See this day

See this day smiling girl photographed by Nadine Wilmanns

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See this day

See this day

One of the most important reasons why I came up with the “A day in your life” project is, that I hope to encourage us (me included) to appreciate what we have and who we are today. This is so essential for living.

We’re often so busy making plans and hoping for a better future that we forget to have an attentive look at what is there right now. I often need to remind myself that true living is not planning and wishing. If we wait for “someday” or “tomorrow” instead of making the best out of what we have right now, we are going to miss our life – and our purpose.

Someday...

The church sermon on Sunday was just about that issue: don`t postpone what`s important and dance in the rain, that is make the best out of what`s there.

Here are some excerpts from pastor Amy Stotts’ sermon (www.stlukese16.co.uk) : “What if our whole lives weren`t based around “someday making it”? What would it mean that instead, we would LEARN to live free in joyful abundance today?

What if this “someday” we dreamt about became today? And instead of dreaming of a better tomorrow, we chose to stop wasting our days sleepwalking. Some of us are so focused on what might one day come true that we`re missing out today on God’s plans for today. Some of us are so busy building tomorrow, that we are forgetting about what God has called us to be now.”

“Life is not about waiting for storms to pass but learning to dance in the rain. Purpose is not waiting for the whole journey to be mapped out before taking the first step of faith but instead embracing the road we walk on today.”

Your camera as a tool for now

“What if our purpose wasn’t that destination that we hope one day to land on, but what if it was a way of inhabiting the world today? Maybe we just need to open our eyes and embrace what God has placed in front of us.”

My camera has been a good tool for me to help me focus on today. After all, cannot look at pictures of “somedays’” or “tomorrows’” happenings. Use whatever tool you like and truly see this day.

Sieh diesen Tag

See this day

Einer der wichtigsten Gründe, warum ich mir das “Ein Tag in deinem Leben” Aktion (www.nadinewilmanns.com/a-day-in-your-life) ausgedacht habe, ist uns zu ermutigen (mich eingeschlossen), wirklich zu schätzen, was wir heute haben und wer wir heute sind. Das ist so entscheidend fürs Leben.

Wir sind oft so beschäftigt damit, Pläne zu machen und auf eine bessere Zukunft zu hoffen, dass wir total vergessen, den Tag heute richtig zu beachten. Ich muss mich oft selbst daran erinnern, dass echtes Leben nicht Planen und Wünschen ist. Wenn wir auf “irgendwann” oder “morgen” warten, anstatt das Beste aus dem zu machen, was wir gerade haben, dann verpassen wir unser Leben – und unseren Sinn.  

Eines Tages...

Die Predigt am Sonntag in der Kirche hat genau davon gehandelt: Verschieb nicht, was wichtig ist, und tanze im Regen, also mach das beste aus dem was gerade eben ist.

Hier sind ein paar Zitate aus Pfarrerin Amy Stotts‘ Predigt (www.stlukese16.co.uk): „Was wäre, wenn sich unser Leben nicht darum drehen würde, „es eines Tages zu schaffen“? Was würde es bedeuten, wenn wir stattdessen LERNEN würden heute frei zu leben und uns darüber zu freuen, genug zu haben?

Was, wenn dieses “eines Tages”, das wir uns erträumt haben, heute wäre? Und was, wenn wir anstatt von einem besseren Morgen zu träumen uns dazu entschließen würden, mit dem Schlafwandeln aufzuhören. Viele von uns sind so darauf fixiert, was eines Tages wahr werden könnte, dass sie Gottes Plan für heute verpassen. Manche von uns sind so damit beschäftigt, morgen zu planen, dass wir vergessen, mit was uns Gott heute beauftragen will.

“Leben heißt nicht, darauf zu warten, dass Stürme vorbeiziehen, sondern im Regen zu tanzen. Bestimmung heißt nicht mit dem ersten Schritt zu warten, bis die ganze Reise vorausgeplant ist. Sondern stattdessen die Straße begrüßen, auf der wir heute gehen.”

Deine Kamera als Werkzeug für Jetzt

“Was, wenn unsere Bestimmung nicht unser Ziel wäre, an dem wir eines Tages ankommen wollen, sondern wenn es unsere Art zu leben wäre? Vielleicht müssen wir einfach unsere Augen öffnen und willkommen heißen, was Gott vor uns gelegt hat.“

Meine Kamera ist ein gutes Werkzeug, das mir dabei hilft, meine Aufmerksamkeit auf heute zu lenken. Man kann schließlich nicht Bilder von Sachen anschauen, die „irgendwann“ oder „morgen“ passieren. Verwende welches Werkzeug dir hilft und sieh diesen Tag.

Day in your life

day in life

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A day in your life

A day in your life

One great thing about having a camera on you: whatever happens (or whatever doesn`t happen), there`ll always be opportunities for pictures. However eventless or mundane our day may be, we still can document what we see and how we feel with our camera. It´s not events or happenings that make a strong picture. But it`s our view, what we feel and how we put this in our images.

One of the most important lessons, I`ve learned is, that it`s very normal that life is half great half not so great – 50:50.  Solomon writes in the Bible: “There is a time to weep and a time to laugh, a time to mourn and a time to dance; a time to scatter stones and a time to gather them; a time to embrace and a time to refrain from embracing; a time to search and a time to give up; time to keep and a time to throw away; a time to tear and a time to mend; a time to be silent and a time to speak;…”

Your special everyday

Feeling and observing it all, not just the happy bits of life, gives us the “full experience of life”. This means that there`s no need to run from unpleasant stuff like disappointment or failure. So I`m practicing to walk through the day having and documenting the “full life experience”. I`m writing practicing because I have noticed that it actually is a matter of practice (like most stuff really…). Being more and more ok with all fragments of life, I find myself more courageous and open-minded in return.  

If you want to get a kickstart in your own lifes` documentary, you might be interested in my new project “A day in your life”: I`ll accompany you for a day with my camera, documenting your ordinary and your special in the everyday. Doing so, I hope to inspire you to see the amazing in your ordinary and to document your everyday with your own view and feeling. I hope to encourage you to be open for surprise and wonder, to not give up on any day. And I hope that you will find yourself appreciating how you are and how you move through the day.

Ein Tag in deinem Leben

Ein Tag in deinem Leben

Was ich am meisten daran mag, eine Kamera bei mir zu haben: Was auch immer passiert (oder nicht passiert), es wird jeden Tag Gelegenheiten für Bilder geben. So wenig ereignisreich oder uninteressant uns unser Tag vorkommen mag, mit unserer Kamera können wir immer dokumentieren, was wir sehen und fühlen. Es sind nicht Events und außergewöhnliche Ereignisse, die ein starkes Bild ausmachen. Sondern es sind unser Blick und unser Gefühl und wie wir das ins Bild bringen.

Eins der wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe, ist: Es ist ganz normal, dass das Leben halb super, halb nicht so super ist – 50:50. König Salomo schreibt in der Bibel: “Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit; Steineschleudern hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit; Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit; Zerreißen hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;…”

Dein besonderes Alltägliches

Unseren Alltag zu dokumentieren, heißt, das Steineschleudern und das Steinesammeln einzufangen, das Klagen und das Tanzen.  Alles zu fühlen und zu beobachten, nicht nur die fröhlichen Momente, gibt uns das “komplette Erlebnis Leben”. Das heißt auch , dass es wir nicht vor unangenehmen Dingen wie Enttäuschung oder Scheitern wegzurennen brauchen. Also übe ich es , durch den Tag zu gehen und das “komplette Erlebnis” zu erleben und zu dokumentieren. Und ich sage üben, weil ich bemerkt habe, dass das tatsächlich Übungssache ist (wie eigentlich fast alles…). Bin ich mehr und mehr ok mit allen Fragmenten des Lebens, werde ich wiederum mutiger und offener.

Wenn du deine eigene Doku deines Lebens in Gang bringen möchtest, dann könnte dich mein neues Projekt “Ein Tag in deinem Leben” interessieren: Einen Tag lang begleite ich dich mit meiner Kamera und dokumentiere dein “ganz Normal”, dein besonderes Alltägliches. Ich hoffe, dass ich dich dafür begeistern kann, das Erstaunliche in deinem Alltag zu sehen und das was dir täglich begegnet mit deinem eigenen Blick und Gefühl zu dokumentieren. Ich hoffe, dass ich dich ermutigen kann, für Überraschung und Erstaunliches offen zu sein, keinen Tag verloren zu geben. Und ich hoffe, dass du findest, dass du dich so schätzen kannst, wie du bist und wie du dich durch den Tag bewegst. 

Autumn

dog sniffing autumn air

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Autumn

“April has never meant much to me, autumn seems to be that season of beginning, of spring.”

This is one of my favourite quotes from the book “Breakfast at Tiffany`s” by Truman Capote, one of my favourite books. Another favourite autumn book of mine is “The Catcher in the Rye”. Even though it`s set in winter, but it was a sunny autumn when I read it the first time. Do you have books that you associate with a season?

What can give you that autumn feeling? What makes you enjoy the newness and the promises of this time? Maybe it`s a certain kind of food, a habit, a pullover that you have been wearing on happy autumn days.

Capture the change

Take note of this season: The light has a new quality now too, the air has started to smell differently. Do you feel the wonder of new beginning and change, too?

Don`t miss out on capturing it with your camera, your pen and sketchbook, or your notebook or calendar!

Herbst

“Der April hat mir nie viel bedeutet, der Herbst scheint die Jahreszeit des Neubeginns, des Frühlings zu sein."

Das ist eins meiner Lieblingszitate aus “Frühstück bei Tiffany” von Truman Capote, einem meiner Lieblingsbücher. Auch ein Lieblings-Herbstbuch ist “Der Fänger im Roggen”. Obwohl es im Winter spielt, aber als ich es das erste Mal gelesen habe war es Herbst. Hast du Bücher, die du mit einer Jahreszeit verbindest?

Was gibt dir das Herbstgefühl?  Wie kannst du das Gefühl von Neu und Vielversprechend dieser Jahreszeit am besten genießen? Vielleicht mit einem bestimmten Essen, einer Gewohnheit, einem Pulli, den du an vielen glücklichen Herbsttagen getragen hast.

Halte die Veränderung fest

Nimm diese Jahreszeit so richtig in dich auf: Das Licht hat jetzt eine andere Qualität, die Luft hat begonnen, anders zu riechen. Fühlst du auch Neubeginn und Veränderung?

Verpass es nicht, das festzuhalten – mit deiner Kamera, deinem Stift und Skizzenbuch, oder deinem Notizbuch oder Kalender!

Not for everyone

abstract of two cars by Nadine Wilmanns

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Not for everyone

As creatives, as well as human beings, it`s so important to understand – and accept – that our work is not for everyone. That`s in fact not just the case with art but with almost all things. Cars for example: Not everyone would love a classic car. Some wouldn`t want any other.

It is impossible to please everyone, but it is possible – and much more effective – to please someone or a few people. I`ve been listening to Seth Godin lately and he says: “It is impossible to create work that both matters and pleases everyone.” And: “Don`t be a purple drop in the ocean but be a purple drop in a swimming pool. Walk away from the ocean and look for a swimming pool.”

If we want to create work that truly matters to SOME, then we need to stop trying to dilute it, so that EVERYONE can be happy with it. We need the confidence and the courage to tell those people who don`t like it: Sorry, but this is not for you. If we want to create authentic and strong work, it can`t be for everyone and that`s ok.

"You are your most important audience"

This doesn`t mean that we shouldn`t learn and improve and progress. But, while I want to stay open to constructive critique, I as well want to stay true to myself. Photographer David duChemin writes in his book ‘The heart of photography’: “You are your first and most important audience.”

There will always be stuff that can be improved, and we`re just human. But while we keep making progress and working on our art, we shouldn`t run after compliments or try to please everyone. We need to be able to distinguish: Does the person, who doesn`t like my work has a point and is there an opportunity for me to learn? Or is my work just not for him?” Both are just fine.

Nicht für jeden

As Kreative und als Mensch ist es wichtig zu verstehen und ok damit zu sein, dass unsere Arbeit nicht für jeden ist. Das gilt ja für fast alles, nicht nur für Kunst. Autos zum Beispiel: Nicht jeder will unbedingt einen Oldtimer. Aber für manche gibt es kein besseres Auto.

Es ist unmöglich, jedem zu gefallen, aber es ist möglich – und viel effektiver – jemanden oder ein paar Leute anzusprechen. Ich habe in letzter Zeit viel vom Marketing-Experten Seth Godin gehört und er sagt: „Es ist unmöglich Arbeiten zu produzieren, die gleichzeitig einen Unterschied machen und jedem gefallen.“ Und: „Sei kein lila Tropfen im Ozean, sondern sei ein lila Tropfen in einem Swimming Pool. Wende dich vom Ozean ab und schau nach einem Swimmingpool.“

Wenn wir Arbeit schaffen wollen, die MANCHEN Leuten wirklich etwas bedeutet, dann müssen wir aufhören sie zu verwässern, damit sie JEDERMANNS Sache wird.  Wir brauchen den Mut und das Vertrauen, den Leuten, die sie nicht mögen, zu sagen: Sorry, das ist nicht für dich. Wenn wir authentische und starke Arbeiten machen wollen, kann das nicht für jeden sein und das ist ok.

"Du bist dein wichtigstes Publikum"

Das bedeutet nicht, dass wir nicht lernen, besser werden und vorankommen sollen. Aber während ich offen für konstruktive Kritik sein möchte, will ich auch mir selbst treu bleiben. Fotograf David duChemin schreibt in seinem Buch ,Das Herz der Fotografie‘: „Du bist dein erstes und wichtigstes Publikum.“

Es wird immer Dinge geben, die wir verbessern können und wir sind nur Menschen. Aber während wir an uns und unserer Kunst arbeiten, sollten wir nicht Komplimenten hinterherrennen oder versuchen, jedem zu gefallen. Wir müssen unterscheiden können: Ist an dem, was die Person, die meine Arbeit nicht mag, was dran – ist das also eine Möglichkeit für mich was zu lernen? Oder ist meine Arbeit einfach nicht für ihn?“ Beides ist ok.

Begin

Begin Mirror Selfie Fashion memories t-Shirt Darling in mirror

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Begin

“Some of the best, most interesting photo essays and stories you`re going to find are your neighbors, your family, and the things in everyday life.

(…) The access is what makes a great story. And we all have access to our sisters, our nephews, our neighbors, our colleagues, our church, people you meet every day,…

(…) You don`t need a press pass to photograph your nephew`s football game. And you don`t need a press pass if your granddad is getting ready to die and he`s got one year left and you have the opportunity to sit down with him and take pictures and do recordings and find out what it was like for him when he was nineteen or whatever.

You know these are those great stories and the camera gives you a reason to go and ask the questions and be part of these people`s lives. Don`t ever use the excuse ‘I don`t know what to photograph’ – it`s all out there. Go do it.” – quote by Paul Taggart (who was one of THE biggest influences in my journey as a photographer)

Most important lesson in photography

Don`t wait for extraordinary things like a holiday to happen in order to take out your camera and take pictures. Start where you are today. If you don`t have a camera take your phone. If you don`t have your phone take pen and paper. The most important thing is that you begin and don`t wait.

Beginne

“Einige der besten, interessantesten Foto-Essays und Stories, die du finden wirst, sind deine Nachbarn, deine Familie und die Dinge des Alltags. (…) Den Zugang zu der Story zu haben, darauf kommt es bei einer guten Geschichte an. Und wir alle haben Zugang zu unseren Schwestern, unseren Neffen, unseren Nachbarn, unseren Kollegen, unserer Kirche, den Leuten, die wir jeden Tag treffen,…  (…) Du brauchst keinen Presseausweis, um das Fußballspiel deines Neffen zu fotografieren. Und du brauchst auch keinen Presseausweis, wenn dein Opa bald stirbt und er ein Jahr zu leben hat und du hast die Möglichkeit mit ihm zusammen zu sitzen, Fotos und Aufnahmen zu machen und herauszufinden, wie es für ihn war, als er neunzehn war und solche Sachen. Du weißt, dass das die großen Stories sind und deine Kamera liefert dir den Grund hinzugehen und Fragen zu stellen und am Leben dieser Leute Teil zu haben. Komm nie mit der Ausrede an ‘Ìch weiß nicht, was ich fotografieren soll’ – es ist alles da. Leg los!” Zitat von Paul Taggart (der mich auf meiner Reise als Fotografin mit am meisten beeinflusst hat).

Wichtigste Lektion in der Fotografie

Warte nicht darauf, das was Außergewöhnliches passiert, wie dein Urlaub, um deine Kamera auszupacken und Bilder zu machen. Starte wo du heute gerade bist. Wenn du keine Kamera hast, nimm dein Handy. Wenn du kein Handy hast, nimmt Stift und Papier. Das Wichtigste ist, dass du beginnst und nicht wartest.

Feel more to see more

feel more coffee table by Nadine Wilmanns photography

Feel more to see more

Do you wonder how to slow down time? Or how to get more out of the moments that just keep coming at you and running straight past you? Sometimes hours pass entirely unnoticed instead of waiting on us to properly enjoy… So, I`ve found one thing to make the moments stay with us more: it`s is to feel and use our senses on purpose. I usually only use my eyes on purpose, and hearing and tasting, too, at least sometimes, I guess. The other senses are more on autopilot, and I don`t take much notice of what they tell me.

It may sound weird, but I`ve noticed that by purposely smelling and especially feeling, I become more content and more creative. And this reaches into my way of seeing things and thus to photograph. By feeling more, I see more.

Smell the popcorn

When putting on the pullover ignore your racing thoughts and purposely feel – how the material feels on you and how it makes you feel inside. Feel the chair you`re sitting on, the coffee foam on your tongue, the sparkle of the sparkling water. Breathe in and notice if you can smell the air of summer nights, lavender, … – today I smelled popcorn walking past the local cinema…

Fresh bed linens. Too tired keep the eyes open for much longer. Yet, feel: The cool sheets. Soft. Stretch your legs. This is now, when time is not running – well maybe it is, but you can catch it for a short little while.

Truly feel at least a few moments of this day, before it`s gone forever, so that you may be left with something that stays a little longer.

Mehr fühlen – mehr sehen

Überlegst du dir wie du die Zeit ein bisschen verlangsamen kannst? Oder, wie du mehr aus den Momenten machen kannst, die auf dich einströmen und an dir vorbeiziehen ohne dass du sie wirklich bemerkst? Die einfach vorbeirasen, anstatt ein bisschen zu bleiben, damit du sie auch genießen kannst?

Also, ich finde eine Sache hilfreich, wenn es darum geht, dass Momente länger bei uns bleiben: Und zwar zu fühlen und unsere Sinne mit Absicht zu bemerken. Normalerweise „benutze” ich nur meine Augen mit Absicht, und Hören und Schmecken manchmal auch. Die anderen Sinne, Tastsinn und Riechen, laufen eher so automatisch mit und ich bemerke meist gar nicht richtig, was sie aufnehmen.

Es klingt vielleicht komisch, aber ich habe bemerkt: Wenn ich absichtlich rieche und vor allem fühle, dann werde ich zufriedener und kreativer. Und das wirkt sich auf mein Sehen aus und auf meine Fotografie. Wenn ich mehr fühle, sehe ich mehr.

