Day in your life

day in life

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A day in your life

A day in your life

One great thing about having a camera on you: whatever happens (or whatever doesn`t happen), there`ll always be opportunities for pictures. However eventless or mundane our day may be, we still can document what we see and how we feel with our camera. It´s not events or happenings that make a strong picture. But it`s our view, what we feel and how we put this in our images.

One of the most important lessons, I`ve learned is, that it`s very normal that life is half great half not so great – 50:50.  Solomon writes in the Bible: “There is a time to weep and a time to laugh, a time to mourn and a time to dance; a time to scatter stones and a time to gather them; a time to embrace and a time to refrain from embracing; a time to search and a time to give up; time to keep and a time to throw away; a time to tear and a time to mend; a time to be silent and a time to speak;…”

Your special everyday

Feeling and observing it all, not just the happy bits of life, gives us the “full experience of life”. This means that there`s no need to run from unpleasant stuff like disappointment or failure. So I`m practicing to walk through the day having and documenting the “full life experience”. I`m writing practicing because I have noticed that it actually is a matter of practice (like most stuff really…). Being more and more ok with all fragments of life, I find myself more courageous and open-minded in return.  

If you want to get a kickstart in your own lifes` documentary, you might be interested in my new project “A day in your life”: I`ll accompany you for a day with my camera, documenting your ordinary and your special in the everyday. Doing so, I hope to inspire you to see the amazing in your ordinary and to document your everyday with your own view and feeling. I hope to encourage you to be open for surprise and wonder, to not give up on any day. And I hope that you will find yourself appreciating how you are and how you move through the day.

Ein Tag in deinem Leben

Ein Tag in deinem Leben

Was ich am meisten daran mag, eine Kamera bei mir zu haben: Was auch immer passiert (oder nicht passiert), es wird jeden Tag Gelegenheiten für Bilder geben. So wenig ereignisreich oder uninteressant uns unser Tag vorkommen mag, mit unserer Kamera können wir immer dokumentieren, was wir sehen und fühlen. Es sind nicht Events und außergewöhnliche Ereignisse, die ein starkes Bild ausmachen. Sondern es sind unser Blick und unser Gefühl und wie wir das ins Bild bringen.

Eins der wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe, ist: Es ist ganz normal, dass das Leben halb super, halb nicht so super ist – 50:50. König Salomo schreibt in der Bibel: “Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit; Steineschleudern hat seine Zeit, und Steinesammeln hat seine Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch seine Zeit; Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit; Zerreißen hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;…”

Dein besonderes Alltägliches

Unseren Alltag zu dokumentieren, heißt, das Steineschleudern und das Steinesammeln einzufangen, das Klagen und das Tanzen.  Alles zu fühlen und zu beobachten, nicht nur die fröhlichen Momente, gibt uns das “komplette Erlebnis Leben”. Das heißt auch , dass es wir nicht vor unangenehmen Dingen wie Enttäuschung oder Scheitern wegzurennen brauchen. Also übe ich es , durch den Tag zu gehen und das “komplette Erlebnis” zu erleben und zu dokumentieren. Und ich sage üben, weil ich bemerkt habe, dass das tatsächlich Übungssache ist (wie eigentlich fast alles…). Bin ich mehr und mehr ok mit allen Fragmenten des Lebens, werde ich wiederum mutiger und offener.

Wenn du deine eigene Doku deines Lebens in Gang bringen möchtest, dann könnte dich mein neues Projekt “Ein Tag in deinem Leben” interessieren: Einen Tag lang begleite ich dich mit meiner Kamera und dokumentiere dein “ganz Normal”, dein besonderes Alltägliches. Ich hoffe, dass ich dich dafür begeistern kann, das Erstaunliche in deinem Alltag zu sehen und das was dir täglich begegnet mit deinem eigenen Blick und Gefühl zu dokumentieren. Ich hoffe, dass ich dich ermutigen kann, für Überraschung und Erstaunliches offen zu sein, keinen Tag verloren zu geben. Und ich hoffe, dass du findest, dass du dich so schätzen kannst, wie du bist und wie du dich durch den Tag bewegst. 

Autumn

dog sniffing autumn air

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Autumn

“April has never meant much to me, autumn seems to be that season of beginning, of spring.”

This is one of my favourite quotes from the book “Breakfast at Tiffany`s” by Truman Capote, one of my favourite books. Another favourite autumn book of mine is “The Catcher in the Rye”. Even though it`s set in winter, but it was a sunny autumn when I read it the first time. Do you have books that you associate with a season?

What can give you that autumn feeling? What makes you enjoy the newness and the promises of this time? Maybe it`s a certain kind of food, a habit, a pullover that you have been wearing on happy autumn days.

Capture the change

Take note of this season: The light has a new quality now too, the air has started to smell differently. Do you feel the wonder of new beginning and change, too?

Don`t miss out on capturing it with your camera, your pen and sketchbook, or your notebook or calendar!

Herbst

“Der April hat mir nie viel bedeutet, der Herbst scheint die Jahreszeit des Neubeginns, des Frühlings zu sein."

Das ist eins meiner Lieblingszitate aus “Frühstück bei Tiffany” von Truman Capote, einem meiner Lieblingsbücher. Auch ein Lieblings-Herbstbuch ist “Der Fänger im Roggen”. Obwohl es im Winter spielt, aber als ich es das erste Mal gelesen habe war es Herbst. Hast du Bücher, die du mit einer Jahreszeit verbindest?

Was gibt dir das Herbstgefühl?  Wie kannst du das Gefühl von Neu und Vielversprechend dieser Jahreszeit am besten genießen? Vielleicht mit einem bestimmten Essen, einer Gewohnheit, einem Pulli, den du an vielen glücklichen Herbsttagen getragen hast.

Halte die Veränderung fest

Nimm diese Jahreszeit so richtig in dich auf: Das Licht hat jetzt eine andere Qualität, die Luft hat begonnen, anders zu riechen. Fühlst du auch Neubeginn und Veränderung?

Verpass es nicht, das festzuhalten – mit deiner Kamera, deinem Stift und Skizzenbuch, oder deinem Notizbuch oder Kalender!

Not for everyone

abstract of two cars by Nadine Wilmanns

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Not for everyone

As creatives, as well as human beings, it`s so important to understand – and accept – that our work is not for everyone. That`s in fact not just the case with art but with almost all things. Cars for example: Not everyone would love a classic car. Some wouldn`t want any other.

It is impossible to please everyone, but it is possible – and much more effective – to please someone or a few people. I`ve been listening to Seth Godin lately and he says: “It is impossible to create work that both matters and pleases everyone.” And: “Don`t be a purple drop in the ocean but be a purple drop in a swimming pool. Walk away from the ocean and look for a swimming pool.”

If we want to create work that truly matters to SOME, then we need to stop trying to dilute it, so that EVERYONE can be happy with it. We need the confidence and the courage to tell those people who don`t like it: Sorry, but this is not for you. If we want to create authentic and strong work, it can`t be for everyone and that`s ok.

"You are your most important audience"

This doesn`t mean that we shouldn`t learn and improve and progress. But, while I want to stay open to constructive critique, I as well want to stay true to myself. Photographer David duChemin writes in his book ‘The heart of photography’: “You are your first and most important audience.”

There will always be stuff that can be improved, and we`re just human. But while we keep making progress and working on our art, we shouldn`t run after compliments or try to please everyone. We need to be able to distinguish: Does the person, who doesn`t like my work has a point and is there an opportunity for me to learn? Or is my work just not for him?” Both are just fine.

Nicht für jeden

As Kreative und als Mensch ist es wichtig zu verstehen und ok damit zu sein, dass unsere Arbeit nicht für jeden ist. Das gilt ja für fast alles, nicht nur für Kunst. Autos zum Beispiel: Nicht jeder will unbedingt einen Oldtimer. Aber für manche gibt es kein besseres Auto.

Es ist unmöglich, jedem zu gefallen, aber es ist möglich – und viel effektiver – jemanden oder ein paar Leute anzusprechen. Ich habe in letzter Zeit viel vom Marketing-Experten Seth Godin gehört und er sagt: „Es ist unmöglich Arbeiten zu produzieren, die gleichzeitig einen Unterschied machen und jedem gefallen.“ Und: „Sei kein lila Tropfen im Ozean, sondern sei ein lila Tropfen in einem Swimming Pool. Wende dich vom Ozean ab und schau nach einem Swimmingpool.“

Wenn wir Arbeit schaffen wollen, die MANCHEN Leuten wirklich etwas bedeutet, dann müssen wir aufhören sie zu verwässern, damit sie JEDERMANNS Sache wird.  Wir brauchen den Mut und das Vertrauen, den Leuten, die sie nicht mögen, zu sagen: Sorry, das ist nicht für dich. Wenn wir authentische und starke Arbeiten machen wollen, kann das nicht für jeden sein und das ist ok.

"Du bist dein wichtigstes Publikum"

Das bedeutet nicht, dass wir nicht lernen, besser werden und vorankommen sollen. Aber während ich offen für konstruktive Kritik sein möchte, will ich auch mir selbst treu bleiben. Fotograf David duChemin schreibt in seinem Buch ,Das Herz der Fotografie‘: „Du bist dein erstes und wichtigstes Publikum.“

Es wird immer Dinge geben, die wir verbessern können und wir sind nur Menschen. Aber während wir an uns und unserer Kunst arbeiten, sollten wir nicht Komplimenten hinterherrennen oder versuchen, jedem zu gefallen. Wir müssen unterscheiden können: Ist an dem, was die Person, die meine Arbeit nicht mag, was dran – ist das also eine Möglichkeit für mich was zu lernen? Oder ist meine Arbeit einfach nicht für ihn?“ Beides ist ok.

Begin

Begin Mirror Selfie Fashion memories t-Shirt Darling in mirror

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Begin

“Some of the best, most interesting photo essays and stories you`re going to find are your neighbors, your family, and the things in everyday life.

(…) The access is what makes a great story. And we all have access to our sisters, our nephews, our neighbors, our colleagues, our church, people you meet every day,…

(…) You don`t need a press pass to photograph your nephew`s football game. And you don`t need a press pass if your granddad is getting ready to die and he`s got one year left and you have the opportunity to sit down with him and take pictures and do recordings and find out what it was like for him when he was nineteen or whatever.

You know these are those great stories and the camera gives you a reason to go and ask the questions and be part of these people`s lives. Don`t ever use the excuse ‘I don`t know what to photograph’ – it`s all out there. Go do it.” – quote by Paul Taggart (who was one of THE biggest influences in my journey as a photographer)

Most important lesson in photography

Don`t wait for extraordinary things like a holiday to happen in order to take out your camera and take pictures. Start where you are today. If you don`t have a camera take your phone. If you don`t have your phone take pen and paper. The most important thing is that you begin and don`t wait.

Beginne

“Einige der besten, interessantesten Foto-Essays und Stories, die du finden wirst, sind deine Nachbarn, deine Familie und die Dinge des Alltags. (…) Den Zugang zu der Story zu haben, darauf kommt es bei einer guten Geschichte an. Und wir alle haben Zugang zu unseren Schwestern, unseren Neffen, unseren Nachbarn, unseren Kollegen, unserer Kirche, den Leuten, die wir jeden Tag treffen,…  (…) Du brauchst keinen Presseausweis, um das Fußballspiel deines Neffen zu fotografieren. Und du brauchst auch keinen Presseausweis, wenn dein Opa bald stirbt und er ein Jahr zu leben hat und du hast die Möglichkeit mit ihm zusammen zu sitzen, Fotos und Aufnahmen zu machen und herauszufinden, wie es für ihn war, als er neunzehn war und solche Sachen. Du weißt, dass das die großen Stories sind und deine Kamera liefert dir den Grund hinzugehen und Fragen zu stellen und am Leben dieser Leute Teil zu haben. Komm nie mit der Ausrede an ‘Ìch weiß nicht, was ich fotografieren soll’ – es ist alles da. Leg los!” Zitat von Paul Taggart (der mich auf meiner Reise als Fotografin mit am meisten beeinflusst hat).

Wichtigste Lektion in der Fotografie

Warte nicht darauf, das was Außergewöhnliches passiert, wie dein Urlaub, um deine Kamera auszupacken und Bilder zu machen. Starte wo du heute gerade bist. Wenn du keine Kamera hast, nimm dein Handy. Wenn du kein Handy hast, nimmt Stift und Papier. Das Wichtigste ist, dass du beginnst und nicht wartest.

Herzstärkend

Herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

"It pays off to dream big!"

In Conversation with the girls of "herzstärkend"

„Herzstärkend“ (meaning „strengthening for the heart“) is the side-hustle project of the five girls Mira, Fini, Hannah, Lea und Luka. They are writing about God on Instagram, they also teach hand lettering, and they keep coming up with new creative products for their online shop.

Meanwhile, they even do fashion: Their sweatshirts are sustainably produced in a factory in India that supports women who are freed from forced prostitution. Just days ago, “herzstärkend” has celebrated its fourth anniversary.

The journey began with Mira, who started the Instagram Account “herzstärkend”. Her first edition of notebooks went so well, that she took on some help for the project: her sister Luka as well as her friends Hannah, Lea, and Fini. Ever since “herzstärkend” is growing steadily. Even though the team has a long-distance relationship: Lea and Fini are living in Würzburg – around 100 miles apart from Mara, Luka, and Hannah in the area around Stuttgart.

Lovelies, Congratulations to the four-year anniversary of “herzstärkend”! When you started the project, did you envision it as it is today?

Mira: When I went abroad for a couple of months, I wasn`t able to manage the project on my own anymore. So I wondered: Who could help with which task? Why not give it a try as a team, I thought… We then were five girls, everyone threw in ideas, and all of a sudden there was so much manpower! Within half a year, „herzstärkend“ basically exploded! After three months, we couldn`t even imagine the project without the five of us.

Hannah: And we only ever met as a team about half a year into the joint work on the project. Before, we just spoke via Skype. We all had been friends with Mira, but Lea and Fini were her friends from Würzburg and Luka and I only got to know them due to “herzstärkend”.

Luka: We had never planned to found a company. It just happened because we received so many orders.  

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

I would imagine it quite challenging to lead a business as friends. Especially when it comes to maintaining a close friendship with an open heart for each other. In business one has to take criticism after all… How are your experiences regarding conflicts in the group?

Hannah: Actually, everyone has advised us against it! But I don`t regret it one minute!

Lea: Sure it`s challenging! “Herzstärkend” is growing and more people are getting involved. But we are growing with challenges and therefore we can master the following ones with more ease. I have been profiting big time from our friendship. Each one of us is different, yet we have so much appreciation for each other.

Mira: We all are team players, and we can all be quiet and listen. No one is stubborn and everyone is willing to take a step back now and then and put the team first. That`s important, to be able to retreat. For example, if Lea had the idea for a product, then I don`t necessarily need to get my way when it comes to a decision about this product, but I can put her first instead.

Fini: We don`t make decisions by vote. That just doesn`t work well in a friendship. We need to find a compromise that is satisfying for everybody. Everybody needs to be in favour of the decision.

Lea: When there haven`t been in-person team days in a long while, then I often lack energy for our project. Once we have seen each other again in person, it`s like an energy boost. On Monday mornings we regularly meet online to chat and pray. When the first lockdown started, we used to meet online at seven each morning to pray together.  

Luka: And on Thursdays is our Jour Fix for talking about all things business.

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

Alongside „herzstärkend“ you all are also studying. How do you get on in terms of time management and organisation? Do you have strategies, or has that never been an issue?

Fini: So, I don`t have a strategy and am handling things with quite some flexibility.

Mira: Uni is my priority and therefore I start the day doing stuff for uni. If there`s still time after that, then I would work on something for „herzstärkend“.

Hannah: For me, „herzstärkend“ is like recreation. That`s the advantage as a business owner: you can determine when to do what. There is a lot of freedom. When my studies are stressing me out, I work on something for “herzstärkend“ and think: Working can be so nice!

Lea: We do try to set deadlines though. However, with a bit more structure, things might run even better. I would be interested, what would be possible, if it was our full-time job. At the same time, it`s nice to have no pressure. Not being obliged to do anything for profit. “Herzstärkend“ is both our hobby and work.

Hannah: Of course, there are times, for example when we have a lot of exams, when we reduce the amount of work for „herzstärkend“.

Mira: At times I do think, it`s all becoming too much and I don`t manage – as well with our different targets and ideas in some areas. That can be challenging and then it`s good to allow some distance, do something entirely different, like spending time with my boyfriend.  

What are your most important learning experiences with “herzstärkend” so far?

Lea: It pays off to dream big! I would never have thought that we would get that far with “herzstärkend”. For example, when we had the option to have sweatshirts produced. We asked ourselves: Shall we do fashion? – Hey, why not? And now it`s a great project!

Luka: We have learned a lot about leading a business – tax, finance plan, … And we learned what fair fashion really means: not just the fabric must be sustainably produced, but as well the zip. For a scrunchie, you need a sustainably produced elastic band. As well the transport routes must be convenient for our production site in Mumbai.

Fini: I loved the experience that you can teach yourself anything. You can always ask. You can always reach out and connect with people who know how it`s done. This way a lot is achievable.

Mira: Compared to being on your own, there is so much more possible with a team. Initially, I didn`t find it easy to let go and share my „baby“, my project „herzstärkend“ with others. But now I would do that with every project I start: Work with a team.

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

"It pays off to dream big! I would never have thought that we would get that far with “herzstärkend”. "

What are your plans for the next four years with „herzstärkend“? Do you have a plan at all, or do you just take things as they come?

Lea: We don`t have detailed plans – we already struggle to plan what`s gonna be in six months’ time.

Hannah: Our products, our content, and who we are, that`s all changing and evolving. Anyway, we don`t aim at making a living with „herzstärkend“.

Fini: Yes, „herzstärkend“ has to run alongside our actual jobs.

Mira:  We mainly want to stay good friends no matter what. That`s most important!

You can find the Site and Shop of “herzstärkend” via this link: www.herzstaerkend.de/shop

"Große Träume lohnen sich!"

"Große Träume lohnen sich!"

Im Gespräch mit den Mädels von "herzstärkend"

Herzstärkend, das ist das gemeinsame Side-Hustle Projekt von Mira, Fini, Hannah, Lea und Luka – fünf Mädels, die auf Instagram von Gott erzählen und Handlettering Workshops geben. Für ihren Online-Shop überlegen sie sich immer wieder neue Kreativprodukte.

Mittlerweile gibt`s da sogar Mode: Sweatshirts, die nachhaltig produziert werden – in einer Näherei in Indien, die Frauen unterstützt, die aus der Zwangsprostitution befreit worden sind. Gerade hat herzstärkend seinen vierten Geburtstag gefeiert.

