is the real challenge to tackle. We can be so hard on ourselves and tend to forget about the fact that God equipped us with such great blessings: Eyes to see our surroundings in our very unique way. A nose to breathe in the scent of the summer. A mouth to spread compliments and happiness – and to encourage others with our smile. Every part of our body has an important purpose and wants to be appreciated for it.

Kindness starts with having a kind look at ourselves. Seeing ourselves with friendly forgiving eyes can be practiced. By the way, it`s also a good practice to not take ourselves too seriously.  The more often we see ourselves in photographs the easier it gets and the more familiar we become with how we look in pictures. When you look at a photograph of yours and notice that you are becoming judgemental and that you start to talk yourself down, tell yourself to stop and instead look at yourself with the interested eyes of an explorer: Every photograph of us teaches us something about ourselves. Perhaps, that you`ve got the same way of standing as your mom, or your nose looks similar to your granddads’. 

We have this one body and this one unique face in this one life, and we can use photographs as our teachers to practice appreciating it.

Dein authentisches Lachen (Teil 1)

“Weil du lachst machst du das Leben schöner.”

(von Thich Nhat Hanh).

Wir alle waren in dieser Situation: Wir bemerken, dass die Kamera auf uns gerichtet ist, und auf einmal versuchen wir, unser Lachen zu kontrollieren. Als Folge davon beginnen sich unsere Gesichtsmuskeln zu verspannen.

Wenn du fotografiert wirst, hab keine Angst, offen und aus vollem Herzen zu lachen. Mit offen meine ich nicht, dass du unbedingt deine Zähne zeigen musst – lach so wie du magst – sondern ich meine damit, dass du dich öffnen und „echt“ sein kannst. Versuch nicht, dich zu verstecken. Denk dir die Kamera als deine Freundin, die es mag, dein echtes Du zu sehen. Und sei neugierig: Du könntest auch etwas Interessantes über dich selbst erfahren.

Mach dir keine Gedanken, was andere denken könnten

Die größte Schwierigkeit, wenn es darum geht, für die Kamera zu Lachen, ist, dass wir uns darüber Gedanken machen, wie wir wohl aussehen. Und sich Gedanken machen und gleichzeitig zu lachen ist nicht so einfach. Lass uns also diese Gedanken mal genau anschauen, damit wir unser Lachen davon befreien können!

Zum einen sorgen wir uns vielleicht darum, wie andere uns auf den Fotos bewerten. Aber denk mal an deine eigene Reaktion, wenn Leute ehrlich und entspannt lachen: Das macht uns, als den Betrachter, auch entspannt und gut gelaunt. Wenn wir jemanden lachen sehen, sei es auf einem Bild oder im Alltag, dann beeinflusst das doch auch unsere eigene Stimmung zum Positiven. Lachen steckt an. Kein Mensch mit Herz wird anfangen, mögliche Makel einer Person zu bewerten, wenn diese Person ihn offen und ehrlich anlacht. Weil ein echtes, authentisches Lachen alles andere überstrahlt.

Mach dir also keine Sorgen, dass andere Leute unfreundliche Sachen über dich denken könnten, wenn du authentisch lachst.

Gewöhne dich an dich selbst

Die andere Herausforderung könnte sein, dass wir uns über unsere eigene Reaktion auf unser Foto sorgen. Dass wir uns selbst unfreundlich bewerten könnten, wenn wir das Foto später sehen. Und ich denke, das ist hier die eigentliche Herausforderung. Wir können so hart zu uns sein und vergessen oft, dass Gott uns mit so vielem gesegnet hat: Augen, um unsere Umgebung mit unserem ganz einzigartigen Blick zu sehen. Eine Nase, um den Sommerduft zu riechen. Einen Mund, damit wir Komplimente und Freude verteilen können – und damit wir andere mit unserem Lachen anstecken können. Jedes Teil unseres Körpers erfüllt eine wichtige Aufgabe und will dafür gemocht und geschätzt werden.

Freundlichkeit beginnt damit, dass wir einen freundlichen Blick auf uns selbst haben. Dieser freundliche und nachsichtige Blick auf uns selbst kann geübt werden. Es ist übrigens auch eine gute Übung, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Je öfter wir uns auf Fotos sehen, desto einfacher wird es und desto vertrauter werden wir damit, wie wir auf Fotos aussehen. Wenn du ein Foto von dir anschaust und bemerkst, dass du beginnst dich zu bewerten und dich schlecht zu machen, dann sag zu dir „STOPP!“ und schau dich stattdessen mit den Augen eines Entdeckers an: Jedes Foto erzählt uns etwas über uns selbst. Vielleicht hast du die gleiche Art zu stehen, wie deine Mama, vielleicht sieht deine Nase ähnlich aus wie die deines Opas.

Wir haben diesen einen Körper und dieses eine, einzigartige Gesicht in diesem einen Leben – und mit Fotos können wir üben, das zu schätzen.

A bittersweet state of mind

bittersweet mood portrait of young woman

•°☆• “Bittersweetness is a tendency to states of longing, poignancy, and sorrow; an acute awareness of passing time; and a curiously piercing joy at the beauty of the world. It recognizes that light and dark, birth and death —bitter and sweet—are forever paired.

If you’ve ever wondered why you like sad music . . .

If you find comfort or inspiration in a rainy day . . .

If you react intensely to music, art, nature, and beauty . . .

Then you probably identify with the bittersweet state of mind.” – Susan Cain in ‘Bittersweet: How Sorrow and Longing make us whole’

Loving this description of one of my favourite feelings in this world. A bittersweet state of mind is both a bit painful and delicate. The more intense it is the more creative I am. Also, my favourite photographs contain an air of bittersweetness…

How about you- do you feel this too and do you enjoy it? °•☆•

°•☆•

fashion portrait

°•☆• Bittersüß zu fühlen heißt, eine Tendenz zu Zuständen des Sehnens, der Melancholie und der Traurigkeit; ein intensives Bewusstsein der vergehenden Zeit, eine merkwürdig durchdringende Freude an der Schönheit der Welt. In diesem Zustand erkennt man wie Licht und Dunkelheit, Geburt und Tod – bitter und süß – immer miteinander verbunden sind.

Wenn du dich je gefragt hast, warum du traurige Musik magst…

Wenn dir ein regnerischer Tag Trost oder Inspiration gibt…

Wenn du stark auf Musik, Kunst, Natur und Schönheit reagierst…

Dann kannst du dich vermutlich mit dem Seelenzustand des Bittersüßen identifizieren. – Susan Cain in ‘Bittersweet: How Sorrow and Longing make us whole’ (frei übersetzt)

Wie schön ist diese Beschreibung eines meiner liebsten Gefühle dieser Welt. Ein bittersüßer Seelenzustand ist gleichzeitig schmerzhaft und herrlich. Je intensiver das Gefühl desto kreativer bin ich. Und die Fotografien, die ich am liebsten mag, haben alle die Gemeinsamkeit eines bittersüßen Flairs.

Wie geht`s dir damit? Kennst du dieses Gefühl und genießt du es genauso wie ich? °•☆•

Business Cinema

•°☆• A different kind of Business Portrait.. ✨
The magic of being in a new place for the first time.. for those who work in this place it may be nothing special but for me , looking through the images later, it was cinema. ☺️ °•☆•

Photographs and time

Spring story_Nadine Wilmanns London- scene in victoria park

It is all there now

“Look, last week this tree was pink and now it`s basically green”, said Annie and took a sip from the hospital coffee she brought for her and her sister to the park. “Hmm”, Emily looked up. “You know, I was so busy working on this book project that I haven`t even noticed Kevin looking sickly”, she said. “I certainly haven`t noticed the state of this tree.”

She felt the familiar sting of guilt in her stomach. “Look at me, Emily”, her sister urged her. “Our brother is gonna be fine, the doctor said so – so stop beating yourself up about it.” 

“I know. It`s just that I hardly took the time to chat with him for longer than five minutes in the last few weeks. I kept thinking: once I`ve finished renovating the house, we can go on that trip to the seaside.  And then the opportunity with the book came along and I thought once I`ve finished the book project…”

“Well, how is it going? Are you making progress?”

“Some days more, and some days feel like I want to throw it all into the bin… I`m not sure if I can even finish it now.”

“You will, Emily, I`m certain of it. But you need to notice the colours of trees and stuff in order to enjoy the process if you know what I mean. Kevin will be as good as new in a couple of weeks and we can take that trip together. You might need to ask for a later deadline, but honestly: Would that be that bad?”

Emily took a deep breath. It would probably not be much of a problem to move her deadline. She grabbed her phone and took a photo of the branches full off green and bits of pink above her head. “Thanks”, she said to her sister. “I will remember that.” Kevin would be ok and her book would be finished a little late. Today, she wouldn`t waste on sleepwalking being busy. She would taste that coffee properly, she would spend time reading stories to her brother,  she would fetch some flowers on the way home. The summer is going to be hers.

Time today

How often do we think things like: once I have worked off my current workload I will take time for myself, once I`m slim I will be able to enjoy myself, once I`ve got holidays I will spend more time with my family;… Once xyz happens I will do what I actually wish to do. How often have we carelessly allowed time to slip through our hands this way? Waiting for a better tomorrow instead of making an effort to see what is there now… I know for myself: too often.  

Have a relaxed look around you and take a deep breath. IT IS ALL THERE NOW ALREADY! This is what I want my pictures to be about: Make myself and whoever looks at them appreciate what is there today. Even though it`s not perfect, it may be even far from it. But our most valuable asset in life is time, now.

One good day at a time

I love what Max Lucado writes in his book “Live loved”:

“Rejoice IN this day? God invites us to. As Paul rejoiced IN prison; David wrote psalms IN the wilderness; (…) Imagine the difference (…) Suppose neck-deep in a terrible … day you resolve to give it a chance. (…) You trust more. Stress less. Amplify gratitude. Mute grumbling. (…) Before long the day is done and it went surprisingly decent. So decent, in fact, that you resolve to give the next day the same fighting chance. (…) Days become a week. Weeks become months. (…) In such a fashion good lives are built. One good day at a time.”

Photographs and Time

Having a habit of thinking ‘Once xyz happens I will do what I want to do’ can be dangerous, because we might actually miss our own life. Photographs are the best reminders of this fact that I can think of. They remind us of the preciousness of time and of each day. When I look at my photographs – be it of a day in my twenties or of last week – I instantly become more aware of everything that`s around me now. And more grateful for what is here already.

Life can be tough but please let`s not hustle away our lives without noticing how the trees change from pink to green, the new smell in the air when summer is approaching, noticing how the light starts to fade later and later, and the subtle goodbye of this spring.

Jetzt ist alles da

“Schau mal, noch letzte Woche war dieser Baum rosa und jetzt ist er praktisch grün”, sagte Annie und trank einen Schluck von dem Krankenhauskaffee, den sie ihr und ihrer Schwester geholt hat. “Hmm”- Emily schaute nach oben. “Weißt du, ich war so damit beschäftigt, an meinem Buchprojekt zu arbeiten, dass ich nicht mal bemerkt habe, dass Kevin kränklich aussieht”, sagte sie. “Wie soll ich da bemerkt haben, wie dieser Baum aussieht…”

Sie fühlte einen Stich in ihrem Magen und das altbekannte Schuldgefühl. 

“Schau mich an, Emily”, drängte ihre Schwester. “Unser Bruder wird wieder gesund, der Arzt hat`s doch gesagt – also hör auf, dich damit zu quälen.”

“Ich weiß. Es ist nur so, dass ich mir in den letzten Wochen kaum mal fünf Minuten Zeit für ihn genommen habe. Ich habe gedacht: Wenn ich erstmal das Haus fertig renoviert habe, dann können wir den Ausflug ans Meer machen. Und dann kam die Gelegenheit mit dem Buch und ich dachte: Wenn ich erstmal das Buchprojekt beendet habe….”

“Wie läuft`s denn damit? Kommst du voran?”

“An manchen Tagen mehr und an manchen Tagen will ich alles in die Tonne schmeißen… Und jetzt bin ich mir nicht sicher, ob ich es überhaupt fertig kriege.”

“Das wirst du, Emily, da bin ich mir ganz sicher! Aber du darfst nicht vergessen, die Farben der Bäume zu bemerken, um den Prozess genießen zu können – wenn du verstehst was ich meine? Kevin wird in ein paar Wochen wie neu sein und wir können den Ausflug zusammen machen. Kann sein, dass du darum bitten musst, deine Deadline etwas nach hinten zu schieben – wäre das denn so schlimm?”

Emily atmet tief durch. Es wäre vermutlich kein großes Problem, die Deadline zu schieben. Sie fischt ihr Handy aus der Tasche und macht ein Foto von den Ästen über ihr, voller grün und etwas pink.

“Danke” – sie lehnt sich an ihre Schwester. “Daran werde ich mich erinnern.” 

Kevin wird ok sein und ihr Buch wird etwas später fertig werden. Heute wird sie nicht den Tag damit vergeuden, im Busy-Modus schlafzuwandeln. Sie wird den Kaffee richtig schmecken, sie wird Zeit damit verbringen, ihrem Bruder Geschichten vorzulesen und sie wird ein paar Blumen auf dem Weg nach Hause mitnehmen. Der Sommer wird ihr gehören. 

Zeit... heute

Wie oft denken wir Sachen wie: Wenn ich erst mal meine To-Dos abgearbeitet habe, werde ich mir mehr Zeit für mich nehmen, wenn ich erst mal schlank bin, dann werde ich Spaß haben, wenn ich Urlaub habe, dann werde ich Zeit für meine Familie haben…  Wenn xyz passiert, dann werde ich tun, was ich eigenltlich tun will. Wie viel wertvolle Zeit haben wir uns dadurch schon durch die Lappen gehen lassen?  Dadurch, dass wir auf ein besseres Morgen warten anstatt uns zu bemühen das zu sehen, was jetzt schon da ist. Ich weiß für mich selber: zu viel. 

Schau dich entspannt um und atme ein. ES IST ALLES JETZT SCHON DA! Deswegen mache ich Bilder: Sie sollen mich und den, der sie anschaut, daran erinnern, das zu schätzen, was heute schon da ist. Auch wenn nichts perfekt und vielleicht sogar weit entfernt davon ist. Denn der wichtigste Besitz in unserem Leben ist Zeit, jetzt.

Ein guter Tag nach dem anderen

Ich liebe was Max Lucado in seinem Buch “Live loved” schreibt:

„Sich heute, mitten in diesem Tag, freuen? Gott lädt uns dazu ein. So wie Paulus IM Gefängnis gejubelt hat; wie David IN der Wildnis Psalme geschrieben hat; (…) Stell dir den Unterschied vor! Überleg mal: knietief in einem hässlichen…. Tag beschließt du, ihm eine faire Chance zu geben. (…) Du vertraust mehr. Stresst weniger. Du konzentrierst dich darauf, dankbar zu sein. Lässt das Schimpfen bleiben. Ehe du dich`s versiehst, hast du den Tag gemeistert und zwar überraschend ok. So ok, dass du beschließt, dem nächsten Tag die gleiche Chance zu geben und den gleichen Kampfgeist reinzustecken. Aus Tagen werden Wochen, aus Wochen werden Monate. (..) Auf diese Art wird ein gutes Leben aufgebaut. Einen guten Tag nach dem anderen.”

Fotografien und Zeit

Zu viel ‘Wenn-dann-Denken’ kann uns gefährlich werden, denn es kann sein, dass wir unser eigenes Leben verpassen. Fotografien sind, finde ich, am besten darin, uns daran zu erinnern: wie wertvoll unsere Zeit und jeder Tag ist. Wenn ich meine Fotos sehe – egal ob von vor Jahren oder von vor einer Woche -, werde ich gleich viel aufmerksamer für das was gerade um mich herum ist. Und dankbarer für das, was jetzt schon da ist.

Das Leben kann hart sein, aber lasst uns bitte nicht unsere Lebenszeit “abarbeiten”, ohne zu bemerken, wie sich die Bäume von pink in grün verwandeln. Wie die Luft anders riecht, wenn der Sommer kommt. Das Licht, dass immer später schwächer wird. Und das fast heimliche Tschüss dieses Frühlings. 