Rieche das Popcorn

Zieh dir deinen Pulli über und ignoriere deine vielen Gedanken und fühle mit Absicht – wie fühlt sich das Material an dir an und was macht es mit deinem Gefühl in dir drin. Spüre den Stuhl auf dem du sitzt, den Kaffeeschaum auf deiner Zunge, die Kohlensäure im Mineralwasser.  When putting on the pullover ignore your racing thoughts and purposely feel – how the material feels on you and how it makes you feel inside. Feel the chair you`re sitting on, the coffee foam on your tongue, the sparkle of the sparkling water. Atme ein und bemerke, ob du den Geruch von Sommernacht riechen kannst, von Lavendel, … – heute habe ich frisches Popcorn gerochen als ich am Kino hier am Ort vorbeigegangen bin…

Frische Bettwäsche. Zu müde, um die Augen länger offen zu halten. Aber fühle: Den kühlen Bezug. Weich. Streck deine Beine lang. Das ist jetzt, solange die Zeit nicht rennt – naja, vielleicht tut sie`s doch, aber du kannst sie für einen kleinen Moment lang einfangen.

Fühle jeden Tag wenigstens ein paar Momente richtig intensiv, bevor der Tag für immer vorbei ist, damit du mit etwas zurückbleibst, das etwas länger anhält.

X feel more cinema feeling popcorn smell photographed by Nadine Wilmanns

On finding “the Why” and time

enjoy. Mirror selfie. Why and time

(Time capsules)

Do you know why you do the job that you do? Do you know “your Why”? What is it that makes you passionate about your job? Lately, I`m trying to reveal exactly that. As a photographer, I obviously love taking and looking at photographs. Why though? What is it about photography that makes me love it so much that I choose to do it daily as my job?

One main “why” is obviously time. I believe that time is most precious and needs to be witnessed and lived, not just passed. And by that, I mean both the good and the hard times as heart-breaking they can feel. Taking pictures is to capture time capsules, so that you may see the value of the time given to you. So that you may become aware of what`s profound and important for you, your business, or what you`re doing.

...for its time

Time is so valuable because it is limited. We tend to forget that. Often, we treat time like money which can be regained and multiplied. But this is not possible with time.

Time is always different. A holiday now will be different than a holiday in five years. A day at work now will be different from a day at work in ten years. It may be entirely different next week. “God has made everything beautiful FOR ITS OWN TIME”, says King Solomon in the Bible. We cannot get back time. We need to live it now and make the best out of it. This is why it matters so much to be aware of the beauty in each ordinary day.

At the same time, we long for time to last, for moments to stay with us. Solomon writes: “HE has planted eternity in the human heart”. Maybe that`s why we love time capsules like paintings or photographs.

...against forgetting

There was one quote that I`ve read that made me realize that I wanted to be a professional photographer. I think I`ve read it on the tube in London on my one-and-a-half-hours-journey to work at the high street fashion supplier, about five years ago.

The book is called “H is for Hawk” by Helen Macdonald and she talks about her father who had just died and who was a photographer:

“… All of those thousands upon thousands of photographs (…) Each one a record, a testament, a bulwark against forgetting, against nothingness, against death. 

Look, this happened. A thing happened, and now it will never un - happen.

Here it is in a photograph: a baby putting its tiny hand in the wrinkled palm of an octogenarian.  A fox running across a woodland path and a man raising a gun to shoot it.  A plane crash. (…)  All these things happened, and my father committed them to a memory that wasn’t just his own, but the world’s. 

My father’s life wasn’t about disappearance.  His was a life that worked against it.”

I still think these are some of the most beautiful lines describing photography. It`s about the fascination and struggle with time. About creating time-capsules by taking pictures.

Ironically, it´s the very fact that we cannot stop time from passing, that ultimately makes moments special and enchanting.

The beauty of a moment and a life is that it`s one of a kind and that it won`t last forever. Even our own memories will fail to remember some of the moments that we`ve lived.

Occasions and special events, as well as routines or everyday habits – they stand for a certain era in our lives. We know that this era will end at some point and that`s what makes it bittersweet and heartbreakingly beautiful when we dare to feel this truth.

Warum und Zeit

(Zeit-Kapseln)

Weißt du, warum du den Beruf machst, den du machst? Kennst du “dein Warum”? Was ist es, das dich an deinem Beruf begeistert? Ich versuche zur Zeit genau das herauszufinden und zu formulieren. Als Fotografin liebe ich es natürlich zu fotografieren und Fotos anzuschauen. Warum aber? Was ist an der Fotografie dran, dass ich sie so sehr liebe, dass ich sie jeden Tag machen will?  

Ein großes “Warum” ist natürlich Zeit. Ich finde, dass Zeit so wertvoll ist und nicht nur verbracht, sondern erlebt und wahrgenommen werden muss. Fotos sind wie eine Art Zeit-Kapseln. Sie helfen uns dabei, den echten Wert der Zeit zu sehen, die uns gegeben ist. Dadurch kann uns bewusst werden, was wirklich wichtig für uns ist, wichtig für unser Business und für das, was wir tun.  

...zu seiner Zeit

Zeit ist so besonders wertvoll, weil sie begrenzt ist. Wir vergessen das immer wieder. Oft gehen wir mit Zeit wie mit Geld um, das wiedergewonnen und vervielfacht werden kann. Aber mit Zeit ist das nicht möglich.

Zeit ist immer anders. Ein Urlaub jetzt wird anders sein als einer in fünf Jahren. Ein Tag bei der Arbeit wird heute anders sein als einer in zehn Jahren. Schon nächste Woche kann vieles ganz anders sein. „Gott hat alles schön gemacht ZU SEINER ZEIT“, sagt König Solomon in der Bibel. Wir können Zeit nicht zurückbekommen. Wir müssen sie jetzt erleben und das Beste draus machen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir uns der Schönheit bewusst werden, die wir in jedem ganz normalen Tag finden können.  

Gleichzeitig sehnen wir uns danach, dass etwas bleibt, dass Momente bei uns bleiben. Solomon schreibt: “… auch hat Gott die Ewigkeit in das Herz der Menschen gelegt.” Das ist vielleicht der Grund warum wir Zeitkapseln wie Fotos oder Malereien so lieben.  

...gegen das Vergessen

Es gibt ein Buchzitat, das ich mal gelesen habe und das in mir den Wunsch geweckt hat, Fotografie als Beruf zu machen. Ich glaube ich hab es vor ungefähr fünf Jahren in der Tube in London gelesen, als ich gerade auf meinem anderthalb Stunden Weg zur Arbeit bei der High Street Modefirma war.

Das Buch heißt “H is for Hawk” (“H wie Habicht”) von Helen Macdonald und sie erzählt von ihrem Vater, der gerade gestorben ist und der Fotojournalist war:

“… All die tausenden Fotografien (…) Jede ist eine Aufzeichnung, ein Testament, ein Bollwerk gegen das Vergessen, gegen das Nichts, gegen den Tod.

Schau, das ist passiert. Etwas ist passiert und jetzt wird es nicht mehr un- passieren.

Hier ist es in einer Fotografie: ein Baby, das seine winzige Hand in die runzlige Handfläche einer Achtzigjährigen legt. Ein Fuchs, der über einen Waldweg rennt und ein Mann, der sein Gewehr hebt, um ihn zu erschießen. Ein Flugzeugabsturz. (…) All diese Dinge sind passiert und mein Vater hat sie in einem Gedächtnis eingeprägt, das nicht nur sein eigenes war, sondern das der Welt.

Das Leben meines Vaters handelte nicht vom Verschwinden. Sein Leben war eins, das dem Verschwinden entgegengewirkt hat.”

Ich finde immer noch, das das eines der schönsten Zitate ist, die Fotografie beschreiben. Es geht um die Faszination und die Herausforderung mit der Zeit. Es geht darum mit dem Bildermachen Zeitkapseln einzufangen.

Ironischerweise ist es genau das, dass wir Zeit nicht beim Vorbeigehen aufhalten können, was Momente besonders und bezaubernd macht.

Die Schönheit eines Moments und eines Lebens ist, dass sie einzigartig sind und nicht für die Ewigkeit bleiben. Sogar unser eigenes Gedächtnis wird sich irgenwann nicht mehr an Momente erinnern, die wir gelebt haben.

Besondere Ereignisse oder Events, genauso wie Routine und alltägliche Gewohnheiten – alle stehen für eine bestimmte Ära in unserem Leben. Wir wissen, dass diese Ära irgendwann zu Ende geht und das macht es bittersüß, zauberhaft und herzzerreißend schön, wenn wir es wagen, diese Wahrheit zu fühlen.

Herzstärkend

Herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

"It pays off to dream big!"

In Conversation with the girls of "herzstärkend"

„Herzstärkend“ (meaning „strengthening for the heart“) is the side-hustle project of the five girls Mira, Fini, Hannah, Lea und Luka. They are writing about God on Instagram, they also teach hand lettering, and they keep coming up with new creative products for their online shop.

Meanwhile, they even do fashion: Their sweatshirts are sustainably produced in a factory in India that supports women who are freed from forced prostitution. Just days ago, “herzstärkend” has celebrated its fourth anniversary.

The journey began with Mira, who started the Instagram Account “herzstärkend”. Her first edition of notebooks went so well, that she took on some help for the project: her sister Luka as well as her friends Hannah, Lea, and Fini. Ever since “herzstärkend” is growing steadily. Even though the team has a long-distance relationship: Lea and Fini are living in Würzburg – around 100 miles apart from Mara, Luka, and Hannah in the area around Stuttgart.

Lovelies, Congratulations to the four-year anniversary of “herzstärkend”! When you started the project, did you envision it as it is today?

Mira: When I went abroad for a couple of months, I wasn`t able to manage the project on my own anymore. So I wondered: Who could help with which task? Why not give it a try as a team, I thought… We then were five girls, everyone threw in ideas, and all of a sudden there was so much manpower! Within half a year, „herzstärkend“ basically exploded! After three months, we couldn`t even imagine the project without the five of us.

Hannah: And we only ever met as a team about half a year into the joint work on the project. Before, we just spoke via Skype. We all had been friends with Mira, but Lea and Fini were her friends from Würzburg and Luka and I only got to know them due to “herzstärkend”.

Luka: We had never planned to found a company. It just happened because we received so many orders.  

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

I would imagine it quite challenging to lead a business as friends. Especially when it comes to maintaining a close friendship with an open heart for each other. In business one has to take criticism after all… How are your experiences regarding conflicts in the group?

Hannah: Actually, everyone has advised us against it! But I don`t regret it one minute!

Lea: Sure it`s challenging! “Herzstärkend” is growing and more people are getting involved. But we are growing with challenges and therefore we can master the following ones with more ease. I have been profiting big time from our friendship. Each one of us is different, yet we have so much appreciation for each other.

Mira: We all are team players, and we can all be quiet and listen. No one is stubborn and everyone is willing to take a step back now and then and put the team first. That`s important, to be able to retreat. For example, if Lea had the idea for a product, then I don`t necessarily need to get my way when it comes to a decision about this product, but I can put her first instead.

Fini: We don`t make decisions by vote. That just doesn`t work well in a friendship. We need to find a compromise that is satisfying for everybody. Everybody needs to be in favour of the decision.

Lea: When there haven`t been in-person team days in a long while, then I often lack energy for our project. Once we have seen each other again in person, it`s like an energy boost. On Monday mornings we regularly meet online to chat and pray. When the first lockdown started, we used to meet online at seven each morning to pray together.  

Luka: And on Thursdays is our Jour Fix for talking about all things business.

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

Alongside „herzstärkend“ you all are also studying. How do you get on in terms of time management and organisation? Do you have strategies, or has that never been an issue?

Fini: So, I don`t have a strategy and am handling things with quite some flexibility.

Mira: Uni is my priority and therefore I start the day doing stuff for uni. If there`s still time after that, then I would work on something for „herzstärkend“.

Hannah: For me, „herzstärkend“ is like recreation. That`s the advantage as a business owner: you can determine when to do what. There is a lot of freedom. When my studies are stressing me out, I work on something for “herzstärkend“ and think: Working can be so nice!

Lea: We do try to set deadlines though. However, with a bit more structure, things might run even better. I would be interested, what would be possible, if it was our full-time job. At the same time, it`s nice to have no pressure. Not being obliged to do anything for profit. “Herzstärkend“ is both our hobby and work.

Hannah: Of course, there are times, for example when we have a lot of exams, when we reduce the amount of work for „herzstärkend“.

Mira: At times I do think, it`s all becoming too much and I don`t manage – as well with our different targets and ideas in some areas. That can be challenging and then it`s good to allow some distance, do something entirely different, like spending time with my boyfriend.  

What are your most important learning experiences with “herzstärkend” so far?

Lea: It pays off to dream big! I would never have thought that we would get that far with “herzstärkend”. For example, when we had the option to have sweatshirts produced. We asked ourselves: Shall we do fashion? – Hey, why not? And now it`s a great project!

Luka: We have learned a lot about leading a business – tax, finance plan, … And we learned what fair fashion really means: not just the fabric must be sustainably produced, but as well the zip. For a scrunchie, you need a sustainably produced elastic band. As well the transport routes must be convenient for our production site in Mumbai.

Fini: I loved the experience that you can teach yourself anything. You can always ask. You can always reach out and connect with people who know how it`s done. This way a lot is achievable.

Mira: Compared to being on your own, there is so much more possible with a team. Initially, I didn`t find it easy to let go and share my „baby“, my project „herzstärkend“ with others. But now I would do that with every project I start: Work with a team.

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

"It pays off to dream big! I would never have thought that we would get that far with “herzstärkend”. "

What are your plans for the next four years with „herzstärkend“? Do you have a plan at all, or do you just take things as they come?

Lea: We don`t have detailed plans – we already struggle to plan what`s gonna be in six months’ time.

Hannah: Our products, our content, and who we are, that`s all changing and evolving. Anyway, we don`t aim at making a living with „herzstärkend“.

Fini: Yes, „herzstärkend“ has to run alongside our actual jobs.

Mira:  We mainly want to stay good friends no matter what. That`s most important!

You can find the Site and Shop of “herzstärkend” via this link: www.herzstaerkend.de/shop

"Große Träume lohnen sich!"

"Große Träume lohnen sich!"

Im Gespräch mit den Mädels von "herzstärkend"

Herzstärkend, das ist das gemeinsame Side-Hustle Projekt von Mira, Fini, Hannah, Lea und Luka – fünf Mädels, die auf Instagram von Gott erzählen und Handlettering Workshops geben. Für ihren Online-Shop überlegen sie sich immer wieder neue Kreativprodukte.

Mittlerweile gibt`s da sogar Mode: Sweatshirts, die nachhaltig produziert werden – in einer Näherei in Indien, die Frauen unterstützt, die aus der Zwangsprostitution befreit worden sind. Gerade hat herzstärkend seinen vierten Geburtstag gefeiert.

Begonnen hat das Abenteuer mit Mira, die den Instagram Account gegründet hat. Ihre erste Auflage von Notizbüchern lief so gut, dass sie sich Verstärkung ins Boot geholt hat: ihre Schwester Luka und ihre drei Freundinnen Hannah, Lea und Fini. Seitdem ist herzstärkend immer weitergewachsen. Trotz „Fernbeziehung“ des Teams: Lea und Fini wohnen in Würzburg, Mara, Luka und Hannah sind in der Stuttgarter Gegend verteilt.

Ihr Lieben, Herzlichen Glückwunsch zu eurem vierten herzstärkend-Jubiläum! Hattet ihr damals vor vier Jahren schon die Vision von herzstärkend so wie es heute ist?

Mira: Ich bin ja damals für ein paar Monate ins Ausland gegangen und konnte daher herzstärkend nicht mehr allein stemmen. Ich habe mir also überlegt, wer von meinen Freundinnen was machen könnte und dachte, ich probier‘ das mal aus mit einem Team. Wir waren dann fünf Mädchen, alle haben ihre Ideen eingebracht und plötzlich war da so viel Manpower! Innerhalb eines halben Jahres ist herzstärkend praktisch explodiert! Bereits nach drei Monaten war das ohne uns fünf nicht mehr denkbar.

Hannah: Dabei haben wir uns erst nach ungefähr einem halben Jahr Zusammenarbeit wirklich alle mal als Team gesehen. Davor haben wir uns nur über Skype gesprochen. Wir alle waren zwar mit Mira befreundet, aber Lea und Fini waren Miras Freundinnen aus Würzburg – die haben Luka und ich erst durch herzstärkend kennengelernt.

Luka: Wir haben uns nie vorgenommen, eine Firma zu gründen. Das hat sich einfach so ergeben, da wir über unseren Shop so viele Bestellungen bekommen haben.

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

Zu fünft als Freundinnen ein Business zu führen stelle ich mir herausfordernd vor, vor allem wenn es darum geht, als Freunde eng und offen zu bleiben. Denn bei Businessfragen muss man ja auch mal Kritik einstecken können... Wie sind eure Erfahrungen mit Konflikten in der Gruppe?

Hannah: Alle haben uns abgeraten, aber ich bereue es keinen Moment!

Lea: Klar ist es eine Herausforderung! Herzstärkend wird größer, es sind immer mehr Menschen involviert, aber an Herausforderungen wachsen wir auch und können dann die Nächsten besser meistern. Ich konnte von unserer Freundschaft so viel profitieren. Jeder ist anderes, aber jeder hat für den anderen so viel Wertschätzung.

Mira: Wir sind alle Teamplayer und schaffen es gut, mal ruhig zu sein und zuzuhören. Keiner ist dickköpfig und alle können auch mal zurückstecken. Das ist wichtig, dass man sich auch mal rausnehmen kann. Wenn zum Beispiel Lea eine Produktidee hatte, dann muss ich bei Entscheidungen zu diesem Produkt nicht meinen eigenen Kopf durchsetzen, sondern kann mich auch mal zurücknehmen und Lea den Vortritt lassen.

Fini: Entscheidungen treffen wir nicht per Mehrheit. Das funktioniert in einer Freundschaft nicht gut, sondern wir müssen einen Kompromiss finden. Alle müssen dafür sein!

Lea: Wenn wir lange keine Teamtage haben, bei denen wir uns vor Ort sehen, dann fehlt mir oft die Kraft und Energie für unser Projekt. Und wenn wir dann mal wieder zusammen waren, ist das wie ein neuer Energieschub. Montagmorgens nehmen wir uns Zeit zum Online-Austausch und Beten. Am Anfang des ersten Lockdowns haben wir uns für einige Wochen jeden Tag um sieben Uhr online getroffen, um zusammen zu beten.

Luka: Und donnerstags haben wir unseren Jour Fix, um Dinge für unser Unternehmen zu besprechen. 

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

Neben eurem herzstärkend-Projekt seid ihr ja auch alle am Studieren. Wie schafft ihr das in Sachen Zeitmanagement und Organisation? Habt ihr da Strategien oder geht läuft das automatisch so nebenher?

Fini: Also, ich habe keine Strategie und gehe die Aufgaben ziemlich flexibel an.

Mira: Die Uni ist meine Priorität und deswegen mache ich die ersten Stunden am Tag etwas für die Uni. Ist dann noch Zeit, kommt herzstärkend an die Reihe.

Hannah: herzstärkend ist für mich wie ein Ausgleich zum Studium. Das ist das Schöne am eigenen Unternehmen: du kannst selbst bestimmen, wann du welche Aufgaben machst. Da ist schon viel Freiheit. Wenn mich mein Studium stresst, dann mache ich was für herzstärkend und denke: Arbeit kann so schön sein!

Lea: Wir versuchen aber schon, uns Deadlines zu setzen. Mit mehr Struktur würde vielleicht noch mehr laufen. Es würde mich interessieren, was gehen könnte, wenn es unser Vollzeit-Job wäre. Gleichzeitig ist es schön, keinen Druck zu haben, nichts zu müssen, um Umsatz zu machen. Herzstärkend ist unser Hobby und Arbeit in einem.