Begonnen hat das Abenteuer mit Mira, die den Instagram Account gegründet hat. Ihre erste Auflage von Notizbüchern lief so gut, dass sie sich Verstärkung ins Boot geholt hat: ihre Schwester Luka und ihre drei Freundinnen Hannah, Lea und Fini. Seitdem ist herzstärkend immer weitergewachsen. Trotz „Fernbeziehung“ des Teams: Lea und Fini wohnen in Würzburg, Mara, Luka und Hannah sind in der Stuttgarter Gegend verteilt.

Ihr Lieben, Herzlichen Glückwunsch zu eurem vierten herzstärkend-Jubiläum! Hattet ihr damals vor vier Jahren schon die Vision von herzstärkend so wie es heute ist?

Mira: Ich bin ja damals für ein paar Monate ins Ausland gegangen und konnte daher herzstärkend nicht mehr allein stemmen. Ich habe mir also überlegt, wer von meinen Freundinnen was machen könnte und dachte, ich probier‘ das mal aus mit einem Team. Wir waren dann fünf Mädchen, alle haben ihre Ideen eingebracht und plötzlich war da so viel Manpower! Innerhalb eines halben Jahres ist herzstärkend praktisch explodiert! Bereits nach drei Monaten war das ohne uns fünf nicht mehr denkbar.

Hannah: Dabei haben wir uns erst nach ungefähr einem halben Jahr Zusammenarbeit wirklich alle mal als Team gesehen. Davor haben wir uns nur über Skype gesprochen. Wir alle waren zwar mit Mira befreundet, aber Lea und Fini waren Miras Freundinnen aus Würzburg – die haben Luka und ich erst durch herzstärkend kennengelernt.

Luka: Wir haben uns nie vorgenommen, eine Firma zu gründen. Das hat sich einfach so ergeben, da wir über unseren Shop so viele Bestellungen bekommen haben.

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

Zu fünft als Freundinnen ein Business zu führen stelle ich mir herausfordernd vor, vor allem wenn es darum geht, als Freunde eng und offen zu bleiben. Denn bei Businessfragen muss man ja auch mal Kritik einstecken können... Wie sind eure Erfahrungen mit Konflikten in der Gruppe?

Hannah: Alle haben uns abgeraten, aber ich bereue es keinen Moment!

Lea: Klar ist es eine Herausforderung! Herzstärkend wird größer, es sind immer mehr Menschen involviert, aber an Herausforderungen wachsen wir auch und können dann die Nächsten besser meistern. Ich konnte von unserer Freundschaft so viel profitieren. Jeder ist anderes, aber jeder hat für den anderen so viel Wertschätzung.

Mira: Wir sind alle Teamplayer und schaffen es gut, mal ruhig zu sein und zuzuhören. Keiner ist dickköpfig und alle können auch mal zurückstecken. Das ist wichtig, dass man sich auch mal rausnehmen kann. Wenn zum Beispiel Lea eine Produktidee hatte, dann muss ich bei Entscheidungen zu diesem Produkt nicht meinen eigenen Kopf durchsetzen, sondern kann mich auch mal zurücknehmen und Lea den Vortritt lassen.

Fini: Entscheidungen treffen wir nicht per Mehrheit. Das funktioniert in einer Freundschaft nicht gut, sondern wir müssen einen Kompromiss finden. Alle müssen dafür sein!

Lea: Wenn wir lange keine Teamtage haben, bei denen wir uns vor Ort sehen, dann fehlt mir oft die Kraft und Energie für unser Projekt. Und wenn wir dann mal wieder zusammen waren, ist das wie ein neuer Energieschub. Montagmorgens nehmen wir uns Zeit zum Online-Austausch und Beten. Am Anfang des ersten Lockdowns haben wir uns für einige Wochen jeden Tag um sieben Uhr online getroffen, um zusammen zu beten.

Luka: Und donnerstags haben wir unseren Jour Fix, um Dinge für unser Unternehmen zu besprechen. 

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

Neben eurem herzstärkend-Projekt seid ihr ja auch alle am Studieren. Wie schafft ihr das in Sachen Zeitmanagement und Organisation? Habt ihr da Strategien oder geht läuft das automatisch so nebenher?

Fini: Also, ich habe keine Strategie und gehe die Aufgaben ziemlich flexibel an.

Mira: Die Uni ist meine Priorität und deswegen mache ich die ersten Stunden am Tag etwas für die Uni. Ist dann noch Zeit, kommt herzstärkend an die Reihe.

Hannah: herzstärkend ist für mich wie ein Ausgleich zum Studium. Das ist das Schöne am eigenen Unternehmen: du kannst selbst bestimmen, wann du welche Aufgaben machst. Da ist schon viel Freiheit. Wenn mich mein Studium stresst, dann mache ich was für herzstärkend und denke: Arbeit kann so schön sein!

Lea: Wir versuchen aber schon, uns Deadlines zu setzen. Mit mehr Struktur würde vielleicht noch mehr laufen. Es würde mich interessieren, was gehen könnte, wenn es unser Vollzeit-Job wäre. Gleichzeitig ist es schön, keinen Druck zu haben, nichts zu müssen, um Umsatz zu machen. Herzstärkend ist unser Hobby und Arbeit in einem.

Hannah: Es gibt ja im Studium auch immer Phasen. Wenn wir zum Beispiel in der Prüfungsphase sind, dann fahren wir bei herzstärkend alles ein wenig runter.

Mira: Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir alles zu viel ist und ich nicht alles schaffe – auch mit unseren unterschiedlichen Zielen und Vorstellungen in manchen Punkten. Das ist manchmal auch anstrengend und dann ist es gut, mal kurz auf Abstand zu gehen, was ganz anderes zu machen, zum Beispiel mit meinem Freund was unternehmen.  

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

"Man kann immer fragen, immer Kontakte finden, die dann doch wissen, wie es geht."

Was sind bisher eure wichtigsten Lernerfahrungen mit herzstärkend?

Lea: Große Träume lohnen sich! Ich hätte nie gedacht, dass wir mit herzstärkend mal so weit kommen würden. Als wir die Möglichkeit hatten, Sweatshirts produzieren zu lassen zum Beispiel. Wir haben uns gemeinsam überlegt: Sollen wir Mode machen? – Hey, warum nicht? Und jetzt ist es ein gutes Projekt!

Luka: Wir haben viel gelernt was Unternehmensführung angeht – Steuern, Finanzplanung, …Und auch, was faire Mode wirklich bedeutet: nicht nur der Stoff muss fair produziert sein, sondern auch der Reißverschluss. Beim Haargummi selbst das Gummi. Dazu dürfen die Transportwege nicht zu weit zu unserer Produktionsstätte in Mumbai sein.

Fini: Für mich war es eine gute Erfahrung, dass man sich selbst alles beibringen kann. Man kann immer fragen, immer Kontakte finden, die dann doch wissen, wie es geht. So wird alles möglich.

Mira: Im Team ist so viel mehr möglich, als allein! Es war nicht ganz leicht für mich, mein „Baby“ herzstärkend abzugeben oder zu teilen. Aber ich würde es jetzt bei jedem Projekt, das ich anfange, so machen und immer gleich im Team arbeiten.

Wie geht`s in den nächsten vier Jahren mit herzstärkend weiter? – Habt ihr einen genauen Plan oder seid ihr eher spontan und lasst alles auf euch zukommen?

Lea: Da haben wir noch keine genauen Pläne – uns fällt es schon schwer zu planen, was in sechs Monaten sein wird.

Hannah: Unsere Produkte, unser Content und wer wir sind, das verändert und entwickelt sich. Es geht uns bei herzstärkend jedenfalls nicht darum, einmal davon leben zu können.

Fini: Ja, herzstärkend soll neben dem Beruf laufen.

Mira:  Hauptsache, wir schaffen es, gute Freunde zu bleiben – egal was kommt. Das ist das Wichtigste!

Die Seite und den Shop der Mädels findest du übrigens auf www.herzstaerkend.de/shop

herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns
herzstärkend fotografiert von Nadine Wilmanns

Downtime

Downtime hands on knee photographed by Nadine Wilmanns

Appointments for Downtime

Appointments for Downtime

“We are human beings, not human doings.”

This post is an extension of my last week`s post “Should-Do`s“.

As freelancers, we sometimes are tempted to work 24/7. Yet, by doing that, we risk losing our joy for what we`re doing. As well as tasks and Should-Dos I need to schedule time each day to just do nothing productive at all. To give my head some downtime, to free my mind, and to keep energy flowing.

If I don`t schedule that time in my planner I end up working overtime often which is counterproductive for all sorts of reasons.

Commit to some downtime

Appointments for our downtime are just as important as appointments for our Should-Do`s. If not even more important. After all, no one will regret having not hoovered often enough when dying. But it`s more likely that we regret not having taken enough time for fun.

The purpose of our calendar is to protect us from working too much and under stress. It`s there to free our minds. Not to make us work like a robot.

So, we need to schedule time for doing non-productive fun stuff and commit to that plan. If there is not enough time for this kind of downtime, then we need to postpone something else. Or we need to in future say no to work that is threatening to take that space in our calendar.

This is often hard as a freelancer – especially if it`s a good or important job. But if I never say no and try to please everyone, I`ll pay for that later with the stinging regret that I haven`t savoured the lifetime that has been given to me. Plus, I risk losing my joy altogether and end up grumpy and stressed – and that`s not gonna serve anyone.

No performance

I guess everyone needs to find his or her own balance between work and downtime. I generally need the weekend off, at the very least Sunday (or any day for that matter). Plus a minimum of one hour a day to do nothing productive. And I don`t mean six 10-minute breaks adding up to one hour, but one complete hour at a stretch. What I do during this time mustn`t be performance-related all. That could be going out with friends, fun-reading, watching a movie, hanging about. Basically, being lazy.

I still take photographs in my free time, too, as that`s just what I like to do after all. But that`s just for fun then and the picture doesn`t need to face any judgment, not even my own. They don`t have to fulfill any criteria except that it`s what I feel doing at the moment.

What do you enjoy doing without any pressure? And do you set aside time for downtime every day?

Termine für`s Faulsein

Dieser Post ist eine Ergänzung zu dem Post von letzter Woche: “Should-Do`s“.

Als Freiberufler sind wir manchmal versucht, rund um die Uhr und die ganze Woche zu arbeiten. Aber wenn wir das machen, kann es passieren. dass wir unsere Freude an dem was wir tun, verlieren. Genauso wie Aufgaben und Should-Do`s muss ich jeden Tag Zeit für`s Faulsein einplanen. Damit meine ich, was zu machen, was überhaupt nicht produktiv ist. So kann ich meinem Gehirn eine Auszeit geben, den Kopf freibekommen und die Energielevels oben halten. 

Wenn ich diese Zeit nicht als Termin in meinem Terminplaner einplane, dann werde ich dazu verleitet sein, Überstunden zu machen. Und das ist aus zehntausend Gründen kontraproduktiv.  

Termine für`s Faulsein einhalten

Termine für`s Faulsein sind genauso wichtig wie die für unsere Should-Do`s. Wenn nicht sogar noch wichtiger. Schließlich werden wir es nicht bereuen zu wenig Staub gesaugt zu haben, wenn wir sterben. Sondern wir werden es eher bereuen, uns nicht genügend Zeit zum Spaßhaben genommen zu haben. 

Der Zweck unseres Terminplaners ist es, uns vor zu viel Arbeit und vor Stress zu schützen. Er soll uns dabei helfen, unseren Kopf frei zu bekommen. Und nicht, wie ein Roboter zu arbeiten.

Also müssen wir Zeit einplanen für Dinge, die wir einfach nur zum Spaß machen ohne produktiv sein zu müssen. Und diese Zeit dann auch einhalten. Wenn nicht genügend Zeit dafür da ist, dann müssen wir was anderes verschieben. Oder in Zukunft nein sagen zu Arbeit, die uns diesen Platz im Kalender wegnimmt. 

Das ist als Freiberufler oft schwierig, vor allem wenn es sich um einen guten  oder wichtigen Job handelt. Aber wenn ich nie nein sage und immer versuche, allen gerecht zu werden, dann bezahle ich später damit, dass ich es bereue die Lebenszeit, die mir gegeben wurde, nicht wirklich ausgekostet zu haben.  Und ich riskiere, dass ich meine Freude ganz verliere, dass ich schlecht gelaunt und gestresst bin – und davon hat ja wirklich keiner was. 

Keine Leistung

Ich vermute, dass jeder seine eigene Balance finden muss, zwischen Arbeit und Faulsein. Ich brauche das Wochenende frei, zumindest den Sonntag (oder eben einen Tag in der Woche). Und mindestens eine Stunde am Tag, um nichts Produktives zu machen. Damit meine ich nicht sechs 10-Minuten-Pausen, die eine Stunde ergeben, sondern eine Stunde am Stück. Was ich in dieser Zeit mache, darf nicht irgendwie leistungsbezogen sein. Das könnte zum Beispiel mit Freunden rausgehen sein, lesen zum Vergnügen, Film schauen, rumhängen. Also im Grunde faul sein.

Oder auch fotografieren, schließlich mache ich das gern. Aber dann eben nur zum Spaß, das heißt, die Bilder müssen nicht einer Bewertung standhalten, auch nicht meiner eigenen. Sie müssen nicht irgendwelche Kriterien erfüllen außer, dass mir in dem Moment danach ist.

Was machst du gerne ohne Druck? Und planst du dir jeden Tag Zeit ein, um faul zu sein?

Should-Do`s

Appointments for the Should Do`s - do all things with love photogaphed by Nadine Wilmanns

Appointments for the Should-Do`s

Appointments for the Should-Do`s

Do you have a lot of „Should Do´s” in your head? I have, and I need to get rid of them. Not only do they make me feel overwhelmed, stressed, anxious and moody. But they also rob my energy, my joy and they make me less or even non-productive. Plus they suffocate any creativity.

“Do all things with love”, advises the Bible (in 1 Corinthians 16,14, in case you wanna look it up). But how can I do things with love when feeling stressed and overwhelmed?

When I constantly think I should do this and that, I cannot concentrate on what I`m doing at the moment, let alone enjoy. And often when there are too many Should Do`s floating in my head, I get literally paralyzed and don`t get anything done at all. Thus, Should Do`s are not serving me at all.

Time Management

As a freelancer this has been one of my biggest challenges. When I was an employee, I used to go to work, knowing I am meant to be there, peacefully doing my stuff, knowing what I had to do – happy days. As a creative freelancer, time management and Should Do`s have become less straightforward and more of an issue. So I need to come up with a system. There`s a LinkedIn Learning Course on Time Management by Dave Crenshaw and I`m gonna implement some of his advice in my system.

Appointments for peace of mind

So here`s my plan how to get rid of the Should Do`s: I gather them all in one To-Do list, and once a day, I give them appointments in my calendar. Or I give them an appointment straight away. This way they are kind of “done”, out of my head and in my calendar.

For example, I really should take my passport picture. I keep having that on my mind for days, even weeks now – have I done it? No. Because it was just a Should Do in my head, along with 20 other Should Do`s, and not an appointment in my calendar. Now, it`s scheduled for tomorrow at 4pm.

I`ll keep you updated with my findings about how to have more peace of mind as a creative freelancer. Meanwhile, I would be happy to hear or read about your insights. How are you managing your “Should do`s” and your time? Do you have a system in place and do you take control?

Update: Double the estimated time for a task

Only after 2 days, I have noticed: when I think something will take me one hour, it will usually take me two. So I need to schedule double the time of what I would estimate for any task. Otherwise, I end up in a hurry and stress – and the whole point of planning is to get rid of stress. 

Update: Be open to reschedule when needed

Life happens, and sometimes you need an extra pause because an event has thrown you off your path. We are humans and not machines. While we generally should commit to our schedule (otherwise it won`t be much help), we still can ask ourselves: What would serve me now in this situation? What would do me good? Maybe it`s smarter to reschedule something to free space for a much-needed walk or a bit of just hanging about. Be open to reschedule when life throws unexpected challenges at you. The goal of making appointments for your “Should-Do`s” is peace of mind. Not just working things off like a robot not listening to your needs in a given situation. 

Update: Maybe-List

If there are simply too many Should-Do`s that need to be scheduled so they just don`t fit in our calendar, we need to radically prioritize. What is truly important, meaning what will still matter in years? What is so urgent that it has to be done in order to avoid serious consequences? These things are to be scheduled in the calendar. Everything that is not so important goes to the “Maybe-List”. This way, they are still recorded and out of our heads. But we don`t NEED to do them anytime soon (or ever). 

Update: Post-it-Technique

If I`ve got a lot of tasks that I could do “anytime”, I often find it hard to give them a fixed appointment. It has then helped me to write those Should-Do`s on a post-it each. Then I pin or stick them on a wall, table, cardboard, or styrofoam board and set myself a deadline. I divide the number of tasks by the number of workdays until my deadline. So if I got two weeks for 17 tasks, I would wanna divide those 17 tasks by the ten workdays, that`s 1,7. That means, I wanna bin two tasks a day, and it`s not an issue if I only bin one on a few days. However, when working with the post-it-technique, I do need to leave some leeway in my calendar though, and I need to be very mindful to not be “overbooked”. 

Read the complementary post:

Downtime

 

Termine für die Should-Do`s

Hast du viele “Should Do`s” im Kopf? Also schwirren viele Sachen in deinem Kopf herum, die du eigentlich dringend erledigen solltest?  Bei mir schwirren viele und ich muss sie loswerden. Sie machen mir nicht nur Stress, Sorgen und schlechte Laune. Sondern sie rauben mir auch Energie und Freude. Und dazu machen sie mich weniger produktiv oder sogar völlig unproduktiv. Außerdem ersticken sie jede Kreativität.

“Macht alles mit Liebe“, rät die Bibel (in 1 Korinther 16, 14, falls du nachschauen willst). Aber wie kann ich Dinge mit Liebe tun, wenn ich gestresst und genervt bin? Wenn ich denke, dass ich eigentlich noch dies und jenes tun sollte, kann ich mich nicht gut auf das konzentrieren, was ich gerade mache. Ganz zu schweigen von Genießen. Und oft, wenn es zu viele Should Do`s in meinem Kopf gibt, fühle ich mich richtiggehend gelähmt und kriege gar nichts mehr hin. Also helfen mir Should Do`s überhaupt null.

Zeit-Management

Seit ich Freiberuflerin bin, ist das eine meiner größten Herausforderungen. Als Angestellte bin ich einfach zur Arbeit gegangen, wusste, dass da jetzt mein Platz ist, habe in Ruhe meinen Kram gemacht und wusste was ich zu tun hatte – easy. Als kreative Freiberuflerin sind Zeit-Management und Should Do`s komplizierter geworden. Also muss ich mir ein gut funktionierendes System überlegen. Es gibt einen LinkedIn Learning Kurs über Zeit-Management von Dave Crenshaw und ich habe vor, einige seiner Tipps in mein System zu übernehmen.