A story

two boys walking down a street in east london

°•☆•”As they walked on the sunny side of Columbia Road, Peter turned quiet. It was Easter Sunday and the streets were almost empty. Andy saw the old beetle parked in line and all of a sudden, he remembered. “Hey, are you still thinking about Jane at times?”, he asked.
“I do actually”, Peter replied. “In fact, there’s hardly a day that I don’t think about Jane.”
“I wonder if she’s still living round here…”
“It’s her car over there- she must still be living here somewhere … I haven’t seen her ever since we split up…”

Hours later there was a note hanging in the windscreen of the very same beetle the boys had passed. Jane was just on her way to the corner shop when she saw it flickering in the wind.

“Hi Jane, Pete is still in love with u – give him a call if you care. Andy” Jane felt like being hit by a car. She scrunched up the paper in her pocket and looked over her shoulders – no one.

As she walked on down the street, all of a sudden, she smelled spring and cheery blossoms and seaside. She took a deep breath. Everything looked beautiful like in a picture book. “Thanks, God” she thought and smiled.” -from “Another day with Jane” •°☆•

Profession: Artist

singer songwriter with guitar photographed by Nadine Wilmanns

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Profession: Artist

“It’s impossible to create work that both matters and pleases everyone.”

The other day, I`ve photographed singer and songwriter Lauranne Lukas for her new music project. She is a professional musician singing about her faith and things like personal development, and self-confidence. 

I love seeing creative people working on their careers. It is so much easier said than done! It takes determination, commitment and sacrifice. Also, it involves fighting self-doubt. As a professional artist you need to make yourself vulnerable. And that takes some courage, especially in the early stages while you`re not backed-up with a lot of success.

Because as a professional you can`t hide in your room doing what you do, but you need to get out and sell it to people. You need to say to strangers: Look, I`ve made this! And they then might say: I don`t like it. Or worse: It`s not good. As professional artists we have to get over this and keep on creating.

On a side note: When people say “It`s not good” – it means it`s not good FOR THEM or for a certain purpose. Who are they to judge if something is “good” or not? Someone else might see it entirely differently. And that`s all cool – as artists we can`t possibly cater to every taste.

Seth Godin writes in “The Practice”:

“A contemporary painter must ignore the criticism or disdain that comes from someone who’s hoping for a classical still life. (…) the work isn’t for them. ‘It’s not for you’ is the unspoken possible companion to ‘Here, I made this.’”

That said, of course we need to become better and better and improve our work constantly. And critique from someone who means well and who knows what he is talking about is super valuable. Yet, at no point we can expect EVERYBODY to like what we do. It`s important to focus on the actual work and not to get distracted by thoughts of what other people might say or think. “When we get really attached to how others will react to our work, we stop focusing on our work and begin to focus on controlling the outcome instead”, writes Seth Godin.

By focusing on our work (which we can control), not the outcome (which is out of our control), we will get better for those couple of people who our work is for: those who are actually touched by it and who will spread the word.  

Lauranne, I hope you push through any doubts and times of seemingly not moving forward! Never give up and keep focussing on the work is the number one rule for everyone who wants to be a professional creative.

And an artists` success is not only great for her or him, but for all of us. Because every dream pursued keeps the hope and wonder in all of us alive.

Beruf: Künstler

Beruf: Künstler

"Es ist unmöglich, Kunst zu machen, die wirklich etwas bedeutet und die allen gefällt."

Neulich habe ich Singer Songwriter Lauranne Lukas für ihr neues Musikprojekt fotografiert. Sie hat Musik zu ihrem Beruf gemacht und singt von ihrem Glauben und Dingen wie persönliche Entwicklung oder Selbstbewusstsein.

Ich freue mich immer zu sehen wie Künstler an ihrer Karriere arbeiten. Es ist so viel leichter gesagt als getan! Man braucht Entschlossenheit, andauernden Einsatz und muss auch manche Opfer bringen. Außerdem muss man immer wieder gegen Selbstzweifel kämpfen. Als professionelle Künstler muss man sich angreifbar machen. Und das verlangt Mut, vor allem in den Anfangsphasen, wenn man noch nicht so viele Erfolge in der Tasche hat.

Denn wenn du Kunst als Beruf machst, kannst du dich nicht in deinem Zimmer verstecken, und das machen worauf du gerade Lust hast, sondern du musst rausgehen und deine Kunst an den Mann bringen. Und zu Leuten sagen: Schau, das hab ich gemacht! Dann kann es sein, dass welche sagen: Mag ich nicht! Oder sogar: Das ist nicht gut. Als professioneller Künstler muss man sowas wegstecken und weiter machen.

Übrigens: Wenn Leute sagen “Das ist nicht gut“ heißt das „Das ist nicht gut FÜR MICH“ oder „nicht gut für einen bestimmten Zweck“. Wer sind die, um urteilen zu können, ob etwas gut ist oder nicht? Jemand anders könnte es völlig anders sehen. Und das ist alles cool – als Künstler können wir es unmöglich jedem Geschmack recht machen.

Marketing-Experte Seth Godin schreibt in „The Practice” (frei übersetzt):

“Ein Gegenwarts-Künstler muss die Kritik oder die Geringschätzung ignorieren, die von denen kommt, die auf ein klassisches Stillleben hoffen. (…) die Arbeit ist nicht für sie. ‘Es ist nicht für dich’ ist der unausgesprochene mögliche Begleiter von `Hier, das hab ich gemacht`.“

Natürlich sollten wir in unserer Arbeit ständig besser werden. Und Kritik von jemandem, der es gut meint und der weiß, wovon er spricht, ist super wertvoll. Aber wir können nie erwarten, dass JEDER mag, was wir machen. Es ist wichtig, dass wir uns auf die Arbeit an sich konzentrieren und uns nicht von Zweifeln ablenken lassen und von Gedanken daran, was andere Leute vielleicht denken oder nicht denken könnten. „Wenn wir davon abhängig werden, wie andere auf unsere Arbeit reagieren werden, hören wir auf, uns auf unsere Arbeit zu konzentrieren, sondern wir fangen an, stattdessen deren Wirkung kontrollieren zu wollen“, schreibt Seth Godin (frei übersetzt).

Indem wir uns auf unsere Arbeit konzentrieren (was innerhalb unserer Kontrolle ist) und nicht deren Wirkung (die nicht in unserer Kontrolle liegt), werden wir besser für diejenigen, für die unsere Kunst ist: die, die wir tatsächlich damit berühren und die das dann auch weitertragen.

Lauranne, ich hoffe, dass du dich von Zweifeln nicht beirren lässt und auch dann weitergehst, wenn sich nichts zu bewegen scheint. Nicht aufzugeben und sich immer weiter auf seine Arbeit zu konzentrieren ist die Regel Nummer eins für jeden, der Kreativität zu seinem Beruf machen will.

Und der Erfolg ist nicht nur super für den Künstler selbst, sondern für uns alle. Denn ich finde, jeder Traum, den jemand verfolgt, lässt uns alle weiter staunen und hoffen.

Eagles

blog eagles american football player reutlingen
  • .•. Do you know that dream where you know you need to get around that corner or jump that fence into safety but you are just unable to move? I felt like that most of the week 🤦‍♀️✨

Lucky enough I had a couple of jobs going – one of them was taking images of some players of the American Football Team @reutlingeneagles. We met during their training session in the early evening.

Loaded with flashes and light stands, I passed parents who were watching the training of their kids’ football teams. It was dark but there were plenty of floodlights. The Eagles were right at the very back of the sports grounds and with their helmets and attire they looked like “not in Reutlingen”.

The atmosphere under these floodlights was surreal, like in an American movie. The bond and spirit of the team were so present. Franz who’s currently recovering from an elbow injury had walked over to the sports grounds. He can’t currently drive as his arm is in a splint, but he lives nearby so he can come and watch the training. It might be summer until he can play again – hopefully not longer than May though, he says.

Franz’ teammate Carl is joining us. He isn’t participating in the training today either, but watches and cheers from the sideline. It’s so cold that my flashes refuse to work after just a few minutes 🙄. We talk, take some pictures anyway, watch the other players in the floodlights. Now and then someone strolls over to chat. Next week I`ll be back for some more photos.

Ps. In case you wanna take a quick break from your everyday life (especially when having such a weird week like me) I can very much recommend u put warm mittens on and watch some American Football in floodlights.•.
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Looking at photographs

looking at photographs Nadine Wilmanns photography

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Looking at photographs

"I was looking at the photographs and I started thinking that there was a time when these weren't memories."

— Stephen Chbosky in “The Perks of Being a Wallflower” (novel)

What would you want to say to yourself in this ten year old photograph in your hands?

Do you sometimes wish you could turn back time for that purpose? 

Here`s what comes to my mind when l look at myself in older pictures: Do a lot of what makes you feel whole and good (in my case that was drawing, reading, and taking pictures). That`s not being lazy, but it means valuing and enjoying time and life.

And: Always have your camera with you and take as many silly or serious selfies and snaps as you want without wondering what anyone might think or not think. It`s important to make an effort to enjoy and savor each of your seemingly boring, ordinary days. Even if things go wrong. And also and especially the far-from-perfect stuff. Because there is no repeat button in life.

Also: Say yes to adventure or out-of-the-ordinary! That leads to the best memories. 

Another thing I would wanna say: Love is always, always, always a much better idea than reacting angry. Because you don`t need to fix everything by yourself - just pray instead and relax. That also leads to the best memories.

And also: Take loads of pictures of yourself and be happy and grateful when others make the effort to photograph you.  Practice looking at yourself without judgment but curiosity and gratefulness, and get familiar with how you look. The way we look is perfectly fine as long as we are fine with it. 

Reviewing photographs always helps me to appreciate my life and myself, and they make me realize and value stuff that I haven`t seen in that very moment when I took the picture.

And how far have we come and how much we have learned! We might often struggle to apply what we`ve learned so far (in my case especially the relax bit…). However, when we recall our learnings, we’re more likely to implement them more and more often.

What have your photographs taught you so far? 

What photographs of your life now would you be happy to look at ten years down the road?

"Ich schaute die Fotos an und mir fiel ein, dass da eine Zeit war, in der das keine Erinnerungen waren.”

— Stephen Chbosky in “The Perks of Being a Wallflower/ Vielleicht lieber morgen” (Roman)

Was würdest du zu dir auf diesem zehn Jahre alten Foto in deiner Hand sagen?

Wünschst du dir manchmal, dass du dafür die Zeit zurückdrehen könntest?

In meinem Fall fällt mir zum Beispiel Folgendes ein, wenn ich mich auf einem Foto sehe: Verbring viel Zeit damit, das zu tun, bei dem du dich gut fühlst (bei mir war das Malen, Lesen und Bilder machen). Das bedeutet nicht, dass du faul bist. Sondern es heißt, dass du dein Leben schätzt und genießt. 

Und: Hab immer eine Kamera bei dir und mach so viele lustige und ernste Selfies und Bilder wie du willst – ohne darüber nachzudenken, was andere denken oder nicht denken könnten. Es ist wichtig, sich Mühe zu geben, jeden der scheinbar langweiligen, gewöhnlichen Tage zu genießen und auszukosten. Auch wenn Dinge schief gehen. Und auch und vor allem die Sachen, die alles andere als bilderbuchmäßig sind. Denn es gibt im Leben keinen Wiederholungsknopf.

Außerdem: Sag “Ja” zu Abenteuer und Außergewöhnlichem. Das führt zu den besten Erinnerungen.

Noch was, das ich sagen würde: Liebe ist immer, immer, immer die viel bessere Idee als Ärgern. Denn du musst nicht alles selbst in Ordnung bringen - bete stattdessen einfach und entspann dich. Das führt auch zu den besten Erinnerungen.

Und auch: Mach viele Bilder von dir selbst und freu dich, wenn andere sich die Mühe machen, dich zu fotografieren. Übe, dich auf Bildern anzuschauenohne zu beurteilen, sondern sei neugierig und dankbar. Werde vertraut damit, wie du aussiehst.   Wie wir aussehen ist total in Ordnung, solange wir selbst uns in Ordnung finden.

Wenn ich Fotos anschaue, dann hilft mir das immer, mein Leben und mich selbst zu schätzen. Und Fotos zeigen mir oft Dinge, die ich in dem Moment der Aufnahme gar nicht gesehen habe.

Und wie weit sind wir gekommen und was haben wir gelernt! Kann sein, dass wir uns oft schwer tun, das umzusetzen, was wir gelernt haben (bei mir vor allem das Entspannen… ) Aber wenn wir uns immer wieder dran erinnern, dann schaffen wir es immer öfter.

Was hast du bisher von deinen Fotografien gelernt? 

Über welche Bilder von jetzt würdest du dich freuen, wenn du sie in zehn Jahren durchschauen würdest? 

Nevertheless

Nevertheless - sign saying one fine day

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Nevertheless

Nevertheless

Do you know that? We`ve got high hopes, good plans – and then there is a crisis and suddenly, we lose our balance.

My “One-word-theme” for this year is NEVERTHELESS and my challenge is to not lose sight of my own balance, to keep my feet firmly on the ground despite what`s going on around me. Because I don`t want to wait for “one fine day” when things are going well. But I want to have good moments NOW, regardless of circumstances. In times of trouble, I find that super difficult – how about you?

Especially when life is tough, I don`t want to lose myself in hustling, just trying to get things done and solve issues. But I want to make sure that I take some time-outs for things that are important to me – nevertheless. Things, that I`ll be happy about when I look back at the end of the year.

“As we continue to collect memories on our path through life as adults, our life experiences become increasingly more complex. Our minds expand and hold heavy challenges, … Photography is an attempt to unload that weight, even for just a few seconds – to pause and lose ourselves in the present moment.”

–  Stephanie Calabrese Roberts in “Lens on Life”.

Being creative and documenting life with our camera or phone is a way to bring meaning and joy into any season of life. When life gets crazy, intentionally take time to document the present as it is. Watch out for meaning and feeling inside you, and also look around for shapes, light, details.

Snap – feel the feet on the ground – pray – trust. Nevertheless.

There`s no point in telling ourselves to always stay calm and collected. In reality, there sure will be plenty of situations when we`ll feel stressed and overwhelmed. Instead, I want to go into the year with the mind of an explorer. Instead of restricting myself as in “Do not get stressed!”, I wanna make it more about observing, documenting and exploring what could help me – and not about trying to force myself to relax.

Again, it`s more about asking questions and learning. Like: “How can I help myself in this very moment?” – “What can I do to be more at peace now?” Observe – snap – breathe – pray – trust – nevertheless.

Nichtsdestotrotz

Nichtsdestotrotz

Kennst du das? Wir haben große Hoffnungen, gute Pläne – und dann kommt eine Krise und auf einmal verlieren wir unsere Balance.

Mein „Ein-Wort-Thema “ für dieses Jahr ist NICHTSDESTOTROTZ und meine Herausforderung ist es, meine eigene Balance nicht aus den Augen zu verlieren. Das heißt, fest zu stehen, trotz allem, was um mich herum passiert. Ich will nicht auf “Eines schönen Tages” warten, wenn die Dinge gut laufen. Sondern ich will JETZT gute Momente haben, egal wie meine Situation gerade ist. Oft finde ich das superschwierig – wie geht`s dir damit?

Vor allem wenn Dinge nicht so laufen, will ich mich nicht darin verlieren, einfach nur möglichst viel zu erledigen und Probleme zu lösen. Sondern ich will auch Freiräume schaffen für Dinge, die mir wichtig sind – nichtsdestotrotz. Dinge, über die ich mich freue, wenn ich am Jahresende auf dieses Jahr zurückschaue.

„Während wir auf unserem Weg durchs Leben als Erwachsene weiter Erinnerungen sammeln, werden unsere Lebenserfahrungen immer komplexer. Unser Verstand wächst und geht mit schwierigen Herausforderungen um,… Fotografie ist ein Versuch dieses Gewicht abzuladen und sei es nur für ein paar Sekunden – eine Pause einlegen und uns selbst im Moment verlieren.“

–  Stephanie Calabrese Roberts in “Lens on Life”.

Kreativ sein und das Leben mit unserer Kamera oder mit unserem Handy zu dokumentieren, ist eine Möglichkeit, jede Lebensphase mit Bedeutung und Freude zu füllen. Wenn im Leben alles durcheinandergeht, nimm dir Zeit zum Dokumentieren. Achte auf Gefühl und Bedeutung, auf Formen, Licht, Details.

Klick – Atmen – die Füße auf dem Boden spüren – beten – vertrauen. Nichtdestotrotz.