Hannah: Es gibt ja im Studium auch immer Phasen. Wenn wir zum Beispiel in der Prüfungsphase sind, dann fahren wir bei herzstärkend alles ein wenig runter.

Mira: Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir alles zu viel ist und ich nicht alles schaffe – auch mit unseren unterschiedlichen Zielen und Vorstellungen in manchen Punkten. Das ist manchmal auch anstrengend und dann ist es gut, mal kurz auf Abstand zu gehen, was ganz anderes zu machen, zum Beispiel mit meinem Freund was unternehmen.  

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

"Man kann immer fragen, immer Kontakte finden, die dann doch wissen, wie es geht."

Was sind bisher eure wichtigsten Lernerfahrungen mit herzstärkend?

Lea: Große Träume lohnen sich! Ich hätte nie gedacht, dass wir mit herzstärkend mal so weit kommen würden. Als wir die Möglichkeit hatten, Sweatshirts produzieren zu lassen zum Beispiel. Wir haben uns gemeinsam überlegt: Sollen wir Mode machen? – Hey, warum nicht? Und jetzt ist es ein gutes Projekt!

Luka: Wir haben viel gelernt was Unternehmensführung angeht – Steuern, Finanzplanung, …Und auch, was faire Mode wirklich bedeutet: nicht nur der Stoff muss fair produziert sein, sondern auch der Reißverschluss. Beim Haargummi selbst das Gummi. Dazu dürfen die Transportwege nicht zu weit zu unserer Produktionsstätte in Mumbai sein.

Fini: Für mich war es eine gute Erfahrung, dass man sich selbst alles beibringen kann. Man kann immer fragen, immer Kontakte finden, die dann doch wissen, wie es geht. So wird alles möglich.

Mira: Im Team ist so viel mehr möglich, als allein! Es war nicht ganz leicht für mich, mein „Baby“ herzstärkend abzugeben oder zu teilen. Aber ich würde es jetzt bei jedem Projekt, das ich anfange, so machen und immer gleich im Team arbeiten.

Wie geht`s in den nächsten vier Jahren mit herzstärkend weiter? – Habt ihr einen genauen Plan oder seid ihr eher spontan und lasst alles auf euch zukommen?

Lea: Da haben wir noch keine genauen Pläne – uns fällt es schon schwer zu planen, was in sechs Monaten sein wird.

Hannah: Unsere Produkte, unser Content und wer wir sind, das verändert und entwickelt sich. Es geht uns bei herzstärkend jedenfalls nicht darum, einmal davon leben zu können.

Fini: Ja, herzstärkend soll neben dem Beruf laufen.

Mira:  Hauptsache, wir schaffen es, gute Freunde zu bleiben – egal was kommt. Das ist das Wichtigste!

Die Seite und den Shop der Mädels findest du übrigens auf www.herzstaerkend.de/shop

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

Picture your Highlights

highlights magazine article by Nadine Wilmanns

Halte deine Highlights fest

Recently,  I´ve written an article in the beautiful Sis-Magazine about celebrating our highlights by photographing moments of our day, every day. Admittedly, especially when you don`t live in a picture-beautiful home and if your day is full of work in front of the computer, it`s often not so easy to recognize these highlights to photograph. But really, that`s the whole point of the exercise: By making a serious effort to find and see beautiful moments it will become more effortless over time and we`ll see more of these highlights, too.  

And the major surprise will come later: Looking back after let`s say a few months and going through your highlight pictures, it will hit you: How blessed you are! How many good moments you captured that otherwise would have passed unnoticed. In fact, our life is often so much richer than we think when being in the very situation.

Give it a try and make a “pictures of summer” album. Your life might not be picture-perfect currently (and believe me: mine is far from that, too).  But by taking it day by day, picture by picture, highlight by highlight, we might be out for a surprise. Sometimes, we only see in hindsight how blessed we actually were. Realizing this in our own experience might help us appreciating our present more.

To read my magazine article (it`s in  German though) get the latest copy of the Sis Magazine: https://www.lydia.net/sis/

Halte deine Highlights fest

Neulich habe ich einen Artikel für was wunderhübsche Sis-Magazin geschrieben. Er handelt davon, unsere Highlights zu feiern, indem wir Momente unseres Tags fotografieren, jeden Tag. Zugegeben, das ist nicht immer so ganz easy, vor allem wenn man nicht in einem “Schöner-Wohnen”-zu Hause wohnt und wenn der Tag voller Computerarbeit ist. Dann kann es manchmal schwerfallen, diese Highlights zu bemerken. Aber das ist ja genau der Sinn der Übung: Wenn wir uns anstrengen, hübsche Momente zu finden und zu sehen, wird uns das mit der Zeit immer leichter fallen und wir werden immer mehr dieser Highlights sehen. 

Und die große Überraschung kommt später: Wenn wir nach sagen wir mal ein paar Monaten zurückschauen und durch unsere Fotos scrollen, werden wir überrascht sein: Wie viele gute Momente wir festgehalten haben, die sonst einfach unbemerkt an uns vorbeigegangen wären. Wie viel reicher unser Leben oft ist, auch wenn`s uns in der Situation selbst oft nicht so vorkommt. 

Versuch es selbst und mach ein “Bilder des Sommers” Album. Dein Leben ist vielleicht nicht bilderbuchmäßig (und glaub mir: meins ist es auch nicht). Aber wenn wir Tag für Tag denken, Bild um Bild, Highlight um Highlight, könnten wir überrascht werden. Manchmal sehen wir erst im Nachhinein, wie gut manches tatsächlich war. Wenn wir diese Erfahrung selbst machen, dann könnte uns das dabei helfen, den Tag heute mehr zu schätzen. 

Um meinen Magazin-Artikel “Feiere deine Highlights” zu lesen, hol dir die neue Ausgabe des Sis-Magazins: https://www.lydia.net/sis/

Downtime

Downtime hands on knee photographed by Nadine Wilmanns

Appointments for Downtime

Appointments for Downtime

“We are human beings, not human doings.”

This post is an extension of my last week`s post “Should-Do`s“.

As freelancers, we sometimes are tempted to work 24/7. Yet, by doing that, we risk losing our joy for what we`re doing. As well as tasks and Should-Dos I need to schedule time each day to just do nothing productive at all. To give my head some downtime, to free my mind, and to keep energy flowing.

If I don`t schedule that time in my planner I end up working overtime often which is counterproductive for all sorts of reasons.

Commit to some downtime

Appointments for our downtime are just as important as appointments for our Should-Do`s. If not even more important. After all, no one will regret having not hoovered often enough when dying. But it`s more likely that we regret not having taken enough time for fun.

The purpose of our calendar is to protect us from working too much and under stress. It`s there to free our minds. Not to make us work like a robot.

So, we need to schedule time for doing non-productive fun stuff and commit to that plan. If there is not enough time for this kind of downtime, then we need to postpone something else. Or we need to in future say no to work that is threatening to take that space in our calendar.

This is often hard as a freelancer – especially if it`s a good or important job. But if I never say no and try to please everyone, I`ll pay for that later with the stinging regret that I haven`t savoured the lifetime that has been given to me. Plus, I risk losing my joy altogether and end up grumpy and stressed – and that`s not gonna serve anyone.

No performance

I guess everyone needs to find his or her own balance between work and downtime. I generally need the weekend off, at the very least Sunday (or any day for that matter). Plus a minimum of one hour a day to do nothing productive. And I don`t mean six 10-minute breaks adding up to one hour, but one complete hour at a stretch. What I do during this time mustn`t be performance-related all. That could be going out with friends, fun-reading, watching a movie, hanging about. Basically, being lazy.

I still take photographs in my free time, too, as that`s just what I like to do after all. But that`s just for fun then and the picture doesn`t need to face any judgment, not even my own. They don`t have to fulfill any criteria except that it`s what I feel doing at the moment.

What do you enjoy doing without any pressure? And do you set aside time for downtime every day?

Termine für`s Faulsein

Dieser Post ist eine Ergänzung zu dem Post von letzter Woche: “Should-Do`s“.

Als Freiberufler sind wir manchmal versucht, rund um die Uhr und die ganze Woche zu arbeiten. Aber wenn wir das machen, kann es passieren. dass wir unsere Freude an dem was wir tun, verlieren. Genauso wie Aufgaben und Should-Do`s muss ich jeden Tag Zeit für`s Faulsein einplanen. Damit meine ich, was zu machen, was überhaupt nicht produktiv ist. So kann ich meinem Gehirn eine Auszeit geben, den Kopf freibekommen und die Energielevels oben halten. 

Wenn ich diese Zeit nicht als Termin in meinem Terminplaner einplane, dann werde ich dazu verleitet sein, Überstunden zu machen. Und das ist aus zehntausend Gründen kontraproduktiv.  

Termine für`s Faulsein einhalten

Termine für`s Faulsein sind genauso wichtig wie die für unsere Should-Do`s. Wenn nicht sogar noch wichtiger. Schließlich werden wir es nicht bereuen zu wenig Staub gesaugt zu haben, wenn wir sterben. Sondern wir werden es eher bereuen, uns nicht genügend Zeit zum Spaßhaben genommen zu haben. 

Der Zweck unseres Terminplaners ist es, uns vor zu viel Arbeit und vor Stress zu schützen. Er soll uns dabei helfen, unseren Kopf frei zu bekommen. Und nicht, wie ein Roboter zu arbeiten.

Also müssen wir Zeit einplanen für Dinge, die wir einfach nur zum Spaß machen ohne produktiv sein zu müssen. Und diese Zeit dann auch einhalten. Wenn nicht genügend Zeit dafür da ist, dann müssen wir was anderes verschieben. Oder in Zukunft nein sagen zu Arbeit, die uns diesen Platz im Kalender wegnimmt. 

Das ist als Freiberufler oft schwierig, vor allem wenn es sich um einen guten  oder wichtigen Job handelt. Aber wenn ich nie nein sage und immer versuche, allen gerecht zu werden, dann bezahle ich später damit, dass ich es bereue die Lebenszeit, die mir gegeben wurde, nicht wirklich ausgekostet zu haben.  Und ich riskiere, dass ich meine Freude ganz verliere, dass ich schlecht gelaunt und gestresst bin – und davon hat ja wirklich keiner was. 

Keine Leistung

Ich vermute, dass jeder seine eigene Balance finden muss, zwischen Arbeit und Faulsein. Ich brauche das Wochenende frei, zumindest den Sonntag (oder eben einen Tag in der Woche). Und mindestens eine Stunde am Tag, um nichts Produktives zu machen. Damit meine ich nicht sechs 10-Minuten-Pausen, die eine Stunde ergeben, sondern eine Stunde am Stück. Was ich in dieser Zeit mache, darf nicht irgendwie leistungsbezogen sein. Das könnte zum Beispiel mit Freunden rausgehen sein, lesen zum Vergnügen, Film schauen, rumhängen. Also im Grunde faul sein.

Oder auch fotografieren, schließlich mache ich das gern. Aber dann eben nur zum Spaß, das heißt, die Bilder müssen nicht einer Bewertung standhalten, auch nicht meiner eigenen. Sie müssen nicht irgendwelche Kriterien erfüllen außer, dass mir in dem Moment danach ist.

Was machst du gerne ohne Druck? Und planst du dir jeden Tag Zeit ein, um faul zu sein?

Should-Do`s

Appointments for the Should Do`s - do all things with love photogaphed by Nadine Wilmanns

Appointments for the Should-Do`s

Appointments for the Should-Do`s

Do you have a lot of „Should Do´s” in your head? I have, and I need to get rid of them. Not only do they make me feel overwhelmed, stressed, anxious and moody. But they also rob my energy, my joy and they make me less or even non-productive. Plus they suffocate any creativity.

“Do all things with love”, advises the Bible (in 1 Corinthians 16,14, in case you wanna look it up). But how can I do things with love when feeling stressed and overwhelmed?

When I constantly think I should do this and that, I cannot concentrate on what I`m doing at the moment, let alone enjoy. And often when there are too many Should Do`s floating in my head, I get literally paralyzed and don`t get anything done at all. Thus, Should Do`s are not serving me at all.

Time Management

As a freelancer this has been one of my biggest challenges. When I was an employee, I used to go to work, knowing I am meant to be there, peacefully doing my stuff, knowing what I had to do – happy days. As a creative freelancer, time management and Should Do`s have become less straightforward and more of an issue. So I need to come up with a system. There`s a LinkedIn Learning Course on Time Management by Dave Crenshaw and I`m gonna implement some of his advice in my system.

Appointments for peace of mind

So here`s my plan how to get rid of the Should Do`s: I gather them all in one To-Do list, and once a day, I give them appointments in my calendar. Or I give them an appointment straight away. This way they are kind of “done”, out of my head and in my calendar.

For example, I really should take my passport picture. I keep having that on my mind for days, even weeks now – have I done it? No. Because it was just a Should Do in my head, along with 20 other Should Do`s, and not an appointment in my calendar. Now, it`s scheduled for tomorrow at 4pm.

I`ll keep you updated with my findings about how to have more peace of mind as a creative freelancer. Meanwhile, I would be happy to hear or read about your insights. How are you managing your “Should do`s” and your time? Do you have a system in place and do you take control?

Update: Double the estimated time for a task

Only after 2 days, I have noticed: when I think something will take me one hour, it will usually take me two. So I need to schedule double the time of what I would estimate for any task. Otherwise, I end up in a hurry and stress – and the whole point of planning is to get rid of stress. 

Update: Be open to reschedule when needed

Life happens, and sometimes you need an extra pause because an event has thrown you off your path. We are humans and not machines. While we generally should commit to our schedule (otherwise it won`t be much help), we still can ask ourselves: What would serve me now in this situation? What would do me good? Maybe it`s smarter to reschedule something to free space for a much-needed walk or a bit of just hanging about. Be open to reschedule when life throws unexpected challenges at you. The goal of making appointments for your “Should-Do`s” is peace of mind. Not just working things off like a robot not listening to your needs in a given situation. 

Update: Maybe-List

If there are simply too many Should-Do`s that need to be scheduled so they just don`t fit in our calendar, we need to radically prioritize. What is truly important, meaning what will still matter in years? What is so urgent that it has to be done in order to avoid serious consequences? These things are to be scheduled in the calendar. Everything that is not so important goes to the “Maybe-List”. This way, they are still recorded and out of our heads. But we don`t NEED to do them anytime soon (or ever). 

Update: Post-it-Technique

If I`ve got a lot of tasks that I could do “anytime”, I often find it hard to give them a fixed appointment. It has then helped me to write those Should-Do`s on a post-it each. Then I pin or stick them on a wall, table, cardboard, or styrofoam board and set myself a deadline. I divide the number of tasks by the number of workdays until my deadline. So if I got two weeks for 17 tasks, I would wanna divide those 17 tasks by the ten workdays, that`s 1,7. That means, I wanna bin two tasks a day, and it`s not an issue if I only bin one on a few days. However, when working with the post-it-technique, I do need to leave some leeway in my calendar though, and I need to be very mindful to not be “overbooked”. 

Read the complementary post:

Downtime

 

Termine für die Should-Do`s

Hast du viele “Should Do`s” im Kopf? Also schwirren viele Sachen in deinem Kopf herum, die du eigentlich dringend erledigen solltest?  Bei mir schwirren viele und ich muss sie loswerden. Sie machen mir nicht nur Stress, Sorgen und schlechte Laune. Sondern sie rauben mir auch Energie und Freude. Und dazu machen sie mich weniger produktiv oder sogar völlig unproduktiv. Außerdem ersticken sie jede Kreativität.

“Macht alles mit Liebe“, rät die Bibel (in 1 Korinther 16, 14, falls du nachschauen willst). Aber wie kann ich Dinge mit Liebe tun, wenn ich gestresst und genervt bin? Wenn ich denke, dass ich eigentlich noch dies und jenes tun sollte, kann ich mich nicht gut auf das konzentrieren, was ich gerade mache. Ganz zu schweigen von Genießen. Und oft, wenn es zu viele Should Do`s in meinem Kopf gibt, fühle ich mich richtiggehend gelähmt und kriege gar nichts mehr hin. Also helfen mir Should Do`s überhaupt null.

Zeit-Management

Seit ich Freiberuflerin bin, ist das eine meiner größten Herausforderungen. Als Angestellte bin ich einfach zur Arbeit gegangen, wusste, dass da jetzt mein Platz ist, habe in Ruhe meinen Kram gemacht und wusste was ich zu tun hatte – easy. Als kreative Freiberuflerin sind Zeit-Management und Should Do`s komplizierter geworden. Also muss ich mir ein gut funktionierendes System überlegen. Es gibt einen LinkedIn Learning Kurs über Zeit-Management von Dave Crenshaw und ich habe vor, einige seiner Tipps in mein System zu übernehmen.

Termine für innere Ruhe

Hier ist mein Plan, wie ich Should Do´s loswerden möchte: Ich sammle alle Should Do´s in meiner To-Do-Liste auf den Leerseiten in meinem Timer. Und einmal am Tag gebe ich ihnen Termine in meinem Kalender. Oder ich gebe dem Should Do direkt einen Termin, sobald es mir in den Kopf fliegt. Was einen Termin hat, kann ich von der To-Do-Liste streichen. Denn sie sind dann praktisch “erledigt”, aus meinem Kopf raus und in meinem Kalender.

Zum Beispiel sollte ich dringend Passbilder von mir machen. Ich habe das seit Tagen und Wochen im Kopf – hab ich`s gemacht? Nein. Weil es nur als Should Do in meinem Kopf geschwirrt ist, zusammen mit 20 anderen Should Do`s. Es hatte keinen Termin in meinem Kalender. Jetzt habe ich es für morgen um 16 Uhr eingeplant.

Ich halte euch auf dem Laufenden, was ich darüber herausfinde, wie man als kreativer Freiberufler die innere Ruhe behält – oder wiederkriegt. Erzähl mir inzwischen gern von deinen Tipps, Ideen und Erfahrungen. Wie behältst du die Kontrolle über deine Should Do`s und deine Zeit? 

Update: Verdopple die geschätzte Zeit für eine Aufgabe

Schon nach zwei Tagen habe ich Folgendes festgestellt: Wenn ich denke, dass etwas eine Stunde dauert, dann dauert es normalerweise zwei. Das heißt, ich muss zweimal so viel Zeit für eine Aufgabe einplanen, als geschätzt. Ansonsten finde ich mich in Eile und Stress wieder. Und der Grund, warum ich plane ist ja gerade keinen Stress zu haben.

Update: Sei ok damit, bei Bedarf umzuplanen

Im Leben passiert manchmal Unerwartetes und manchmal brauchst du eine extra Pause, weil dich etwas aus der Bahn geworfen hat. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Zwar sollten wir uns an unseren Plan halten (sonst macht das Planen ja keinen Sinn), aber wir können uns schon auch fragen: Was wäre jetzt gerade gut für mich? Was würde mir wirklich helfen und was kann ich hier für mich tun? Manchmal ist es klüger, umzuplanen, um Zeit für einen Spaziergang zu haben, oder um einfach nur ein bisschen rumzuhängen. Sei ok damit, umzuplanen, wenn du Zeit fürs Nichtstun brauchst oder wenn du vor einer unerwarteten Herausforderung stehst. Wir vergeben ja Termine an unsere Should-Do`s damit wir ruhig und entspannt sein können. Nicht um wie ein Roboter eins nach dem anderen abzuarbeiten ohne darauf zu achten, wie es uns gerade geht.  