Termine für innere Ruhe

Hier ist mein Plan, wie ich Should Do´s loswerden möchte: Ich sammle alle Should Do´s in meiner To-Do-Liste auf den Leerseiten in meinem Timer. Und einmal am Tag gebe ich ihnen Termine in meinem Kalender. Oder ich gebe dem Should Do direkt einen Termin, sobald es mir in den Kopf fliegt. Was einen Termin hat, kann ich von der To-Do-Liste streichen. Denn sie sind dann praktisch “erledigt”, aus meinem Kopf raus und in meinem Kalender.

Zum Beispiel sollte ich dringend Passbilder von mir machen. Ich habe das seit Tagen und Wochen im Kopf – hab ich`s gemacht? Nein. Weil es nur als Should Do in meinem Kopf geschwirrt ist, zusammen mit 20 anderen Should Do`s. Es hatte keinen Termin in meinem Kalender. Jetzt habe ich es für morgen um 16 Uhr eingeplant.

Ich halte euch auf dem Laufenden, was ich darüber herausfinde, wie man als kreativer Freiberufler die innere Ruhe behält – oder wiederkriegt. Erzähl mir inzwischen gern von deinen Tipps, Ideen und Erfahrungen. Wie behältst du die Kontrolle über deine Should Do`s und deine Zeit? 

Update: Verdopple die geschätzte Zeit für eine Aufgabe

Schon nach zwei Tagen habe ich Folgendes festgestellt: Wenn ich denke, dass etwas eine Stunde dauert, dann dauert es normalerweise zwei. Das heißt, ich muss zweimal so viel Zeit für eine Aufgabe einplanen, als geschätzt. Ansonsten finde ich mich in Eile und Stress wieder. Und der Grund, warum ich plane ist ja gerade keinen Stress zu haben.

Update: Sei ok damit, bei Bedarf umzuplanen

Im Leben passiert manchmal Unerwartetes und manchmal brauchst du eine extra Pause, weil dich etwas aus der Bahn geworfen hat. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Zwar sollten wir uns an unseren Plan halten (sonst macht das Planen ja keinen Sinn), aber wir können uns schon auch fragen: Was wäre jetzt gerade gut für mich? Was würde mir wirklich helfen und was kann ich hier für mich tun? Manchmal ist es klüger, umzuplanen, um Zeit für einen Spaziergang zu haben, oder um einfach nur ein bisschen rumzuhängen. Sei ok damit, umzuplanen, wenn du Zeit fürs Nichtstun brauchst oder wenn du vor einer unerwarteten Herausforderung stehst. Wir vergeben ja Termine an unsere Should-Do`s damit wir ruhig und entspannt sein können. Nicht um wie ein Roboter eins nach dem anderen abzuarbeiten ohne darauf zu achten, wie es uns gerade geht.  

Update: Vielleicht-Liste

Wenn es einfach zu viele Should-Do`s gibt, die eingeplant werden wollen und unseren Terminplaner überfluten, dann müssen wir radikal Prioritäten setzen. Was ist wirklich wichtig, also was wird für uns auch nach Jahren noch von Bedeutung sein? Was ist so dringend, dass wir es zeitnah einplanen müssen um schwerwiegende Konsequenzen zu vermeiden? Diese Dinge müssen einen Termin bekommen. Alles, was nicht so wichtig ist, kommt auf die “Vielleicht-Liste”. So sind sie doch aufgeschrieben und aus unserem Kopf raus. Aber wir müssen sie nicht so bald (oder auch gar nicht unbedingt) erledigen. 

Update: Vielleicht-Liste

Wenn ich viele Aufgaben habe, die ich “irgendwann” machen kann, dann fällt es mir oft schwer, für sie fixe Termine festzulegen. Da hat es mir geholfen, jede dieser Aufgaben auf jeweils ein Post-it zu schreiben. Dann pinne oder klebe ich sie an eine Wand, auf einen Tisch, einen Karton oder ein Styropor-Brett und gebe mir eine Deadline. Ich teile die Anzahl der Aufgaben durch die Nummer der Arbeitstage bis zur Deadline. Also wenn ich zwei Wochen für 17 Aufgaben habe, dann würde ich 17 Aufgaben durch 10 Arbeitstage teilen, gibt 1,7. Das heißt, ich will pro Tag zwei Aufgaben-Post-its in den Müll machen und es ist kein Problem, wenn ich an manchen Tagen nur eins erledige. Wenn ich die Post-it-Technik anwende, dann muss ich dafür allerdings Luft in meinem Kalender lassen und muss wirklich darauf achten mich nicht voll zu planen. 

Lies ergänzend dazu:

Downtime

 

Johanna Riplinger

fashion designer Johanna Riplinger by Nadine Wilmanns photography

"I do almost everything from a place of intrinsic motivation."

In Conversation with Johanna Riplinger

The first thought that comes to my mind when meeting fashion designer Johanna Riplinger in Stuttgart: Joie de vie! She is all smiles and reminds me so much of Paris and French elegance. Johanna has been living in Paris for years and has founded her fashion label there (www.johannariplinger.com). After a detour to Portugal, she now brings a little bit of Paris into the Stuttgart shopping mall “Gerber”. In collaboration with other creatives and as one of the founding partners, she presents her fashion in the concept store FYRA Collective. She embraces the opportunity of living as a nomad, she says. For her one-of-a-kind garments, she hand-dyes fabrics with plant-based dyes. Nature and natural cycles are not only shaping her fashion but as well her approach to work. We have met in the store first and later again for some dyeing in the garden. Both elements are intrinsically tied together, she says. 

The COVID-crisis is making life for fashion designers difficult... How are you getting on, Johanna?

I stick to making the best out of every situation. Just now, our concept of the collective at FYRA Collective has proven its worth. Especially due to our holistic approach to sharing economy. Currently, I`m staying in Tübingen, dyeing my fabrics surrounded by nature. But of course, I`m also looking forward to going to Paris again soon.

Your love for nature have had a distinct impact on your career path as a fashion designer…

As a student, I have already worked with plant-based dyes. I’ve always wanted to work in sustainability and fair trade. Meanwhile, a lot of what had been met with lack of understanding 20 years ago, I don`t even have to explain anymore. It`s become common knowledge. I love being creative in harmony with nature. The design has always been my focus, yet nature shouldn’t suffer. Nature for me isn`t just the exterior nature, the plants, but as well the human nature, the human biodiversity. Therefore, I value the harmony in our FYRA team, our mutual appreciation in our collective. Everyone collaborates on a level playing field, yet each of us is independent. To me, that`s also nature.

fashion designer Johanna Riplinger by Nadine Wilmanns photography

What characterizes your fashion?

My work starts with high-quality organic and sustainable material. I love to create themed collections and recently I started to do more custom-made items such as the kimono collection. Characteristics are the Parisian feminine style, simplicity, and the patterns on the fabrics. The ladder result from an unconventional implementation of the Japanese folding and dying technique Shibori, which I apply when dyeing with plants.

Also the cut of your garments reminds of Japanese fashion…

I have always been fascinated with Japan. As a child, my parents had a visitor from Japan who prepared a  tea ceremony in the garden for us. That wowed me. As a student, I spent three terms in Tokyo. Lately, I`m very much coming back to the kimono. The kimono is very versatile and thus is a rather nomadic item. It can be worn as a coat, or with a belt as a dress. My collection needs to match my lifestyle as a nomad. I could fit my entire collection in that suitcase that you brought to transport your studio lights. Traditional Japanese would probably say that this is not a kimono. However, I do maintain essential elements of the Japanese style: An abundance of creativity united with a distinct, simple shape. The kimono is comfy, smart, feminine, and it suits each shape – tiny, chubby, tall, short. I want to remind women of the power they have.

fashion designer Johanna Riplinger by Nadine Wilmanns photography

My collection needs to match my lifestyle as a nomad.

Before founding your own label, you have been working for well-known brands in Paris. Guy Laroche for example, or Ethos Paris. Then you have taken a chance and became self-employed. Many creatives are afraid to do that, even though it`s their dream. After all, being self-employed means you don`t have to just design but also do the marketing.

I have always thought, why not try and do it my way. And now, ten years later, I`m still here. There`s been a year when I haven’t posted on Instagram at all. I don`t force myself. Marketing experts would most likely criticize me. But I really do almost everything from a place of intrinsic motivation. This implies taking the courage to do what feels right for me. When I was ten years old, I decided to become a fashion designer. I am still enthusiastic about it – three times as much as when I started! Of course, there are ups and downs, but that`s life. However, I have been very lucky in life, too. 

Surely you have learned a lot as well?

About 15 years ago, I wouldn`t have thought of myself as any good in sales. Until I have learned what selling actually means: human exchange. From then on, I started to love it. Because I see the value in it. I have stopped looking at it in a negative way but started to appreciate it as valuable. I`m happy when a customer walks into the shop and values our items – both of our happiness multiplies.

Sales of all things seems to be a problem for many self-employed fashion designers – and tied to this are the finances…

We could earn much more with our abilities if we worked for big companies. But for us, intrinsic motivation, creative freedom, is more important. We love what we do. Society forces us, to make commercial things. It`s the challenge of the system, to evolve in a way that simplifies fulfilled work and makes it more accessible. There is a saying ‘Success without fulfillment is the ultimate failure’. Achieving to live fulfilled is the greatest success. Yesterday, we had a little photoshoot. That was such an energy boost for all of us. We have celebrated the joy in what we`re doing. Our society needs both: big, static corporations and small creative businesses.

fashion designer Johanna Riplinger by Nadine Wilmanns photography

What`s important for self-employed creatives in the future?

There are many platforms for creatives. However, they aren`t run by the creatives themselves. I would find it more beneficial if a platform wasn`t just enabling creatives to introduce themselves. But if it allowed these creatives to run the platform itself. That would make more sense to me. Our FYRA collective is kind of a prototype of such a platform. I`ve never seen myself as a pioneer, yet I seem to have become exactly that. At FYRA, we are multiplying our talents by offering them to each other. This way, we are marketing our products much more effectively. We are collaborating as equals. The customer is still king, but we are also all bosses. Our customers are invited to share our passion for our beautiful, timeless items. We are taking turns in being present in the store, which allows for the conversation with our customers. This is very inspiring. Suggestions can be implemented in the collection much faster as I see first-hand what people need and want. In the long run, we want to become more international. Especially the Stuttgart-Paris-Connection is promising.  

"Ich mache das meiste aus intrinsischer Motivation"

Im Gespräch mit Johanna Riplinger

Das erste, was mir einfällt, als ich Modedesignerin Johanna Riplinger in Stuttgart treffe: La joie de vie! Sie strahlt und erinnert mich dabei so sehr an Paris und französische Eleganz. Johanna hat viele Jahre in Paris verbracht, ihr Modelabel dort gegründet (www.johannariplinger.com). Und nun bringt sie, nach einem Abstecher in Portugal, ein bisschen Paris ins Stuttgarter Einkaufszentrum „Gerber“. Zusammen mit anderen Kreativen präsentiert sie hier ihre Mode im Concept-Store FYRA Collective, dessen Mitgründerin sie ist. Sie schätzt die Möglichkeit als Nomadin zu leben, sagt sie. Die Stoffe für ihre Einzelstücke färbt sie von Hand und individuell mit Pflanzenfarben. Die Natur und natürliche Kreisläufe prägen allerdings nicht nur ihre Mode, sondern auch ihre Arbeitsweise als Selbständige. Wir haben uns erst im Store getroffen und später nochmal beim Färben im Garten. Beide Elemente gehören für sie untrennbar zusammen.

Die Corona-Krise macht es den Modedesignern im Moment nicht einfach... Wie geht`s dir gerade damit Johanna?

Ich halte mich daran, das Beste aus jeder Situation zu machen, in der ich mich gerade befinde. Gerade jetzt hat sich unser Konzept des Kollektivs bei FYRA sehr bewährt. Vor allem wegen unseres ganzheitlichen Ansatzes einer ‘Sharing Economy’. Momentan lebe ich in Tübingen, wo ich in der Natur meine Stoffe färbe. Natürlich freue ich mich aber auch, wenn ich bald wieder nach Paris fahren kann.

fashion designer Johanna Riplinger by Nadine Wilmanns photography

Gerade deine Liebe zur Natur hat deinen Weg als Modedesignerin entscheidend beeinflusst ...

Ich habe bereits im Studium mit Pflanzenfarben gearbeitet und wollte immer im Bereich Nachhaltigkeit und Fairtrade wirken. Inzwischen muss ich vieles von dem, was vor 20 Jahren noch auf Unverständnis gestoßen ist, gar nicht mehr erklären. Es ist schön in Harmonie mit der Natur kreativ zu sein. Mir ging es immer in erster Linie ums Design, aber die Natur soll nicht darunter leiden. Dazu gehört für mich aber nicht nur die äußere Natur, die Pflanzen, sondern auch die menschliche Natur, die menschliche Biodiversität. Deswegen schätze ich unsere Harmonie im FYRA-Team, unsere gegenseitige Wertschätzung im Kollektiv. Alle arbeiten auf Augenhöhe zusammen und doch ist jeder selbständig. Auch das bedeutet Natur für mich.

Was zeichnet deine Mode aus?

Meine Arbeit beginnt mit hochwertigem, biologischem und nachhaltigem Material. Ich kreiere gerne Kollektionen mit verschiedenen Themen. Kürzlich habe ich mehr individuelle Stücke auf Bestellung gemacht, etwa die Kimono-Kollektion. Kennzeichen sind der Pariser feminine Stil, Einfachheit und die Muster der Stoffe. Letztere entstehen durch die unkonventionelle Umsetzung der Japanischen Falt- und Färbetechnik Shibori, die ich beim Färben mit Pflanzenfarben anwende.

fashion designer Johanna Riplinger by Nadine Wilmanns photography

Meine Kollektion muss zu meinem Lebensstil als Nomadin passen.

Auch deine Schnitte erinnern sehr an japanische Mode...

Ich war immer von Japan begeistert.  Als Kind hatten meine Eltern einen Gast aus Japan, der für uns eine Teezeremonie im Garten vorbereitet hat. Das hat mich sehr fasziniert. Während meines Studiums habe ich ein Trimester in Tokyo verbracht. Gerade komme ich stark zum Kimono zurück. Der Kimono ist extrem wandlungsfähig und daher ein sehr nomadisches Kleidungsstück. Er kann als Mantel getragen werden, oder mit Gürtel als Kleid. Meine Kollektion muss zu meinem Lebensstil als Nomadin passen. In den Reisekoffer, in dem du deine Lichttechnik transportierst, würde meine Kollektion passen.  Traditionelle Japaner würden vermutlich sagen, das ist kein Kimono. Doch habe ich wesentliche Merkmale des japanischen Stils beibehalten: Überfluss an Kreativität in Verbindung mit Klarheit der Form. Er ist bequem, schick, feminin, passt jeder Figur – dünn dick, groß, klein. Ich möchte Frauen daran erinnern, welche Kraft in ihnen steckt.

Bevor du dein eigenes Label gegründet hast, hast du für namhafte Labels in Paris gearbeitet. Guy Laroche zum Beispiel, oder Ethos Paris. Dann hast du den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Viele Kreative scheuen sich davor, auch wenn sie davon träumen. Schließlich gehört zur Selbständigkeit nicht nur Design, sondern auch Marketing.

Ich habe immer gedacht, ich probier‘s mal auf meine Art und Weise. Und jetzt, nach fast zehn Jahren, bin ich immer noch da. Ich habe auch mal ein Jahr lang gar nichts auf Instagram gestellt – ich zwinge mich da nicht. Marketing-Experten würden mich da sicherlich rügen. Aber ich mache wirklich das meiste aus intrinsischer Motivation. Dazu gehört Mut, sich zu trauen, das zu tun, was einem entspricht. Mit zehn Jahren habe ich beschlossen, Modedesign zu machen. Und ich bin immer noch begeistert davon – habe dreifache Begeisterung im Vergleich zu früher! Natürlich gibt es immer Hochs und Tiefs. Aber in welchem Leben gibt’s das nicht. Aber ich bin auch ein Glückspilz und hatte viel Glück im Leben.

fashion designer Johanna Riplinger by Nadine Wilmanns photography

Bestimmt hast du auch viel gelernt?

Noch vor 15 Jahren habe ich mich nicht als verkaufstüchtig eingeschätzt. Bis ich gelernt habe, was Verkauf eigentlich ist: menschlicher Austausch. Von da an, habe ich angefangen es zu lieben. Denn ich habe den Wert darin gesehen. Ich habe Verkauf nicht mehr als negativ betrachtet, sondern als wertvoll. Ich freue mich, wenn ein Kunde in den Laden kommt und unsere Dinge wertschätzt. Da mehrt sich die Freude bei uns beiden.  

Ausgerechnet das Verkaufen ist oft ein Problem für viele selbständige Modedesigner. Und damit verbunden eben auch die Finanzen...

Wir könnten mit unseren Fähigkeiten alle in großen Konzernen mehr verdienen. Aber für uns ist die intrinsische Motivation, die schöpferische Freiheit wichtiger. Zu lieben, was wir tun. Die Gesellschaft zwingt uns dazu, kommerzielle Dinge zu machen. Es ist die Aufgabe des Systems, sich dahingehend zu entwickeln, dass es den Menschen vereinfacht wird, erfüllt zu arbeiten. Es gibt einen Spruch: Success without fulfillment is the ultimate failure – Erfolg ohne Erfüllung ist der ultimative Misserfolg. Es wirklich zu schaffen, erfüllt zu leben, ist der größte Erfolg. Gestern hatten wir hier ein Fotoshooting. Das war für uns alle so ein Energie-Boost. Wir haben die Freude, an dem was wir machen, gefeiert. Unsere Gesellschaft braucht beides gleichermaßen: große, statische Konzerne und kleine Kreative.

Was ist für kreative Selbständige in Zukunft wichtig?