Es bringt wenig, uns vornehmen, immer ruhig zu bleiben. Denn in der Realität werden ziemlich sicher Situationen kommen, in denen wir uns gestresst und überfordert fühlen. Stattdessen will ich in das Jahr eher wie ein Forscher gehen. Anstatt zwanghaft zu versuchen, entspannt zu bleiben, will ich eher beobachten, dokumentieren und erforschen, was mir dabei helfen könnte.

Es geht mehr darum, Fragen zu stellen und zu lernen. „Wie kann ich mir in dieser Situation jetzt gerade helfen?“ – „Was kann ich tun, um gelassener zu sein?“ Beobachten – klick – atmen – ein Gebet schicken – vertrauen – nichtsdestotrotz.

Intentions

Sky intentions

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Intentions

Intentions

The new year is fast approaching. However, it`s not just a new year that invites us to intentionally plan, but any timespan. Like the Christmas Holidays for example, or a weekend. For me, it`s usually flying to London or to Germany that naturally marks kind of a new beginning and plan.

The past few weeks I helped out in my family, and while rushing to get as much done as possible, I kind of lost my balance. I also had an important photo shoot at the time, and because I didn`t make time to set up a plan for it, I had the same feeling: running behind instead of being in control.

Honest view

Instead of letting situations and happenings run me over, I better had faced them with an honest view on what`s possible and what not – that means to pause, sit down and set up an intentional plan.

For a photoshoot, you need a plan and intention. And in life, defining our intentions may be a good idea, too. Because you cannot turn back time and you usually don`t get a second chance. This goes for a photoshoot as well as life.

It`s better to pause and assess what`s going on than to keep rushing on without a clear intention. That`s what the New Year is usually used for, but we don`t need a new year for that but we can do that anytime really.

Here are some questions that I find helpful:

What do I want to get out of this situation? What is my purpose and what exactly would I need to do to fulfill it?

What actions can I take to help myself here?

What are my true priorities (not the ones that others want for me) and how can I make sure that I have enough time for them?

Now, in London, I mainly want to take time to not rush, and do one thing at a time. We can`t afford to wait for life to become easy-peasy in order to enjoy it, or in order to work on our dreams. We need to purposefully incorporate elements of what`s important to us into our everyday chaos and craziness. Now, each day.

Vorsätze

Vorsätze

Das neue Jahr steht vor der Tür. Aber nicht nur das neue Jahr eignet sich dazu, Vorsätze zu fassen, sondern jede Zeitspanne. Wie zum Beispiel die Weihnachtsferien, oder ein Wochenende. Für mich ist es meistens der Flug nach London oder nach Deutschland, der immer eine Art neuen Anfang – mit einem neuen Plan – markiert. 

In den letzten paar Wochen habe ich in meiner Familie ausgeholfen und während ich versucht habe, möglichst viel zu schaffen, habe ich ein bisschen die Balance verloren. Ich hatte außerdem ein wichtiges Fotoshooting in dieser Zeit und weil ich mir nicht genügend Zeit genommen habe, um einen Plan dafür zu machen, hatte ich auch da das gleiche Gefühl: hinterher zu sein, anstatt Kontrolle zu haben.

Vorsätze fassen

Statt mich von Situationen und Ereignissen überrennen zu lassen, hätte ich sie mir mal besser richtig angeschaut – das heißt, Pause, mich hinsetzen und einen Plan mit klaren Vorsätzen machen – mit einem ehrlichen Blick darauf was mir möglich ist und was nicht.

Für ein Fotoshooting braucht man einen Plan und eine genau überlegte Absicht. Und im Leben können klare Absichten und Vorsätze auch eine gute Idee sein. Weil wir die Zeit nun mal nicht zurückdrehen können und keine zweite Chance bekommen. Das gilt für ein Fotoshooting genauso wie fürs Leben.

Besser mal Pause machen und die Situation überdenken, als ohne klaren Vorsatz herumzurennen. Dafür wird das neue Jahr normalerweise genutzt, aber wir brauchen kein neues Jahr dafür, sondern wir können das immer machen.

Hier sind ein paar Fragen, die ich dafür hilfreich finde:

Was will ich aus dieser Situation mitnehmen, was will ich erreichen? Was ist meine Absicht und was genau müsste dafür tun?

Was könnte ich für mich in dieser Situation tun? Was würde mir helfen?

Was sind meine echten Prioritäten (nicht die, die andere für mich wollen) und wie kann ich sicherstellen, dass ich genügend Zeit für sie habe?

Jetzt, in London, will ich mir Zeit nehmen, nicht zu hetzen und eins nach dem anderen zu machen. Wir können es uns nicht leisten, darauf zu warten, dass unser Leben easy-peasy wird, um es zu genießen oder um an unseren Träumen zu arbeiten. Wir müssen absichtlich Elemente von dem, was uns wichtig ist, in unsere tägliches Chaos einbauen. Jetzt, jeden Tag.

Secrets

Christine Eggert Chocosecret Instagram Influencer photographed by Nadine Wilmanns

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Secrets

Secrets

One of the reasons I love to be a photographer is, that it gives me the excuse to explore new places, to meet new people, and to encounter new stories. This summer, I met Christine Eggert for an article in the DRAN magazine, and her story is pretty extraordinary. She is a mom of two and a successful Instagram influencer. She is also deaf. However, for her first few years of Instagramming, she kept this a secret because she feared rejection.

Today, she writes on her account _chocosecret_: “I am proud to be deaf and of the way I live.” In fact, being deaf and mastering life successfully despite this limitation has made her stand out from the crowd of Instagram influencers. Being deaf has not only shaped her and her character.  By letting go of her secret and by showing up as who she really is, she also can inspire others to be authentic and live true to themselves. She freed herself from the urge to hide – and others, too. 

Let go of secrets

That`s what creativity is about after all: not to live for a fake appearance, but to record true stories, and to help and encourage others.  We tend to have the desire to make a perfect appearance so that no one would find a reason for judgment. I often feel like I have to keep something a secret because it might give others an opportunity to judge me. Often, I forget that this is helping neither me nor others. 

If instead, we have the courage to keep it real, to live true to ourselves, we would not only set ourselves free but we could possibly encourage others, too. And ultimately, this would result in a – not so much perfect – but more remarkable appearance. And free up extra energy for authentic and unique creative work.

Geheimnisse

Geheimnisse

Ein Grund, warum ich so gerne Fotografin bin, ist, dass ich dadurch immer einen Anlass dafür habe, neue Orte zu erkunden, neue Leute zu treffen und neue Geschichten ausfindig zu machen.  Diesen Sommer habe ich Christine Eggert für einen Artikel im DRAN Magazin getroffen und ihre Geschichte ist ziemlich außergewöhnlich. Sie hat zwei Kids und ist erfolgreiche Instagram Influencerin. Außerdem ist sie taub. Während der ersten Jahre ihrer Instagram-Karriere hat sie das geheim gehalten, weil sie Angst vor Ablehnung hatte.

Heute schreibt sie auf ihrem Account _chocosecret_: “Bin stolz taub zu sein, so wie ich lebe bin ich stolz.” Tatsächlich haben ausgerechnet ihre Gehörlosigkeit und wie sie ihr Leben damit meistert, dazu beigetragen, dass sie sich von der Masse der Instagram Influencer abhebt. Taub zu sein hat nicht nur sie selbst und ihren Charakter geformt. Dadurch, dass sie kein Geheimnis mehr daraus macht und sich so zeigt, wie sie ist, kann sie auch andere dazu ermutigen, authentisch zu leben und zu sich selbst zu stehen. Sie hat sich selbst von dem Druck befreit, sich verstecken zu müssen – und andere auch. 

Geheimnisse loslassen

Und darum geht`s schließlich, wenn wir kreativ sind: Nicht für ein leeres Erscheinungsbild zu leben, sondern um ehrliche Geschichten und darum, anderen zu helfen und sie zu ermutigen. Wir neigen dazu, den perfekten Auftritt hinlegen zu wollen, damit niemand eine Angriffsfläche findet, um uns zu beurteilen.  Ich habe oft das Gefühl, dass ich etwas verheimlichen muss, weil es anderen eine Gelegenheit zum Bewerten geben könnte. Und ich vergesse oft, dass das weder mir noch anderen hilft.  

Wenn wir stattdessen den Mut haben, ehrlich zu sein und zu uns zu stehen, fühlen wir uns nicht nur selbst freier, sondern wir können auch andere ermutigen. Und letztlich könnten wir so einen – nicht unbedingt perfekten – aber dafür bemerkenswerten Eindruck hinterlassen. Und wir haben mehr Energie übrig für authentische und einzigartige kreative Arbeit. 

Christine Eggert Secrets Chocosecret Instagram Influencer photographed by Nadine Wilmanns

Looking back…

Lookig back autumn in London

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Looking back...

Looking back...

“It was one of those perfect English autumnal days which occur more frequently in memory than in life."

― P.D. James in "A taste for death"

I`ve come across this quote the other day and when I`m looking at old photographs, I`ve noticed that, too: In hindsight, times often appear much lighter and happier than they felt when I was passing them. Looking back, I often think: I could have saved myself the trouble of becoming angry or disappointed. Because in a few months or even weeks I might not remember these times as bad anymore. I might even miss them. So I could as well have enjoyed myself more.

I find this quite helpful when going through difficult times or when things don`t turn out as I hoped they would.  Then it`s worth trying to relax and enjoy as much as possible, to tell ourselves helpful stories about ourselves and what`s going on around us. Because looking back, these days may appear surprisingly nice. And it would be a shame if in fact, we had wasted them in a bad mood.

Rückblickend...

Rückblickend...

"Es war einer dieser perfekten Englischen herbstlichen Tage, die öfter in unserer Erinnerung vorkommen als im wahren Leben."

― übersetzt aus dem Buch "A taste for death" von P.D. James

Neulich bin ich auf dieses Zitat gestoßen und wenn ich alte Fotos anschaue, habe ich das auch festgestellt: Rückblickend kommen uns Zeiten oft leichter und glücklicher vor als sie sich angefühlt haben, als wir sie erlebt haben.  Wenn ich zurückschaue, denke ich oft: Ich hätte mir es sparen können, ärgerlich oder enttäuscht zu sein. Weil in ein paar Monaten oder sogar Wochen habe ich diese Zeit wahrscheinlich nicht mehr als so schlecht in Erinnerung wie sie mir gerade vorkommen. Kann sein, dass ich sie sogar vermisse. Also hätte ich mich genauso gut mehr freuen können.  

Ich finde das ganz hilfreich, wenn ich eine schwierige Zeit habe oder wenn sich Dinge nicht so entwickeln wie ich gehofft hatte. In solchen Situationen lohnt es sich, zu versuchen sich zu entspannen und so viel zu genießen wie eben möglich ist. Und hilfreiche (optimistische) Geschichten über uns selbst zu erzählen und darüber, was um uns rum passiert. Denn wenn wir mal zurückschauen, kann es sein, dass uns diese Tage überraschend schön vorkommen. Und es wäre schade, wenn wir sie tatsächlich mit einer unnötig schlechten Laune verschwendet hätten. 

street in London

Postcards in London

Postcard with Coffee in London

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Postcards in London

Postcards in London

“The world before us is a postcard, and I imagine the story we are writing on it.”

― Mary E. Pearson in "The Miles Between"

For my new photo project „A day in your life” I have had postcards printed and have started placing them in shops and coffee places in London.

So far, this has been such a great experience. Sometimes, I had to overcome attacks of feeling shy and awkward when asking if the shop owners would like to place my cards somewhere. Overall, people were not only really nice but also loved the cards and I had some lovely conversations (and good coffee).

It has also been a good opportunity to practice catching my negative thoughts in action and replacing them instantly. In case you`re not familiar with this principle: Thoughts determine our mood and our actions.

“Be careful what you think because your thoughts run your life”, says Proverbs 23,7.

Often, it`s not easy to catch our thoughts: We go about our business and negative thoughts slip in but we don`t really take note of them because we are busy with other stuff and then we end up in a miserable mood and wonder why.

Yet when doing something new and challenging, we are much more alert and notice negative thoughts coming our way more quickly – and that makes it easier to catch and replace them. In my example, this was stuff like: “Nadine, people find you weird and your English is crap – why can`t you frame a good English sentence?” – and obviously, thinking that doesn`t serve me in any way. On the contrary: It would have spoilt my experience if I had let this kind of self-talk prevail in my mind. So, always when this kind of thinking came up, I would instead think encouraging thoughts on purpose. Like: “I`m smiling and am friendly and that`s what counts as it`s THE universal language that everyone speaks and loves.”

postcard photo of London

The stories we tell ourselves about ourselves and others have such an impact on how we go through our day. And on how we get on with other people.

Photographs can help us to focus on the positive, our highlights, the beautiful moments of our day. When I have a camera on me, I look out for that by default.  And when I see a photograph that appeals to me, I then try to find parallels and traces of that in my own everyday life. That`s one of the reasons why I came up with the “A day in your life” project. Each month, it helps remember this and then leads to a photo book or photo wall. Because we need reminders that inspire us to tell ourselves helpful stories.

Anyway, let`s get back to the postcards: If you are in London, you may come across my postcards – I do hope you like them. Please do take one for yourself – and one to send off to someone and spread the joy.  Also, I hope the story that you will write on it will be a happy one. 

Postkarten in London

Postkarten in London

“Die Welt vor uns ist eine Postkarte und ich stelle mir die Geschichte vor, die wir darauf schreiben."

― übersetzt aus dem Buch "The Miles Between" von Mary E.Pearson

Für mein neues Foto-Projekt „Ein Tag in deinem Leben“ habe ich Postkarten drucken lassen und hab damit begonnen, sie in Geschäften und Cafés in London zu verteilen.

Bisher war das eine super Erfahrung. Manchmal muss ich Schüchternheits-Attacken überwinden, wenn ich die Ladenbesitzer frage, ob ich meine Karten auslegen kann. Die meisten waren nicht nur freundlich, sondern haben sich richtig über die Karten gefreut und ich hatte ein paar sehr nette Unterhaltungen (und guten Kaffee).

Es war auch eine gute Gelegenheit zu üben, meine negativen Gedanken direkt in Aktion zu erwischen und sofort zu auszutauschen. Für den Fall, dass du das Prinzip nicht kennst: Gedanken machen unsere Stimmung und unsere Handlungen. 

„Achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben“, steht in Sprüche 4,23

Oft ist es nicht einfach, Gedanken einzufangen: Wir arbeiten so vor uns hin und negative Gedanken schleichen sich in unser Köpfchen, aber wir bemerken sie nicht, weil wir so beschäftigt mit anderen Dingen sind. Und irgendwann finden wir uns mit einer schlechten Laune wieder und fragen uns, woher die kommt.

Aber wenn wir was Neues und Herausforderndes machen, dann sind wir viel aufmerksamer und bemerken viel eher, wenn negative Gedanken ankommen – und dann ist es auch einfacher, sie aufzuhalten und zu ersetzen. In meinem Beispiel waren das sowas wie: „Nadine, Leute finden dich seltsam und dein Englisch ist nicht gut – warum kannst du keinen ordentlichen englischen Satz formulieren?“ – natürlich würde es mir überhaupt nichts bringen, so zu denken.

Im Gegenteil: Es hätte meinen Tag verdorben, wenn ich zugelassen hätte, dass solche Selbstgespräche in meinem Kopf geblieben wären. Also habe ich immer, wenn so ein Gedanke ankam, stattdessen absichtlich was anderes gedacht. Wie zum Beispiel: „Ich lache und bin freundlich und darauf kommt es an, denn diese Sprache versteht und liebt jeder.“

postcard photo of London

Die Geschichten, die wir uns über uns selbst und über andere erzählen, haben so einen großen Einfluss darauf, wie wir durch den Tag gehen. Und auch darauf, wie gut wir uns mit anderen verstehen. 

Fotos können uns dabei helfen, uns auf das Positive, unsere Highlights, die schönen Momente unseres Tags zu konzentrieren. Habe ich eine Kamera dabei, halte ich automatisch danach Ausschau. Und wenn ich ein Foto sehe, das mich anspricht, dann versuche ich Parallelen und Spuren davon in meinem eigenen Alltag zu finden. Das ist mit ein Grund, warum ich mir das “Ein Tag in deinem Leben” Projekt überlegt habe, das jeden Monat neu daran erinnert und ein Fotobuch oder eine Bilderwand mit sich bringt. Denn wir brauchen “Erinnerungs-Stupser”, die uns Lust darauf machen, uns selbst hilfreiche Geschichten zu erzählen. 