Update: Vielleicht-Liste

Wenn es einfach zu viele Should-Do`s gibt, die eingeplant werden wollen und unseren Terminplaner überfluten, dann müssen wir radikal Prioritäten setzen. Was ist wirklich wichtig, also was wird für uns auch nach Jahren noch von Bedeutung sein? Was ist so dringend, dass wir es zeitnah einplanen müssen um schwerwiegende Konsequenzen zu vermeiden? Diese Dinge müssen einen Termin bekommen. Alles, was nicht so wichtig ist, kommt auf die “Vielleicht-Liste”. So sind sie doch aufgeschrieben und aus unserem Kopf raus. Aber wir müssen sie nicht so bald (oder auch gar nicht unbedingt) erledigen. 

Update: Vielleicht-Liste

Wenn ich viele Aufgaben habe, die ich “irgendwann” machen kann, dann fällt es mir oft schwer, für sie fixe Termine festzulegen. Da hat es mir geholfen, jede dieser Aufgaben auf jeweils ein Post-it zu schreiben. Dann pinne oder klebe ich sie an eine Wand, auf einen Tisch, einen Karton oder ein Styropor-Brett und gebe mir eine Deadline. Ich teile die Anzahl der Aufgaben durch die Nummer der Arbeitstage bis zur Deadline. Also wenn ich zwei Wochen für 17 Aufgaben habe, dann würde ich 17 Aufgaben durch 10 Arbeitstage teilen, gibt 1,7. Das heißt, ich will pro Tag zwei Aufgaben-Post-its in den Müll machen und es ist kein Problem, wenn ich an manchen Tagen nur eins erledige. Wenn ich die Post-it-Technik anwende, dann muss ich dafür allerdings Luft in meinem Kalender lassen und muss wirklich darauf achten mich nicht voll zu planen. 

Lies ergänzend dazu:

Downtime

 

Vision

Vision Nadine Wilmanns photography

How to visualize

This week, I had two photoshoots. One of them was a portrait shoot and I thought I wouldn`t need a detailed plan, but just be spontaneous. The result was ok but far from breath-taking or special. Photographer Gina Milicia gave me the advice to previsualize what I want: “The secret to a great portrait shoot is to pre-visualize the image you want and then work with your subject to create this image.”

This was great advice – for my second shoot I prepared a detailed storyboard and I was so much happier with my results. It doesn`t mean that there weren`t any in-between moments that I would shoot or slight changes of plan. In fact, one surprising in-between shot ended up to be my favourite image of the shoot. The very fact, that I’ve freed up my mind by having a detailed plan, made this in-between shot possible. Because I could take some time to just be instead of constantly thinking about what I could do next.

Top Values

Pre-visualizing is important for all creative projects – and even life itself. I`m throwing that out there while struggling to find a clear vision for my own life or career. Principles that are true for our creative projects are often similarly true for our lives. If you have a vision for how you want to live and be, well done! You are gonna take steps towards this vision while being relaxed enough to be open for surprising in-between moments, twists, and turns on the way.

For those of us, who like me struggle, it might be a good starting point to define our top values, our main purposes, that are important to us. For example, in my life and career, my top values are peace, faith, freedom, and pleasant company. So when making decisions or planning my time, I ask myself: Does this serve my purpose? This way I can move forward according to my values.

Vision Nadine Wilmanns photography

Vision Board

Writing this I`m reminded of a technique that I heard about years ago: Neuroscientist Dr. Tara Swart suggests creating a vision board. Like a collage with images out of magazines or prints or any visuals that remind you of what you want in life.

She says: “The whole look and feel of it should represent how you want your life to be. The visual images activate parts of your brain that resonate deeper down than if you write out a list of what you want. A list won’t have the same impact as if you repeatedly see these images. And when you’re going around your daily life, you’re more likely to notice opportunities to do things that you want in your life. If you see these images last thing at night before you go to sleep, it is going to make a stronger impression in your subconsciousness. And then, the next day, you’re much more likely to actually act on that if there’s a trigger that reminds you to do it at the time.”

By starting to apply this approach, I hope my vision will become clearer over time. How about you? Do you have a clear vision of how you want your life, your career, or your next project to look like? What`s your experience with this matter and do you have your own techniques for finding a vision for you?

Visualisiere

Diese Woche hatte ich zwei Fotoshootings. Eins war ein Portraitshooting und ich dachte, ich kann das spontan, ohne einen detaillierten Plan. Das Ergebnis war ok, aber nicht atemberaubend oder besonders. Fotografin Gina Milicia hat mir geraten, vorher genau zu visualisieren, was ich will: „Das Geheimnis eines tollen Portrait Shootings ist, sich das Bild, das du erreichen willst, vorher zu visualisieren und dann zusammen mit dem, den du fotografierst, daran zu arbeiten, dieses Bild zu schaffen.“

Das war ein super Rat – für mein zweites Fotoshooting habe ich ein detailliertes Storyboard vorbereitet und ich war viel zufriedener mit den Ergebnissen.  Das heißt nicht, dass ich keine spontanen “Zwischendurch-Momente” fotografiert habe, oder dass ich mich total steif an den Plan gehalten hätte. Tatsächlich war ein überraschender Zwischendurch-Shot mein Lieblingsbild des Tages. Aber gerade dadurch, dass ich meinen detaillierten Plan und daher meinen Kopf frei hatte, wurde dieser Zwischendurch-Shot erst möglich. Weil ich Zeit hatte, einfach zu sein, anstatt non-stop überlegen zu müssen, was ich als nächstes tun könnte.  

Top Werte

Visualisieren ist wichtig für alle kreativen Projekte – sogar für das Leben selbst. Ich sage das, ohne selbst eine klare Vision für mein Leben oder meine Karriere parat zu haben. 

Grundsätze, die für unsere kreativen Projekte gelten, sind oft auch auf das Leben selbst anwendbar. Wenn du dir genau ausmalen kannst, wie du leben und sein willst, ist das super! Du wirst eher Schritte in Richtung dieser Idee gehen, während du entspannt genug sein kannst, um offen zu sein für überraschende Zwischendurch-Momente auf dem Weg, für Abzweigungen oder Wendungen.

Für uns, die wir uns damit schwertun, könnte Folgendes ein guter Start sein:  Was sind die Werte, die uns am wichtigsten sind? Welches sind unsere Hauptziele, an denen uns am meisten liegt? In meinem Leben und meiner Karriere beispielsweise sind das Frieden, Glaube, Freiheit und angenehme Gesellschaft. Das heißt, wenn ich Entscheidungen treffe oder meine Zeit einteile, frage ich mich: Dient das meinen Zielen? So kann ich meinen wichtigsten Werten näherkommen.

Visions-Collage

Während ich das schreibe, fällt mir eine Technik ein, von der ich vor ein paar Jahren gehört habe: Gehirnforscherin Dr. Tara Swart schlägt vor, eine „Visions-Collage“ zu gestalten. Mit Bildern aus Magazinen oder Ausdrucken oder sonstigen visuellen Eindrücken, die uns daran erinnern, was wir im Leben wirklich wollen.

Sie sagt: „Der gesamte Look und das Gefühl der Collage sollte repräsentieren, wie du dir dein Leben wünschst. Bilder aktivieren Teile deines Gehirns, die einen tiefergehenden Effekt haben, als eine einfache Liste. Eine Liste hat nicht die gleiche Wirkung, wie wenn du immer wieder diese Bilder siehst. Im Alltag wirst du viel eher Möglichkeiten wahrnehmen, Dinge zu tun, die du in deinem Leben tun willst. Wenn du diese Bilder direkt vor dem Schlafengehen anschaust, dann wird das eine stärkere Wirkung auf dein Unterbewusstsein machen. Und dann, am nächsten Tag, wirst du viel eher danach handeln, wenn dich ein Auslöser daran erinnert.”

Ich teste das mal und hoffe, dass meine Vorstellung mit der Zeit klarer wird. Wie geht es dir mit dem Thema? Hast du eine genaue Vorstellung davon, wie dein Leben, deine Karriere, oder dein nächstes Projekt aussehen soll? Was ist deine Erfahrung damit und hast du deine eigenen Techniken, um eine Vision für dich zu finden?

Vision Nadine Wilmanns photography

Dress like you want to be

dress like you want to be Nadine Wilmanns photography

Dress like you want to be

During the past few weeks, I have often been reminded of an advice that has helped me a great deal when I was a teenager: “Fake it till you make it.” As a kid, I was very shy. And by that, I mean VERY shy, not just a bit. After coming across this advice of “faking it”, I started acting as if I wasn`t shy. And after a while, I really wasn`t so shy anymore.

This principle can be helpful in a lot of situations. Some people even claim it can make us rich.

Something that I find helpful in order to put this principle into practice, is to dress like I want to be.

Say, we would like to be more easy-going and relaxed. Let`s picture an imaginary person who has these attributes:  What is he or she wearing? What is his or her signature style? Then we go ahead and dress that way.

This makes it so much easier for us to act accordingly.

What counts is NOT what OTHERS may perceive as attire for a relaxed and easy-going person, but what YOU think such a person would wear.

As well we can think of an existing role model who we think already has that attribute that we would like to have – for example, relaxed and easy-going. It might be a real person, or it might be fictional, like a character in a TV-Show. Whenever we want to act relaxed and easy-going, we just think of our role model.

And back to the fashion aspect: Researchers have shown that “clothes can have profound and systematic psychological and behavioral consequences for their wearers” (http://www.utstat.utoronto.ca/reid/sta2201s/2012/labcoatarticle.pdf). If you wear an outfit that you think your role model would wear too, this will actually make his or her qualities rub off on you.

“When we put on an item of clothing it is common for the wearer to adopt the characteristics associated with that garment”, says Dr. Karen Pine, professor of psychology at the University of Hertfordshire and fashion psychologist. “A lot of clothing has symbolic meaning for us, (…) so when we put it on we prime the brain to behave in ways consistent with that meaning.”

How would you like to be? Go check your wardrobe, and dress and act as if you had that quality already.

Kleide dich so, wie du sein willst

In den letzten Wochen habe ich immer wieder an einen Spruch gedacht, der mir als Teenager einmal sehr geholfen hat: “Fake it till you make it.” (- Tu so als ob…) Als Kind war ich sehr schüchtern. Und ich meine wirklich sehr, nicht nur ein bisschen. Als ich den Rat, so zu tun als ob, gehört habe, habe ich begonnen, mich so zu verhalten, als wäre ich nicht schüchtern. Und nach einer Weile war ich nicht mehr so schüchtern.

Dieses Prinzip, so zu tun als ob, kann in vielen Situationen hilfreich sein. Manche behaupten sogar, es kann Leute reich machen.

Um diesen Rat umzusetzen finde ich es sehr hilfreich, mich so zu kleiden, wie ich sein will.

Sagen wir mal, du willst lässiger und entspannter sein. Stell dir eine Person vor, die diese Eigenschaften hat – was hat sie an? Was macht ihren Style aus? Und dann zieh dich auch mal so an.

Das macht es einfacher, sich auch so zu verhalten.

Was zählt, ist NICHT was ANDERE als eine Garderobe für eine lässige, entspannte Person auffassen könnten. Sondern was DU dir vorstellst, was so eine Person trägt.

Du kannst dir ein tatsächliches Vorbild nehmen, das du als lässig und entspannt wahrnimmst. Das könnte eine reale Person sein, oder eine fiktive Person, zum Beispiel jemand aus einer TV- Serie. Wenn du dich lässig und entspannt verhalten willst, dann denk an dein Vorbild.

Und zurück zum Aspekt der Mode: Wissenschaftler haben gezeigt, dass „Kleider tiefgreifende und vorhersehbare Auswirkungen auf Psyche und Verhalten der Träger haben können“ ( http://www.utstat.utoronto.ca/reid/sta2201s/2012/labcoatarticle.pdf). Wenn du ein Outfit trägst, von dem du denkst, dass es auch dein Vorbild tragen würde, dann werden dessen Eigenschaften auf dich abfärben.

“Wenn wir ein Kleidungsstück anziehen, dann nehmen wir üblicherweise die Eigenschaften an, die wir mit diesem Kleidungsstück verbinden“, sagt Dr. Karen Pine, Professorin für Psychologie an der University of Hertfordshire und Modepsychologin. „Viele Kleider haben eine symbolische Bedeutung für uns. Wenn wir sie anziehen, dann schärfen wir unser Gehirn dafür, uns entsprechend dieser Bedeutung zu verhalten.“

Wie würdest du gern sein? Schau in deinen Kleiderschrank und zieh dich so an und tu so, als hättest du diese Eigenschaft bereits.

Networking

people networking

Networking

Are you a good in-person-networker? As a freelancer, this is so important. And it`s not only because a strong network can open doors for us. But it`s about making use of the brain, ideas, and wisdom of many, not just our own.

By asking and listening we can find new ideas and broaden our understanding. We have a limited view on things, the world, everything – based on OUR experience. Other people bring in THEIR experiences and the resulting ideas and connections. So, this is gonna broaden our view and our opportunities big time.

Plus, being well connected feels like a safety net and will ultimately make us braver. There are people having our back and cheering us on.

Consider everybody

Our network is way bigger than we might think: Think of everyone you know – family, friends, and co-workers of course, but as well neighbours, people in your yoga class, people you meet on jobs, …  Then think of everyone these persons know, who you could be introduced to if needed. Consider everybody, not just seemingly “influential” people. Because everybody has something to teach. Plus, each person knows people that may turn out to be game-changers for you.

And then of course there`s the most basic and most important connection to God who can do crazy, unbelievable stuff and comes up with the best surprises – and who introduces us to those people that we need in our lives.

people in coffeeshop networking

To be honest, networking doesn`t exactly come naturally and easy to me. I`m a bit of a shy character and tend to be anxious that I might bother someone. But I`m learning. I`ve written the following list as kind of a reminder and instruction for myself. And perhaps this could be useful for you, too.

Here are some ideas, how to make the most of your network:

Be helpful whenever you can.

Ask if there`s something that you can do for people. Because the helping part of networking is the most fun. Don`t we all love it if we can be useful, make a difference to someone, and be able to help within our capabilities! It`s a happiness booster.

Be open and authentic.

Let other people in on your journey, don`t be superficial, and don`t try to pretend all is fine and dandy when it`s not.

Ask for what you need.

In order to do this, you would of course need to know what exactly you need first. So, maybe you need to find that out first. Perhaps it`s an idea concerning a certain issue or maybe it`s a connection to a certain business sector. Be specific to make it easy for the other person to help you. For example, ask: “Do you by chance know somebody who works in the pattern department of a fashion company?” The person might say: “Hm, actually I know someone who knows someone…” – and there we go.

Be open to suggestions.

When someone proposes something don`t say: “Well, BUT…” Take it in, consider and try it. Remember that they have experiences that you haven`t had and appreciate that they are willing to let you in on them. You never know, in hindsight this suggestion might be the one that helped you on the next step.

Listen and shut your cakehole.

Encourage the others to share their knowledge by truly listening. “You need to enter every conversation assuming that you have something to learn”, says Celeste Headlee in her TED-talk https://www.ted.com/talks/celeste_headlee_10_ways_to_have_a_better_conversation: “Everyone you will ever meet knows something that you don`t.” And: “I keep my mouth shut as often as I possibly can, I keep my mind open, and I`, always prepared to be amazed.”

Take notes.

Note each and every suggestion down in your notebook. Especially names and numbers. Otherwise, you`ll forget them or misplace them. Some might seem insignificant to you at the moment. But at a later point on your journey, after having gained more understanding and insight, you might find them super useful all of a sudden.

Don`t think you`re a burden.

Usually, people love to help with their expertise and connections. To most of us, it`s not a burden but a pleasure to be able to help. Barbara Sher writes in her book “Wishcraft” http://wishcraft.com/: “Most of us remember and treasure every part we’ve ever played in someone else’s survival, satisfaction, or success. …It’s because helping each other is creative and it makes us feel good.”

Give Feedback.

Let other people know about your experiences with their suggestions down the road.  Tell them about the phone call to that connection that they`ve given you. “It is a great way to show your interest and your respect for someone else’s opinion, it energizes your relationship, it shows someone: I`m listening to you, I pay attention to what you say, I value what you say,” says Gretchen Rubin on her podcast “Happier with Gretchen Rubin” https://gretchenrubin.com/podcast-episode/309-heed-a-suggestion-listeners-21-for-2021. Her sister Elizabeth Craft adds: “If you take on a suggestion, you`re giving someone else the pleasure of giving. It makes them feel good to know they gave you something valuable.” Plus, feedback creates accountability for you, because you don`t want to let those down, who cheer you on.  

What are your thoughts and experiences with networking? Are you a natural networker or does it demand some effort of you?

Networking

Bist du gut darin, dir ein persönliches Netzwerk zu bauen und zu nutzen? Für Freiberufler ist das so wichtig. Und nicht nur, weil uns ein starkes Netzwerk Türen öffnen kann. Sondern auch weil wir so die Köpfe, Ideen und Weisheit vieler nutzen können, nicht nur unsere eigenen.

Indem wir fragen und zuhören können wir an neue Ideen kommen und unsere Einsicht weiten. Wir haben alle einen eingeschränkten Blick auf Dinge, auf die Welt, auf alles – einen Blick, der auf UNSEREN Erfahrungen basiert. Andere bringen IHRE Erfahrungen ein und die daraus entstandenen Ideen und Verbindungen. Das wird unsere Einsicht und unsere Möglichkeiten erweitern.

Außerdem fühlt es sich ein gutes Netzwerk wie ein Sicherheitsnetz an, das uns mutiger macht. Da sind Leute, die hinter uns stehen und die uns anfeuern.

Denk an jeden

Unser Netzwerk ist viel größer als wir vielleicht denken: Denk an jeden, den du kennst – natürlich Familie, Freunde und Kollegen, aber auch Nachbarn, Leute in deinem Yoga-Kurs, Leute, die du auf Jobs triffst, … Dann denk an alle, die diese Leute kennen – und denen sie dich vorstellen könnten. Berücksichtige jeden, nicht nur solche, die dir “einflussreich” erscheinen. Denn von jedem kann man etwas lernen. Außerdem kennt jeder Leute, die unter Umständen einen großen Unterschied in unserem Leben machen könnten.

Und dann ist da natürlich die grundlegendste und wichtigste Beziehung zu Gott, der die verrücktesten und unglaublichsten Sachen möglich machen kann und die besten Überraschungen für uns bereithält. Und der uns den Leuten vorstellt, die wir in unserem Leben brauchen.  

mirror nice to meet you networking

Ehrlich gesagt, bin ich nicht gerade der geborene Networker, dem das leichtfällt. Ich bin eher der schüchterne Typ und befürchte, jemandem Last zu sein. Aber ja, ich lerne! Die folgende Liste habe ich mir als Erinnerung und Anleitung geschrieben. Vielleicht ist sie für dich auch nützlich.

Hier sind ein paar Ideen, wie wir unser Netzwerk gut nutzen können:

Hilf wann immer du kannst.

Frag, ob es etwas gibt, was du für jemanden tun kannst. Denn Helfen ist das, was am Netzwerken am meisten Spaß macht. Ist es nicht das beste Gefühl, wenn wir für jemanden einen Unterschied machen können und innerhalb unserer Möglichkeiten helfen können! Das ist ein Glücklichmacher.

Sei offen und authentisch.

Beziehe andere auf deinem Weg ein, sei nicht oberflächlich und versuche nicht vorzugeben, das alles super ist, wenn es nicht so ist.