Es gibt viele Plattformen für Kreative, die aber nicht von den Kreativen selbst geführt werden. Ich finde Plattformen sinnvoll, auf denen sich Kreative nicht nur vorstellen, sondern die sie aktiv mitgestalten können. Unser Kollektiv hier hat insofern Prototypcharakter -und ich habe mich eigentlich nie als Pionierin gesehen. Zusammen multiplizieren wir unsere Talente, stellen sie uns gegenseitig zur Verfügung. Dadurch machen wir gemeinsam auch viel besseres Marketing. Wir arbeiten immer auf Augenhöhe. Der Kunde ist zwar König, aber wir sind hier auch alle Chefs. Unsere Kunden sind eingeladen unsere Passion für unsere schönen, zeitlosen Dinge zu teilen. Dadurch dass wir alle im Laden stehen, haben wir direkten Kontakt zu unseren Kunden. Das inspiriert. Anregungen fließen schneller in die Kollektion mit ein, denn ich sehe direkt was Menschen brauchen und wollen. Langfristig wollen wir internationaler werden. Vor allem die Stuttgart-Paris-Achse ist da natürlich vielversprechend.

fashion designer Johanna Riplinger by Nadine Wilmanns photography
Fashion Designer Johanna Riplinger Bloginterview with photography by Nadine Wilmanns

Daniela Reske

photographer Daniela Reske

„You mustn`t be a perfectionist when doing documentaries“

„You mustn`t be a perfectionist when doing documentary“

photographer Daniela Reske

In Conversation with Daniela Reske

Finally, I start what I`ve had in my mind for a while now: Every now and then I want to interview creatives whose work I find inspiring – photographers, fashion designers and other artists. We can learn so much from each other! Generally, I want to get into the habit of asking questions and most importantly of truly listening. My first interview for this blog is with one of my very favourite photographers, Daniela Reske. She has her studio in Reutlingen-Oferdingen/Germany, and documents weddings internationally. Her pictures are like cinema – one-of-a-kind storyworlds filled with feeling and special moments. We met in her studio, a former boathouse by a river with huge old windows and a cozy fireplace.

Daniela, when I look at your work, I feel like in a movie that I want to keep on watching. How did you get to your unique visual language?

I have always been intrigued by journalism, by pictures that are conveying the moment. When I started out as a photographer twelve years ago, the reportage approach in weddings wasn`t mainstream yet. It was offered by only a few photographers. In the US this approach of documenting the entire day had been common for some time though. Today, wedding documentaries are pretty much standard. I loved the idea of having a photo album that enables people to relive that special day. When are friends and family ever all together? To me it`s important to show what`s happening in a genuine way, to truly document.

How do you put that into practice?

I use a 35 mm prime lens. That makes my pictures look very cinematic. Instead of the typical portrait, I rather capture scenes. I have looked at photographs that I liked and analyzed them: How are things done technically? What do I need to master as a photographer? How do I need to act in order to enable these scenes and moments to unfold in front of me? I must not attract attention. Which challenges the use of a 35 mm lens. So, I have to be even more unobtrusive. This technique is a big part of my work. I don`t use zoom lenses, but I walk instead. And I know how I need to move.

“To me it`s important to show what`s happening in a genuine way, to truly document.”

photographer Daniela Reske

Don`t you find that oftentimes people are immediately alarmed when they feel a camera pointed at them, either looking straight into the camera or turning away?

Often you can catch a funny moment when a person looks straight into the camera in just that moment when you want to press the shutter. When there`s a lot of interaction it`s easier for me. The more hustle and bustle the better. But I generally act very unobtrusive and am hardly noticed. However, at weddings, people are dressed up and want to be photographed. Because of its defined context, a wedding is an opportunity for many good photos – it certainly is different from going into town to take pictures.

What makes a good picture for you?

If it tells a story and if it`s touching – moving in any way and be it in a negative way. Of course, I`m pleased if the composition and light are right, too. But not the perfect picture is the good one. A trivial subject matter that`s captured with perfection often contains no emotion. A good picture is the one that conveys feeling and communicates the moment.

So you can overlook flaws, for example when something is out of focus what really should be in focus?

If a potentially good picture is so blurred that I can`t use it, that of course annoys me. As I work a lot with my aperture wide open, it happens often, that something isn`t quite perfectly in focus. I can handle that. I think of the movies, where the focus is moved to the ear for the skin to look smoother. You must not be a perfectionist when doing documentaries, otherwise, you`ll end up unhappy. A picture has to communicate a strong story and strike a chord with the viewer. Everything else is a minor matter. That`s what I like about reportage.

photographer Daniela Reske
Photographer Daniela Reske

Do you sometimes have nightmares about missing important moments at a photo event?

The evidently important moments, like the kiss after the wedding ceremony, are certainly must-haves. When it comes to these moments, I take no risks, but I don`t expect any artistic masterpieces either. The truly brilliant pictures are captured in other situations. You cannot be everywhere at the same time, you can`t get everything, because so much is happening simultaneously. I am alert and focused and I pay close attention to what`s going on around me. At a wedding, I`m with the couple already in the morning, when they prepare for the day. I then notice which people are most important to them, who have a special relationship with them. Those, I want to capture often. I don`t search for moments, but I keep my eyes and my mind wide open.

During conventional photo shoots, narrative moments don`t necessarily happen just like that. Nevertheless, you manage to maintain your expressive imagery…

Generally, I try to keep photoshoots as natural as possible. I don`t have a plan of how the people are supposed to look in the photos. I always try to find out, what they are here for, and what attracted them to my images. In my photos, I try to reveal relationships. I don`t dictate poses. I set the context in order to allow the happenings to unfold freely. It`s very important that I show up easy-going, confident, and relaxed. So that the people in front of the camera can let go. If I`m insecure the shooting is not going to succeed. Confidence comes with practice though.

After twelve years working as a photographer you probably have a lot of that – say, how did you get into photography at all?

At school, we built a Camera Obscura, a pinhole camera. I was completely in awe. I have always been a visual person. When I had my daughter, I started to photograph her. A friend asked me to photograph her wedding. That`s how I got to my first portfolio images. Before I had been working in marketing and I was very media-savvy. That helped me to become visible and prominent as a self-employed creative.

Photographer Daniela Reske

“In my photos, I try to reveal relationships.”

What have your biggest challenges as a photographer been?

I find it difficult when people have a fixed image of how they want to come across. This is especially common in the business sector. I then feel like I have to put them in a costume, which I can`t. A challenge for every photographer is peoples` harsh self-criticism. Sometimes, while I`m photographing someone, that person points out that certain flaws can be retouched later. That`s when I start to communicate that I`m not here to make them slimmer. Of course, I picture everyone in an appealing, aesthetically pleasing way. If people aren`t at peace with themselves, I can`t do anything about that as a photographer though. I see the opposite, too: Last year, I had beautiful shootings with women, who told me that they wanted to be photographed because they feel they`re now at peace with themselves.

You were the co-author of a book and you initiated workshops – are there any new projects on the horizon?

When the situation allows it, I will certainly offer workshops again. Together with a friend and colleague, I have opened an online shop where we sell prints. And I`m sure we`ll do some exhibitions again.

„Du darfst bei Reportagen nicht perfektionistisch sein“

„Du darfst bei Reportagen nicht perfektionistisch sein“

photographer Daniela Reske

Im Gespräch mit Daniela Reske

Endlich beginne ich, was ich schon lange vorhatte: Eine lose Interviewserie mit Kreativen, deren Arbeit ich beeindruckend finde – Fotografen, Modedesigner und andere Künstler. Es gibt so viel zu lernen! Generell möchte ich mir angewöhnen, viele Fragen zu stellen und vor allem gut zuzuhören. Mein erstes Interview ist mit einer meiner Lieblingsfotografinnen: Daniela Reske. Sie hat ihr Atelier in Reutlingen-Oferdingen, reist aber auch schon mal ins Ausland, um Hochzeiten zu dokumentieren. Ihre Bilder sind wie Kino – einzigartige Erzählwelten, voller Gefühl und besonderer Augenblicke. Wir haben uns in ihrem Atelier getroffen, einem ehemaligen Bootshaus am Fluss mit riesigen alten Fenstern und gemütlichem Kaminfeuer.

Daniela, wenn ich mir deine Arbeiten anschaue, komme ich mir vor wie in einem Film, den man immer weiter schauen möchte. Wie bist du zu deiner besonderen Bildsprache gekommen?

Mich hat schon immer das Journalistische interessiert – Bilder, die im Moment passieren. Als ich vor zwölf Jahren als Fotografin begonnen habe, war die Hochzeitsreportage noch nicht so etabliert. Es gab nur eine Handvoll Fotografen, die das gemacht haben. In den USA gab es die Bewegung schon länger, dass der ganze Tag begleitet und dokumentiert wird. Heute ist die Reportage im Hochzeitsbereich ja fast Standard. Ich fand die Idee schön, dass das es am Ende ein Album gibt, mit dem man diesen besonderen Tag nacherleben kann. Wann sind Freunde und Familie schon mal alle zusammen? Wichtig ist mir, das Geschehen so festzuhalten, wie es tatsächlich passiert ist – also wirkliche Reportage-Arbeit.

Wie setzt du das praktisch um?

Ich fotografiere mit 35 mm Festbrennweite. Dadurch wirken die Bilder sehr filmisch. Statt klassischen Portraits, fange ich eher Szenen ein. Ich habe mir Sachen angeschaut, die mir gefallen haben und habe mir dann überlegt: Wie ist das technisch gelöst? Was muss ich als Fotografin können? Wie muss ich mich verhalten, damit diese Szenen und Momente vor mir geschehen können? Ich muss unauffällig sein. Das steht eigentlich im Widerspruch zu den 35 mm, also erfordert es noch mehr Zurückhaltung von mir. Die Technik ist ein großer Teil meiner Arbeit. Ich zoome nicht, sondern laufe. Und ich weiß, wie ich mich bewegen muss.

“Wichtig ist mir, das Geschehen so festzuhalten, wie es tatsächlich passiert ist – also wirkliche Reportage-Arbeit.”

photographer Daniela Reske

Geht es dir nicht oft so, dass Leute sofort verschreckt her – oder weg – schauen, sobald eine Kamera auf sie gerichtet wird?

Oft erwischt man einen witzigen Moment, wenn eine Person gerade in die Kamera schaut. Wenn viel Miteinander stattfindet, ist es einfacher für mich. Je trubeliger, desto besser. Aber ich verhalte mich eben sehr zurückhaltend und werde dann fast nicht mehr wahrgenommen. Auf Hochzeiten ist es außerdem so, dass sich alle schön zurechtgemacht haben. Die Leute wollen dann auch fotografiert werden. Durch den definierten Rahmen ermöglicht eine Hochzeit immer viele gute Bilder – anders als würde man einfach in die Stadt gehen und fotografieren.

Was macht für dich ein gutes Bild aus?

Wenn es eine Geschichte erzählt und berührt – auf irgendeine Art und Weise, das kann auch negativ sein. Natürlich freut es mich, wenn dazu noch Komposition und Licht stimmen. Aber nicht das perfekte Bild ist das Gute, sondern das emotionale Bild, das den Moment rüberbringt. Ein gewöhnliches Motiv, bei dem alles perfektioniert ist, hat dagegen oft keine Emotion.

Dann kannst du also gut darüber hinwegsehen, wenn zum Beispiel mal was nicht ganz scharf ist, was eigentlich im Fokus sein sollte?

Wenn ein potentiell gutes Bild unbrauchbar unscharf ist, ärgert es mich natürlich. Ich arbeite viel offenblendig, da passiert es schnell, dass der Fokus nicht perfekt ist. Damit kann ich gut umgehen. Ich denke da an den Film, bei dem absichtlich der Fokus aufs Ohr gelegt wird, damit die Haut schöner wirkt. Du darfst bei Reportagen nicht perfektionistisch sein, sonst wirst du unglücklich. Ein Bild soll starke Geschichten erzählen und emotional berühren, das andere ist Nebensache. Gerade das mag ich an der Reportage.

photographer Daniela Reske

Hast du manchmal Alpträume, wichtige Momente eines Fotoevents zu verpassen?

Die vordergründig wichtigen Momente, wie der Kuss nach der Trauung, sind natürlich Must-Haves. Da gehe ich einfach auf Sicherheit und erwarte keine großen Kunstwerke. Die wirklich guten Bilder mache ich an anderen Stellen. Du kannst nicht immer überall sein, kannst nicht alles erwischen, denn es geschieht ja so viel gleichzeitig. Ich bin aufmerksam und fokussiert und achte darauf, was um mich herum passiert. Weil ich schon morgens bei den Vorbereitungen dabei bin, bekomme ich mit, wer die wichtigen Menschen im Umfeld des Paares sind, wer einen besonderen Bezug hat. Da schaue ich, dass die oft festgehalten sind. Ich suche die Momente nicht, sondern ich halte Augen und Geist offen.

Bei klassischen Fotoshootings kommen erzählende Momente nicht unbedingt von selbst. Trotzdem schaffst du es auch da, deine ausdrucksstarke Bildsprache beizubehalten...

Auch Fotoshootings versuche ich so natürlich wie möglich zu halten. Ich habe keinen Plan im Kopf, wie die Menschen auf den Bildern aussehen sollen. Ich versuche immer herauszufinden, warum sie hier sind, was sie an meinen Fotos angezogen hat. Auf den Bildern versuche ich, Beziehungen zu zeigen und gebe keine Posen vor. Ich konstruiere den Rahmen, um dann möglichst viel dem Geschehen selbst zu überlassen. Wichtig ist, dass ich als Fotografin Coolness, Selbstverständlichkeit und Entspanntheit mitbringe, damit die Menschen vor der Kamera loslassen können. Wenn ich unsicher bin, wird das Shooting nichts. Sicherheit kommt aber mit Übung.

Davon hast du nach zwölf Jahren als Fotografin bestimmt viel - sag mal, wie bist du eigentlich überhaupt zur Fotografie gekommen?

In der Schule haben wir eine Kamera Obscura gebaut, das hat mich total begeistert. Ich war immer ein visueller Mensch. Als meine Tochter da war, habe ich angefangen, sie zu fotografieren. Eine Freundin hat mich gefragt, ob ich ihre Hochzeit fotografiere und so hatte ich meine ersten Bilder. Vorher habe ich im Marketing gearbeitet und ich war sehr medienaffin. Das hat mir als selbständige Kreative geholfen, sichtbar zu werden.

photographer Daniela Reske

“Auf meinen Bildern versuche ich, Beziehungen zu zeigen.”

Was waren oder sind deine größten Herausforderungen als Fotografin?

Schwierig wird es, wenn Menschen eine zu konkrete Vorstellung davon haben, wie sie wirken möchten. Das kommt vor allem im Business-Bereich vor. Ich habe dann das Gefühl, ich muss ihnen ein Kostüm anziehen, was ich ja gar nicht kann. Eine Herausforderung für jeden Fotografen ist, dass Menschen oft sehr selbstkritisch sind. Manche weisen schon während des Shootings darauf hin, dass man ja retuschieren könne. Da fange ich bereits an, zu vermitteln, dass ich als Fotograf nicht dazu da bin, sie schlanker zu machen. Natürlich fotografiere ich jeden schön und ästhetisch ansprechend. Wenn Menschen mit sich selbst nicht im Reinen sind, dann kann ich da als Fotograf nichts machen. Ich erlebe auch das Gegenteil: Letztes Jahr hatte ich sehr schöne Shootings mit Frauen, die sagten, sie wollen intimere Fotos von sich, weil sie jetzt mit sich im Reinen sind.

Du hast ja bereits an einem Buch mitgeschrieben, hast Workshops initiiert – gibt`s gerade neue Projekte bei dir?

Wenn es die Situation zulässt, werde ich in Zukunft sicher wieder Workshops anbieten. Mit einem Freund und Kollegen habe ich letztes Jahr einen Onlineshop eröffnet, über den wir Prints verkaufen. Und wir werden bestimmt auch wieder Ausstellungen machen.

photographer Daniela Reske
photographer Daniela Reske

Networking

people networking

Networking

Are you a good in-person-networker? As a freelancer, this is so important. And it`s not only because a strong network can open doors for us. But it`s about making use of the brain, ideas, and wisdom of many, not just our own.

By asking and listening we can find new ideas and broaden our understanding. We have a limited view on things, the world, everything – based on OUR experience. Other people bring in THEIR experiences and the resulting ideas and connections. So, this is gonna broaden our view and our opportunities big time.

Plus, being well connected feels like a safety net and will ultimately make us braver. There are people having our back and cheering us on.

Consider everybody

Our network is way bigger than we might think: Think of everyone you know – family, friends, and co-workers of course, but as well neighbours, people in your yoga class, people you meet on jobs, …  Then think of everyone these persons know, who you could be introduced to if needed. Consider everybody, not just seemingly “influential” people. Because everybody has something to teach. Plus, each person knows people that may turn out to be game-changers for you.

And then of course there`s the most basic and most important connection to God who can do crazy, unbelievable stuff and comes up with the best surprises – and who introduces us to those people that we need in our lives.

people in coffeeshop networking

To be honest, networking doesn`t exactly come naturally and easy to me. I`m a bit of a shy character and tend to be anxious that I might bother someone. But I`m learning. I`ve written the following list as kind of a reminder and instruction for myself. And perhaps this could be useful for you, too.

Here are some ideas, how to make the most of your network:

Be helpful whenever you can.

Ask if there`s something that you can do for people. Because the helping part of networking is the most fun. Don`t we all love it if we can be useful, make a difference to someone, and be able to help within our capabilities! It`s a happiness booster.

Be open and authentic.

Let other people in on your journey, don`t be superficial, and don`t try to pretend all is fine and dandy when it`s not.

Ask for what you need.

In order to do this, you would of course need to know what exactly you need first. So, maybe you need to find that out first. Perhaps it`s an idea concerning a certain issue or maybe it`s a connection to a certain business sector. Be specific to make it easy for the other person to help you. For example, ask: “Do you by chance know somebody who works in the pattern department of a fashion company?” The person might say: “Hm, actually I know someone who knows someone…” – and there we go.

Be open to suggestions.

When someone proposes something don`t say: “Well, BUT…” Take it in, consider and try it. Remember that they have experiences that you haven`t had and appreciate that they are willing to let you in on them. You never know, in hindsight this suggestion might be the one that helped you on the next step.

Listen and shut your cakehole.

Encourage the others to share their knowledge by truly listening. “You need to enter every conversation assuming that you have something to learn”, says Celeste Headlee in her TED-talk https://www.ted.com/talks/celeste_headlee_10_ways_to_have_a_better_conversation: “Everyone you will ever meet knows something that you don`t.” And: “I keep my mouth shut as often as I possibly can, I keep my mind open, and I`, always prepared to be amazed.”

Take notes.

Note each and every suggestion down in your notebook. Especially names and numbers. Otherwise, you`ll forget them or misplace them. Some might seem insignificant to you at the moment. But at a later point on your journey, after having gained more understanding and insight, you might find them super useful all of a sudden.

Don`t think you`re a burden.

Usually, people love to help with their expertise and connections. To most of us, it`s not a burden but a pleasure to be able to help. Barbara Sher writes in her book “Wishcraft” http://wishcraft.com/: “Most of us remember and treasure every part we’ve ever played in someone else’s survival, satisfaction, or success. …It’s because helping each other is creative and it makes us feel good.”

Give Feedback.