Jedenfalls, um auf die Postkarten zurück zu kommen: Falls du gerade in London bist, kann es sein, dass du meine Postkarten siehst. Ich hoffe, dass sie dir gefallen. Bitte nimm dir eine mit – und noch eine, um sie jemandem zu schicken und die Freude weiterzuverbreiten. Außerdem hoffe ich, dass die Geschichte, die du drauf schreiben wirst, eine Fröhliche sein wird. 

See this day

See this day smiling girl photographed by Nadine Wilmanns

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See this day

See this day

One of the most important reasons why I came up with the “A day in your life” project is, that I hope to encourage us (me included) to appreciate what we have and who we are today. This is so essential for living.

We’re often so busy making plans and hoping for a better future that we forget to have an attentive look at what is there right now. I often need to remind myself that true living is not planning and wishing. If we wait for “someday” or “tomorrow” instead of making the best out of what we have right now, we are going to miss our life – and our purpose.

Someday...

The church sermon on Sunday was just about that issue: don`t postpone what`s important and dance in the rain, that is make the best out of what`s there.

Here are some excerpts from pastor Amy Stotts’ sermon (www.stlukese16.co.uk) : “What if our whole lives weren`t based around “someday making it”? What would it mean that instead, we would LEARN to live free in joyful abundance today?

What if this “someday” we dreamt about became today? And instead of dreaming of a better tomorrow, we chose to stop wasting our days sleepwalking. Some of us are so focused on what might one day come true that we`re missing out today on God’s plans for today. Some of us are so busy building tomorrow, that we are forgetting about what God has called us to be now.”

“Life is not about waiting for storms to pass but learning to dance in the rain. Purpose is not waiting for the whole journey to be mapped out before taking the first step of faith but instead embracing the road we walk on today.”

Your camera as a tool for now

“What if our purpose wasn’t that destination that we hope one day to land on, but what if it was a way of inhabiting the world today? Maybe we just need to open our eyes and embrace what God has placed in front of us.”

My camera has been a good tool for me to help me focus on today. After all, cannot look at pictures of “somedays’” or “tomorrows’” happenings. Use whatever tool you like and truly see this day.

Sieh diesen Tag

See this day

Einer der wichtigsten Gründe, warum ich mir das “Ein Tag in deinem Leben” Aktion (www.nadinewilmanns.com/a-day-in-your-life) ausgedacht habe, ist uns zu ermutigen (mich eingeschlossen), wirklich zu schätzen, was wir heute haben und wer wir heute sind. Das ist so entscheidend fürs Leben.

Wir sind oft so beschäftigt damit, Pläne zu machen und auf eine bessere Zukunft zu hoffen, dass wir total vergessen, den Tag heute richtig zu beachten. Ich muss mich oft selbst daran erinnern, dass echtes Leben nicht Planen und Wünschen ist. Wenn wir auf “irgendwann” oder “morgen” warten, anstatt das Beste aus dem zu machen, was wir gerade haben, dann verpassen wir unser Leben – und unseren Sinn.  

Eines Tages...

Die Predigt am Sonntag in der Kirche hat genau davon gehandelt: Verschieb nicht, was wichtig ist, und tanze im Regen, also mach das beste aus dem was gerade eben ist.

Hier sind ein paar Zitate aus Pfarrerin Amy Stotts‘ Predigt (www.stlukese16.co.uk): „Was wäre, wenn sich unser Leben nicht darum drehen würde, „es eines Tages zu schaffen“? Was würde es bedeuten, wenn wir stattdessen LERNEN würden heute frei zu leben und uns darüber zu freuen, genug zu haben?

Was, wenn dieses “eines Tages”, das wir uns erträumt haben, heute wäre? Und was, wenn wir anstatt von einem besseren Morgen zu träumen uns dazu entschließen würden, mit dem Schlafwandeln aufzuhören. Viele von uns sind so darauf fixiert, was eines Tages wahr werden könnte, dass sie Gottes Plan für heute verpassen. Manche von uns sind so damit beschäftigt, morgen zu planen, dass wir vergessen, mit was uns Gott heute beauftragen will.

“Leben heißt nicht, darauf zu warten, dass Stürme vorbeiziehen, sondern im Regen zu tanzen. Bestimmung heißt nicht mit dem ersten Schritt zu warten, bis die ganze Reise vorausgeplant ist. Sondern stattdessen die Straße begrüßen, auf der wir heute gehen.”

Deine Kamera als Werkzeug für Jetzt

“Was, wenn unsere Bestimmung nicht unser Ziel wäre, an dem wir eines Tages ankommen wollen, sondern wenn es unsere Art zu leben wäre? Vielleicht müssen wir einfach unsere Augen öffnen und willkommen heißen, was Gott vor uns gelegt hat.“

Meine Kamera ist ein gutes Werkzeug, das mir dabei hilft, meine Aufmerksamkeit auf heute zu lenken. Man kann schließlich nicht Bilder von Sachen anschauen, die „irgendwann“ oder „morgen“ passieren. Verwende welches Werkzeug dir hilft und sieh diesen Tag.

Day in your life

day in life

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A day in your life

A day in your life

One great thing about having a camera on you: whatever happens (or whatever doesn`t happen), there`ll always be opportunities for pictures. However eventless or mundane our day may be, we still can document what we see and how we feel with our camera. It´s not events or happenings that make a strong picture. But it`s our view, what we feel and how we put this in our images.

One of the most important lessons, I`ve learned is, that it`s very normal that life is half great half not so great – 50:50.  Solomon writes in the Bible: “There is a time to weep and a time to laugh, a time to mourn and a time to dance; a time to scatter stones and a time to gather them; a time to embrace and a time to refrain from embracing; a time to search and a time to give up; time to keep and a time to throw away; a time to tear and a time to mend; a time to be silent and a time to speak;…”

Your special everyday

Feeling and observing it all, not just the happy bits of life, gives us the “full experience of life”. This means that there`s no need to run from unpleasant stuff like disappointment or failure. So I`m practicing to walk through the day having and documenting the “full life experience”. I`m writing practicing because I have noticed that it actually is a matter of practice (like most stuff really…). Being more and more ok with all fragments of life, I find myself more courageous and open-minded in return.  

If you want to get a kickstart in your own lifes` documentary, you might be interested in my new project “A day in your life”: I`ll accompany you for a day with my camera, documenting your ordinary and your special in the everyday. Doing so, I hope to inspire you to see the amazing in your ordinary and to document your everyday with your own view and feeling. I hope to encourage you to be open for surprise and wonder, to not give up on any day. And I hope that you will find yourself appreciating how you are and how you move through the day.

Ein Tag in deinem Leben

Ein Tag in deinem Leben

Was ich am meisten daran mag, eine Kamera bei mir zu haben: Was auch immer passiert (oder nicht passiert), es wird jeden Tag Gelegenheiten für Bilder geben. So wenig ereignisreich oder uninteressant uns unser Tag vorkommen mag, mit unserer Kamera können wir immer dokumentieren, was wir sehen und fühlen. Es sind nicht Events und außergewöhnliche Ereignisse, die ein starkes Bild ausmachen. Sondern es sind unser Blick und unser Gefühl und wie wir das ins Bild bringen.

Eins der wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe, ist: Es ist ganz normal, dass das Leben halb super, halb nicht so super ist – 50:50. König Salomo schreibt in der Bibel: “Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit; Steineschleudern hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit; Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit; Zerreißen hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;…”

Dein besonderes Alltägliches

Unseren Alltag zu dokumentieren, heißt, das Steineschleudern und das Steinesammeln einzufangen, das Klagen und das Tanzen.  Alles zu fühlen und zu beobachten, nicht nur die fröhlichen Momente, gibt uns das “komplette Erlebnis Leben”. Das heißt auch , dass es wir nicht vor unangenehmen Dingen wie Enttäuschung oder Scheitern wegzurennen brauchen. Also übe ich es , durch den Tag zu gehen und das “komplette Erlebnis” zu erleben und zu dokumentieren. Und ich sage üben, weil ich bemerkt habe, dass das tatsächlich Übungssache ist (wie eigentlich fast alles…). Bin ich mehr und mehr ok mit allen Fragmenten des Lebens, werde ich wiederum mutiger und offener.

Wenn du deine eigene Doku deines Lebens in Gang bringen möchtest, dann könnte dich mein neues Projekt “Ein Tag in deinem Leben” interessieren: Einen Tag lang begleite ich dich mit meiner Kamera und dokumentiere dein “ganz Normal”, dein besonderes Alltägliches. Ich hoffe, dass ich dich dafür begeistern kann, das Erstaunliche in deinem Alltag zu sehen und das was dir täglich begegnet mit deinem eigenen Blick und Gefühl zu dokumentieren. Ich hoffe, dass ich dich ermutigen kann, für Überraschung und Erstaunliches offen zu sein, keinen Tag verloren zu geben. Und ich hoffe, dass du findest, dass du dich so schätzen kannst, wie du bist und wie du dich durch den Tag bewegst. 

Autumn

dog sniffing autumn air

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Autumn

“April has never meant much to me, autumn seems to be that season of beginning, of spring.”

This is one of my favourite quotes from the book “Breakfast at Tiffany`s” by Truman Capote, one of my favourite books. Another favourite autumn book of mine is “The Catcher in the Rye”. Even though it`s set in winter, but it was a sunny autumn when I read it the first time. Do you have books that you associate with a season?

What can give you that autumn feeling? What makes you enjoy the newness and the promises of this time? Maybe it`s a certain kind of food, a habit, a pullover that you have been wearing on happy autumn days.

Capture the change

Take note of this season: The light has a new quality now too, the air has started to smell differently. Do you feel the wonder of new beginning and change, too?

Don`t miss out on capturing it with your camera, your pen and sketchbook, or your notebook or calendar!

Herbst

“Der April hat mir nie viel bedeutet, der Herbst scheint die Jahreszeit des Neubeginns, des Frühlings zu sein."

Das ist eins meiner Lieblingszitate aus “Frühstück bei Tiffany” von Truman Capote, einem meiner Lieblingsbücher. Auch ein Lieblings-Herbstbuch ist “Der Fänger im Roggen”. Obwohl es im Winter spielt, aber als ich es das erste Mal gelesen habe war es Herbst. Hast du Bücher, die du mit einer Jahreszeit verbindest?

Was gibt dir das Herbstgefühl?  Wie kannst du das Gefühl von Neu und Vielversprechend dieser Jahreszeit am besten genießen? Vielleicht mit einem bestimmten Essen, einer Gewohnheit, einem Pulli, den du an vielen glücklichen Herbsttagen getragen hast.

Halte die Veränderung fest

Nimm diese Jahreszeit so richtig in dich auf: Das Licht hat jetzt eine andere Qualität, die Luft hat begonnen, anders zu riechen. Fühlst du auch Neubeginn und Veränderung?

Verpass es nicht, das festzuhalten – mit deiner Kamera, deinem Stift und Skizzenbuch, oder deinem Notizbuch oder Kalender!

Not for everyone

abstract of two cars by Nadine Wilmanns

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Not for everyone

As creatives, as well as human beings, it`s so important to understand – and accept – that our work is not for everyone. That`s in fact not just the case with art but with almost all things. Cars for example: Not everyone would love a classic car. Some wouldn`t want any other.

It is impossible to please everyone, but it is possible – and much more effective – to please someone or a few people. I`ve been listening to Seth Godin lately and he says: “It is impossible to create work that both matters and pleases everyone.” And: “Don`t be a purple drop in the ocean but be a purple drop in a swimming pool. Walk away from the ocean and look for a swimming pool.”

If we want to create work that truly matters to SOME, then we need to stop trying to dilute it, so that EVERYONE can be happy with it. We need the confidence and the courage to tell those people who don`t like it: Sorry, but this is not for you. If we want to create authentic and strong work, it can`t be for everyone and that`s ok.

"You are your most important audience"

This doesn`t mean that we shouldn`t learn and improve and progress. But, while I want to stay open to constructive critique, I as well want to stay true to myself. Photographer David duChemin writes in his book ‘The heart of photography’: “You are your first and most important audience.”

There will always be stuff that can be improved, and we`re just human. But while we keep making progress and working on our art, we shouldn`t run after compliments or try to please everyone. We need to be able to distinguish: Does the person, who doesn`t like my work has a point and is there an opportunity for me to learn? Or is my work just not for him?” Both are just fine.

Nicht für jeden

As Kreative und als Mensch ist es wichtig zu verstehen und ok damit zu sein, dass unsere Arbeit nicht für jeden ist. Das gilt ja für fast alles, nicht nur für Kunst. Autos zum Beispiel: Nicht jeder will unbedingt einen Oldtimer. Aber für manche gibt es kein besseres Auto.

Es ist unmöglich, jedem zu gefallen, aber es ist möglich – und viel effektiver – jemanden oder ein paar Leute anzusprechen. Ich habe in letzter Zeit viel vom Marketing-Experten Seth Godin gehört und er sagt: „Es ist unmöglich Arbeiten zu produzieren, die gleichzeitig einen Unterschied machen und jedem gefallen.“ Und: „Sei kein lila Tropfen im Ozean, sondern sei ein lila Tropfen in einem Swimming Pool. Wende dich vom Ozean ab und schau nach einem Swimmingpool.“

Wenn wir Arbeit schaffen wollen, die MANCHEN Leuten wirklich etwas bedeutet, dann müssen wir aufhören sie zu verwässern, damit sie JEDERMANNS Sache wird.  Wir brauchen den Mut und das Vertrauen, den Leuten, die sie nicht mögen, zu sagen: Sorry, das ist nicht für dich. Wenn wir authentische und starke Arbeiten machen wollen, kann das nicht für jeden sein und das ist ok.

"Du bist dein wichtigstes Publikum"

Das bedeutet nicht, dass wir nicht lernen, besser werden und vorankommen sollen. Aber während ich offen für konstruktive Kritik sein möchte, will ich auch mir selbst treu bleiben. Fotograf David duChemin schreibt in seinem Buch ,Das Herz der Fotografie‘: „Du bist dein erstes und wichtigstes Publikum.“

Es wird immer Dinge geben, die wir verbessern können und wir sind nur Menschen. Aber während wir an uns und unserer Kunst arbeiten, sollten wir nicht Komplimenten hinterherrennen oder versuchen, jedem zu gefallen. Wir müssen unterscheiden können: Ist an dem, was die Person, die meine Arbeit nicht mag, was dran – ist das also eine Möglichkeit für mich was zu lernen? Oder ist meine Arbeit einfach nicht für ihn?“ Beides ist ok.

Begin

Begin Mirror Selfie Fashion memories t-Shirt Darling in mirror

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Begin

“Some of the best, most interesting photo essays and stories you`re going to find are your neighbors, your family, and the things in everyday life.

(…) The access is what makes a great story. And we all have access to our sisters, our nephews, our neighbors, our colleagues, our church, people you meet every day,…

(…) You don`t need a press pass to photograph your nephew`s football game. And you don`t need a press pass if your granddad is getting ready to die and he`s got one year left and you have the opportunity to sit down with him and take pictures and do recordings and find out what it was like for him when he was nineteen or whatever.

You know these are those great stories and the camera gives you a reason to go and ask the questions and be part of these people`s lives. Don`t ever use the excuse ‘I don`t know what to photograph’ – it`s all out there. Go do it.” – quote by Paul Taggart (who was one of THE biggest influences in my journey as a photographer)

Most important lesson in photography

Don`t wait for extraordinary things like a holiday to happen in order to take out your camera and take pictures. Start where you are today. If you don`t have a camera take your phone. If you don`t have your phone take pen and paper. The most important thing is that you begin and don`t wait.

Beginne

“Einige der besten, interessantesten Foto-Essays und Stories, die du finden wirst, sind deine Nachbarn, deine Familie und die Dinge des Alltags. (…) Den Zugang zu der Story zu haben, darauf kommt es bei einer guten Geschichte an. Und wir alle haben Zugang zu unseren Schwestern, unseren Neffen, unseren Nachbarn, unseren Kollegen, unserer Kirche, den Leuten, die wir jeden Tag treffen,…  (…) Du brauchst keinen Presseausweis, um das Fußballspiel deines Neffen zu fotografieren. Und du brauchst auch keinen Presseausweis, wenn dein Opa bald stirbt und er ein Jahr zu leben hat und du hast die Möglichkeit mit ihm zusammen zu sitzen, Fotos und Aufnahmen zu machen und herauszufinden, wie es für ihn war, als er neunzehn war und solche Sachen. Du weißt, dass das die großen Stories sind und deine Kamera liefert dir den Grund hinzugehen und Fragen zu stellen und am Leben dieser Leute Teil zu haben. Komm nie mit der Ausrede an ‘Ìch weiß nicht, was ich fotografieren soll’ – es ist alles da. Leg los!” Zitat von Paul Taggart (der mich auf meiner Reise als Fotografin mit am meisten beeinflusst hat).