Frag nach dem, was du brauchst.

Um das zu tun, müssen wir uns natürlich erstmal darüber im Klaren sein, was wir denn brauchen. Eventuell müssen wir uns das erstmal überlegen. Vielleicht ist es eine Idee zu einem Thema. Oder eine Verbindung zu einem bestimmten Geschäftsbereich. Sei möglichst präzise, denn das macht es dem anderen einfacher, dir zu helfen. Frag zum Beispiel: “Kennst du zufällig jemanden, der in der Schnittabteilung eines Modeunternehmens arbeitet?” Die Person könnte dann sagen: “Hm, tatsächlich kenne ich jemanden, der jemanden kennt…” – und schon gibt`s eine Spur.

Sei offen für Vorschläge.

Wenn jemand etwas vorschlägt, sag nicht “Ja, ABER…” Nimm den Vorschlag an, bedenke ihn und probier ihn aus. Denk daran, dass andere Erfahrungen haben, die du nicht hast. Und schätze, dass sie so nett sind, dich an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen. Wer weiß, im Nachhinein könnte gerade dieser Vorschlag der gewesen sein, der dir auf deinem nächsten Schritt geholfen hat.

Hör zu und lass den Mund zu.

Ermutige andere ihr Wissen mit dir zu teilen, indem du wirklich zuhörst. „Gehe in jede Unterhaltung mit der Annahme, dass du etwas lernen kannst”, sagt Celeste Headlee in ihrem TED-Talk https://www.ted.com/talks/celeste_headlee_10_ways_to_have_a_better_conversation: „Jeder, den du triffst, weiß etwas, das du nicht weißt.” Und: “Ich lasse meinen Mund zu so oft ich kann, ich bin aufgeschlossen und unvoreingenommen – und ich bin immer darauf vorbereitet, zu staunen.“

Mach dir Notizen.

Notiere dir jeden einzelnen Tipp in deinem Notizbuch. Vor allem Namen und Nummern. Sonst vergisst du sie oder verlegst sie. Manche Vorschläge kommen dir im Moment vielleicht unbedeutend vor. Aber später, wenn du mehr Einsichten gewonnen hast, könntest du sie auf einmal super nützlich finden.

Denk nicht, dass du eine Last bist.

Normalerweise freuen sich Leute, wenn sie mit ihrem Fachwissen und ihren Beziehungen helfen können. Für die meisten von uns ist es keine Last, sondern ein Vergnügen, wenn wir die Möglichkeit haben hilfreich zu sein. Barbara Sher schreibt in ihrem Buch “Wishcraft” http://wishcraft.com/: Die meisten von uns erinnern sich gern daran, wenn sie in irgendjemandes Leben eine Rolle spielten, die zu Erfolg geführt hat. … Deshalb, weil gegenseitiges Helfen eine kreative Handlung ist und wir uns dabei gut fühlen.“

Gib Rückmeldung.

Erzähl anderen von deinen Erfahrungen mit ihren Vorschlägen. Zum Beispiel von dem Telefonat mit der Person, die sie dir empfohlen haben anzurufen. Gretchen Rubin sagt in ihrem Podcast „Happier with Gretchen Rubin“ https://gretchenrubin.com/podcast-episode/309-heed-a-suggestion-listeners-21-for-2021: „Das ist eine tolle Möglichkeit, dem anderen dein Interesse und deine Anerkennung für seine Meinung zu zeigen. Es bringt eure Beziehung in Schwung und es zeigt jemandem: Ich höre dir zu, ich gebe acht und schätze was zu sagst.“ Ihre Schwester Elizabeth Craft ergänzt: “Wenn du einen Vorschlag aufgreifst, dann gibst du dem anderen das Vergnügen des Gebens. Der andere fühlt sich gut, weil er weiß, dass er dir etwas Wertvolles geben konnte.“ Außerdem schafft ein Feedback Verbindlichkeit und du wirst deine Sache eher verfolgen. Weil du die Leute, die dich anfeuern, nicht enttäuschen möchtest.

Was sind deine Gedanken und Erfahrungen mit Netzwerken? Bist du ganz mühelos am Vernetzen oder kostet es dich manchmal Überwindung?

three birds networking

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Success-Stories https://nadinewilmanns.com/success-stories

Courage and Massive Action https://nadinewilmanns.com/massive-action

Courage and Massive Action

how to not give up Nadine Wilmanns photography foot walking a step - courage and massive action

Courage and Massive Action

A few years back, I couldn`t imagine a time when nobody would ask me about my age anymore when buying cigarettes. Well, I guess, this time has now come. It reminds me though: If I want to reach the dreams that I have concerning my life, I need to take massive action NOW. Throw in all the risk. And pray and hope boldly, expecting the best. I don`t have time to hesitate because I wanna avoid rejection, awkward moments, and failure. I better learn to deal with them, because they are on the route to any goal after all. Otherwise, I will miss my chance to walk the route with crazy and great experiences that God has designed for me, and I would regret this for sure.  

A life true to myself

Talking about rejection and regrets: there is a book called “The Top 5 Regrets of the dying”. A nurse who cared for dying patients in their last weeks has written it. Turns out the number 1 regret of her patients was: “I wish I’d had the courage to live a life true to myself, not the life others expected of me.”

On another sidenote relating to the massive action: The other day, I`ve listened to a conversation of celebrity photographer Dan Kennedy with entertainment photographer Conor McDonnell. Conor McDonnell started out as a teenager wanting to get into concerts for free. After his first chance to photograph a concert, he wanted to do more.

Massive Action

“I would email everyone and anyone who was playing in Liverpool, I would check the upcoming listings, I would send probably a hundred emails a day, getting two replies. One would be ‘no’, the other one ‘maybe- we`ll think about it’”, he says. “So, to whoever said ‘maybe’, I would keep emailing them: ‘I would really, really love to do this, please can I come to do it.’ And eventually, I started building a portfolio of all the bands playing in Liverpool and bigger bands would come, too, which would help, and then I kind of started building it up from there.”

Naive courage

After time things got easier: “I was at the same venues a lot of the time five nights out of the week.” This way he made the right connections, and later he would be photographing tours of Ellie Goulding, James Morrison, and be the personal photographer of Calvin Harris. None of this would have happened, if he hadn`t fought through the initial time of naïve courage and confident learning – he learned photography on the job – and being super persistent. He didn`t let himself get discouraged but kept pressing on boldly and determined until more and more doors opened up for him.

What do you want to achieve and what massive action would you have to take? Are you hesitating to walk the path to your goals, because you try to avoid the inevitable encounters with failure and rejection on the way? Do you hope for and expect the best for you to happen?

Mut und "Massive Action"

Noch vor ein paar Jahren konnte ich mir keine Zeit vorstellen, in der mich niemand mehr nach meinem Alter fragen würde, wenn ich Zigaretten kaufen will. Tja, mir scheint, es ist soweit. Das erinnert mich daran: Wenn ich die Träume, die ich für mein Leben habe, noch erreichen will, dann muss ich JETZT viel tun – „massive action“. Alles Risiko reinwerfen. Und mutig beten und hoffen – und das Beste erwarten. Ich habe keine Zeit, noch länger zu zögern, nur um Ablehnung, unangenehme Momente und Misserfolge zu vermeiden. Sie liegen nun mal auf dem Weg zu jedem Ziel. Lerne ich also besser, gut mit ihnen klarzukommen. Sonst verpasse ich meine Chance, den Weg zu verrückten, unglaublichen Erlebnissen zu gehen, den Gott sich für mich ausgedacht hat. Das würde ich auf jeden Fall bereuen.  

Ein Leben, das mir entspricht

Stichwort Ablehnung und Bereuen: Es gibt ein Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“. Eine Krankenschwester, die sterbende Patienten in ihren letzten Wochen betreut hat, hat es geschrieben. Bedauern Nummer eins ist: “Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt ein Leben zu leben, das mir entspricht, und nicht das Leben, das andere von mir erwartet haben.“

Und noch was zur “massive Action“: Neulich habe ich ein Interview von Star-Fotograf Dan Kennedy mit Entertainment-Fotograf Conor McDonnell angehört. Conor McDonnell begann als Teenager, der umsonst Konzerte besuchen wollte. Nach seiner ersten Chance, ein Konzert zu fotografieren, wollte er mehr davon.

"Massive Action"

„Ich emailte jedem, der in Liverpool spielte, ich checkte Listen mit angekündigten Konzerten, ich schickte gut 100 Emails am Tag raus – um zwei Antworten zu bekommen. Eine war ‘Nein’, die andere ‘Vielleicht, wir überlegen es uns’”, erzählt er. „Also habe ich denen, die mit ‘vielleicht’ antworteten, weiter gemailt: ‘Ich würde so gerne bei euch fotografieren, bitte lasst mich’. Und schließlich begann ich, mir ein Portfolio aufzubauen mit all den Bands, die in Liverpool gespielt haben. Größere Bands kamen dazu, was half, und von da aus habe ich meine Karriere weiter aufgebaut.“

Naiver Mut ist gefragt

Nach einer Zeit wurde es einfacher: “Ich war oft an fünf Abenden der Woche in den gleichen Veranstaltungshallen.“ So kam er zu guten Beziehungen und später fotografierte er die Touren von Ellie Golding, James Morrison und wurde persönlicher Fotograf von Calvin Harris. Nichts dergleichen wäre passiert, wenn er sich nicht durch die Anfangszeit durchgebissen hätte. Mit naivem Mut und Zuversicht – denn er hat bei den Jobs gelernt, gut zu fotografieren – und Hartnäckigkeit. Er hat sich nicht entmutigen lassen, sondern hat entschlossen weiter gemacht, bis mehr und mehr Türen für ihn aufgegangen sind.

Was würdest du gerne erreichen und welche vielen Aktionen müsstest du dafür starten? Zögerst du, weil du die unvermeidlichen Begegnungen mit Misserfolgen und Ablehnung auf dem Weg vermeiden möchtest? Hoffst und erwartest du, dass das Beste für dich passieren wird?

Creative work

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Creative Work

How to get creative work done

One of the biggest traps for creative work is postponing. Either because of “waiting for inspiration”. Or because of perfectionism, saying “I`m not good enough yet, conditions are not ideal at the moment,…”

I`ve written about this before but it`s been one of the most important lessons for me: Creativity means commitment which implies planning your day, setting priorities, and setting aside time for them. Creative work means fight and determination. And actually doing the work now.

“Inspiration is for amateurs. The rest of us just show up and get to work”, said photographer Chuck Close. “If you wait around for the clouds to part and a bolt of lightning to strike you in the brain, you are not going to make an awful lot of work. All the best ideas come out of the process; they come out of the work itself.”

No need for the perfect setting

The other day, I had an interesting interview with singer and musician Joe Vox. He has released an album together with other musicians called “COVid IDentities”. Because of the lockdown, one of the musicians didn`t have access to fancy recording technology. So he just used his phone. Simple as that.

The musicians made things work, even though conditions weren`t ideal. Joe Vox said: “As a creative, you don`t need the perfect setting. On the contrary: Too much perfection can indeed harm because you constantly find that settings aren`t ideal. And you end up doing nothing at all because of that. You can always do something when you are creative and really want to.”

Kreative Arbeit

Eine der größten Fallen für kreative Arbeit ist Aufschieberitis. Entweder weil man auf “Inspiration” wartet. Oder wegen Perfektionismus, der einem sagt “Ich bin noch nicht gut genug, die Bedingungen sind im Moment noch nicht ideal,…“

Ich habe schon mal über dieses Thema geschrieben, aber es ist eine der wichtigsten Lektionen für mich gewesen: Kreativität bedeutet Einsatz und sich zu verpflichten, Prioritäten zu setzen und dafür Zeit zu reservieren. Also den Tag entsprechend drum herum zu planen. Es bedeutet auch zu kämpfen und entschlossen zu sein. Und sich tatsächlich jetzt an die Arbeit zu machen.

„Inspiration ist was für Amateure. Wir anderen lassen uns blicken und machen uns an die Arbeit“, sagte Fotograf Chuck Close. „Wenn du darauf wartest, dass sich die Wolken auftun und dich ein Geistesblitz trifft, dann wirst du nicht besonders viel zustande bringen. All die besten Ideen kommen aus dem Prozess heraus. Sie entstehen bei der Arbeit selbst.”

Es braucht nicht die perfekten Bedingungen

Neulich hatte ich ein interessantes Interview mit Sänger und Musiker Joe Vox. Er hat ein Album “COVid Identities” mit anderen Musikern zusammen herausgebracht. Wegen des Lockdowns hatte einer der Musiker keinen Zugang zu richtiger Aufnahmetechnik. Also hat er sein Handy benutzt. Ganz einfach.

Die Musiker haben die CD möglich gemacht, auch wenn nicht alles ideal war.  Joe Vox sagte: “ Als Kreativer braucht man nicht die perfekten Bedingungen. Im Gegenteil: Zu viel Perfektion tut oft nicht gut, denn man findet dauernd, dass die Umstände nicht gut genug sind. Und am Ende kommt gar nichts bei raus. Man kann immer was machen, wenn man Kreativität hat und wirklich will.“

Dream big

self-assignment sky and sun. Dream big

How big dreams add fun to your work

Would you like to release a crazy amount of joy and fun in your work? I might just have the secret for you. Well, it certainly works for me at the moment. So here`s the trick: Dream big and set yourself a ridiculously far-fetched goal that really excites you. Mine is to photograph the Queen.

You may laugh and hey, so do I – and that`s what does the trick: There is no pressure whatsoever and no expectations. Noone seriously expects me to accomplish that. For someone like me, who crumbles under pressure and when feeling expecting eyes on me, this is so liberating.

Far-fetched, but not entirely impossible

However, while the goal should be something quite far-fetched, it shouldn`t be entirely impossible. Like you know, turning into a unicorn. Or becoming a piano superstar when you have no feeling for rhythm or something like that.

A photo shooting with the Queen, however, is possible: I`m here on this earth with my camera and so is the Queen.  So it`s just about working out a strategy and taking steps that eventually bring us together, which of course includes becoming better and better as a photographer. I`ve given myself a random time frame of two years to achieve my goal. And I`ve thought – just in case it shouldn`t work out with the Queen –  I would be equally cool with photographing Prince Charles as an alternative instead.

We are going to win either way

I used to take my work so seriously and while I still kind of do, there is now much more lightness and play in my approach. It feels more like a fun game, where you can win, but it wouldn`t be the end of the world if you don`t. In fact, I will win either way: Because, while I do want to reach my goal, I know that it`s even more about the journey. 

The journey towards this achievement will just benefit me so much, both as a person and as a photographer. “Who would you have to become on your way to trying to achieve that goal? … It would be a wild and incredible journey”, says Kara Loewentheil in her podcast “Unfuck your brain” about “impossible goals” (I recommend listening to this by the way: https://unfuckyourbrain.com/setting-impossible-goal-2021/). Just imagine: How would you develop on the way to achieving this goal?

A new perspective

With my goal in mind, everything falls into a more convenient perspective: When I go on photo jobs now, I see them more as helpful little steppingstones and opportunities to learn on my long journey to photograph the Queen – and not as THE ultimate test that will proof whether I`m a good photographer or not. Failing becomes more like a valuable experience that helps me to achieve my goal.

And whatever happens – whether my boss likes some pictures of mine or not, whether I get a certain assignment or not, … – nothing of that can ever take away my dream. But it`s my decision only, not anybody else’s. And I finally really understood the quote by Arthur O`Shaughnessy:

We are the music-makers, and we are the dreamer of dreams.”

Wie große Träume für mehr Spaß bei der Arbeit sorgen

Würdest du gerne eine völlig verrückte Menge Freude und Spaß an deiner Arbeit freisetzen? Kann sein, dass ich den richtigen Tipp für dich habe. Also für mich funktioniert er zumindest im Moment ausgezeichnet. Also hier ist der Trick: Träume wirklich groß und setze dir ein lächerlich weitgegriffenes Ziel, auf das du dich wirklich freust. Meins ist, die Queen zu fotografieren.

Kann sein, dass du jetzt lachst und hey, ich lache auch – aber das ist genau der Trick: Es gibt keinen Druck und keine Erwartungen. Keiner denkt ernsthaft, dass ich das schaffen müsste. Für jemanden wie mich, die unter Druck und Erwartungshaltung wie gelähmt ist und dann gar nicht gut arbeiten kann, ist das so befreiend.

Weit gegriffen, aber nicht völlig unmöglich

Allerdings muss das Ziel zwar groß sein, aber nicht völlig unmöglich. Also es sollte nicht sowas sein, wie „ich will mich in ein Einhorn verwandeln“. Oder „ich will ein Piano-Superstar werden“, wenn man null Gefühl für Rhythmus hat.

Ein Fotoshooting mit der Queen zu machen, ist dagegen theoretisch möglich: Ich bin auf dieser Erde mit meiner Kamera, und sie auch. Also geht es nur darum, eine Strategie zu erarbeiten und Schritte zu gehen, die uns am Ende zusammenbringen. Das bedeutet natürlich auch, immer besser als Fotografin zu werden. Ich habe mir selbst einfach mal ein Zeitfenster von zwei Jahren gesetzt, um mein Ziel zu erreichen. Und ich habe mir auch überlegt, dass – falls es mit der Queen aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte – Prince Charles eine gleichwertige Alternative wäre.

Wir gewinnen so oder so

Ich habe meine Arbeit immer sehr ernst genommen. Zwar nehme ich sie irgendwie immer noch ernst, aber da ist jetzt viel mehr Leichtigkeit und Spiel in meiner Herangehensweise. Es fühlt sich mehr wie Spaß und Spiel an, bei dem man gewinnen kann. Aber es würde auch nicht die Welt untergehen, wenn ich nicht gewinnen würde. Tatsächlich werde ich so oder so gewinnen: Denn zwar will ich mein Ziel wirklich erreichen, aber trotzdem weiß ich, dass es mehr um die Reise dahin geht.

Der Weg zu meinem Ziel wird mir so viel bringen, als Person und als Fotografin. “Welch eine Persönlichkeit müsstest du werden, bei dem Versuch, dieses Ziel zu erreichen? … Es würde eine wilde und unglaubliche Reise werden”, sagt Kara Loewentheil in ihrem Podcast „Unfuck your Brain“ über „unmögliche Ziele“. (Empfehle übrigens, das anzuhören: https://unfuckyourbrain.com/setting-impossible-goal-2021/) Stell dir nur mal vor: Wie würdest du dich entwickeln, wenn du dich tatsächlich auf den Weg zu deinem Ziel machen würdest?

Eine neue Perspektive

Seit ich mein Ziel im Kopf habe, fällt gerade alles in eine angenehmere Perspektive: Wenn ich auf Fotojobs gehe, habe ich nicht mehr so sehr das Gefühl, auf die Probe gestellt zu sein, als ob ein Fotojob beweisen würde, ob ich eine gute Fotografin bin oder nicht. Ich sehe alle meine Jobs eher als hilfreiche kleine Meilensteine und als Chancen, auf meiner langen Reise zur Queen dazuzulernen. Misserfolg wird eher zu einer wertvollen Erfahrung, die mir dabei hilft, mein Ziel zu erreichen.

Und was auch immer passiert – ob mein Chef irgendwelche Bilder von mir mag oder nicht, ob ich einen bestimmten Auftrag bekomme oder nicht, und so weiter – nichts kann mir je meinen Traum wegnehmen. Es ist allein meine Entscheidung, nicht die von irgendjemand anderem. Und ich habe endlich wirklich das Zitat von Arthur O`Shaughnessy verstanden:

“Wir sind die Musikmacher und wir sind die Träumer der Träume”.