Let other people know about your experiences with their suggestions down the road.  Tell them about the phone call to that connection that they`ve given you. “It is a great way to show your interest and your respect for someone else’s opinion, it energizes your relationship, it shows someone: I`m listening to you, I pay attention to what you say, I value what you say,” says Gretchen Rubin on her podcast “Happier with Gretchen Rubin” https://gretchenrubin.com/podcast-episode/309-heed-a-suggestion-listeners-21-for-2021. Her sister Elizabeth Craft adds: “If you take on a suggestion, you`re giving someone else the pleasure of giving. It makes them feel good to know they gave you something valuable.” Plus, feedback creates accountability for you, because you don`t want to let those down, who cheer you on.  

What are your thoughts and experiences with networking? Are you a natural networker or does it demand some effort of you?

Networking

Bist du gut darin, dir ein persönliches Netzwerk zu bauen und zu nutzen? Für Freiberufler ist das so wichtig. Und nicht nur, weil uns ein starkes Netzwerk Türen öffnen kann. Sondern auch weil wir so die Köpfe, Ideen und Weisheit vieler nutzen können, nicht nur unsere eigenen.

Indem wir fragen und zuhören können wir an neue Ideen kommen und unsere Einsicht weiten. Wir haben alle einen eingeschränkten Blick auf Dinge, auf die Welt, auf alles – einen Blick, der auf UNSEREN Erfahrungen basiert. Andere bringen IHRE Erfahrungen ein und die daraus entstandenen Ideen und Verbindungen. Das wird unsere Einsicht und unsere Möglichkeiten erweitern.

Außerdem fühlt es sich ein gutes Netzwerk wie ein Sicherheitsnetz an, das uns mutiger macht. Da sind Leute, die hinter uns stehen und die uns anfeuern.

Denk an jeden

Unser Netzwerk ist viel größer als wir vielleicht denken: Denk an jeden, den du kennst – natürlich Familie, Freunde und Kollegen, aber auch Nachbarn, Leute in deinem Yoga-Kurs, Leute, die du auf Jobs triffst, … Dann denk an alle, die diese Leute kennen – und denen sie dich vorstellen könnten. Berücksichtige jeden, nicht nur solche, die dir “einflussreich” erscheinen. Denn von jedem kann man etwas lernen. Außerdem kennt jeder Leute, die unter Umständen einen großen Unterschied in unserem Leben machen könnten.

Und dann ist da natürlich die grundlegendste und wichtigste Beziehung zu Gott, der die verrücktesten und unglaublichsten Sachen möglich machen kann und die besten Überraschungen für uns bereithält. Und der uns den Leuten vorstellt, die wir in unserem Leben brauchen.  

mirror nice to meet you networking

Ehrlich gesagt, bin ich nicht gerade der geborene Networker, dem das leichtfällt. Ich bin eher der schüchterne Typ und befürchte, jemandem Last zu sein. Aber ja, ich lerne! Die folgende Liste habe ich mir als Erinnerung und Anleitung geschrieben. Vielleicht ist sie für dich auch nützlich.

Hier sind ein paar Ideen, wie wir unser Netzwerk gut nutzen können:

Hilf wann immer du kannst.

Frag, ob es etwas gibt, was du für jemanden tun kannst. Denn Helfen ist das, was am Netzwerken am meisten Spaß macht. Ist es nicht das beste Gefühl, wenn wir für jemanden einen Unterschied machen können und innerhalb unserer Möglichkeiten helfen können! Das ist ein Glücklichmacher.

Sei offen und authentisch.

Beziehe andere auf deinem Weg ein, sei nicht oberflächlich und versuche nicht vorzugeben, das alles super ist, wenn es nicht so ist.

Frag nach dem, was du brauchst.

Um das zu tun, müssen wir uns natürlich erstmal darüber im Klaren sein, was wir denn brauchen. Eventuell müssen wir uns das erstmal überlegen. Vielleicht ist es eine Idee zu einem Thema. Oder eine Verbindung zu einem bestimmten Geschäftsbereich. Sei möglichst präzise, denn das macht es dem anderen einfacher, dir zu helfen. Frag zum Beispiel: “Kennst du zufällig jemanden, der in der Schnittabteilung eines Modeunternehmens arbeitet?” Die Person könnte dann sagen: “Hm, tatsächlich kenne ich jemanden, der jemanden kennt…” – und schon gibt`s eine Spur.

Sei offen für Vorschläge.

Wenn jemand etwas vorschlägt, sag nicht “Ja, ABER…” Nimm den Vorschlag an, bedenke ihn und probier ihn aus. Denk daran, dass andere Erfahrungen haben, die du nicht hast. Und schätze, dass sie so nett sind, dich an ihren Erfahrungen teilhaben zu lassen. Wer weiß, im Nachhinein könnte gerade dieser Vorschlag der gewesen sein, der dir auf deinem nächsten Schritt geholfen hat.

Hör zu und lass den Mund zu.

Ermutige andere ihr Wissen mit dir zu teilen, indem du wirklich zuhörst. „Gehe in jede Unterhaltung mit der Annahme, dass du etwas lernen kannst”, sagt Celeste Headlee in ihrem TED-Talk https://www.ted.com/talks/celeste_headlee_10_ways_to_have_a_better_conversation: „Jeder, den du triffst, weiß etwas, das du nicht weißt.” Und: “Ich lasse meinen Mund zu so oft ich kann, ich bin aufgeschlossen und unvoreingenommen – und ich bin immer darauf vorbereitet, zu staunen.“

Mach dir Notizen.

Notiere dir jeden einzelnen Tipp in deinem Notizbuch. Vor allem Namen und Nummern. Sonst vergisst du sie oder verlegst sie. Manche Vorschläge kommen dir im Moment vielleicht unbedeutend vor. Aber später, wenn du mehr Einsichten gewonnen hast, könntest du sie auf einmal super nützlich finden.

Denk nicht, dass du eine Last bist.

Normalerweise freuen sich Leute, wenn sie mit ihrem Fachwissen und ihren Beziehungen helfen können. Für die meisten von uns ist es keine Last, sondern ein Vergnügen, wenn wir die Möglichkeit haben hilfreich zu sein. Barbara Sher schreibt in ihrem Buch “Wishcraft” http://wishcraft.com/: Die meisten von uns erinnern sich gern daran, wenn sie in irgendjemandes Leben eine Rolle spielten, die zu Erfolg geführt hat. … Deshalb, weil gegenseitiges Helfen eine kreative Handlung ist und wir uns dabei gut fühlen.“

Gib Rückmeldung.

Erzähl anderen von deinen Erfahrungen mit ihren Vorschlägen. Zum Beispiel von dem Telefonat mit der Person, die sie dir empfohlen haben anzurufen. Gretchen Rubin sagt in ihrem Podcast „Happier with Gretchen Rubin“ https://gretchenrubin.com/podcast-episode/309-heed-a-suggestion-listeners-21-for-2021: „Das ist eine tolle Möglichkeit, dem anderen dein Interesse und deine Anerkennung für seine Meinung zu zeigen. Es bringt eure Beziehung in Schwung und es zeigt jemandem: Ich höre dir zu, ich gebe acht und schätze was zu sagst.“ Ihre Schwester Elizabeth Craft ergänzt: “Wenn du einen Vorschlag aufgreifst, dann gibst du dem anderen das Vergnügen des Gebens. Der andere fühlt sich gut, weil er weiß, dass er dir etwas Wertvolles geben konnte.“ Außerdem schafft ein Feedback Verbindlichkeit und du wirst deine Sache eher verfolgen. Weil du die Leute, die dich anfeuern, nicht enttäuschen möchtest.

Was sind deine Gedanken und Erfahrungen mit Netzwerken? Bist du ganz mühelos am Vernetzen oder kostet es dich manchmal Überwindung?

three birds networking

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Success-Stories https://nadinewilmanns.com/success-stories

Courage and Massive Action https://nadinewilmanns.com/massive-action

Courage and Massive Action

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Courage and Massive Action

A few years back, I couldn`t imagine a time when nobody would ask me about my age anymore when buying cigarettes. Well, I guess, this time has now come. It reminds me though: If I want to reach the dreams that I have concerning my life, I need to take massive action NOW. Throw in all the risk. And pray and hope boldly, expecting the best. I don`t have time to hesitate because I wanna avoid rejection, awkward moments, and failure. I better learn to deal with them, because they are on the route to any goal after all. Otherwise, I will miss my chance to walk the route with crazy and great experiences that God has designed for me, and I would regret this for sure.  

A life true to myself

Talking about rejection and regrets: there is a book called “The Top 5 Regrets of the dying”. A nurse who cared for dying patients in their last weeks has written it. Turns out the number 1 regret of her patients was: “I wish I’d had the courage to live a life true to myself, not the life others expected of me.”

On another sidenote relating to the massive action: The other day, I`ve listened to a conversation of celebrity photographer Dan Kennedy with entertainment photographer Conor McDonnell. Conor McDonnell started out as a teenager wanting to get into concerts for free. After his first chance to photograph a concert, he wanted to do more.

Massive Action

“I would email everyone and anyone who was playing in Liverpool, I would check the upcoming listings, I would send probably a hundred emails a day, getting two replies. One would be ‘no’, the other one ‘maybe- we`ll think about it’”, he says. “So, to whoever said ‘maybe’, I would keep emailing them: ‘I would really, really love to do this, please can I come to do it.’ And eventually, I started building a portfolio of all the bands playing in Liverpool and bigger bands would come, too, which would help, and then I kind of started building it up from there.”

Naive courage

After time things got easier: “I was at the same venues a lot of the time five nights out of the week.” This way he made the right connections, and later he would be photographing tours of Ellie Goulding, James Morrison, and be the personal photographer of Calvin Harris. None of this would have happened, if he hadn`t fought through the initial time of naïve courage and confident learning – he learned photography on the job – and being super persistent. He didn`t let himself get discouraged but kept pressing on boldly and determined until more and more doors opened up for him.

What do you want to achieve and what massive action would you have to take? Are you hesitating to walk the path to your goals, because you try to avoid the inevitable encounters with failure and rejection on the way? Do you hope for and expect the best for you to happen?

Mut und "Massive Action"

Noch vor ein paar Jahren konnte ich mir keine Zeit vorstellen, in der mich niemand mehr nach meinem Alter fragen würde, wenn ich Zigaretten kaufen will. Tja, mir scheint, es ist soweit. Das erinnert mich daran: Wenn ich die Träume, die ich für mein Leben habe, noch erreichen will, dann muss ich JETZT viel tun – „massive action“. Alles Risiko reinwerfen. Und mutig beten und hoffen – und das Beste erwarten. Ich habe keine Zeit, noch länger zu zögern, nur um Ablehnung, unangenehme Momente und Misserfolge zu vermeiden. Sie liegen nun mal auf dem Weg zu jedem Ziel. Lerne ich also besser, gut mit ihnen klarzukommen. Sonst verpasse ich meine Chance, den Weg zu verrückten, unglaublichen Erlebnissen zu gehen, den Gott sich für mich ausgedacht hat. Das würde ich auf jeden Fall bereuen.  

Ein Leben, das mir entspricht

Stichwort Ablehnung und Bereuen: Es gibt ein Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“. Eine Krankenschwester, die sterbende Patienten in ihren letzten Wochen betreut hat, hat es geschrieben. Bedauern Nummer eins ist: “Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt ein Leben zu leben, das mir entspricht, und nicht das Leben, das andere von mir erwartet haben.“

Und noch was zur “massive Action“: Neulich habe ich ein Interview von Star-Fotograf Dan Kennedy mit Entertainment-Fotograf Conor McDonnell angehört. Conor McDonnell begann als Teenager, der umsonst Konzerte besuchen wollte. Nach seiner ersten Chance, ein Konzert zu fotografieren, wollte er mehr davon.

"Massive Action"

„Ich emailte jedem, der in Liverpool spielte, ich checkte Listen mit angekündigten Konzerten, ich schickte gut 100 Emails am Tag raus – um zwei Antworten zu bekommen. Eine war ‘Nein’, die andere ‘Vielleicht, wir überlegen es uns’”, erzählt er. „Also habe ich denen, die mit ‘vielleicht’ antworteten, weiter gemailt: ‘Ich würde so gerne bei euch fotografieren, bitte lasst mich’. Und schließlich begann ich, mir ein Portfolio aufzubauen mit all den Bands, die in Liverpool gespielt haben. Größere Bands kamen dazu, was half, und von da aus habe ich meine Karriere weiter aufgebaut.“

Naiver Mut ist gefragt

Nach einer Zeit wurde es einfacher: “Ich war oft an fünf Abenden der Woche in den gleichen Veranstaltungshallen.“ So kam er zu guten Beziehungen und später fotografierte er die Touren von Ellie Golding, James Morrison und wurde persönlicher Fotograf von Calvin Harris. Nichts dergleichen wäre passiert, wenn er sich nicht durch die Anfangszeit durchgebissen hätte. Mit naivem Mut und Zuversicht – denn er hat bei den Jobs gelernt, gut zu fotografieren – und Hartnäckigkeit. Er hat sich nicht entmutigen lassen, sondern hat entschlossen weiter gemacht, bis mehr und mehr Türen für ihn aufgegangen sind.

Was würdest du gerne erreichen und welche vielen Aktionen müsstest du dafür starten? Zögerst du, weil du die unvermeidlichen Begegnungen mit Misserfolgen und Ablehnung auf dem Weg vermeiden möchtest? Hoffst und erwartest du, dass das Beste für dich passieren wird?

Creative work

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Creative Work

How to get creative work done

One of the biggest traps for creative work is postponing. Either because of “waiting for inspiration”. Or because of perfectionism, saying “I`m not good enough yet, conditions are not ideal at the moment,…”

I`ve written about this before but it`s been one of the most important lessons for me: Creativity means commitment which implies planning your day, setting priorities, and setting aside time for them. Creative work means fight and determination. And actually doing the work now.

“Inspiration is for amateurs. The rest of us just show up and get to work”, said photographer Chuck Close. “If you wait around for the clouds to part and a bolt of lightning to strike you in the brain, you are not going to make an awful lot of work. All the best ideas come out of the process; they come out of the work itself.”

No need for the perfect setting

The other day, I had an interesting interview with singer and musician Joe Vox. He has released an album together with other musicians called “COVid IDentities”. Because of the lockdown, one of the musicians didn`t have access to fancy recording technology. So he just used his phone. Simple as that.

The musicians made things work, even though conditions weren`t ideal. Joe Vox said: “As a creative, you don`t need the perfect setting. On the contrary: Too much perfection can indeed harm because you constantly find that settings aren`t ideal. And you end up doing nothing at all because of that. You can always do something when you are creative and really want to.”

Kreative Arbeit

Eine der größten Fallen für kreative Arbeit ist Aufschieberitis. Entweder weil man auf “Inspiration” wartet. Oder wegen Perfektionismus, der einem sagt “Ich bin noch nicht gut genug, die Bedingungen sind im Moment noch nicht ideal,…“

Ich habe schon mal über dieses Thema geschrieben, aber es ist eine der wichtigsten Lektionen für mich gewesen: Kreativität bedeutet Einsatz und sich zu verpflichten, Prioritäten zu setzen und dafür Zeit zu reservieren. Also den Tag entsprechend drum herum zu planen. Es bedeutet auch zu kämpfen und entschlossen zu sein. Und sich tatsächlich jetzt an die Arbeit zu machen.

„Inspiration ist was für Amateure. Wir anderen lassen uns blicken und machen uns an die Arbeit“, sagte Fotograf Chuck Close. „Wenn du darauf wartest, dass sich die Wolken auftun und dich ein Geistesblitz trifft, dann wirst du nicht besonders viel zustande bringen. All die besten Ideen kommen aus dem Prozess heraus. Sie entstehen bei der Arbeit selbst.”

Es braucht nicht die perfekten Bedingungen

Neulich hatte ich ein interessantes Interview mit Sänger und Musiker Joe Vox. Er hat ein Album “COVid Identities” mit anderen Musikern zusammen herausgebracht. Wegen des Lockdowns hatte einer der Musiker keinen Zugang zu richtiger Aufnahmetechnik. Also hat er sein Handy benutzt. Ganz einfach.

Die Musiker haben die CD möglich gemacht, auch wenn nicht alles ideal war.  Joe Vox sagte: “ Als Kreativer braucht man nicht die perfekten Bedingungen. Im Gegenteil: Zu viel Perfektion tut oft nicht gut, denn man findet dauernd, dass die Umstände nicht gut genug sind. Und am Ende kommt gar nichts bei raus. Man kann immer was machen, wenn man Kreativität hat und wirklich will.“

Trust the next step

self-assignments coffeeshop table Trust the next step

Trust the next step

Often, I think: “Man, why don`t I seem to be able to figure out some genius plan for my career?” However, thinking about it, it seems smarter to me to just take and engage in one step at a time. To trust the next step and trust that God knows what I don’t, and that he`s still gonna make a lot of things possible for me. Instead of spending time and energy trying to figure out the great, right plan. Because really, ten years ago I wouldn’t have imagined that I would work as a freelance photographer. And twenty years ago, I wouldn’t have even dared to dream that I would cycle across London to spend my morning writing in a coffee shop in Shoreditch.

Do the work

Who knows what incredible things are in store for us yet! By trying to figure out the future I probably won`t get as far as I would by actually doing the work. Engaging in the very next step, taking one step at a time. By one photoshoot, one blog post, one challenge, one experience at a time, we`re moving forward – seemingly slow but in fact faster – into new wonders and surprises.

Dem nächsten Schritt vertrauen

“Mensch, warum fällt mir nur kein genialer Plan für meine Karriere ein?”, denke ich manchmal. Wenn ich aber genau darüber nachdenke, finde ich es klüger, einfach einen Fuß vor den anderen zu setzen und mich auf den Schritt, den ich gerade mache, zu konzentrieren. Und darauf zu vertrauen, dass Gott schon wissen wird, was ich nicht weiß und dass er noch viel für mich möglich machen wird. Anstatt Zeit und Energie zu investieren, um den großen, richtigen Plan für mich herauszufinden. Weil ehrlich, vor zehn Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mal als freiberufliche Fotografin arbeiten würde. Und vor zwanzig Jahren hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich mal mit dem Fahrrad durch London fahren und meinen Morgen in einem Café in Shoreditch mit Schreiben verbringen würde.

An die Arbeit machen

Wer weiß, was für unglaubliche Dinge noch auf uns warten! Wenn ich versuche, auf die große Zukunftsidee zu kommen, wird mich das wahrscheinlich nicht so weit bringen, wie wenn ich mich einfach an die Arbeit mache. Also meinen nächsten Schritt mache und dann den nächsten, einer nach dem anderen. Mit einem Fotoshooting, einem Blogpost, einer Herausforderung, einer Erfahrung nach der anderen, geht es weiter – scheinbar langsam aber tatsächlich schneller – zu neuen Wundern und Überraschungen.   