Wichtigste Lektion in der Fotografie

Warte nicht darauf, das was Außergewöhnliches passiert, wie dein Urlaub, um deine Kamera auszupacken und Bilder zu machen. Starte wo du heute gerade bist. Wenn du keine Kamera hast, nimm dein Handy. Wenn du kein Handy hast, nimmt Stift und Papier. Das Wichtigste ist, dass du beginnst und nicht wartest.

Feel more to see more

feel more coffee table by Nadine Wilmanns photography

Feel more to see more

Do you wonder how to slow down time? Or how to get more out of the moments that just keep coming at you and running straight past you? Sometimes hours pass entirely unnoticed instead of waiting on us to properly enjoy… So, I`ve found one thing to make the moments stay with us more: it`s is to feel and use our senses on purpose. I usually only use my eyes on purpose, and hearing and tasting, too, at least sometimes, I guess. The other senses are more on autopilot, and I don`t take much notice of what they tell me.

It may sound weird, but I`ve noticed that by purposely smelling and especially feeling, I become more content and more creative. And this reaches into my way of seeing things and thus to photograph. By feeling more, I see more.

Smell the popcorn

When putting on the pullover ignore your racing thoughts and purposely feel – how the material feels on you and how it makes you feel inside. Feel the chair you`re sitting on, the coffee foam on your tongue, the sparkle of the sparkling water. Breathe in and notice if you can smell the air of summer nights, lavender, … – today I smelled popcorn walking past the local cinema…

Fresh bed linens. Too tired keep the eyes open for much longer. Yet, feel: The cool sheets. Soft. Stretch your legs. This is now, when time is not running – well maybe it is, but you can catch it for a short little while.

Truly feel at least a few moments of this day, before it`s gone forever, so that you may be left with something that stays a little longer.

Mehr fühlen – mehr sehen

Überlegst du dir wie du die Zeit ein bisschen verlangsamen kannst? Oder, wie du mehr aus den Momenten machen kannst, die auf dich einströmen und an dir vorbeiziehen ohne dass du sie wirklich bemerkst? Die einfach vorbeirasen, anstatt ein bisschen zu bleiben, damit du sie auch genießen kannst?

Also, ich finde eine Sache hilfreich, wenn es darum geht, dass Momente länger bei uns bleiben: Und zwar zu fühlen und unsere Sinne mit Absicht zu bemerken. Normalerweise „benutze” ich nur meine Augen mit Absicht, und Hören und Schmecken manchmal auch. Die anderen Sinne, Tastsinn und Riechen, laufen eher so automatisch mit und ich bemerke meist gar nicht richtig, was sie aufnehmen.

Es klingt vielleicht komisch, aber ich habe bemerkt: Wenn ich absichtlich rieche und vor allem fühle, dann werde ich zufriedener und kreativer. Und das wirkt sich auf mein Sehen aus und auf meine Fotografie. Wenn ich mehr fühle, sehe ich mehr.

Rieche das Popcorn

Zieh dir deinen Pulli über und ignoriere deine vielen Gedanken und fühle mit Absicht – wie fühlt sich das Material an dir an und was macht es mit deinem Gefühl in dir drin. Spüre den Stuhl auf dem du sitzt, den Kaffeeschaum auf deiner Zunge, die Kohlensäure im Mineralwasser.  When putting on the pullover ignore your racing thoughts and purposely feel – how the material feels on you and how it makes you feel inside. Feel the chair you`re sitting on, the coffee foam on your tongue, the sparkle of the sparkling water. Atme ein und bemerke, ob du den Geruch von Sommernacht riechen kannst, von Lavendel, … – heute habe ich frisches Popcorn gerochen als ich am Kino hier am Ort vorbeigegangen bin…

Frische Bettwäsche. Zu müde, um die Augen länger offen zu halten. Aber fühle: Den kühlen Bezug. Weich. Streck deine Beine lang. Das ist jetzt, solange die Zeit nicht rennt – naja, vielleicht tut sie`s doch, aber du kannst sie für einen kleinen Moment lang einfangen.

Fühle jeden Tag wenigstens ein paar Momente richtig intensiv, bevor der Tag für immer vorbei ist, damit du mit etwas zurückbleibst, das etwas länger anhält.

X feel more cinema feeling popcorn smell photographed by Nadine Wilmanns

On finding “the Why” and time

enjoy. Mirror selfie. Why and time

(Time capsules)

Do you know why you do the job that you do? Do you know “your Why”? What is it that makes you passionate about your job? Lately, I`m trying to reveal exactly that. As a photographer, I obviously love taking and looking at photographs. Why though? What is it about photography that makes me love it so much that I choose to do it daily as my job?

One main “why” is obviously time. I believe that time is most precious and needs to be witnessed and lived, not just passed. And by that, I mean both the good and the hard times as heart-breaking they can feel. Taking pictures is to capture time capsules, so that you may see the value of the time given to you. So that you may become aware of what`s profound and important for you, your business, or what you`re doing.

...for its time

Time is so valuable because it is limited. We tend to forget that. Often, we treat time like money which can be regained and multiplied. But this is not possible with time.

Time is always different. A holiday now will be different than a holiday in five years. A day at work now will be different from a day at work in ten years. It may be entirely different next week. “God has made everything beautiful FOR ITS OWN TIME”, says King Solomon in the Bible. We cannot get back time. We need to live it now and make the best out of it. This is why it matters so much to be aware of the beauty in each ordinary day.

At the same time, we long for time to last, for moments to stay with us. Solomon writes: “HE has planted eternity in the human heart”. Maybe that`s why we love time capsules like paintings or photographs.

...against forgetting

There was one quote that I`ve read that made me realize that I wanted to be a professional photographer. I think I`ve read it on the tube in London on my one-and-a-half-hours-journey to work at the high street fashion supplier, about five years ago.

The book is called “H is for Hawk” by Helen Macdonald and she talks about her father who had just died and who was a photographer:

“… All of those thousands upon thousands of photographs (…) Each one a record, a testament, a bulwark against forgetting, against nothingness, against death. 

Look, this happened. A thing happened, and now it will never un - happen.

Here it is in a photograph: a baby putting its tiny hand in the wrinkled palm of an octogenarian.  A fox running across a woodland path and a man raising a gun to shoot it.  A plane crash. (…)  All these things happened, and my father committed them to a memory that wasn’t just his own, but the world’s. 

My father’s life wasn’t about disappearance.  His was a life that worked against it.”

I still think these are some of the most beautiful lines describing photography. It`s about the fascination and struggle with time. About creating time-capsules by taking pictures.

Ironically, it´s the very fact that we cannot stop time from passing, that ultimately makes moments special and enchanting.

The beauty of a moment and a life is that it`s one of a kind and that it won`t last forever. Even our own memories will fail to remember some of the moments that we`ve lived.

Occasions and special events, as well as routines or everyday habits – they stand for a certain era in our lives. We know that this era will end at some point and that`s what makes it bittersweet and heartbreakingly beautiful when we dare to feel this truth.

Warum und Zeit

(Zeit-Kapseln)

Weißt du, warum du den Beruf machst, den du machst? Kennst du “dein Warum”? Was ist es, das dich an deinem Beruf begeistert? Ich versuche zur Zeit genau das herauszufinden und zu formulieren. Als Fotografin liebe ich es natürlich zu fotografieren und Fotos anzuschauen. Warum aber? Was ist an der Fotografie dran, dass ich sie so sehr liebe, dass ich sie jeden Tag machen will?  

Ein großes “Warum” ist natürlich Zeit. Ich finde, dass Zeit so wertvoll ist und nicht nur verbracht, sondern erlebt und wahrgenommen werden muss. Fotos sind wie eine Art Zeit-Kapseln. Sie helfen uns dabei, den echten Wert der Zeit zu sehen, die uns gegeben ist. Dadurch kann uns bewusst werden, was wirklich wichtig für uns ist, wichtig für unser Business und für das, was wir tun.  

...zu seiner Zeit

Zeit ist so besonders wertvoll, weil sie begrenzt ist. Wir vergessen das immer wieder. Oft gehen wir mit Zeit wie mit Geld um, das wiedergewonnen und vervielfacht werden kann. Aber mit Zeit ist das nicht möglich.

Zeit ist immer anders. Ein Urlaub jetzt wird anders sein als einer in fünf Jahren. Ein Tag bei der Arbeit wird heute anders sein als einer in zehn Jahren. Schon nächste Woche kann vieles ganz anders sein. „Gott hat alles schön gemacht ZU SEINER ZEIT“, sagt König Solomon in der Bibel. Wir können Zeit nicht zurückbekommen. Wir müssen sie jetzt erleben und das Beste draus machen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir uns der Schönheit bewusst werden, die wir in jedem ganz normalen Tag finden können.  

Gleichzeitig sehnen wir uns danach, dass etwas bleibt, dass Momente bei uns bleiben. Solomon schreibt: “… auch hat Gott die Ewigkeit in das Herz der Menschen gelegt.” Das ist vielleicht der Grund warum wir Zeitkapseln wie Fotos oder Malereien so lieben.  

...gegen das Vergessen

Es gibt ein Buchzitat, das ich mal gelesen habe und das in mir den Wunsch geweckt hat, Fotografie als Beruf zu machen. Ich glaube ich hab es vor ungefähr fünf Jahren in der Tube in London gelesen, als ich gerade auf meinem anderthalb Stunden Weg zur Arbeit bei der High Street Modefirma war.

Das Buch heißt “H is for Hawk” (“H wie Habicht”) von Helen Macdonald und sie erzählt von ihrem Vater, der gerade gestorben ist und der Fotojournalist war:

“… All die tausenden Fotografien (…) Jede ist eine Aufzeichnung, ein Testament, ein Bollwerk gegen das Vergessen, gegen das Nichts, gegen den Tod.

Schau, das ist passiert. Etwas ist passiert und jetzt wird es nicht mehr un- passieren.

Hier ist es in einer Fotografie: ein Baby, das seine winzige Hand in die runzlige Handfläche einer Achtzigjährigen legt. Ein Fuchs, der über einen Waldweg rennt und ein Mann, der sein Gewehr hebt, um ihn zu erschießen. Ein Flugzeugabsturz. (…) All diese Dinge sind passiert und mein Vater hat sie in einem Gedächtnis eingeprägt, das nicht nur sein eigenes war, sondern das der Welt.

Das Leben meines Vaters handelte nicht vom Verschwinden. Sein Leben war eins, das dem Verschwinden entgegengewirkt hat.”

Ich finde immer noch, das das eines der schönsten Zitate ist, die Fotografie beschreiben. Es geht um die Faszination und die Herausforderung mit der Zeit. Es geht darum mit dem Bildermachen Zeitkapseln einzufangen.

Ironischerweise ist es genau das, dass wir Zeit nicht beim Vorbeigehen aufhalten können, was Momente besonders und bezaubernd macht.

Die Schönheit eines Moments und eines Lebens ist, dass sie einzigartig sind und nicht für die Ewigkeit bleiben. Sogar unser eigenes Gedächtnis wird sich irgenwann nicht mehr an Momente erinnern, die wir gelebt haben.

Besondere Ereignisse oder Events, genauso wie Routine und alltägliche Gewohnheiten – alle stehen für eine bestimmte Ära in unserem Leben. Wir wissen, dass diese Ära irgendwann zu Ende geht und das macht es bittersüß, zauberhaft und herzzerreißend schön, wenn wir es wagen, diese Wahrheit zu fühlen.

Picture your Highlights

highlights magazine article by Nadine Wilmanns

Halte deine Highlights fest

Recently,  I´ve written an article in the beautiful Sis-Magazine about celebrating our highlights by photographing moments of our day, every day. Admittedly, especially when you don`t live in a picture-beautiful home and if your day is full of work in front of the computer, it`s often not so easy to recognize these highlights to photograph. But really, that`s the whole point of the exercise: By making a serious effort to find and see beautiful moments it will become more effortless over time and we`ll see more of these highlights, too.  

And the major surprise will come later: Looking back after let`s say a few months and going through your highlight pictures, it will hit you: How blessed you are! How many good moments you captured that otherwise would have passed unnoticed. In fact, our life is often so much richer than we think when being in the very situation.

Give it a try and make a “pictures of summer” album. Your life might not be picture-perfect currently (and believe me: mine is far from that, too).  But by taking it day by day, picture by picture, highlight by highlight, we might be out for a surprise. Sometimes, we only see in hindsight how blessed we actually were. Realizing this in our own experience might help us appreciating our present more.

To read my magazine article (it`s in  German though) get the latest copy of the Sis Magazine: https://www.lydia.net/sis/

Halte deine Highlights fest

Neulich habe ich einen Artikel für was wunderhübsche Sis-Magazin geschrieben. Er handelt davon, unsere Highlights zu feiern, indem wir Momente unseres Tags fotografieren, jeden Tag. Zugegeben, das ist nicht immer so ganz easy, vor allem wenn man nicht in einem “Schöner-Wohnen”-zu Hause wohnt und wenn der Tag voller Computerarbeit ist. Dann kann es manchmal schwerfallen, diese Highlights zu bemerken. Aber das ist ja genau der Sinn der Übung: Wenn wir uns anstrengen, hübsche Momente zu finden und zu sehen, wird uns das mit der Zeit immer leichter fallen und wir werden immer mehr dieser Highlights sehen. 

Und die große Überraschung kommt später: Wenn wir nach sagen wir mal ein paar Monaten zurückschauen und durch unsere Fotos scrollen, werden wir überrascht sein: Wie viele gute Momente wir festgehalten haben, die sonst einfach unbemerkt an uns vorbeigegangen wären. Wie viel reicher unser Leben oft ist, auch wenn`s uns in der Situation selbst oft nicht so vorkommt. 

Versuch es selbst und mach ein “Bilder des Sommers” Album. Dein Leben ist vielleicht nicht bilderbuchmäßig (und glaub mir: meins ist es auch nicht). Aber wenn wir Tag für Tag denken, Bild um Bild, Highlight um Highlight, könnten wir überrascht werden. Manchmal sehen wir erst im Nachhinein, wie gut manches tatsächlich war. Wenn wir diese Erfahrung selbst machen, dann könnte uns das dabei helfen, den Tag heute mehr zu schätzen. 

Um meinen Magazin-Artikel “Feiere deine Highlights” zu lesen, hol dir die neue Ausgabe des Sis-Magazins: https://www.lydia.net/sis/

Downtime

Appointments for Downtime

Appointments for Downtime

“We are human beings, not human doings.”

This post is an extension of my last week`s post “Should-Do`s“.

As freelancers, we sometimes are tempted to work 24/7. Yet, by doing that, we risk losing our joy for what we`re doing. As well as tasks and Should-Dos I need to schedule time each day to just do nothing productive at all. To give my head some downtime, to free my mind, and to keep energy flowing.

If I don`t schedule that time in my planner I end up working overtime often which is counterproductive for all sorts of reasons.

Commit to some downtime

Appointments for our downtime are just as important as appointments for our Should-Do`s. If not even more important. After all, no one will regret having not hoovered often enough when dying. But it`s more likely that we regret not having taken enough time for fun.

The purpose of our calendar is to protect us from working too much and under stress. It`s there to free our minds. Not to make us work like a robot.

So, we need to schedule time for doing non-productive fun stuff and commit to that plan. If there is not enough time for this kind of downtime, then we need to postpone something else. Or we need to in future say no to work that is threatening to take that space in our calendar.

This is often hard as a freelancer – especially if it`s a good or important job. But if I never say no and try to please everyone, I`ll pay for that later with the stinging regret that I haven`t savoured the lifetime that has been given to me. Plus, I risk losing my joy altogether and end up grumpy and stressed – and that`s not gonna serve anyone.