Read more:

http://www.nadinewilmanns.com/success-stories

http://www.nadinewilmanns.com/work-for-joy

Feelgood Photography

feelgood photography detail

When having a special, good feeling, have your camera with you. In my experience, I tend to see more when I feel good and a bit emotional. As well, I tend to be more compassionate, attentive, and open which is so important for photography. And suddenly everything seems to have more meaning and depth.

I then hope that by capturing the feeling, it will stick with me. I may be able to revisit and recreate it later, because I`m more likely to remember when a picture was taken.

Capture the “feelgood”

It may seem strange wanting to photograph something that can`t be seen at all, but only sensed. I mean, a horse just looks like a horse. But peace, calm, melancholy, feelgood,… ? Everybody would capture them differently.

Someone might just see nothing in a picture, while somebody else might be completely blown away. But there`s the beauty: there is a personal element, not obvious to everyone. Our photographs speak our very unique language and it`s ok if not everybody understands.

Snapshots that stick

Yesterday, I`ve been feeling weirdly and quite strikingly peaceful and at ease for most of the day – for no apparent reason. In fact, according to what I was up to, I should have been stressed. But no, all good. Maybe I`ve breathed deep into my stomach a lot. Maybe my mind counteracted with some extra peace after having felt rather overwhelmed the day before – I don`t know. However, I wanted to preserve that feeling so I took some snapshots. Hoping that one will stick to my memory and stay attached to that sense of feelgood and ease.

How about you – have you noticed that how you feel is being translated into your photography?


Feelgood Photography Detail

Wohlfühl-Fotografie

Wenn du dich besonders wohl und gut gelaunt fühlst, nimm deine Kamera mit. Bei mir ist es so, dass ich mehr sehe, wenn ich mich gut und ein bisschen emotional fühle. Ich bin dann auch nachsichtiger mit mir selbst, achtsamer und offener, was so wichtig für das Fotografieren ist. Und alles bekommt irgendwie auf einmal mehr Bedeutung.

Ich hoffe dann, dass das Gefühl in meinem Gedächtnis bleibt, wenn ich es fotografiere. Vielleicht kann ich es später wiederhaben, weil ich mich eher wieder dahin zurückversetzen kann, wenn ich ein Bild gemacht habe.

Fotografiere “Wohlfühlen”

Kann sein, dass es seltsam scheint, etwas fotografieren zu wollen, das gar nicht wirklich zu sehen ist, sondern nur zu spüren. Ich meine, ein Pferd sieht einfach wie ein Pferd aus, aber Zufriedenheit, Ruhe, Melancholie, Wohlfühlen,… ? Das würde jeder anders festhalten.

Und deshalb sieht einer vielleicht gar nichts in einem Bild, das einen anderen besonders anspricht. Aber das ist auch das Schöne: da gibt`s ein persönliches Element, das nicht jeder erkennt. Unsere Fotos sprechen unsere ganz eigene Sprache und es ist ok, wenn sie nicht jeder versteht.

Feelgood Photography

Schnappschüsse, die bleiben

Gestern habe ich mich ganz ohne offensichtlichen Grund seltsam gut und zufrieden gefühlt. Wenn ich auf mein Programm von gestern schaue, hätte ich eher erwartet, gestresst gewesen zu sein. Aber nein, alles gut. Vielleicht habe ich viel in meinen Bauch geatmet. Vielleicht hat meine Psyche mit einer Extraportion Ruhe reagiert, weil ich mich am Tag davor überfordert gefühlt habe – keine Ahnung. Jedenfalls wollte ich das Gefühl festhalten, also habe ich ein paar Schnappschüsse gemacht. In der Hoffnung, dass einer in meinem Gedächtnis bleiben und mit diesem Wohlfühl-Gefühl verbunden sein wird.

Achte doch auch mal drauf: wirkt sich dein Gefühl auch auf deine Fotos aus?

Feelgood Photography Detail

Read more:

www.nadinewilmanns.com/how-to-remember

www.nadinewilmanns.com/how-to-get-the-feeling-into-the-picture

Lockdown Photography

lockdown photography rubber gloves on washing machine

Lockdown-Photography

How hard times can help your photography

Die originale Version dieses Posts auf Deutsch, “Lockdown-Fotografie”, wurde auf dem bekannten Fotoblog www.fotografr.de veröffentlicht. Hier ist die englische Übersetzung:

Do you recall the last days before your personal Corona lockdown? I remember them like it was yesterday and the pictures that I`ve taken. I had a strange feeling sitting in a coffee shop on Bethnal Green Road in London, just having read the headlines of the first COVID death in England. Somehow, I have taken deeper breaths that day trying to soak in as much freedom and fresh air as possible. And I have photographed even more than usual.

Despite all the weirdness of the situation, I knew that at least I could always document everything with my camera. That I don`t need to passively wait, but that I can actively move my focus on something. That has given me some feeling of control and at the same time a creative challenge.

Home Photography Lockdown Photography window view
Home-Photography Lockdown Photography bed sheets

Documenting being at home

As a matter of fact, the challenge soon turned out to be documenting being at home. During that time, I found it more helpful than ever to photograph „what is“. Even though there wasn`t happening much – after all, I was at home all the time – in my head there was going on a lot. Somehow, I wanted to find a way to express that.

And really, the more confined we are the more of a challenge this becomes, and the more there is to learn. I have been following the „One-picture-a-day-projects“ of other photographers and I`ve noticed that they haven`t just captured something very special , but as well that they have become much more sensitive to the ordinary.  

Lockdown Photography Glasses by the window Home-Photography

Each days' hero shot

Somewhere, I`ve read about a man, who couldn`t get around much due to his poor health. However, he went for a daily walk around the block with his camera. He probably didn`t get THE shot every day. But because he kept on going persistently looking for the special on his everyday route, he eventually kept discovering more and more.

Do you know when the light on your sink is at its best? Since Corona I know that – and I have noticed how that changed when my boyfriend blocked parts of the window with wooden panels. Lucky enough I didn`t know then, that now, meanwhile in Germany, I would still talk about Corona. I just tried to focus on one day at a time and get each days hero shot.

Each night I would be looking forward to reviewing my “pictures of the day” when transferring them to my phone before I went to sleep. That was my incentive – I`m sure you know the joy of finding a picture that you really love when scanning through your photos. (And by that I don`t mean technical perfection, but a picture with expression and meaning, one that evokes a feeling. That`s a different topic though…)

Home Photography How to remember light trail lockdown photography
Home-Photography, Lockdown Photography cat looking out

Open to surprises

As a photographer, I want to become better and better. And sometimes weird circumstances feature surprising opportunities to learn and to evolve. Times of restriction invite us to look out for our hero-shot of the day. And to consider the possibility that the most boring, stupid, or difficult situation might turn out as the moment of the day, at least in terms of photography.

I do recommend trying this approach for yourself. Especially when in a low mood, it can feel like hard work to pick up the camera. Yet after a few days it will become second nature and you will anticipate making progress with your personal at-home-project.

Head to www.fotografr.de to read the original, German version of this article. 

New Year

New Year lights celebration

New Year

As we enter the new year, it`s a good time to go through all our photos of this year. Of course, to reflect on the past twelve months. But as well to see how we grew as artists and to motivate us to keep on pushing forward and to become better in the new year ahead.

(On a side note: In my case, the new year is a good opportunity to organize my picture chaos, too. Click here for an article about a good organizational structure. I`ve started some organizing by the beginning of the lockdown in March but didn`t finish. Once I`ve established a consistent system that works for me, I`ll share it here.)

It`s not about pretty

Lately, I`ve had some days when I felt a little discouraged in documenting the ordinary. Because you know on Instagram you see all these super-pretty rooms and stuff and well, I don`t find my place so picture-pretty. However, looking back at the 2020 photographs, I realized that it weren`t the “pretty things” that made the best photos. But it was good light. Plus, ideally some meaning, and a very present moment that stayed.

That really motivated me again to shoot daily what is meaningful to me and focus on the light (in the truest sense of the word). Let´s feel and observe the very moment as often as possible without thinking about later or before. I`ve read and noticed that this can make an ordinary moment more meaningful.

As well I can report that it`s often just about getting started in order to get us into a habit. Like in this case the habit of documenting our lives in pictures. For example, we can begin with taking a picture of something simple as our feet and that can get us going to “see” and become aware of more.

For the year to come, I hope that I can always be thankful, curious, and unbiased. That I will be open to new experiences and surprises. And that I have faith in God`s support in order to be brave and to take healthy chances to document more. What are your wishes? Have a good start in 2021 and don`t let yourself get disheartened if the start doesn`t turn out as hoped. 

Neues Jahr

Der Start ins neue Jahr ist eine gute Zeit, um durch die Fotos von 2020 zu blättern. Natürlich um nochmal auf das Jahr zurückzuschauen. Aber auch um zu sehen, wie wir als Künstler gewachsen sind und um uns zu motivieren, weiter an uns zu arbeiten, um noch besser zu werden.

(Übrigens ist es für mich auch eine gute Gelegenheit, Ordnung mein Bilder-Chaos zu bringen. Ich habe beim ersten Lockdown im März damit begonnen, aber bin null fertig geworden. Sobald ich ein funktionierendes System entwickelt habe, werde ich es hier teilen.)

Es geht nicht um hübsch

In letzter Zeit hatte ich immer wieder Tage, an denen ich mich ein bisschen entmutigt darin gefühlt habe, das Alltägliche zu dokumentieren. Auf Instagram sieht man doch immer diese superhübschen Räume und Orte – und naja, ich finde, bei mir sieht`s nicht so „bildhübsch“ aus. Aber als ich durch meine Fotos von 2020 geschaut habe, ist mir aufgefallen: Es waren nicht die „hübschen Dinge“, die die besten Bilder ausgemacht haben. Sondern es war gutes Licht. Und idealerweise eine Bedeutung und ein „erlebter“ Moment, der mir im Gefühl geblieben ist.

Das hat mich wieder motiviert, jeden Tag zu fotografieren was Bedeutung für mich hat, und auf das Licht zu fokussieren (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich habe gelesen und bemerkt, dass ein gewöhnlicher Moment mehr Bedeutung bekommt, wenn wir ihn richtig „fühlen“ und beobachten, ohne an vorher oder nachher zu denken.

Beginne einfach

Außerdem kann ich berichten, dass es oft einfach nur darum geht, zu beginnen, um etwas zur Gewohnheit zu machen. Wie eben die Gewohnheit, unseren Alltag in Bildern zu dokumentieren. Zum Beispiel könnten wir damit starten, einfach etwas Simples wie unsere Füße zu fotografieren. Das kann uns dann dazu verleiten, mehr zu sehen und wahrzunehmen.

Für das neue Jahr hoffe ich, dass ich dankbar, neugierig und unvoreingenommen sein kann. Dass ich offen sein werde für neue Erlebnisse und Überraschungen. Und dass ich daran glauben kann, dass Gott mich unterstützt, um dann mutiger zu sein, damit ich mehr dokumentieren kann. Was sind deine Wünsche? Hab einen guten Start in 2021 und lass dich nicht entmutigen, falls der Start nicht so läuft, wie erhofft.

Life is now

snow in Tübingen town, life is now

Life is now.

Why we should avoid postponing life

This life, don`t say „I can do that later” to something that you fancy doing if you have the possibility to do it now. Even more, if it’s of importance to you.

Because in my experience, I regret mostly what I haven`t done. Especially when there was an opportunity to do it.

life is now , snow in Tübingen town

For a photographer that means: If we pass something that we want to photograph, never think “I can come back to this later when it`s more convenient for me”. For example, how often have I walked by something, thinking “I`ll take a picture on the way back”. But then didn`t come back the same way.

Who knows what`s later: The light will be different then. Maybe the situation will not be there anymore at all. Or there might be a pandemic.

Honestly, if Corona has shown me anything, it is that we mustn´t take “later” for granted.  That seizing the day isn`t just empty talk. And that living a life that we like must not be postponed.

Leben ist jetzt. Oder: Lieber nicht verschieben

Sag nicht zu etwas, das du gerne tun würdest: “Ich kann das später noch machen“, wenn du die Möglichkeit hast, es jetzt zu tun. Vor allem wenn es dir wichtig ist.

Denn am meisten bereue ich das, was ich nicht gemacht habe. Besonders wenn es Gelegenheit dazu gab, es zu tun.

Für das Fotografieren heißt das: Wenn wir an etwas vorbeigehen, das wir fotografieren wollen, nicht zu denken: „Ich kann später zurückkommen, wenn ich mehr Zeit habe.“ Wie oft habe ich etwas gesehen und dachte „Ich mach ein Foto, wenn ich auf dem Rückweg wieder vorbeigehe.” Bin dann aber gar nicht auf dem gleichen Weg zurückgegangen.

Wer weiß, was später sein wird: Das Licht wird vermutlich anders sein. Vielleicht ist die Situation überhaupt nicht mehr da. Oder es könnte eine Pandemie ausbrechen.

Also wenn Corona mir etwas gezeigt hat, dann dass wir „Später“ nicht für selbstverständlich nehmen dürfen. Dass “den Tag pflücken” nicht nur leeres Gerede ist. Und dass wir das Leben, das wir leben möchten, nicht verschieben sollten.

life is now, snow in Tübingen town

Copycat Creativity Technique

Copycat

The Copycat Technique

for Creativity

Copying, as “bad” as it may sound, is actually a very good technique to get creative. The best designers use it. While the process may start with a plain copy, it ends with something very own and unique. Because you`ll add your own input and vision into the development, you`ll take the copy to a higher level, creating something with your own voice and style.

When I was still a fashion design student, I worked for Giles Deacon in London for a while. Still naïve and thinking ideas come right out of thin air or pure imagination, I was shocked: In the design studio, we were given pictures out of fashion magazines and were told to copy and rework certain items. I thought: Is he for real?? Is he just copying other people’s work and making out it`s his own idea?

Be a copycat to fly

In the years after, I have learned that it is common for designers to begin with a copy. But then, what starts as a copy is transforming into a completely own design. While copying you come up with new ideas, you bring in your own style, you amend details to match your own vision. The final result might not even resemble the “original” anymore. (And really: they most likely aren`t originals anyway, because they themselves are copied and transformed from another “original” at some point). Call it inspiration if you like.

The same goes for photography, writing, drawing, all arts for that matter: The copy is like the push or the run-up before you fly on your own.

Die Copycat-Technik

für Kreativität

Kopieren, so “schlecht” es klingt, ist tatsächlich eine sehr gute Technik, um kreativ zu sein. Die besten Designer machen das. Der Prozess beginnt zwar mit einer Kopie, aber er endet mit etwas Eigenem und Einzigartigem. Weil du deinen eigenen Input und deine Vision in die Entwicklung mit reingibst, bringst du die Kopie auf ein höheres Level und machst am Ende etwas in deinem ganz eigenen Stil.

Als Modestudentin habe ich eine Zeitlang bei Giles Deacon in London gearbeitet. Ganz naiv dachte ich, Ideen kommen einfach so aus dem Nichts und purer Fantasie. Als man uns Fotos aus Magazinen gab, um einzelne Sachen davon nachzuarbeiten, also zu kopieren, war ich schockiert. Ich dachte: Soll das ein Witz sein?? Kopiert er einfach die Arbeit anderer und tut dann so, als wär`s seine eigene Idee?

Kopieren um zu fliegen

In den folgenden Jahren habe ich gelernt, dass es ganz normal für einen Designer ist, zu kopieren. Aber dann verwandelt sich das, was als Kopie beginnt, in ein ganz eigenes Design. Während des Kopierens kommst du auf neue Ideen, du bringst deinen Stil ein, du änderst Sachen ab und passt sie deiner eigenen Vorstellung an. Das Endergebnis sieht dann dem „Original“ oft nicht mal mehr ähnlich. (Und ein Original war das wahrscheinlich sowieso nicht, denn auch dieses „Original“ wurde irgendwann von etwas anderem kopiert und weiterentwickelt.) Man kann das auch Inspiration nennen, wenn man so will.

Das Gleiche gilt fürs Fotografieren, Schreiben, Malen und Kunst überhaupt: Die Kopie ist wie ein Schubs oder ein Anlauf bevor du selbst fliegst.

copycat

Read more: How to be creative

Success Stories

Photography black and white selfie for blog about success

Stories we tell about ourselves

How do we define success? And are we giving it our own definition, or do we let others define it for us? What story do we tell about ourselves? And are we dreaming big or do we let others limit our dreams, and what we dare to expect?

There are so many opinions and voices that can restrict us and that don`t serve us at all. For example: “Successful people are those who make a lot of money or who have fame.” If we have neither money nor fame, we might fall into the trap of thinking that we are not successful. But wait for a second: Is this definition matching our own standards of success at all?

And what kind of story do we tell about ourselves in general?

After the past two weeks, I could be telling, that I have failed a lot and that I`m unsuccessful. But honestly what would be the point of a story like this? It would not only be depressing; it also would not serve me at all.

We have one life, so why not tell a good story about it! So, instead I say: “I have taken some bold steps lately. At the same time, I`ve gained a good deal of experience with criticism both fair and unfair, even some unfriendliness. Either way, I`ve learned a lot. Most of all, I haven`t let anything cause me to abandon my dreams and I keep dreaming big. I expect great opportunities and adventures coming my way because I trust God to have a good plan for me.”

Selfie with dog

A friend of mine said to me that her co-worker has warned her: “In our job, we have to be very flexible.” There are so many ideas and opinions about how we SHOULD be. But especially as creatives I think we don`t have to accept the boundaries of common opinions. If we work to our own heart’s content, not for the judgment of others, we work with the heart of an artist. And we can accomplish a lot and more, if we just never lose faith, tell our story favourably, and define success in a way that sustains us and doesn`t discourage us.

Stories, die wir über uns erzählen

Was ist Erfolg? Legen wir für uns selbst fest, was Erfolg für uns bedeutet, oder lassen wir uns das von anderen vorgeben? Was für eine Geschichte erzählen wir von uns? Und haben wir große Träume, oder lassen wir uns von anderen Grenzen setzen, in dem was wir uns zutrauen?

Es gibt so viele Meinungen und Stimmen, die uns einschränken können und die uns überhaupt nicht nützlich sind. Zum Beispiel: „Erfolgreiche Leute verdienen viel Geld und sind angesehen und bekannt.“ Wenn wir aber weder Geld haben noch besonders anerkannt sind? Dann könnten wir in die Falle tappen zu denken wir seien nicht erfolgreich. Aber warte mal: Passt diese Art von „Erfolg“ denn überhaupt zu unseren eigenen Maßstäben?

Und was für eine Geschichte erzählen wir überhaupt von uns?

Nach den letzten beiden Wochen könnte ich erzählen, dass ich oft gescheitert bin und dass ich keinen Erfolg habe. Aber ehrlich, was würde denn so eine Geschichte bringen? Es wäre nicht nur eine deprimierende Geschichte, sie würde mir auch nichts nützen.