Dream big

self-assignment sky and sun. Dream big

How big dreams add fun to your work

Would you like to release a crazy amount of joy and fun in your work? I might just have the secret for you. Well, it certainly works for me at the moment. So here`s the trick: Dream big and set yourself a ridiculously far-fetched goal that really excites you. Mine is to photograph the Queen.

You may laugh and hey, so do I – and that`s what does the trick: There is no pressure whatsoever and no expectations. Noone seriously expects me to accomplish that. For someone like me, who crumbles under pressure and when feeling expecting eyes on me, this is so liberating.

Far-fetched, but not entirely impossible

However, while the goal should be something quite far-fetched, it shouldn`t be entirely impossible. Like you know, turning into a unicorn. Or becoming a piano superstar when you have no feeling for rhythm or something like that.

A photo shooting with the Queen, however, is possible: I`m here on this earth with my camera and so is the Queen.  So it`s just about working out a strategy and taking steps that eventually bring us together, which of course includes becoming better and better as a photographer. I`ve given myself a random time frame of two years to achieve my goal. And I`ve thought – just in case it shouldn`t work out with the Queen –  I would be equally cool with photographing Prince Charles as an alternative instead.

We are going to win either way

I used to take my work so seriously and while I still kind of do, there is now much more lightness and play in my approach. It feels more like a fun game, where you can win, but it wouldn`t be the end of the world if you don`t. In fact, I will win either way: Because, while I do want to reach my goal, I know that it`s even more about the journey. 

The journey towards this achievement will just benefit me so much, both as a person and as a photographer. “Who would you have to become on your way to trying to achieve that goal? … It would be a wild and incredible journey”, says Kara Loewentheil in her podcast “Unfuck your brain” about “impossible goals” (I recommend listening to this by the way: https://unfuckyourbrain.com/setting-impossible-goal-2021/). Just imagine: How would you develop on the way to achieving this goal?

A new perspective

With my goal in mind, everything falls into a more convenient perspective: When I go on photo jobs now, I see them more as helpful little steppingstones and opportunities to learn on my long journey to photograph the Queen – and not as THE ultimate test that will proof whether I`m a good photographer or not. Failing becomes more like a valuable experience that helps me to achieve my goal.

And whatever happens – whether my boss likes some pictures of mine or not, whether I get a certain assignment or not, … – nothing of that can ever take away my dream. But it`s my decision only, not anybody else’s. And I finally really understood the quote by Arthur O`Shaughnessy:

We are the music-makers, and we are the dreamer of dreams.”

Wie große Träume für mehr Spaß bei der Arbeit sorgen

Würdest du gerne eine völlig verrückte Menge Freude und Spaß an deiner Arbeit freisetzen? Kann sein, dass ich den richtigen Tipp für dich habe. Also für mich funktioniert er zumindest im Moment ausgezeichnet. Also hier ist der Trick: Träume wirklich groß und setze dir ein lächerlich weitgegriffenes Ziel, auf das du dich wirklich freust. Meins ist, die Queen zu fotografieren.

Kann sein, dass du jetzt lachst und hey, ich lache auch – aber das ist genau der Trick: Es gibt keinen Druck und keine Erwartungen. Keiner denkt ernsthaft, dass ich das schaffen müsste. Für jemanden wie mich, die unter Druck und Erwartungshaltung wie gelähmt ist und dann gar nicht gut arbeiten kann, ist das so befreiend.

Weit gegriffen, aber nicht völlig unmöglich

Allerdings muss das Ziel zwar groß sein, aber nicht völlig unmöglich. Also es sollte nicht sowas sein, wie „ich will mich in ein Einhorn verwandeln“. Oder „ich will ein Piano-Superstar werden“, wenn man null Gefühl für Rhythmus hat.

Ein Fotoshooting mit der Queen zu machen, ist dagegen theoretisch möglich: Ich bin auf dieser Erde mit meiner Kamera, und sie auch. Also geht es nur darum, eine Strategie zu erarbeiten und Schritte zu gehen, die uns am Ende zusammenbringen. Das bedeutet natürlich auch, immer besser als Fotografin zu werden. Ich habe mir selbst einfach mal ein Zeitfenster von zwei Jahren gesetzt, um mein Ziel zu erreichen. Und ich habe mir auch überlegt, dass – falls es mit der Queen aus irgendeinem Grund nicht klappen sollte – Prince Charles eine gleichwertige Alternative wäre.

Wir gewinnen so oder so

Ich habe meine Arbeit immer sehr ernst genommen. Zwar nehme ich sie irgendwie immer noch ernst, aber da ist jetzt viel mehr Leichtigkeit und Spiel in meiner Herangehensweise. Es fühlt sich mehr wie Spaß und Spiel an, bei dem man gewinnen kann. Aber es würde auch nicht die Welt untergehen, wenn ich nicht gewinnen würde. Tatsächlich werde ich so oder so gewinnen: Denn zwar will ich mein Ziel wirklich erreichen, aber trotzdem weiß ich, dass es mehr um die Reise dahin geht.

Der Weg zu meinem Ziel wird mir so viel bringen, als Person und als Fotografin. “Welch eine Persönlichkeit müsstest du werden, bei dem Versuch, dieses Ziel zu erreichen? … Es würde eine wilde und unglaubliche Reise werden”, sagt Kara Loewentheil in ihrem Podcast „Unfuck your Brain“ über „unmögliche Ziele“. (Empfehle übrigens, das anzuhören: https://unfuckyourbrain.com/setting-impossible-goal-2021/) Stell dir nur mal vor: Wie würdest du dich entwickeln, wenn du dich tatsächlich auf den Weg zu deinem Ziel machen würdest?

Eine neue Perspektive

Seit ich mein Ziel im Kopf habe, fällt gerade alles in eine angenehmere Perspektive: Wenn ich auf Fotojobs gehe, habe ich nicht mehr so sehr das Gefühl, auf die Probe gestellt zu sein, als ob ein Fotojob beweisen würde, ob ich eine gute Fotografin bin oder nicht. Ich sehe alle meine Jobs eher als hilfreiche kleine Meilensteine und als Chancen, auf meiner langen Reise zur Queen dazuzulernen. Misserfolg wird eher zu einer wertvollen Erfahrung, die mir dabei hilft, mein Ziel zu erreichen.

Und was auch immer passiert – ob mein Chef irgendwelche Bilder von mir mag oder nicht, ob ich einen bestimmten Auftrag bekomme oder nicht, und so weiter – nichts kann mir je meinen Traum wegnehmen. Es ist allein meine Entscheidung, nicht die von irgendjemand anderem. Und ich habe endlich wirklich das Zitat von Arthur O`Shaughnessy verstanden:

“Wir sind die Musikmacher und wir sind die Träumer der Träume”.


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Feelgood Photography

feelgood photography detail

When having a special, good feeling, have your camera with you. In my experience, I tend to see more when I feel good and a bit emotional. As well, I tend to be more compassionate, attentive, and open which is so important for photography. And suddenly everything seems to have more meaning and depth.

I then hope that by capturing the feeling, it will stick with me. I may be able to revisit and recreate it later, because I`m more likely to remember when a picture was taken.

Capture the “feelgood”

It may seem strange wanting to photograph something that can`t be seen at all, but only sensed. I mean, a horse just looks like a horse. But peace, calm, melancholy, feelgood,… ? Everybody would capture them differently.

Someone might just see nothing in a picture, while somebody else might be completely blown away. But there`s the beauty: there is a personal element, not obvious to everyone. Our photographs speak our very unique language and it`s ok if not everybody understands.

Snapshots that stick

Yesterday, I`ve been feeling weirdly and quite strikingly peaceful and at ease for most of the day – for no apparent reason. In fact, according to what I was up to, I should have been stressed. But no, all good. Maybe I`ve breathed deep into my stomach a lot. Maybe my mind counteracted with some extra peace after having felt rather overwhelmed the day before – I don`t know. However, I wanted to preserve that feeling so I took some snapshots. Hoping that one will stick to my memory and stay attached to that sense of feelgood and ease.

How about you – have you noticed that how you feel is being translated into your photography?


Feelgood Photography Detail

Wohlfühl-Fotografie

Wenn du dich besonders wohl und gut gelaunt fühlst, nimm deine Kamera mit. Bei mir ist es so, dass ich mehr sehe, wenn ich mich gut und ein bisschen emotional fühle. Ich bin dann auch nachsichtiger mit mir selbst, achtsamer und offener, was so wichtig für das Fotografieren ist. Und alles bekommt irgendwie auf einmal mehr Bedeutung.

Ich hoffe dann, dass das Gefühl in meinem Gedächtnis bleibt, wenn ich es fotografiere. Vielleicht kann ich es später wiederhaben, weil ich mich eher wieder dahin zurückversetzen kann, wenn ich ein Bild gemacht habe.

Fotografiere “Wohlfühlen”

Kann sein, dass es seltsam scheint, etwas fotografieren zu wollen, das gar nicht wirklich zu sehen ist, sondern nur zu spüren. Ich meine, ein Pferd sieht einfach wie ein Pferd aus, aber Zufriedenheit, Ruhe, Melancholie, Wohlfühlen,… ? Das würde jeder anders festhalten.

Und deshalb sieht einer vielleicht gar nichts in einem Bild, das einen anderen besonders anspricht. Aber das ist auch das Schöne: da gibt`s ein persönliches Element, das nicht jeder erkennt. Unsere Fotos sprechen unsere ganz eigene Sprache und es ist ok, wenn sie nicht jeder versteht.

Feelgood Photography

Schnappschüsse, die bleiben

Gestern habe ich mich ganz ohne offensichtlichen Grund seltsam gut und zufrieden gefühlt. Wenn ich auf mein Programm von gestern schaue, hätte ich eher erwartet, gestresst gewesen zu sein. Aber nein, alles gut. Vielleicht habe ich viel in meinen Bauch geatmet. Vielleicht hat meine Psyche mit einer Extraportion Ruhe reagiert, weil ich mich am Tag davor überfordert gefühlt habe – keine Ahnung. Jedenfalls wollte ich das Gefühl festhalten, also habe ich ein paar Schnappschüsse gemacht. In der Hoffnung, dass einer in meinem Gedächtnis bleiben und mit diesem Wohlfühl-Gefühl verbunden sein wird.

Achte doch auch mal drauf: wirkt sich dein Gefühl auch auf deine Fotos aus?

Feelgood Photography Detail

Read more:

www.nadinewilmanns.com/how-to-remember

www.nadinewilmanns.com/how-to-get-the-feeling-into-the-picture

New Year

New Year lights celebration

New Year

As we enter the new year, it`s a good time to go through all our photos of this year. Of course, to reflect on the past twelve months. But as well to see how we grew as artists and to motivate us to keep on pushing forward and to become better in the new year ahead.

(On a side note: In my case, the new year is a good opportunity to organize my picture chaos, too. Click here for an article about a good organizational structure. I`ve started some organizing by the beginning of the lockdown in March but didn`t finish. Once I`ve established a consistent system that works for me, I`ll share it here.)

It`s not about pretty

Lately, I`ve had some days when I felt a little discouraged in documenting the ordinary. Because you know on Instagram you see all these super-pretty rooms and stuff and well, I don`t find my place so picture-pretty. However, looking back at the 2020 photographs, I realized that it weren`t the “pretty things” that made the best photos. But it was good light. Plus, ideally some meaning, and a very present moment that stayed.

That really motivated me again to shoot daily what is meaningful to me and focus on the light (in the truest sense of the word). Let´s feel and observe the very moment as often as possible without thinking about later or before. I`ve read and noticed that this can make an ordinary moment more meaningful.

As well I can report that it`s often just about getting started in order to get us into a habit. Like in this case the habit of documenting our lives in pictures. For example, we can begin with taking a picture of something simple as our feet and that can get us going to “see” and become aware of more.

For the year to come, I hope that I can always be thankful, curious, and unbiased. That I will be open to new experiences and surprises. And that I have faith in God`s support in order to be brave and to take healthy chances to document more. What are your wishes? Have a good start in 2021 and don`t let yourself get disheartened if the start doesn`t turn out as hoped. 

Neues Jahr

Der Start ins neue Jahr ist eine gute Zeit, um durch die Fotos von 2020 zu blättern. Natürlich um nochmal auf das Jahr zurückzuschauen. Aber auch um zu sehen, wie wir als Künstler gewachsen sind und um uns zu motivieren, weiter an uns zu arbeiten, um noch besser zu werden.

(Übrigens ist es für mich auch eine gute Gelegenheit, Ordnung mein Bilder-Chaos zu bringen. Ich habe beim ersten Lockdown im März damit begonnen, aber bin null fertig geworden. Sobald ich ein funktionierendes System entwickelt habe, werde ich es hier teilen.)

Es geht nicht um hübsch

In letzter Zeit hatte ich immer wieder Tage, an denen ich mich ein bisschen entmutigt darin gefühlt habe, das Alltägliche zu dokumentieren. Auf Instagram sieht man doch immer diese superhübschen Räume und Orte – und naja, ich finde, bei mir sieht`s nicht so „bildhübsch“ aus. Aber als ich durch meine Fotos von 2020 geschaut habe, ist mir aufgefallen: Es waren nicht die „hübschen Dinge“, die die besten Bilder ausgemacht haben. Sondern es war gutes Licht. Und idealerweise eine Bedeutung und ein „erlebter“ Moment, der mir im Gefühl geblieben ist.

Das hat mich wieder motiviert, jeden Tag zu fotografieren was Bedeutung für mich hat, und auf das Licht zu fokussieren (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich habe gelesen und bemerkt, dass ein gewöhnlicher Moment mehr Bedeutung bekommt, wenn wir ihn richtig „fühlen“ und beobachten, ohne an vorher oder nachher zu denken.

Beginne einfach

Außerdem kann ich berichten, dass es oft einfach nur darum geht, zu beginnen, um etwas zur Gewohnheit zu machen. Wie eben die Gewohnheit, unseren Alltag in Bildern zu dokumentieren. Zum Beispiel könnten wir damit starten, einfach etwas Simples wie unsere Füße zu fotografieren. Das kann uns dann dazu verleiten, mehr zu sehen und wahrzunehmen.

Für das neue Jahr hoffe ich, dass ich dankbar, neugierig und unvoreingenommen sein kann. Dass ich offen sein werde für neue Erlebnisse und Überraschungen. Und dass ich daran glauben kann, dass Gott mich unterstützt, um dann mutiger zu sein, damit ich mehr dokumentieren kann. Was sind deine Wünsche? Hab einen guten Start in 2021 und lass dich nicht entmutigen, falls der Start nicht so läuft, wie erhofft.

Success Stories

Photography black and white selfie for blog about success

Stories we tell about ourselves

How do we define success? And are we giving it our own definition, or do we let others define it for us? What story do we tell about ourselves? And are we dreaming big or do we let others limit our dreams, and what we dare to expect?

There are so many opinions and voices that can restrict us and that don`t serve us at all. For example: “Successful people are those who make a lot of money or who have fame.” If we have neither money nor fame, we might fall into the trap of thinking that we are not successful. But wait for a second: Is this definition matching our own standards of success at all?

And what kind of story do we tell about ourselves in general?

After the past two weeks, I could be telling, that I have failed a lot and that I`m unsuccessful. But honestly what would be the point of a story like this? It would not only be depressing; it also would not serve me at all.

We have one life, so why not tell a good story about it! So, instead I say: “I have taken some bold steps lately. At the same time, I`ve gained a good deal of experience with criticism both fair and unfair, even some unfriendliness. Either way, I`ve learned a lot. Most of all, I haven`t let anything cause me to abandon my dreams and I keep dreaming big. I expect great opportunities and adventures coming my way because I trust God to have a good plan for me.”

Selfie with dog

A friend of mine said to me that her co-worker has warned her: “In our job, we have to be very flexible.” There are so many ideas and opinions about how we SHOULD be. But especially as creatives I think we don`t have to accept the boundaries of common opinions. If we work to our own heart’s content, not for the judgment of others, we work with the heart of an artist. And we can accomplish a lot and more, if we just never lose faith, tell our story favourably, and define success in a way that sustains us and doesn`t discourage us.

Stories, die wir über uns erzählen

Was ist Erfolg? Legen wir für uns selbst fest, was Erfolg für uns bedeutet, oder lassen wir uns das von anderen vorgeben? Was für eine Geschichte erzählen wir von uns? Und haben wir große Träume, oder lassen wir uns von anderen Grenzen setzen, in dem was wir uns zutrauen?

Es gibt so viele Meinungen und Stimmen, die uns einschränken können und die uns überhaupt nicht nützlich sind. Zum Beispiel: „Erfolgreiche Leute verdienen viel Geld und sind angesehen und bekannt.“ Wenn wir aber weder Geld haben noch besonders anerkannt sind? Dann könnten wir in die Falle tappen zu denken wir seien nicht erfolgreich. Aber warte mal: Passt diese Art von „Erfolg“ denn überhaupt zu unseren eigenen Maßstäben?

Und was für eine Geschichte erzählen wir überhaupt von uns?

Nach den letzten beiden Wochen könnte ich erzählen, dass ich oft gescheitert bin und dass ich keinen Erfolg habe. Aber ehrlich, was würde denn so eine Geschichte bringen? Es wäre nicht nur eine deprimierende Geschichte, sie würde mir auch nichts nützen.

Wir haben ein Leben, also warum sollten wir nicht gute Geschichten davon erzählen! Also sage ich stattdessen: „Ich habe in letzter Zeit ziemlich viel gewagt. Gleichzeitig habe ich Erfahrungen mit Kritik – fairer und unfairer Kritik – und sogar Unfreundlichkeiten gesammelt. So oder so habe ich viel gelernt. Vor allem habe ich mich nicht daran hindern lassen, weiterhin große Träume zu haben. Ich erwarte tolle Gelegenheiten und Abenteuer, weil ich darauf vertraue, dass Gott einen guten Plan für mich hat.“

selfie with dog in flash light

Eine Freundin sagte mir neulich, dass ihre Kollegin sie ermahnt hat:  “In unserem Job müssen wir besonders flexibel sein.“ Es gibt so viele Vorstellungen davon, wie wir sein SOLLTEN. Aber vor allem als Kreative brauchen wir uns doch nicht mit den Grenzen gewöhnlicher Meinungen abfinden. Wenn wir zu unserer eigenen Freude arbeiten und nicht für das Urteil anderer, dann arbeiten wir mit dem Herz eines Künstlers. Und wir können viel und noch mehr erreichen, wenn wir nie aufhören zu glauben, unsere Geschichte vorteilhaft erzählen und Erfolg so definieren, dass es uns nicht entmutigt sondern stärkt.

Creativity

Selfie with dog. Creativity

Notes about creativity after a not overly creative, busy day

Creativity needs some prayers and letting go. It needs fresh air and downtime. Chats with friends, some laughing out loud and being childish. Truly tasting and enjoying a piece of cake, a milky coffee with whipped cream on top, or something we love. Some moving around helps, too – be it doing a dance, going for a walk, or just cleaning or tidying up. Going out. Observing. Screen-free time. Reading. Daydreaming. A hot shower. Time. It certainly needs the Sunday off to wind down and relax – or any day once a week for that matter.