No performance

I guess everyone needs to find his or her own balance between work and downtime. I generally need the weekend off, at the very least Sunday (or any day for that matter). Plus a minimum of one hour a day to do nothing productive. And I don`t mean six 10-minute breaks adding up to one hour, but one complete hour at a stretch. What I do during this time mustn`t be performance-related all. That could be going out with friends, fun-reading, watching a movie, hanging about. Basically, being lazy.

I still take photographs in my free time, too, as that`s just what I like to do after all. But that`s just for fun then and the picture doesn`t need to face any judgment, not even my own. They don`t have to fulfill any criteria except that it`s what I feel doing at the moment.

What do you enjoy doing without any pressure? And do you set aside time for downtime every day?

Termine für`s Faulsein

Dieser Post ist eine Ergänzung zu dem Post von letzter Woche: “Should-Do`s“.

Als Freiberufler sind wir manchmal versucht, rund um die Uhr und die ganze Woche zu arbeiten. Aber wenn wir das machen, kann es passieren. dass wir unsere Freude an dem was wir tun, verlieren. Genauso wie Aufgaben und Should-Do`s muss ich jeden Tag Zeit für`s Faulsein einplanen. Damit meine ich, was zu machen, was überhaupt nicht produktiv ist. So kann ich meinem Gehirn eine Auszeit geben, den Kopf freibekommen und die Energielevels oben halten. 

Wenn ich diese Zeit nicht als Termin in meinem Terminplaner einplane, dann werde ich dazu verleitet sein, Überstunden zu machen. Und das ist aus zehntausend Gründen kontraproduktiv.  

Termine für`s Faulsein einhalten

Termine für`s Faulsein sind genauso wichtig wie die für unsere Should-Do`s. Wenn nicht sogar noch wichtiger. Schließlich werden wir es nicht bereuen zu wenig Staub gesaugt zu haben, wenn wir sterben. Sondern wir werden es eher bereuen, uns nicht genügend Zeit zum Spaßhaben genommen zu haben. 

Der Zweck unseres Terminplaners ist es, uns vor zu viel Arbeit und vor Stress zu schützen. Er soll uns dabei helfen, unseren Kopf frei zu bekommen. Und nicht, wie ein Roboter zu arbeiten.

Also müssen wir Zeit einplanen für Dinge, die wir einfach nur zum Spaß machen ohne produktiv sein zu müssen. Und diese Zeit dann auch einhalten. Wenn nicht genügend Zeit dafür da ist, dann müssen wir was anderes verschieben. Oder in Zukunft nein sagen zu Arbeit, die uns diesen Platz im Kalender wegnimmt. 

Das ist als Freiberufler oft schwierig, vor allem wenn es sich um einen guten  oder wichtigen Job handelt. Aber wenn ich nie nein sage und immer versuche, allen gerecht zu werden, dann bezahle ich später damit, dass ich es bereue die Lebenszeit, die mir gegeben wurde, nicht wirklich ausgekostet zu haben.  Und ich riskiere, dass ich meine Freude ganz verliere, dass ich schlecht gelaunt und gestresst bin – und davon hat ja wirklich keiner was. 

Keine Leistung

Ich vermute, dass jeder seine eigene Balance finden muss, zwischen Arbeit und Faulsein. Ich brauche das Wochenende frei, zumindest den Sonntag (oder eben einen Tag in der Woche). Und mindestens eine Stunde am Tag, um nichts Produktives zu machen. Damit meine ich nicht sechs 10-Minuten-Pausen, die eine Stunde ergeben, sondern eine Stunde am Stück. Was ich in dieser Zeit mache, darf nicht irgendwie leistungsbezogen sein. Das könnte zum Beispiel mit Freunden rausgehen sein, lesen zum Vergnügen, Film schauen, rumhängen. Also im Grunde faul sein.

Oder auch fotografieren, schließlich mache ich das gern. Aber dann eben nur zum Spaß, das heißt, die Bilder müssen nicht einer Bewertung standhalten, auch nicht meiner eigenen. Sie müssen nicht irgendwelche Kriterien erfüllen außer, dass mir in dem Moment danach ist.

Was machst du gerne ohne Druck? Und planst du dir jeden Tag Zeit ein, um faul zu sein?

Should-Do`s

Appointments for the Should Do`s - do all things with love photogaphed by Nadine Wilmanns

Appointments for the Should-Do`s

Appointments for the Should-Do`s

Do you have a lot of „Should Do´s” in your head? I have, and I need to get rid of them. Not only do they make me feel overwhelmed, stressed, anxious and moody. But they also rob my energy, my joy and they make me less or even non-productive. Plus they suffocate any creativity.

“Do all things with love”, advises the Bible (in 1 Corinthians 16,14, in case you wanna look it up). But how can I do things with love when feeling stressed and overwhelmed?

When I constantly think I should do this and that, I cannot concentrate on what I`m doing at the moment, let alone enjoy. And often when there are too many Should Do`s floating in my head, I get literally paralyzed and don`t get anything done at all. Thus, Should Do`s are not serving me at all.

Time Management

As a freelancer this has been one of my biggest challenges. When I was an employee, I used to go to work, knowing I am meant to be there, peacefully doing my stuff, knowing what I had to do – happy days. As a creative freelancer, time management and Should Do`s have become less straightforward and more of an issue. So I need to come up with a system. There`s a LinkedIn Learning Course on Time Management by Dave Crenshaw and I`m gonna implement some of his advice in my system.

Appointments for peace of mind

So here`s my plan how to get rid of the Should Do`s: I gather them all in one To-Do list, and once a day, I give them appointments in my calendar. Or I give them an appointment straight away. This way they are kind of “done”, out of my head and in my calendar.

For example, I really should take my passport picture. I keep having that on my mind for days, even weeks now – have I done it? No. Because it was just a Should Do in my head, along with 20 other Should Do`s, and not an appointment in my calendar. Now, it`s scheduled for tomorrow at 4pm.

I`ll keep you updated with my findings about how to have more peace of mind as a creative freelancer. Meanwhile, I would be happy to hear or read about your insights. How are you managing your “Should do`s” and your time? Do you have a system in place and do you take control?

Update: Double the estimated time for a task

Only after 2 days, I have noticed: when I think something will take me one hour, it will usually take me two. So I need to schedule double the time of what I would estimate for any task. Otherwise, I end up in a hurry and stress – and the whole point of planning is to get rid of stress. 

Update: Be open to reschedule when needed

Life happens, and sometimes you need an extra pause because an event has thrown you off your path. We are humans and not machines. While we generally should commit to our schedule (otherwise it won`t be much help), we still can ask ourselves: What would serve me now in this situation? What would do me good? Maybe it`s smarter to reschedule something to free space for a much-needed walk or a bit of just hanging about. Be open to reschedule when life throws unexpected challenges at you. The goal of making appointments for your “Should-Do`s” is peace of mind. Not just working things off like a robot not listening to your needs in a given situation. 

Update: Maybe-List

If there are simply too many Should-Do`s that need to be scheduled so they just don`t fit in our calendar, we need to radically prioritize. What is truly important, meaning what will still matter in years? What is so urgent that it has to be done in order to avoid serious consequences? These things are to be scheduled in the calendar. Everything that is not so important goes to the “Maybe-List”. This way, they are still recorded and out of our heads. But we don`t NEED to do them anytime soon (or ever). 

Update: Post-it-Technique

If I`ve got a lot of tasks that I could do “anytime”, I often find it hard to give them a fixed appointment. It has then helped me to write those Should-Do`s on a post-it each. Then I pin or stick them on a wall, table, cardboard, or styrofoam board and set myself a deadline. I divide the number of tasks by the number of workdays until my deadline. So if I got two weeks for 17 tasks, I would wanna divide those 17 tasks by the ten workdays, that`s 1,7. That means, I wanna bin two tasks a day, and it`s not an issue if I only bin one on a few days. However, when working with the post-it-technique, I do need to leave some leeway in my calendar though, and I need to be very mindful to not be “overbooked”. 

Read the complementary post:

Downtime

 

Termine für die Should-Do`s

Hast du viele “Should Do`s” im Kopf? Also schwirren viele Sachen in deinem Kopf herum, die du eigentlich dringend erledigen solltest?  Bei mir schwirren viele und ich muss sie loswerden. Sie machen mir nicht nur Stress, Sorgen und schlechte Laune. Sondern sie rauben mir auch Energie und Freude. Und dazu machen sie mich weniger produktiv oder sogar völlig unproduktiv. Außerdem ersticken sie jede Kreativität.

“Macht alles mit Liebe“, rät die Bibel (in 1 Korinther 16, 14, falls du nachschauen willst). Aber wie kann ich Dinge mit Liebe tun, wenn ich gestresst und genervt bin? Wenn ich denke, dass ich eigentlich noch dies und jenes tun sollte, kann ich mich nicht gut auf das konzentrieren, was ich gerade mache. Ganz zu schweigen von Genießen. Und oft, wenn es zu viele Should Do`s in meinem Kopf gibt, fühle ich mich richtiggehend gelähmt und kriege gar nichts mehr hin. Also helfen mir Should Do`s überhaupt null.

Zeit-Management

Seit ich Freiberuflerin bin, ist das eine meiner größten Herausforderungen. Als Angestellte bin ich einfach zur Arbeit gegangen, wusste, dass da jetzt mein Platz ist, habe in Ruhe meinen Kram gemacht und wusste was ich zu tun hatte – easy. Als kreative Freiberuflerin sind Zeit-Management und Should Do`s komplizierter geworden. Also muss ich mir ein gut funktionierendes System überlegen. Es gibt einen LinkedIn Learning Kurs über Zeit-Management von Dave Crenshaw und ich habe vor, einige seiner Tipps in mein System zu übernehmen.

Termine für innere Ruhe

Hier ist mein Plan, wie ich Should Do´s loswerden möchte: Ich sammle alle Should Do´s in meiner To-Do-Liste auf den Leerseiten in meinem Timer. Und einmal am Tag gebe ich ihnen Termine in meinem Kalender. Oder ich gebe dem Should Do direkt einen Termin, sobald es mir in den Kopf fliegt. Was einen Termin hat, kann ich von der To-Do-Liste streichen. Denn sie sind dann praktisch “erledigt”, aus meinem Kopf raus und in meinem Kalender.

Zum Beispiel sollte ich dringend Passbilder von mir machen. Ich habe das seit Tagen und Wochen im Kopf – hab ich`s gemacht? Nein. Weil es nur als Should Do in meinem Kopf geschwirrt ist, zusammen mit 20 anderen Should Do`s. Es hatte keinen Termin in meinem Kalender. Jetzt habe ich es für morgen um 16 Uhr eingeplant.

Ich halte euch auf dem Laufenden, was ich darüber herausfinde, wie man als kreativer Freiberufler die innere Ruhe behält – oder wiederkriegt. Erzähl mir inzwischen gern von deinen Tipps, Ideen und Erfahrungen. Wie behältst du die Kontrolle über deine Should Do`s und deine Zeit? 

Update: Verdopple die geschätzte Zeit für eine Aufgabe

Schon nach zwei Tagen habe ich Folgendes festgestellt: Wenn ich denke, dass etwas eine Stunde dauert, dann dauert es normalerweise zwei. Das heißt, ich muss zweimal so viel Zeit für eine Aufgabe einplanen, als geschätzt. Ansonsten finde ich mich in Eile und Stress wieder. Und der Grund, warum ich plane ist ja gerade keinen Stress zu haben.

Update: Sei ok damit, bei Bedarf umzuplanen

Im Leben passiert manchmal Unerwartetes und manchmal brauchst du eine extra Pause, weil dich etwas aus der Bahn geworfen hat. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Zwar sollten wir uns an unseren Plan halten (sonst macht das Planen ja keinen Sinn), aber wir können uns schon auch fragen: Was wäre jetzt gerade gut für mich? Was würde mir wirklich helfen und was kann ich hier für mich tun? Manchmal ist es klüger, umzuplanen, um Zeit für einen Spaziergang zu haben, oder um einfach nur ein bisschen rumzuhängen. Sei ok damit, umzuplanen, wenn du Zeit fürs Nichtstun brauchst oder wenn du vor einer unerwarteten Herausforderung stehst. Wir vergeben ja Termine an unsere Should-Do`s damit wir ruhig und entspannt sein können. Nicht um wie ein Roboter eins nach dem anderen abzuarbeiten ohne darauf zu achten, wie es uns gerade geht.  

Update: Vielleicht-Liste

Wenn es einfach zu viele Should-Do`s gibt, die eingeplant werden wollen und unseren Terminplaner überfluten, dann müssen wir radikal Prioritäten setzen. Was ist wirklich wichtig, also was wird für uns auch nach Jahren noch von Bedeutung sein? Was ist so dringend, dass wir es zeitnah einplanen müssen um schwerwiegende Konsequenzen zu vermeiden? Diese Dinge müssen einen Termin bekommen. Alles, was nicht so wichtig ist, kommt auf die “Vielleicht-Liste”. So sind sie doch aufgeschrieben und aus unserem Kopf raus. Aber wir müssen sie nicht so bald (oder auch gar nicht unbedingt) erledigen. 

Update: Vielleicht-Liste

Wenn ich viele Aufgaben habe, die ich “irgendwann” machen kann, dann fällt es mir oft schwer, für sie fixe Termine festzulegen. Da hat es mir geholfen, jede dieser Aufgaben auf jeweils ein Post-it zu schreiben. Dann pinne oder klebe ich sie an eine Wand, auf einen Tisch, einen Karton oder ein Styropor-Brett und gebe mir eine Deadline. Ich teile die Anzahl der Aufgaben durch die Nummer der Arbeitstage bis zur Deadline. Also wenn ich zwei Wochen für 17 Aufgaben habe, dann würde ich 17 Aufgaben durch 10 Arbeitstage teilen, gibt 1,7. Das heißt, ich will pro Tag zwei Aufgaben-Post-its in den Müll machen und es ist kein Problem, wenn ich an manchen Tagen nur eins erledige. Wenn ich die Post-it-Technik anwende, dann muss ich dafür allerdings Luft in meinem Kalender lassen und muss wirklich darauf achten mich nicht voll zu planen. 

Lies ergänzend dazu:

Downtime

 

Vision

Vision Nadine Wilmanns photography

How to visualize

This week, I had two photoshoots. One of them was a portrait shoot and I thought I wouldn`t need a detailed plan, but just be spontaneous. The result was ok but far from breath-taking or special. Photographer Gina Milicia gave me the advice to previsualize what I want: “The secret to a great portrait shoot is to pre-visualize the image you want and then work with your subject to create this image.”

This was great advice – for my second shoot I prepared a detailed storyboard and I was so much happier with my results. It doesn`t mean that there weren`t any in-between moments that I would shoot or slight changes of plan. In fact, one surprising in-between shot ended up to be my favourite image of the shoot. The very fact, that I’ve freed up my mind by having a detailed plan, made this in-between shot possible. Because I could take some time to just be instead of constantly thinking about what I could do next.

Top Values

Pre-visualizing is important for all creative projects – and even life itself. I`m throwing that out there while struggling to find a clear vision for my own life or career. Principles that are true for our creative projects are often similarly true for our lives. If you have a vision for how you want to live and be, well done! You are gonna take steps towards this vision while being relaxed enough to be open for surprising in-between moments, twists, and turns on the way.

For those of us, who like me struggle, it might be a good starting point to define our top values, our main purposes, that are important to us. For example, in my life and career, my top values are peace, faith, freedom, and pleasant company. So when making decisions or planning my time, I ask myself: Does this serve my purpose? This way I can move forward according to my values.

Vision Board

Writing this I`m reminded of a technique that I heard about years ago: Neuroscientist Dr. Tara Swart suggests creating a vision board. Like a collage with images out of magazines or prints or any visuals that remind you of what you want in life.

She says: “The whole look and feel of it should represent how you want your life to be. The visual images activate parts of your brain that resonate deeper down than if you write out a list of what you want. A list won’t have the same impact as if you repeatedly see these images. And when you’re going around your daily life, you’re more likely to notice opportunities to do things that you want in your life. If you see these images last thing at night before you go to sleep, it is going to make a stronger impression in your subconsciousness. And then, the next day, you’re much more likely to actually act on that if there’s a trigger that reminds you to do it at the time.”

By starting to apply this approach, I hope my vision will become clearer over time. How about you? Do you have a clear vision of how you want your life, your career, or your next project to look like? What`s your experience with this matter and do you have your own techniques for finding a vision for you?