Wir haben ein Leben, also warum sollten wir nicht gute Geschichten davon erzählen! Also sage ich stattdessen: „Ich habe in letzter Zeit ziemlich viel gewagt. Gleichzeitig habe ich Erfahrungen mit Kritik – fairer und unfairer Kritik – und sogar Unfreundlichkeiten gesammelt. So oder so habe ich viel gelernt. Vor allem habe ich mich nicht daran hindern lassen, weiterhin große Träume zu haben. Ich erwarte tolle Gelegenheiten und Abenteuer, weil ich darauf vertraue, dass Gott einen guten Plan für mich hat.“

selfie with dog in flash light

Eine Freundin sagte mir neulich, dass ihre Kollegin sie ermahnt hat:  “In unserem Job müssen wir besonders flexibel sein.“ Es gibt so viele Vorstellungen davon, wie wir sein SOLLTEN. Aber vor allem als Kreative brauchen wir uns doch nicht mit den Grenzen gewöhnlicher Meinungen abfinden. Wenn wir zu unserer eigenen Freude arbeiten und nicht für das Urteil anderer, dann arbeiten wir mit dem Herz eines Künstlers. Und wir können viel und noch mehr erreichen, wenn wir nie aufhören zu glauben, unsere Geschichte vorteilhaft erzählen und Erfolg so definieren, dass es uns nicht entmutigt sondern stärkt.

How to learn from mistakes

notebook notes about mistakes to learn

Create a personal notebook of learned lessons

Create a personal notebook of learned lessons

Isn`t it that our own mistakes are our best teachers? Yet, I still dread to make mistakes. And on top of that, I often feel like I haven`t learned at all, thinking: ‘Oh no, I should know by now – why have I made this mistake AGAIN?’

Therefore, I have now started collecting my photography mistakes in a notebook. But actually, no – and here`s the trick: It`s more like I`m collecting learning lessons, solutions, or advice. After each photo shoot, I review everything. From the planning to the photoshoot itself, to post-processing and communication with people in the process. I then think about how I can improve. Basically, I`m giving myself advice. Or I`m asking fellow photographers or talk to other people to hear their advice. And then I note this down. Together with the date and the name of the photoshoot so I can remember the precise situation. 

Collecting lessons

I wouldn’t write down the “negative” like: “Shouldn`t have stayed in that bad light when photographing that person.” But I would note down the solution: “When the light isn`t good, I can ask for two minutes to myself to look for better options.” This way, I`m turning mistakes straight into learning. And by noting it down it`s more likely to stay with me. Plus, I can scroll through the pages before a photoshoot to remind myself of relevant things to consider.

Another side effect of these notes: I´m not so terribly scared of making mistakes anymore. Because I can effectively turn them into learnt lessons in my notebook – in fact, I`m now collecting them. Not that I would make mistakes on purpose, of course. But when they happen, I now can finally see them more as opportunities for learning. This as well makes it easier to get over these mistakes quickly, and not giving myself a hard time for having made them. Because I feel I`m actively doing something to improve.

Faith

Someone once told me a story about a teacher of people who are to be trained to sell stuff. (I think I have shared this story before, but it really fits here, so here it is again). This teacher sends his students out for a competition: They all should knock on people’s doors to sell stuff. The one who collects the most rejections in one week is the winner.

I found this story really encouraging: We don`t need to run from rejection – and not from mistakes either. Instead, we can say: ‘Oh, I can learn something here.’ And: ‘I am on the way of making progress.’ Rejection as well as mistakes are part of the job (and part of life really). The braver we are, the more we try with faith instead of fear, the more we experience, and the more we learn and grow.

Mach dir ein Notizbuch mit Lektionen

Mach dir ein Notizbuch mit Lektionen

Sind nicht unsere eigenen Fehler unsere besten Lehrer? Trotzdem graut es mir immer ein bisschen davor, Fehler zu machen. Und außerdem habe ich oft das Gefühl gar nichts gelernt zu haben und denke: ‚Oh nein, ich sollte das doch inzwischen besser wissen – warum hab ich diesen Fehler nun schon wieder gemacht?‘

Deswegen habe ich jetzt damit begonnen, meine Fotografie- Fehler in einem Notizbuch zu sammeln. Also nein, eigentlich sammle ich nicht meine Fehler – und hier ist der Trick: Ich sammle eher Lösungen oder Ratschläge an mich selbst. Nach jedem Fotoshooting gehe ich alles nochmal durch: Von der Planung, über das Fotoshooting selbst, zur Nachbearbeitung und der Kommunikation mit denen, die beteiligt waren. Und ich überlege, wie ich was besser machen kann. Ich berate mich also selbst. Oder ich frage befreundete Fotografen oder rede mit anderen, um deren Rat zu hören. Und dann schreibe ich das auf, zusammen mit dem Datum und Namen des Fotoshootings, damit mir eine konkrete Situation dazu im Kopf bleibt. 

Lektionen sammeln

Ich schreibe nicht das “Negative” auf, also  beispielsweise nicht: “Ich hätte mit der Person, die ich fotografiert habe, nicht in diesem schlechten Licht bleiben sollen.“ Sondern ich notiere mir eine Lösung: „Wenn es nur schlechtes Licht gibt, kann ich um 2 Minuten Zeit für mich fragen, um mich nach besseren Optionen umzuschauen.” So werden Fehler direkt in Ratschlägen und Lernerfahrungen umgewandelt. Dadurch, dass ich das aufschreibe, kann ich es mir besser merken. Und ich kann vor einem Fotoshooting nochmal durch die Notizen blättern, um mich an Dinge zu erinnern, die ich beachten muss.

Noch ein Effekt ist: Ich habe nicht mehr so sehr Angst davor, Fehler zu machen. Weil ich sie in effektive Lektionen in meinem Notizbuch verwandeln kann – ich sammle sie sogar. Natürlich mache ich nicht absichtlich Fehler. Aber wenn sie passieren, kann ich sie endlich als Gelegenheiten zum Lernen sehen. Das macht es gleichzeitig einfacher, schnell über diese Fehler hinwegzukommen. Und mir selbst nicht das Leben mit Selbstkritik schwer zu machen. Immerhin habe ich das Gefühl, dass ich aktiv etwas mache, um besser zu werden.

Vertrauen

Es gibt eine Geschichte von einem Lehrer mit Studenten, die lernen sollen Dinge zu verkaufen.  (Ich hab sie glaub ich schon mal in einem Post erzählt, aber sie passt hier so gut, dass ich sie nochmal erzähle). Dieser Lehrer schickt alle seine Schüler in einen Wettbewerb: Alle sollen bei irgendwelchen Leuten an deren Türen klopfen und ihnen etwas verkaufen. Derjenige, der die meisten Absagen bekommt, ist der Gewinner.

Mich hat diese Geschichte total motiviert. Wir brauchen  vor Ablehnung nicht wegzurennen – und auch nicht von unseren Fehlern. Stattdessen können wir sagen: ‘Ah, da kann ich was lernen.’  Ablehnung genauso wie Fehler sind Teil des Jobs (und des Lebens). Je mutiger wir sind, je mehr wir mit Offenheit und Vertrauen statt mir Angst ausprobieren und versuchen, desto mehr Erfahrungen können wir sammeln und desto mehr können wir lernen und besser werden.

notebook to learn from mistakes and dog

Creativity

Selfie with dog. Creativity

Notes about creativity after a not overly creative, busy day

Creativity needs some prayers and letting go. It needs fresh air and downtime. Chats with friends, some laughing out loud and being childish. Truly tasting and enjoying a piece of cake, a milky coffee with whipped cream on top, or something we love. Some moving around helps, too – be it doing a dance, going for a walk, or just cleaning or tidying up. Going out. Observing. Screen-free time. Reading. Daydreaming. A hot shower. Time. It certainly needs the Sunday off to wind down and relax – or any day once a week for that matter.

Furthermore, creativity needs patience, forgiving self-care, and softness. We need to be “on our side” and “for us” no matter what`s going on. What can we do here at this very moment for ourselves? On the other hand, I don`t think that creativity minds a push, effort, and discipline though. And it does need commitment, resilience, habit, and the occasional fight.

Feeling heartbreak, hardship, and suffering in just the right kind of dosage are just brilliant for being creative. By the right kind of dosage, I mean as much, as it doesn`t paralyze us.

Defining success according to our own standards.

Personally, I find creativity dies with comparison, judgment, inner pressure, and trying to please people. But it grows with the idea of abundance and that there`s space for everyone. When I`m open and without judgment towards others, I can be more creative myself. 

When too busy there`s no room for creativity because it needs its space to unfold. Sometimes it needs saying: “Stop, that`s enough, I`m gonna go on thinking about this tomorrow, but for now I need a break.” It, too, needs saying: “Thanks God for what I`ve achieved already, and I trust that you`ll give me a good idea when I need it.”

Notizen zum Kreativsein nach einem mittelmäßig kreativen, sehr geschäftigen Tag

Kreativität braucht Gebete und loslassen. Sie braucht frische Luft und Auszeit. Mit Freunden reden, laut lachen, kindisch sein. Mit richtig viel Genuss ein Stück Kuchen essen oder einen Milchkaffee mit Sahne obendrauf trinken oder eben etwas was wir lieben. Bewegung hilft auch – sei es tanzen, spazieren gehen oder auch einfach putzen und aufräumen. Rausgehen. Beobachten. Zeit ohne Bildschirm. Lesen. Tagträumen. Eine heiße Dusche. Zeit. Kreativität braucht auf jeden Fall Sonntags Freiheit, zum runterkommen und entspannen – oder an sonst einem Tag in der Woche.

Sie braucht Geduld, sich selber vergeben und sich gut um sich selbst kümmern. Wir müssen „auf unserer Seite“ und „für uns“ sein, was auch immer gerade los ist. Was können wir hier gerade eben für uns tun? Andererseits denke ich nicht, dass ein Schubs, Mühe und Disziplin der Kreativität schaden. Und sie braucht auf jeden Fall Verbindlichkeit, Ausdauer, Gewohnheit und ab und zu Kampf.

Herzschmerz, Schwierigkeiten und Leiden in der richtigen Dosierung sind perfekt, um kreativ zu sein. Mit der richtigen Dosis meine ich so viel, dass es uns nicht lähmt.

Erfolg entsprechend unsrer eigenen Maßstäbe definieren

Persönlich finde ich, dass Kreativität durch Vergleiche, Werturteile, inneren Druck und “Anderen-gefallen-wollen” stirbt. Aber sie wächst mit der Idee, dass es Überfluss gibt und Platz für jeden. Wenn ich offen bin und andere nicht beurteile und bewerte, kann ich selbst kreativer sein. 

Zu viel zu tun zu haben, nimmt der Kreativität den Raum, weil sie Platz zum Entfalten braucht.

Manchmal müssen wir sagen: „Stop, das reicht jetzt, ich mache mir da morgen weiter Gedanken, aber jetzt brauche ich erstmal Pause.“ Und auch: „Danke Gott, was ich schon erreicht habe, und ich verlasse mich darauf, dass du mir eine gute Idee gibst, wenn ich eine brauche.“

creativity. selfie with dog
creativity selfie with dog

Read more: 

Criticism: Five thoughts

shadow picture How to deal with criticism

Photograph your successes (and other thoughts about dealing with criticism)

Today I had to face harsh and personal criticism. And while I knew I shouldn`t “take it personally”, I didn`t know what that really means let alone how to do it. So, I`ve let this offence drain a lot of my energy – really, I felt like just having played Wimbledon (and lost) by the end of the day. Do you know that feeling? So, while I`m clearly not an expert in dealing with criticism, I`ve thought about some ideas about this, that might be helpful to share. Because when we get better at dealing with criticism not only will we preserve our energy, but we won`t dread offence so much and won`t let it hold us back from becoming braver as a professional and as a person.

It`s more about the criticizer

Anyway, back to the story: Lucky enough I had a coaching session scheduled tonight (www.ichinencoaching.com) so this was brilliant timing to discuss the issue. And I think I finally can make use of this “Don`t take it personally”: It often has nothing to do with us as a person, when being criticized, but in fact with the person who is criticizing. “Hurting people hurt people”, says Joyce Meyer. Equally one could say: People who feel attacked attack others. While talking about the situation I understood why the person who offended me did so. That doesn`t make the attack less mean but we are likely to not feel so angry about it knowing why the person offended us. So, I think it`s helpful to calmly analyze the situation that we have been criticized about to see why the other person has said what she has said.

Take notice of successful moments

Secondly, I can obviously recommend talking to somebody (but not ranting) who doesn’t judge. Who reminds us that if the criticism was justified we can work on ourselves. And that either way we have a lot of successes and achievements, too.

Talking about achievements: It`s helpful to really take notice of achievements as they happen. So that we can remember them in these kinds of situations. Only yesterday I`ve received best grade for my final work for my journalism degree and I hardly acknowledged it (not half as much as I took notice of this criticism today). So, I think taking a picture of these successful moments (big or small) or just writing a note in my planner might be a useful habit.

I wish I had said...

Another thing I struggled with, was to find the “right words” in the moment of attack. It was only afterwards that I came up with the phrases that I wished I had said. However, it helps to nevertheless say those phrases out loud afterwards – just for ourselves then. Because having practised, we will eventually find an appropriate peaceful response in a “real” situation, one that also honours what we think.

Oh, and not to forget: I think a good first aid after having been attacked is to be a good friend to ourselves. Which means that we don`t hurry on with the day but slow down a bit and maybe sip a coffee or tea, slip into soft clothes, say a little prayer and allow for a little downtime. Of course, it would be brilliant to be a superwoman with the perfect mindset who never gets upset but just moves on with her day. But hey, then again, taking things to heart also means that we have a heart, no?

Fotografiere deine Erfolge (und mehr zum Umgang mit Kritik)

Heute hat mich jemand ziemlich hart und persönlich kritisiert. Zwar wusste ich, dass ich das „nicht persönlich nehmen“ soll, aber mir war nicht klar, was das genau bedeutet und schon gar nicht wie das geht. Also habe ich mir von dieser Sache viel Energie rauben lassen – ehrlich, ich hab mich heute Abend gefühlt, als hätte ich Wimbledon gespielt (und verloren). Kennst du das Gefühl? Wie du siehst bin ich nicht gerade ein Experte darin, mit Angriffen umzugehen. Aber ich dachte, ich schreibe ein paar Ideen darüber auf, die uns in Zukunft helfen könnten. Denn wenn wir besser mit Kritik umgehen können, dann können wir nicht nur unsere Energie sparen, sondern wir fürchten uns nicht mehr so sehr davor, angegriffen zu werden und dadurch werden wir mutiger im Job und überhaupt als Mensch.

Es geht eher um den, der Kritik übt

Jedenfalls zurück zur Story: Glücklicherweise hatte ich heute Abend eine Coaching Stunde, das war also super Timing um die Sache zu besprechen. Und ich denke, ich kann jetzt mit diesem „Nimm`s nicht persönlich“ was anfangen: Es hat oft überhaupt nichts mit uns als Person zu tun, wenn uns jemand kritisiert, sondern mit der Person, die die Kritik äußert. „Verletze Menschen verletzen Menschen“, sagt Joyce Meyer. Genauso könnte man sagen: Leute, die sich angegriffen fühlen, greifen andere an. Als ich über die Situation, wegen der die Person mich angegriffen hat, gesprochen habe, habe ich verstanden, warum sie das gemacht hat. Das macht den Angriff nicht weniger gemein, aber wir sind doch nicht mehr so sauer, wenn wir verstehen, warum uns jemand angreift. Also ich denke, es ist hilfreich, die Situation ruhig zu untersuchen wegen der wir kritisiert wurden, um zu sehen, warum die andere Person uns angegriffen hat. 

Halte Erfolgsmomente fest

Außerdem kann ich natürlich sehr empfehlen, die Sache mit jemandem zu besprechen (ohne zu schimpfen oder zu lästern), der nicht urteilt. Der uns daran erinnert, dass wir an dem arbeiten können, für das wir zu Recht kritisiert worden sind. Und dass wir – so oder so – auch schon viele Erfolge hatten.

Apropos Erfolge: Mir ist mal wieder klar geworden, wie hilfreich es ist, wirklich Notiz von Erfolgsmomenten und Lob zu nehmen, um sich dann in schwierigen Situationen daran zu erinnern. Gerade gestern habe ich eine Eins für meine Abschlussarbeit für mein Journalismus-Studium bekommen und ich habe es gar nicht gebührend gefeiert. Tatsächlich habe ich dem nicht mal halb so viel Beachtung geschenkt, wie dieser Kritik heute. Also ich denke, es ist eine gute Gewohnheit von Erfolgsmomenten (auch den Kleineren) ein Foto zu machen oder zumindest eine Notiz im Terminkalender.

Ich wünschte, ich hätte ... gesagt.

Noch eine Sache, die ich schwierig fand, war die “richtigen Worte” zu finden als die Frau mir all ihre Anschuldigungen entgegenwarf. Erst später sind mir die Sätze eingefallen, die ich hätte sagen wollen. Allerdings ist es hilfreich, diese Sätze trotzdem – dann einfach danach und nur für mich selbst – zu sagen. Denn wenn wir das üben, finden wir irgendwann auch friedliche passende Antworten in der”echten” Situation, eine die auch das was wir selbst denken wertschätzt.

Oh, und nicht zu vergessen: Ich denke eine gute Erste Hilfe nach Kritik ist es, uns selbst ein guter Freund zu sein. Das heißt, dass wir nicht einfach weiterhetzen, sondern ein bisschen langsam machen, vielleicht einen Kaffee oder Tee schlürfen, in weiche Wohlfühlkleidung schlüpfen, ein kleines Gebet losschicken und uns eine Mini-Auszeit gönnen. Klar wäre es toll, Superwoman zu sein, die das perfekte Mindset hat und die sich nie angegriffen fühlt, sondern einfach mit ihrem Tag weitermacht. Aber hey, wenn wir uns Dinge zu Herzen nehmen, dann heißt das doch eigentlich vor allem, dass wir ein Herz haben, oder?

How to win time

mirror selfie How to win time

How to win time (with “positive procrastination”)

Do you sometimes feel like you don`t have time because you`ve got so much to do? Maybe you are (like me) a “last-minute-person” who tends to procrastinate. I`ve learned that this behaviour is a huge time robber.  

This week, I needed to hand in an important article. I had had six weeks to get it done, yet I started writing only four days before my deadline and handed it in right on the final day. Sounds familiar?

Instead of just getting something done when we originally plan to do it, we keep postponing it until it is not possible to postpone it any longer. The result is not only stress, but we also feel like the task is taking us much longer than it really does. I felt like my article has taken me six weeks, even though I effectively worked on it for four days.

Procrastinating work is spending time working

That`s because while postponing we still have the task on our mind. We aren`t really relaxed, but we think “Aww shit, I still need to do this sometime soon!” Spending time procrastinating something is like spending time working on it – just without achievement. In my case I “worked” on my article for six weeks, instead of the four days I`ve spent writing it.

If I had done it when I originally had planned it to do, it would have seemed like a simple four-day job, not a six weeks project. Plus, I would have felt like an “achiever”, thinking: “this could have taken me six weeks, but I managed in four days”. And I would have felt like being very time effective.

Writing the article wouldn`t have been much of a hassle – if I hadn`t made a hassle out of it by dragging it. Plus, I could have gotten a free confidence-boost and a good experience of accomplishment.

How to win time Mirror selfie

Commit to your schedule

While I kind of liked to be a last-minute-person at school or at university, I now find it very unhealthy for my nerves. We have more time to relax when we don`t spend it on procrastinating. Now I`m not saying to do everything straight away always – sometimes this isn`t even possible because we need to wait for missing information or simply a free space in our calendar (and we do need plenty of time for relaxing and enjoying after all). But the idea is to schedule tasks and to then do them at the time they are scheduled for – and not postpone them unless there`s a major reason to do so.

Time Manager Dave Crenshaw calls this “positive procrastination”. Instead of adding a task on our “To-Do-List” to do it “sometime soon”, we make an appointment for it in our calendar. And then, here`s the key: “Once it`s scheduled into your calendar, you have to commit to it.”