Furthermore, creativity needs patience, forgiving self-care, and softness. We need to be “on our side” and “for us” no matter what`s going on. What can we do here at this very moment for ourselves? On the other hand, I don`t think that creativity minds a push, effort, and discipline though. And it does need commitment, resilience, habit, and the occasional fight.

Feeling heartbreak, hardship, and suffering in just the right kind of dosage are just brilliant for being creative. By the right kind of dosage, I mean as much, as it doesn`t paralyze us.

Defining success according to our own standards.

Personally, I find creativity dies with comparison, judgment, inner pressure, and trying to please people. But it grows with the idea of abundance and that there`s space for everyone. When I`m open and without judgment towards others, I can be more creative myself. 

When too busy there`s no room for creativity because it needs its space to unfold. Sometimes it needs saying: “Stop, that`s enough, I`m gonna go on thinking about this tomorrow, but for now I need a break.” It, too, needs saying: “Thanks God for what I`ve achieved already, and I trust that you`ll give me a good idea when I need it.”

Notizen zum Kreativsein nach einem mittelmäßig kreativen, sehr geschäftigen Tag

Kreativität braucht Gebete und loslassen. Sie braucht frische Luft und Auszeit. Mit Freunden reden, laut lachen, kindisch sein. Mit richtig viel Genuss ein Stück Kuchen essen oder einen Milchkaffee mit Sahne obendrauf trinken oder eben etwas was wir lieben. Bewegung hilft auch – sei es tanzen, spazieren gehen oder auch einfach putzen und aufräumen. Rausgehen. Beobachten. Zeit ohne Bildschirm. Lesen. Tagträumen. Eine heiße Dusche. Zeit. Kreativität braucht auf jeden Fall Sonntags Freiheit, zum runterkommen und entspannen – oder an sonst einem Tag in der Woche.

Sie braucht Geduld, sich selber vergeben und sich gut um sich selbst kümmern. Wir müssen „auf unserer Seite“ und „für uns“ sein, was auch immer gerade los ist. Was können wir hier gerade eben für uns tun? Andererseits denke ich nicht, dass ein Schubs, Mühe und Disziplin der Kreativität schaden. Und sie braucht auf jeden Fall Verbindlichkeit, Ausdauer, Gewohnheit und ab und zu Kampf.

Herzschmerz, Schwierigkeiten und Leiden in der richtigen Dosierung sind perfekt, um kreativ zu sein. Mit der richtigen Dosis meine ich so viel, dass es uns nicht lähmt.

Erfolg entsprechend unsrer eigenen Maßstäbe definieren

Persönlich finde ich, dass Kreativität durch Vergleiche, Werturteile, inneren Druck und “Anderen-gefallen-wollen” stirbt. Aber sie wächst mit der Idee, dass es Überfluss gibt und Platz für jeden. Wenn ich offen bin und andere nicht beurteile und bewerte, kann ich selbst kreativer sein. 

Zu viel zu tun zu haben, nimmt der Kreativität den Raum, weil sie Platz zum Entfalten braucht.

Manchmal müssen wir sagen: „Stop, das reicht jetzt, ich mache mir da morgen weiter Gedanken, aber jetzt brauche ich erstmal Pause.“ Und auch: „Danke Gott, was ich schon erreicht habe, und ich verlasse mich darauf, dass du mir eine gute Idee gibst, wenn ich eine brauche.“

creativity. selfie with dog
creativity selfie with dog

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How to win time

mirror selfie How to win time

How to win time (with “positive procrastination”)

Do you sometimes feel like you don`t have time because you`ve got so much to do? Maybe you are (like me) a “last-minute-person” who tends to procrastinate. I`ve learned that this behaviour is a huge time robber.  

This week, I needed to hand in an important article. I had had six weeks to get it done, yet I started writing only four days before my deadline and handed it in right on the final day. Sounds familiar?

Instead of just getting something done when we originally plan to do it, we keep postponing it until it is not possible to postpone it any longer. The result is not only stress, but we also feel like the task is taking us much longer than it really does. I felt like my article has taken me six weeks, even though I effectively worked on it for four days.

Procrastinating work is spending time working

That`s because while postponing we still have the task on our mind. We aren`t really relaxed, but we think “Aww shit, I still need to do this sometime soon!” Spending time procrastinating something is like spending time working on it – just without achievement. In my case I “worked” on my article for six weeks, instead of the four days I`ve spent writing it.

If I had done it when I originally had planned it to do, it would have seemed like a simple four-day job, not a six weeks project. Plus, I would have felt like an “achiever”, thinking: “this could have taken me six weeks, but I managed in four days”. And I would have felt like being very time effective.

Writing the article wouldn`t have been much of a hassle – if I hadn`t made a hassle out of it by dragging it. Plus, I could have gotten a free confidence-boost and a good experience of accomplishment.

How to win time Mirror selfie

Commit to your schedule

While I kind of liked to be a last-minute-person at school or at university, I now find it very unhealthy for my nerves. We have more time to relax when we don`t spend it on procrastinating. Now I`m not saying to do everything straight away always – sometimes this isn`t even possible because we need to wait for missing information or simply a free space in our calendar (and we do need plenty of time for relaxing and enjoying after all). But the idea is to schedule tasks and to then do them at the time they are scheduled for – and not postpone them unless there`s a major reason to do so.

Time Manager Dave Crenshaw calls this “positive procrastination”. Instead of adding a task on our “To-Do-List” to do it “sometime soon”, we make an appointment for it in our calendar. And then, here`s the key: “Once it`s scheduled into your calendar, you have to commit to it.”

Doing so, we win time which we then can use to enjoying ourselves while being truly relaxed.  

Wie man Zeit gewinnt (mit “positivem Aufschieben”)

Hast du manchmal das Gefühl, zu hast keine Zeit, weil du zu viel zu tun hast? Vielleicht bist du (wie ich) ein “Auf-den-letzten-Drücker“-Typ, der Dinge gerne aufschiebt. Ich habe gelernt, dass das ein riesen Zeiträuber ist.

Diese Woche musste ich einen wichtigen Artikel einreichen. Ich hatte sechs Wochen Zeit zum Schreiben, aber ich habe erst vier Tage vor meiner Deadline begonnen. Am letzten möglichen Tag habe ich den Text eingereicht.

Anstatt Aufgaben einfach dann zu machen, wenn wir sie eingeplant haben, schieben wir sie auf die lange Bank, bis das irgendwann nicht mehr möglich ist. Das Ergebnis ist nicht nur Stress, sondern wir haben auch das Gefühl, viel länger an der Sache gearbeitet zu haben als das in Wirklichkeit der Fall ist. Mir ist es so vorgekommen, als hätte ich für meinen Artikel sechs Wochen gebraucht, dabei habe ich effektiv ja nur vier Tage lang daran gearbeitet.

Arbeit aufschieben heißt Zeit mit Arbeit zu verbringen

Das ist deshalb so, weil wir die Aufgabe beim Aufschieben ja immer noch in unserem Kopf haben. Wir sind nicht wirklich entspannt, sondern wir denken „Oh shit, ich muss das dringend bald machen.“ Zeit damit verbringen, eine Aufgabe aufzuschieben, fühlt sich an, als ob man gerade an ihr arbeiten würde – nur, dass man nichts dabei erreicht. In meinem Fall habe ich sechs Wochen an meinem Artikel „gearbeitet“, anstatt die vier Tage, die ich daran geschrieben habe.

Hätte ich ihn geschrieben, als ich es ursprünglich mal eingeplant habe, hätte es sich wie ein Job von vier Tagen angefühlt, nicht wie ein Sechs-Wochen-Projekt. Außerdem hätte ich mich wie ein “Erfolgstyp” gefühlt und gedacht: Das hätte sechs Wochen brauchen können, aber ich hab`s in vier Tagen hinbekommen. Und ich wäre mir sehr effizient vorgekommen.

Es wäre überhaupt keine große Sache gewesen, den Artikel zu schreiben – hätte ich keine große Sache daraus gemacht, in dem ich sie vor mir hergeschoben habe und sie dadurch immer größer geworden ist. Und ich hätte ganz umsonst einen Selbstvertrauens-Schub bekommen können, noch dazu eine gute Erfahrung.

how to win time - mirror selfie

Lege dich auf einen Zeitplan fest

Während der Schul- oder Uni-Zeit mochte ich es noch ganz gern, ein “Last-minute-Typ” zu sein, inzwischen finde ich es sehr ungesund für meine Nerven. Wir haben mehr Zeit, um entspannt zu sein, wenn wir sie nicht mit Aufschieberitis verbringen.

Ich sage jetzt nicht, dass wir immer alles gleich machen sollten – manchmal ist das ja auch gar nicht möglich, weil wir noch auf fehlende Infos warten müssen, oder auch einfach auf einen freien Platz in unserem Kalender. (Und wir brauchen schließlich viel Zeit zum Entspannen und Genießen).

Die Idee ist die: Wir planen Aufgaben ein und machen sie dann zu der Zeit, zu der sie eingeplant sind – und verschieben sie nicht, es sei denn es gibt einen wichtigen Grund.

Zeit-Manager Dave Crenshaw nennt das “Positive Aufschieberitis“. Anstatt eine Aufgabe auf unsere „To-Do-Liste“ zu schreiben, um sie „irgendwann bald mal“ zu machen, sollten wir für die Aufgabe einen Termin in unserem Kalender ausmachen. Und dann kommt das Wichtigste: „Sobald es in unserem Kalender eingeplant ist, müssen wir uns daran halten.“

Machen wir das, gewinnen wir Zeit, die wir dann – wirklich entspannt – mit Genießen verbringen können.

Read more about Freelance life in this post: Time and progress

Work for joy

work for joy dog behind ladder

How to work for joy

Is your job something that you would have as a hobby, too?

A few weeks ago, I had an interesting interview with Linda Stark, a singer who is as well a songwriter for other artists. I had noticed that she kept her website for her project as a singer called “LiLA” separate from the one as a contract songwriter. So, I wondered, whether she purposefully distinguishes between the two. Yes, she said: “LiLA is what I do entirely for my own joy.” For LiLA she doesn`t care about all the rules that she would follow when writing songs for someone else. “This music speaks from my heart and it suits me”, she told me. “And if I can`t think of something to write for half a year, then be it. LiLA is my baby and one of my top standards is: no pressure.”

Entirely for my own joy

I found that super interesting: The same activity – songwriting. For others – then it`s “work”, for oneself – then it`s “joy”. Don`t get me wrong: she didn`t say or mean, that she doesn`t find writing for others joyful! But her “LiLA” project is ENTIRELY for her joy. Which means, without any external pressure or requirements. Only she needs to like it. If it`s well-received, that`s brilliant, but if not, it`s nice anyway.

In this respect, the saying “Do what you love, and you will never have to work again” can`t always be readily applied. I have often thought: What is wrong with me – why do I still perceive work as “work”, EVEN THOUGH I do what I love. But it isn`t so easy as the saying makes out to be – at least that`s how I feel. The same activity can be perceived as work when I have to perform for a business, maybe with a difficult boss or with difficult morals. Or as joy when I do it for myself.

Dog. How to work for joy

Freedom and play

When I was employed as a pattern cutter in London, I would do patterns for my own project after work until late at night. That didn`t bother me at all – quite the contrary: I was already looking forward to it on my way home. It would not have crossed my mind to keep on working after 6 o`clock if it would have been work for my boss. The same activity – but entirely different joy levels.

I did enjoy going to work, but rather because of my fun co-workers than because of the work itself. Yet for my project, I was full of ideas and energy. There was freedom and play in my “work”. I wouldn`t really care very much about whether I could earn a lot or a little. Or whether a lot of people or only a few would like my stuff.

Nothing has to, everything can

What I have noticed though: It`s much easier to think that way, when having a money-making second source of income. If nothing HAS TO, but everything CAN. That means, being entirely independent of external opinions and financial success. That doesn`t mean that there will never be difficulties or frustration, anxiety, or disappointment. But that the joy will outweigh all that so that I won`t take so much notice of this other stuff. And so that these unpleasant feelings won`t “nest“ in me.

For me, this blog is a little joy-project. And I always want to photograph „for my own joy”. If I should notice that this is changing, I hope that I will pull the plug and stop doing assignments for a while. My joy in doing photography is just way too important for me to lose it over it being a job. And sooner or later, I want to revive my fashion project – and take good care that I will do it “entirely for my own joy”.

Für Freude arbeiten

Ist das was du beruflich machst, auch das, was du privat gerne machst?

Vor einigen Wochen hatte ich ein interessantes Interview mit Linda Stark, einer Sängerin, die auch Lieder für andere Künstler schreibt. Mir war aufgefallen, dass sie für ihr Soloprojekt „Lila“ eine andere Webseite hat als für ihre Arbeit als Auftrags-Liedermacherin. Ob sie beides so streng voneinander abgrenze, habe ich gefragt. Das hat sie ganz entschlossen bejaht: „Lila ist das, was ich wirklich ganz zu meiner eigenen Freude mache.“ Da seien ihr die Regeln egal, die beachten müsste, würde sie für einen Auftraggeber ein Lied schreiben. Es sei Musik, die einfach aus ihrem Gefühl spreche und die zu ihr passe. „Und wenn mir mal ein halbes Jahr kein Text einfällt, dann schreibe ich eben keinen. LiLA ist mein Baby und eine meiner ersten Prämissen ist, mir kein Druck zu machen.“

Zu meiner eigenen Freude

Das fand ich interessant: Die gleiche Tätigkeit – Songwriting. Einmal für andere – da ist es „Arbeit“ -und einmal für sich selbst – da ist es „Freude“. Jetzt darf man mich hier nicht falsch verstehen: Sie hat nicht gesagt oder gemeint, dass ihr das Lieder schreiben für andere keine Freude macht! Aber ihr LiLA-Projekt macht sie eben GANZ zu ihrer Freude. Das heißt völlig ohne Druck und Vorgaben von außen. Nur ihr muss es gefallen. Wenn`s gut ankommt, gut, wenn nicht, ist`s trotzdem schön.

Und insofern ist der Spruch „Tu was du liebst, und du musst nie wieder arbeiten“ nicht so ohne weiteres umzusetzen. Ich habe oft gedacht: Was stimmt denn nicht mit mir – warum kommt mir meine Arbeit wie Arbeit vor, OBWOHL ich doch mache, was ich gern mag. Ganz so einfach, wie der Spruch es sagt, ist es aber eben nicht – zumindest geht es mir so. Die gleiche Tätigkeit, kann ich als Arbeit empfinden, wenn ich sie beispielsweise für einen Betrieb mache, vielleicht noch mit anstrengendem Chef oder schwierigen Moralvorstellungen im Betrieb. Oder ich kann sie als Freude wahrnehmen, wenn ich sie für mich mache.

Dog paws and shoes. How to work for joy

Freiheit und Spiel

Als ich in London als Modellmacherin angestellt war, habe ich nach Feierabend oft bis nachts über Schnitten für mein eigenes Projekt gesessen. Es hat mir überhaupt nichts ausgemacht, noch so lange da dran zu sitzen – im Gegenteil: ich hab mich schon auf dem Weg nach Hause darauf gefreut. Das wäre mir nicht eingefallen, wenn es sich um Arbeit für meinen Chef gehandelt hätte. Die gleiche Tätigkeit – aber völlig andere Freudenlevels.

Zwar bin ich wirklich gern zur Arbeit gegangen, aber eher wegen meiner netten Kollegen, als wegen der Arbeit an sich. Für mein Projekt dagegen war ich voller Ideen und vor allem voller Energie. Da war viel Freiheit und Spiel drin. Es wäre mir auch einigermaßen egal gewesen, ob ich damit viel oder wenig Geld verdient hätte. Oder, ob meine Sachen vielen oder wenigen Leuten gefallen hätten.  

Nichts muss, alles kann

Was ich festgestellt habe: Es geht viel leichter, so zu denken,  wenn man noch ein anderes, geldverdienendes Standbein hat. Wenn nichts MUSS, alles nur KANN. Das heißt, dass ich wirklich völlig unabhängig bin von der Meinung anderer oder vom finanziellen Erfolg. Das heißt nicht, dass es nie Schwierigkeiten, Frust, Angst oder Enttäuschung gibt. Aber dass die Freude an meinem Projekt so sehr überwiegt, dass ich die unangenehmen Dinge gar nicht so sehr wahrnehme und die sich gar nicht lange in mir breit machen können.

Für mich ist dieser Blog ein kleines Freuden-Projekt. Und ich will auch immer „zu meiner Freude“ fotografieren. Wenn ich merken sollte, dass sich das mal ändert, hoffe ich, dass ich da ganz schnell die Reißleine ziehe und nur noch Prints verkaufe, keine Aufträge mehr mache. Dafür ist mir meine Freude am Fotografieren einfach viel zu wichtig. Und über kurz oder lang will ich auch mein Mode-Projekt wieder reaktivieren – und gut aufpassen, dass ich es „ganz zu meiner eigenen Freude“ mache.

Read more about freelancer life in “To enjoy”.

To enjoy

enjoy. Mirror selfie. Why and time

To enjoy

How are you with pleasure and enjoyment? This week, I wrote an editorial for a magazine about this and while writing, I noticed two big issues I have: Firstly, I often postpone enjoyment because of “being busy”. And secondly: when I am doing stuff that isn`t “useful”, but “only” enjoyable, I feel guilty thinking I should be productive.

Is that something you can relate to? Then you may know these moments, when try to do something enjoyable, but you just can`t find pleasure in it.

For example: I like to photograph, but when thinking that it should be productive, that the outcome should be “useable” for something, my joy goes. I enjoy to dress up, but because that involves a lot of changing and finding new combinations, it usually takes more time that it seems “worth” it. Thinking “I`m not productive here, I should be faster”, I`m stealing my joy in what I`m doing. I like to look at photographs. But doing so while “important tasks” are waiting (and aren`t they always…), I find it hard to enjoy myself.

Would we ever regret having spent too much time enjoying?

Joyce Meyer says in her podcast “Take time to enjoy life”, that we often think we don`t deserve to enjoy ourselves. We think we must earn enjoyment and pleasure. But we don`t: even if we aren`t productive all day long, we still and always deserve to enjoy ourselves as much as we possibly can.

One really unhelpful German saying is: “Work before pleasure”. But really: Wouldn`t it make much more sense to be the other way round? Looking back at life: would we ever regret having enjoyed too much? Would we ever wish that we had rushed more and taken less time to enjoy ourselves? I don`t think so…

So how about giving ourselves the task to practise enjoying on purpose. Without worrying about not being productive or being slow and the time passing. I`ve put on a blouse today instead of a worn-out T-Shirt, even though I haven`t really been out except walking the dog. And coloured my nails, as I like how that looks, even though it only lasts for a day or so. Usually I would think: It`s not worth the time, I have so much other stuff to do. But really if it`s enjoyable, isn`t it worth the time? What do you enjoy lately?