Visualisiere

Diese Woche hatte ich zwei Fotoshootings. Eins war ein Portraitshooting und ich dachte, ich kann das spontan, ohne einen detaillierten Plan. Das Ergebnis war ok, aber nicht atemberaubend oder besonders. Fotografin Gina Milicia hat mir geraten, vorher genau zu visualisieren, was ich will: „Das Geheimnis eines tollen Portrait Shootings ist, sich das Bild, das du erreichen willst, vorher zu visualisieren und dann zusammen mit dem, den du fotografierst, daran zu arbeiten, dieses Bild zu schaffen.“

Das war ein super Rat – für mein zweites Fotoshooting habe ich ein detailliertes Storyboard vorbereitet und ich war viel zufriedener mit den Ergebnissen.  Das heißt nicht, dass ich keine spontanen “Zwischendurch-Momente” fotografiert habe, oder dass ich mich total steif an den Plan gehalten hätte. Tatsächlich war ein überraschender Zwischendurch-Shot mein Lieblingsbild des Tages. Aber gerade dadurch, dass ich meinen detaillierten Plan und daher meinen Kopf frei hatte, wurde dieser Zwischendurch-Shot erst möglich. Weil ich Zeit hatte, einfach zu sein, anstatt non-stop überlegen zu müssen, was ich als nächstes tun könnte.  

Top Werte

Visualisieren ist wichtig für alle kreativen Projekte – sogar für das Leben selbst. Ich sage das, ohne selbst eine klare Vision für mein Leben oder meine Karriere parat zu haben. 

Grundsätze, die für unsere kreativen Projekte gelten, sind oft auch auf das Leben selbst anwendbar. Wenn du dir genau ausmalen kannst, wie du leben und sein willst, ist das super! Du wirst eher Schritte in Richtung dieser Idee gehen, während du entspannt genug sein kannst, um offen zu sein für überraschende Zwischendurch-Momente auf dem Weg, für Abzweigungen oder Wendungen.

Für uns, die wir uns damit schwertun, könnte Folgendes ein guter Start sein:  Was sind die Werte, die uns am wichtigsten sind? Welches sind unsere Hauptziele, an denen uns am meisten liegt? In meinem Leben und meiner Karriere beispielsweise sind das Frieden, Glaube, Freiheit und angenehme Gesellschaft. Das heißt, wenn ich Entscheidungen treffe oder meine Zeit einteile, frage ich mich: Dient das meinen Zielen? So kann ich meinen wichtigsten Werten näherkommen.

Visions-Collage

Während ich das schreibe, fällt mir eine Technik ein, von der ich vor ein paar Jahren gehört habe: Gehirnforscherin Dr. Tara Swart schlägt vor, eine „Visions-Collage“ zu gestalten. Mit Bildern aus Magazinen oder Ausdrucken oder sonstigen visuellen Eindrücken, die uns daran erinnern, was wir im Leben wirklich wollen.

Sie sagt: „Der gesamte Look und das Gefühl der Collage sollte repräsentieren, wie du dir dein Leben wünschst. Bilder aktivieren Teile deines Gehirns, die einen tiefergehenden Effekt haben, als eine einfache Liste. Eine Liste hat nicht die gleiche Wirkung, wie wenn du immer wieder diese Bilder siehst. Im Alltag wirst du viel eher Möglichkeiten wahrnehmen, Dinge zu tun, die du in deinem Leben tun willst. Wenn du diese Bilder direkt vor dem Schlafengehen anschaust, dann wird das eine stärkere Wirkung auf dein Unterbewusstsein machen. Und dann, am nächsten Tag, wirst du viel eher danach handeln, wenn dich ein Auslöser daran erinnert.”

Ich teste das mal und hoffe, dass meine Vorstellung mit der Zeit klarer wird. Wie geht es dir mit dem Thema? Hast du eine genaue Vorstellung davon, wie dein Leben, deine Karriere, oder dein nächstes Projekt aussehen soll? Was ist deine Erfahrung damit und hast du deine eigenen Techniken, um eine Vision für dich zu finden?

Daniela Reske

photographer Daniela Reske

„You mustn`t be a perfectionist when doing documentaries“

„You mustn`t be a perfectionist when doing documentary“

photographer Daniela Reske

In Conversation with Daniela Reske

Finally, I start what I`ve had in my mind for a while now: Every now and then I want to interview creatives whose work I find inspiring – photographers, fashion designers and other artists. We can learn so much from each other! Generally, I want to get into the habit of asking questions and most importantly of truly listening. My first interview for this blog is with one of my very favourite photographers, Daniela Reske. She has her studio in Reutlingen-Oferdingen/Germany, and documents weddings internationally. Her pictures are like cinema – one-of-a-kind storyworlds filled with feeling and special moments. We met in her studio, a former boathouse by a river with huge old windows and a cozy fireplace.

Daniela, when I look at your work, I feel like in a movie that I want to keep on watching. How did you get to your unique visual language?

I have always been intrigued by journalism, by pictures that are conveying the moment. When I started out as a photographer twelve years ago, the reportage approach in weddings wasn`t mainstream yet. It was offered by only a few photographers. In the US this approach of documenting the entire day had been common for some time though. Today, wedding documentaries are pretty much standard. I loved the idea of having a photo album that enables people to relive that special day. When are friends and family ever all together? To me it`s important to show what`s happening in a genuine way, to truly document.

How do you put that into practice?

I use a 35 mm prime lens. That makes my pictures look very cinematic. Instead of the typical portrait, I rather capture scenes. I have looked at photographs that I liked and analyzed them: How are things done technically? What do I need to master as a photographer? How do I need to act in order to enable these scenes and moments to unfold in front of me? I must not attract attention. Which challenges the use of a 35 mm lens. So, I have to be even more unobtrusive. This technique is a big part of my work. I don`t use zoom lenses, but I walk instead. And I know how I need to move.

“To me it`s important to show what`s happening in a genuine way, to truly document.”

photographer Daniela Reske

Don`t you find that oftentimes people are immediately alarmed when they feel a camera pointed at them, either looking straight into the camera or turning away?

Often you can catch a funny moment when a person looks straight into the camera in just that moment when you want to press the shutter. When there`s a lot of interaction it`s easier for me. The more hustle and bustle the better. But I generally act very unobtrusive and am hardly noticed. However, at weddings, people are dressed up and want to be photographed. Because of its defined context, a wedding is an opportunity for many good photos – it certainly is different from going into town to take pictures.

What makes a good picture for you?

If it tells a story and if it`s touching – moving in any way and be it in a negative way. Of course, I`m pleased if the composition and light are right, too. But not the perfect picture is the good one. A trivial subject matter that`s captured with perfection often contains no emotion. A good picture is the one that conveys feeling and communicates the moment.

So you can overlook flaws, for example when something is out of focus what really should be in focus?

If a potentially good picture is so blurred that I can`t use it, that of course annoys me. As I work a lot with my aperture wide open, it happens often, that something isn`t quite perfectly in focus. I can handle that. I think of the movies, where the focus is moved to the ear for the skin to look smoother. You must not be a perfectionist when doing documentaries, otherwise, you`ll end up unhappy. A picture has to communicate a strong story and strike a chord with the viewer. Everything else is a minor matter. That`s what I like about reportage.

photographer Daniela Reske
Photographer Daniela Reske

Do you sometimes have nightmares about missing important moments at a photo event?

The evidently important moments, like the kiss after the wedding ceremony, are certainly must-haves. When it comes to these moments, I take no risks, but I don`t expect any artistic masterpieces either. The truly brilliant pictures are captured in other situations. You cannot be everywhere at the same time, you can`t get everything, because so much is happening simultaneously. I am alert and focused and I pay close attention to what`s going on around me. At a wedding, I`m with the couple already in the morning, when they prepare for the day. I then notice which people are most important to them, who have a special relationship with them. Those, I want to capture often. I don`t search for moments, but I keep my eyes and my mind wide open.

During conventional photo shoots, narrative moments don`t necessarily happen just like that. Nevertheless, you manage to maintain your expressive imagery…

Generally, I try to keep photoshoots as natural as possible. I don`t have a plan of how the people are supposed to look in the photos. I always try to find out, what they are here for, and what attracted them to my images. In my photos, I try to reveal relationships. I don`t dictate poses. I set the context in order to allow the happenings to unfold freely. It`s very important that I show up easy-going, confident, and relaxed. So that the people in front of the camera can let go. If I`m insecure the shooting is not going to succeed. Confidence comes with practice though.

After twelve years working as a photographer you probably have a lot of that – say, how did you get into photography at all?

At school, we built a Camera Obscura, a pinhole camera. I was completely in awe. I have always been a visual person. When I had my daughter, I started to photograph her. A friend asked me to photograph her wedding. That`s how I got to my first portfolio images. Before I had been working in marketing and I was very media-savvy. That helped me to become visible and prominent as a self-employed creative.

Photographer Daniela Reske

“In my photos, I try to reveal relationships.”

What have your biggest challenges as a photographer been?

I find it difficult when people have a fixed image of how they want to come across. This is especially common in the business sector. I then feel like I have to put them in a costume, which I can`t. A challenge for every photographer is peoples` harsh self-criticism. Sometimes, while I`m photographing someone, that person points out that certain flaws can be retouched later. That`s when I start to communicate that I`m not here to make them slimmer. Of course, I picture everyone in an appealing, aesthetically pleasing way. If people aren`t at peace with themselves, I can`t do anything about that as a photographer though. I see the opposite, too: Last year, I had beautiful shootings with women, who told me that they wanted to be photographed because they feel they`re now at peace with themselves.

You were the co-author of a book and you initiated workshops – are there any new projects on the horizon?

When the situation allows it, I will certainly offer workshops again. Together with a friend and colleague, I have opened an online shop where we sell prints. And I`m sure we`ll do some exhibitions again.

„Du darfst bei Reportagen nicht perfektionistisch sein“

„Du darfst bei Reportagen nicht perfektionistisch sein“

photographer Daniela Reske

Im Gespräch mit Daniela Reske

Endlich beginne ich, was ich schon lange vorhatte: Eine lose Interviewserie mit Kreativen, deren Arbeit ich beeindruckend finde – Fotografen, Modedesigner und andere Künstler. Es gibt so viel zu lernen! Generell möchte ich mir angewöhnen, viele Fragen zu stellen und vor allem gut zuzuhören. Mein erstes Interview ist mit einer meiner Lieblingsfotografinnen: Daniela Reske. Sie hat ihr Atelier in Reutlingen-Oferdingen, reist aber auch schon mal ins Ausland, um Hochzeiten zu dokumentieren. Ihre Bilder sind wie Kino – einzigartige Erzählwelten, voller Gefühl und besonderer Augenblicke. Wir haben uns in ihrem Atelier getroffen, einem ehemaligen Bootshaus am Fluss mit riesigen alten Fenstern und gemütlichem Kaminfeuer.

Daniela, wenn ich mir deine Arbeiten anschaue, komme ich mir vor wie in einem Film, den man immer weiter schauen möchte. Wie bist du zu deiner besonderen Bildsprache gekommen?

Mich hat schon immer das Journalistische interessiert – Bilder, die im Moment passieren. Als ich vor zwölf Jahren als Fotografin begonnen habe, war die Hochzeitsreportage noch nicht so etabliert. Es gab nur eine Handvoll Fotografen, die das gemacht haben. In den USA gab es die Bewegung schon länger, dass der ganze Tag begleitet und dokumentiert wird. Heute ist die Reportage im Hochzeitsbereich ja fast Standard. Ich fand die Idee schön, dass das es am Ende ein Album gibt, mit dem man diesen besonderen Tag nacherleben kann. Wann sind Freunde und Familie schon mal alle zusammen? Wichtig ist mir, das Geschehen so festzuhalten, wie es tatsächlich passiert ist – also wirkliche Reportage-Arbeit.

Wie setzt du das praktisch um?

Ich fotografiere mit 35 mm Festbrennweite. Dadurch wirken die Bilder sehr filmisch. Statt klassischen Portraits, fange ich eher Szenen ein. Ich habe mir Sachen angeschaut, die mir gefallen haben und habe mir dann überlegt: Wie ist das technisch gelöst? Was muss ich als Fotografin können? Wie muss ich mich verhalten, damit diese Szenen und Momente vor mir geschehen können? Ich muss unauffällig sein. Das steht eigentlich im Widerspruch zu den 35 mm, also erfordert es noch mehr Zurückhaltung von mir. Die Technik ist ein großer Teil meiner Arbeit. Ich zoome nicht, sondern laufe. Und ich weiß, wie ich mich bewegen muss.

“Wichtig ist mir, das Geschehen so festzuhalten, wie es tatsächlich passiert ist – also wirkliche Reportage-Arbeit.”

photographer Daniela Reske

Geht es dir nicht oft so, dass Leute sofort verschreckt her – oder weg – schauen, sobald eine Kamera auf sie gerichtet wird?

Oft erwischt man einen witzigen Moment, wenn eine Person gerade in die Kamera schaut. Wenn viel Miteinander stattfindet, ist es einfacher für mich. Je trubeliger, desto besser. Aber ich verhalte mich eben sehr zurückhaltend und werde dann fast nicht mehr wahrgenommen. Auf Hochzeiten ist es außerdem so, dass sich alle schön zurechtgemacht haben. Die Leute wollen dann auch fotografiert werden. Durch den definierten Rahmen ermöglicht eine Hochzeit immer viele gute Bilder – anders als würde man einfach in die Stadt gehen und fotografieren.

Was macht für dich ein gutes Bild aus?

Wenn es eine Geschichte erzählt und berührt – auf irgendeine Art und Weise, das kann auch negativ sein. Natürlich freut es mich, wenn dazu noch Komposition und Licht stimmen. Aber nicht das perfekte Bild ist das Gute, sondern das emotionale Bild, das den Moment rüberbringt. Ein gewöhnliches Motiv, bei dem alles perfektioniert ist, hat dagegen oft keine Emotion.

Dann kannst du also gut darüber hinwegsehen, wenn zum Beispiel mal was nicht ganz scharf ist, was eigentlich im Fokus sein sollte?

Wenn ein potentiell gutes Bild unbrauchbar unscharf ist, ärgert es mich natürlich. Ich arbeite viel offenblendig, da passiert es schnell, dass der Fokus nicht perfekt ist. Damit kann ich gut umgehen. Ich denke da an den Film, bei dem absichtlich der Fokus aufs Ohr gelegt wird, damit die Haut schöner wirkt. Du darfst bei Reportagen nicht perfektionistisch sein, sonst wirst du unglücklich. Ein Bild soll starke Geschichten erzählen und emotional berühren, das andere ist Nebensache. Gerade das mag ich an der Reportage.

photographer Daniela Reske

Hast du manchmal Alpträume, wichtige Momente eines Fotoevents zu verpassen?

Die vordergründig wichtigen Momente, wie der Kuss nach der Trauung, sind natürlich Must-Haves. Da gehe ich einfach auf Sicherheit und erwarte keine großen Kunstwerke. Die wirklich guten Bilder mache ich an anderen Stellen. Du kannst nicht immer überall sein, kannst nicht alles erwischen, denn es geschieht ja so viel gleichzeitig. Ich bin aufmerksam und fokussiert und achte darauf, was um mich herum passiert. Weil ich schon morgens bei den Vorbereitungen dabei bin, bekomme ich mit, wer die wichtigen Menschen im Umfeld des Paares sind, wer einen besonderen Bezug hat. Da schaue ich, dass die oft festgehalten sind. Ich suche die Momente nicht, sondern ich halte Augen und Geist offen.

Bei klassischen Fotoshootings kommen erzählende Momente nicht unbedingt von selbst. Trotzdem schaffst du es auch da, deine ausdrucksstarke Bildsprache beizubehalten...

Auch Fotoshootings versuche ich so natürlich wie möglich zu halten. Ich habe keinen Plan im Kopf, wie die Menschen auf den Bildern aussehen sollen. Ich versuche immer herauszufinden, warum sie hier sind, was sie an meinen Fotos angezogen hat. Auf den Bildern versuche ich, Beziehungen zu zeigen und gebe keine Posen vor. Ich konstruiere den Rahmen, um dann möglichst viel dem Geschehen selbst zu überlassen. Wichtig ist, dass ich als Fotografin Coolness, Selbstverständlichkeit und Entspanntheit mitbringe, damit die Menschen vor der Kamera loslassen können. Wenn ich unsicher bin, wird das Shooting nichts. Sicherheit kommt aber mit Übung.