Doing so, we win time which we then can use to enjoying ourselves while being truly relaxed.  

Wie man Zeit gewinnt (mit “positivem Aufschieben”)

Hast du manchmal das Gefühl, zu hast keine Zeit, weil du zu viel zu tun hast? Vielleicht bist du (wie ich) ein “Auf-den-letzten-Drücker“-Typ, der Dinge gerne aufschiebt. Ich habe gelernt, dass das ein riesen Zeiträuber ist.

Diese Woche musste ich einen wichtigen Artikel einreichen. Ich hatte sechs Wochen Zeit zum Schreiben, aber ich habe erst vier Tage vor meiner Deadline begonnen. Am letzten möglichen Tag habe ich den Text eingereicht.

Anstatt Aufgaben einfach dann zu machen, wenn wir sie eingeplant haben, schieben wir sie auf die lange Bank, bis das irgendwann nicht mehr möglich ist. Das Ergebnis ist nicht nur Stress, sondern wir haben auch das Gefühl, viel länger an der Sache gearbeitet zu haben als das in Wirklichkeit der Fall ist. Mir ist es so vorgekommen, als hätte ich für meinen Artikel sechs Wochen gebraucht, dabei habe ich effektiv ja nur vier Tage lang daran gearbeitet.

Arbeit aufschieben heißt Zeit mit Arbeit zu verbringen

Das ist deshalb so, weil wir die Aufgabe beim Aufschieben ja immer noch in unserem Kopf haben. Wir sind nicht wirklich entspannt, sondern wir denken „Oh shit, ich muss das dringend bald machen.“ Zeit damit verbringen, eine Aufgabe aufzuschieben, fühlt sich an, als ob man gerade an ihr arbeiten würde – nur, dass man nichts dabei erreicht. In meinem Fall habe ich sechs Wochen an meinem Artikel „gearbeitet“, anstatt die vier Tage, die ich daran geschrieben habe.

Hätte ich ihn geschrieben, als ich es ursprünglich mal eingeplant habe, hätte es sich wie ein Job von vier Tagen angefühlt, nicht wie ein Sechs-Wochen-Projekt. Außerdem hätte ich mich wie ein “Erfolgstyp” gefühlt und gedacht: Das hätte sechs Wochen brauchen können, aber ich hab`s in vier Tagen hinbekommen. Und ich wäre mir sehr effizient vorgekommen.

Es wäre überhaupt keine große Sache gewesen, den Artikel zu schreiben – hätte ich keine große Sache daraus gemacht, in dem ich sie vor mir hergeschoben habe und sie dadurch immer größer geworden ist. Und ich hätte ganz umsonst einen Selbstvertrauens-Schub bekommen können, noch dazu eine gute Erfahrung.

how to win time - mirror selfie

Lege dich auf einen Zeitplan fest

Während der Schul- oder Uni-Zeit mochte ich es noch ganz gern, ein “Last-minute-Typ” zu sein, inzwischen finde ich es sehr ungesund für meine Nerven. Wir haben mehr Zeit, um entspannt zu sein, wenn wir sie nicht mit Aufschieberitis verbringen.

Ich sage jetzt nicht, dass wir immer alles gleich machen sollten – manchmal ist das ja auch gar nicht möglich, weil wir noch auf fehlende Infos warten müssen, oder auch einfach auf einen freien Platz in unserem Kalender. (Und wir brauchen schließlich viel Zeit zum Entspannen und Genießen).

Die Idee ist die: Wir planen Aufgaben ein und machen sie dann zu der Zeit, zu der sie eingeplant sind – und verschieben sie nicht, es sei denn es gibt einen wichtigen Grund.

Zeit-Manager Dave Crenshaw nennt das “Positive Aufschieberitis“. Anstatt eine Aufgabe auf unsere „To-Do-Liste“ zu schreiben, um sie „irgendwann bald mal“ zu machen, sollten wir für die Aufgabe einen Termin in unserem Kalender ausmachen. Und dann kommt das Wichtigste: „Sobald es in unserem Kalender eingeplant ist, müssen wir uns daran halten.“

Machen wir das, gewinnen wir Zeit, die wir dann – wirklich entspannt – mit Genießen verbringen können.

Read more about Freelance life in this post: Time and progress

Work for joy

work for joy dog behind ladder

How to work for joy

Is your job something that you would have as a hobby, too?

A few weeks ago, I had an interesting interview with Linda Stark, a singer who is as well a songwriter for other artists. I had noticed that she kept her website for her project as a singer called “LiLA” separate from the one as a contract songwriter. So, I wondered, whether she purposefully distinguishes between the two. Yes, she said: “LiLA is what I do entirely for my own joy.” For LiLA she doesn`t care about all the rules that she would follow when writing songs for someone else. “This music speaks from my heart and it suits me”, she told me. “And if I can`t think of something to write for half a year, then be it. LiLA is my baby and one of my top standards is: no pressure.”

Entirely for my own joy

I found that super interesting: The same activity – songwriting. For others – then it`s “work”, for oneself – then it`s “joy”. Don`t get me wrong: she didn`t say or mean, that she doesn`t find writing for others joyful! But her “LiLA” project is ENTIRELY for her joy. Which means, without any external pressure or requirements. Only she needs to like it. If it`s well-received, that`s brilliant, but if not, it`s nice anyway.

In this respect, the saying “Do what you love, and you will never have to work again” can`t always be readily applied. I have often thought: What is wrong with me – why do I still perceive work as “work”, EVEN THOUGH I do what I love. But it isn`t so easy as the saying makes out to be – at least that`s how I feel. The same activity can be perceived as work when I have to perform for a business, maybe with a difficult boss or with difficult morals. Or as joy when I do it for myself.

Dog. How to work for joy

Freedom and play

When I was employed as a pattern cutter in London, I would do patterns for my own project after work until late at night. That didn`t bother me at all – quite the contrary: I was already looking forward to it on my way home. It would not have crossed my mind to keep on working after 6 o`clock if it would have been work for my boss. The same activity – but entirely different joy levels.

I did enjoy going to work, but rather because of my fun co-workers than because of the work itself. Yet for my project, I was full of ideas and energy. There was freedom and play in my “work”. I wouldn`t really care very much about whether I could earn a lot or a little. Or whether a lot of people or only a few would like my stuff.

Nothing has to, everything can

What I have noticed though: It`s much easier to think that way, when having a money-making second source of income. If nothing HAS TO, but everything CAN. That means, being entirely independent of external opinions and financial success. That doesn`t mean that there will never be difficulties or frustration, anxiety, or disappointment. But that the joy will outweigh all that so that I won`t take so much notice of this other stuff. And so that these unpleasant feelings won`t “nest“ in me.

For me, this blog is a little joy-project. And I always want to photograph „for my own joy”. If I should notice that this is changing, I hope that I will pull the plug and stop doing assignments for a while. My joy in doing photography is just way too important for me to lose it over it being a job. And sooner or later, I want to revive my fashion project – and take good care that I will do it “entirely for my own joy”.

Für Freude arbeiten

Ist das was du beruflich machst, auch das, was du privat gerne machst?

Vor einigen Wochen hatte ich ein interessantes Interview mit Linda Stark, einer Sängerin, die auch Lieder für andere Künstler schreibt. Mir war aufgefallen, dass sie für ihr Soloprojekt „Lila“ eine andere Webseite hat als für ihre Arbeit als Auftrags-Liedermacherin. Ob sie beides so streng voneinander abgrenze, habe ich gefragt. Das hat sie ganz entschlossen bejaht: „Lila ist das, was ich wirklich ganz zu meiner eigenen Freude mache.“ Da seien ihr die Regeln egal, die beachten müsste, würde sie für einen Auftraggeber ein Lied schreiben. Es sei Musik, die einfach aus ihrem Gefühl spreche und die zu ihr passe. „Und wenn mir mal ein halbes Jahr kein Text einfällt, dann schreibe ich eben keinen. LiLA ist mein Baby und eine meiner ersten Prämissen ist, mir kein Druck zu machen.“

Zu meiner eigenen Freude

Das fand ich interessant: Die gleiche Tätigkeit – Songwriting. Einmal für andere – da ist es „Arbeit“ -und einmal für sich selbst – da ist es „Freude“. Jetzt darf man mich hier nicht falsch verstehen: Sie hat nicht gesagt oder gemeint, dass ihr das Lieder schreiben für andere keine Freude macht! Aber ihr LiLA-Projekt macht sie eben GANZ zu ihrer Freude. Das heißt völlig ohne Druck und Vorgaben von außen. Nur ihr muss es gefallen. Wenn`s gut ankommt, gut, wenn nicht, ist`s trotzdem schön.

Und insofern ist der Spruch „Tu was du liebst, und du musst nie wieder arbeiten“ nicht so ohne weiteres umzusetzen. Ich habe oft gedacht: Was stimmt denn nicht mit mir – warum kommt mir meine Arbeit wie Arbeit vor, OBWOHL ich doch mache, was ich gern mag. Ganz so einfach, wie der Spruch es sagt, ist es aber eben nicht – zumindest geht es mir so. Die gleiche Tätigkeit, kann ich als Arbeit empfinden, wenn ich sie beispielsweise für einen Betrieb mache, vielleicht noch mit anstrengendem Chef oder schwierigen Moralvorstellungen im Betrieb. Oder ich kann sie als Freude wahrnehmen, wenn ich sie für mich mache.

Dog paws and shoes. How to work for joy

Freiheit und Spiel

Als ich in London als Modellmacherin angestellt war, habe ich nach Feierabend oft bis nachts über Schnitten für mein eigenes Projekt gesessen. Es hat mir überhaupt nichts ausgemacht, noch so lange da dran zu sitzen – im Gegenteil: ich hab mich schon auf dem Weg nach Hause darauf gefreut. Das wäre mir nicht eingefallen, wenn es sich um Arbeit für meinen Chef gehandelt hätte. Die gleiche Tätigkeit – aber völlig andere Freudenlevels.

Zwar bin ich wirklich gern zur Arbeit gegangen, aber eher wegen meiner netten Kollegen, als wegen der Arbeit an sich. Für mein Projekt dagegen war ich voller Ideen und vor allem voller Energie. Da war viel Freiheit und Spiel drin. Es wäre mir auch einigermaßen egal gewesen, ob ich damit viel oder wenig Geld verdient hätte. Oder, ob meine Sachen vielen oder wenigen Leuten gefallen hätten.  

Nichts muss, alles kann

Was ich festgestellt habe: Es geht viel leichter, so zu denken,  wenn man noch ein anderes, geldverdienendes Standbein hat. Wenn nichts MUSS, alles nur KANN. Das heißt, dass ich wirklich völlig unabhängig bin von der Meinung anderer oder vom finanziellen Erfolg. Das heißt nicht, dass es nie Schwierigkeiten, Frust, Angst oder Enttäuschung gibt. Aber dass die Freude an meinem Projekt so sehr überwiegt, dass ich die unangenehmen Dinge gar nicht so sehr wahrnehme und die sich gar nicht lange in mir breit machen können.

Für mich ist dieser Blog ein kleines Freuden-Projekt. Und ich will auch immer „zu meiner Freude“ fotografieren. Wenn ich merken sollte, dass sich das mal ändert, hoffe ich, dass ich da ganz schnell die Reißleine ziehe und nur noch Prints verkaufe, keine Aufträge mehr mache. Dafür ist mir meine Freude am Fotografieren einfach viel zu wichtig. Und über kurz oder lang will ich auch mein Mode-Projekt wieder reaktivieren – und gut aufpassen, dass ich es „ganz zu meiner eigenen Freude“ mache.

Read more about freelancer life in “To enjoy”.

To enjoy

enjoy. Mirror selfie. Why and time

To enjoy

How are you with pleasure and enjoyment? This week, I wrote an editorial for a magazine about this and while writing, I noticed two big issues I have: Firstly, I often postpone enjoyment because of “being busy”. And secondly: when I am doing stuff that isn`t “useful”, but “only” enjoyable, I feel guilty thinking I should be productive.

Is that something you can relate to? Then you may know these moments, when try to do something enjoyable, but you just can`t find pleasure in it.

For example: I like to photograph, but when thinking that it should be productive, that the outcome should be “useable” for something, my joy goes. I enjoy to dress up, but because that involves a lot of changing and finding new combinations, it usually takes more time that it seems “worth” it. Thinking “I`m not productive here, I should be faster”, I`m stealing my joy in what I`m doing. I like to look at photographs. But doing so while “important tasks” are waiting (and aren`t they always…), I find it hard to enjoy myself.

Would we ever regret having spent too much time enjoying?

Joyce Meyer says in her podcast “Take time to enjoy life”, that we often think we don`t deserve to enjoy ourselves. We think we must earn enjoyment and pleasure. But we don`t: even if we aren`t productive all day long, we still and always deserve to enjoy ourselves as much as we possibly can.

One really unhelpful German saying is: “Work before pleasure”. But really: Wouldn`t it make much more sense to be the other way round? Looking back at life: would we ever regret having enjoyed too much? Would we ever wish that we had rushed more and taken less time to enjoy ourselves? I don`t think so…

So how about giving ourselves the task to practise enjoying on purpose. Without worrying about not being productive or being slow and the time passing. I`ve put on a blouse today instead of a worn-out T-Shirt, even though I haven`t really been out except walking the dog. And coloured my nails, as I like how that looks, even though it only lasts for a day or so. Usually I would think: It`s not worth the time, I have so much other stuff to do. But really if it`s enjoyable, isn`t it worth the time? What do you enjoy lately?

Genießen

Wie geht es dir mit Vergnügen und Genuss? Diese Woche habe ich ein Editorial zu diesem Thema geschrieben und dabei sind mir zwei Sachen aufgefallen. Zum einen verschiebe ich Genuss oft, weil ich „zu beschäftigt“ bin. Und außerdem: Wenn ich etwas mache, das nicht „nützlich“ ist, sondern „nur“ zum Genießen ist, bekomme ich schnell ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht produktiv bin.

Geht es dir manchmal auch so? Dann kennst du vielleicht diese Momente, wenn du`s dir nett machen willst, aber du es einfach nicht richtig genießen kannst.

Zum Beispiel mag ich fotografieren. Aber wenn ich denke, dass ich dabei produktiv sein sollte, dass das Ergebnis zu irgendwas zu gebrauchen sein sollte, dann verschwindet mein Spaß. Ich mag es, mich schick zu machen. Aber weil das bei mir zehnmal Umziehen und neu Kombinieren involviert, nimmt das Zeit in Anspruch. Ich denke dann: „Ich bin überhaupt nicht produktiv hier, ich sollte viel schneller sein.“ Und damit raube ich mir meine Freude daran. Ich mag gerne Fotos anschauen, aber wenn “wichtige Aufgaben“ warten (und warten nicht immer welche…), dann fällt es mir schwer, das zu genießen.

Würden wir es bereuen, zu viel Zeit mit Genießen verbracht zu haben?

Joyce Meyer sagt in ihrem Podcast „Nimm dir Zeit das Leben zu genießen“, dass wir oft denken, wir verdienen den Genuss nicht. Wir denken, wir müssen unser Vergnügen verdienen. Aber das müssen wir überhaupt nicht: Auch wenn wir den ganzen Tag nicht zustande bringen, verdienen wir es zu genießen, so viel wie wir nur können.

Ein wenig hilfreicher Spruch heißt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber ehrlich: Würde es andersrum nicht viel mehr Sinn machen? Wenn wir auf unser Leben zurückschauen, würden wir es bereuen, zu viel genossen zu haben? Würden wir uns wünschen, dass wir uns mehr beeilt hätten und weniger Zeit mit Genießen verbracht zu haben? Ich denke nicht…

Wie wär`s wenn wir also üben, mit Absicht zu genießen. Ohne uns zu ermahnen, dass wir gerade unproduktiv und langsam sind und dass die Zeit rennt. Ich habe heute eine Bluse angezogen statt einem abgetragenen T-Shirt, obwohl ich gar nicht wirklich raus bin, außer mit dem Hund spazieren. Und habe meine Nägel lackiert, weil ich mag, wie das aussieht, auch wenn es nur einen Tag hält. Normalerweise würde ich denken: Das lohnt sich nicht, dafür habe ich keine Zeit. Aber ehrlich, wenn es doch Freude macht, lohnt es sich dann nicht? Was genießt du so in letzter Zeit?

Read more about this here: “Secrets of Happiness”

The Secrets of Happiness

book the secret of happiness Nadine Wilmanns photography

The Secrets of Happiness…

…is the title of the most recent book that I’ve finished reading. I don´t think it’s going to win any literature prices, but it was just fun and enjoyable to read. A typical easy-going girls-book, not overly sophisticated, not demanding, just a little nice story, a true happy maker. I love these kinds of books, especially when my head and heart need a break.

As I often feel like I should be more effective with my time, I generally like to see a purpose for the stuff that I do. For example, I like reading, and to make this a useful activity, I want to read renowned books in the hope that they will affect my writing in a positive way. With those girls-books though, it`s pleasure only. Single purpose: Enjoy and let go.

Loosen up for joy

It’s good to loosen up at times. To do stuff with no ambition. The same goes for Photography or Fashion. To use the phone with a fun retro photo app instead of the camera, to experiment, not worrying about the outcome or the need of getting something good. To wear the old jumper in the Cocktail-Bar, or the new blouse at home, however, you feel like it. Just for personal happiness and joy.

Here are a few books that I liked for that matter: The Secrets of Happiness by Lucy DiamondThe Day we meet again by Miranda DickinsonThe one plus one by Jojo Moyes , The Horse Dancer by Jojo Moyes.

(Will update:-))

The Secrets of Happiness…

…ist der Titel des Buchs, das ich zuletzt fertiggelesen habe. Ich denke nicht, dass es irgendwelche Literatur-Preise gewinnen wird, aber es hat Spaß gemacht und war einfach ein Genuss zum Lesen. Ein typisches Frauenbuch, nicht anspruchsvoll oder schwer zu lesen, einfach eine hübsche, kleine Geschichte, ein echter Glücklich-Macher. Ich mag diese Art von Büchern, vor allem wenn mein Kopf und mein Herz eine Pause brauchen.

Weil ich oft denke, ich sollte meine Zeit effektiver einsetzen, mag ich nützliche Nebeneffekte von Tätigkeiten. Zum Beispiel mag ich es zu lesen. Um daraus eine nützliche Beschäftigung zu machen, will ich gerne bekannte und angesehene Bücher lesen, in der Hoffnung, dass die sich positiv auf meinen Schreibstil auswirken. Diese Frauenromane sind dagegen nur zum Vergnügen da, einziger Sinn: Genießen und Loslassen.

Sich locker machen

Es ist gut, sich öfter mal locker zu machen. Auch in der Fotografie oder der Mode. Sachen ohne Ehrgeiz machen. Das Handy mit der Retro-Foto-App anstatt der Kamera nehmen, experimentieren und nicht an das Ergebnis denken oder, dass etwas Gutes dabei herauskommen soll. Das alte Sweatshirt in der Cocktailbar tragen oder die neue Bluse zu Hause, je nach Lust und Laune. Einfach für persönliche Fröhlichkeit und Glücksgefühl.

Hier sind ein paar Bücher die ich in dem Zusammenhang mochte: The Secrets of Happiness by Lucy DiamondThe Day we meet again by Miranda DickinsonThe one plus one by Jojo Moyes , The Horse Dancer by Jojo Moyes.

(Werde das immer mal aktualisieren… :-))