Genießen

Wie geht es dir mit Vergnügen und Genuss? Diese Woche habe ich ein Editorial zu diesem Thema geschrieben und dabei sind mir zwei Sachen aufgefallen. Zum einen verschiebe ich Genuss oft, weil ich „zu beschäftigt“ bin. Und außerdem: Wenn ich etwas mache, das nicht „nützlich“ ist, sondern „nur“ zum Genießen ist, bekomme ich schnell ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht produktiv bin.

Geht es dir manchmal auch so? Dann kennst du vielleicht diese Momente, wenn du`s dir nett machen willst, aber du es einfach nicht richtig genießen kannst.

Zum Beispiel mag ich fotografieren. Aber wenn ich denke, dass ich dabei produktiv sein sollte, dass das Ergebnis zu irgendwas zu gebrauchen sein sollte, dann verschwindet mein Spaß. Ich mag es, mich schick zu machen. Aber weil das bei mir zehnmal Umziehen und neu Kombinieren involviert, nimmt das Zeit in Anspruch. Ich denke dann: „Ich bin überhaupt nicht produktiv hier, ich sollte viel schneller sein.“ Und damit raube ich mir meine Freude daran. Ich mag gerne Fotos anschauen, aber wenn “wichtige Aufgaben“ warten (und warten nicht immer welche…), dann fällt es mir schwer, das zu genießen.

Würden wir es bereuen, zu viel Zeit mit Genießen verbracht zu haben?

Joyce Meyer sagt in ihrem Podcast „Nimm dir Zeit das Leben zu genießen“, dass wir oft denken, wir verdienen den Genuss nicht. Wir denken, wir müssen unser Vergnügen verdienen. Aber das müssen wir überhaupt nicht: Auch wenn wir den ganzen Tag nicht zustande bringen, verdienen wir es zu genießen, so viel wie wir nur können.

Ein wenig hilfreicher Spruch heißt: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Aber ehrlich: Würde es andersrum nicht viel mehr Sinn machen? Wenn wir auf unser Leben zurückschauen, würden wir es bereuen, zu viel genossen zu haben? Würden wir uns wünschen, dass wir uns mehr beeilt hätten und weniger Zeit mit Genießen verbracht zu haben? Ich denke nicht…

Wie wär`s wenn wir also üben, mit Absicht zu genießen. Ohne uns zu ermahnen, dass wir gerade unproduktiv und langsam sind und dass die Zeit rennt. Ich habe heute eine Bluse angezogen statt einem abgetragenen T-Shirt, obwohl ich gar nicht wirklich raus bin, außer mit dem Hund spazieren. Und habe meine Nägel lackiert, weil ich mag, wie das aussieht, auch wenn es nur einen Tag hält. Normalerweise würde ich denken: Das lohnt sich nicht, dafür habe ich keine Zeit. Aber ehrlich, wenn es doch Freude macht, lohnt es sich dann nicht? Was genießt du so in letzter Zeit?

Read more about this here: “Secrets of Happiness”

Time and progress

time and progress fashion memories watch and wristlet

Time and Progress

Time is a tricky thing. It`s my birthday this weekend, reminding me of how fast time goes by. I feel like I cannot keep up at all. On the other hand, time brings some good stuff like progress, growth, and knowledge.

"If your goal is the time itself..."

However, I sometimes struggle to see my progress and I often don`t give myself credit for it. Or I become impatient. In this context I`m reminded about something that I’ ve heard in a conversation with street photographer Brandon Stanton (Humans of NY) on the podcast “Magic Lessons with Elisabeth Gilbert”.  He said that many goals depend on stuff we can`t control, for example, whether people like our work or not. “But if your goal is the time itself, just the time, then it becomes much simpler and more achievable. Because it depends on one thing: How you spend your time.”

Focus on the time

Success then isn`t the result, but the time spent with the work. Brandon Stanton suggests not to focus on a result like ‘I want to be a successful photojournalist’ or ‘I want to be a bestselling author’. We shouldn`t take a goal that is out of our control as a benchmark for success.

Instead, he advises to rather focus on the time we spend on the way. For example: “I spend one hour every morning to write”, or: “I take some time photographing every day.”

A gentle approach to success

As someone who struggles with competitive situations and who is easily intimidated by expectations or having to achieve things, I love this. It seems like a sustainable and somewhat gentle approach to success.

I still don`t know how to feel ok about aging. But I know what I can do meanwhile: valuing time I spend on things, rather than being anxious about the result. And have faith that there will be some good progress eventually and that God will take care of the outcome.

Zeit und Wachsen

Zeit ist eine schwierige Angelegenheit. Dieses Wochenende ist mein Geburtstag und erinnert mich daran, wie schnell die Zeit vergeht. Ich habe das Gefühl, dass ich überhaupt nicht mithalten kann. Andererseits bringt Zeit auch gute Sachen, wie Entwicklung, Wachstum und Wissen.

"Wenn dein Ziel die Zeit selbst ist..."

Allerdings fällt es mir oft schwer, meine Fortschritte zu sehen und anzuerkennen. Oder ich werde ungeduldig. In dem Zusammenhang fällt mir etwas ein, das ich in einem Gespräch mit Fotograf Brandon Stanton (Humans of NY) im Podcast “Magic Lessons with Elisabeth Gilbert” gehört habe.

Er sagt, dass viele Ziele von Dingen abhängig sind, die nicht in unserer Hand sind. Zum Beispiel ob Leute unsere Arbeit mögen oder nicht. „Aber wenn die Zeit selbst das Ziel ist, nur die Zeit, dann wird alles viel einfacher und machbarer. Denn der Erfolg hängt dann von einer Sache ab: Wie ich meine Zeit verbringe.“

Erfolgsfaktor Zeit

Erfolg ist dann nicht das Endergebnis, sondern Zeit mit der Arbeit selbst verbracht zu haben.

Brandon Stanton schlägt vor, sich nicht so sehr auf ein Endziel (wie ‚Ich will ein erfolgreicher Fotojournalist sein‘, oder: ‚Ich will einen Bestseller schreiben.‘) zu konzentrieren.

Statt Erfolg an einem Ziel messen, das wir nicht kontrollieren können, rät er, uns lieber auf die Zeit und den Weg dahin zu konzentrieren. Zum Beispiel ‚Ich will jeden morgen eine Stunde schreiben‘ , oder: ‚Ich nehme mir jeden Tag Zeit zum Fotografieren.‘

Eine nachhaltige Einstellung zum Erfolg

Als jemand, der Konkurrenzsituationen nicht mag und der sich leicht von Erwartungen und Erfolgsdenken einschüchtern lässt, mag ich diese Herangehensweise. Es scheint mir eine nachhaltige und irgendwie sanfte Einstellung zum Erfolg zu sein.

Ich weiß immer noch nicht, wie man mit dem Altern gut klarkommt. Aber ich weiß, was ich inzwischen tun kann: Die Zeit zu schätzen, die ich mit Dingen verbringen, anstatt mich mit Gedanken über das Ergebnis zu stressen. Und darauf vertrauen, dass ich Fortschritte mache und Gott den Rest schon für mich machen wird.

How to be creative

shadow on notebook How to be creative

How to be creative

Today, I really struggle with finding something interesting or potentially good to write. In fact, I often feel that way. However, my writing day is Friday, so something must be written – inspired or not. So, I`m taking the opportunity to write about commitment and inspiration.

The other day I`ve read a quote that basically nails it: “Forget inspiration. Habit is more dependable. Habit will sustain you whether you`re inspired or not.” (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

The mystery of the "cloud of inspiration"

That`s what`s happening to me today: I have developed kind of a habit for myself, to write something on a Friday. I have a regular “appointment” with myself. And because I feel it`s important for me, I am committed to keeping that appointment. Even when I don`t feel “inspired” or “creative” at the time.

Yet, I haven`t always been like that at all. And I still lack that quality in many areas of my life, where I should be more persistent and committed. I used to say: “Nerr, I`ll do that some other day when I feel more like it.” And I had that idea of some cloud of inspiration just coming over me now and then, without me being in much of control at all.

In your style How to be creative Nadine Wilmanns photography

Creativity requires fight

However, I have often seen, that this is not true at all: Why is it, that deadlines at Fashion Uni made me more “creative”? Well, I think, it`s because I was forced to actually sit down and do the work. Because there was a deadline, I didn’t have the option to wait for a cloud of inspiration to land on me. I had to get to work and fight – and make the inspiration come.

And it does come eventually. Sometimes sooner, sometimes it takes a while. “Creativity requires fight, action, habit, practice, work and never to give up”, writes photographer Chris Orwig in his great book  “The Creative Fight”.

At times, the outcome may not be brilliant. But having done my part is what counts. I have kept my appointment. If I keep on this way and keep on working it, instead of waiting for a creative spark, eventually, there will be something really good along the way.

Kreativ sein

Heute tue ich mir schwer, etwas zu finden, über das ich schreiben könnte. Tatsächlich geht es mir oft so. Allerdings ist Freitag mein Schreib-Tag – egal ob ich “inspiriert” bin oder nicht. Also nutze ich die Gelegenheit, etwas über Inspiration schreiben und darüber, sich auf etwas festzulegen.

Neulich habe ich ein Zitat gelesen, dass die Sache perfekt trifft: „Vergiss Inspiration. Gewohnheit ist verlässlicher. Gewohnheit wird dich tragen, egal ob du inspiriert bist oder nicht.“ (Octavia E.Butler in “Bloodchild and Other Stories”).

Die "Inspirations-Wolke"

Das passiert mir heute auch: Ich habe eine Art Gewohnheit für mich entwickelt, Freitags etwas zu schreiben. Ich habe einen regelmäßigen „Termin“ mit mir selber und weil ich den für mich wichtig finde, halte ich ihn ein. Auch wenn ich mich gerade nicht „inspiriert“ oder „kreativ“ fühle.

So war ich aber überhaupt nicht immer. Und in vielen Bereichen in meinem Leben halte ich mich immer noch nicht gut an meine eigenen Versprechen an mich. Typischerweise würde ich sagen: „Nee, ich mache das ein andermal, wenn mir mehr danach ist.“ Ich hatte die Idee einer Art „Inspirationswolke“, die sich einfach ab und zu auf einem absetzt, ohne dass man das großartig beeinflussen kann.

How to be creative Nadine Wilmanns photography

Kreativität erfordert Kampf

Allerdings habe ich oft gesehen, dass das nicht stimmt: Warum war ich zum Beispiel im Modestudium ausgerechnet kurz vor den Deadlines „kreativer“ als sonst? Ich denke, es lag daran, dass ich gezwungen war, mich tatsächlich hinzusetzen und die Aufgaben konzentriert anzugehen. Wegen der Deadline hatte ich gar nicht die Option, auf eine Inspirationswolke zu warten. Ich musste mich an die Arbeit machen, kämpfen – und der Inspiration hinterherrennen.

Und man kriegt sie dann auch irgendwann, manchmal früher, manchmal später. „Kreativität erfordert Kampf, Tun, Gewohnheit, Übung und nie aufzugeben”, schreibt Fotograf Chris Orwig in seinem Buch “The Creative Fight” .

Es kommt vor, dass das Ergebnis nicht großartig ist. Aber meinen Teil, das was ich konnte, abgeliefert zu haben, ist das was zählt.  Ich habe meinen Termin eingehalten. Wenn ich auf diesem Weg bleibe und weiter daran arbeite, anstatt auf einen kreativen Geistesblitz zu warten, dann wird  irgendwann auch mal etwas richtig Gutes dabei rauskommen.  

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Self-Assignment

How to not give up

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How not to give up

A lot has been said and written about not giving up. That shows just how important it is. The other day, I`ve watched a video about the photographer Joel Grimes and what he said was: The big majority of all photography graduates don`t actually work as photographers, because they have given up too early. Talent is nice, but what really makes a person successful, is refusing to give up despite setbacks. Success means coming back over and over again.

Keep the faith up

My mum is a songwriter and has just published her first CD after years and years of trying to find the right people for the project. She`s heard a lot of “No”s on the way. And I would imagine that it hurt because the more personal the project is and the more passion you put into it, the more it hurts when it`s being rejected. However, she didn`t allow these “No”s to steal her joy and faith in what she was doing. Instead, she kept on trying and just did not give up – and eventually, it finally happened – the album is out: www.dorothewilmanns.de. “When disappointed, get reappointed”, says the famous preacher Joyce Meyer. The challenge is to keep the faith up, that something good will come up eventually. 

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The Challenge: The more rejections, the more we have tried.

I tended to be a quitter because I get discouraged easily if I`m not careful. Plus, I often take rejection personal. But I do want to challenge myself to get right back on track over and over again. I just remembered a true story that my former coach Hans Schumann has told me: A teacher (I think it was a sales teacher) gave his students the task to get as many rejections as possible in one week – the one with the most rejections would win.

His point was: Setbacks and rejections are normal and hearing many “No”s just means that we have tried a lot. Seeing it as a challenge, almost kind of a sport, might help us to get right back out and ask again. By getting used to this habit, we might not even dread the “No”s so much anymore. Instead, we might pat ourselves on the shoulder and say: “Well done, tried again – off to the next one.”

Wie man nicht aufgibt

Man hört so viel darüber: „Gib nicht auf!“. Das zeigt, wie wichtig es ist. Neulich habe ich mir ein Video über den Fotografen Joel Grimes angeschaut und er sagte, dass die große Mehrheit der Leute, die Fotografie studiert haben, nicht als Fotografen arbeiten, weil sie zu früh aufgegeben haben. Talent ist schön, aber erfolgreich sind die, die sich trotz Rückschläge weigern, aufzugeben.

Durchhalten

Meine Mutter ist Songwriterin und hat gerade ihre erste CD veröffentlicht – nachdem sie viele Jahre lang nach den richtigen Leuten für das Projekt gesucht hat und dabei viele „Neins“ einstecken musste. Und ich kann mir vorstellen, dass das hart war. Denn je persönlicher ein Projekt ist und je mehr Begeisterung man reinsteckt, desto mehr trifft es einen, wenn es auf Ablehnung stößt. Aber sie hat sich die Freude nicht nehmen und sich nicht entmutigen lassen, sondern hat immer weitergemacht und nicht aufgegeben – und jetzt hat es geklappt, die CD ist da – www.dorothewilmanns.de. “When disappointed, get reappointed”, sagt die bekannte Predigerin Joyce Meyer, was so viel heißt wie: Wenn du enttäuscht bist, mach direkt einen neuen Plan. Die Herausforderung ist, weiter fest daran zu glauben, dass gute Dinge auf uns warten. 

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Wenn wir viele Absagen bekommen, heißt das, dass wir viel versucht haben.

Ich tendiere dazu, zu schnell aufzugeben, weil ich mich leicht entmutigen lasse, wenn ich nicht aufpasse. Und ich nehme „Neins“ oft persönlich. Aber ich will mich selbst dazu herausfordern, mich nicht beirren zu lassen und einfach immer wieder weiterzumachen. Gerade ist mir noch was eingefallen, das mir mein ehemaliger Coach Hans Schumann erzählt hat: Ein Lehrer, der Vertreter ausgebildet hat, hat seinen Schülern die Aufgabe gegeben in einer Woche so viele „Neins“ wie möglich zu sammeln – der, der die meisten hat, gewinnt.

Was er damit sagen wollte: Rückschläge und Absagen sind ganz normal. Und wenn wir viele davon bekommen, dann heißt das nur, dass wir viel versucht haben. Wenn wir es als Herausforderung sehen, oder fast schon als eine Art Sport, dann könnte uns das helfen, gleich wieder weiterzumachen und weiter zu fragen. Durch dieses “Training” macht es uns vielleicht bald auch nicht mehr viel aus, „Neins“ zu hören. Stattdessen könnten wir uns auf die Schulter klopfen und uns loben. „Sehr gut gemacht, wieder was versucht – und auf zum Nächsten.“

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Self-Assignment

Self-Assignment. light on floor capture the 50:50

Self-Assignment

This week I`ve come to realize: in order to grow as a photographer it is very important to give myself an assignment for a personal project. Single strong photographs are all well and good. But a series of pictures can tell a much stronger, more complex story. Plus, personal projects contribute to a convincing body of work. They help with developing a unique style. And they challenge us to go out of our comfort zone.

Narrowing down the focus with a self-assignment

Of course, I constantly have the pursuit to document life. Or on a smaller scale document an event, a holiday, or a summer. However, I would benefit from a more specific self-assignment; from narrowing down my focus in order to gain more focus, if that makes sense.

And I would profit from taking on a more conceptual approach. Photographer Steve Simon recommends writing down a specific headline and description for each self-assigned project. “This can help clarify and focus your vision for a consistent point of view. It helps to form a framework for the project”, he says. “(It helps to) keep a tight thread around a theme, to make sure that all photos reflect that headline and to stay on point.”

The big question now is: what to self-assign?

Aufträge an sich selbst

Diese Woche ist mir klar geworden: Um mich als Fotografin weiter zu entwickeln, sollte ich mir selbst Aufträge für persönliche Projekte geben. Einzelne ausdrucksstarke Bilder sind schön und gut. Aber eine Bildserie kann eine viel überzeugendere, vielschichtigere Geschichte erzählen. Außerdem bilden persönliche Projekte einen guten Fundus an Arbeitsproben. Sie helfen dabei, einen einzigartigen Stil zu entwickeln. Und sie animieren uns dazu, uns aus unserer Komfortzone heraus zu bewegen.

Den Fokus einschränken

Natürlich bin ich ständig darauf aus, das Leben zu dokumentieren. Oder in einem kleineren Rahmen vielleicht eine Veranstaltung, einen Urlaub, oder einen Sommer. Allerdings würde es mir guttun, wenn ich mir spezifischere, präzisere „Aufträge“ erteilen würde. Wenn ich meinen Fokus einschränken würde, um mehr Fokus zu gewinnen.

Und ich würde davon profitieren, die Sache konzeptueller anzugehen. Fotograf Steve Simon empfiehlt, eine bestimmte Schlagzeile und eine Beschreibung für jedes selbst bestimmte Projekt zu notieren. „Das macht deinen Blick klarer. Es hilft dir, dich auf eine durchgängige Erzählung zu fokussieren und deinem Projekt einen Rahmen zu geben“, sagt er. „Sinnvoll ist, das Thema genau einzukreisen und sicherzustellen, dass alle Fotos des Projekts die Aussage der Schlagzeile treffen.“

Die große Frage ist jetzt: Was könnte ein Thema sein?