Davon hast du nach zwölf Jahren als Fotografin bestimmt viel - sag mal, wie bist du eigentlich überhaupt zur Fotografie gekommen?

In der Schule haben wir eine Kamera Obscura gebaut, das hat mich total begeistert. Ich war immer ein visueller Mensch. Als meine Tochter da war, habe ich angefangen, sie zu fotografieren. Eine Freundin hat mich gefragt, ob ich ihre Hochzeit fotografiere und so hatte ich meine ersten Bilder. Vorher habe ich im Marketing gearbeitet und ich war sehr medienaffin. Das hat mir als selbständige Kreative geholfen, sichtbar zu werden.

photographer Daniela Reske

“Auf meinen Bildern versuche ich, Beziehungen zu zeigen.”

Was waren oder sind deine größten Herausforderungen als Fotografin?

Schwierig wird es, wenn Menschen eine zu konkrete Vorstellung davon haben, wie sie wirken möchten. Das kommt vor allem im Business-Bereich vor. Ich habe dann das Gefühl, ich muss ihnen ein Kostüm anziehen, was ich ja gar nicht kann. Eine Herausforderung für jeden Fotografen ist, dass Menschen oft sehr selbstkritisch sind. Manche weisen schon während des Shootings darauf hin, dass man ja retuschieren könne. Da fange ich bereits an, zu vermitteln, dass ich als Fotograf nicht dazu da bin, sie schlanker zu machen. Natürlich fotografiere ich jeden schön und ästhetisch ansprechend. Wenn Menschen mit sich selbst nicht im Reinen sind, dann kann ich da als Fotograf nichts machen. Ich erlebe auch das Gegenteil: Letztes Jahr hatte ich sehr schöne Shootings mit Frauen, die sagten, sie wollen intimere Fotos von sich, weil sie jetzt mit sich im Reinen sind.

Du hast ja bereits an einem Buch mitgeschrieben, hast Workshops initiiert – gibt`s gerade neue Projekte bei dir?

Wenn es die Situation zulässt, werde ich in Zukunft sicher wieder Workshops anbieten. Mit einem Freund und Kollegen habe ich letztes Jahr einen Onlineshop eröffnet, über den wir Prints verkaufen. Und wir werden bestimmt auch wieder Ausstellungen machen.

photographer Daniela Reske
photographer Daniela Reske

Creative work

creative work leica analog photo camera

Creative Work

How to get creative work done

One of the biggest traps for creative work is postponing. Either because of “waiting for inspiration”. Or because of perfectionism, saying “I`m not good enough yet, conditions are not ideal at the moment,…”

I`ve written about this before but it`s been one of the most important lessons for me: Creativity means commitment which implies planning your day, setting priorities, and setting aside time for them. Creative work means fight and determination. And actually doing the work now.

“Inspiration is for amateurs. The rest of us just show up and get to work”, said photographer Chuck Close. “If you wait around for the clouds to part and a bolt of lightning to strike you in the brain, you are not going to make an awful lot of work. All the best ideas come out of the process; they come out of the work itself.”

No need for the perfect setting

The other day, I had an interesting interview with singer and musician Joe Vox. He has released an album together with other musicians called “COVid IDentities”. Because of the lockdown, one of the musicians didn`t have access to fancy recording technology. So he just used his phone. Simple as that.

The musicians made things work, even though conditions weren`t ideal. Joe Vox said: “As a creative, you don`t need the perfect setting. On the contrary: Too much perfection can indeed harm because you constantly find that settings aren`t ideal. And you end up doing nothing at all because of that. You can always do something when you are creative and really want to.”

Kreative Arbeit

Eine der größten Fallen für kreative Arbeit ist Aufschieberitis. Entweder weil man auf “Inspiration” wartet. Oder wegen Perfektionismus, der einem sagt “Ich bin noch nicht gut genug, die Bedingungen sind im Moment noch nicht ideal,…“

Ich habe schon mal über dieses Thema geschrieben, aber es ist eine der wichtigsten Lektionen für mich gewesen: Kreativität bedeutet Einsatz und sich zu verpflichten, Prioritäten zu setzen und dafür Zeit zu reservieren. Also den Tag entsprechend drum herum zu planen. Es bedeutet auch zu kämpfen und entschlossen zu sein. Und sich tatsächlich jetzt an die Arbeit zu machen.

„Inspiration ist was für Amateure. Wir anderen lassen uns blicken und machen uns an die Arbeit“, sagte Fotograf Chuck Close. „Wenn du darauf wartest, dass sich die Wolken auftun und dich ein Geistesblitz trifft, dann wirst du nicht besonders viel zustande bringen. All die besten Ideen kommen aus dem Prozess heraus. Sie entstehen bei der Arbeit selbst.”

Es braucht nicht die perfekten Bedingungen

Neulich hatte ich ein interessantes Interview mit Sänger und Musiker Joe Vox. Er hat ein Album “COVid Identities” mit anderen Musikern zusammen herausgebracht. Wegen des Lockdowns hatte einer der Musiker keinen Zugang zu richtiger Aufnahmetechnik. Also hat er sein Handy benutzt. Ganz einfach.

Die Musiker haben die CD möglich gemacht, auch wenn nicht alles ideal war.  Joe Vox sagte: “ Als Kreativer braucht man nicht die perfekten Bedingungen. Im Gegenteil: Zu viel Perfektion tut oft nicht gut, denn man findet dauernd, dass die Umstände nicht gut genug sind. Und am Ende kommt gar nichts bei raus. Man kann immer was machen, wenn man Kreativität hat und wirklich will.“

Feelgood Photography

feelgood photography detail

When having a special, good feeling, have your camera with you. In my experience, I tend to see more when I feel good and a bit emotional. As well, I tend to be more compassionate, attentive, and open which is so important for photography. And suddenly everything seems to have more meaning and depth.

I then hope that by capturing the feeling, it will stick with me. I may be able to revisit and recreate it later, because I`m more likely to remember when a picture was taken.

Capture the “feelgood”

It may seem strange wanting to photograph something that can`t be seen at all, but only sensed. I mean, a horse just looks like a horse. But peace, calm, melancholy, feelgood,… ? Everybody would capture them differently.

Someone might just see nothing in a picture, while somebody else might be completely blown away. But there`s the beauty: there is a personal element, not obvious to everyone. Our photographs speak our very unique language and it`s ok if not everybody understands.

Snapshots that stick

Yesterday, I`ve been feeling weirdly and quite strikingly peaceful and at ease for most of the day – for no apparent reason. In fact, according to what I was up to, I should have been stressed. But no, all good. Maybe I`ve breathed deep into my stomach a lot. Maybe my mind counteracted with some extra peace after having felt rather overwhelmed the day before – I don`t know. However, I wanted to preserve that feeling so I took some snapshots. Hoping that one will stick to my memory and stay attached to that sense of feelgood and ease.

How about you – have you noticed that how you feel is being translated into your photography?


Feelgood Photography Detail

Wohlfühl-Fotografie

Wenn du dich besonders wohl und gut gelaunt fühlst, nimm deine Kamera mit. Bei mir ist es so, dass ich mehr sehe, wenn ich mich gut und ein bisschen emotional fühle. Ich bin dann auch nachsichtiger mit mir selbst, achtsamer und offener, was so wichtig für das Fotografieren ist. Und alles bekommt irgendwie auf einmal mehr Bedeutung.

Ich hoffe dann, dass das Gefühl in meinem Gedächtnis bleibt, wenn ich es fotografiere. Vielleicht kann ich es später wiederhaben, weil ich mich eher wieder dahin zurückversetzen kann, wenn ich ein Bild gemacht habe.

Fotografiere “Wohlfühlen”

Kann sein, dass es seltsam scheint, etwas fotografieren zu wollen, das gar nicht wirklich zu sehen ist, sondern nur zu spüren. Ich meine, ein Pferd sieht einfach wie ein Pferd aus, aber Zufriedenheit, Ruhe, Melancholie, Wohlfühlen,… ? Das würde jeder anders festhalten.

Und deshalb sieht einer vielleicht gar nichts in einem Bild, das einen anderen besonders anspricht. Aber das ist auch das Schöne: da gibt`s ein persönliches Element, das nicht jeder erkennt. Unsere Fotos sprechen unsere ganz eigene Sprache und es ist ok, wenn sie nicht jeder versteht.

Feelgood Photography

Schnappschüsse, die bleiben

Gestern habe ich mich ganz ohne offensichtlichen Grund seltsam gut und zufrieden gefühlt. Wenn ich auf mein Programm von gestern schaue, hätte ich eher erwartet, gestresst gewesen zu sein. Aber nein, alles gut. Vielleicht habe ich viel in meinen Bauch geatmet. Vielleicht hat meine Psyche mit einer Extraportion Ruhe reagiert, weil ich mich am Tag davor überfordert gefühlt habe – keine Ahnung. Jedenfalls wollte ich das Gefühl festhalten, also habe ich ein paar Schnappschüsse gemacht. In der Hoffnung, dass einer in meinem Gedächtnis bleiben und mit diesem Wohlfühl-Gefühl verbunden sein wird.

Achte doch auch mal drauf: wirkt sich dein Gefühl auch auf deine Fotos aus?

Feelgood Photography Detail

Read more:

www.nadinewilmanns.com/how-to-remember

www.nadinewilmanns.com/how-to-get-the-feeling-into-the-picture

Lockdown Photography

lockdown photography rubber gloves on washing machine

Lockdown-Photography

How hard times can help your photography

Die originale Version dieses Posts auf Deutsch, “Lockdown-Fotografie”, wurde auf dem bekannten Fotoblog www.fotografr.de veröffentlicht. Hier ist die englische Übersetzung:

Do you recall the last days before your personal Corona lockdown? I remember them like it was yesterday and the pictures that I`ve taken. I had a strange feeling sitting in a coffee shop on Bethnal Green Road in London, just having read the headlines of the first COVID death in England. Somehow, I have taken deeper breaths that day trying to soak in as much freedom and fresh air as possible. And I have photographed even more than usual.

Despite all the weirdness of the situation, I knew that at least I could always document everything with my camera. That I don`t need to passively wait, but that I can actively move my focus on something. That has given me some feeling of control and at the same time a creative challenge.

Home Photography Lockdown Photography window view
Home-Photography Lockdown Photography bed sheets

Documenting being at home

As a matter of fact, the challenge soon turned out to be documenting being at home. During that time, I found it more helpful than ever to photograph „what is“. Even though there wasn`t happening much – after all, I was at home all the time – in my head there was going on a lot. Somehow, I wanted to find a way to express that.

And really, the more confined we are the more of a challenge this becomes, and the more there is to learn. I have been following the „One-picture-a-day-projects“ of other photographers and I`ve noticed that they haven`t just captured something very special , but as well that they have become much more sensitive to the ordinary.  

Lockdown Photography Glasses by the window Home-Photography

Each days' hero shot

Somewhere, I`ve read about a man, who couldn`t get around much due to his poor health. However, he went for a daily walk around the block with his camera. He probably didn`t get THE shot every day. But because he kept on going persistently looking for the special on his everyday route, he eventually kept discovering more and more.

Do you know when the light on your sink is at its best? Since Corona I know that – and I have noticed how that changed when my boyfriend blocked parts of the window with wooden panels. Lucky enough I didn`t know then, that now, meanwhile in Germany, I would still talk about Corona. I just tried to focus on one day at a time and get each days hero shot.

Each night I would be looking forward to reviewing my “pictures of the day” when transferring them to my phone before I went to sleep. That was my incentive – I`m sure you know the joy of finding a picture that you really love when scanning through your photos. (And by that I don`t mean technical perfection, but a picture with expression and meaning, one that evokes a feeling. That`s a different topic though…)

Home Photography How to remember light trail lockdown photography
Home-Photography, Lockdown Photography cat looking out

Open to surprises

As a photographer, I want to become better and better. And sometimes weird circumstances feature surprising opportunities to learn and to evolve. Times of restriction invite us to look out for our hero-shot of the day. And to consider the possibility that the most boring, stupid, or difficult situation might turn out as the moment of the day, at least in terms of photography.

I do recommend trying this approach for yourself. Especially when in a low mood, it can feel like hard work to pick up the camera. Yet after a few days it will become second nature and you will anticipate making progress with your personal at-home-project.

Head to www.fotografr.de to read the original, German version of this article. 

New Year

New Year lights celebration

New Year

As we enter the new year, it`s a good time to go through all our photos of this year. Of course, to reflect on the past twelve months. But as well to see how we grew as artists and to motivate us to keep on pushing forward and to become better in the new year ahead.

(On a side note: In my case, the new year is a good opportunity to organize my picture chaos, too. Click here for an article about a good organizational structure. I`ve started some organizing by the beginning of the lockdown in March but didn`t finish. Once I`ve established a consistent system that works for me, I`ll share it here.)

It`s not about pretty

Lately, I`ve had some days when I felt a little discouraged in documenting the ordinary. Because you know on Instagram you see all these super-pretty rooms and stuff and well, I don`t find my place so picture-pretty. However, looking back at the 2020 photographs, I realized that it weren`t the “pretty things” that made the best photos. But it was good light. Plus, ideally some meaning, and a very present moment that stayed.

That really motivated me again to shoot daily what is meaningful to me and focus on the light (in the truest sense of the word). Let´s feel and observe the very moment as often as possible without thinking about later or before. I`ve read and noticed that this can make an ordinary moment more meaningful.

As well I can report that it`s often just about getting started in order to get us into a habit. Like in this case the habit of documenting our lives in pictures. For example, we can begin with taking a picture of something simple as our feet and that can get us going to “see” and become aware of more.

For the year to come, I hope that I can always be thankful, curious, and unbiased. That I will be open to new experiences and surprises. And that I have faith in God`s support in order to be brave and to take healthy chances to document more. What are your wishes? Have a good start in 2021 and don`t let yourself get disheartened if the start doesn`t turn out as hoped. 

Neues Jahr

Der Start ins neue Jahr ist eine gute Zeit, um durch die Fotos von 2020 zu blättern. Natürlich um nochmal auf das Jahr zurückzuschauen. Aber auch um zu sehen, wie wir als Künstler gewachsen sind und um uns zu motivieren, weiter an uns zu arbeiten, um noch besser zu werden.

(Übrigens ist es für mich auch eine gute Gelegenheit, Ordnung mein Bilder-Chaos zu bringen. Ich habe beim ersten Lockdown im März damit begonnen, aber bin null fertig geworden. Sobald ich ein funktionierendes System entwickelt habe, werde ich es hier teilen.)

Es geht nicht um hübsch

In letzter Zeit hatte ich immer wieder Tage, an denen ich mich ein bisschen entmutigt darin gefühlt habe, das Alltägliche zu dokumentieren. Auf Instagram sieht man doch immer diese superhübschen Räume und Orte – und naja, ich finde, bei mir sieht`s nicht so „bildhübsch“ aus. Aber als ich durch meine Fotos von 2020 geschaut habe, ist mir aufgefallen: Es waren nicht die „hübschen Dinge“, die die besten Bilder ausgemacht haben. Sondern es war gutes Licht. Und idealerweise eine Bedeutung und ein „erlebter“ Moment, der mir im Gefühl geblieben ist.

Das hat mich wieder motiviert, jeden Tag zu fotografieren was Bedeutung für mich hat, und auf das Licht zu fokussieren (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich habe gelesen und bemerkt, dass ein gewöhnlicher Moment mehr Bedeutung bekommt, wenn wir ihn richtig „fühlen“ und beobachten, ohne an vorher oder nachher zu denken.

Beginne einfach

Außerdem kann ich berichten, dass es oft einfach nur darum geht, zu beginnen, um etwas zur Gewohnheit zu machen. Wie eben die Gewohnheit, unseren Alltag in Bildern zu dokumentieren. Zum Beispiel könnten wir damit starten, einfach etwas Simples wie unsere Füße zu fotografieren. Das kann uns dann dazu verleiten, mehr zu sehen und wahrzunehmen.

Für das neue Jahr hoffe ich, dass ich dankbar, neugierig und unvoreingenommen sein kann. Dass ich offen sein werde für neue Erlebnisse und Überraschungen. Und dass ich daran glauben kann, dass Gott mich unterstützt, um dann mutiger zu sein, damit ich mehr dokumentieren kann. Was sind deine Wünsche? Hab einen guten Start in 2021 und lass dich nicht entmutigen, falls der Start nicht so läuft, wie erhofft.

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